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Tag 25 ( Sonntag 10.1.)

Herzlich willkommen zu meinem 25 Tag im Lockdown-Tagebuch. Hier möchte ich Euch davon berichten was ich heute am 25. Tag alles gemacht habe. Denn an Arbeiten ist ja nach wie vor nicht zu denken.

Wäre der Lockdown nicht verlängert worden, wäre morgen mein erster Arbeitstag dieses Jahr. Aber es sind ja alle Maßnahmen bis 31.1. verlängert worden. Das heißt diesen Monat werde ich nix mehr arbeiten. So lange frei am Stück hatte ich noch nie. Außer damals bei meinem gebrochenen Fuß. Und tatsächlich fühlt sich die momentane Situation auch eher so wie Krankheit an als wie Freizeit. Dennoch versuche ich das beste daraus zu machen!

Heute war Sonn-Tag

Heute war ein Sonntag, aber auch ein Sonnen-Tag. Zumindest hier in Lörrach lachte schon früh die Sonne aber es war auch klirrend kalt. Die Tiefsttemperatur heute Nacht lag um ich 10 Grad minus und heute morgen gegen 8 Uhr waren es immer noch Minus 7.

Trotzdem hatte ich mich mit einer Freundin zum Spaziergang bzw. Mini-Wanderung auf den Salzert verabredet.

Ich nenne es Wanderung weil wir beide einen Rucksack mit kleinem Imbiss und heißen Tee dabei hatten.

Wanderung zum Salzert

Der Weg führte uns vom Rosenfelspark, vorbei am alten Jüdischen Friedhof in den Wald. Nur das erste Stück ist es etwas steil, aber nicht so das man Angst haben muss auf dem gefrorenen Laub auszurutschen. Zum Teil gingen wir auf dem Waldlehrpfad, der eigentlich ein Rundweg ist. Und da kommt mir die Idee das ich diesen ja mal gehen und darüber schreiben kann. Also wieder ein neues Ziel für die kommenden Tage.

Waldspaziergang im Winter

Obwohl wir erst um 12 Uhr los gegangen sind, gingen wir das erste Stück noch im Schatten des Berges doch schon bald begleiteten uns die wärmenden strahlen der Sonne.

diese Bank bekommt gerade ihr ersten Sonnenstrahlen, hier wollten wir noch nicht Pause machen.

Nach nur etwa 45 Minuten waren wir schon fast bei den ersten Häusern. In der Nähe des kleinen Fußballfelds. Hier Kreuzen sich mehrere Wege und eine noch sonnigere Bank lud uns zu einer kleinen Teepause. Dank eines mitgebrachten Stuhlkissens konnten wir auch abwechselnd sitzen. Während wir dort Pause machten sind bestimmt 20 Leute vorbei gekommen, der Weg scheint beliebt zu sein. Also zumindest Sonntags braucht man dort nicht Angst zu haben das einen niemand findet wenn was passiert. Aber es war nicht so viel los das es einen nervt, gar nicht.

Auf dem Salzert

Der Stadteil „Salzert“ oder „auf dem Salzert“ ist eine Art Trabantensiedlung die erst 1963 gegründet wurde und die meisten Gebäude dort stammen aus den 70er und 80er Jahren. Hier befinden sich sowohl Hochhäuser des Sozialen Wohnbaus, als auch viele kleine Einfamilienhäuser. Es gibt eine Grundschule und einen Kindergarten und ein kleines „mini-Zentrum“ mit Bäckerladen und Pizzaria. Ein größeres Lebensmittelgeschäft gibt es allerdings nicht.

Für mich und meine Begleitung war der Salzert deshalb ein Ziel, weil wir mehre dort wohnende „Chror-Kollegen“ besuchen wollten. Einer unserer Mitsänger hatte heute Geburtstag und ihn wollten wir überraschen.

Unser Chor hatte bis März auf dem Salzert regelmäßig geprobt. Seit dem durften wir uns nicht mehr zum singen treffen und viele von den lieb gewonnen Mitsängern hat man fast genauso lange nicht mehr gesehen.

Auf dem Salzert angekommen suchten wir zuerst das Haus des Geburtstagskindes, welcher im Südlicheren Teil wohnt, von dort aus hat man eine tolle Aussicht.

Aussicht vom Salzert aus. In der Mitte der Schnee bedeckte Blauen

Als wir unangekündigt klingelten öffnete das Geburtstagskind die Türe und wir Zwei stimmten auf der Treppe vor dem Haus ein „Happy Birthday“ an. Er hat sich über die Überraschung sehr gefreut. Es wurden zwei Kleinigkeiten als Geschenk überreicht, alles mit ausreichenden Abstand und „fühl Dich geknuddelt“. Seine Frau eilte mit der Kamera herbei und dokumentierte unseren Besuch, auch alles mit Abstand vor der Haustüre und nach ein paar Minuten zogen wir weiter.

In einem der Wohnblöcke für die der Salzert bekannt ist, statteten wir einer unseren ältesten Sängerinnen einen Kurzbesuch ab, auch ohne Berührung und nur mit Schwätzchen im Treppenhaus. Aber sie hat sich sehr darüber gefreut!

Weiter ging es zu 3 Weiteren Block-Bewohnern wovon zwei nicht zuhause waren, kein wunder bei diesem schönen Wetter mitten am Nachmittag.

Zwischen den Blocks in der Sonne auf einer Holzbank machten wir noch einmal eine Teepause. Meine Begleitung ist Diabetikerin und muss regelmäßig kontrollieren und dann spritzen und/oder essen. Aber da zwischen den Häusern konnte man es echt in der Sonne im aushalten.

und zurück

Ich glaube es war schon fast 15 Uhr dann haben wir uns auf den Weg nach unten, also nach Lörrach Innenstadt gemacht.

Wir genossen den Weg denn wir gingen die meiste Zeit am Waldrand der Sonne entgegen. Es war echt schön! So gefällt mir der Winter, kalt aber sonnig.

Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir dann bei mir zuhause an. Viel länger wollten wir auch gar nicht unterwegs sein. Ein Blick auf meine S-Health App hat mich fast etwas enttäuscht, ich hätte gedacht das es viel mehr gewesen ist.

nur 8.5 km aber gefühlt eine Tageswanderung

Laut der App sind wir nur 2.30 Stunden wirklich gelaufen, die restliche Zeit haben wir Pause gemacht oder Schwätzchen gehalten. Dennoch ziehe ich ein absolut positives Fazit. Es war ein sehr schöner Sonn-Tag!

Sonntag

Zum Sonntag gehört für mich auch irgendwie ein Gottesdienstbesuch, doch das ist ja in der Augenblicklichen Situation auch nicht möglich. Doch dank moderner Technik und YouTube konnte ich mir die Predigt von Heute später ansehen. Das Thema war heute wieder interessant es ging um „Die Beste Frage des Jahres“. Wenn Du ein paar Minuten Zeit und Muße hast, dann folge dem Link und höre es Dir einfach mal an.

Ich werde mich jetzt etwas intensiver mit meiner Gesichtshaut befassen, denn meine Backen sind etwas heiß und rosa… hab ich vielleicht ein bissel mehr Sonne abgekriegt als ich vertrage? Wer denkt schon im Januar an Lichtschutzfaktor…

Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich wenn Du morgen wieder rein schaust in mein Lockdown-Tagebuch.

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