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Ideen wie man richtig Geld und Müll sparen kann

Eigentlich dachte ich dieses Thema interessiert niemanden, doch nun sind mir in den letzten Tagen mehrere Fragen und Diskussionen dazu bei Facebook begegnet. Offensichtlich ist diese doch ein Thema das die Menschen beschäftigt.

Einfache kleine Verhaltensänderungen sparen viel Müll

Mit nur kleinen Änderungen kann man sich ganz leicht umgewöhnen und damit nach und nach Müll und damit Recourcen sparen. Dadurch lebt man nachhaltiger und spart auch noch Geld.

Eines der ersten Dinge die ich abgeschafft habe ist Küchenrolle. Bei mir im Haushalt gibt es kein Zewa oder ähnliches in der Küche. Es gibt Schwämme oder Geschirrtücher die beide waschbar sind. Wenn mal etwas zum weg wischen ist dann tun die wiederverwendbaren Dinge einen sehr guten Dienst. Für ganz ekelige Situationen wo man am liebsten das Reinigungstuch entsorgen möchte habe ich in der Küche in der Nähe der Spüle ein Schrankfach mit ein paar alten zerschnittenen Unterhemden oder T-Shirts. Damit kann ich ruck zuck die Verschmutzung aufnehmen und den Lappen dann damit entsorgen. Auf diese Weise spare ich Zellstoff der aufwändig zu Küchentüchern verarbeitet werden muss, und ich nutze die „Lumpen“ also meine ausgedienten Textilien nochmal wieder.

Lumpen sparen Müll

Im Mittelalter wurde dieser Begriff für Kleidung der ganz armen Leute benutzt, dabei handelte es sich oft um die einzigen Kleidungsstücke die ein Mensch hatte und die er ständig trug bis sie in Fetzen auseinander fiel. Gott sei Dank leben wir nicht mehr in einer solchen Situation.

Aber abgelegte nicht mehr geliebte Kleidung die eigentlich noch „heil“ ist hat heute jeder zur Genüge. Doch das man diese noch für andere Dinge nutzen kann daran denken vor allem jüngere Menschen kaum. Unsere Großmütter sind noch so erzogen worden, alles aufzuheben weil man könne ja noch etwas daraus machen.

Leider kann heute kaum jemand noch nähen oder ändern, die Option alte Kleidungsstücke in neue zu verarbeiten fällt also weg. Aber aus einem Kleidungsstück aus Baumwolle oder Leinen einen Lappen schneiden kann jeder Depp. Übrigens, gewebte Baumwolle kann man auch reissen, dann gibt das schöne gerade Stücke.

Doch das ist ja gar nicht notwendig… ein Lappen um ein Küchentuch zu ersetzen muss nicht zwingend schön und korrekt rechtwinklig sein! Wenn Du die auf den Boden gekleckerte Marmelade aufwischen und entsorgen willst geht das genauso gut mit einem Fetzen von einem verwaschenen T-Shirt oder einem halben Unterhemd.

Die Werbung der Zewa-Wisch-und-Weg Tücher verspricht auch nass noch reißfest zu sein… haha das ist ein zu enges T-Shirt auch.

Wiederverwenden

Es gibt noch viel mehr Dinge die man ganz leicht wieder verwenden kann. So zum Beispiel Abschminkpads, diese müssen nicht Einweg aus Watte sein. Dazu kann man ganz einfach entweder Waschlappen oder selbst gemachte Pads nutzen. Hier ein paar DIY Ideen dazu:

Diese Waschlappen aus alter Kinderbettwäsche und Handtuch habe ich ganz schnell genäht, ist echt nicht schwierig, ein Nähprojekt für Anfänger.

Wer noch weiter gehen möchte kann auch Babywindeln und Monatshygiene auf wiederverwendbare Produkte umstellen. Das ist allerdings nicht jedermanns (äh Jederfrau) Sache, aber genauso machbar! Informationen darüber findest Du im Internet auf ganz vielen Seiten zum Thema Baby. Da dieses Thema sehr komplex ist und ich mich mit Babywindeln nicht auskenne lasse ich dies hier weg.

