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Tag 34 ( Dienstag 19.1.)

Herzlich willkommen zu meinem 34. Eintrag im Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich so während des Lockdown tue.

Heute kommt mein Artikel ein klein wenig später als sonst, weil ich die Nachrichten abwarten wollte ob und wie lange der Lockdown verlängert wurde. Nu ist es wohl amtlich, ich habe bis Minimum 14.2. frei. Ich werde somit die nächsten 25 Tage hier täglich weiter schreiben. Oh da bin ich aber gespannt was mir da noch alles einfällt…

Danke für Eure Reaktionen

Heute möchte ich mich mal bei Euch allen bedanken, für die diversen Reaktionen und Feedbacks die mich mittlerer Weile schon erreicht haben. Ein paar wenige haben mich per E-mail angeschrieben. Meine Adresse findet ihr unter Kontakt oder Impressum. Diese Daten auf der Webseite oder Blog zu veröffentlichen ist gesetzlich vorgeschrieben und daran halte ich mich schon von Anfang an.

Ganz liebe Kommentare kamen auch über den Facebook Messenger oder per Whats-App. Schade nur das sich kaum jemand traut hier im WordPress zu kommentieren.

Daran das ich manche Sachen gar nicht mehr erzählen brauche wenn wir uns echt mal begegnen habe ich mich noch lange nicht gewöhnt. So viele von Euch treffe ich momentan ja nicht. Aber ein „ja ich weis, hab ich gelesen“ freut mich jedes mal, aber irritiert mich noch etwas.

Was habe ich heute gemacht?

Heute Vormittag habe ich mich schon früh an das Nähen gemacht, aber nicht früh genug… eine Bekannte fragte mich vorher schon „na rattert die Nähmaschine schon?“. Da saß ich aber noch faul auf der Couch. Aber dies beinhaltet meistens auch das ich schon auf Facebook und co unterwegs bin und immer wieder mal in einschlägigen Gruppen meine Nähanleitungen bewerbe. Nähen scheint eine der neuen Trendbeschäftigungen zu sein während des Lockdowns.

Genäht habe ich heute nur ein Tischset, denn ich wurde bereits um 11:15 zum Essen abgeholt.

Tischset in Hellblau mit Rosa und Pink

Das Tischset heute ist mit der gleichen Technik wie die zwei von gestern entstanden. Allerdings habe ich diesmal ein geeigneteres Material für die Füllung entdeckt. Damit gelingen die Kanten und Ecken schöner. Morgen mache ich mit diesem Design weiter, denn ich denke es ist schöner wenn ich eine größere Stückzahl von passenden Sets habe.

Einladung zum Essen

Eine Freundin aus meinem Hauskreis hat mich angerufen und berichtet das sie nach längerer Zeit ihre Nähmaschine vor geholt hat und diese nun nicht mehr richtig zu funktionieren scheint. Ob ich nicht mal danach gucken könnte… sie würde mich dafür auch zum Essen einladen. Ich sagte sofort zu, denn ich bin schon lange nicht mehr bekocht worden!

Aus meiner Erfahrung weis ich das 90% aller Nähmaschinen-Defekte meist nur Bedienfehler sind. Und eine Maschine geht nie vom Rumstehen kaputt. Meistens ist sie dann nur verstaubt oder irgendwas blockiert weil sich Staub und Fusseln vom langen stehen fest gesetzt haben. Im Grunde funktionieren fast alle Nähmaschinen nach dem gleichen Grundprinzip, hat man das mal kapiert, dann kriegt man fast jede in den Gang.

Christa holte mich mit dem Auto ab, denn sie wohnt außerhalb von Lörrach (keine Angst, innerhalb 15 km!) Wobei ich darauf ja gar nicht achten muss, denn hier im Landkreis Lörrach ist die Inzidenz schon seit 3 Tagen unter 120.

Nähmaschine kaputt?

Christa lebt alleine und ich lebe alleine und wir haben keine weitere Person getroffen. Bei ihr in der Wohnung hatte sie die Nähmaschine schon bereit gestellt. Ich kannte das Modell zuvor nicht. Doch ich hab gleich verstanden das es kein kompliziertes Gerät ist. Im Grunde gibt es zwei Typen, die mit der Spulenkapsel und die mit der Horizontalspule. Die mit Kapsel finde ich kniffeliger und ich denke das bei denen eher am Unterfaden was falsch zusammengebaut oder kaputt sein kann. Christas Nähmaschine hat eine Horizontalspule, die unter einer Schiebeklappe untergebracht ist. Ich hab den Deckel aufgeschoben und… alles klar!

Ihre Maschine die bestimmt über 30 Jahre alt ist (ich schätze Ende 70er Anfang 80er) ist unter dem Deckel exakt gleich konstruiert wie meine Maschine, die ich 2010 gekauft habe. Deshalb sah ich den Fehler auf den ersten Blick. Genau das ist mir auch schon passiert. Der Faden war falsch eingelegt und überhaupt nicht in der „Fadenspannung“.

