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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Welches Bein ist schlimmer? Meine Erfahrung nach der einseitigen Varizen-OP

Bei mir wurden die Krampfadern in einem Bein bereits gezogen, das andere ist noch unbehandelt. Lest hier wie es mir an meinem ersten Arbeitstag damit ging.

Guten Morgen liebe regelmäßigen Leser,

ich weis das ganz viele von Euch gestern Abend auf einen Bericht von mir gewartet haben wie es mir an meinem ersten Arbeitstag so erging. Es war für mich der erste Tag nach dem langen Lockdown, aber auch der erste Arbeitstag im stehenden Beruf nach meiner Krampfadern OP.

Der Tag war toll! Es hat so gut getan endlich wieder in der gewohnten Umgebung wirken zu können und ich habe mich über jeden einzelnen Kunden richtig gefreut.

Wir wurden von unseren Chefs auch dazu ermutigt das den Leuten auch ruhig zu zeigen und deswegen hab ich so gut wie jeden Kunden mit „Schön das sie wieder da sind!“ begrüßt.

Die Reaktionen der Kunden waren überwältigend, die Leute haben mir offen und ehrlich erzählt wie sehr sie sich freuen das wir wieder auf haben. Es haben sich sehr viele sehr herzliche Gespräche entwickelt. Und mit das schönste, keiner hatte es eilig. Jeder hat sich zeit genommen zum stehenbleiben und quatschen.

Natürlich war wie erwartet sehr wenig los, noch wissen die Menschen nicht das offen ist, und nicht jeder traut sich in die Innenstadt. Aber ich hatte den Eindruck die, die da waren die haben sich auch Zeit genommen um entweder zu quatschen oder richtig kräftig einzukaufen.

Es hat sich beinahe nicht wie Arbeit angefühlt, weil es so ein „wohlfühl“-Arbeiten war.

An Nebentätigkeiten gab es ganz viel, also wenn kein Kunde da war hatte ich schon viel zu tun. Aber da ich komplett alleine war konnte ich mir das einteilen wie ich Lust hatte. Am Morgen habe ich als erstes ungefähr 100 Sofakissenhüllen einsortiert und dekoriert. Boah das mach so Spaß wenn man es lange nicht gemacht hat.

Wie ging es meinem operierten Bein?

Nach der Lymphdrainage vorgestern hatte sich der unangenehme Bluterguss auf der Schenkel-Innenseite derart zurück gebildet das er mich beim Gehen kaum noch behindert. Eigentlich immer nur nachdem ich eine weile gesessen bin. Dann habe ich die ersten Schritte einen Watschelgang.

Wenn ich längere Strecken gehe, dann merke ich das ich nicht immer gleich große Schritte mache. Aber nicht weil es weh tut sondern mehr ne vorsorgliche Schonhaltung. Ich hab versucht immer wenn es mir auffällt gegen zu steuern. Aber mitten im Verkaufsgespräch oder so wenn ich abgelenkt bin passiert das manchmal trotzdem. Das sieht aber nur bissel Oma-haft aus, aber beeinträchtigt mich nicht wirklich.

Erfahrungsgemäß tun nach längerem nicht arbeiten (Urlaub oder Krankheit) am ersten Tag die Beine und der Rücken weh. Meistens ist das ein leichter Schmerz der in den Füssen beginnt und im laufe der Belastung nach oben wandert. Das geht offensichtlich nicht nur mir so, das haben auch schon viele Kollegen so beschrieben.

Da ich ganze 3 Monate nicht mehr 8 Stunden am Stück gearbeitet habe, hatte ich damit gerechnet das dies heute auch wieder so ist.

Nun es war nicht ganz so schlimm wie erwartet. Gegen Spätnachmittag habe ich es dann im Gesäß und Kreuz „gespürt“. Aber nicht so das ich sagen würde es waren echte Schmerzen.

Das Operierte Bein hat gut mit gemacht. Ich hatte keinerlei operationsbedingten Beschwerden. Obwohl das Krampfadern ziehen erst 14 Tage her ist!

Das Bein ist geschwollen und der Schuh wird zu eng

Kurz vor Feierabend tat mir dann das Bein weh… Es war dieses Klassische geschwollene und schwere Beine- Gefühl und ich hatte den Eindruck der Schuh wird zu eng…

Aber das war nur das rechte Bein ! Das nicht operierte!!!!

So fühlten sich seit Jahren meine Beine an wenn der Tag lang und anstrengend war. Und ich dachte das sei normal in meinem Alter. Von wegen! Das bereits operierte linke Bein tat nicht so weh.

Im Gegenteil, auf dem Heimweg hatte ich Mühe gleichmäßig und ohne Humpeln zu gehen, weil ich das Gefühl hatte ich hätte zwei verschieden große Schuhe an!!!

Genau umgekehrt wie die vergangenen Tage, der Schritt mit dem operierten Bein fiel mir viel leichter als ein Schritt mit dem noch nicht operierten Bein.

Am Abend zuhause habe ich festgestellt das das noch nicht operierte Bein trotz Stützstrumpf geschwollen war. Das Knie war dicker als das andere und der Fuß war so geschwollen das der Strumpf an der Fessel Falten bildete (das sollte nicht passieren)

Fazit:

Ich hab die Varizen-OP keinen einzigen Tag zu früh machen lassen. Die Beschwerden mit den Krampfadern haben mich weit mehr beeinträchtigt als ich es wahr haben wollte. Und jetzt nachdem ein Bein operiert ist und das andere nicht, merke ich erst wie unangenehm das immer war.

Mein Tipp:

Wenn Du regelmäßige Probleme hast mit geschwollenen und schweren Beinen (Schuhe plötzlich zu klein/eng) dann lass Dich mal gründlich untersuchen ob so eine Krampfadern OP Dir auch helfen kann.

Die Operation und die Tage danach sind lange nicht so schlimm wie die dauerhafte Belastung.

Dieses Bild ist alt und dient nur der Aufmerksamkeit

2 Antworten auf „Welches Bein ist schlimmer? Meine Erfahrung nach der einseitigen Varizen-OP“

Ja auf jeden Fall, jetzt weis ich ja wie alles läuft und hab viel weniger Angst

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