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Donnerstag 27. Mai

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Heute war so ein Tag wo alles anders kommt als man es plant und es am Ende doch gut ist.

Heute Nacht fanden Bauarbeiten am nahen Bahnübergang statt. Um 23 begannen die Arbeiter damit den Straßenbelag auf zu sägen. Kein angenehmes Geräusch. So das ich erst mal bedenken hatte ob ich in der Nacht würde schlafen können. Doch die nachfolgenden Arbeiten waren dann nicht mehr so sehr laut.

Heute morgen wurde ich wegen einem Geräusch wach, das ist eigentlich ungewohnt… aber ich erkannte schnell was der Grund ist. Durch diese Straße fahren momentan kaum Autos und auch der Bus der sonst direkt vor meine Haustüre anhält und wieder los fährt entfällt wegen der Baustelle. Dadurch fiel mit das Geräusch des LKW der einen Lebensmittelmarkt beliefert viel mehr auf. Dabei war er nicht lauter als sonst, sondern nur das drum herum war leiser.

Schon interessant was der Mensch für ein Gewohnheitstier ist, sobald etwas anders ist wie gewohnt wird man aufmerksam.

Mein Plan heute

Meine Idee war, recht früh den ersten Spaziergang zu machen, um genügend zu laufen und wieder in einen Rhythmus zu kommen. Aber mein innerer Faulpelz hatte noch nicht richtig Lust dazu. Obwohl ich mich selbst ja schon damit locken versuchte das ich ja gucken gehen könnte was die dort an der Baustelle genau gemacht haben. Aber auch das war nicht so wirklich attraktiv.

Das Wetter was so wie angesagt, kühl, düster und Regen. Dementsprechend gering meine Motivation. Ich dümpelte also viel länger auf der Couch herum wie ich geplant hatte.

Doch ein Anruf riss mich aus meiner Lethargie. Eine Bekannte war nach Lörrach gekommen und wollte mich eigentlich gerne besuchen, aber sie wusste den Weg zu mir nicht mehr. Ich beschrieb ihr grob die Richtung und sagte ich würde ihr entgegen kommen.

Spontan

Also sprang ich Spontan in meine Kleidung und ging los. Es hat auch wirklich geklappt und wir haben uns gefunden. Weil ich dachte sie wolle gern etwas spazieren gehen steuerte ich einen Umweg an. Doch sie meinte dann „wohnst Du nicht in der anderen Richtung“. Okay dann gehen wir eben zu mir nach hause. „Aber da sieht es noch aus wie Bombe“.

Als wir bei mir ankamen bat ich sie mir mit der Matratze die auf meiner Couch als „Krankenbett“ gestapelt war, zu helfen. Diese Konstruktion die vielleicht etwas an „Prinzessin auf der Erbse“ erinnert hatten meine Schwester und ich für mich gebaut, weil es von der Position aus einfacher war mit dem frisch operierten Bein. Jetzt brauch ich das Ding nicht mehr, aber diese Matratze ist so schwer zu tragen, das ist einfacher zu zweit.

Meine Bekannte half mir gerne und schon bald hatten wir den Normalzustand in meinem Wohnzimmer wieder hergestellt. Dann gabs erst mal heißen Tee. Die Bekannte hatte massiven Gesprächsbedarf und als sie beschloss heim zu fahren hatte der Regen längst aufgehört.

Ich begleitete sie zum Bahnhof und danach habe ich mir mein Mittagessen gekocht. Bis das fertig war, war es schon so schön das ich draußen auf dem Balkon essen konnte, zwar mit Fleecejacke aber angenehm.

Nach dem Essen beschloss ich zu dem Sanitätsgeschäft zu laufen wo ich meine neuen Stützstrümpfe umtauschen muss.

Mein Spaziergang heute

Also war ich schon das dritte mal unterwegs. Das Sanitätsgeschäft ist in der Nordstadt. Es ist übrigens das gleiche wo ich am Donnerstag mit dem Auto hin gefahren bin, und dabei so unfit war, das mir der Bekannte der mit im Auto saß sagen musste wo ich lang muss. Heute bin ich schon wieder so fit das ich da mal eben hin laufe …

Nicht ganz, ehrlich gesagt ich musste einmal eine kleine Pause auf einer Bank einlegen. Wobei ich mich gefragt habe warum das gestern nicht notwendig war. Vermutlich weil ich beim Fahrrad schieben etwas langsamer gehe. Gestern hatte ich ja die halbe Zeit ein Fahrrad dabei.

Ich war sogar so motiviert das ich einen kleinen Umweg zu dem Laden gegangen bin. Und als ich vor dem Laden meine Handtasche öffne um die Maske heraus zu nehmen, da fällt es mir ein! Ich bin hier um die falsch gelieferten Stützstrümpfe umzutauschen. Und ich Blödian habe die Schachtel zuhause liegen lassen.

Zum Glück waren die Mitarbeiter im E&K sehr freundlich und verständnisvoll und haben mir die richtigen Strümpfe mitgegeben und morgen darf ich die Falschen bringen.

Hier ein paar Bilder vom Wegesrand:

ich weist nicht wie die Pflanze heißt aber ich finde sie sehr schön

Alle drei Bilder habe ich direkt am Wegrand gemacht, wohlgemerkt ich bin durch die Stadt gelaufen.

ungeplantes Kaffeekränzchen

Auf dem Rückweg bin ich bei einer guten Bekannten vorbei gelaufen. Sie bat mich auf einen Kaffee in ihr Gartenhäuschen und ich bekam sogar noch ein leckeres Stück Kuchen. Viel länger als geplant saßen wir zusammen und haben angeregt gequatscht.

Auf dem Heimweg habe ich diesen imposant blühenden Kastanienbaum entdeckt:

Das müssen doch tausende Blüten sein, oder? Das der Baum so viel höher ist wie die Häuser ist mir bisher noch nie aufgefallen.

Ich war noch nicht zuhause da schrieb mich eine Chorfreundin an, ob es am Heimathafen noch Softeis gibt. Klar gibts, aber ich bin erst in 15 Minuten wieder zuhause… und sie: „okay bis dann“.

spontanes Eisessen in der Abendsonne

wie wir es nicht besser hätten planen können, trafen wir unmittelbar vor meiner Haustüre zusammen und wir holten uns ein Eis beim Heimathafen. Dort gibt es Softeis in vielen Varianten. Dieses Mal hatte ich Softeis in der Waffel mit Tiramisu Sauce. Die Sauce ist sehr lecker aber zu flüssig, sie tropft leider sehr schnell davon. Mein Tipp: nimm das Eis mit der Tiramisu-Sauce im Becher, dann hast Du mehr davon.

Erstens kommt es anders zweitens als man denkt

Heute war mein Tagesablauf gleich mehrfach durcheinander gebracht worden, aber egal. Es war ein schöner Tag mit vielen interessanten Gesprächen. Manchmal ist es nicht wichtig das man das macht was man geplant hat, sondern einfach das was jetzt gerade dran ist.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

2 Antworten auf „Donnerstag 27. Mai“

Danke für die Reaktion, ich habe was ausprobiert. gleich wirds besser…

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