Social distancing ?

Im Bezug auf die die Corona-Kriese hat sich ein Schlagwort etabliert, das mich etwas nachdenklich macht. „Social distancing“ ist das neue Modewort. Wobei es sich hier um einen typischen „denglischen“ Ausdruck handelt denn er meint weder die englische noch die deutsche ursprüngliche Bedeutung.

Social Distance würde übersetzt Soziale Distanz bedeuten. Also sowas wie das die betreffenden Personen nicht der gleichen Sozialen Schicht angehören… oder wie?

Im Aktuellen Sprachgebrauch ist damit aber das Abstandhalten um eine Virusinfektion zu verhindern gemeint. Warum braucht man dafür ein neues Wort? Warum benennt man es hier in Deutschland und im deutschspachigen Ausland mit einem englischen Begriff der noch nicht mal korrekt ist???

Was soll das? Wird uns hier etwas aufgezwungen und für neu und international verkauft das wir eigentlich schon alle kennen?

Warum schreiben die Zeitungen nicht das man „Abstand halten soll“, oder sich „fern halten“ soll? Will man uns glauben machen das die Lösung für dieses von den Medien hoch gepuschte Problem eine neue Erfindung aus dem Ausland ist?

So ein Quatsch! Sogar schon zu biblischen Zeiten wusste man das man sich von kranken Menschen fern halten sollte. In der Bibel (und auch anderen Aufzeichnungen aus der Zeit) spricht man von „Aussatz“, kranke Menschen wurden aus der Gesellschaft ausgesondert und die kranken wurden dazu verpflichtet sich von den anderen Menschen fern zu halten.

Doch in den heutigen Zeiten des Humanismus und der Toleranz ging offensichtlich solches Verhalten verloren. Heute ist es verboten einen Schwulen oder eine Tätowierte Person auch nur im geringsten aus zugrenzen. Vermutlich ist dieser Satz schon nicht mehr „politisch korrekt“ weil ich die Lesbischen und die nicht Tätowierten vergessen habe.

In einer so sehr auf Toleranz und Gleichberechtigung trainierten Gesellschaft möchte sich niemand mehr wegen einem Husten oder Schnupfen ausgegrenzt fühlen. Gab es früher Zeiten in denen man sich nicht getraut hat an einer Veranstaltung oder Versammlung teilzunehmen weil man eventuell zu sehr husten muss… heute ist es normal! Man stellt sich rotzend und hustend in eine Schlange an der Kasse und interessiert sich nicht die Bohne dafür das es vielleicht die anderen stört oder ekelt.

Schau Dir mal aufmerksam einen Spielfilm aus den 50er oder 60er Jahren an. Da wird zwar ständig geraucht oder Alkohol getrunken, was in den Modernen Produktionen absoutes no go ist. Zigarette wegschnippen in einer Filmszene… wäre heute undenkbar, wegen „Darstellung von Rauchen“ und auch noch „Umweltverschmutzung“. Und nun im Vergleich dazu ein aktueller Krimi. Der Kommissar hat Schnupfen und putzt sich die Nase, die Hauptperson Hustet und nimmt eine Kopfschmerztablette um dann zur Arbeit zu gehen… diese Handlungen wären damals nie in einem Film vorgekommen. In keinem Historischen Theaterstück oder ähnlichem sind Husten und Niessen enthalten, und warum? Weil es in früheren Zeiten als unanständig galt. Wer krank war pflegte sich zu verstecken und zurück zu ziehen.

Durch Fernsehen und andere Medien wird uns beigebracht das wir immer funktionieren müssen. Wir müssen zur Arbeit auch wenn wir erkältet sind, wir müssen funktionieren auch wenn wir uns nicht gut fühlen…

Krasses Gegenteil: Im alten Testament gelten Frauen die ihre Tage haben als unrein und dürfen gewisse Tätigkeiten nicht ausüben… Habt ihr schon mal darüber nachgedacht das hinter diesen Verboten vielleicht einfach nur der Gedanke steckt eine Frau die gerade mentstruiert zu entlasten?

