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3. Juni schon wieder ein Feiertag

Heute am 3. Juni 2021 ist in Baden-Württemberg ein Feiertag. Also hatte ich heute schon wieder frei. Fronleichnam ist ein Katholischer Festtag, der nur in 6 Bundesländern gesetzlicher Feiertag ist, In Sachsen und Thüringen sogar nur teilweise.

Schon wieder frei, und dazu noch schönes Wetter. Das mir jedoch wegen der Stützstrümpfe das warme Wetter etwas zu schaffen macht habe ich schon zur genüge thematisiert. Nun gilt es das beste daraus zu machen.

Unterwegs mit dem Zug?

Im Nahverkehrszug nach Müllheim.

Ja ich war heute wieder mit dem Zug unterwegs. Aber nur knapp 35 km zu meiner Mutter. Allerdings muss ich auf der Strecke immer entweder in Basel oder Weil am Rhein umsteigen. Auf der Strecke Basel-Freiburg sind neue Züge im Einsatz. Das wurde auch wirklich Zeit denn die roten Doppelstock-Wagons waren oft schon sehr verschmutzt. Sie wurden damals als ich regelmäßig gependelt bind, vor etwa 30 Jahren eingeführt.

So fahre ich gerne Zug, Füße hoch gelegt mit Häkel oder Strickzeug in der Hand

Die neuen Züge sind Gelb und nur noch einstöckig, von der Aufmachung der Schweizer S-Bahn sehr ähnlich. Die Sitze sind Schwarz mit „Drei-Löwen-Takt-Design“. Positiv überrascht hat mich das manche Sitze sogar mit Steckdosen ausgestattet sind. Da ich kein Netzteil dabei hatte, konnte ich nicht testen ob sie wirklich funktionieren. Das werde ich aber sicher bald mal austesten. Wenn Du mehr über die neuen Züge erfahren willst, es gibt bei bwegt.de sogar eine 360 Grad Ansicht.

Gehäkelt habe ich kleine Herzen. Das ist eine Kleinigkeit, die ich auswendig kann. Ein ideales Projekt für so kurze Strecken. Denn von Basel nach Müllheim ist ein Herzchen fertig.

Der Grund meiner Reise:

Meine Mutter hatte mich gebeten ihr mit den großen Blumentöpfen zu helfen. Diese Agaven-Töpfe hatte sie schon als ich noch Kind war. Im Sommer standen sie im Garten und im Winter wurden sie im Keller frostsicher überwintert. Seit schon fast Jahren sind die Pflanzen nun so groß und schwer geworden, das meine Mutter sie nicht mehr alleine aus dem Keller holen kann. Bisher habe ich meistens um den Muttertag herum ihr beim raus tragen geholfen, doch dieses Jahr ist es etwas später.

Diese Agaven standen dieses Jahr zu lange im Keller, deshalb sehen sie so bleich aus

Agaven können bis zu 100 Jahre alt werden und wachsen immer weiter. Die ältesten hatte meine Mutter schon als ich noch klein war, die meisten kleineren Pflanzen sind selbst nachgezogene Ableger. Zeitweise hatte meine Mutter über 20 Töpfe dieser Pflanzenart, doch jetzt sind es nicht mehr so sehr viele.

Das ist die größte Agave, der Kübel ist so schwer, das ich ihn beinahe nicht tragen kann. Der Kunsstoff-Topf hat einen Durchmesser von 45 cm !!! und ist zu klein geworden. Durch die Kraft der Wurzeln der Pflanze (obwohl sie im dunklen Keller stand) ist der Topf geborsten.

Wenn die Pflanze jetzt einen noch größeren Topf bekommt, dann brauche ich im Herbst zum in den Keller tragen eine zweite Person. Meine Mama kann leider bei solche schweren Sachen gar nicht mehr „zupacken“.

Zugverspätung, aber ich kam früher an

Auf dem Rückweg von Müllheim ist mir was witziges passiert.

Ich hatte mir eine Verbindung mit der DB-Navigator App ausgesucht und die Fahrkarte dafür gebucht. Wie so oft fällt meiner Mutter kurz bevor ich gehen will irgendwas ein, was sie mir noch zeigen oder sagen will und schon wird es eng. Nur 10 Minuten bevor mein Bus fahren sollte kam ich endlich bei ihr weg.

Zugegeben damals als ich öfters auf den Bus rennen musste habe ich die Strecke in 5 Minuten geschafft, aber heute (bei 30 Grad!) hatte ich keine Lust auf rennen. Und eigentlich hätten 10 Minuten ja dicke gereicht. ABER: als ich in Sichtweite der Bushaltestelle war, sah ich einen Bus kommen. So wie früher bin ich los gerannt und er hatte sogar schon die Türen wieder zu. Der Busfahrer war nett und öffnete nochmal.

Hechelnd lies ich mich auf einen Sitz fallen und realisierte dann erst das ich die Maske noch nicht an hatte. Natürlich holte ich das sofort nach. An der übernächsten Station wartete der Bus etwas länger… das gibts mal, vielleicht war er ja etwas zu früh.

Am Bahnhof angekommen ging ich gleich zum Bahnsteig. Ich schaute auf die Uhr, es war 18:58… jetzt sollte mein Bus eigentlich erst los fahren, ich war also früher am Ziel als ich abfahren sollte.

Auf der Anzeigentafel ein Hinweis auf eine Verspätung. Ein Blick auf die Navigator-App zeigte mir, 17 Minuten Verspätung. Enttäuscht realisierte ich das ich meinen Anschluss in Basel nicht bekommen würde und so suchte ich nach einer Umstiegsmöglichkeit in Weil am Rhein… Ich ging also davon aus, hier jetzt länger zu warten.

Plötzlich kommt ein Zug! Keine Ansage, keine Anzeige,… nix. Aber ein Zug nach Basel. Ich bestieg den Zug in der Annahme das der Zug wohl auf irgendwas warten müsse. Wieder Erwarten fuhren wir aber sofort weiter.

Die Navigator zeigte weiterhin die Verspätung an und das ich meinen Anschluss in Basel nicht erreichen würde. Komisch war nur das ich tatsächlich ja schon viel weiter war als die App anzeigte. Ich war nicht in dem gebuchten Zug sondern in dem davor, und dieser hatte ebenso viel Verspätung.

Schließlich kam ich 20 Minuten vor der angezeigten Zeit in Basel an und musste sogar warten. Laut der geplanten Verbindung hätte ich nur 4 Minuten Zeit gehabt. Im Endeffekt bin ich mit genau der geplanten S-Bahn in Lörrach angekommen. Versteh ich zwar nicht ganz, aber im Endeffekt ist das ja Wurst, in welchem Zug ich nun wirklich saß.

Mein Schrittziel habe ich heute nicht erreicht

Aber als Ausgleich hatte ich ja mein Blumentopf-Workout und Bushaltestellen-Sprint bei 30 Grad. Hmm ich würde sagen, ich bin fit!

vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Eine Antwort auf „3. Juni schon wieder ein Feiertag“

Solche Agaven Kaktusse haben meine Eltern auch =)
Die werden ziemlich alt und sind hart in nehmen.
Mittlerweile sind sie so groß, dass man sie nur mit einer Sackkarre transportieren kann.

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