„Der Ticketpreis wurde optimiert“ – Ticket2go

Seit dem 1.4.2017 gibt es eine neue App für IPhone oder Android mit der man in Baden-Württemberg bargeldlos Bus und Bahn fahren kann. Zuvor gab es ein paar regionale Vorgänger Versionen,  die allerdings oft nicht mit anderen Verkehrsverbünden kooperierten und diese haben nach und nach alle den Betrieb eingestellt.

Bei Ticket2go finde ich gut das die DB dabei ist und das man auch über den eigenen Tarifverbund diese Zahlungsart nutzen kann.

Ich selbst nutze Bus und sbahn sehr unregelmäßig und so lohnt sich für mich eine Monats Karte nicht. Ob und wann eine Tages Karte oder die RVL Punkte Karte möglich oder preiswerter wäre weiß ich meist nicht, und ehrlich gesagt habe ich keine Lust jedes mal alle Möglichkeiten durch zu rechnen. Zumal ich oft sehr spontan einen Bus nutze ( wenn es regnet z.b.)

Und schon oft stand ich dann im Bus ohne das entsprechende Entgeld in Münzen und erntete dafür den Unmut des Busfahrers. Einmal hat er mich sogar umsonst mit genommen weil er auf einen 50-Euro-Schein nicht raus geben könnte. Überhaupt fällt man hier in Lörrach auf wenn man bar bezahlen will… 

Mit der Ticket2go App zahlt  man über das Handy, indem man bei der Einrichtung seine Bank Daten hinterlegt. Die Einrichtung ging schnell und Problemlos. Auch ist die App insgesamt sehr schlank und schnörkellos und benötigt dadurch nicht zu viel Speicher.

Mein erster Test verlief reibungslos. Ich führ zuerst eine Bus Strecke die ich kenne und die beim Fahrer 2,30€ gekostet hätte. Die App die man vor Fahrtantritt aktiviert und beendet wenn man angekommen ist berechnete für diese Fahrt 1,95€. Ich wusste vorher gar nicht das es diese Preis Kategorie in Lörrach gibt.

Später am gleichen Tag fuhr ich mit der S-Bahn nach Basel. Diese Fahrt hätte einzeln 2,60€ gekostet. Am Abend fuhr ich mit der S-Bahn und dann Zug  nach Bad Bellingen. Zuerst berechnete die App dafür 6,90€, und meine Mutter argumentierte das die Punkte Karte auf der Strecke billiger gewesen wäre… Doch die App kumulierte alle 3 Fahrten des Tages und berechnete mir zusammen nur die 6,90€. Also im Endeffekt habe ich gespart.

Update am 26.5. : ich bin immernoch sehr zufrieden,  bisher hatte ich erst eine Fahrt die dauerhaft „nicht bepreisbar“ blieb. Die Monatsabrechnung hat korrekt funktioniert und man erhält eine e-Mail wann abgebucht wird.

Und noch mehr Elbe

Ich muss vorraus schicken, daß ich ein süddeutsches Landei bin. Am Fuße des Schwarzwaldes am Rande des Hochrhein-Tales aufgewachsen, beschränken sich meine Kindheits und Jugenderfahrungen mit Gewässern auf verschiedene Schwarzwaldseen und den Rhein und dann noch das „Schwäbische Meer“ der Bodensee.

In den letzten 2 Wochen habe ich extrem viel über Hamburg und die Umgebung erfahren weil ich Gast bei einer Ureinwohnerin sein durfte, die es liebt alles mögliche zu Zeigen und dazu etwas zu erzählen. Einfach Klasse! Danke dafür. Sie möchte hier nicht genannt werden, denn ein echter Hamburger pralt nicht damit wenn er gutes getan hat.

Diese Person regte an wir könnten mit der Fähre über die Elbe fahren, ähm … wieso ich hab hier im Hamburger Stadtverkehr das Gefühl, das wir ständig über Brücken fahren, ausserdem hat sie mir beide Elbtunnel gezeigt.

