Kategorien
Allgemein

Dritter Sonntag in der Corona-Pause

Wenn Du meinen Blog aufmerksam verfolgst wird Dir aufgefallen sein, daß ich nach dem Blogpost „Erster Sonntag in der Corona-Pause“ keinen zweiten Sonntag beschrieben habe. Mea culpa, ich hatte es nicht vergessen, sondern mir kam alles was ich anoch dem Tag gemacht habe so fürchterlich belanglos vor.

Der Dritte Sonntag war schon fast kein Sonntag mehr. Denn eigentlich fühlen sich momentan alle Tage wie Sonn oder Feiertag an. Ich hab keine Termine und Verpflichtungen und alles wird langsam so egal. Egal ob ich es heute oder morgen erledige. Im Gegenteil, ich gehe langsam dazu über „Aufgaben“ die ich entdecke aufzuschieben, damit ich noch irgendwas habe das ich erledigen muss.

Am gestrigen Sonntag habe ich im Gegensatz zu der ganzen Woche gearbeitet. Ja Du hast richtig gelesen. Obwohl mein richtiger Arbeitsplatz geschlossen ist habe ich wenigsten noch meinen Nebenjob. Dieser Firma droht allerdings auch schon fast Kurzarbeit. Es handelt sich um einen Bäckereibetrieb, der weil er zum Lebensmittelhandel gehört weiter geöffnet haben darf. Aber die Umsätze gehen in den Keller. Kein Wunder, die Filliale in der ich normalerweise bin lebt eigentlich von Schülern und Pendlern. Und Schüler sind momentan keine da!

Aus diesem Grunde bin ich momentan nur die Notbesetzung für 3 verschiedene Filialen, wobei ich einer davon noch nie war. Sollte ich dort eingesetzt werden müsste ich erst mal alles suchen.

Am Sonntag war ich das erste Mal in der etwas größeren Filiale die sehr nah für mich ist. Ursprünglich hatte ich mich für diese Beworben, war aber dann in der anderen Filiale in Lörrach Stetten eingestellt worden.

Meine Aufgabe war es mit dem Aufbacken der Teiglinge zu beginnen und eine halbe Stunde später sollte die Kollegin dann kommen und den Laden einräumen und öffnen. Ich musste also einen mir fast fremden Laden aufschließen und dort Backöfen und Lüftung in Betrieb nehmen… zum Glück war ich am Samstag freiwillig beim aufmachen dort um zuzugucken wie was geht. Ohne diese zusätzliche Einweisung hätte ich es nicht hin bekommen. Denn in dieser Filiale verwenden sie ganz andere Geräte als in meiner Stammfiliale. Ganz andere Sicherungen und Lüftungsanlage.

Gewöhnlich muss ich wenn ich in meiner Flliale die Frühschicht mache als erstes das Wechselgeld nachzählen und die Kasse bestücken… nur wurde vergessen mir zu sagen wo sich die Kassette mit dem Geld befindet. Aus Sicherheitsgründen ist diese versteckt und ich habe das Versteck nicht gefunden!!!

Alles andere hat ganz gut gekappt und ich hatte richtig Freude an der Arbeit… von 7-12 Uhr ey so viele Stunden am Stück arbeiten durfte ich nicht mehr seit dem 18.3. !

Danach war ich erst mal platt und hab mich mit einem lecken Schokocremecroissant und einer Tasse Kaffee erst mal auf der Couch ausgeruht. An Mittagessen kochen oder so war nicht zu denken. Später habe ich mich dann für einen Mittagsschlaf hin gelegt, ohne den Wecker zu stellen…

Gegen 16 Uhr war ich aber wieder wach und fand das es noch nicht zu spät ist für eine Tasse Kaffee. Draußen war strahlender Sonnenschein und schön warm. Aber auf meinem Balkon im Schatten doch noch zu kühl zum länger sitzen.

Deshalb hab ich es mir mal ausnahmsweise auf dem Fensterbrett gemütlich gemacht. Zu normalen Zeiten würde ich niemals auf die Idee kommen, denn die Straße ist sonst sehr laut und belebt… doch gestern Nachmittag war gar nix los… nur paar Fußgänger und Radfahrer.

Im Pyjama auf dem Fensterbrett sonnen… das geht nur während Corona…

#Lörrachbleibtzuhause scheint zu funktionieren. So ruhig hab ich die Straße noch nie erlebt. Fast eine halbe Stunde saß ich am Fenster in der Sonne und habe die paar wenigen Passanten beobachtet.

Später habe ich mich dann doch wieder an die Nähmaschine gesetzt und ein paar weitere „Mund-Nase-Abdeckungen“ genäht. Eigentlich wollte ich an dem Tag nicht an die Nähmaschine sitzen, weil ja Sonntag ist.

Übrigens es war sogar Palmsonntag! Besonders für die katholischen Christen eigentlich auch ein Festtag. Ich gehöre allerdings einer Freien Pfingstgemeinde an und bei uns haben solche Tage keinen besonderen Stellenwert. Dafür aber umso mehr das nun kommende Osterfest.

Wenn man es genau nimmt ist Ostern ja eigentlich das wichtigere Fest als Weihnachten. Denn an Ostern feiern wie die Wiederaufstehung von Jesus. An Weihnachten nur seine Geburt. Das er als Mensch geboren wurde ist zwar auch wichtig, aber das was wirklich entscheidende ist das er wieder Auferstanden ist und damit den Tod besiegt hat!

Selbstverständlich gab es auch wieder einen Onlinegottestdienst mit einer Predigt. Diese habe ich mir am Montag Vormittag dann angesehen. Ich habe also meinen persönlichen Sonntag einfach verschoben.

Die Predigt von Manuel Briem hat mir sehr gut gefallen, sie ist auf Youtube zu sehen „Liebe hamstert nicht!“

Ich bin sehr dankbar um solche technische Lösungen, die es mögliche machen trotz Versammlungsverbot etwas über Gott zu hören.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.