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22. Juli

Heute komme ich dazu für Euch hier zu schreiben. Diese Woche ist sehr arbeitsreich und anstrengend für mich.

Für Außenstehende mag das vielleicht nicht so aussehen weil ich am Montag frei hatte und auch kommenden Samstag schon wieder. Doch wenn man bedenkt das ich offiziell bei ein einer Wochenarbeitszeit von 38.5 Stunden nur 90% angestellt bin, wird klar das ich eigentlich immer nur eine 4 Tage Woche habe… theoretisch.

In der Praxis sieht das manchmal anders aus. Mein freien Tage werden unterschiedlich gelegt. Ich habe keine festen freien Tage.

Im Grunde ist die Konstellation diese Woche echt toll. Montag und Samstag. Mit dieser Einteilung kann man sehr gut etwas in der Freizeit planen. So habe ich zum Beispiel die Fahrt letzten Sonntag nur machen können weil ich wusste das ich danach den freien Montag zum ausruhen habe. Über meine Reise letztes Wochenende habe ich unter „Kirchheim und zurück an einem Tag“ berichtet.

Und am Samstag verreise ich schon wieder!!!

4 Tage Woche… Aber

Die meisten unter Euch werden sich sagen, 4 Tage Woche ist doch nicht anstrengend. Für die meisten Arbeitnehmer geht die Arbeitswoche immer von Montag bis Freitag (also 5 Tage).

Aber ich muss leider zugeben das ich so „lange“ Wochen nicht mehr gewohnt bin. Seit dem Lockdown habe ich immer nur 2-3 Tage am Stück gearbeitet und hatte dann schon wieder frei oder es lag ein Sonntag dazwischen. Ich bin diesbezüglich aus der Übung.

Hinzu kommt das ich auch bei meinem Nebenjob ausgerechnet an diesen Tagen arbeite. Diese Woche hatte ich Dienstag, Mittwoch und Freitag. Das hatte ich mir sogar selber so gewünscht, weil ich mir den Montag frei halten wollte und am Samstag und Sonntag weg bin.

Heute morgen ist also der einzige freie morgen wo ich hier für Euch schreiben kann. Heute muss ich nicht um 4 Uhr aufstehen. Meinen Wecker habe ich heute auf 6 Uhr gestellt um vor der Arbeit (Hauptjob um 9 Uhr) diesen Blogartikel zu schreiben.

Denn ich habe festgestellt an einem Abend nach beiden Jobs kriege ich hier keinen gescheiten Satz zusammen. Die Konzentration ist das Abends einfach hinüber.

Das Gegenteil wie im Lockdown

Momentan habe ich genau das Gegenteil wie während dem Lockdown, als ich meine beiden Jobs nicht machen durfte, war die Tägliche Berichtserstattung in meinem Lockdown-Tagebuch das Highlight des Tage und ich habe mir schon den halben Tag darüber Gedanken gemacht was ich schreiben könnte.

Und nun im normalen Arbeitsalltag grübele ich darüber nach, wann ich denn genügend Zeit zum schreiben haben könnte. Damit es endlich wieder neues in meinem Blog gibt. Mit dieser veränderten Situation habe ich mich innerlich noch nicht ganz abgefunden. Irgendwie komme ich noch nicht so ganz damit klar das ich nun wieder dauernd „keine Zeit“ habe.

Reisevorbereitungen?

Am Samstag fahre ich mit dem Zug nach Hamburg. Und heute ist Donnerstag und ich habe exakt noch gar nichts vorbereitet! Mit dem Kofferpacken beginne ich heute Abend.

In Hamburg werde ich aber nur bis Montag bleiben, denn eine Freundin und ich werden uns auf ein Reise Richtung Stuttgart begeben. Das Problem bei dieser Fahrt ist: Diese Freundin kann aus gesundheitlichen Gründen momentan nicht lange im Auto oder Zug sitzen. Deshalb unterbrechen wir die Fahrt in Göttingen und Bad Kissingen. Was wir dort unterwegs erleben werde ich hier berichten.

Da die Freundin mit der ich unterwegs sein werde sehr viel liegen und ruhen muss, vermute ich das ich genügend Zeit zum schreiben finden werde. Zu hoffen bleibt das die Technik so funktioniert wie ich mir das denke.

Am Samstag habe ich da jedenfalls keine Bedenken, ich werde mit dem ICE in der ersten Klasse reisen. Ich plane darüber von unterwegs zu berichten. Die Deutsche Bahn wirbt ja damit das man in den Zügen W-lan hat… mal sehen ob das wirklich funktioniert.

So war die Arbeit die letzten Tage

Das Kundenaufkommen wird ganz langsam normaler. Allerdings die Umsätze noch nicht. Aus diesem Grund sind wir Mitarbeiter sparsamer eingeteilt. Diesen Monat bin ich jeden Tag alleine, weil meine Kollegin an der Kasse eingeteilt ist.

Meine Kunden sind das langsam gewöhnt das während ich in der Pause oder auf der Toilette bin ein Schild da steht… wer das kennt, und Zeit hat wartet bis ich wieder da bin. Das hat zum Effekt das ich nach jeder Pause mal kurz eine Schlange um mich herum habe. Das ist hin und wieder ganz okay, aber auf die Dauer kann es auch stressen!