Aber da wir auf der Rückfahrt von einem Nordsee Ausflug waren und uns noch eine gute Stunde von Hamburg entfernt befanden meinte sie „hier gibts keine Brücken“… mir war nicht klar warum…

Wir fuhren nach Wischhafen, mir kamen die Wohnhäuser in diesem kleinen Ort und den umliegenden schon fast vor wie aus dem Bilderbuch. Süsse kleine niedrige Backsteinhäuser mit Reetdach und kleinen Fenster. Kleine Käffer mit lustigen Namen wie Himmelpforten, Horst, Oederquart und Freiburg (hat aber wirklich nur den Namen gemeinsam mit der Breisgaumetropole)

An der Fähre angekommen war ich erst mal iritiert das ich die gegenüberliegende Seite nicht sah…

das ist jetzt allerding der Blick von der Fähre in etwa nördlicher Richtung (ich bin kein Seefahrer, meine Richtungsangaben nicht bestimmt nicht korrekt) Das große weisse Gebäude ganz rechts ist das Atomkraftwerk Brunsbüttel.

Blick in die andere Richtung, ich war überwältigt von der Breite des Flusses. „Sieht fast aus wie Bodensee oder so…“ rutschte es mir herraus.

was mich noch mehr irritierte als die enorme Breite des Flusslaufes war die Fliessbewegung des Wassers. Das Wasser floss Flussaufwärts ! Das kannte ich so ja gar nicht. Hier gibt es Ebbe und Flut. Bei steigendem Meerespiegel fliesst Wasser in die Elbe.

Beachtet mal die Vögel oder Enten… sie Schwimmen nicht, sie laufen auf dem Grund. Sooo flach ist es hier! Ich habe die Aufnahme ohne Zoom gemacht. Deswegen ist es hier so enorm breit, weil das Flussbett sehr flach ist.

Dennoch ist der Fluss für die ganz großen Containerschiffe schiffbar und diese Fahren noch etwa 50km ins Land hinein bis zum Hamburger Hafen.

Das ist der Grund warum ich die Gegenüberliegende Fährstation nicht sehen konnte. Die vier Fährschiffe, die im 30 Minuten Takt abfahren, umschiffen eine Insel. direkt neben der Boje kann man die Fliessrichtung des Wassers erkennen, wohlgemerkt wir blicken gerade Richtung Hamburg.

So sehen die Schiffe der Reederei Elbfähre Glückstadt-Wischhafen aus. Jedes von Ihnen fasst biszu 60 PKW oder entsprechend weniger LKW. Die Fährfahrt dauert etwa 25-30 Minuten die man wahlweise unter Deck bei einer Tasse Kaffee oder einer Heissen Wurst verbringen kann.

Beides habe ich nicht probiert da ich so von der Aussicht beeindruck war. Ich würde mich aber freuen wenn mir jemand seine Erfahrungen in einem Kommentar hinterlässt.

Hier ein kleines Video der Fährfahrt

Hamburg liegt an der Elbe

…und nicht an der Alster. Dennoch kennt jeder Hamburg Tourist die Aussenaster, was in Wahrheit ein Staussee ist, das Alsterhaus (das Luxuswarenhaus schlechthin) und mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung nennt dieses Biermischgetränk das alle anderen Radler nennen, Alsterwasser.

Doch die Alster ist in Wahrheit nur ein kleinerer Nebenfluss der hier in Hamburg in die Elbe fließt. Die Elbe ist der viertgrößte Fluss in Europa gemessen an der Wassermenge und nicht an der Länge. 

Und da meine Eindrücke von der Elbe so viele und unterschiedlich sind werde ich die Fotos auf mehere Blogposts verteilen.

Ein Spaziergang am Elbstrand


Ich verbringe meinen Urlaub in Hamburg einer wirklichen Grosstadt. Und als man mir sagte ich sollte mal an den „Elbstrand“ gehen, dachte ich an ein Lokal oder an einen popeligen Grünstreifen mit künstlich aufgeschütteten Sand wie man das von Rhein oder Isar kennt. 

Stattdessen fand ich das hier! Wunderschön!

Kilometerweit erstreckt sich dieser Strand dessen Sand offensichtlich natürlich angespült ist entlang einer der heute noch wichtigsten Schiffsrouten.

Bei Perfektem Wetter und frühlingshaften Temperaturen konnte ich erwachendes Grün geniessen.

Sowie vorbeiziehende Hochseecontainerschiffe

Das hier die Bänke aus Stein sind, zeigt das hier das Wetter nicht immer so freundlich ist und alles andere bei Sturm und Flut zu schnell kaputt wäre.

je näher man der Stadtmitte kommt umso besser erkennt man die „Riesen“ 

die Krananlagen der Hamburger Hafens

In den kommenden Tagen zeige ich Euch noch mehr von der Elbe. Sowie Hamburg, Lübeck, Celle, die Nordsee und unterwegs… denn unterwegs ist das Ziel

Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr wieder kommt und mit mir auf die Reise geht.