Nein in der heutigen Zeit musst Du als Frau auch während den Tagen joggen und auf der Arbeit Deine volle Leistung bringen. Für irgendwelche „Unpässlichkeiten“ gibt es ja Tampons, Tabletten oder Tropfen. „Lass Dir vom Arzt was dagegen geben und reiß Dich zusammen!“

Ein Virus kann sich nur dann auf andere Menschen übertragen wenn sich der befallene nicht wie es natürlich wäre zurück zieht.

Eigentlich ist es natürlich das wir uns zurückziehen und unsere Ruhe vor anderen haben wollen wenn wir uns krank fühlen. Ein fieberndes Kleinkind mag nicht mehr mit anderen Kindern spielen und klammert sich höchstens hilfesuchend an die Mama… Und diese ist schon längst gegen den Erreger der das Kind krank macht immun und kann nur deshalb dem Kind helfen.

Diese Grundverhaltensmuster sind uns leider ab trainiert worden. Wir müssen allezeit funktionieren und wir müssen zudem ständig mit anderen Menschen im Kontakt sein. Denn wir brauchen ja Zuschauer die unser „Funktionieren“ wahr nehmen.

Zurück zu dem oberen Beispiel von der Frau mit Regelbeschwerden. „Selber Schuld, warum lässt Du Dir nix vom Arzt geben das dagegen hilft“… Gegen Regelschmerzen gibt es gleich eine riesige Auswahl an Medikamente oder Hausmittelchen. Aber nun ist da eine Krankheit aufgetaucht gegen die es momentan noch kein Mittel gibt! Was jetzt?!

Nicht nur das der Erkrankte plötzlich nicht mehr funktioniert, so schlimm das manche nicht mehr atmen können, nein er ist schon ansteckend lange bevor es ihm richtig schlecht geht! Und es gibt keine Medizin dagegen.

Ich bin überzeugt, würde jeder der sich nicht mehr „ganz gut“ fühlt früher zuhause bleiben, und auch Partys und Treffen auslassen, dann wäre die Ansteckungsgefahr viel kleiner. Aber etwas absagen wegen „ich fühl mich nicht gut“ ist in unserer heutigen Gesellschaft praktisch undenkbar.

Im ersten Weltkrieg raffte eine Krankheit zahlreiche Soldaten und auch Zivilisten dahin, die Ruhr… eine Durchfallerkankung bei der sich der Patient mehr oder weniger tot geschissen hat. Man wusste zwar wie man den verlauf der Kankheit hätte stoppen können und es hätte theoretisch auf Mediakamente dagegen gegeben. Dennoch starben viele, weil sie durch den Krieg unterernährt waren und in den Kriegtswirren keinen Zugang zu Medikamenten hatten.

Und ähnlich ist es mit Corona… wir wissen (gefüttert von viel zu viel Informationen aus den Medien) das es sein kann das die Erkrankung so schlimm wird das wir vorübergehend eine Beatmung brauchen… so wie die Soldaten an der der Font wussten das die Medikamente brauchten… Nun sind wir alle erstarrt vor der Angst das es unter Umständen nicht genug Beatmungsgeräte für alle Kanken geben könnte. Die betroffenen Soldaten konnten nichts dagegen tun, ausser sich gegenseitig schützen und von den Kranken fern halten. Offensichtlich ist dies ihnen gelungen, denn es sind nicht alle verstorben.

Warum trauen wir uns es dann nicht zu das wir es schaffen die Infektionen so sehr zu vermeiden das wir nicht alle gleichzeitig krank werden und gleichzeitig auf Beatmungsgeräte angewiesen sind?

Fazit:

Haltet Euch fern von Kranken, halten Euch fern wenn ihr selber krank seid und wenn ihr nicht wisst wer das Virus schon hat… dann verhaltet Euch vorsichtig und haltet von allen Abstand !

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