Samstagsplausch am 28.5.2022

Die vergangene Woche war nicht ganz so spektakulär wie das letzte Wochenende. Am Samstag hatte ich Euch von meiner Fahrt „in vollen Zügen“ nach Hamburg berichtet. Doch am Montag ging es wieder zurück. Diesmal hatte ich vorgesorg einen Platz reserviert.

Früher war ich ja der Meinung eine Sitzplatzreservierung lohnt sich nur in bestimmten Fällen und habe darüber einen ausführlichen und seit Jahren oft gelesenen Blogbeitrag geschrieben „Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung“. Doch nach dem Trubel am Freitag wollte ich auf Nummer sicher gehen und die Rechnung ging auf. Allerdings gabs dann doch etwas Aufregung wegen eines Notarzt Einsatzes im Zug.

Wo war meine Woche

Dienstag, Mittwoch und Freitag musste ich Arbeiten. Donnerstag war ja Feiertag wobei ich gar nicht weis ob dieser Bundesweit gilt. Ich hab den Tag nur dazu genutzt meinen Haushalt auf Vordermann zu bringen und 4 Maschinen! Wäsche zu wachen. Die letzten Wochen war einiges liegen geblieben und ich hab die Winterjacken gewaschen um sie nun endgültig im Schrank versinken zu lassen.

Die Arbeitstage waren anstrengend. Meine Kollegin hat Urlaub und ich war deshalb fast permanent alleine auf dem Stockwerk. Ich arbeite in einem Warenhaus in der Stoff/Kurzwarenabteilung. Des weiteren gehört der Bereich Tischwäsche (Sofakissen und co.) dazu und seit einigen Monaten nun auch die Kofferabteilung.

Letztere stellt eine ganz neue Herausforderung dar und ich habe vorher nicht gedacht das es so beratungsintensiv sein kann. Aber auch wenn Kunden sich umschauen ohne Beratung zu wünschen muss man sehr oft hinterher aufräumen (ähnlich wie in der Stoffabteilung, manche Kunden hinterlassen eine Schneise des Durcheinanders hinter sich) bei den Koffern sieht das nur noch schneller chaotisch aus… denn die meisten Modelle haben 4 Rollen und sind dann schnell mal „irgendwo“. Und wenn dann noch ein kleines Kind „Domino spielt“… ist das Chaos perfekt.

Mein Hauptjob besteht also momentan darin zwischen Stoff Abteilung und Kofferabteilung hin und her zu laufen und Chaos zu beseitigen.

Kundenfrequenz normalisiert sich nur langsam

Seit dem Frühjahr 2020 ist bei uns im Warenhaus nichts mehr so wie es mal war. Monatelange Lockdowns, Maskenpflicht und zahlreiche Auflagen haben das Verhalten der Kunden so sehr verändert das bis heute nicht die Anzahl an Kunden in unseren Laden kommen wie früher.

Bei uns in der Belegschaft gab es dadurch natürlich auch zahlreiche Veränderungen. Seit über einem Jahr arbeiten wir im Grunde mit „Notbesetzung“. In meiner Abteilung ist eine Kollegin in Mutterschutz gegangen und wurde bis heute nicht ersetzt. Zwar haben wir eine neue Mitarbeiterin für die Kofferabteilung. Aber sie ist nur einmal die Woche da und die Koffer sind bei weitem mehr Arbeit als man an einem Tag erledigen kann.

Als letztes Jahr die Entscheidung getroffen wurde das Koffer zu uns auf das Stockwerk kommen sollen hatte ich von der Materie null Ahnung und ich hab mir binnen weniger Monate sehr viel Fachwissen und Materialkunde selber beigebracht… Es lebe das Internet! Dank Google und co weis ich nun auch solche Details wie „was hat der Aufkleber ABS“ auf einem Koffer zu bedeuten? ABS steht in dem Falle für Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer. Nun weis ich also auch über die Eigenschaften verschiedener Kunststoffe Bescheid.

Das Leben ist ein Lebenslanger Lernprozess…. oder wie meine Berufsschullehrerin zu sagen pflegte „Handel ist wandel“. Wie recht sie damit hatte, seit meiner Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau (1988-91) hat sich unser Beruf extrem verändert.

