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Montag 29. März 2021

Heute hatte ich frei. Also ich bin gesund und arbeitsfähig und mein Arbeitsplatz ist wieder normal geöffnet. Aber da wir momentan 20% Kurzarbeit machen, habe ich ungewöhnlich viele freie Tage.

Heute morgen bin ich trotzdem zeitig aufgestanden und eigentlich hatte ich vor gleich morgens zu Postfiliale in Lörrach Stetten zu gehen um mein Paket abzuholen.

Denn meine Filiale wo normalerweise meine Pakete landen wenn ich nicht zuhause bin ist wegen einem Corona-Fall geschlossen. Die Post hat kurzer Hand alle Mitarbeiter der Filiale gleichzeitig in Quarantäne geschickt. Mehr dazu beim Verlagshaus Jaumann.

Doch dann gab es überraschend was zu sehen.

Ich saß noch gemütlich bei meinem Kaffee da wurde ich auf eine ungewöhnliche Geräuschkulisse aufmerksam. Ein LKW oder ähnlich großes Fahrzeug hielt längere Zeit vor meiner Haustüre. Dann setzte es zurück und wieder vor… Als ich dann endlich mal zum Fenster ging weil mir das komisch vor kam erkannte ich einen Riesigen Kranwagen der offensichtlich versuchte gegenüber einzuparken.

An der anderen Straßenseite standen schon seit Tagen provisorische Parkverbotsschilder. Ein PKW war aber innerhalb dieses Bereiches geparkt und deshalb kam dieser riesige Spezial-Wagen nicht in die Parklücke.

Ausgerechnet als er halb schräg die ganze Breite der Straße blockierte kam auch noch ein Linienbus. Wieder musste der Kranwagen hin und her rangieren um so viel Platz zu schaffen das der Bus vorbei kam… Der Bus fuhr mit einem Rad auf dem Gehsteig und verfehlte das Haltestellenschild nur um wenige Zentimeter.

Kaum war diese Situation gelöst kam von der anderen Seite der große Penny-Laster. Diesmal quetschte sich der Kranwagen so nah an die geparkten Fahrzeuge das mehre Handwerker den Abstand überwachten.

Nachdem auch diese Situation gelöst Ratlosigkeit bei allen Beteiligten, es wurde Telefoniert und Diskutiert. Kurz darauf klingelte einer der Handwerker bei mir ob das mein Auto sei das im Weg steht oder ob ich wüsste wem das gehört. Aber da konnte ich nicht helfen.

Egal wie, das passt nicht!

Egal wie gut der Fahrer mit dem Fahrzeug umgehen kann, das kriegt er in die durch den Falschparker zu kurze Lücke, nie rein.

Ich hab schon damit gerechnet das jeden Moment der Abschleppwagen kommt… Doch dann kam ein Junger Mann gerannt und fuhr den Wagen weg. Aber ich denke er bekommt trotzdem Ärger. Das hin und her ging nun schon länger als eine halbe Stunde.

Ich beschloss etwas später zur Post zu gehen, denn ich wollte unbedingt wissen was dieser riesige Kran hier vor hat.

Als das störende Auto endlich weg war konnte der Kranwagen richtig platziert werden. Der Gehweg wurde komplett gesperrt und während des gesamten Einsatzes waren mindestens zwei Männer auf der Straße um gegebenenfalls den Verkehr zu regeln. Zum Glück ist hier eine Einbahnstraße und nur Linienbusse und Taxen dürfen von der anderen Seite rein fahren.

Mit dem Korb des Auslegers fuhren letztlich nur zwei Personen hoch. Das eine der Kranführer und das zweite ein Handwerker der Firma Lorenz, der die ganze Arbeit oben auf dem Dach gemacht hat.

bei ihrem ersten Aufstieg war mir nicht so ganz klar wo sie genau hin wollen

Das war wohl erst mal ein Test um heraus zu finden ob sie aus diesem Winkel auch wirklich an die gewünschte Stelle kommen. Ziel ist der Schornstein auf diesem Bild (oben) unter dem Korb. Um da dran zu kommen muss der Arm des Krans aber erst über die Fenstergaube und dann wieder runter. Und das alles ohne das der Arm die Kante des Dachs berührt.

Und dann mit Material

Als klar war das es so funktioniert brachten die anderen Arbeiter das benötigte Material herbei. Die beiden Männer im Krankorb hatten echt Mühe alles unter zu kriegen…

zwei Männer und ganz viele Rohre

Diese weißen Rohre wurden von oben in den Schornstein gelassen, und zuvor auf dem Dach nach und nach zusammen gefügt. Damit dies möglich war, wurde das Rohr nach und nach „abgeseilt“.

Das war echt interessant wie aufwändig so etwas ist. Normal würde man denken das wäre vielleicht von unten her einfacher… aber geht ja gar nicht, weil die langen Bauteile ja nicht am Stück in den Kamin rein geschoben werden können. Das geht ja nur von oben. Unten im Gebäude ist ja nicht genug Platz um so ein Teil durch die Öffnung zu bekommen.

Rohrelemente werden in den Kamin eingeführt. Rechts unten sieht man das Seit mit dem sie Abgeseilt werden.

Die ganze Prozedur dauerte über zwei Stunden. Selbstverständlich bin ich nicht die ganze Zeit am Fenster gestanden. Aber immer mal wieder. sowas sieht man ja schließlich nicht alle Tage.

Zuletzt wurde dem Schornstein eine silberfarbene Spitze aus Edelstahl verpasst. Aber das es jetzt Schornsteine aus Kunststoff gibt war mir echt neu. Leider weis ich nicht was für eine Heizungsanlage dort eingebaut wurde.

Als der Kran wieder weg war bin ich dann zur Post gegangen und habe nun endlich mein Paket mit dem neuen Buch von Nino de Angelo. Jetzt mache ich Feierabend und lese noch etwas darin. Mal sehen ob ich die kommenden Tage darüber berichten werde.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

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