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Tag 79 ( Freitag 5.3.)

Herzlich willkommen in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier habe ich bisher täglich was ich während des endlos erscheinenden Lockdown gemacht habe.

Endlich !

Der zweite und auch der „harte Lockdown“ ist nun endlich nicht mehr unendlich! Ab kommenden Montag dürfen wir wieder arbeiten gehen. Wobei noch nicht an allen Standorten klar ist wie die Öffnung von statten gehen soll.

Aber ab Montag gibt es wieder einen Arbeitsplan und wir wissen jetzt endlich alle das wir wieder kommen dürfen. Für die kommende Woche habe ich auch meine Arbeitszeiten erhalten und für mich persönlich geht es am Dienstag los.

Ich freue mich!

Ich freue mich auf die Kollegen, auf den Laden, auf die Chefs und vor allem freue ich mich auf die Kunden. Die ersten Tage werden sicher sehr spannend und emotional.

Eine klare Vorstellung wie es wirklich los geh,t habe ich allerdings nicht. Nach dem letzten Lockdown wurden wir schon am ersten Tag von einem ganz anderen Kaufverhalten wie zuvor überrascht. Ich hab darüber unter „erster Tag nach dem Shut down“ und „Morgen geht es wieder los“ geschrieben. Mal sehen was ab Montag der absolute Renner ist und ob und wie die Menschen wieder in ein Warenhaus kommen.

Wir werden Masken tragen und Abstand halten und was die weiteren Hygiene Auflagen und Maßnahmen sind darüber werden wir erst die kommenden Tage informiert.

So wie ich das verstehe dürfen die Kunden nur mit Voranmeldung und Terminabsprache zu uns in den Laden, wie das aber bei einem so großen Haus funktionieren soll ist mir nicht klar. Muss der Kunde am Eingang sagen in welches Stockwerk er möchte? zählen die Stockwerke einzeln oder zusammen?

Ich habe keine Ahnung wie das ganze gelöst wird!!! Es wird also spannend.

Wie war es heute?

Heute morgen war ich wieder beim Arzt zum Fäden ziehen. Das ging sehr schnell und unkompliziert. Zu meiner Verwunderung befanden sich nur an der obersten Wunde in der Beinbeuge wirklich Fäden. Alle anderen Wunden waren nur mit Pflastern fixiert und sind schon sehr gut verheilt. Eine Stelle sieht man schon fast nicht mehr.

Das Ziehen der Fäden hat wie man es auch von anderen Wunden kennt etwas geziept aber unmittelbar danach wirkte der gesamte Wundbereich entspannter. Die Wunden sind alle so weit zu geheilt das ich keine weiteren Pflaster brauche!

Das unangenehme Ziehen am Knie war wirklich nur durch die übereinander geklebten Pflaster begründet. Kaum waren diese weg, konnte ich das Bein normal beugen. Auch ist das Knie nicht mehr geschwollen. Einzig die Blutergüsse auf der Schenkelinnenseite sind dick. Und leider ist deren Lage so, das sie mir beim gehen leicht im Weg sind.

Dadurch hatte ich heute noch einen leicht breitbeinigen, watschelnden Gang.

Man erklärte mir das laufen das beste sei gegen die Blutergüsse und die Schwellung und deshalb bin ich heute auch wieder mehr rum gelaufen:

Schrittziel wieder erreicht

Eigentlich fiel es mir gar nicht schwer das Ziel zu erreichen. Um ehrlich zu sein ich habe tagsüber nicht auf den Schrittzähler geguckt. Erst jetzt am Abend.

Mir wird nichts mangeln

Erkennst Du diesen Halbsatz? Es ist die zweite Hälfte von dem Bibelvers „Der Herr ist mein Hirte mir wird nichts mangeln!“

Vor der OP, vor dem Verbandswechsel und auch heute vor dem Fäden ziehen habe ich wenige Meter vor dem Eingang der Arztpraxis ein kleines stilles Stoßgebet gesprochen. Innerlich betete ich das Jesus auf mich auf passt und das alles gut klappt. Nix feierliches nur für wenige Sekunden ein Innehalten zwischen Eingangstüre und Bauzaun… und mir fiel dazu der Vers aus Psalm 23 ein „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ was mich zuversichtlich stimmte.

Als ich heute auf der Praxis raus kam, genau da an dem Bauzaun da schoss mir der Vers schon wieder in den Kopf. „Herr ist mein Hirte…“

Eigentlich wollte ich gerade überlegen wie ich heim komme, man hatte mir ja gerade erklärt laufen sei gut, und ich spielte ganz kurz mit dem Gedanken von Weil nach hause zu laufen… „Will mich der Hirte davor bewahren mich zu übernehmen?“ … keine Ahnung.

Ich beschloss mir erst mal ne Kleinigkeit zu Essen zu kaufen, denn ich hatte nicht gefrühstückt. Wie ich heim komme kann ich ja danach noch überlegen.

Die Frittenbude vor dem Kaufring schien zu zu sein, es sah jedenfalls von weitem so aus… mein Blick streifte umher ob es hier nicht irgendwo nen Bäckerladen oder sowas hat. Und blieb an einer Frau an der Bushaltestelle steht hängen. „Ach ich könnte ja Bus fahren…“ ich holte das Handy raus, weil ich nachgucken wollte wann ein Bus nach Lörrach fährt oder ob es praktischer ist die S-Bahn zu nehmen…

Mein stumm geschaltetes Handy blinkte wild… ein Anruf! Ich ging ran, eine Freundin die besorgt um mich war ob ich wohl irgendwas brauchen könnte… „Wo bist Du ich hab schon bei Dir zuhause probiert?“ „ich bin in Weil und überlege wie ich heim komme“ „okay ich hol Dich ab!!!“

Da ich wusste das sie ein paar Minuten brauchen würde um nach Weil zu kommen habe ich mir in einem nahen Lebensmittelladen eine Laugenstange gekauft und an der Bushaltestelle gemütlich geknappert.

Die Freundin berichtete mir das sie heute morgen total unruhig gewesen wäre und ein drängendes Gefühl hatte sie müsse jetzt Uschi anrufen…

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts Mangeln“… auch nicht ein Taxi von Weil nach Lörrach.

Die Freundin fuhr mich heim, allerdings musste sie dann wieder weg.

Wie geht`s weiter?

Morgen ist dann also der letzte Lockdown-Tag… morgen werde ich noch so wie gewohnt hier schreiben. Ab übermorgen werde ich zumindest die Überschrift ändern. Ob ich am täglichen Format fest halte muss sich erst noch zeigen. Hängt ganz stark davon ab wie stressig das arbeiten wird und ob ich dann noch so viel Mitteilungsdrang habe.

Was ist Dein Vorschlag? Wie oft soll ich zukünftig posten? Interessieren Dich tägliche Berichte?

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

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