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Lockdown-Tagebuch

Tag 74 ( Sonntag 28.2.)

Herzlich willkommen in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich während des Lockdowns erlebe. Heute ist der 74.Tag in Kurzarbeit Null und der 4. Tag nach der Varizen Operation.

Heute Nacht konnte ich ganz normal durchschlafen, keine Störung so wie gestern. Die Schwellung an dem operierten Bein ist so weit zurück gegangen das ich ohne Schmerzen und Hilfsmittel (Kissen für das andere Bein) auf der Seite liegen kann.

Heute morgen war ich sogar vor meiner Schwester wach. Also bin ich in die Küche zum Kaffee machen. Das Gehen und Stehen ohne Stützstrümpfe ist unangenehm. die einzelnen Wunden „ziehen“ etwas… aber auch das würde ich kaum als Schmerzen bezeichnen. Aber es schränkt erheblich ein. Man überlegt sich jeden Schritt drei mal und wie ein Zombie.

Wo ich dann schon in der Küche war nutzte ich das um einen Kuchen vorzubereiten. Nix aufwändiges nur eine Fertigpackung. Ich stellte Schüssel und alle Zutaten zurecht und da kam auch schon meine Schwester aus dem Schlafzimmer.

Kuchenbacken auch wenn man nicht laufen kann?

Sie war ziemlich entsetzt das ich einen Kuchen für sie backen will obwohl ich doch so krank sei. Aber nachdem ich ihr die Zubereitungsangaben auf der Packung vorgelesen hab sah sie ein das das kein großer Aufwand ist.

Nach längerer Diskussion durfte ich den Teig dann einrühren. Das ging schnell, nach 10 Minuten war der Kuchen im Backofen. Aber ich hatte dann auch genug vom stehen… wieder zurück auf die Couch.

Meine Schwester war etwas irritiert, einteils „Bring mir dies“, „Hol mir das“ und dann backe ich nen Kuchen für sie.

Aufstehen und Hinsetzen ist unangenehm!

Der Grund ist das Aufstehen und sich Hinsetzten das schmerzhafteste von allem ist. Deshalb mag ich nicht aufstehen wenn ich auf der Couch bin und mag auch so schnell nicht wieder hin sitzen wenn ich mal stehe.

Der Grund ist, das die größte Wunde direkt in er Beinbeuge ist und sich rund herum ein riesiger Bluterguss gebildet hat. Auch das ist völlig normal. Denn hier fehlt ja eine Vene und das Blut muss sich neue Wege suchen. Am Bein unterstützt der Stützstrumpf die Heilung, aber ganz oben geht das ja nicht.

Der Kuchen ist übrigens gut gelungen und eine Hälfte hat meine Schwester mit bekommen und die zweite Hälfte bringt sie meiner Mutter mit. Es war mir ein Anliegen meiner Mama damit zu zeigen „guck mal es geht schon wieder“ denn sie hatte sich große Sorgen um mich gemacht.

Mini Spaziergang heute

Eine Freundin die ausgebildete Heilpraktikerin ist hat mir geraten am besten mehrmals am Tag ganz kleine Spaziergänge zu machen. Denn die Bewegung hilft das Blut zu transportieren und unterstützt die Heilung.

Nachdem meine Schwester abgereist war bin ich bis zum nahen Rosenfelspark und zurück gegangen. Dort blühen überall Krokusse in allen möglichen Farben. Aber ich gehe extrem langsam… wie eine Oma! Ich kann einfach noch nicht normal große Schritte machen.

Nach der kleinen Runde war ich erst mal platt und später habe ich sogar zwei Stunden Mittagsschlaf gemacht. Auch das meint meine Freundin sei durchaus normal nach so einer OP.

Am späten Nachmittag hab ich noch einmal eine Runde gewagt. Diesmal ging es ein klein Bisschen besser. Auch bin ich etwas weiter gegangen… aber eben im Oma -Tempo.

Als ich wieder in der Wohnung an kam war ich wieder ganz erschöpft. An Nähen oder Handarbeiten konnte ich heute noch nicht denken. Ich bin nicht ganz so fit und deshalb fasse ich mich heute auch kürzer.

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch und ich hoffe Du schaust bald wieder hier rein.

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