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12.Mai Varizen-Operation

Heute war es so weit, meine zweite Varizen-OP stand an. Bei diesem Eingriff wurde mir eine Krampfader „gezogen“.

Das klingt für den Laien etwas brutal und gruselig. Aber es ist bei weitem nicht so schlimm wie ich mir das früher vorgestellt habe. Diesen Eingriff kann man auch stationär im Krankenhaus machen lassen. Besonders wenn beide Beine gleich betroffen sind.

Aber ich hatte mich aufgrund der Corona-Pandemie dazu entschlossen diese Operation in der Tagesklinik in Weil ambulant machen zu lassen. Allerdings wird in diesem Fall immer nur ein Bein gemacht.

Heute war jetzt endlich das zweite Bein dran. Das Linke wurde im Februar gemacht. Und habe darüber in meinem „Lockdown-Tagebuch Tag 70“ geschrieben. Das die Operation wirklich das bewirkt hat, was sie sollte, konnte ich bereits nach 10-14 Tagen, als die Schwellung und die Blutergüsse zurückgebildet waren, beobachten.

Seit dem Eingriff im Februar habe ich täglich die langen Kompressionsstrümpfe getragen, eigentlich sollte man das nur 4-5 Wochen nach der OP tun. Aber in meinem Fall ist das rechte Bein so schlimm geworden das es nicht mehr ohne ging.

Das war mein Bein heute morgen, nur etwa eine Stunde nach dem Aufstehen … Ihr könnt Euch vorstellen wie sich diese Schwellung im Laufe des Tages ausdehnt.

Nach dem heutigen Eingriff muss ich jetzt nur noch etwa 4-6 Wochen die Kompressionsstrümpfe tragen und dann bin ich dieses Problem hoffentlich los!

Wie war der Ablauf heute?

Um 8:30 musste ich in der Tagesklinik sein, ohne etwas gegessen und getrunken zu haben. Als erstes wurde ein Corona-Schnelltest gemacht und erst als dieser negativ vor lag durfte ich den Klinik-Bereich betreten.

Nach einem Vorgespräch mit dem Anästhesisten und dem Arzt, geht man mit OP-Hemdchen und Mundschutz (und sonst nix!) in den OP.

Da hat mich dann gleich die Anästhesie-Assistentin bequasselt, sie erklärte auf amüsante weise was die gerade tut und stellt dabei auch gezielt einige fragen. Man soll reden, damit sie merken wann man langsam „wegtritt“… Ich hab was gesagt wie „mir wird schwindelig und ihr seid so schwammig…“ dann war ich weg. Ich weiß nur noch das mich in dem Moment die Assistenin und eine Ärztin, beide mit unterschiedlich bunten OP-Mützen angeguckt haben, eine von beiden hatte bunte Smilies auf der Mütze.

Aufgewacht bin ich als mich jemand ansprach „können sie Aufstehen?“. Mich hielten zwei Personen an den Schultern hoch, keine Ahnung wer das war, das konnte ich in dem Zustand noch nicht wahrnehmen.“stehen Sie auf sie können das“. Ich stand schon bis ich realisierte wo ich genau bin. Die beiden führten mich in den Aufwachraum, den ich ja schon vom letzten Mal kannte. Ich sah nur von weitem ein Bett und dachte „ja da will ich hin“.

Ob man mir auch mehrfach „drücken Sie die Knie durch“ sagen musste kann ich mich nicht erinnern. Da hatte ich nur bei einem anderen Patienten mitgehört.

Im Aufwachraum findet man das Bett in das man gelegt wird einfach wunderbar. Ob da neben an jemand liegt oder nicht kriegt man erst viel später mit. Mein Bett stand so, das ich aus dem Fenster sehen konnte. Dort erkannte ich die Baustelle. Von der ich das letzte Mal beim Aufwachen als schwankend wahrgenommen hatte, dabei schwankte nur die Last am Kran. Das Gebäude ist schon fast fertig und der Kran ist bereits abgebaut.

Um 12 Uhr durfte meine Schwester mich abholen und wir sind von dort in einen Park gefahren wo es erst mal ein kleines Picknick gab. Denn ich hatte großen Hunger!

Es gab ein Komplikation!

Nach der OP bekommt man immer eine Visitenkarte mit der Handynummer einer der Ärzte, falls irgendwas ist. Es könnte ja sein das eine der Wunden nachblutet, oder der Verband zu eng ist und dadurch Schmerzen entstehen. Bei meiner ersten OP habe ich die Nummer nicht gebraucht.

Doch diesmal war ich sehr froh darum!

Blut im Schuh!

Als ich dann schließlich endlich mich umziehen wollte für den Mittagsschlaf. Stellte ich fest das der weiße OP-Stützstrumpf blutrot war. Als ich den Fuß aus dem Schuh hob tropfte das Blut herunter!!!

Ich schrie nach meiner Schwester und wies sie an Verbandsmaterial zu holen. Während ich die Handynummer von der Visitenkarte wählte, schnappte ich ein Geschirrtuch und wickelte es um den Fuß. Zu meiner Erleichterung nahm die Ärztin auch gleich ab, ich schilderte ihr die Situation und sie sagte wir sollten sofort her kommen.

Mit vereinten Kräften Fixierten wir notdürftig eine Damenbinde und das Geschirrhandtuch auf der Stelle wo wir die Blutung vermuteten mit diversen Binden die meine Schwester finden konnte. Dadurch war das Bein an der Stelle aber so dick das ich die Hose nicht mehr anziehen konnte und deshalb schnappte ich eine andere dreckige Hose aus der Waschmaschine. Schockladenflecken und Knautschen war jetzt egal.

In der Praxis erwarteten uns die angerufene Ärztin und eine Helferin im Eingangsbereich und ich kam sofort dran! Als ich die Hose aus zog sah ich schon das auch am Oberschenkel ein Blutfleck auf der Hose gebildet hat.

Mit je einem Stich wurden die beiden Wunden vernäht und mit neuen Kompressen und einem neuen, viel festeren Druckverband angelegt. Ich bekam zwei neue Stützstrümpfe denn der zweite war auch schon Blut verschmiert.

Wegen dem Feiertag morgen hatte man es gut gemeint und den Verband nicht ganz so fest gemacht, weil ich ihn bis übermorgen behalten muss. Dies war wohl der Grund warum das ganze nicht fest genug war. Hoffen wir das mein Bein nicht so sehr anschwillt und der Verband dadurch zu eng wird. Fall doch wurde mir gesagt was ich dann machen kann/darf.

Soo viel Aufregung!

Diese Sache hat mich dann doch sehr erschreckt, und ich war heilfroh und dankbar das meine Schwester hier war und mich dann gleich zum Arzt fahren konnte. So ist es letztlich gut ausgegangen und ich konnte mich danach endlich ausruhen. Morgen werde ich es nochmal ganz vorsichtig angehen und nicht zu viel unternehmen.

Morgen mach ich auch mal ein Foto von dem super dicken Verband und berichte Euch wie es mir weiterhin geht.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

3 Antworten auf „12.Mai Varizen-Operation“

Hallo liebe Uschi,

Oh Mann, was für eine Aufregung! Gut, dass alles soweit glimpflich abgegangen ist!
Ich wünsche dir gute Besserung und dass kein weiterer Notfall eintritt!

Ganz liebe Grüße Martina

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