Ein Herbstausflug auf den Belchen

Meine Mutter hatte sich gewünscht das ich mal wieder einen Ausflug mit ihr mache. Sie ist nicht der Typ Mensch der gerne Städte und Geschäfte anguckt sondern genießt lieber die Natur. Die Reise darf auch nicht zu lange dauern, und es sollte nach Möglichkeit fast nichts kosten. Meine Mama ist sehr sehr sparsam. Und so fand sie auch heraus das man mit ihrer Punktekarte bis auf den Belchen fahren kann.

Der Belchen ist mit 1414 m der dritthöchste Berg des Schwarzwald und im Gegensatz zum Feldberg vom Küchenfenster meiner Mutter aus zu sehen, deshalb entstand wohl die Idee das sie da hin will.

Wir fuhren zuerst mit dem Zug nach Bad Krotrinken und weiter nach Münstertal und ab da dann Bus.

Mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück, je höher wir kamen umso schöner wurde es.

Diese Bilder sind mit dem Handy im fahrenden Bus entstanden. Keine Fotografische Höchstleistung aber es zeigt ein wenig unsere Eindrücke.

An der Talstation der Belchen Seilbahn bei Aitern entschied ich mich spontan doch lieber zum Gipfel zu laufen. Meine Mutter fuhr mit der Gondel hoch und ich stieg das letzte Stück zu Fuss auf.

Ich wählte nicht den kürzesten Weg, sondern den moderaten, der immer wieder die Trasse der Seilbahn kreuzt.

Obwohl ich mich nicht beeilt habe, war ich nach etwas über einer Stunde oben.

Zu Anfang ging es durch den Wald.

Wunderschön und geheimnisvoll… Aber jetzt seht Ihr warum man für den Weg unbedingt geeignetes Schuhwerk braucht. Für meine 78 jährige Mutter wäre der Weg auch nicht mehr geeignet.

Bei so viel schönen Farben und tief stehender Sonne muss ich einfach innehalten und genießen… und zwanghaft gaaaanz viele Fotos machen.

Was leider dazu führte das mein Akku auf dem Gipfel bereits leer war und ich von der uns bietenden Aussicht keine Bilder machen konnte.

Neben der Bergstation der Seilbahn befindet sich ein Gasthof, angeblich der höchste von Baden-Württemberg. Dieser ist auch für ältere oder leicht gehandycapte Personen erreichbar. Dort gibt es Kaffee und Kuchen sowie warme Speisen (kleine Karte, je nach Saison ).

Vom Gasthof aus geht es noch ein kleines Stück bis zum Gipfel. Der Weg ist nicht sehr steil aber meine Mutter hat sich das nicht zugetraut. Die Aussicht ist auch von hier schon sehr toll.

3 Antworten auf „Ein Herbstausflug auf den Belchen

  1. Ich erinnere mich an Kindertage und den Blick aus Omas Küchenfenster, da sah man nur den Blauen, wenn ich nicht falsch liege … Ich erinner mich an Familienspaziergänge mit der ganzen Sippe, mal auf dem Blauen, oft auf dem Belchen, dein Artikel hat es mir wieder ins Gedächtnis gebracht und das wann immer mein Vater versuchte uns den Feldberg zu zeigen ein Unwetter aufkam und wir wieder umkehren mussten. Kannst du dich noch erinnern wie wir Bucheckern gesammelt haben? Ich glaube jedenfalls es waren welche und deine Mutter hat sie später geröstet … Auf jeden Fall sehe ich all die Ecken vor mir – das Himmelreich, die sieben Eichen, den eiskalten Bach mit dem weichen Sandbett, die Löwenmäulchen in Omas Gartenecke, die Katzen der Frau aus dem „Parterre“ … Ich glaube die Melancholie des Novembers hat mich, auch wenn heute die Sonne scheint. Liebe Grüße aus der Pfalz^^

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