Laeizhalle in Hamburg 

Bei meinem letzten Besuch bei einer guten Freundin in Hamburg „verdonnerte“ mich diese zu einem Konzertbesuch in der Laeizhalle. Sie machte es spannend und wollte mir vorher auch nicht sagen wen oder was wir da hören würden. Und auch die andere Bezeichnung „Musikhalle“ half mir nicht weiter.

Ich hatte nur mit bekommen das hier demnächst Helmut Lotti auftritt, also konnte es ja nicht ganz klein sein.

Auf meine Frage was ich anziehen soll wurde eine elegante schwarze Hose und ein Pullover für passend gefunden… Also keine Abendrobe… Aber auch keine Jeans.

Als wir an der Halle ankamen war es bereits dunkel, ich konnte das Gebäude also nicht wirklich von aussen sehen. Nur das die Adresse Johannes-Brams-Platz ist und im Gebäude nochmals eine Brahms Skulptur ließ mich vermuten das uns an diesem Abend Klassik erwartet.

Ich war schon vom Eingangsbereich der Halle beeindruckt.

Marmor, Schnörkel, geschwungene Türbögen und Kronleuchter.

Alles extrem schön und edel.

Überall viel Gold von dem man mir sagte es sei echtes Gold.

Die moderne Technik war stets perfekt in das historische Ambiente eingepasst.

LED Lampen perfekt in die Stuck und Gold verzierte Decke integriert.

Da meine Begleitung leicht gehbehindert ist nahmen wir nicht das imposante Treppenhaus sondern einen seitlich etwas versteckten Aufzug. Ich dachte so „oh die haben es geschafft in diesem historischen Gemäuer nachträglich eine Aufzug einzubauen ohne das es das Ambiente dieses wunderschönen Gebäudes zerstört.

Der Aufzug befand sich hinter einer alten mit Schnitzereien verzierten Holztüre. Als sich diese öffnete dachte ich ich sehe nicht richtig!

Der Aufzug selbst war genauso. Aus Holz mit Schnitzereien und einer kleinen mit roten Samt bezogenen Bank. Sowas hatte ich noch nie gesehen und ich musste gleich mal die Wand befummeln ob das ganze wirklich echt ist.

Wie wir das von Modernen Aufzügen kennen ist immer irgendwo ein Schild wann er in Betrieb genommen wurde. Und da stand 1908 ! Ähm ich wusste gar nicht das es damals schon Aufzüge gab. Damals wurden die Kabinen mittels Hydraulik nach oben „gedrückt“. Spätesten als der Aufzug los fuhr spürten wir das „andere Fahrgefühl“ ganz langsam bewegten wir uns ins obere Stockwerk.

Hier ein Blick auf das Samtene Klappgestühl.

Und so sieht es im Saal aus.

Durch das Glasdach, das am Tag Tageslicht in den Innenraum lässt strahlt abends derart gut integrierte künstliche Beleuchtung, das man denkt es sei Tag

Hier sieht man das die Balkone unterschiedlich geschwungen sind.

Über der Bühne eine wunderschöne Orgel, die hier zum Teil zugeklappt ist. Hinter dem Notenständer in der Mitte erkennt man die Türen die Farblich etwas anders aussehen als die Wände.

Während dem Konzert selbst habe ich keine Fotos gemacht, weil ich nicht stören wollte. Der etwa 2000 Menschen fassende Raum war gut gefüllt (nicht ganz voll) aber die Akustik des Raumes ist absolut beeindruckend!

Wir hörten ein Konzert mit Auszügen aus diversen Opern. Die 4 Solisten die nicht verstärkt wurden (keine Mikrofone) wurden von einem kompletten Kammerorchester begleitet.

Bei einem Querflöten Solo das der Dirigent selbst gespielt hat (stand mit dem Rücken zu uns) konnte man ihn sogar atmen hören!

Es war echt ein Erlebnis und ich bin dieser Freundin auch sehr dankbar das sie mich da einfach mal „hingeschleppt“ hat.

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