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Unterwegs im Zug

Den heutigen Artikel schreibe ich unterwegs im Zug. Ich bin echt begeistert das das W-Lan hier im ICE so gut funktioniert. Vielleicht funktioniert das auch so gut weil ich in der ersten Klasse sitze.

Für die heutige Fahrt nach Hamburg habe ich mich sehr frühzeitig für eine Fahrkarte der ersten Klasse entschieden. Der hauptsächliche Grund war, mehr Abstand zu anderen Reisenden zu haben. Als ich das Ticket gebucht hatte gab es noch sehr günstige Sparpreise und es wurde „geringe Auslastung“ angezeigt. Seit einigen Tagen ist dieser Zug allerdings „sehr stark ausgelastet“ und ich bin echt froh das ich in der Ersten Klasse bin. Selbst hier ist es gut gefüllt.

Welchen Vorteil hat die erste Klasse im ICE?

Nicht nur die einzelnen Sitze sind in der ersten Klasse geräumiger, sondern auch der Abstand der Sitzreihen in größer. Normalerweise war mir das ziemlich egal. Doch jetzt durch Corona finde ich einen weiteren Abstand zu anderen Personen ganz sinnvoll.

In der ersten Klasse im ICE gibt es nicht 4 Sitze in einer Reihe, sondern auf einer Seite des Gangs zwei und auf der anderen Seite nur einen Sitz. Dadurch ist der Gang auch nicht ganz so eng und die vorbei gehenden Personen kommen einem nicht ganz so nah.

Aber was ich noch viel wichtiger finde ist: In der Fahrkarte für die erste Klasse ist eine Sitzplatzreservierung inclusive. Sprich es kommen nur Personen in den Wagon die auch schon wissen wo sie sitzen werden. Dadurch latschen viel weniger Leute im Zug hin und her. Und überraschender Weise sind hier keine „Platznichtfinder“ wie ich sie in „Lohnt sich eine Platzreservierung“ beschreibe. Die Leute mit Erste-Klasse-Ticket blicken durch und stellen sich nicht so doof an.

Das heißt ich reise heute ganz entspannt und werde nicht von desorientierten Mitmenschen genervt.

Am Vormittag habe ich bei Sonnenschein gehäkelt.

Gemütlich häkeln und Kaffee trinken

Von Basel bis kurz vor Frankfurt habe ich mit hoch gelegten Beinen gemütlich gehäkelt, die meiste Zeit schien da noch die Sonne. Erst kurz vor dem Kopfbahnhof Frankfurt am Main habe ich den Laptop vor geholt. Ich hatte einfach keine Lust mehr zum Häkeln… etwas Abwechslung ist ja ganz gut.

Die anderen Fahrgäste

Bis Frankfurt was dieser Wagen gut gefüllt, wobei wirklich nur jeder zweite Sitzplatz vergeben wurde. Der Sitzplatz mir gegenüber blieb bis Mannheim frei. Dann hatte mich ein anderer Fahrgast gefragt ob er bis Frankfurt da sitzen dürfe. Er hatte für sich und seine beiden kleinen Kinder Sitzplätze bis Mannheim reserviert und dann später die Reiseroute geändert und dadurch für das letzte Stück keine Reservierung mehr. Aber Leute die auf die Plätze wollten.

Das der Vater mit seinen beiden Kindern umziehen musste und die drei dann getrennt saßen stellte auch kein Drama dar. Die Kinder reagierten ganz locker und gefasst und quengelten nicht. Auch verbreitete der Papa keine Hektik sondern verwies seine Kinder ganz ruhig auf den anderen Platz.

Lange Fahrt mit kleinen Kindern

Dieser Papa mit den beiden Kids hat das echt super gemacht. Er saß in Basel schon im Zug und will heute noch nach Juist. Auf meine Frage wie lange sie noch fahren würden antwortete er das sie bis nach 18 Uhr noch im Zug sein würden.

Die Fahrt hatte er super vorbereitet und ganz viel Beschäftigung für die Kinder dabei. Unter Anderen für beide ein Handy wo sie sich Hörbücher anhören können und zusätzlich noch einen Laptop um Filme zu schauen. Doch zwischen Basel und Offenburg hat er den Kinds erst mal lange und angenehm vorgelesen.

Die Familie saß ganz in der Nähe und deshalb habe ich mitbekommen wie der man den Kindern eine Pferde-Kindergeschichte vor liest. Die längste Zeit war nur seine gleichmäßige und angenehme Stimme zu hören. Kein Jammern oder Quängeln von den Kids.

Bis dann der größere Junge was von einem Aua sagte. Der verständnisvolle Papa sah sich das an und es stellte sich heraus das der Junge eine Zecke am Hals/Schulter Bereich hatte. Eine Mama mit einem Baby (das ich nicht weinen gehört habe) gab ihm plötzlich Tipps wie man eine Zecke entfernt.

Ich war echt postiv überrascht, das dieser Mann wirklich Verbandsmaterial mit einer Pinziette dabei hatte. Die Frau mit dem Baby und der Vater (die kannten sich vorher nicht!!!) betrachteten die schmerzende Stelle und unter ihren Anweisungen entfernte der Papa im rüttelnden Zug im Gang kniend die Zecke. Der Junge weinte nicht und blieb ganz ruhig.

Genau in dem Moment kam der Bordbistro Mitarbeiter mit einem ganzen Tablett Kaffee und heiße Schokolade für die Kinder. Auch er wartete geduldig bis die Operation geglückt war.

Keiner hat genörgelt oder gejammert, es war alles ganz friedlich und entspannt!!! Hut ab vor dem coolen Papa, er hat sie Situation echt souverän gemeistert.

Mein Mittagessen

Zu Mittag gab es Mini-Salami aus der Tüte und Paprika

Hochgeschwindigkeitsstrecke

Wir befinden uns gerade auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Frankfurt und Kassel-Wilhelmshöhe. Ich werde jetzt gleich den Laptop wieder ein packen und zum Borbistro gehen um mir einen Kaffee zu holen. Bissel Bewegung tut sicher gut, und vielleicht gibt noch ein Selfie mit Geschwindigkeitsanzeige 😉

Geschafft, ich hab ein Bild mit den 250 km/h. Kurzfristig sind wir sogar schneller gefahren, aber ich hab keine Anzeige erwischt.

16 Uhr in Hamburg

Gegen 16 Uhr werde ich in Hamburg sein, und dann hab ich bestimmt erst mal keine Zeit zum schreiben, denn ich freue mich total dort nette Freunde zu treffen.

Ich denke das ich morgen wieder etwas berichten werde.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf Unterwegsistdasziel.blog

2 Antworten auf „Unterwegs im Zug“

Hi Uschi,
wenn ich in Deutschland auf Vortragsreisen ging oder zu Talkshows fuhr, habe ich stets den ICE mit dem erste Klasse Ticket genommen. Ich fand das die bequemste Art in Deutschland zu reisen mit dem Vorteil, dass man meistens in den Innenstädten eintraf nicht weit vom Hotel entfernt. Handy- und Internetverbindung ist in den entsprechenden Wagen sehr stabil.
Bahnfahren war für mich Erholung und wenn es sein musste, konnte ich in der Bahn gut arbeiten.
Die besten Wünsche für ein agenehmes Wochenende
The Fab Four of Cley
🙂 🙂 🙂 🙂

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