Kategorien
Allgemein

19. Mai siebter Tag nach der OP

Herzlich willkommen zu meinem heutigen Bericht wie es mir am 7. Tag nach meiner Krampfadern-Op ergangen ist. Heute gab es ein paar Details von denen ich sehr am zweifeln war ob ich darüber schreiben kann oder nicht.

Zuerst, heute durfte ich endlich duschen! Laut Arzt war das schon etwas eher erlaubt, denn die Pflaster auf den Wunden am Bein sind eigentlich wasserfest. Aber um ehrlich zu sein, ein paar von ihnen sind schon gar nicht mehr fest und zwei davon musste ich bereits ersetzten.

Das Duschverbot gilt vor allem, weil die Wunde in der Leiste besser noch nicht richtig nass werden sollte. Hier wurde ich mit mehren Stichen genäht und der Klebeverband hier ist nicht wasserdicht. Ich nehme mal an, dass ein Wasserfestes Pflaster an dieser Stelle nicht halten würde. Die Beinbeuge muss man einfach zu viel bewegen.

Herausforderung Duschen

Das Duschen stellte heute schon eine kleine Herausforderung für mich da. Jedenfalls habe ich noch nicht herausgefunden wie man sich duschen soll ohne das die Lende nass wird… Obwohl ich sehr vorsichtig war, war der Verband in der Beuge richtig nass. Ich hoffe jetzt einfach das mir das die darunter liegende Wunde nicht übel nimmt. Leider hatte ich kein entsprechendes Verbandsmaterial zur Hand um den Verband danach zu wechseln.

Soll ich oder soll ich nicht?

Vorletzte Woche haben ich von meinem Nebenjob-Arbeitgeber eine E-Mail erhalten das der Betrieb bei dem Pilotversuch „Impfen im Betrieb“ mit macht und allen Mitarbeitern anbietet sich in der Firmenzentrale impfen zu lassen.

Da ich vermute das ich auf normalem Wege sonst ewig noch nicht an der Reihe wäre, fand ich das Angebot ganz interessant.

Die Impftermine waren für letzte Woche geplant. Da ich da aber meine OP hatte, dachte ich das kommt für mich nicht in Frage.

Nach dem ersten Impftag in der Firmenzentrale kam ein weiteres Schreiben das man sich doch noch anmelden könnte, ich dachte das Angebot würde so schlecht angenommen. Das war jedoch nicht der Grund. Es haben sich so viele Mitarbeiter gemeldet das sie diese Woche weitere Impftage nachgeschoben haben. Am Telefon hatte ich mündlich einen Termin für heute erhalten.

Letzte Woche beim Verbandswechsel habe ich meine behandelnde Ärztin gefragt ob die Operation und eine Impfung sich gegenseitig ausschließen, oder wie lange der Abstand sein müsse. Man versicherte mir das eine Impfung nicht bedenklich wäre.

Ob ich eine Impfreaktion zeige oder nicht hat nichts mit der Narkose oder dem Zustand meines Beines oder meines Kreislaufs zu tun.

Herausforderung „wie komme ich da hin“

Die nächste Herausforderung war die Frage, wie komme ich denn da hin. Die Firmenzentrale ist etwa 60 km von Lörrach entfernt. Außerdem mit dem Zug schlecht erreichbar. Da mein rechtes Bein augenblicklich noch nicht ganz so beweglich ist wie normal, ist selber Autofahren auch keine gute Idee.

Eine Freundin, die mir auch schon mal ihr Auto geliehen hatte, hatte mal angeboten mich auch mal irgendwo hin zu fahren… Aber sie und ihr Mann sind eigentlich gegen eine Corona-Impfung. Mir war klar das meine Frage ob sie mich dort hin fährt zuerst mal eine Diskussion auslöst.

Aber die beiden sind gläubige Christen, und sie wollen sich an ihr Hilfsangebot halten. Die Freundin erklärte sich bereit mich da hin zu fahren obwohl sie ganz anders über eine Impfung denkt als ich.

