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Unterwegs … über München

Heute möchte ich Euch detaillierter berichten wie unsere Reise von Stuttgart nach Neukirchen beim Heiligen Blut war.

Ich hatte bei meiner Schwester in Stuttgart übernachtet und unsere planmäßige Stadtbahn ging bereits um 7:07 Uhr. Es war noch halb dunkel und sehr kalt. Die Sonne kündigte sich gerade mit zartem Morgenrot an.

Auf dem Bahnsteig der S-Bahn

Am Stuttgarter Hauptbahnhof sollten wir auf den EC 217 mit Fahrziel Graz umsteigen. Das schon alleine das Umsteigen am Hbf ein Abenteuer ist habe ich in meinem letzten Artikel „Unterwegs mit Stuttgart 21“ beschrieben. Leider erfuhren wir erst am Hbf das der Zug Verspätung hat.

Zuerst hieß es 15-20 Minuten, also nutzten wir die Zeit um eine Toilette aufzusuchen und uns Butterbrezel als Frühstück zu kaufen. An dem unübersichtlichen Bahnhof war überall viel los und wir wollten diese Menschenansammlungen aus den bekannten Gründen gerne meiden. Also gingen wir schon mal zu unserem Gleis.

Da wir im Zug möglichst weit vorne, wo weniger los ist (weiter weg vom Speisewagen) sitzen wollen gingen wir fast bis an das andere Ende des Bahnsteigs. Meine Schwester die sehr ortskundig ist zeigte mir von da aus das Gebäude unter dem die nächste Stadtbahn-Station ist. Wir befanden uns jetzt definitiv näher daran als an der Haltestelle „Hauptbahnhof“… es lag also schon eine kleine Wanderung hinter uns.

Mittels Durchsagen und in der Handyapp „DB-Navigator“ wurden wir immer wieder informiert, zwischen 20 und 40 Minuten variierten die Angaben wie viel Verspätung der Zug nun wirklich hat.

Langsam wurde uns kalt, denn es herrschte eine Temperatur von etwa 3 Grad. Mittlerer Weile war es ganz hell, aber immer noch bitter kalt. Nach 15 Minuten stillsitzen nutze es auch nichts mehr das man davor mit Gepäck um eine riesige Baustelle gewandert ist. Siehe dazu auch mein Text von vorgestern.

Richtig frustrierend wurde es dann als ein ICE nach München auf unserem Gleis einfuhr. Wir wollten ja nach München, durften diesen Zug jedoch nicht nutzen da wir ja Spartickets mit Zugbindung hatten und noch keine Bestätigung hatten das unser Zug so viel Verspätung hat das die Zugbindung aufgehoben ist.

Irgendein Zug nach München?

Ich muss mich nochmal darüber genau informieren ab wann man einfach einen anderen Zug nehmen darf. Das werde ich nach meinem Urlaub recherchieren und hier darüber berichten.

Unser Zug kam danach und fuhr dann mit 36 Minuten Verspätung endlich los. Wir waren erst mal nur glücklich endlich im warmen Zug zu sein.

Im Zug war es sehr angenehm leer, wir waren 5-6 Personen in dem ganzen Wagon. Es war also eine gute Idee an dieses Ende des Zuges zu gehen. Wir machten es uns an einem 4er Tisch gemütlich, ich konnte meinen Laptop auspacken und schreiben, wir hatten leckere Knappersachen dabei und dazu gab es frischen Kaffee aus dem Bordbistro.

Diesen hat meine Schwester selber geholt und dazu unsere Mehrwegbecher mitgenommen. Ganz zu unserer Freude durften diese befüllt werden. Aufgrund der Corona-Auflagen war das längere Zeit nicht erlaubt. Ob es die Preisreduktion bei eigenem Becher noch gibt weis ich leider nicht, weil meine Schwester beim bezahlen nicht darauf geachtet hat. Meine Vor-Corona Erfahrungen mit dem Mehrweg Kaffebecher hab ich in gleichnamigen Blogartikel aufgeschrieben.

Anschluss in München

Wie es zu erwarten war konnte der Zug die Verspätung nicht wieder einholen. Statt um 10:11 Uhr kamen wir erst 10:45 in München an und unser Anschluss war längst weg.

Am Münchner Hauptbahnhof sind wir deshalb zuerst in das DB-Reisezentrum um uns die Zugverspätung quittieren zu lassen, denn nur damit darf man mit einem Zugbindungs-Ticket mit anderen Zügen fahren.

Dieser Stempel ist wichtig bei Zugverspätungen

Das DB-Reisezentrum in München ist sehr gut organisiert, am Eingang wird man von einem Mitarbeiter begrüßt der einen auf die Pflicht des Tragens einer FFP2 Maske aufmerksam macht… was gut war, denn wir wussten zuvor nicht das dies in Bayern seit wenigen Tagen überall Pflicht ist.Und man in den Läden keine OP-Maske tragen darf. Dann muss man eine Nummer ziehen (so wie Autozulassungsstelle oder Arbeitsamt) die dann mit dem entsprechenden Schalter angezeigt wird. Zu dem Zeitpunkt als wir dort waren waren 16 Schalter geöffnet!!!

