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Lockdown-Tagebuch

Tag 63 ( Mittwoch 17.2.)

Willkommen zum dreiundsechzigsten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich im Lockdown erlebe und was mich bewegt.

Heute war ein sonniger und milder Tag der sich mehr nach Frühling als nach Winter angefühlt hat. Unglaublich… am Sonntag sind wir noch mit Stiefeln und Mütze im Schnee gestapft und heute habe ich in der Sonne einen Kaffee getrunken.

Eigentlich ist heute Aschermittwoch, davon habe ich nichts mitbekommen. Für gläubige Katholiken beginnt jetzt die Fastenzeit. Da ich evangelisch aufgewachsen bin und jetzt Mitglied einer Freikirche betrifft mich dies nicht wirklich. Bei uns in der Gemeinde gibt es keine starren Regeln wann man was darf oder nicht, denn wir glauben das sollte jeder individuell mit Gott aus machen und nicht von Menschen diktiert werden.

Fastenzeit?

Eine persönliche Fastenzeit habe ich eigentlich nur einmal gemacht, das war damals 2013 oder 14, als ich die HCG-Diät machen wollte. Da ich zum Jahreswechsel entschieden hatte abnehmen zu wollen, und ich viel zu lange gebraucht habe um endlich mit der harten Diät anzufangen nahm ich dann die Fastenzeit als Anlass. Die Diät war sehr hart, Wochenlang keine Kohlenhydrate und täglich nur etwa 500 Kalorien. Das schafft man natürlich nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel und Unterstützung. Bei mir hatte sie den gewünschten Erfolg gebracht und ich hatte 16 Kilo abgenommen! Probleme gab es nur ganz kurz während der Phase wo man langsam wieder beginnt normal zu essen… Da hatte ich paarmal Kreislaufbeschwerden, die ich aber mit einem Gummibärchen beheben konnte.

Mein Gewicht hatte ich danach ziemlich genau 2 Jahre halten können dann habe ich wieder zugenommen. Noch einmal würde ich diese Diät allerdings nicht machen. Die Nahrungsergänzungs-Sachen sind nicht billig und ohne die wäre es echt zu riskant. Außerdem ist eine so lange radikale Diät mental echt schwierig. Gerade jetzt im Lockdown habe ich für derartige Anstrengungen nicht die Kraft.

Generell denke ich aber das diese Jahreszeit, der Vorfrühling für solche Vorhaben eigentlich sehr geeignet ist. Auch kann ich es verstehen wenn Menschen aufgrund ihres Glaubens eine Zeit lang auf Genuss oder ähnliche Dinge verzichten möchten. Aber dieses Jahr ist Fasten für mich persönlich kein Thema.

Was habe ich heute gemacht?

Heute bin ich wieder gegen 8 Uhr aufgestanden und habe mich am Morgen erst mal im Wohnzimmer auf der Couch aufgehalten. Social-Media-Blog mäßig war ich heute morgen allerdings nicht so produktiv wie ich es hätte sein können. Ein Thema das mich davon abgelenkt hat ist ein Teilnehmer in der Sendung „the masked singer“… ein großer Teil meines Freundeskreises und ich meinen den Künstler schon längst erkannt zu haben.

Wenn es Dich interessiert kannst Du Dir ja selbst ein Bild davon machen wer wohl unter der Maske der Schildkröte steckt.

Folglich habe ich heute Vormittag nicht so viele Herzchen genäht wie ich mir das vorgenommen habe. Ich muss also heute Abend vor dem TV ein paar mehr schaffen. Ein Foto mir der gefüllten Schachtel gibt’s dann morgen. Versprochen!

