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Karfreitag und Samstag

Als erstes muss ich mich bei den treuen Lesern die auf meine täglichen Berichte warten entschuldigen. Gleich zwei Tage nacheinander habe ich einfach mal was anderes gemacht.

Aber ihr sollt trotzdem wissen wie es mir ergangen ist.

Karfreitag

Den Feiertag habe ich erst mal ausgeschlafen. Denn der Arbeitsalltag strengt mich doch etwas an. Nein das ist keine Corona Spätfolge, sondern völlig normal. Schließlich habe ich drei Monate lang keinen normalen Rhythmus gehabt und jetzt erst seit wenigen Tagen wieder.

Nicht das die eigentliche Arbeit momentan sonderlich stressig ist. Es ist viel mehr das drum herum das noch ungewohnt ist. So zum Beispiel den ganzen Tag die gleichen Schuhe tragen… während dem Lockdown hatte ich die paar Stunden zum spazieren die Straßenschuhe an aber sobald ich wieder zuhause war hab ich sie ausgezogen. Genauso die Kleidung… alleine zuhause kann man sich umziehen wenn man das möchte und nun wieder den ganzen Tag chice Klamotten.

Nachdem ich lange ausgeschlafen habe, habe ich meinen alten Blogpost vom August 2019 „Ausflugsziele rund um Lörrach die nichts kosten“ als Vorlage benutzt und daraus „Ausflugsziele rund um Lörrach die kontaktfrei sind“ gebastelt. Logisch sind das zum Teil die gleichen Orte, über die ich zum Teil auch schon geschrieben habe. Aber jetzt habe ich die Liste erweitert und aktualisiert und vor allem den unter dem Punkt „Geht das während Corona?“ beleuchtet.

Nachdem ich den Artikel fertig hatte habe ich ihn gleich mal in ein paar Facebook-Gruppen geteilt und dort eine ungeplante Diskussion entfacht. Mir war vorher nicht klar das der Tierpark Lange Erlen momentan von deutschen nicht besucht werden darf. Ups die Information das ein Zoobesuch eine 14 Tägige Quarantäne zur Folge hat habe ich selbstverständlich jetzt mit in den Text integriert.

Spaziergang am Nachmittag

Erst weit nach 14 Uhr bin ich dann los zum Spaziergang, wieder mit dem Ziel etwa 10 000 Schritte zu erreichen. Dieses Vorhaben hat mir während des Lockdown gut getan und deshalb werde ich an diesem täglichen Ziel festhalten. An allen Tagen an denen ich nicht arbeite will ich mindestens so viel Laufen.

Aber am gestrigen Freitag habe ich mein Schrittziel nicht erreicht, denn der Heuschnupfen hat mich sehr gequält. Schon am Vormittag auf der Couch hatte ich eine Packung Taschentücher verbraucht. Und draußen bei wunderschönen Sonnenscheinwetter wurde es noch schlimmer.

Während dem Laufen habe ich ausgetestet ob es weniger wird wenn ich die FFP2 Maske trage (obwohl ich alleine unterwegs war). Die Maske bringt rein gar nichts außer Stress , denn wenn ich niesen muss sucht die eine Hand das Taschentuch und die andere nimmt die Maske runter. Und das möglichst ohne die Brille runter zu werfen. Heuschnupfen und Maske ist eine schlechte Mischung. Denn einfach in die Maske niesen ist keine gute Idee… Denn das was da raus kommt verteilt sich überall auf der Innenseite und das ist mehr als ekelig. Oder möchtest Du Deinen Rotz im Gesicht hängen haben?

Teetrinken bei einem Bekannten

Mit dem Bekannten der an der Wiese wohnt war ich zum Teetrinken verabredet. Diesmal hab ich ihn nicht überrascht sondern er hat mir dem Besuch gerechnet und hat sogar einen kleinen Snack vorbereitet. Da es angenehm warm war und die Sonne auf seinen Freisitz scheint, hatte er den Tisch dort gerichtet. Aber mit meinem Heuschnupfen war es mir dann irgendwann zu viel und ich bin in die Wohnung geflüchtet.

Der Bekannte war schon ganz besorgt um mich weil er meinte ich sehe nicht mehr gesund aus… gerötete und geschwollene Augen und um die Nase schon wund vom dauernd Taschentuch benutzten.

Erst auf dem Heimweg, als schon ein etwas frischerer Wind auf kam wurde es besser. Auf dem Heimweg habe ich ein paar Fotos von einem Busch am Wegrand gemacht:

wenn ich richtig gegoogelt habe, dann handelt sich es hierbei um Schlehen

Seit gestern Abend nehme ich jetzt das Heuschnupfen Mittel morgens und abends. Und siehe da… heute ging es mir viel viel besser!

Ostersamstag der keiner ist

Heute habe ich normal gearbeitet. Nun ja was man normal nennen kann. Gewöhnlich ist der Ostersamstag ein recht starker Verkaufstag. Früher war da immer die Stadt voll und wir haben viel verkauft.

Nicht so dieses Jahr… Ich hatte den Eindruck es war noch weniger los als unter der Woche. Nur wenige Kunden im Haus. Die Kunden die da waren haben auch gekauft und sich gefreut das wir Verkäufer richtig viel Zeit haben. Aber kam vergleichbar mit den Samstagen vor Corona!

Der Heuschnupfen hat mich im Laden in Ruhe gelassen und ich musste nur selten mal schnell ins Lager rennen um die Nase zu putzen. Denn solange Kunden in meiner Abteilung sind nehme ich die Maske nicht runter.

Außer eine Ausnahme!

Ich hatte zwei Gehörlose Kunden. Ein Mann und eine Frau, die Frau hatte sich Stoff ausgesucht und hatte diesen schon auf den Schneidetisch gelegt. Wie gewohnt fragte ich sowas wie „haben Sie was schönes gefunden?“ aber keine Reaktion. Dabei dachte ich mir erst nichts, nicht immer kriegen die Kunden mit wer mit wem redet.

Doch als der Mann näher zum Tisch kam sprach ich ihn auch an, und er deutete nur auf die Frau, die noch bei den Kurzwaren schaute. Ich wollte ihr zurufen „wieviel möchten sie?“ doch der Mann gab mir mit Zeichen zu verstehen das sie nichts hört. Und er wohl auch nicht, denn die beiden sprachen in Gebärdensprache miteinander. Nur wenn sie mir irgendwas deuteten machten sie ein paar Laute.

Normalerweise verstehen mich Gehörlose weil sie mir von den Lippen lesen. Mit Maske haben sie dazu ja keine Chance. Ich überlegte kurz wie ich mit der Frau kommunizieren könnte. Sie hatte sich zwei Kinderstoffe ausgesucht, einen mit Streifen und einen mit Teddybären.

Ich nahm einen Zettel und malte paar streifen und ein Fragezeichen und darunter einen Teddykopf mit Fragezeichen. Den Zettel und einen Kugelschreiber streckte ich in ihre Richtung. Sie lachte und deutete mir 1 und 1. Ich hob kurz die Maske hoch und sagte deutlich „ein Meter“ und sie deutete ja.

Als ich die Stoffe geschnitten und ausgezeichnet ihr über den Tisch (sie stand hinter der Plexischeibe) nahm ich die Maske kurz ab, sie verstand sofort das ich was sagen will und ich sagte „Vielen Dank und Frohe Ostern“. Alle beide haben sich sehr über diese Geste gefreut.

Vermutlich ein Schlehenstrauch , wenn Du es besser weißt, dann sag mir doch bitte bescheid.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

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