Handtücher nicht weg werfen

Alte Handtücher niemals weg werfen! Diese Eignen sich auch mit Flecken und kaputten Ecken vorzüglich als Wischlappen für den Boden. Je älter und verwaschener ein Handtuch ist um so geeigneter ist es um die Treppe zu Putzen oder ähnliches.

Wenn Du Dir die Haare zuhause tönen oder färben willst, sind olle und nicht mehr so schöne Handtücher sehr willkommen. Wenn dann was daneben geht ist es nicht mehr so schlimm und Du musst deine schönen Lieblingshandtücher nicht ersetzen.

Verpackungsmüll sparen im Badezimmer

Die vielen leeren Flaschen die im Badezimmer so anfallen haben mich schon immer geärgert. Schampoo, Spülung, Conditioner, Duschgel, Waschgel, Flüssigseife… all diese Flaschen müssen nicht sein! Lies in meinem Artikel „Ich will keine Flaschen mehr“ wie ich das für mich gelöst habe.

Shampoo muss nicht flüssig sein

mein erste festes Shampoo

Auf dem Bild seht ihr mein erstes Festes Shampoo und später habe ich dazu diesen Langzeitbericht geschrieben. Das abgebildete „Fleur de Shampooning“ ist nicht ganz preiswert und gibts nicht überall aber ich finde es immer noch herausragend gut! Seit dem benutzte ich nur noch feste Shampoos und habe mich durch das mittlerer Weile umfangreiche Angebot getestet. Viele andere bekannte Marken bieten nun auch eine feste Variante ihrer Produkte an. Fazit: mir kommt keine Flasche mehr ins Haus!

Verpackungen wieder verwenden

Als ich Kind war, hat meine Mutter immer sehr viel Wert darauf gelegt das ich Geschenke vorsichtig auspacke ohne das Papier unnötig zu zerreißen. Denn sie hat das Papier aufgehoben und später wieder verwendet. Ich erinnere mich noch das wir jeweils eine große flache Pappschachtel mit Geburtstags oder Weihnachtspapier hatten und wenn wir etwas verpacken wollten konnten wir aus dem Fundus etwas heraussuchen. Die Bögen würden von Kleberesten befreit und gebügelt und so waren sie auch nach Jahren noch schön und wiederverwendbar.

Später als Erwachsene habe ich eine Zeitlang sehr aktiv bei Ebay alles mögliche Verkauft. Dazu brauchte es immer wieder kostenneutrale Verpackungen. Da ich so sparsam erzogen wurde musste ich mir eigentlich nie Verpackungsmaterial kaufen. Denn alle Päckchen und Packete die ich erhielt habe ich fein säuberlich aufgehoben und wieder verwendet. Mit etwas Geschick und Klebeband kann man Luftpolstertaschen und kleine Schachteln bis zu 3-4 Mal wieder verwenden. Selbst Pizzakartons oder Schachteln von Filtertüten oder ähnliches eignen sich noch sehr gut für den Postversand.

Kleiner Tipp: hässliches Geschenkpapier lässt sich immer noch verwenden um einen Bedruckten Karton damit zu verhüllen… einfach die weiße Rückseite nach außen, damit sind dann auch alte Versandaufkleber verdeckt und es sieht sauber aus. Wichtig ist nur das das Papier stramm am Karton anliegt, es keine Wellen oder leere Ecken gibt und die Kanten gut verklebt sind.

Müll vermeiden kann so leicht sein

Verpackungsmüll zu vermeiden kann so leicht sein und sogar noch Spass machen, wenn man sich das ziel setzt aus allem noch etwas sinnvolles heraus zu holen. Hier noch ein paar kreative Anregungen:

Jede Kleinigkeit zählt!

Auch kleine Verhaltensänderungen zählen und bringen uns dem Ziel Müll und Recourcen sowie Geld zu sparen näher. Fang einfach im kleinen damit an.

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