1000 Teile Raus, Woche fünf

Die letzten Tage habe ich mich mit vielem anderen beschäftigt und wollte eigentlich nicht so sehr viel Zeit auf das Ausmisten aufwenden. Dennoch brodelte diese Challenge ständig im Hntergrund in meinen Gedanken. Es ist doch irgendwie gut wenn man sich solche Ziele vornimmt. Und für mich persönlich scheint es ganz wichtig zu sein das ich darüber anderen berichte bzw. es hier aufschreibe. Hätte ich nicht das Ziel gehabt am Mittwoch irgendwas berichten zu können, dann hätte ich mir diese Schublade wohl gar nicht vorgenommen.

Es handelt sich um die oberste Schublade meines „Wollschrank“. Eine elfenbeinfarbene Kommode aus Massivholz in meinem Wohnzimmer. Als ich damals 2011 in diese Wohnung eingezogen bin hatte ich sie als Aufbewahrungsort für meine Hobbys auserkoren. Es befanden sich darin verschiedene Bastelmaterialien, Nähutensilien, Häkelzeug, Strickzeug… Doch bald schon wurde das Möbel zu klein und die Nähsachen wurden umgesiedelt.

Handarbeitsschrank platzt aus allen Nähten

In den letzten Jahren habe ich Stricken und Häkeln immer mehr für mich entdeckt und das wurde selbstverständlich auch in meinem Umfeld bekannt. Seit Jahren bekomme ich immer wieder Handarbeitssachen „vererbt“. Tütenweise stecken mir Leute Materialsammlungen in die Hand und ich als sparsam erzogene Kreative die für alles noch irgendeine Idee hat hebe sowas gerne auf. Doch ich merke ich muss nun langsam bremsen.

Neulich habe ich aussortiert…

Ich dachte ich hätte neulich aussortiert, ich hatte gleich Mehrere Schachteln voller Wolle und Handstrickgarne die ich nicht mehr selber verarbeiten möchte bei Ebay verkauft. Zu meinem Entsetzen muss ich feststellen, das ist ja schon wieder weit über zwei Jahre her, denn es war vor Corona!

2018 hatte ich den Fuß gebrochen und ich saß 3 Monate lang zuhause auf meiner Couch und habe eine riesige Decke gehäkelt. Wenn Dich das interessiert findest Du Fotos und eine Anleitung dazu unter „Eine Decke aus Granny-Squares“. Die Fotos die ich in der Zeit gemacht habe, hab ich später zu der Anleitung „Fäden vernähen für Anfänger“ verarbeitet. Die Tatsache das ich so viel Material zuhause hatte um ungeplant so ein Projekt zu realisieren hat mich in meiner Sammelleidenschaft bestärkt. Der volle Wollschrank hat mich damals gerettet nicht verrückt zu werden. Ständig alleine zuhause sitzen ist absolut nix für mich.

Nach dieser langen Krankheitsphase hab ich wieder viel mehr Wolle und Co gekauft, weil ich ja nun einen echten Sinn in so einer Vorratshaltung sah. Und das zu einer Zeit wo noch keiner was von einer Pandemie und einem monatelangen Lockdown geahnt hat.

Zurück zu meiner Schublade

Weil diese Woche nicht viel Zeit war wollte ich nur mal die oberste Schublade sichten und ausmisten. So gross ist sie gar nicht, aber ich war entsetzt was da alles rein passt!

Ich fand 13 begonnene Häkelprojekte von denen ich nicht mehr weis was es genau werden sollte. Einzelteile für Amigurumis, es könnten Beine oder Hasenohren sein, oder sowas… keine Ahnung. Wenn ich nicht mehr weis zu welchem Tierchen das Teil gehört, dann werde ich das Projekt garantiert nicht mehr fertigstellen.

Zwei halbe Babyschühchen. Vor einigen Jahren hatte ich mal ne Phase da habe ich gerne Babyschühchen zur Geburt verschenkt. Die meisten der Beschenkten Babys gehen schon lange zur Schule. Und ich habe den Spaß daran verloren. Vielleicht liegt es auch daran das ich nicht mehr so viele Leute kenne die gerade Babys bekommen.

Gestern habe ich allein 13 begonnene Projekte in den Müll entsorgt. Es ist schade und man hätte die Kleinteile sicher aufribbeln können, aber das hätte mich ja noch mehr frustriert.

