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Was blüht da?

Vorletzten Sonntag hatte es hier in Lörrach herrliches Frühlingswetter mit blauem Himmel und Sonnenschein. Ich habe mich deshalb schon recht früh auf gemacht zu einem längeren Spaziergang. Mein Ziel war zwar auch der Sonntagsgottesdienst, doch diesmal habe ich bewusst nicht den direkten Weg gewählt sondern bin hin und zurück weite Umwege gelaufen.

Am Uferweg der „Wiese“ (das ist der Name des Flusses) fand ich viele tolle Fotomotive. Jedes Frühjahr bin ich wieder neu fasziniert von blühenden Bäumen und Sträuchern und so kam es das ich „hängenblieb“.

Die Weissen Blüten sind schon in der Masse faszinierend, doch ihre volle Schönheit entdeckt man wenn man näher hin sieht.

Ich weiß leider nicht genau wie die Pflanze heißt oder ob der Baum angepflanzt wurde oder wild gewachsen ist.

Man sagte mir es sei eine „Vogelkirsche“ oder „Blutpflaume“ in jedem Fall eine Verwandte Art der essbaren Kirschen aber für uns giftig.

Die einzelnen Blüten sind etwa 2cm gross und die Stile sind wirklich so rötlich.

Im Hintergrund ahnt man die „Wiese“

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Blogparade Low-Budget Reisen

Nach dem meine etste Blogparade so gut angekommen ist, mache ich gleich nochmal bei einer mit. Doch in erster Linie weil das Thema gut zu mir und meinem Blog passt. Travel.charmy.at ruft zu einer Parade zum Thema low-budget-reisen auf. Da mache ich gerne mit:

Blogparade Low-Budget-Reisen

Als erstes möchte ich mal definieren was „Low-budget-Reisen“ für mich ist. Denn eigentlich reise ich immer nur low-budget denn es ist bei mir immer das Ziel möglichst wenig Geld aus zu geben.

Ehrlich gesagt war ich noch nie in der Lebenssituation das ich mit paar Tausend Euro ins Reisebüro gehen konnte und „zeigen Sie mal was sie mir für dieses Geld verkaufen können“ sagen konnte.

Meine Reisen sind stehts umgekehrt motiviert. Ich will dort hin und ich will herausfinden wie am besten und am preiswertesten hin komme. In ein Reisebüro gehe ich selten, und wenn dann weiß ich auch schon was ich will und was es kosten darf.

Ich persönlich reise gerne mit Bus und Bahn, aber mir ist bewusst das es nicht wenige Mitmenschen gibt die das total schrecklich und unzumutbar finden. Selbst in meinem Umfeld gibt.s Personen die sagen: „was? Mit der Bahn? Niemals“ oder „ich fahr doch nicht Bus, ich habe ein Auto“.

Dabei ist Bahnfahren gar nicht so billig. Löst man die ganz normalen Fahrkarten bezahlt man viel mehr als nötig. Es gibt viele Tarife und Sparangebote und wer sich nicht die Mühe macht und sich informiert legt drauf.

Und gerade die ältere Generation, die evtl schon mit den Fahrkarten Automaten Mühe hat, kommt mit der Tarifauskunft über das Internet oder gar Handyapp überhaupt nicht klar. Folglich erscheint Bahnfahren für diese Leute sehr teuer.

Busreisen hat dann eher den Ruf sehr preisgünstig zu sein. Aber diese über Reisebüros oder Kataloge angebotenen Pauschalreisen sind oft nur „pseudogünstig“, ich habe solche als Jugendliche paar mal mit gemacht und für mich entschieden das das nicht das gelbe vom Ei ist.

Dafür reise ich in der letzten Zeit gerne und günstig mit Flixbus. Die Tickets dazu kann man nur online oder mit der Flixbus-App buchen und genau damit haben sogar Gleichaltrige (Generation 30-50) teilweise schon Probleme. Was dazu geführt hat das ich für mehere Leute in meinem Bekanntenkreis schon Fahrten gebucht habe. Hier mehr davon.

Mir macht das sogar Spaß im Internet, auf Suchportalen und in Handy-Apps das günstigste Verkehrsmittel zu suchen! Ein Hobby das wohl nicht so viele teilen.

Allerdings gibt es für mich auch Grenzen. Ich möchte nicht mehr 10-12 Stunden in einem Bus sitzen. Das halten meine Beine nicht durch! Die gleiche Dauer im Zug ist aber nicht so schlimm, weil man im Zug sich besser bewegen kann und oft auch die Möglichkeit hat die Beine hoch zu legen.

