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Donnerstag 29. April 2021

Herzlich Willkommen auf „unterwegs ist das Ziel“, heute gibt es wiedermal einen Tagesbericht von meinem Alltag.

Heute hatte ich frei, wie so oft durch die eigenartige Situation in der wir alle uns befinden. Mein Versuch daraus das beste zu machen ist mir heute glaube ich gelungen.

Heute bin ich genauso zeitig aufgestanden als wenn ich normal zur Arbeit müsste. Ich denke das ist für mich auf die Dauer das gesündeste.

Am Morgen auf der Couch hab ich konzentriert an Dingen für den Blog gebastelt und vorbereitet. Davon kann ich Euch allerdings noch nichts zeigen. Und wie jeden Morgen habe ich versucht in der einen oder anderen Facebookgruppe einen meiner Blogbeiträge zu bewerben. Heute war das die Nähanleitung Untersetzer aus alten Jeans. Diese Maßnahme kam nur mittelprächtig an, aber immerhin haben heute über 30 Personen diesen Artikel aufgerufen.

Nähprojekt

Schon gegen 9 Uhr bin ich dann rüber in die Küche und dort habe ich mich mit dem neuen Nähprojekt beschäftigt.

Eine langjährige Freundin ist schwer krank und hat zur Zeit einen PICC-Katheter, für Laien erklärt: eine Art Schlauch der ins Herz führt. Ähnlich wie bei einem Port hängt da ein Schlauch aus dem Arm an den regelmäßig ein Tropf mit einem Medikament gehängt wird.

Von Krebspatienten die über einen Port ihre Chemotherapie erhalten weis ich das diese manchmal keine Kissen unter den Anschluss klemmen, um Druckstellen zu verhindern. Also fragte ich Freundin ob sie sowas ähnliches für ihren Katheter brauchen kann, und sie fand die Idee gut.

Da ich selber das Problem ja nur vom Hörensagen kenne hab ich sie ganz gezielt gefragt wie groß, wie dick und wie hart sowas für ihren Bedarf sein müsste. Nach ein paar Prototypen fand ich dann die geeignete Form für sie. Als endlich klar war was genau sie braucht habe ich ihr 10 Stück genäht:

kleine Stützkissen für Katheter.

Damit sie hygienisch sind habe ich sie aus Baumwollstoff genäht. Sie vertragen eine Wäsche bis 60 Grad. Ich habe bewusst lila Stoffe ausgewählt, weil ihr Endstück an dem Schlauch Lila ist. Und so sieht es doch auch etwas weniger „krank“ aus als wenn sie weiß wären.

Sobald sie die Teile hat wird sie austesten ob sie sich wirklich eignen und mir ein Foto vom Einsatz zukommen lassen. Wenn sie echt brauchbar sind werde ich dazu eine Nähanleitung veröffentlichen.

Mal schnell auf die Post?

Die besagte Freundin lebt in der Schweiz, und es ist schon sehr lange her das ich das letzte Mal ihr irgendwas geschickt habe. Ins Ausland was verschicken ist sehr teuer, das weiß man ja schon seit langem. Doch seit der letzten Änderung der Post/DHL Preise sind Sendungen in die Schweiz richtig teuer geworden.

Meine Briefe und Päckchen innerhalb Deutschland frankiere ich meistens selber zuhause, aber diesmal war ich sehr unsicher und wollte es direkt in der Postfiliale abgeben.

Der Postmitarbeiter klärte mich als erstes auf das man für Päckchen in die Schweiz das Zoll Formular ausfüllen muss. Mein Einwand das ich gehofft hätte das es als Brief durchgehen würde musste er verneinen. Das seien ganz sicher keine Unterlagen so wie sich die kleine Schachtel anfühlt (viel zu leicht) … Ich solle den Paketschein ausfüllen, denn Päckchen gäbe es in das Nicht-EU-Ausland nicht!

Wenn ich diese kleine Schachtel als Paket in die Schweiz schicken will kostet das 16 € !!!

Ich bat ihn mir das Päckchen wieder zu geben, „ich laufe in die Schweiz“

Mein Spaziergang heute

Geplant hatte ich eigentlich nach der Post wieder in den Wald zu gehen und in Richtung Salzert und dann Stetten zu wandern…

Aber angesichts dieses Preises ändere ich mein Spaziergang-Ziel und laufe nach Riehen zur schweizerischen Post.

Ich steckte die Schachtel in meine Handtasche und lief los. Aus der Lörracher Innenstadt immer Richtung Grenze. Diesmal an der Straße entlang… allerdings erkannte ich das ich mindestens 500m lang nur wenige Meter vom Hebel-Wanderweg entfernt ging. Kurz habe ich überlegt auf den Wanderweg zu wechseln aber mich trennte ein kleiner Bach (Teich) von ihm.

Ich blieb an der Straße, so sehr viel Verkehr war gerade nicht das es unangenehm sein würde.

Im Dorf Riehen angekommen fiel mir sofort ein ungewohnter Anblick auf… Menschen im Straßenkaffee!!! Direkt im Ortskern hat es ein paar kleine Kaffees mit nur wenigen Tischen direkt an der Straße… alle Plätze belegt! Und das obwohl es nur knapp 14 Grad hatte und ziemlich nach Regen aussah…

In der Schweiz gelten andere Corona-Maßnahmen als bei uns, dort darf die Gastronomie bereits wieder öffnen… Ganz kurz spielte ich auch mit dem Gedanken mich vielleicht an einen dieser Tische zu setzen… aber erstens hatte ich keine Schweizer Franken und zweitens gab es sowieso keinen freien Platz.

Bei näherer Betrachtung fiel mir auf das es vor allem ältere Menschen waren, die die Straßenkaffees bevölkerten.

Ich suchte mir zuerst die Post, das wusste ich noch von meiner Zeit als Pendler mit der Bahn, das diese direkt am Bahnhof ist. Auf der Post ein ähnliches Bild wie oft hier in Deutschland… lange Warteschlange! Aber es ging schnell voran, es sieht halt immer gleich so viel aus, weil die Menschen so viel Abstand halten.

Der Freundliche Herr hinter dem verglasten Schalter meinte das mein Schächtelchen als Brief durchgehen würde und ob ich A oder B Post wolle. Ich meinte erst „normal“ aber dann fragte ich nach dem Preisunterschied… Etwa 15 Rappen, aber so genau wisse er es nicht, er verkaufe fast nur A-Post. Also bezahlte ich die schnellere A-Post.

Da ich keine Schweizer Franken hatte, musste ich die Rechnung mit EC-Karte bezahlen. Was gar kein Problem war… Zu meiner Überraschung zeigte das Gerät 2.50 SFR an.

2.50 Sfr statt 16.- €

Dieser Spaziergang hat sich echt gelohnt!!!

Zurück bin ich auf der Anderen Seite der Bahngleise mehr oder weniger Parallel zur Bahnlinie bis zurück nach Hause (also immer gerade aus)

Auf dem Weg hab ich das hier entdeckt:

Hübsche Gartendeko mit einem alten Fahrrad.

Schrittziel erreicht

Dank dieses Ausflugsziels Schweizer Post habe ich heute mein Schrittziel mit Leichtigkeit erreicht.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsitdasziel.blog

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