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Lockdown-Tagebuch

Tag 60 ( Sonntag 14.2.)

Willkommen zum 60. Tag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich während dieser besonderen Zeit erlebe.

Oh Mann, schon der 60ste Tag! Ich hatte nicht damit gerechnet das es so lange dauert und das ich das mit diesem Tagebuch auch noch durchhalte. Aber ich habe mich so an das tägliche Schreiben gewöhnt, ich mag es gar nicht mehr missen.

Seit 60 Tagen gehe ich nicht zur Arbeit, seit 60 Tagen blogge ich jeden Tag. Seit Tag 28 versuche ich täglich über 10 000 Schritte zu kommen. Das war der Tag wo ich wegen den Beinen bei der Hausärztin war. Seit dem weis ich das laufen für mich die wichtigste Medizin ist.

Was habe ich heute gemacht?

Heute bin ich wieder gegen 8 Uhr von alleine wach geworden, obwohl ich gestern bis nach Mitternacht auf war. Irgendwie scheint das jetzt meine natürliche Aufwachzeit zu sein.

Den Vormittag habe ich wie immer gemütlich im Wohnzimmer auf der Couch begonnen. Zuerst etwas „social media“ am Handy und dabei ein wenig für meinen Blog „klappern“.

Als ich mir das Frühstücks-Müsli in der Küche zubereitet hab, habe ich dann auch gleich ein paar Zuschnitte für meine Herzchen vorbereitet und mal eben während die Haferflocken einweichen 10 !!! Herzen auf der Nähmaschine genäht.

Das heißt aber nicht das sie fertig sind. Dann ist erst mal nur die Naht rund herum gemacht. Danach muss ich sie wenden und ausstopfen und die Wende-Öffnung von Hand zu nähen. Diese Schritte brauchen weit mehr Zeit als das Nähen an der Maschine.

Mit meinem Müsli und den vorbereiteten Herzen bin ich dann wieder auf die Couch und habe die nächsten Stunden insgesamt 7 Herzen fertig gestellt.

heute Vormittag habe ich sieben kleine Herzen genäht

Nebenbei habe ich mit einer Dame geschrieben, die mich über Facebook kontaktiert hat. Sie ist sehr an meinen Herzen interessiert. Sie organisiert gemeinsam mit anderen die Gruppe Onkomütze.de. Eine Gruppe die ehrenamtlich Mützen für Krebskranke näht, häkelt und strickt. Die Idee ist, das ich kleine Stoffherzen beisteuere die sie als kleine Zugabe zu den Mützen den Patienten schicken. Ich finde die Idee sehr schön und werde in den kommenden Tagen eine größere Anzahl an Herzchen nähen und hin schicken.

Eine schöne Aufgabe gefunden

So ein kleines Stoffherz braucht keiner wirklich, und man kann auch nicht viel damit anfangen. Aber ich denke als Beilage zu einer bestellten Mütze finde ich es eine hübsche Geste.

Mir gefällt daran auch das nicht alle Herzchen gleich sein müssen und ich da meiner Phantasie und Laune freie Bahn lassen kann. Außerdem kann ich so die vielen kleinen Stoffreste aufbrauchen.

Mein Ziel ist es jetzt ein paar Tage lang etwa 10 Stück am Tag zu fertigen und dann eine ganze Schachtel voll an das Verteil-Lager der Onkomützen zu schicken.

Spaziergang im Grütt

Der Bekannte der meinen Laptop mit der kaputten Festplatte repariert hat, hatte sich heute Mittag gemeldet das er das Gerät bereits fertig hat. Das hat mich sehr gefreut das es so schnell ging! Und ich wollte den Computer auch wieder so schnell wie möglich zurück haben.

Aber ich wollte im Grütt spazieren gehen. Erstens weil es gestern dort so schön war und zweitens weil ich gelesen hatte das das Restaurant Rosengarten einen „To Go“-Verkauf mit sogenannten „Cowboy-Würsten“ beworben hatte.

Also versuchte ich den Bekannten und seine Frau zu überreden das wir uns im Grütt treffen und dort „to go“- einkehren. Nur hatten die beiden keine Lust sehr weit zu laufen und ich beschloss meine 10 000 Schritte bzw 7 km einfach schon vorher zu erreichen.