Bei der Unterkunft bin ich sehr flexibel und ich habe auch schon sehr gute Erfahrungen mit Air B&B gemacht. Allerdings ist das immer etwas „Glückspiel“ dabei. Man kann es super toll erwischen, oder auch mal nen Reinfall. Da kann auch mal ein Klotürenschlüssel fehlen oder eine Katze eifersüchtig sein…

Bei Hotels bin ich nicht extrem anspruchsvoll, wenn ich alleine Reise sind mir auch Aufzug und Gangbreite egal, aber wenn ich mit einer Gehbehinderten Freundin unterwegs bin, dann muss ich auf „Rollstuhltauglichkeit“ achten. Und ihr glaubt nicht was da alles gelogen und getrickst wird. Einmal waren wir als ganze Gruppe in einer angeblich Rollstuhlgerechten Jugendherberge… nur leider befanden sich alle unsere Zimmer und der extra gebuchte (und bezahlte) Gemeinschaftsraum nicht im Rollstuhltauglichen Gebäudeteil! Zum Glück waren wir genug Leute und konnten so abwechselnd den Rolli die Treppen rauf und runter tragen!

Da sind wir beim Thema Jugendherbergen. Eine tolle Sache und mittlerer Weile für alle Altersklassen zugänglich. Aber leider meistens schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Deshalb fast nur für Reisen mit dem PKW zu empfehlen.

Beim Fliegen bin ich bisher auch nur low budget gereist. Und war mit Easyjet ganz zufrieden. Auch hier hab ich einen Blogartikel
darüber geschrieben.

Reisen muss nicht teuer sein. Und man muss nicht immer das teuerste und vermeintlich beste Verkehrmittel wählen. Oft erfordert es nur etwas mehr Geduld und Recherche um eine preiswerte Alternative zu finden. So auch bei der Hotelsuche. Klar geht es mit Booking.com oder HRS sehr schnell ein Hotel zu finden und zu reservieren, doch oft findet man über Google-Maps oder über die Webseite der Stadt in die man reisen will ein Hotel direkt daneben (oder sogar noch günstiger gelegen) für weniger Geld.

Sich den Stadtplan der Stadt in die man reisen will frühzeitig anzugucken spart auch viel Geld. Denn so verhindere ich, das ich vor Ort mit dem Taxi fahren muss. Denn was nutzt ein Hotelzimmer das 10€ billiger ist, ich aber 20€ für das Taxi zahlen muss. Ich bevorzuge stehts Hotels oder Air B&B Unterkünfte die entweder in der Nähe des Bahnhof/Busvahnhof sind oder ganz nah an dem Ort wo ich was Besuchen will.

Mein Rekord diesbezüglich war ein Hotel das direkt an die Halle in der ich ein Konzert besucht habe gebaut war… perfekt!

Für mich ist eine Reise zusammenstellen wie ein Sport geworden… dieses Suchen und Recherchieren… wo gibts Hotels, wo fahren Busse.. wo ist der Bahnhof. Habe ich dann eine Ideale und preiswerte Kombination gefunden ist das für mich ein Erfolgserlebnis. Und dann wenn es soweit ist das erleben „ah hab ich gut ausgesucht!“ Das würde ich bei einer Pauschalreise vermissen.

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Jeder Schritt zählt!

Hat mein Physiotherapeut immer wieder gesagt. Nach meiner Fussverletzung war ich monatelang bei ihm in Behandlung und im Grunde ging es immer nur darum eigentlich vorhandene Fähigkeiten wieder zu aktivieren.

Einfache Dinge wie auf einem Bein stehen, über Hindernisse gehen, Treppenlaufen. Durch wochenlange Schmerzen war in mein Gedächnis gebrannt „ich kann das nicht!“ Obwohl die Verletzung schon wieder verheilt war. Nun galt es dieses „ich kann nicht“ weg zu trainieren.

Manche Bewegungsabläufe konnte ich nach wenigen Versuchen wieder, manches musste ich mit dem gesunden Fuss zuerst probieren um zu wissen „wie es geht“. Hin und wieder musste er mir Bewegungen genau erklären und meinen Fuss mit den Händen so biegen wie er es meine, als wenn die Erinnerung an diese Bewegung weg sei. Dabei war mein Fuss ja effektiv nur 6 Wochen ganz ruhig gestellt. Ich möchte nicht wissen wie lange Patienten brauchen die größere Bereiche noch viel länger ruhiggestellt hatten.

