Ein Jahr nach dem Lockdown

Heute ist es genau ein Jahr her als ich mein persönliches Lockdown Tagebuch mit dem Tag 80 abgeschlossen habe. Am 6.3.2021 lagen 80 Tage „Zwangsfreizeit“ hinter mir.

In diesen 80 Tagen hatte ich Kurzarbeit Null weil mein Arbeitsplatz das Warenhaus geschlossen war. So lange Zeit ohne eine feste Aufgabe hatte ich zuvor noch nie in meinem Leben. Doch die viele freie Zeit war nicht nur Spaß. Die damalige Situation hatte mir schon etwas Angst gemacht. Angst um den Erhalt meines Arbeitsplatzes, um meine Finanzielle Situation und auch um meine Gesundheit. Wobei bei letzterem die Angst vor dem Corona-Virus die einzige war. Ich hatte massive Probleme mit meinen Krampfadern. Meine Beine haben das viele Nixtun nicht so gut vertragen und meine Venenklappen versagten zum Teil den Dienst.

Aus diesem Grunde mussten meine Krampfadern mit der Stripping Methode entfernt werden. Eine Zusammenfassung meiner Erfahrungen habe ich unter „Krampfadern Ziehen“ veröffentlicht. Mein persönliches Fazit nach genau einem Jahr: Ich bin froh das ich die Eingriffe haben machen lassen, meinen Beinen geht es seither erheblich besser. Fotos von meinen Beinen habe ich am 20.Juni gezeigt.

Bis heute ist nur noch ein Besenreiser am Oberschenkel zurück geblieben. Dieser befindet sich so weit oben das er mich eigentlich nicht stört. Beschwerden habe ich davon keine. Das wichtigste Fazit insgesamt: Die Füße werden nicht mehr dick.

Was in dem vergangenen Jahr alles war?

Beruflich war es ein sehr turbulentes Jahr, mit vielen beängstigenden Situationen. Nach dem Schutzschirmverfahren ging unsere Firma in eine „Planinsolvenz“ und wir bekamen Monatelang „Insolvenzgeld“. Doch auch danach immer wieder Kurzarbeit. Unsere Arbeitszeiten wurden fast jeden Monat neu verhandelt und kaum ein Monatsgehalt war gleich wie das im Monat zuvor. Meine „Lohnzettel“ waren plötzlich Seitenlang und kaum jemand konnte sie wirklich verstehen.

Selbst die Abrechnung für diesen Monat verstehe ich noch nicht ganz. Da erscheinen Positionen und Beträge sie oben hinzu gerechnet werden um weiter unten wieder abgezogen zu werden. Und ständig „Nachverrechnung mit Vormonat“ ?!

Das Kaufverhalten der Kunden ist bis heute nicht wieder so wie wir es vor Corona kannten.

Das Kaufverhalten der Kunden hat sich verändert und ich denke mal das es auch nie wieder ganz so wird wie es früher mal war. Ich sehe es ja schon an mir selbst. Mein Verhalten zum Geld ausgeben hat sich geändert. Manche Dinge spare ich mir einfach und in wieder anderen Bereichen gebe ich mein Geld bewusster aus. So zum Beispiel zum essen gehen. Das war etwas das ich früher nicht als wichtiger Kostenfaktor geplant hatte. Doch in der heutigen Zeit plane ich das ganz bewusst: „Dieses Geld möchte ich in der Gastronomie ausgeben“, einfach nur weil ich erfahren habe wie es ist wenn es diesen Branche nicht mehr gibt. Bevor ich mir irgendeinen Spaß-Artikel im Internet bestelle gebe ich diesen Betrag doch lieber in einem Restaurant aus.

Was ist dieses Jahr ganz anders als letztes?

Letztes Jahr im Lockdown war ich täglich zu Fuss unterwegs und ich musste mich mit Freunden und bekannten zum Spazieren Absprechen um mit Menschen reden zu können. Dieses Jahr ist meine persönliche Situation eine andere. Freunde von mir hatten mir für zwei Monate ihr Auto überlassen und ich war damit sehr viel zu und mit meiner Mutter unterwegs. Sie hat diese Zeit sehr genossen, so viel wie in den letzten zwei Monaten hat sie mich seit Jahren nicht gesehen (letztes Jahr im Januar und Februar nur einmal!). Doch auch ohne sie war ich des öfteren mit dem PKW unterwegs. So war ich zwar in einem größeren Radius unterwegs, habe aber viel weniger Fotos davon gemacht.

Auch außerhalb meiner Arbeit habe ich viel mehr Menschen getroffen, zum Teil auch Leute die ich schon seit langem nicht mehr gesehen habe. Spontan einfach Leute Treffen hab ich im Lockdown sehr schmerzlich vermisst.

Endlich wieder Termine und Ziele auf die man sich freuen kann

Jetzt im März gibt es auch endlich wieder Ziele und Termine auf die ich mich freuen darf. Als erstes darf ich mich am 18.3. auf das verschobene Konzert mit Nino de Angelo freuen. Ich hoffe das es auch wirklich endlich stattfindet.

Ganz genau die Fahrt dort hin geplant habe ich aufgrund der Situation noch nicht. Leider ist immer noch unklar wer mich dort hin begleitet. Also wenn Du Interesse hast Nino in einem Livekonzert zu erleben, und bereit bist 1-2 Nächte zu übernachten, dann melde Dich bei mir!

Spaziergang bei Schönau

Dieses Foto ist bei einem Spaziergang letzte Woche mit meiner Schwester in Schönau entstanden. An den Schattigen Hängen lag noch Schnee. Ich hoffe ich werde jetzt im März wieder viel mehr Fotografieren.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

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