Das rechne ich ihr hoch an! Viele anderen hätten ewig diskutiert oder behauptet, sie hätten keine Zeit. Zum Christsein gehört auch, den anderen mit seiner von der eigenen abweichenden Meinung zu akzeptieren und trotzdem zu unterstützen.

Impfung im Betrieb

Meine Corona-Impfung fand also nicht in einem Impfzentrum oder einer Arztpraxis statt, sondern im Bürogebäude eines Betriebes.

Das ganze war sehr gut organisiert, die Wege die wir im Gebäude machen mussten waren klar gekennzeichnet. Es gab keinen Gegenverkehr, weil wir das Gebäude über eine andere Treppe verlassen haben. Die Termine waren so vergeben das jeweils nur 15 Personen die gleiche Uhrzeit hatten, alle Räume wo wir uns aufgehalten haben waren auf diese Personenzahl ausgerichtet. Wir konnten stets genügend Abstand halten und es gab kein Gedränge oder Rückstau.

Nach der Anmeldung und das ausfüllen eines Fragebogens gab es zuerst einen kleinen Info-Film über die Impfung und die Möglichkeit dazu Fragen zu stellen. Dann ging es zu einer Ärztin die zuerst die ganze Gruppe nochmals informierte über den Impfstoff und mögliche Impfreaktionen. Mit jedem einzelnen ist sie dann den Fragebogen durchgegangen und es gab nochmals die Möglichkeit für Rückfragen und Klärungen.

Wer schon mal Blutspenden war kennt das Prozedere beim Arzt vor Ort, der nochmal die wichtigsten Dinge abfragt. So ähnlich lief es auch ab. Nur das kein Blutdruck gemessen wurde.

Da ich schon mal meine Mutter ins Impfzentrum begleitet habe kann ich sagen das es hier genauso ablief, nur eben nicht so großer Massenbetrieb.

Meine Impfung habe ich in einem kleineren Nebenraum erhalten, parallel dazu gab es in einem großen Tagungsraum eine Abgetrennte Ecke. Auf diese Weise sollte verhindert werden das es irgendeinen Rückstau gab. Den gab es auch nicht. Alles lief sehr ruhig und angenehm ab.

Den Piks selber habe ich fast nicht gespürt. Danach musste ich in dem Tagungsraum 30 Minuten unter Beobachtung bleiben. Das war aber auch ganz kurzweilig. Der Tagungsraum verfügt auch über einen riesigen Balkon, den wir auch hätten nutzen können. Allerdings hat es gerade wie aus Kübeln geregnet.

Eine Mitarbeiterin gab Bescheid wann wer das Gebäude verlassen durfte, denn alle die Allergien angegeben hatten mussten ein wenig länger unter Beobachtung bleiben. Von allen Personen die ich gesehen haben hatte keiner gesundheitliche Probleme.

Zum Verlassen des Gebäudes war ein Weg über den Balkon und die Feuertreppe ausgeschildert.

Insgesamt war ich trotz längerer Beobachtungszeit nach einer Stunde wieder draußen.

Wie es mir jetzt geht?

Als ich wieder zuhause an kam war ich ziemlich müde. Aber das war ich gestern nach meinem Spaziergang auch. Auch habe ich kurz geschlafen aber wegen einem Telefonat nicht sehr lang.

Mir gehts eigentlich genauso wie gestern. Nur beim Arme heben, tut der linke Arm etwas leicht weh. Wenn ich auf die Einstichstelle fasse ist es druckempfindlich. Aber echt nicht schlimm.

Aus Neugierde habe ich vorhin Temperatur und Blutdruck gemessen, beides absolut normal.

Der Vollständigkeit halber ein Screenshot von meinem Schrittzähler heute… nicht viel ich weis… morgen wird es mehr!

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.