Insgesamt war es meistens mehr Überzeugungsarbeit die mein Physiotherapeut leisten musste. „Das kannst Du!“ Und „das geht“ war seine Hauptaussage.

Vieles konnte ich auf Anhieb wieder nach dem dieses „geht nicht“ aus dem Kopf war.

Bewegungsabläufe wie gehen lernen wir mit unserem Unterbewusstsein, wenn wir es können denken wir nicht mehr darüber nach wie es geht. Erst wieder wenn etwas nicht mehr funktioniert oder wir starke Schmerzen haben. Oft finden wir schnell und unterbewusst Schonhaltungen.

Bei mir war das unter anderem ein Watschelgang bei dem ich möglichst nicht den Fuss abrolle. Wenn ich die Schuhe wechsle gehe ich immernoch die ersten Meter so, obwohl mein Fuss gar nicht mehr weh tut. Ich muss much immer wieder daran erinnern normal zu gehen.

Ich bin überzeugt das hat auch mit dem Alter zu tun. Kinder und Jugendliche legen eine solche Schonhaltung viel schneller ab.

Mit über 40 das erste mal im Leben eine längerfristige Fussverletzung ist offensichtlich viel schwerer wieder „weg zu trainieren“.

Dennoch habe ich mich angeblich schneller wieder erholt als die meisten Patienten meines Alters. Ich selbst hab es zwar anders empfunden. Aber offensichtlich fiel es mir leichter mich an alte Bewegungsmuster zu erinnern als den meisten Anderen.

„Bist Du Tänzer?“ Hat mich der Physiotherapeut gefragt. Zu einen Zeitpunkt als ich keine 10 Schritte ohne Krücke gehen konnte…

Ich war irritiert denn mein aktives Tanztraining liegt mehr als 20 Jahre zurrück! Dennoch schien mir das damals erlernte jetzt zu helfen.

Selbst wenn es nur dieses „links zwei dre…“ das noch im Gedächtnis übrig gebieben ist,ist!

Selbst kleinste Erinnerungsfragmente (Erinnerung an gemachte Bewegungen) helfen einem in solchen Situationen schneller auf die Beine !

Jeder Schritt zählt! Ob ich mal gelernt habe Walzer zu tanzen, oder ob ich gelernt habe auf Alpinen Wanderwegen zu kraxeln, alles das kommt mir dann zugute wenn ein Körperteil vorübergehend nicht funktioniert.

Das war mir vorher nicht klar.

Auch war mir nicht bewusst wie viel Ausdauer und Beweglichkeit man verliert wenn man mal 3 Monate sich nicht so bewegen kann wie man es gewohnt ist. Als ich wieder laufen konnte packte ich zuerst nur 1km laufen am Tag, danach war ich komplett erledigt.

Ich dachte schon das selbst meine eigentlich nicht sonderlich sportliche Fitness nun für immer weg ist. Ist sie nicht! Jeder Schritt den ich früher mal gegangen bin, jeder Kilometer den ich gemacht habe kommt mir jetzt zu gute !

Bewegung ist nie umsonst. Und gerade Gehen und Laufen. Der Mensch ist von natur aus ein „Fluchttier“ das laufen muss. Ähnlich wie ein Pferd, das wenn es immer nur in der Box steht binnen kurzer Zeit eingeht, so degenerieren wir wenn wir uns zu wenig bewegen. Es geht zwar nicht so schnell wie beim Pferd… doch ist „Bewegungsmangel“ der Hauptauslöser für viele weit verbreitete Krankheiten.

Der Grund warum ich letzten Herbst an meinem gebrochenen Fuss nicht „gestorben“ bin liegt daran darin das ich mich früher genügend bewegt habe.

Also Leute: bewegt Euch solange ihr es könnt! Geht spazieren, Federball oder Tennis spielen, Schwimmen, Kegeln, Tanzen…. was auch immer. Denn jeder Schritt zählt!

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Frühlingsspaziergang in Lörrach

Dieser Ausflug erscheint vielleicht unspektakulär gegen andere Reisen. Aber ich habe letzten Herbst gelernt wie wichtig auch mal so kleine Spaziergänge sind. Einfach mal los gehen ohne festes Ziel und mal gucken wo man landet. 4 Monate konnte ich Aufgrund eine Fussverletzung keinen zusätzlichen unnötigen Schritt tun. Jeden noch so kleinen Weg hat man sich zweimal überlegt und wenn ich mal rum gelaufen bin dann musste ich meist auf den Boden gucken.Jetzt geht es mir wieder gut und ich kann unbeschwert herum laufen.

Und es ist Fühling!