Es ging schnell bis wir dran waren und der Mitarbeiter dort war sehr freundlich und hilfreich. Er suchte uns alternative Reisemöglichkeiten heraus. Eine wäre gewesen in Cham und Lam umsteigen… (Bömische Dörfer für mich). Doch er meinte das es besser wäre mit dem nächsten durchgehenden Zug nach „Furth im Wald“ zu fahren und dort 1.5 Stunden auf den Bus zu warten. Der Haken an der Sache war allerdings das dieser Zug erst in 2 Stunden fährt.

Wir entschieden uns für diese Variante und das Beste aus dem unerwarteten Aufenthalt in München zu machen.

Spaziergang in München

Wir packten unsere Koffer in ein Schließfach und machten uns zu Fuß in die Innenstadt auf. Wir liefen bis zum Stachus und noch ein Stückchen weiter.

Vom Stachus ist momentan nicht viel zu sehen. Hier wird gerade eine Schlitschuhbahn gebaut. Auf dem Bild machen wir beide gerade etwas das momentan in Bayern gar nicht erlaubt ist. Diese Medizinischen Masken sind momentan in Innenräumen nicht mehr erlaubt. Überall ist das tragen einer FFP2 Maske Pflicht.

Das Karlstor kann man gut erkennen

Schonwieder in München

Unglaublich aber wahr, hier bin ich erst vor etwa 4 Wochen lang gelaufen. Meinen letzten Urlaub habe ich zum Teil in München verbracht und dieser ist noch gar nicht so lange her. Damit das ich nun nur wenige Wochen schon wieder in der Stadt sein würde habe ich nicht gerechnet. Das war schon ein komisches Gefühl. Auf den letzten Besuch in München hatte ich 3 Jahre gewartet. Ich wollte endlich wieder eine Freundin hier besuchen und alles das nachholen was wir bei meinem letzten Besuch 2018 nicht tun konnten. Damals hatte ich mir wenige Tage zuvor den Fuß verletzt und ich konnte nicht gehen. Tja und jetzt bin ich schon wieder da, wenn auch nur für 2 Stunden.

Da uns sehr kalt war und wir eine Toilette aufsuchen wollten, kehrten wir im traditionsreichen Cafe Rischart ein.

Nach dem Kaffee ging es wieder zurück zum Bahnhof, denn München war ja eigentlich nicht das Ziel unserer Reise.

Weiter mit dem ALEX

Weiter ging es mit dem ALEX ein von der Länderbahn betriebene Zugattung der Regentalbahn. Mehr dazu bei Wikipedia. In diesem Zug sollten wir nochmals über 3 Stunden verbringen. Auch hier hatten wir keine Sitzplatzreservierung. Diese war auch gar nicht nötig denn der Zug war nicht sehr voll.

Wir platzierten uns in einem Abteil das den alten D-Zügen sehr ähnelt. Aber die Ausstattung ist neu, die Sitzpolster sind modern und sauber und es gibt überall Streckdosen und auch funktionierendes Wlan.

Wir teilten uns das Abteil mit einer netten älteren Dame mit der wir auch ins Gespräch kamen. Weil ich von Anfang an die Füße hochlegen wollte ermutigten wir sie dies auch zu tun und so saßen wir drei gemütlich mit hoch gelegten Beinen auf 6 Sitzen und keiner der Zusteigenden machte anstalten sich zu uns zu setzten.

Doch der Wagon hatte wohl ein kleines Problem mit der Heizung, es war sehr warm! Aber damit konnte ich auch gut umgehen, ich zog zuerst die Fleecejacke und dann sogar mein Shirt aus und saß eine Zeit lang im schwarzen ärmellosen Top da. Es hat sich als sehr geschickt erwiesen bei solchen Fahrten statt einem Unterhemd ein Tanktop zu tragen.

Furth im Wald

Nach über 3 Stunden im Alex kamen wir endlich in Furth im Wald an und mussten uns dort nochmals 1.5 Stunden aufhalten. Furth im Wald ist nicht sehr attraktiv und die meisten Gasthäuser hatten geschlossen. Immerhin fanden wir einen Tedi und einen Nettomarkt in dem wir uns ungewöhnlich lange aufgehalten haben weil es so bitterkalt war. Da das Bahnhofsgebäude keinerlei Aufenthaltsmöglichkeit bietet, haben wir die letzten 20 Minuten in einem SB-Bereich einer Bank aufgehalten. Wir wollten dann einfach nicht mehr zu weit weg von der Bushaltestelle.

Furth im Wald ist ein Kaff… und uns war bitterkalt weil wir ja vorher im überheizten Zug saßen.

Von Hier ging es nochmal 20 Minuten mit einem Bus nach Neukirchen beim heiligen Blut. Wo wir erst ankamen als es schon dunkel war.

Weiteres werde ich hier berichten. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

2 Antworten auf „Unterwegs … über München“

Na ja, da ist eine Reise mit dem Auto dann doch etwas bequemer. Ich glaube, so wird das nix mit der Verkehrswende. Aber DANKE für den Bericht, und nachträglich alles Gute zum 50.!

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