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Unterwegs von Hamburg nach Stuttgart

Dieser Blog heißt „unterwegs ist das Ziel“ weil ich beim Reisen nicht auf spektakuläre Ziele fixiert bin sondern vor allem den Weg dort hin genieße.

Ein Beispiel dafür was meine Zugfahrt nach Graz vor ein paar Jahren. Unter „Quer durch die Alpen“ schreibe ich über die Zugfahrt dort hin und zurück. Effektiv war ich länger im Zug unterwegs als dort vor Ort. Dennoch habe ich diese Reise in guter Erinnerung.

Diese Woche habe ich eine „Kleine Deutschland-Rundreise“ unternommen. Der Anlass war das eine Freundin, die aufgrund Körperlicher Einschränkungen nicht mehr sehr lange am Stück Autofahren kann, zu einer Hochzeit in der Nähe von Stuttgart wollte. Eigentlich hatte sie schon fast beschlossen der Feier fern zu bleiben, weil die Reise für sie zu anstrengend werden würde, denn sie kann nicht mehr so lange am Stück sitzen, weder im Zug noch im Auto. Selbst ein Flug von Hamburg nach Stuttgart kam nicht in Frage.

Ich habe 5 Tage frei… was machen wir daraus

Ich erzählte ihr das ich zwar nicht an dem Wochenende der Hochzeit könnte, aber ein paar Tage eher hätte ich 5 freie Tage an denen ich sie besuchen könnte um sie von der Trauer über die verpasste Hochzeitsfeier ablenken könnte. Meine Idee war das ich sie in Hamburg besuche und wir unternehmen dort ein paar kleine Ausflüge. Doch sie hatte eine andere Idee.

Was ist wenn wir gemeinsam Richtung Stuttgart fahren? Okay ich komme nach Hamburg um mir ihr zusammen zurück zu fahren. Das klingt auf den ersten Blick widersinnig, doch für mich eine Option mit der ich einverstanden wäre.

Aber Hamburg-Stuttgart mit dem Auto… ist das nicht viel zu weit und zu anstrengend für Deinen Rücken? Was ändert das wenn ich daneben sitze? Nein „Du musst fahren, wir wechseln uns ab“.

Okay, ich liebe Autofahren, und ich habe keine Angst vor einem anderen Auto, denn ich bin Car-Sharing-Nutzer, ich fahre immer wieder andere Fahrzeuge. Früher hatte diese Freundin ein chices Cabrio, das ich auch schon paarmal fahren durfte. Aber leider hat sie das nun nicht mehr. Aber das stört mich nicht, ich fahre auch gerne jedes andere Fahrzeug.

Von Hamburg nach Stuttgart mit dem Auto?

Das sind 650 Kilometer Distanz. Je nachdem welche Stecke man nimmt ist man mindestens 7 Stunden unterwegs. Wie soll das gehen mit einer Person die nicht länger als 2-3 Stunden am Stück sitzen kann?

Die Idee war die Reise mehrfach zu unterbrechen. Und zwar mindestens eine Nacht lang. Es mussten also zwei Übernachtungen her, aber wo? Um ihren Rücken zusätzlich zu entlasten, am besten in Hotels mit Schwimmbad…

Wir suchten also entlang der Reiseroute auf der A7 geeignete Hotels in akzeptabler Preislage. Und wir wurden fündig.

Göttingen: Hotel „Freizeit In“

Ein modernes Tagungshotel mit zahlreichen Sportangeboten und Schwimmbad mit Sauna direkt an der Autobahn. Zwar liegt es weit weg vom Stadtzentrum und sieht von außen unspektakulär aus. Aber in der weitläufigen Anlage ist alles da was wir brauchen. Zudem zu einem echt tollen Preis!

Bad Kissingen: Hotel „Kaiserhof Victoria“

Bad Kissingen liegt ein wenig von der Autobahn entfernt, aber das Hotel ist total zentral in dem historischen Kurort. Im Gegensatz zu dem modernen „Freizeit in“ ist es ein sehr altes Gebäude zum Teil aus der Kaiserzeit. Dennoch ist alles in jüngster Zeit renoviert worden und komplett Rollstuhltauglich. Hier wurde auf bravouröse Weise der alte Baustil mit neuen Elementen kombiniert. Lobby, Bar und Speisesäle in historischen Gemäuern und direkt nebenan ein hoch modernes Hallenbad mit Tageslicht alles mit einem Rollstuhl erreichbar! Die Preislage ist etwas höher aber lange nicht so teuer wie ich befürchtet hatte.

Kurze Etappen und lange Pausen

Um den Rücken meiner Freundin aus Hamburg zu entlasten planten wir unsere Reise so das wir pro Tag nur etwa 3 Stunden lang Auto fuhren und wir uns beim Fahren abwechselten. Denn auf dem Beifahrersitz konnte sie den Sitz so einstellen das ihr Rücken ein wenig entlastet wurde (beinahe liegen). In den Hotels nutzten wir gleich mehrfach das Schwimmbad, denn für ihre Wirbelsäule ist die Entlastung durch den Wasserauftrieb eine echte wohltat.

Ich persönlich hatte natürlich auch meinen Spaß und ich nutzte die Badezeiten für intensive Bewegung.

Die Restliche Zeit teilten wir ein in Ausruhen im Zimmer und Spazierengehen für meine Beine. Auf diese Weise haben wir uns sowohl in Göttingen als auch in Bad Kissingen einiges im Ort angesehen und natürlich lecker gegessen.

Überraschung am Hamburger Hauptbahnhof

Nach einer über 7 Stündigen Zugfahrt (siehe auch „unterwegs im Zug„) war unser Treffpunkt der Kurzzeit-Parkplatz vor dem Hauptbahnhof. Dort hat sie mich schon mehrfach abgeholt und ich weis wo ich hin muss. Aber ich hatte keine Ahnung wie ihr Auto aussieht. Sie sagte mir am Telefon nur „Mercedes-Silber-Du wirst schon sehen“…. ääääh… Auf dem Bahnhofsvorplatz schienen 80% der Autos silberne Mercedes zu sein…

Ich suchte eigentlich nach einem geschlossenen PKW der „etwas höher“ ist… denn sie hatte mir am Telefon gesagt wie ungewohnt und unangenehm das nun für sie sei und sie hatte das neue Fahrzeug als „beinahe SUV“ bezeichnet … sie vermisse ihr altes Cabrio.

Während ich suchend auf dem Parkplatz alle möglichen silbernen Autos musterte fuhr ein sehr großes schickes Mercedes Cabrio vor, natürlich offen und wer saß da drin? Die Freundin auf die ich wartete! Ich erkannte sie von weitem. Ich begrüßte sie mit den Worten „das ist absolut kein SUV“, als Antwort kam „steig ein, ich erzähl Dir die Geschichte“

Diesen Wagen hatte sie sich erst wenige Tage zuvor gekauft, denn sie war mit dem anderen Wagen soo unglücklich. Zum einen weil ihr die hohe aufrechte Sitzhaltung für den Rücken unangenehm war und zum anderen weil sie einfach ihr Cabrio vermisste. Sie liebt es einfach „oben ohne zu fahren“.

So erfuhr ich das ich die nächsten Tage mit einem fast neuen E-200 AMG Cabrio über die Autobahnen flitzten würde….

ein tolles Auto
da war ich noch Beifahrer aber ich bin auch selber gefahren

In den nächsten Tagen werde ich sicher noch detaillierter berichten.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

2 Antworten auf „Unterwegs von Hamburg nach Stuttgart“

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