Lörrach liegt im Süd-westlichsten Ecken Deutschland. Am untersten linken Zipfel der Deutschlandkarte. Diese Gegend hier wird Markgräflerland genannt und ist bekannt für seinen Wein, der vorallem entlang des Rheingrabens angebaut wird. Lörrach liegt nicht ganz in der Rheinebene sondern durch kleine Hügel abgetrennt im Wiesental. Hier herrscht ein meist viel milderes Klima als in den meisten Teilen Deutschlands. Weshalb auch manchmal von der „Toskana Deutschlands“ gesprochen wird. Diese Woche ist es richtig frühlingshaft warm mit Höchstemperaturen um die 15-18 Grad. Dadurch blüht es momentan schon an allen Ecken und Enden. Für mich ist einfach nur Spazieren gehen zu etwas wertvollem geworden, weil ich erfahren musste wie es ist wenn man gar nicht mehr gehen kann. Ein Knochenbruch im Fuss hatte mich über 3 Monate „lahmgelegt“.Im Frühling komnt für mich je nach Wetterlage noch ein Handycap dazu. Ich bin Heuschnupfen Patient. Doch dieses Jahr ist es nicht so sehr schlimm.Also ist es für mich doppelt so schön die wunderschönen Blüten zu betrachten und natürlich zu fotografieren.Tatsächlich handelt es sich um Aufnahmen von ein und dem selben Baum. An dem ich „hängengeblieben“ bin… ich konnte fast nicht aufhören Bilder zu machen.Ich vermute es ist eine Japanische Zierkirsche. Der Baum stand im Vorgarten eines Geschäfts und Bürogebäudes (Arztpraxen), relativ Wind geschützt.In dem Baum konnte ich auch einige Bienen und Hummeln beobachten, denn der Gehweg fürt etwas erhöht an dem Baum vorbei weil dieser Abschnitt kurz vor einer Eisenbahnbrücke liegt.Von der Brücke aus hat man diesen Blick auf die Stadt.Aus diesem Blickwinkel sieht Lörrach sehr klein aus. Der Turm in der Mitte ist das Rathaus und das linke große Gebäude direkt an der Bahnlinie ist das Milka Schokoladenwerk.Und das ist die Aussicht in Richtung Wiesental. Im Hintergrund erahnt man den Südschwarzwald.Mein Spaziergang führte mich eigentlich nur durch Stadtgebiet das ich dachte schon viele Jahre zu kennen. Dennoch habe ich viele Details entdeckt die ich bisher nicht kannte.Kann es sein das monatelang in der eigenen Wohnung fest sitzen einen Aufmerksamer macht?

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Mitbringsel – meine erste Blogparade

Heute mache ich mal bei einer Blogparade mit. Verschiedene Blogger schreiben über das gleiche Thema und beleuchten es so von unterschiedlichen Blickwinkeln.

Zum Thema Mitbringsel oder Souvenir fallen mir sofort meine Oma und meine Grosstante ein. Diese Beiden sprachen als ich Kind war oft von ihren „Souvenirs“ und wie wichtig und wertvoll sie seien.

Aber gerade meine Oma hatte Stücke aus Städten und Landschaften wo sie niemals war. Dennoch erzählte sie gerne wer ihr wann was woher mitgebracht hat. Dies waren oft kleine Porzellan Teile, kleine Minivasen mit bunten Blumen, kleine Dekotellerchen mit Schriftzug oder ihre Lieblinge waren diese weissen Figuren mit einer Glitzerschicht die je nach Wetter die Farbe wechselte. Mal waren sie lila/rosa und mal blau.

Als kleines Kind war ich fasziniert von diesen Figuren. Ich erinnere mich an Schwan, Ente, Eule und Pferd. Es gab auch Engel oder „Gebäude“ also Brücken odet Türme (Wahrzeichen der Städte) zu jedem konnte meine Oma erzählen woher sie waren. Das hat mich damals beeindruckt und ich hab ihr das geglaubt, das diese Dinge wertvoll seien.

Doch später entdeckte ich das diese Dinger massenhaft und billig fast in jedem Fremdenverkehrsort angeboten werden. Und da ist es Egal ob im Schwarzwald, an der Costa Brava oder in Paris… und wenn man genau hin sieht findet man irgendwo den Hinweis „made in China“. Das hat mich sehr enttäuscht. Diese Stücke die meine Oma als echtes Teil aus der Stadt galten stammten vielleicht alle aus der gleichen Fabrik.

