Kutschfahrt im Schwarzwald 

Letzten März hatte ich die Möglichkeit bei einer Kutschfahrt für Gruppen in Todtmoos dabei zu sein.


Todtmoos liegt im südlichen Schwarzwald auf etwa 700m Höhe nicht weit weg von Freiburg.  Dieser Heilklima Kurort ist Umgeben von nicht zu steilen Bergen und ist dennoch mit dem PKW gut von Lörrach oder Freiburg erreichbar.
Tiefergehende Informationen über diesen alten Wallfahrtsort  und Hotelangebote findet man unter http://www.Todtmoos.de.

Neben Wanderungen in der wunderschönen Umgebung  (moderate Wanderwege auch für Ungeübte ) gibt es zahlreiche FreizeitAngebote und das vorallem auch im Winter. Ski und Rodelpisten und Hallenbäder und eine sehr weit bekannte Disco, die „Schwarzwaldspitzen“ lassen nicht nur das Touristenherz höher schlagen.

Mit gleich 3 solcher Pferdekutschen waren wir unterwegs. 

Für die Kinder in unserer Gruppe war es das Highlight beim Kutscher forne sitzen zu dürfen.

Stilechte Beleuchtung darf natürlich nicht fehlen!

Zum Teil sind die Wagen „gedeckt“ also kann so ein Ausflug auch bei Regen oder Schnee stattfinden.

Die Wagen fahren je nach Wetterlage und gebuchter Fahrt Länge meist geteerte Straßen. Doch es werden gezielt Punkte angefahren wo man schöne Aussicht hat. 

Auf Wunsch kann ein Picknick, Einkehr in einem uhrigen Lokal oder Glühweintrinken mit dazu gebucht werden. 

Allerdings muss man eine Gruppe von mehr wie 8 Personen sein. Weitere Informationen hier:

Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt hatten wir so gut wie keinen Schnee, was ungewöhnlich für diese Zeit war. Hier noch 2 Bilder von dem Jahr davor. 

So sieht es im Februar/März gewöhnlich um Todtmoos herum aus. Dieses Bild entstand auf der Fahrt nach Todtmoos bei meinem ersten Besuch dort 2015.

Das war die Aussicht aus unserem Fenster! Winterwunderland!

Winterspaziergang am Altrhein 

Diese Bilder sind letztes Jahr im Dezember entstanden. Ich habe sie nun endlich aus der riesigen Bildermenge auf meinem Handy aussortiert und möchte sie nun zeigen.

Zwischen Basel und Breisach fließt der Rheinkanal parallel zu seinem alten Bett auf der französischen Seite. Bei dem Stauwehr „Märkt“ (sobald ich die Bilder auch gefunden habe werde ich die hier verlinken) wird das Wasser aufgestaut und in den Kanal geleitet.

Der Kanal hat immer exakt den gleichen Wasserstand. Der Rest, und das kann naturgemäß mal mehr oder mal weniger sein fließt durch den „Altrhein“ auf der deutschen Seite.

Dieses Flussbett ist eigentlich fast regelmäßig „Überflutungsgebiet“. Hier gibt es krumme oder umgestürzte Bäume,  Kiesbetten, kleine Sandflächen und eine sehr charakteristische Pflanzenwelt. 

Ich liebe diese Umgebung und gehe da sehr gerne spazieren.  Hier mal ein Eindruck von einem sehr kalten Dezembertag.

In dieser uhrig wilden Landschaft gibt es manchmal auch kurioses zu sehen

Dies ist allerdings nicht eine Laune des Rheinwassers. Wohl eher ein Werk der „Eingeborenen“.

Laeizhalle in Hamburg 

Bei meinem letzten Besuch bei einer guten Freundin in Hamburg „verdonnerte“ mich diese zu einem Konzertbesuch in der Laeizhalle. Sie machte es spannend und wollte mir vorher auch nicht sagen wen oder was wir da hören würden. Und auch die andere Bezeichnung „Musikhalle“ half mir nicht weiter.

Ich hatte nur mit bekommen das hier demnächst Helmut Lotti auftritt, also konnte es ja nicht ganz klein sein.

Auf meine Frage was ich anziehen soll wurde eine elegante schwarze Hose und ein Pullover für passend gefunden… Also keine Abendrobe… Aber auch keine Jeans.

Als wir an der Halle ankamen war es bereits dunkel, ich konnte das Gebäude also nicht wirklich von aussen sehen. Nur das die Adresse Johannes-Brams-Platz ist und im Gebäude nochmals eine Brahms Skulptur ließ mich vermuten das uns an diesem Abend Klassik erwartet.

Ich war schon vom Eingangsbereich der Halle beeindruckt.

Marmor, Schnörkel, geschwungene Türbögen und Kronleuchter.

Alles extrem schön und edel.

Überall viel Gold von dem man mir sagte es sei echtes Gold.

Die moderne Technik war stets perfekt in das historische Ambiente eingepasst.

LED Lampen perfekt in die Stuck und Gold verzierte Decke integriert.