Wenn es sonst eher ruhig ist, dann plötzlich eine Menschentraube um sich haben, die alle irgendwas von einem wollen, ist etwas herausfordernd. Aber bislang konnte ich auch diese Situationen noch gut handeln. Ich muss mich nur immer wieder daran erinnern in solchen Momenten dann nicht in Hektik zu verfallen.

Das gelingt mir auch meistens. Aber ich merke das mir genau solche Situationen sehr am „Geduldsfaden zerren“. Mich ärgert das einfach innerlich sehr, das ich durch Umstände die ich selber nicht in der Hand habe kurzfristig in Stress gerate und dann mal kurz 2-3 Kunden gleichzeitig beraten muss um dann wieder später rum zu stehen. Das frustriert mich! Ich würde mich gerne um alle Kunden gleich gut kümmern können, aber wenn gleich 2-3 weitere neben dran stehen ist das äußerst schwierig.

Ganz blöd ist wenn ich mit den Kunden wegen irgendwas, was nicht unproblematisch ist mit runter an die Kasse muss (weil was unklar ist, oder ein Fehler passiert ist) den anderen Kunden auf der Fläche dann zu sagen „ich komme gleich zurück“… wenn es dann an der Kasse wegen irgendwas länger dauert als erwartet, oder mich dort andere Kunden ansprechen… dann müsste ich mich eigentlich zerreißen um überall gleichzeitig zu sein.

…Und wenn ich dann die Rolltreppe hoch gestresst komme und oben steht ne Kundin die schon ewig wartet und mich vorwurfsvoll anguckt… und dann fragt „ich wollte fragen wo ich das bezahlen kann“ *grmpf* !

Kannst Du Dir vorstellen das ich dann in dem Moment sehr stark um eine freundliche und geduldige Antwort kämpfen muss? Hätte die Kundin zugehört das ich ihr sagte ich müsse an die Kasse, dann hätte sie einfach mit gehen können und wäre vermutlich schon längst fertig.

Spreche ich „ausserirdisch?“

Immer wieder kommt es zu Situationen wo ich mich frage, für was rede ich? Warum hört man nicht was ich sage?

Folgende Situation: Eine Kundin steht mir gegenüber am Stoffschneidetisch und sieht zu wie ich ihr einen Meter Stoff abschneide. Ich lege ihn schön zusammen, klebe das Etikett für die Kasse darauf und schiebe die Ware mit den Worten „die Kasse ist dann einen Stock tiefer“. Da ich hinter dieser Plexischeibe bin bemühe ich mich das deutlich und langsam zu sagen. Kundin antwortet: „wo kann ich das bezahlen?“ Hä?

Weil ich dachte ich hätte mich schlecht ausgedrückt sage ich in gleicher Situation zur nächsten Kundin „das bezahlen sie dann einen Stock tiefer“ und bekomme die Antwort „Wo ist die Kasse?“

Hallo??? Da könnte ich das Zeug doch einfach wortlos über den Tisch schieben, wenn ich sowieso danach gefragt werde…

Ist denn der Moment wenn die Kundin ihren Stoff in die Hand bekommt so derartig emotional, das sie meine Worte nicht wahrnehmen kann??? Mache ich da einen Denkfehler? Gebe ich die Information wo die Kasse ist zu früh oder zu spät?

Warum reagieren selbst Kunden die schon letzte Woche bei mir gekauft haben genauso? Glauben diese es habe sich seit dem etwas verändert?

Wo ist die Kasse?

Unmittelbar nach dem Lockdown, wo alle Kunden seit Monaten nicht mehr im Haus waren, war das normal… das jeder nach der Kasse fragt. Aber so langsam beginnt mich die Frage wieder zu nerven. Was ich bei der Thematik aber nicht verstehe ist:

Wenn ein Kunde fragt „Wo ist die Kasse?“ und ich antworte „einen Stock tiefer“ (4. Stock funktioniert nicht, weil die wenigsten wissen das wir im 5. sind) Also sage ich „tiefer“ Wo liegt da das Problem? Warum reagieren 50% der Kunden darauf mit einer weiteren Frage? „Ja muss ich da runter?“

Völlig nicht nachvollziehbar finde ich dann die Fragestellung „muss ich nach oben?“ „Nein wir sind schon im obersten Geschoss, über uns ist nur noch Dach“

Am Mundschutz kann es kaum liegen, das die Menschen die Ortsangabe „tiefer“ oder „unten“ kaum verstehen wenn ich sie nicht mit einer Handbewegung untermale. Also Arm Richtung Rolltreppe und Finger zeigt nach unten. Was ist an meiner Sprache so missverständlich?

Im übrigen reagieren die Kunden die kein oder wenig deutsch sprechen verständnisvoller als die deutschsprachigen. Ganz schlimm finde ich die Rückfrage „ja mues ich so abe???“ … was denk dieser Mensch? das er hier im 5.Stock bleibt bis er stirbt? runter müssen sie alle!

So, gleich ist 8 Uhr und ich bereite mich auf meinen Arbeitstag vor. Ich wünsche Dir eine schöne zweite Wochenhälfte und ich hoffe Du schaust bald wieder auf unterwegsistdasziel.blog hinein.

Eine Antwort auf „22. Juli“

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