Blogparade „Make your move for the climate“

Heute habe ich mich entschlossen mal bei einer Blogparade zum Thema Klimaschutz mit zu machen. Katrin Hilger von Hilgerlicious hat in ihrem Blogpost „Mobilität und Klimarettung“ dazu aufgerufen. Unter denn in Hastag #ClimatePactMovement findest Du weitere Beiträge zu diesem Thema.

Mobilität ohne eigenes Auto ist ja sowieso eines meiner Lieblingsthemen auf unterwegsistdasziel.blog, lies dazu „ich habe gar kein Auto“ oder „Auto-biografie“. Seit über 10 Jahren komme ich sehr gut ohne ein eigenes KFZ zurecht. Dies ist möglich geworden weil keinen weiten Weg zur Arbeit habe und dies zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen kann. Für größere Besorgungen oder Ausflüge nutze ich das Carsharing Angebot von Stadtmobil Südbaden.

Carsharing

Autofahren ohne eigenes Auto ist in meiner Lebensituation die beste Lösung. Für die tägliche Arbeit brauche ich kein Fahrzeug, das würde also nur rum stehen. Nur für unregelmäßige Unternehmungen wie Ausflüge oder Einkäufe brauche ich hin und wieder ein Auto. Je nach bedarf kann ich mir eines der Fahrzeuge von Stadtmobil Südbaden oder my-Ecar stundenweise anmieten, wie das genau funktioniert habe ich schon mal unter „So funktioniert Carsharing bei Stadtmobil Südbaden“ erklärt.

Ein Carsharing Fahrzeug teilt man sich mit vielen anderen Nutzern, dadurch werden die Kosten aber auch die Ressourcen, die es benötigt ein Auto herzustellen geteilt. Durchschnittlich ersetzt ein Carsharing Fahrzeug mindestens 4 Autos.

Die Fahrzeuge werden professionell gewartet und gepflegt. Das heißt sie sind technisch immer in gutem Zustand. Also gibt es weniger olle Dreckschleudern, was man von privat genutzten PKWs nicht immer sagen kann.

Carsharing-Anbieter setzten immer häufiger auf moderne Antriebssysteme wie beispielsweise Erdgas oder Elektro. Beides gibt es hier in Lörrach und bin ich schon mehrfach gefahren. Ich denke das die wenigsten Autobesitzer derartige Systeme schon mal ausprobiert haben.

Als Carsharing-Kunde hat man immer das Auto das man gerade braucht. Ich kann mir vor jeder Buchung aussuchen ob ich einen Kleinwagen, eine Limousine oder gar einen Kombi brauche. So bewege ich auch jedes mal nur so viel Auto wie wirklich nötig ist.

Umweltfreundlich verreisen?

Wenn Du meinen Blog schon länger kennst weist Du das ich gerne mit Bus und Bahn unterwegs bin. Das mache ich schon immer so, weil ich es von Kind an gewöhnt war mit dem Zug zu verreisen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen finde ich ganz angenehm und oft entspannter als mit dem Auto. Das beste daran finde ich das man im Zug oder Bus etwas anderes machen kann und sich nicht auf das Fahren konzentrieren muss. Sehr weite Stecken mit dem PKW zu fahren finde ich sehr anstrengend, auch als Beifahrer.

Flugreisen sind auch nicht so das was ich wirklich mag. Erst vor kurzem habe ich entdeckt das meine Art zu reisen seit neuesten auch „Terran Reisen“ genannt wird. In meinem Gleichnamigen Artikel habe ich diesen Begriff näher erklärt.

Keine Angst vor öffentlichen Verkehsmitteln

Ich denke das der Hauptgrund warum die Deutschen so gerne mit dem Auto reisen vorallem Faulheit ist. Das Eigene Auto kann man sich vor die Türe oder in die Garage stellen und man muss nicht erst hin oder gar Rücksicht nehmen auf Fahrpläne oder ähnliches. Aber diese Faulheit hat einen hohen Preis. Die meisten privat genutzten PKWs stehen die meiste Zeit nur rum. Gerade in städtischen Gebieten ist das Parken schon lange ein Problem. Ein KFZ ist für die meisten Haushalte die größte und teuerste Anschaffung, mehr gibt man eigentlich nur für Wohneigentum aus. Und beides wird heute meistens finanziert.