Gestern war Brückentag

Nach dem Feiertag am Donnerstag war gestern endlich mal wieder richtig viel los in den Läden der Innenstadt. Es war zwar schönes Wetter aber noch nicht so wirklich warm für Schwimmbad und co. Ich denke wir alle empfinden den Einkaufstrubel an einem belebten Wochenende viel extremer als früher weil wir durch diese ganze Corona-Sache ganz entwöhnt sind.

Heute sollte erwartungsgemäß ein richtiger „Großkampftag“ werden. Ich gehe dem aber entspannt entgegen, denn heute ist meine „Kofferkolleign“ da und ich kann mich ganz auf meine Stoff und Kurzwaren-Kunden konzentrieren. Hoffentlich kommen diese aber auch. Die letzten Monate waren unsere Umsätze immer noch weit unter den Erwartungen geblieben. Langsam sollte es sich endlich normalisieren, sonst haben wir erneut Grund zur Angst um unsere Arbeitsplätze.

Was habe ich diese Woche gehandarbeitet?

Momentan mache ich das erste Mal bei einem „CAL“ einem „Crochet Along“ mit. Das heißt jeden Tag wird nur ein kleiner Teil einer Häkelanleitung veröffentlicht und alle Teilnehmer häkeln zeitgleich mit.

Ich häkle mit Frau Tschi-tschi beim Sommer CAL mit. Weil ich mich nicht ganz entscheiden konnte ob ich die Sommerdecke aus Polyacryl oder aus Baumwolle machen will hab ich einfach beides begonnen. Die Decke aus Baumwolle häkle ich aus vorhandenen Resten. Begonnen hab ich mit verschiednen Braun und Beige tönen aber ich denke wenn die zur Neige sind wird es bunter… mal sehen…

Die Decke aus Schachenmayr Bravo wird von Gelb-Grün und Braun dominiert und dafür hab ich extra einen kleinen Großeinkauf gemacht. Bei diesem beliebten aber preisgünstigen Material ist das ja kein Problem. Und wie ihr oben gelesen habt bin ich ja jeden Tag „an der Quelle“ und kann jederzeit Material nachkaufen.

Der CAL macht mir richtig Spaß, das ist echt cool wenn man vorher nicht genau weis was morgen oder übermorgen dazu kommt. Das macht die Sache spannend.

In meiner Kirchengemeinde haben wir gerade eine Mitmach Aktion bei der wir freiwilligen Teilnehmer das Neue Testament innerhalb von 60 Tagen durchzulesen. Witzigerweise der gleiche Zeitraum wie der Crochet Along. Also habe ich mir angewöhnt jeden Morgen eine Reihe (an beiden Decken) zu häkeln und währenddessen die entsprechenden Bibeltexte anzuhören. Das ist toll! Aus Arbeitstechnischen Gründen (Nebenjob zweimal die Woche morgens) kann ich das nicht jeden Tag am Morgen machen und an den Tagen „fehlt“ es mir schon.

Hier nun ein paar Fotos von meiner Häkeldecke:

Das war die erste Woche
auch unterwegs im Zug habe ich jeden Tag weiter gemacht

Auf dem untersten Bild siehst Du auch die Schachtel mit meinem „Großeinkauf“. Es handelt sich um Schachenmayr Bravo und Bravo Baby Smiles (hellgrün und hellgeblb) die Bravo Baby smiles ist zwar minimal dünner, lässt sich aber ohne Probleme zusammen verarbeiten. Die beiden grösseren Knäule sind von Rico „Basic Acrylic“ ist vergleichbar mit der Bravo. Diese verwende ich mit, weil ich das helle Gelb so sehr mag.

Ob ich das dunkle Grün und Braun wirklich verwende wird sich zeigen. Aber ich vermute das bleibt sowieso nicht meine letzte Decke dieser Machart. Denn es macht richtig Freude mit den unterschiedlichen Mustern zu spielen.

Jetzt wünsche ich Dir noch viel Freude beim Samstagsplausch von Kaminrot. Ich mache mich fertig zur Arbeit im Warenhaus und heute Abend geht es zu einer Karaokeparty auf die ich mich sehr freue.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

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