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Vorbereitung auf den Arbeitsalltag?

Seit heute morgen um 10 Uhr ist das Geschäft in dem ich arbeite endlich wieder geöffnet. Nach über 80 Tagen die das gesamte Warenhaus geschlossen war durften wir nun endlich wieder öffnen.

Allerdings mit erheblichen Auflagen! Da der Inzidenzwert hier in Lörrach immer noch über 50 ist dürfen wir nur Kunden mit Terminvergabe in den Laden lassen.

Aber es überrascht mich nicht das dies überhaupt nicht funktioniert. Kaum ein Kunde weis wie es gehen soll. Die entsprechende Software mit der man Termine und Zeitslots für alle möglichen Firmen buchen kann kennt kaum jemand. Kaum einer weis wie das geht. Und was machen all die älteren Kunden die kein Smartphone oder Internet haben?

Ich habe es heute morgen probiert!

Ich bin ja in Sachen Internet etwas versiert und probiere gerne solche Neuheiten aus. Deshalb habe ich mich heute morgen gleich dahinter geklemmt und probiert mir einen Termin als Kunde zu buchen.

Ganz kurz war ich in dem Programm drin und ich wollte mir die Oberfläche aber lieber auf dem Laptop-Monitor angucken und deshalb habe ich gegen 9 Uhr einen zweiten Versuch gestartet… erfolglos! Das System schien nicht erreichbar! Vielleicht überlastet?

Deshalb bin ich ganz normal einfach hin gegangen und vor Ort konnte ich mich dann ganz un-digital mittels Kugelschreiber anmelden. Ich bin als Kunde in den Laden wo ich morgen ganz normal arbeiten muss gegangen. Unter normalen Umständen würde ich das gar nicht tun… normal ist man froh wenn man den Arbeitsplatz mal nicht sehen muss. Aber jetzt nach 3 Monaten war ich richtig neugierig und wunderfitzig!

Ach war das schön ein paar bekannte Gesichter wieder zu sehen!!! Ein paar von den Kollegen hätte ich am liebsten umarmt… aber hab ich natürlich nicht gemacht.

Lympfdrainage um die Genesung zu forcieren

Lang war ich nicht im Laden, denn ich hatte einen Termin für eine Lympfdrainage. Nein ich hatte dafür kein Rezept vom Arzt bekommen. Aber eine meiner Freundinnen ist ausgebildete Physiotherapeutin und hat damit sehr viel Erfahrungen. Aufgrund unserer Freundschaft tauschen wir „Dienstleistungen“… Sie hilft meinem Bein möglichst schnell gesund zu werden und ich helfe ihr dafür bei was anderem.

Eine andere Freundin, die Heilpraktikerin ist hat mir die Idee dazu gegeben. Vorher hätte ich gar nicht gewusst das dies jetzt genau das richtige für mich ist.

Die Lymphdrainage hat sehr gut getan! Ich hatte nicht damit gerechnet das man schon so unmittelbar danach eine Besserung spürt. Da wir privat befreundet sind hat meine Therapeutin natürlich nicht so sehr auf die Uhr geguckt und mich sehr lange mit dieser äußerst angenehmen Therapieform verwöhnt. Sooo lange das ich hinterher beinahe in Zeitnot geriet.

Zeitnot?

Ja also die letzten 82 Tage kannte ich sowas gar nicht. Das man auf die Uhr guckt und denkt. „Oh weia jetzt wirds knapp“.

Heute Morgen hatte mich die Chefin von meinem Nebenjob angerufen, ob es möglich sei das ich heute kurzfristig einspringe. Eine Kollegin hat sich überraschend krank gemeldet. Seit Wochen warte ich darauf das sie mich endlich mal ein paar Stunden einteilt, damit ich nicht schon wieder nix verdiene. Und ausgerechnet heute, einen Tag bevor mein Hauptjob wieder los geht, will sie mich. Ich hatte ihr gesagt das ich wegen der Lymphdrainage frühestens um 14:30 da sein könnte. Immerhin sind es dann 4 Stunden bis der Bäckerladen geräumt und geputzt und die Abrechnung gemacht ist. Ich fand das dies ein ganz guter Einstieg in die Arbeitswelt ist.

Doch jetzt war es schon fast 14 Uhr als ich die Physio-Freundin verließ . Ich musste noch nach hause laufen, mich umziehen und dann zur Bäckerladenfiliale in Lörrach Stetten.

Geplant hatte ich das ich dort hin laufe, denn ich will und soll ja viel gehen. Aber jetzt war die Zeit dafür zu knapp. Fahrradfahren habe ich seit der OP noch nicht probiert…

klappte einwandfrei!

Vier Stunden Arbeit!

Hach war das schön! Es hat voll Spaß gemacht. Kunden begrüßen, ihnen Brot und Brötchen verkaufen und dann freundlich verabschieden. Ach wie hab ich das vermisst.

Und wenn kein Kunde da ist Nebentätigkeiten wie aufräumen und putzen. Den Boden fegen ist voll toll wenn man weis es sieht irgendjemand. Oder es sieht irgendjemand wenn ich es eben nicht getan habe. Endlich mal wieder Sinnvolle Aufgaben! Ich hab das ganze beinahe mehr wie ein Ausflug empfunden als wie Arbeit.

Aber jetzt danach bin ich total platt, ich hab mir noch nicht mal was zu essen gemacht, nur ne Stulle auf die Hand denn ich wollte so schnell wie möglich die Beine hoch legen.

Ja die Beine tun ein wenig weh… aber ist ist das normale „ich bin stehen nicht mehr gewohnt“-Weh wie ich es sonst am ersten Tag nach dem Urlaub hatte. Und das ich jetzt ziemlich erledigt bin und gleich zu Bett gehe ist auch normal.

Ich freue mich auf den Arbeitstag morgen!

Ich freue mich voll auf die Arbeit morgen. Aber ich kann mir vorstellen das ich morgen Abend zu k.o. bin um hier zu schreiben. Bitte seht mir das nach.

Vielen Dank für Deinen Besuch und ich hoffe wir lesen uns wieder die kommenden Tage.

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