Bei meiner Grosstante, die in der Schweiz im Tessin lebte waren es die Boccolino. Bunte Steingut Krüge in verschiedenen Größen die angeblich handbemalt seien. Meine Tante konnte zu jedem erzählen aus welchem Ort sie stammen (manchmal stand es drauf) und wer ihn mitgebracht hatte. Auch oft Orte wo sie niemals war. Angeblich habe jede Region oder Dorf ihr eigenes Desing oder Motiv…

Als ich Erwachsen war, habe ich unter anderem auf Mallorca billige Kopien genau dieser Muster gesehen. Für wenig Geld und auch „Made in China“. Nicht die Spur von Tradition oder Regionales Kunsthandwerk!

Diese Erfahrungen haben für mich dazu geführt das ich niemals irgendwelche Rumstehchen von meinen Reisen mitbringe und verschenke!

Denn ich bin der Meinung ein „Souvenir“ oder übersetzt Erinnerungsteil macht nur dann Sinn wenn man auch selber dort war und Erinnerungen damit verbindet.

Diese klassischen Mitbringsel und Souvenirs sind doch nur „Verarsche“. Im Falle meiner Oma hätte ich mir so ne Schachtel voll verschiedener Figuren im Großmarkt (oder auf nem Flohmarkt) kaufen können und dann ihr erzählen: „das ist aus Wien“, „das ist aus Paris“, „das ist aus Venedig“ blablabla.

Der Sinn solcher Geschenke erschließt sich mir einfach nicht. Also lasse ich es.

Ganz schrecklich finde ich Wandteller mit Schriftzug von dem Ort. Baaaaaah sowas würde ich niemals jemandem mitbringen! Ich finde eine Wanddekoration muss zur Einrichtung passen und nicht zu den Reisezielen anderer Leute.

Für mich selbst kaufe ich auch extrem selten „Andenken“, und wenn dann sicher nix aus Porzellan oder Glas. Ganz ehrlich, würde ich sowas haben wollen, dann würde ich mir das hinterher im Internet bestellen. Wieso sollte ich etwas empfindliches in meinem Gepäck herum schleppen?

Wenn ich mir unterwegs etwas kaufe sind es Dinge die ich unmittelbar gleich nutzen kann. Unspektakuläres wie Stumpfhose, Socken und BH (weil ich zu wenig dabei hatte). Grundsätzlich versuche ich auf Reisen nicht unnötig Geld auszugeben. Dann lieber irgendwo nett Essen gehen usw als Kram nach hause schleppen.

Wenn ich überhaupt etwas kaufe dann ist es meist Modeschmuck . Auf den Fotos zeige ich ein paar Teile bei denen ich noch weiss wo her sie sind.

Dieses Collier war ein ganzes Schmuckset, mit Armband und Ohrringe. Ich habe es mir in Paris in einem Afrikanischen Stadtteil gekauft. Für 10 oder 12 €!!! Und es war eines der teuersten Teile in dem Laden!
Das Herz habe ich in Bayern gekauft und am selben Abend zum Dirndl getragen. Die Haarnadeln sind aus Hamburg und die Ohrringe von einem Einkaufsbummel in Berlin.

Zuhause kaufe ich mir selten Modeschmuck. Irgendwie hab ich dann wenn ich verreist bin mehr Zeit und Muße sowas anzusehen und auszusuchen als zuhause. Echtschmuck würde ich mir allerdings in einer Fremdenverkehrshochburg niemals kaufen, man weis doch das für die Touristen alles extra teuer gemacht wird!

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Was ist AST? Anruf-Sammel-Taxi

Auf dem Fahrplänen im RVL Lörrach ist mir diese Bezeichnung schon vor Jahren aufgefallen. Manche Haltestellen werden Nachts von dem AST angefahren. Aber was das genau ist und wie es funktioniert hatte ich bisher noch nie ausgetestet.

AST bedeutet Anruf-Sammel-Taxi, und bisher hat mich dieser Name etwas abgeschreckt, weil ich dachte das die Fahrten wie Taxifahrten berechnet werden. Das ist aber nicht so. Es fährt ein normales Taxi den exakten Weg der Buslinie und setzt einen an der Bushaltestelle ab. Dafür gilt das normale Busticket!

Neulich war ich mit ein paar Arbeitskollegen spontan abends Essen gegangen. Wir waren eine Gesellige Runde und so kam es das ich viel zu spät realisierte das ich keine Mitfahrgelegenheit habe und ich auf den Bus muss.

Der DB Navigator , die Handy App mit der ich alle meine Nahverkehrsverbindungen raus suche zeigte mir an das ein AST in etwa 40 Minuten fahren würde, mit dem Zusatz „bitte 30 Minuten vor Abfahrt anmelden“.