Mehrere Verabredungen geplatzt

Heute Mittag hätte ich eigentlich sogar mehrere Verabredungen gehabt. Eine Freundin wollte mich und eine weitere Freundin zum Essen einladen. Sie hatte sogar schon erzählt was sie für und kochen will… Leider hat sie schon vor paar Tagen wieder abgesagt. Ich vermute mal das ihre Tochter oder eine andere Bezugsperson ihr davon abgeraten hat. Weil sie über 70 ist und das doch so gefährlich wäre zwei Personen aus zwei anderen Haushalten einzuladen… Corona-Panik halt. Fakt ist, wir wissen alle drei nicht richtig ob man so etwas jetzt darf oder nicht.

Eine Bekannte hatte mich gefragt ob ich ihr beim Möbel leer räumen helfen könnte… sie bekommt eine neue Einbauküche und deshalb muss alles aus den Schränken raus. Da mein Essen geplatzt ist hab ich zugesagt. Leider musste auch sie das Vorhaben absagen, weil sie eine Autopanne hatte und deshalb zeitlich nicht dazu kommt… Schade ich hatte mich schon auf ein paar Stunden etwas anderes tun gefreut.

Stattdessen bin ich dann alleine los zu meinem heutigen

Spaziergang

Ich war etwas enttäuscht und deshalb fiel es mir etwas schwer mich aufzuraffen. Ich wusste wiedermal nicht wohin ich gehen sollte. Also bin ich ähnlich wie am Tag 28 in Richtung DHBW gelaufen. Diesmal aber zuerst gezielt über das Hochschulgelände um bei dem Parkplatz in den Wald zu kommen.

Impression von der ungewöhnlichen Architektur eines der DHBW-Gebäude

Im Wald war es herrlich! Auch wenn man die nahe Autobahn hören kann… herrscht dort eine gar andere Stimmung. Kaum zu glauben das zwischen den beiden Bildern gerade mal 200 Schritte liegen.

Im Wald bin ich ein paar Trampelpfaden gefolgt mal dahin und mal dorthin. Und einmal ging’s auch nicht mehr weiter. Was nicht schlimm war, bin ich halt wieder zurück gelaufen. Wichtig war ja nicht wo ich hin geh sondern: „unterwegs ist das ziel“. Mein Ziel war meine Beine zu bewegen… das kann man auf unebenen Waldwegen besonders gut.

Irgendwann mal kam ich unten bei der Homburg-Siedlung wieder raus. Mittlerer Weile war es mir so warm das ich am liebsten die Jacke ausgezogen hätte… Da in der Nähe wohnt eine Bekannte die ich schon länger nicht mehr gesehen habe… ich schrieb sie spontan über den FB Messenger an, aber sie reagierte nicht weil sie die Nachricht gar nicht gesehen hat. Also klingelte ich auf Verdacht bei ihr. Und es rief von innen „Uschi ich komm gleich!“. Sie hatte mich durchs Fenster schon kommen sehen.

Sie ist Corona-mäßig sehr sehr vorsichtig, da sie ihre Krebskranke Mutter pflegt. Deshalb war mir gleich klar das sich unser Treffen im Garten abspielen würde. Sie holte aus dem Gartenhäuschen zwei Stühle vor und wir setzten uns (mit Abstand) in die Sonne. Ihre Mutter kam heraus und stellte die beste Frage: „Wollt ihr einen Kaffee?“. Klar wollten wir, dann gab es sogar noch Kekse dazu.

Wir saßen zu Dritt heute am 17. Februar mit offenen Jacken kaffeetrinkend in der Sonne und haben es genossen! Am Sonntag hab ich noch Schneebilder gezeigt…

Arztbesuch

Die gemütliche Kaffeerunde musste ich aber verlassen weil ich noch einen Arzttermin hatte. Eigentlich bin ich viel zu spät von dort los gelaufen und hatte schon Bedenken das ich zu spät komme. Beim schnellen laufen wurde es mir richtig warm. Also zog ich die Winterjacke aus und band sie mir um den Bauch.

Beim Arzt war alles okay, ich musste mich nur checken lassen als Vorbereitung für die OP nächste Woche. Alles in Ordnung. Mein Blutdruck ist übrigens nach so einem 7km Spaziergang perfekt.

Schrittziel erreicht

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