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Dienstag 27. April, Einsame Verkäufer im Warenhaus

Heute habe ich endlich wieder arbeiten dürfen. Nach dem fast endlosen Lockdown, dann Krankheit und auch noch Urlaub, war heute endlich wieder ein Arbeitstag für mich.

Aber im Grunde noch nicht mal ein ganzer Arbeitstag, denn wir sind momentan in Kurzarbeit und meine Arbeitszeit heute war von 10-17 Uhr. Ungewöhnlich kurzer Tag, aber was ist schon gewöhnlich? An einen regelmäßigen Arbeitszeitrythmus bin ich gar nicht mehr gewöhnt.

Seit Mitte Dezember habe ich im März fünf Tage gearbeitet und im April sechs. Und heute ist der 117te Tag diesen Jahres…

Arbeiten, aber wie?

Und die Arbeit selbst ist auch nicht wirklich so wie ich das von früher kenne. Ich denke ich hatte heute den Tag über mit 25-30 Kunden Kontakt. Das heißt ich habe mit ihnen gesprochen. Nicht jeder hat etwas in meinem Abteilungsbereich gekauft.

Es war heute extrem ruhig! Und es wird erwartet das es morgen noch schlimmer wird, weil wir ab morgen dann nur noch Kunden mit einem negativen Corona-Test oder Impfung rein lassen.

Es ist zwar schön wenn man für jeden Kunden viel Zeit hat, aber wenn keine Kunden da sind wird es doch leicht öde. Ich hatte heute sehr viel Zeit in der Stoffabteilung auf zu räumen. Da ich die letzten 14 Tage nicht da war gabs dabei wenigsten auch ein paar Neuheiten die ich noch nicht gesehen hatte.

Aber das es die letzten Wochen sehr sehr ruhig war erkannte ich an manchen Ballen die noch immer genau an der gleichen Stelle Lagen wie ich sie vor drei Wochen hin gelegt hatte. Im normalen Betrieb gibt es das kaum, denn wenn viele Kunden da sind dann sind die Stofftische „in Bewegung“. Die Kunden ziehen Ballen raus und wir räumen sie dann an anderer Stelle wieder ein, damit verschieben sich damit die Artikel dazwischen… aber wenn nix geht… dann liegt höchstens mal ein Ballen oben drauf weil ihn jemand angeguckt hat.

Topseller?

Angesichts der Situation das die Gastronomie weiterhin geschlossen ist und das Wetter so schön ist hätte ich damit gerechnet das wir ein paar Picknick-Decken verkaufen. Wir haben bei mir im 5. Stock einen wunderschönen Sondertisch mit Picknick-Artikeln dekoriert. So eine grosse Auswahl wie dieses Jahr haben wir noch nie gehabt…

Und?

Es hat heute keinen einzigen Kunden interessiert… das jemand diesen hübsch dekorierten Tisch wahr nimmt, dazu war viel zu wenig los. Kunden die einfach nur durch das Warenhaus spazieren und sich alles mögliche angucken und sich vielleicht inspirieren lassen waren kaum da. Die meisten kamen gezielt und wussten auch recht genau was sie wollen.

Ab morgen nur noch Click&Meet mit Test oder Impfung

Ab morgen dürfen wir nur noch Kunden ins das Warenhaus lassen die entweder einen Schnelltest vorlegen können der nicht älter als 24 Stunden ist oder der nachweisen kann das er geimpft ist. Wie das genau abläuft und ob die Security-Dame am Eingang die Impfpässe kontrollieren darf, weis ich nicht!

Was habe ich heute nach Feierabend gemacht.

Wie erwähnt ich hatte heute schon um 17 Uhr Feierabend, wirklich müde und erschöpft war ich natürlich nicht.

Ein guter Bekannter befindet sich gerade im Krankenhaus und das ist nicht sehr weit weg. Dieser bat mich per Whatsapp doch vorbei zu kommen. Aber ich sagte ihm das das keinen Sinn hat, denn Besucher dürfen nicht ins Krankenhaus. Er meinte aber wir könnten uns ja vor der Türe treffen und bei der Eisdiele gegenüber zusammen ein Eis essen.

Ich war sehr skeptisch ob das erlaubt ist, kaufte aber als kleines Mitbringsel eine Packung Kekse. Und dann? Tja mit Treffen war nichts, er durfte mir durch eine Plexischeibe zuwinken. Da er einen Tropf hat, darf er das Gebäude nicht verlassen und jeglicher Kontakt mit Personen von Außerhalb ist nicht erlaubt.

Wir durften uns winken und die Keks-packung nahm der Security Mitarbeiter an. Da es eine original verpackte Kaufpackung war, war es okay, denn selbst gebackene hätte er dem Patienten nicht überreichen dürfen.

Nach dem „Krankenbesuch“ bin ich dann mit etwas Umweg nach hause gelaufen. Übrigens mir tut nur ein Fuß weh… der rechte Schuh erschien mir irgendwie unangenehm eng… am linken Bein ist die Krampfader gezogen, am rechten noch nicht. Unglaublich ich bin immer noch ganz perplex das meine langjährigen Beschwerden nach langem Stehen von diesen nicht richtig funktionierenden Venenklappen im Oberschenkel kommen.

Am 12. Mai erfolgt meine zweite Varizen-Op wie ich sie schon am 24. Februar hatte. Danach werde ich dann nochmal ausführlich über die Operation schreiben.

Nähen nach Feierabend?

Nähen nach Feierabend war früher auch meist undenkbar. Erstens war ich meist zu ko um mich konzentriert an die Maschine zu setzen, zweitens wollte ich die Beine hoch legen und im Winter war es Abends auch meist zu dunkel dafür… bei Kunstlicht nähe ich sehr ungern.

Doch heute war ich so früh zuhause, da hatte ich Zeit und Lust zum Nähen. Nachdem ich die Waschmaschine gestartet habe (unter anderem mit heute gekauftem Stoff, den ich morgen verarbeiten möchte) hab ich mich so lange der Waschgang lief an die Nähmaschine gesetzt.

Heute Abend entstanden sind diese 7 Täschchen, in etwa einer Stunde. Das ging auch nur so schnell, weil ich schon alles zugeschnitten und gebügelt da liegen hatte.

Morgen habe ich was vor

Morgen möchte ich was neues ausprobieren, dafür habe ich heute gleich 4 verschiedene Stoffe gekauft. Ich bin gespannt ob das so funktioniert wie ich mir das vorstelle. Aus den restlichen Stoff werden dann auch noch ein paar Tatütas und wie hier zu sehen kleine Täschchen.

Morgen habe ich frei, wie den Rest der Woche… und somit möchte ich wieder meine Zehntausend Schritte erreichen.

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