Wir verabredeten uns in 1.5 Stunden… Laut meinen km-Zähler-Daten der letzten Tage sollte ich das schaffen können… 7km in 1.5 Stunden.

Von hier bis zum Grütt sind ja schon etwa 2km. Und dann bin ich gezielt schnell (so das mir gut war wird) und weit im Grütt rum gelaufen. Was überhaupt nicht langweilig war, denn es waren viele Menschen unterwegs. Und auch ein paar wenige Narren. Es gab also dauernd irgendwas zu sehen.

Aber das tollste war das super schöne Wetter. Sonnenschein und Schnee und so kalt das nicht alles matschig ist. Und alles mit zeitlichem Ziel, ich wollte bis 15 Uhr meine 7km erreicht haben und ausgepowert sein. Das hat richtig Spaß gemacht!

die nicht geteerten Nebenwege sind noch Schnee bedeckt

Es war gar nicht so leicht Fotos zu machen auf denen keine Menschen zu sehen sind. Denn es war ungewöhnlich viel los im Grütt. Die geteerten Wege waren schneefrei aber dadurch war dort auch mehr los. Ich bin kreuz und quer im Grütt gelaufen, mal auf Schnee und mal auf Teer… und auch mal ein Stück quer über die Wiesenfläche.

herrliches Wetter im Grüttpark
momentan mein typisches Outfit. Winterjacke, Mütze (Frisur gibts keine, Mundschutz immer dabei

Cowboywurst und Cowboy-Burger im Rosengarten

Pünktlich um 15 Uhr hatte ich mein Ziel die 7 km erreicht, und ich war auch nur wenige hundert Meter vom Rosengarten entfernt. Mit meinen beiden Bekannten hat das Treffen einwandfrei geklappt.

Um das Lokal Rosengarten war schon viel los, aber die Leute waren alle sehr verantwortungsvoll und achtsam. Ein paar Narren waren in ihren Häs (Kostüm) da. Aber auch sie standen mit Abstand nur in kleinen Gruppen zusammen. Ein paar von ihnen hatten Thermoskannen mit eigenem Getränk dabei, was da drin war wollen wir jetzt nicht vertiefen. Beim Restaurant Rosengarten wurde nur alkoholfreier Punsch verkauft.

Um sich etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen musste man Schlange stehen, was natürlich viel mehr aussah weil Abstand gehalten wurde. Trotz Kälte war aber die Stimmung entspannt und keiner nörgelte oder drängte. Ich fand die Wartezeit gar nicht so schlimm, ich war aber auch aufgewärmt durch meinen Fußmarsch. Im Gegenteil ich fand das mal ganz amüsant das man mal wieder „Leute gucken“ konnte. Auf dem Gelände des Restaurants trugen auch alle Mundschutz, selbst Kinder und Narren… nur die, die schon was zu essen bekommen hatten nahmen die Maske ab.

Paar Narren aber keine große Menschenansammlung

Fast alle Leute verhielten sich da auch sinnvoll, denn die meisten nahmen ihr Essen und gingen ein Stück weg vom Restaurant und von den anderen Menschen. Ich konnte keinen Aufpasser oder Buhmann ausmachen, der die Menschen dirigieren musste.

Bis wir an der Reihe waren gab es leider keine Cowboywurst mehr. Deshalb gönnten wir uns dann jeder einen Cowboy-Burger.

Schnee, Wintersonne und Cowboy-Burger vom Rosengarten

Der „Cowboyburger“ war lecker! Im Grunde war es eine sehr gut gewürzte gegrillte Frikadelle im Brötchen. Aber sehr schmackhaft. Und ich finde den Preis von 4€ dafür nicht zu teuer.

Wir haben unsere Burger am Ufer des fast zu gefrorenen Grüttsees genossen. Auch mal ein ungewöhnlicher Genuss!

Schrittziel erreicht

Heute habe ich mein Ziel 10 000 Schritte erreicht. Morgen möchte ich die 10 km knacken. Die paar hundert Meter gehen doch auch noch…

Allerdings werde ich morgen wieder bergauf durch den Wald wandern. Mehr wird noch nicht verraten…

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch und ich hoffe Du kommst morgen wieder.

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