Also wählte ich die angegebene Rufnummer und es nahm sofort jemand ab und meldete sich mit „AST Lörrach“ ich brauchte nur die Station sagen, dann sagte man mir um welche Zeit es los gehen würde. Die Angabe dreckte sich mit der In der App.

Da ich der Sache doch noch etwas misstraute, ging ich in Begleitung zweier Arbeitskollegen sehr frühzeitig zur Bushaltestelle, damit ich im schlimmsten Falle mit den beiden zu Fuss gehen konnte (nach 23 Uhr!!!).

Exakt Pünktlich kam ein Taxi! Der Fahrer meine nur „sie haben ne Fahrkarte?“ Wollte diese aber gar nicht sehen.

Am Zielpunkt angekommen musste ich ein Formular mit Name und Adresse ausfüllen und unterschreiben und das wars dann auch. Völlig unkompliziert und komfortabel!

Meine Bedenken das es teuer oder kompliziert sein könnte wurden nicht bestätigt. Ich werde dieses Angebot sicher nochmal irgendwann nutzen.

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Menschenleerer Flughafen

Flughäfen gibt es Deutschland viele, die meisten sind sehr gut ausgelastet oder stoßen sogar an ihre Kapazitätsgrenzen. Ausser vielleicht der neue BER Flughafen in Berlin, dort tümmeln sich wenn überhaupt ein paar Bauarbeiter.

Aber das es mitten in Deutschland einen geöffneten Flughafen gibt an dem man an einem normalen Wochentag kaum Menschen findet, damit habe ich nicht gerechnet.

Der Flughafen Lübeck LBC wird momentan nur regional genutzt und es verkehren keine Linienflüge. Dennoch ist er geöffnet… hin und wieder starten und landen hier kleinere Charterflüge und Privatjets. Auch gibt es hier eine Flugschule, denn die 2100m Start und Landebahn ist nicht sehr ausgelastet.

Bei diesem Flughafen sind laut Wikipedia 50 Mitarbeiter angestellt. 2 davon konnte ich bei meinem Kurzbesuch sehen, aber keine Fluggäste…

Laut neuesten Zeitungsberichten soll es hier ab 2020 wieder regelmäßigen Flugverkehr nach Schweden geben, allerdings ist noch nicht bekannt mit welcher Fluggesellschaft.

Leeres Flugfeld… den einzigen landenden Flieger während meiner Anwesenheit habe ich leider verpasst zu fotografieren.

Offensichtlich wartet man auf Gepäck…

Der Haupteingang des Flughafengebäudes

Auf viele Fluggäste die mit dem Bus an und abreisen wartet man wohl nicht… Bushaltestelle ist schon fast mit Gras überwuchert.

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Astor Film Lounge in der Hafencity

Hamburg ist immer eine Reise wert auch bei klassischem „Schietwetter“ wofür es bekannt ist. Wenn Regen und Sturm ein Sightseeing unmöglich machen gibt es in der Hafencity Indoor Aktivitäten die auch bei schlechtem Wetter Spaß machen.

Ein berühmter Besuchermagnet ist natürlich das Miniatur Wunderland worüber ich in einem anderen Post schreibe.

In der Hafencity, unweit der Elbphilharmonie und der Speicherstadt befindet sich das Astor Lounge Kino. Im gleichen Gebäudekomplex entsteht gerade ein Hotel, das schon letzte Weihnachten fertig sein sollte. Zum Zeitpunkt meines Besuches war es noch ein Rohbau, aber Verzögerungen kennt man ja schon von der benachbarten Elbphilharmonie. Diese wurde erst nach einer 10 mal so langen Bauphase wie geplant 2016 fertig gestellt.

Das Kino ist also ganz neu und super edel. Ebenso der Service! Es gibt dort noch einen Doorman und Platzanweiserin! Im Kinopreis enthalten ist Garderobe und ein Begrüßungs-Sekt.

Die Zeit bis zum Einlass kann man sich in der chic-gemütlichen Lounge verbringen. Die verschiedenen Kinosäle haben gestaffelte Startzeiten so das es nie wirklich Gedränge und Schlangen gibt.

Die Technische Ausstattung der einzelnen Kinos ist natürlich nur vom Feinsten.

In fast jedem der Säle gibt es Reihen mit sogenannten Logen… ich würde das eher Liegesessel nennen! Auf Knopfdruck werden die Beine auf Sitzhöhe angehoben. Getränke und Knappereien bekommt man in diesen Reihen bis zum Beginn des Hauptfilms am Platz serviert! Die Gänge sind so breit, das man immer noch durch gehen kann obwohl die Beine hoch geklappt sind!

