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Lockdown-Tagebuch, Tag 4

Heute ist der 20.12. der Vierte Advent. Und für mich erst der vierte Tag in dem ungeliebten Zwangsurlaub. Meine Theorie das ich mich, durch diese täglichen Berichte hier im Lockdown-Tagebuch, besser motiviere meine freie Zeit dennoch sinnvoll einzusetzen ,scheint zu funktionieren.

Heute war ein besserer Tag als gestern. Ich hing kaum durch. Angesport durch den fast permanenten Gedanken „heute Abend muss ich berichten was ich heute gemacht habe“, hab ich auch einiges wirklich gemacht.

Heute ist Sonntag, der vierte Advent! Gottesdienste dürfen momentan nicht stattfinden und auf den Zoom-Gottesdient zum Thema Advent hatte ich keinen Nerf. Ich hab schon so viele Advent Predigten gehört, und irgendwie ist es jedes Jahr das selbe… Ausserdem stört es mich etwas das um Weihnachten mehr Tamtam gemacht wird als um Ostern. Okay es war ein Geschenk von Gott das Jesus geboren wurde, aber das weit wichtigere war doch seine Wiederaufstehung.

Deshalb habe ich mir heute einfach eine andere Predigt zu einem neutralen Thema angehört. überhaupt ist es in unserer Zeit extrem einfach an gute Predigten zu kommen, solch einen Luxus hatten andere Generationen nicht.

Das Thema der Predigt ging unter anderem darum das man sich nicht zu sehr über das was man tut deffinieren sollte und lieber Gott fragen soll ob man nicht vielleicht besser „einen Gang zurück schaltet“ und Gott wirken lässt. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht, gerade im Zusammenhang mit diesem Lockdown-Tagebuch. An diesem Gedanken werde ich wohl noch ein paar Tage „kauen“.

Was habe ich heute gemacht?

Ich bin heute schon um 6:30 Uhr aufgestanden, den Wecker hatte ich mir nicht gestellt, ich bin von alleine wach geworden. Wenn ich mal wach bin steh ich auch auf. Kaffeemachen, Tabletten nehmen und dann erst mal mit Handy und Kaffee auf die Couch, so beginnt bei mir jeder Tag.

Kurz nach 7 Uhr hab ich mich dann schon an den PC gesetzt und begonnen meinen Artikel über den Staubsauger den ich Euch am ersten Tag versprochen habe zu schreiben. Da ich richtig schön aus dem Nähkästchen geplaudert habe ging es dann recht flüssig und es wurde ganz schön viel Text. Nachzulesen unter „Staubsauger fürs Leben“. Und Nein! das ist keine bezahlte Werbung und ich bekomme dafür nix. Es sei denn ihr folgt dem eingebauten Afiliate-Link, dann kriege ich paar cent wenn ihr bei Amazon etwas kauft. Aber das machen ja eh die allerwenigsten.

Nachdem der Artikel fertig war bin ich dann rüber in die Küche zur Nähmaschine (mein Küchentisch ist mein Nähzimmer) und habe einige Handstulpen zugeschnitten. Ganz so viele habe ich heute nicht fertig gestellt, es sind nur 4 Paar geworden.

Heute habe ich wieder den roten Wollstoff verarbeitet kombiniert mit verschiedenen Jersey-Stoffen zur Fütterung, ich muss sagen da hatte ich zuerst eine Kombination die nicht so angenehm zu verarbeiten war. Etwas mühsam wenn der eine Stoff extrem dick ist und der andere extrem dünn und lümmelig… macht das ganze etwas aufwändiger. Aber ich hab sie gut hinbekommen.

Trotz der kleinen Hindernisse fiel es mir heute leichter dran zu bleiben. Und ich hab heute auch wieder anständig gekocht. Einen Gemüse-Eintopf, ein Kalt-Wetter-Klassiker auf den ich heute richtig Lust hatte und der mir auch sehr lecker gelungen ist. Natürlich ist noch eine Portion übrig geblieben und diese esse ich entweder heute Abend noch oder morgen.

Gegen 14:30 hab ich dann beschlossen ich lass die Nähsachen liegen und geh raus an die Luft. Das Wetter war heute etwas heller und milder als gestern, aber die Sonne schaffte es nicht durch die Wolken.

Spaziergang … auf zu neuen Welten!

Ich bin heute einfach mal los gelaufen, wohin wo ich noch nicht lang gegangen bin, Richtung Wallbrunstraße und dann links in eine kleinere Straße, doch diese erwies sich als Sackgasse. Eine freundliche Passantin machte mich dann auf eine Treppe aufmerksam. Da kommt man „uffe“. Okay da gehts hoch… aber wie hoch??? Diese Treppen verbinden 3 oder 4 Querstrassen und gehen den gesamten Hang hoch. Keine Ahnung wieviele Stufen, ich werde da bald mal wieder lang gehen nur um zu zählen wieviele Treppenstufen das sind.

Mich hatte der Ehrgeiz gepackt und ich bin alles auf einmal hoch, nur einmal kurz stehen geblieben um das Foto zu machen.

das ist nur die oberere Hälfte…

Eigentlich unglaublich! Ich wohne hier in Lörrach seit 10 Jahre und diese Treppe ist gerade mal ein Kilometer von meiner Wohnung entfernt und ich hatte keine Ahnung!

Eigentlich eine super Trainingsstrecke für die Ausdauer… ich komme wieder!!!

Oben angekommen endet die Straße in einem Feldweg, einer Zufahrt zu Schrebergärten die ganz unterschiedlich gut gepflegt sind. Und dann geht es in den Wald. Im Wald ist es dann nicht mehr steil, und hier sind mir gleich mehere Jogger begegnet. Ich bin einfach mal weiter gelaufen und kam wieder bergab an eine Strasse. Aber ich wollte lieber Waldweg laufen und folgte deshalb einem Trampelpfad… zwischendrin fragte ich mich ob das wirklich ein Weg ist oder nur ne Gassi-Trasse von paar Hundehaltern…

Eine Bank am Wegrand, also ist es wirklich ein Weg und nicht nur ein Trampelpfad

Der Weg ging kurvig durch den Wald und ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt umzudrehen… und dann das !

zwei Schaukeln hängen an einem Baum auf der Lichtung und eine mega Aussicht

Da hängen zwei Schaukeln an einem Baum vor einem faszinierenden Panorama… eine Bank und eine Feuerstelle machen diesen Ort zu einem romantischen Plätzchen, das man wirklich nur zu Fuß erreicht.

Seht ihr die beiden gelben Gebäude unter dem Ast? Dahinter etwa 2 km Luftline da wohne ich. Ist doch Hammer was für märchenhafte Orte ich in meiner Umgebung habe und ich wusste davon nix.

Natürlich konnte ich mich nicht beherrschen und hab erst mal eine Runde geschaukelt! War eh kein Mensch in der Nähe vor dem mir das hätte peinlich sein können. Leider fing es dann an zu regnen und deshalb bin ich dann recht zügig wieder nach hause gelaufen.

Aber es ist doch echt cool was man so entdecken kann wenn man einfach nur drauf los läuft.

Ich hoffe Dir hat mein heutiger Bericht gefallen und Du guckst mal wieder hier hinein in mein Lockdown-Tagebuch.

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