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1.Mai 2021 Wald im Regen

Heute war der erste Mai, der „Tag der Arbeit“ genannt. Aber korrekt müsste er „Tag der Arbeiterbewegung“ heißen. Diesen gesetzlichen Feiertag gibt es in Deutschland seit 1919 und er soll an die die Arbeiterbewegung die schon um 1900 begann erinnern, welche durch Demonstrationen und Streiks den Achtstunden-Arbeitstag und viele weitere Verbesserungen für die Arbeiter erkämpfte.

Traditionell finden an diesem Tag sehr viele Demonstrationen statt. In den letzten Jahrzehnten ist er immer mehr zum allgemeinen „Wandertag“ geworden.

So ich für mich, ich hatte fest vor wieder wandern zu gehen, und am liebsten nicht allein.

Glücklicherweise traf ich gestern eine Chor-Kollegin, die mich fragte was ich heute vor hätte… so ergab es sich das wir uns für heute verabredeten. Durch einen weiteren Zufall erfuhr eine weiter Chor Kollegin, die sehr viel und gerne wandert von unserem Vorhaben und sie lies uns wissen wann sie wo los geht… Ganz in der Hoffnung das wir uns an sie und ihre Ortskenntnisse anhängen können sind wir dann auch dort hin und wir hatten Glück.

Heute war ein echt verregneter Tag und das hatte der Wetterbericht auch angekündigt. Das war unser Glück denn unsere „Ortskundige“ erklärte uns das sie diesen Weg bei schönen Wetter am ersten Mai niemals gehen würde weil einfach zu viele Leute hier unterwegs wären.

Startpunkt Café Hygge

Unser Startpunkt/ Parkplatz war in der Nähe des Café Hygge, das früher mal Rechberger Hof hieß. Das Café ist normalerweise ein beliebtes Ausflugsziel und bei schönem Wetter ein Besuchermagnet. 2019 habe ich sogar schon mal über diesen Ort geschrieben.

Doch momentan ist es genau wie alle anderen Gastronomiebetriebe geschlossen und bietet nur stundenweise einen Take away-Verkauf an.

Bei leichtem Dauerregen ging es in den Wald. Die Bekannte die sich auskennt hatte sich eine Route für etwa 2 Stunden ausgedacht. Für mich hätte es schon noch etwas weiter gehen können, ich war noch nicht ganz an meiner Grenze. Doch meine Chor-Kollegin hatte dann schon ziemlich genug.

Ich will jetzt nicht negativ über sie sprechen, sondern viel mehr meine „Fitness“ hervorheben, sie ist 10 Jahre jünger wie ich und hat kein Übergewicht. Also kann mein persönliches Fitnesskonzept ja nicht ganz falsch sein. Zu ihrer Verteidigung, sie hat einen vor allem Sitzenden Beruf.

Aber doof war halt das man wirklich nirgends länger Pause machen konnte weil alles total nass war. Die zwei Hütten an den wir vorbei kamen waren beide gerade besetzt. Kein Wunder am ersten Mai.

Doch unsere „Walddurchblickerin“ wusste eine Lösung wo man trockene Sitzplätze findet:

Pause auf dem Hochsitz

ich weis, dieser Winkel ist nicht gerade vorteilhaft

Sie selber wollte sie zwar nicht hoch, aber ich und die Chor-Kollegin haben die Gelegenheit genutzt um eine kurze Pause zu machen.

Wie Du auf dem Bild erkennen kannst hatte ich die Winterjacke an, die Du schon auf vielen Fotos vom Winter gesehen hast, denn heute früh hatte es nur 6 Grad. Und ich wollte sicher gehen das die Jacke wasserdicht ist. Es hat wirklich fast permanent geregnet.

Nebel und Regen

Nach nur 15 Minuten mussten wir auch wieder weiter laufen, denn es wurde zum Sitzen zu kalt. Weiter ging es in den Nebeligen Frühlingswald…

Wunderschön und mystisch. Und wenn man genau hin hört, ist selbst das Geräusch des Regens auf den frischen Grünen Blättern schön.

Am Wegesrand entdeckten wir immer wieder tolle Fotomotive. Diesmal war ich ausnahmsweise nicht diejenige die am meisten Fotografiert. Die Ortskundige Bekannte ist sogar manchmal nochmals ein Stück zurück gegangen weil sie ein Fotomotiv entdeckt hat.

Sie sammelt begeistert Fotos von Baumpilzen oder interessant geformten Astlöchern. Und auf dieses Wildtier hat sie mich aufmerksam gemacht:

Eine Schnecke am Waldboden

Der Weg führte uns auch zum Teil durch den Bannwald, einem Gebiet wo der Wald sich selbst überlassen wird um Rückzugsmöglichkeit für Pflanzen und Tiere zu sein. Da kann es dann auch mal passieren das man über einen Baumstamm steigen muss oder unter tief hängenden Ästen unten durch. Stellenweise ist der Weg sehr schmal, und ich war froh das wir jemanden dabei hatten der sich auskennt, denn ich hätte nicht wieder zurück gefunden.

Aber es war trotz oder vielleicht sogar wegen des Regens total schön. Die Luft war extrem angenehm. Und die faszinierende Stille mit dem Rauschen des Regens, so schööön.

Alleine wäre ich diese Strecke sicher nie gegangen, denn ich misstraue so schmalen Wegen meist, weil ich angst habe die Orientierung zu verlieren. Aber so war es echt ideal. Wir haben uns schon miteinander unterhalten, aber es gab auch Zeiten wo wir einfach nur still waren. Ich habe diesen Ausflug sehr genossen.

Meine Jacke und die Schuhe sind dicht geblieben und somit mir der Regen gar nichts ausgemacht. Aber die Kapuze als Regenschutz hab ich echt gebraucht.

Da ich endlich mal wieder nicht alleine unterwegs war gab es auch ein paar Fotos auf denen ich zu sehen bin.

Zur Belohnung Kuchen vom Café Hygge

Nach knapp zwei Stunden kamen wir zurück an den Ausgangspunkt. Die bekannte hatte sehr gut geschätzt und geplant. Zur Belohnung haben wir uns „Kaffee und Kuchen“ vom Café Hygge gegönnt. Diese Bieten Samstags und Sonntags von 12-17 Uhr eine große Auswahl an selbst gemachten Kuchen und Torten an. Dazu gibt es sehr gute Kaffeespezialitäten.

Aufgrund der Situation darf man die Speisen und Getränke nicht auf dem Gelände des Cafés verzehren… wir hatten uns deshalb in einem Carport ein trockenes Plätzchen gesucht.

Der Kuchen war sehr lecker. Weitere Informationen über das wechselnde Angebot (heute z.B. heißen Punsch) findest du auf der Webseite vom Café.

Kuchen vom Café Hygge gibt es zum gleich essen oder mit Verpackung zum Mitnehmen.

Gegen 14:30 war ich wieder zuhause und dann hab ich mir ein heißes Bad gegönnt. Heute war echt ein schöner Tag. Achso… fast vergessen:

Schrittziel erreicht

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