Wir haben uns den Film „the green book“ angesehen und haben für mein Ticket 15,50€ bezahlt. Die normalen Plätze sind preiswerter. Ich fand den Preis jedoch angesichts des gebotenen Service angemessen.

Auf dem Bild gut zu erkennen wieviel Platz zur nächsten Reihe noch ist. Am rechten Rand erkennt man einen Mitarbeiter der Getränke bringt.

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Apps Verkehrsmittel

Flixbus für andere buchen

Um ein Ticket für eine Flixbusfahrt zu buchen, braucht man entweder die Flixbus App oder den Zugang zu einem Internetfähigen PC. Als Zahlungsmittel stehen Kreditkarte, Sofortlastschrift oder Paypal zur Verfügung. Nur an paar wenigen Standorten gibt es Büros oder Schalter wo man Tickets bar bezahlen kann. Und vorallem wo es jemanden gibt der die Buchung für Dich macht. Das ein normales Reisebüro Flixbus-Tickets anbietet habe ich bis jetzt noch nicht gehört.

Seit kurzem kann man Tickets für Flixbus auch bei Penny buchen und bezahlen. In meinem Artikel erzähle ich wie das funktioniert.

Aber es gibt aber auch Menschen, die kein Smartphone, PC oder Paypal haben und dennoch billig Bus fahren wollen. Senioren oder einfach Menschen die technisch nicht so versiert sind.

So riefen mich neulich ein befreundetes Paar an, ich dachte die beiden seien im Urlaub in der Türkei. Das waren sie auch, doch auf dem Rückweg waren sie in Zürich getrandet, weil die Person die sie mit dem PKW abholen wollte ausgefallen war. Nun standen sie fast ohne Bargeld (schweizer Franken) in Zürich am Flughafen und suchten nach einer möglichst preiswerten Fahrgelegenheit nach Lörrach.

Sie hatten sich schon informiert wann und wo ein Flixbus fährt, nur hatten sie keine Möglichkeit ein Ticket für diesen zu buchen.

Zwar kann man im Notfall auch beim Fahrer bezahlen, doch dann ist es teurer und dafür hatten sie auch nicht mehr genügend Geld dabei. Außerdem liegt es im Ermessen des Fahrers ob er „Barzahler“ mit nimmt oder nicht. Oft heißt es lapidar „ausgebucht“ obwohl noch Platz im Bus ist.

Die Beiden riefen mich an und mir war sofort klar, die Frage war nicht „holst Du uns ab?“ Sondern „Buchst Du uns einen Bus?“

Ich habe die Flixbus App permanent auf meinem Handy installiert und so konnte ich binnen 10 Minuten die zwei Tickets für je unter 10€ für die beiden buchen.

Die Buchungsbestätigung mit dem Scancode für den Busfahrer konnte ich per Whatsapp an die Handys der beiden senden. Das klappte einwandfrei. Am nächsten Tag brachten sie mir das Geld für die Tickets in bar.

Aber den absoluten Knaller fabrizierte meine Schwester als sie auf einer Autofahrt von Stuttgart nach Lörrach zwei Junge Leute mit nahm. Das waren so halbe Hippies, jedenfalls war der Junge Mann ohne Schuhe unterwegs. Die zwei waren auf einer Rucksacktour durch ganz Europa und wollten eigentlich nur deswegen nach Lörrach,weil sie wussten dort fährt ein billiger Flixbus nach Zürich zur Streetparade.

Meine Schwester rief mich auf Arbeit an „kannst Du Flixbus nach Zürich suchen und buchen“. Nein erst nach Feierabend wenn ich zu hause bin! „Okay wir warten auf Dich“.

Als ich nach hause kam stand meine Schwester mit diesen beiden Hippies (die wohl schon paar Tage nicht geduscht hatten!) Vor meiner Wohnungstüre. Ich fühlte mich etwas überrumpelt und war deshalb sehr motiviert möglichst schnell einen Bus für die beiden zu finden, um sie wieder los zu werden.

Mit Hilfe der App fand ich einen Bus nur eine Stunde später, nach einer Tasse Tee für die beiden hatte ich deren Tickets sogar ausgedruckt. Obwohl die beiden aussahen als hätten sie kein Geld gab mir der Junge Mann fast den doppelten Betrag.