Die Menschen wohnen in in Wohnungen oder Häusern die noch nicht abbezahlt sind und fahren mit Autos die eigentlich noch der Bank gehören herum. Wohneigentum behält den Wert oder wird mit der Zeit sogar wertvoller… aber ein Auto verliert bei jeder Fahrt an Wert. Und selbst wenn es nur in der Garage steht. Alleine die Tatsache das es angemeldet war mindert den Wiederverkaufswert. Wirtschaftlich ist ein Auto eigentlich eine totale Katastrophe und wehe es passiert etwas? Ein Kratzer eine kleine Beule oder sogar ein Unfall der selbst verschuldet ist. Ein eigenes Auto ist ein Fass ohne Boden. Dieses Finanzielle Risiko wird von fast allen unterschätzt. Von Versicherungen und Autohändlern wird das ganze schön geredet, denn diese Branchen sind die einzigen die davon wirklich profitieren.

Für viele Autoverwöhnten Menschen ist es eine Zumutung in einem Bus oder Zug mit anderen Menschen zu reisen. Das kommt daher das sie es so sehr gewohnt sind in ihrer eigenen Blase im Innenraum ihres PKWs unterwegs zu sein. Auf diese weise entwickeln manche eine Angst oder gar einen Ekel vor anderen Menschen. Was meiner Meinung nach total widernatürlich ist. Der Mensch ist ein Rudeltier, in der nähe von anderen Menschen sollte er sich sicherer fühlen als ganz alleine. In unseren Autos sind wir jedoch ständig alleine unterwegs und das selbst in einem Verkehrs-Stau. Man nimmt die anderen Fahrzeuge nicht mehr als Personen wahr sondern einfach nur als Autos.

In einem Bus oder S-Bahn sehe ich die anderen Fahrgäste, ich kann sie angucken und beobachten. Ich kann wenn ich will mit ihnen reden oder auch nicht. Aber ich nehme wahr wie sie sich verhalten.

Ein interessanter Gruppeneffekt ist wenn in einem Reisebus die Leute dösen oder schlafen… alle werden ruhiger und bald dösen oder schlafen noch mehr Fahrgäste. Weil schlafende Menschen und unterbewusst beruhigen. „Dieser Mensch fühlt sich so sicher das er schlafen kann, also kann ich mich auch entspannen, es droht keine Gefahr“. Versuche mal in einem PKW als einziger Beifahrer einzuschlafen… das gelingt selten. Und findet der Fahrer oft auch nicht so angenehm.

Das es immer mehr Menschen gibt die die Nähe anderer Fahrgäste unangenehm finden, finde ich traurig. Früher als die Familien größer waren hatte jeder mehrere Geschwister und war gewohnt mit ihnen auf engem Raum zu leben. Ein verwöhntes Einzelkind mit eigenen Zimmer seit dem Kleinkindalter hat vielleicht schon Mühe mit den Schulkameraden im Bus zum Schulausflug zu fahren. Was sehr traurig ist. Für mich waren solche Klassenfahrten immer ein Highlight. Wenn ein Kind schon das als traumatisch erlebt… was soll dann erst im Berufsleben werden?

Umweltfreundlich fahren

Das ein Zug weit umweltfreundlicher ist als die gleiche Anzahl Fahrgäste in einzelnen PKWs habe ich in meinem Artikel „Warum ist Zugfahren umweltfreundlicher?“ näher beleuchtet.

Ich denke das je mehr Menschen gemeinsam ein Verkehrsmittel benutzen der Energiebedarf dieses Fahrzeug zu bewegen verhältnismäßiger und damit umweltfreundlicher ist. Der Individualverkehr ist ein Luxus den wir nicht immer nutzen sollten um ressourcenschonender zu leben.

Leider habe ich diesen Artikel zu spät fertig gestellt und er nahm an der oben genannten Blogparade deshalb nicht teil.

2 Gedanken zu „Blogparade „Make your move for the climate“

  1. spr-IT

    Na ja, theoretisch richtig. Aber in COVID-Zeiten ist das Sitzen auf engem Raum mit Fremden (in Fahrgasträumen mit fragwürdiger Sauberkeit) eher nicht so populär.
    Ich bin gespannt, wie es da in Zukunft weitergehen wird. Corona und Verkehrswende laufen konträr.

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    1. Uschi Beitragsautor

      Da hast Du leider recht. Die Corona Sache verstärkt die Angst vieler überhaupt in einen Bus oder Zug einzusteigen weil sie denken dort ist es besonders gefährlich.

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