Das hatte beim Nähen den Effekt das der untere Faden wild und wirr an dem genähten herunterhängt und kaum etwas das man Naht nennen könnte entsteht. ich zupfte die Spule aus ihrer Halterung und sah darunter ganz viel Staub.

Was übrigens völlig normal ist bei einer Nähmaschine. Die Nadel durchdringt die Textilien und schneidet dabei immer winzig kleine Fasern heraus. Nähen ohne Fusseln und Staub geht gar nicht!

Christas Nähmaschine war keine Jungfrau mehr, aber das hatte ja auch niemand behauptet. Mit einem Backpinsel (den man danach vermutlich entsorgen konnte) hab ich die ganze Maschine, und sämtliche beweglichen Bereiche, auch unter der Stichplatte entstaubt. Danach sah die Maschine nicht nur 20 Jahre jünger aus, sondern nähte auch wie eine Eins!

Innerhalb 10 Minuten Nähmaschine „repariert“

Dann gab es das versprochene Essen. Christa hatte lecker gekocht. Vielen Dank dafür!

Nach dem Essen beschlossen wir etwas laufen zu gehen. Darauf hab ich mich echt gefreut. Zu zweit laufen ist echt schöner als allein. Und dann woanders!

Wir sind zwischen Rümmingen und Wittlingen durch die verschneite Landschaft spaziert.

In der Nähe von Rümmingen mit Blickwinkel Wittlingen. In der Mitte der Blauen

Der Weg führte uns zuerst am Waldrand entlang, hier lag Schnee aber mit den richtigen (frisch imprägnierten) Schuhen konnte man gut laufen.

Am Waldrand diese Bank

Wir kamen an einer Wiese mit vielen Schafen vorbei. Ich schätze mal fast 100 Tiere. Ich verbot Christa die Tiere zu zählen, zum hier einschlafen sei es dann doch zu kalt…

Wunderschöner Spaziergang im Schnee

Ein Stück gingen wir auf der Wittlinger Straße… die gerade mal Fußwegbreit schneefrei war. Normal ist hier reger Verkehr, doch momentan sind dort Bauarbeiten und die Straße ist seit Wochen gesperrt. Zurück sind wir auf dem Fahrradweg der den Schienen des Chanderli (Dampfzug nach Kandern) folgt.

Mehr über diese Zugstrecke findest Du unter Kandertalbahn.

Es war ein schöne und angenehme Runde und wir haben uns sehr angeregt dabei unterhalten. Leider kam die Sonne erst zum Vorschein als wir beim Kaffeetrinken waren.

Gegen 16:30 hat mich Christa dann zurück nach Lörrach gebracht. Aber nicht ganz… Sie hat mich an dem Parkplatz bei der Röttler Kirche raus gelassen. Von dort bin ich nach hause gelaufen!

Lörrach aus Richtung „Lucke“

Aus dieser Richtung hab ich Lörrach auch schon länger nicht gesehen. Früher als ich noch in Eimeldigen gewohnt habe, bin ich oft mir dem Auto hier entlang gefahren… aber das ist schon lang her.

Im Stadtteil Tumringen hab ich dann den Weg an der Wiese gewählt und bin mit etwas schnellerem Schritt nach hause gelaufen. Nein auf die Idee wieder zu Joggen bin ich nicht gekommen. Mit Stiefeln und großer Tragetasche ist das keine gute Idee.

Belohnt wurde ich mit einem wunderschönen Abendrot:

Abendrot an der „Wiese“

Schrittziel erreicht!

Woohoo… und jetzt hab ich auch noch mein Wortziel erreicht. In einem Ratgeber für Blogger hab ich gelesen man soll regelmäßig Artikel mit mehr als 1000 Worte schreiben, nun dieser Artikel hab bis hier her 1154 Worte!

Vielen Dank fürs Lesen!

3 Antworten auf „Tag 34 ( Dienstag 19.1.)“

Hallo Uschi, du hast mich angeregt mal hier Deinen Blog zu kommentieren- das tu ich hiermit 🙂.. ich finde du schreibst sehr lebendig und authentisch. Es lässt sich flüssig lesen und hin und wieder findet man auch eine Idee für sich selber. Zum Beispiel einen Winterspaziergang im Grüttpark zu machen oder vielleicht auch mal von Rümmingen nach wittlingen zu laufen..
Eine alte Nähmaschine habe ich auch noch im Keller stehen.. aber – ich kann gar nicht nähen 🙈
Ich wünsche dir weiterhin gutes Durchhaltevermögen und Kreativität in deinem zwangsläufig ungeplanten Freizeit!
Liebe Grüsse von Corinna (deiner ehemaligen Chorkollegin)

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