Um ein Ticket für eine andere Person zu buchen braucht man nur deren Namen. Gibt die Person einen falschen Namen an, schießt sie sich nur ein Eigentor, denn die Tickets sind nicht übertragbar und der Fahrer ist Notfalls dazu berechtigt die Identität des Reisenden zu überprüfen.

Eine Freundin wurde einmal Kontrolliert und vom Fahrer darauf hin gewiesen das ihr Name falsch geschrieben sei. Ich hatte bei der Buchung zwei Buchstaben verdreht. Aber es war offensichtlich das es ein Tippfehler ist.

Eine Abweichung zwischen gebuchten Ticket und echten Namen ist mir persönlich sogar mal selber passiert. Ich hatte in der App mein Ticket auf „Uschi“ gebucht, heiße aber eigentlich „Ursula“. Der Busfahrer hat das zwar wahrgenomen, aber eigentlich war es Wurst.

Wenn man den korrekten Scancode als Ausdruck oder im Handy dabei hat wird selten zusätzlich kontrolliert, es sei denn die Fahrt geht ins Ausland. Bei Fahrten ins Ausland sollte der Name auf dem Ticket mit dem mitgeführten Ausweispapieren übereinstimmen.

Ich hab das nun schon paar mal für unterschiedliche Personen gemacht. Wenn Kinder mit reisen muss man deren korrektes Geburtsdatum angeben. Bei Personen über 18 reicht der Name.

Ich habe in der App und auf der Webseite keine Hinweise gefunden das Buchung für Dritte nicht erwünscht ist. Im Gegenteil, warum muss man bei jeder Buchung den Namen der Reisenden Person separat angeben?

Fazit: ich mach das gerne mal für Freunde und Bekannte, wenn mir derjenige das Geld zeitnah gibt.

Das Foto ist übrigens schon 2 Jahre alt, es dient vor allem der Aufmerksamkeit.

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Bahnfahren zum Schnäppchenpreis ohne Zugbindung

Meistens suche ich mir einen Sparpreis der Bahn mit dem DB-Navigartor. Wenn man frühzeitig bucht kann man damit Verbindungen ab 19,-€ erwischen.

Logischerweise sind vorallem unbeliebte Reisetage und Uhrzeiten besonders günstig. So sind besonders Wochentage erheblich preiswerter. Schwieriger wird es Sparpreise für Freitag oder Sonntag zu finden.

Bei meiner letzten Reise nach Hamburg war leider kein Schnäppchen verfügbar. Das lag vorallem an dem gewünschten Rückreisetermin. Die Schulferien in Baden-Württemberg endeten das Wochenende und in Hamburg beginnen sie. Was bei uns im Süden die Fasnachtsferien sind, sind für Norddeutsche Skiferien… also ist es sehr beliebt ausgerechnet dann in Richtung Schweiz zu reisen.

Also suchte ich eine Alternative, denn der reguläre Preis für die Zugfahrt ohne Zugbindung wäre 153,- € für einen Weg gewesen. Für mein Budget momentan sind 306,-€ nur für Bahntickets für eine Woche Urlaub viel zu teuer!

Pauschalreisen mit Bahnfahrt sind oft weit günstiger. Ich fand ein Angebot von DERTour Hamburg Zugfahrt hin und zurrück (ohne Zugbindung) und eine Nacht im Hotel für 145,- €!

Gebucht habe ich die Reise im Karstadt Reisebüro, und mit Kreditkarte bezahlt, Barzahlung oder EC-Karte wäre auch möglich gewesen.

Offiziell laut Buchung dauerte meine Reise vom 3.3. Bis 4.3. (Zufällig Rosenmontag) auf der Bahnfahrkarte steht aber „Gültigkeit 3.3. Bis 1.4.“ Das heißt es ist im Grunde egal wann ich zurrück fahre.

Da ich Freunde in Hamburg habe, habe ich nur die gebuchte erste Nacht im Hotel verbracht, den Rest der Woche war ich privat untergebracht.

Letztlich bin ich am Samstag Nachmittag mit einer Verbindung ohne Umsteigen von Hamburg nach Basel gefahren. Übrigens pünktlich! Und hatte damit noch großes Glück, denn am nächsten Tag war der gesamte Zugverkehr stark beeinträchtigt wegen Sturm.

Fazit: statt 306,- € für reguläre Bahntickets habe ich für die Pauschale Bahn und eine Nacht im Hotel weniger als die Hälfte bezahlt. (Über das Hotel schreibe ich im separaten Posting)

Ein solches Paket Bahn und Hotel kann man auch online buchen. Bahnreisen bei DERTOUR!