Die nie fertig gestellten Sachen sind mir irgendwie so unangenehm das ich sie lieber nicht fotografiert habe.

Geht es Dir auch so das Du lieber irgendwas neues beginnst als ein altes Projekt fertig zu machen?

Ausgemistet aus nur einer einzigen Schublade

Gefunden habe ich des weiteren eine Dose eingetrockneten Klarlack, zwei Gürtelschnallen, zwei Dosen schwarze Perlen (die wollte ich mal als Augen für Amigurumis, allerdings sticke ich sie jetzt lieber auf).

Die Knäuel auf dem Bild möchte ich die kommenden Tage bei Ebay einstellen, deshalb habe ich schon eine Schachtel dazu ausgesucht.

Die Gürtelschnallen werde ich in einer Makramee-Gruppe anbieten, denn ich denke für sowas eignen sie sich super.

Das zweite Bild zeigt ein kleines Desaster… mir ist beim durchsuchen eine Tüte mir Wackelaugen aufgegangen und nun sind sie überall verstreut!!! Ich werde also morgen Nachmittag die Schublade komplett leer machen müssen um alle Augen einzusammeln. Ich bin sicher da findet sich noch mehr, aber das nehme ich dann für die nächste Woche.

Was ich diese Woche aussortiere:

  • eingetrockneter Klarlack
  • zwei Gürtelschnallen
  • zwei Dosen schwarze Perlen
  • 1 Tüte Streusterne
  • 13 UFOs von denen ich nicht mehr weis was es werden sollte
  • 15 Knäul Baumwollgarn/Glitzergarn das ich verkaufen möchte
  • 9 Wollreste die ich weggeben will

43 Teile plus die bisherigen 134 (Siehe Woche vier) = 177 von 1000 geschafft.

Vielen Dank an Elke von Valomeas Flickenkiste für diese echt motivierende Linkparty. Ich finde es immer wieder inspirierend bei anderen Teilnehmern zu lesen wie es ihnen mit „weniger ist mehr – 1000 Teile raus“ ergeht. Es mach einfach mehr Spaß wenn man anderen von seinen Erfolgen erzählen kann.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

4 Gedanken zu „1000 Teile Raus, Woche fünf

  1. taccita

    Oh ja, wenn mir ein spannendes Projekt über den Weg läuft, fang ich auch liebend gerne damit an. Dadurch gibts immer mal wieder Ufos.
    Wenn ich die Glitzerwolle sehe… Hach… Ich hab aber selbst genug Wolle, deshalb klick ich hier ganz schnell weg, wenn der Kommentar fertig ist.
    LG von TAC

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  2. Valomea

    Da sagst Du was: ja, Neues anzufangen macht oft mehr Spaß als begonnenes weiter zu werkeln. Aber ich beobachte seit ein paar Jahren sehr genau, wozu das führt. Und so viele UFOs machen mich dann auch nicht glücklich! Es ist nicht leicht, sich diesen unvollendeten Werken zu stellen. Das kann ich gut verstehen. Aber gerade das muss unser Ziel sein: dass wir uns dieser Dinge bewusst werden. Damit in Zukunft nicht noch mehr solche einsamen Ohren liegen bleiben. Ich führe ja seit ein paar Jahren ziemlich sorgfältig Buch über meine UFOs, deshalb finde ich nicht mehr so oft längst vergessene Projekte. Und das ist gut so!
    Herzliche Grüße an Dich!
    Elke

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    1. Uschi Beitragsautor

      Buchführen über begonnene Projekte… oha! Okay im Patchwork Bereich macht das sicher Sinn, weil man sonst echt den Überblick verliert über die vielen kleinen Einzelteile

      Antworten
      1. svenskflickan

        Moin. AlsoÄhm…..ich habe….hüstel….in meinem TageBuch eine kleine Liste mit meinen UFOs. Öhem. Sind zur Zeit auch „nur“ 4. 1 fast fertig 💪🏻.
        Aber Anleitungen und Vorschläge sind aber auch verführerisch. 😐🙄🤷🏼‍♀️😉😉

        Den Knäuel „Bernstein“ hab ich auch 😁😁
        Mit „Natur“ zusammen sind TopfLappen entstanden. Grannies……. TopfLappen im GrannyStil……

        Häkelnde Grüße 🧶🧶🧶😁
        DbF👋🏻👋🏻

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