An der Örze

Schon als wir das erste mal auf dem Weg nach Celle waren fielen mir die für mich witzig klingenden Ortsnamen auf. Wir fuhren auf der B3 durch „Offen“, „Wietze“ und „Bergen“ (weit und breit keine Berge zu sehen).

Und an einer Brücke der Name des Flusses „Örze“! Klingt für mich fast wie eine Krankheit.

Die Landschaft ist sehr reizvoll und schön und wir hatten am 6. Januar echt Glück mit dem Wetter.

Nach den Stürmen und starken Regenfällen der letzten Wochen führte auch die Örze Hochwasser, und ich konnte den eigentlichen Flusslauf kaum erkennen.

Bei tief stehender Wintersonne und blauem Himmel sind selbst überflutete, unbelaubte Bäume ein tolles Motiv.

Wenn Ihr von diesem Fluss noch nie gehört habt, ist das keine Bildungslücke. Denn die Örze ist wirklich klein und unbedeutend. Sie entspringt un der Lüneburger Heide und ist nur 62km lang. Sie mündet in die Aller und diese dann in die Weser.

Zu meiner Überraschung musste ich beim googeln feststellen das dieses Flüsslein gar nicht so unbedeutend ist. Für Kajakfahrer und Paddlebootenthusiasten ist due Örze ein beliebtes Ziel, weil sie sich gemächlich durch wunderschöne Landschaft schlängelt. An meheren Stellen kann man im Sommer Boote anmieten.

Der kleine Fluss hat aber noch eine „Funktion“. Er entwässert den nahe gelegenen Nato Truppenübungsplatz. Und damit dieser vom abfließenden Regenwasser nicht zu stark weg geschwemmt wird wurde die Örze an meheren stellen leicht aufgestaut um ihre Fliesgeschwindigkeit zu verringern. Dadurch ist eine Auen und Überflutungslandschaft entstanden die heute Heimat für viele Vogel und Fischarten ist.

Auf diesem Bild sehen wir eigentlich eine überflutete Wiese. Der Flusslauf ist hinten bei den Bäumen.

Auch im Winter kann man wunderschöne Motive finden.

Diese Aufnahmen entstanden am 6.Januar 2018 mit dem Samsung J5 und wurden mit der Snapseed App bearbeitet.

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