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25.Mai Nähen und Venentraining

heute war schlechtes Wetter angesagt, doch am Nachmittag konnten wir dennoch einen Spaziergang bei perfektem Wetter machen

Herzlich willkommen zu meinem heutigen Bericht. Heute hatte der Wetterbericht schlechtes Wetter angesagt. Windig und kühl und immer wieder Regen.

Nun es hat heute früh zweimal ganz kurz geregnet, düstere Regenwolken und Sonnenschein wechselten sich im Viertelstundentakt ab. Zeitweise blies der Wind stürmisch und ganz kurz kamen auch ein paar Hagelkörner herunter. Doch das alles nur am Vormittag.

Da ich mir heute vorgenommen endlich wieder mehr Struktur in meinen Tag zu bekommen bin ich zeitig aufgestanden und habe auch schon früh die Stützstrümpfe angezogen, das hatte ich die letzten Tage etwas schleifen lassen, solange ich die Beine hoch lege geht das ja, aber heute wollte ich endlich wieder mehr „schaffen“.

Nähen

Eines meiner Vorhaben, das ich die letzten Wochen immer wieder vor mir her geschoben habe, war eine Tunika für mich zu nähen.

Das Schnittmuster habe ich schon lange hier liegen und aus der neuen Frühjahrskollektion hatte ich mir einen wunderschönen Stoff dafür ausgesucht. Die zugeschnittenen Teile lagen seit Wochen neben der abgedeckten Nähmaschine. Seit der Operation habe ich mich noch nicht getraut, solch eine Tätigkeit, bei der man länger an einem Tisch sitzen muss, zu tun. Heute Vormittag hab ich es dann endlich gewagt. Wobei ich versuche, immer wieder Pausen zu machen, in denen ich herum laufe oder die Beine hochlege. Vorsichtiges Herantasten an „Wie lange kann ich sitzen“.

Ein solches Schnittmuster habe ich noch nicht genäht und ich musste in der Anleitung den einen oder anderen Schritt nachlesen. Zu meiner Überraschung hab ich festgestellt dass das Falten Legen am Ausschnitt leichter ging als ich erwartet hatte. Irgendwie hatte ich einen Knoten im Gedankengang, das war viel einfacher als ich gedacht habe.

Der Ausschnitt ist fertig und sieht bis jetzt sehr gut aus. Als nächstes muss ich die Ärmel einsetzten, auch so ein Punkt vor dem ich etwas Muffe habe, aber wenn das auch so gut klappt dann ist der Rest nur noch eine Kleinigkeit.

Bilder kann ich Euch noch keine zeigen, lieber erst wenn das Kleidungsstück fertig ist.

Mein Spaziergang heute

Erinnert ihr Euch noch an die Schaukel am Waldrand mit der tollen Aussicht von der ich am Lockdown-Tagebuch 10 berichtet habe?

so sah es im Dezember aus

Eine Freundin war von meinen Berichten so angetan, das sie unbedingt mal mit mir dort hin gehen wollte. Warum auch immer hat sich das bisher nicht ergeben und heute morgen schrieb sie mich an ob ich heute mir ihr zu der Schaukel gehen würde.

ÄH… ist der Weg für mein Bein nach der OP vielleicht nicht zu weit und zu steil??? Geht das schon wieder??? Okay Herausforderung angenommen.

Obwohl es gerade ein paar Tropfen regnete als wir los gingen, machten wir uns auf den Weg. Das ist übrigens der Weg mit den vielen Treppen über die ich am Tag 4 berichtet habe:

die Treppen am Hühnerberg im Dezember

Treppensteigen ist ja sehr gut für die Beinvenen. Nur wusste ich nicht ob ich mein frisch operiertes Bein schon wieder so belasten kann. Insgeheim dachte ich „sie ist ja dabei, wenn ich nicht mehr kann, kann sie ihr Auto oder Hilfe holen“.

Das Treppensteigen war zwar anstrengend, aber ich denke es hat meinem Bein sehr gut getan. Es ist wichtig das die Durchblutung sich normalisiert.

Es geht langsam, aber es geht !!!

Treppe hoch und bergauf bin ich sehr sehr langsam. Aber es geht! Ich bin stolz wie Bolle das ich die Treppen und danach den Weg durch die Gärten ohne lange Pausen geschafft habe. Zwar musste ich öfters kurz stehen bleiben. Jedoch keine Schmerzen und kein Kollaps.

Im Wald war es wunderschön. Das Wetter ist sonnig und trocken geblieben. Allerdings waren wir froh um unsere Jacken, denn es ist wirklich ungewöhnlich kühl für Ende Mai.

Aber ich bin froh um das kühle Wetter

Vermutlich bin ich damit alleine, aber ich bin echt froh und dankbar um das kühle Wetter, denn ich muss nach der OP noch ein paar Wochen die Stützstrümpfe tragen und die geben sehr warm.

Die Schaukel auf dem Hühnerberg

Natürlich haben wir die Schaukel gefunden, wobei mir aufgefallen ist wie anders die Natur jetzt aussieht. Der große Baum am Waldrand mit den beiden Schaukeln ist noch immer ein magischer Ort mit einer Faszinierenden Aussicht.

Aussicht Richtung Basel

Wieder erwarten konnte man heute sehr weit sehen und der Sonnenschein mit ein paar weißen Wolken tauchten die Landschaft in ein Wechselbad aus Sonne und Schatten. Wir konnten nicht anders als still verweilen und den Grillen und dem Rauschen des Windes in den Bäumen zuhören.

Während meine Begleitung gedankenverloren geschaukelt hat, habe ich mich auf einer Bank hin gelegt und das Bein hoch gelegt.

Soooooooooo schön !!!

Nach der Tour war ich total erledigt, auch habe ich bereits den Schlafanzug an und ich werde gleich zu Bett gehen. Es war ein sehr schöner Nachmittag. Vielen Dank an meine Begleitung für die Motivation.

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