Da meine Begleitung leicht gehbehindert ist nahmen wir nicht das imposante Treppenhaus sondern einen seitlich etwas versteckten Aufzug. Ich dachte so „oh die haben es geschafft in diesem historischen Gemäuer nachträglich eine Aufzug einzubauen ohne das es das Ambiente dieses wunderschönen Gebäudes zerstört.

Der Aufzug befand sich hinter einer alten mit Schnitzereien verzierten Holztüre. Als sich diese öffnete dachte ich ich sehe nicht richtig!

Der Aufzug selbst war genauso. Aus Holz mit Schnitzereien und einer kleinen mit roten Samt bezogenen Bank. Sowas hatte ich noch nie gesehen und ich musste gleich mal die Wand befummeln ob das ganze wirklich echt ist.

Wie wir das von Modernen Aufzügen kennen ist immer irgendwo ein Schild wann er in Betrieb genommen wurde. Und da stand 1908 ! Ähm ich wusste gar nicht das es damals schon Aufzüge gab. Damals wurden die Kabinen mittels Hydraulik nach oben „gedrückt“. Spätesten als der Aufzug los fuhr spürten wir das „andere Fahrgefühl“ ganz langsam bewegten wir uns ins obere Stockwerk.

Hier ein Blick auf das Samtene Klappgestühl.

Und so sieht es im Saal aus.

Durch das Glasdach, das am Tag Tageslicht in den Innenraum lässt strahlt abends derart gut integrierte künstliche Beleuchtung, das man denkt es sei Tag

Hier sieht man das die Balkone unterschiedlich geschwungen sind.

Über der Bühne eine wunderschöne Orgel, die hier zum Teil zugeklappt ist. Hinter dem Notenständer in der Mitte erkennt man die Türen die Farblich etwas anders aussehen als die Wände.

Während dem Konzert selbst habe ich keine Fotos gemacht, weil ich nicht stören wollte. Der etwa 2000 Menschen fassende Raum war gut gefüllt (nicht ganz voll) aber die Akustik des Raumes ist absolut beeindruckend!

Wir hörten ein Konzert mit Auszügen aus diversen Opern. Die 4 Solisten die nicht verstärkt wurden (keine Mikrofone) wurden von einem kompletten Kammerorchester begleitet.

Bei einem Querflöten Solo das der Dirigent selbst gespielt hat (stand mit dem Rücken zu uns) konnte man ihn sogar atmen hören!

Es war echt ein Erlebnis und ich bin dieser Freundin auch sehr dankbar das sie mich da einfach mal „hingeschleppt“ hat.

Ein Herbstausflug auf den Belchen

Meine Mutter hatte sich gewünscht das ich mal wieder einen Ausflug mit ihr mache. Sie ist nicht der Typ Mensch der gerne Städte und Geschäfte anguckt sondern genießt lieber die Natur. Die Reise darf auch nicht zu lange dauern, und es sollte nach Möglichkeit fast nichts kosten. Meine Mama ist sehr sehr sparsam.  Und so fand sie auch heraus das man mit ihrer Punktekarte bis auf den Belchen fahren kann. 

Der Belchen ist mit 1414 m der dritthöchste Berg des Schwarzwald und im Gegensatz zum Feldberg vom Küchenfenster meiner Mutter aus zu sehen, deshalb entstand wohl die Idee das sie da hin will. 

Wir fuhren zuerst mit dem Zug nach Bad Krotrinken und weiter nach Münstertal und ab da dann Bus.

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück,  je höher wir kamen umso schöner wurde es.

Diese Bilder sind mit dem Handy im fahrenden Bus entstanden.  Keine Fotografische Höchstleistung aber es zeigt ein wenig unsere Eindrücke.

An der Talstation der Belchen Seilbahn bei Aitern entschied ich mich spontan doch lieber zum Gipfel zu laufen. Meine Mutter fuhr mit der Gondel hoch und ich stieg das letzte Stück zu Fuss auf. 

Ich wählte nicht den kürzesten Weg, sondern den moderaten, der immer wieder die Trasse der Seilbahn kreuzt. 

Obwohl ich mich nicht beeilt habe, war ich nach etwas über einer Stunde oben.

Zu Anfang ging es durch den Wald.

Wunderschön und geheimnisvoll… Aber jetzt seht Ihr warum man für den Weg unbedingt geeignetes Schuhwerk braucht. Für meine 78 jährige Mutter wäre der Weg auch nicht mehr geeignet. 

Bei so viel schönen Farben und tief stehender Sonne muss ich einfach innehalten und genießen… und zwanghaft gaaaanz viele Fotos machen.

Was leider dazu führte das mein Akku auf dem Gipfel bereits leer war und ich von der uns bietenden Aussicht keine Bilder machen konnte. 

Neben der Bergstation der Seilbahn befindet sich ein Gasthof, angeblich der höchste von Baden-Württemberg.  Dieser ist auch für ältere oder leicht gehandycapte Personen erreichbar. Dort gibt es Kaffee und Kuchen sowie warme Speisen (kleine Karte, je nach Saison ).

Vom Gasthof aus geht es noch ein kleines Stück bis zum Gipfel. Der Weg ist nicht sehr steil aber meine Mutter hat sich das nicht zugetraut.  Die Aussicht ist auch von hier schon sehr toll.