Samstagsplausch am 24. September

Samstag morgen und ich plausche mit Euch über alles was mich gerade bewegt. Diesen Text verlinke ich bei der Linkparty Samstagsplausch von Kaminrot.

Diese Woche war wieder sehr anstrengend und arbeitsreich für mich. Aber meine gesundheitlichen Probleme mit den Beinen sind besser geworden. Vermutlich hängt das damit zusammen das ich wirklich „kürzer getreten“ bin und bei meinem Nebenjob eine Woche Urlaub hatte.

So konnte ich jede Nacht länger schlafen. Und ich hab mehrfach weit über 8 Stunden geschlafen! Das zeigt doch das mein Körper Nachholbedarf hat.

Letzten Samstag hatte ich Tickets

Noch ein trauriger Nachtrag zu letzte Woche. Am Samstag den 17.9. fand endlich wieder der „international Thomas Anders-Fanday“ statt. Eine Veranstaltung mit dem sympathischen Sänger der früher bei Modern Talking war, die für mich persönlich schon seit über 25 Jahren eine Tradition. Bis Corona gab es diese Party einmal im Jahr. Ich hatte Tickets für mich und zwei Freundinnen für die einst auf den 28.3.2020 datierte Veranstaltung.

Erst als im Februar 2020 die Absage für dieses Event kam, begann ich zu begreifen das diese Corona-Pandemie unser aller Leben massiv durchschütteln würde, Ich hab damals darüber geschrieben: „Auf einmal betrifft es mich doch“. Jetzt endlich nach 2.5 Jahren konnte die Veranstaltung nachgeholt werden!

Aber leider ohne mich, denn aus Betrieblichen Gründen konnte ich nicht frei nehmen. Wir sind momentan einfach zu wenig Personal und die Kunden, die so lange nicht mehr zu uns in den Laden kamen kommen nun endlich wieder. Momentan kämpfen wir um jeden Euro Umsatz.

Arbeit Arbeit Arbeit

Dementsprechend geknickt war meine Stimmung am vergangenen Wochenende. Ich wäre so gerne in Ransbach-Baumbach dabei gewesen.

Das Hauptargument warum ich nicht frei nehmen konnte war. Das eine Kollegin Urlaub hatte und man könne meine Kollegin bei dem erwarteten Umsatz nicht alleine lassen… verstehe ich ja, so grundsätzlich.

Doch diese Woche sieht es so aus: Eine Kollegin hat Urlaub, die andere Kollegin ist krank und ratet mal wer am heutigen Samstag den Einzelkämpfer macht?!

Im Gegensatz zu letzte Woche ist Regen angesagt (also mehr los im Laden), wir haben eine umfangreiche Werbung mit vielen Koffern und gefühlt wollen alle warme Wohndecken kaufen! Meine persönliche Prognose ist das mein Stockwerk heute mehr Umsatz macht als letzten Samstag.

Fachkräftemangel

So nennt man das Problem in anderen Branchen. Doch in Wahrheit fehlt es nicht mehr nur an Mitarbeitern mit einer gewissen Qualifikation, sondern es fehlt überall an Mitarbeitern. Egal wo, in der Gastronomie, Pflege, Arztpraxen und eben wie bei mir im Einzelhandel. Bei uns in der Firma ist es mittlerer Weile so das wir fast jeden einstellen. Die Erwartungen an die Bewerber sind derart herunter geschraubt worden.

Andere Firmen haben diese Probleme auch. Diese Woche musste ich mehrfach mit Lieferanten telefonieren um etwas abzuklären. Bei einer renommierten Gardinenfirma musste ich etwas fachliches Fragen… es brauchte 3 Telefonate bis ich endlich eine Mitarbeiterin am Telefon hatte die mir Auskunft geben konnte. Die erste gab zu „ich bin neu hier, ich weiß das nicht“ die zweite konnte den Vorgang angeblich nicht finden. Die Antwort „Rufen Sie bitte morgen nochmal an, heute ist keiner mehr da, der das beantworten kann“ ist mehr als unbefriedigend wenn ein Kunde neben einem steht,

Ganz ähnlich ging es mir bei einer Koffer-Reperatur, ein Garantiefall bei einer sehr bekannten Marke. Eigentlich ist die Firma berühmt geworden für ihren guten Service. Aber momentan bekomme ich einfach keine zeitnahen Auskünfte ob und wann der Koffer nun endlich zurück kommt.

Es ist nicht mehr alles so wie vor Corona,

Es funktioniert einfach nicht mehr alles so wie vor Corona. Doch die Menschen denken weil jetzt die Einschränkungen und die Maskenpflicht weg ist könnte alles wieder so laufen wie früher. Das ist aber nicht der Fall.

Und ich als Verkäuferin an der „Front“ zum Endkunden muss das immer öfter den Leuten erklären, das manche Artikel nicht mehr lieferbar sind, oder manche Services länger dauern oder eben gar nicht mehr möglich sind.

Warum ist das so?

Nicht nur das ich momentan mehr Kunden bedienen muss weil wir so schlecht besetzt sind, ich muss den Kunden auch immer öfter erklären warum wieso irgendwas nicht da ist, nicht funktioniert und ähnliches. Die Leute erwarten wenn sie die Verkäuferin danach mehrfach löchern wird die Situation dadurch besser… wird sie aber nicht!

Viel zu oft muss ich Lügen oder mit irgendeine Erklärung ausdenken. Ob nun Corona, Rohstoffmangel, Krieg, Energiekriese oder Personalmangel genau der Auslöser ist warum dieser oder jener Artikel gerade nicht da ist weiß ich nicht und es gibt auch niemanden den ich fragen kann!

Auch wenn man mich 5 mal danach fragt, ich kann immer noch nicht zaubern!

Ich tue was ich kann

Aber ich stoße immer öfter an meine Grenzen, es geht einfach nicht alles gleichzeitig. Im Grunde muss ich permanent entscheiden „welche Arbeit lass ich jetzt liegen, welchen Kunden lass ich unbedient stehen?“ denn zerreißen kann ich mich nicht!

Etwas Postives zum Schluss:

Damit dieser Blogpost nicht nur ein Gejammer ist muss ich Euch hier auch noch was schönes zeigen. Die Tage konnte ich auch mal etwas „abschalten“ und an der Nähmaschine etwas hübsches zaubern:

gefütterte Geschenktasche

Ich habe begonnen für unseren Weihnachtsbasar zu nähen. Entstanden sind gleich mehrere Geschenkbeutel mit Innenfutter und hübschen Griffen. Schnittmuster gabs dazu keines. Ich hab mir einfach ein paar Youtube-Videos angeguckt und dann daraus kombiniert etwas selber ausprobiert.

Ich schneide jede diese Taschen „nach Schnauze“ zu. Also so wie es gerade kommt. Dadurch wird jede anders. Das ist so gewollt, denn alles gleichmäßig und einheitlich sieht ja aus wie industriell gefertigt.

Die oben gezeigte Tasche ist mit rotem Satin gefüttert, dieser Stoff war mal ein Abendkleid mit sehr weitem Rock. Als ich dieses entsorgen wollte habe ich es „ausgeschlachtet“, denn soo viel schönen Stoff mochte ich nicht entsorgen. Für Weihnachtliche Taschen ist die Farbe ideal.

Täschchen für ein kleines Mädchen

Dieses rosa Täschchen habe ich für die Enkelin einer Freundin gemacht. Ganz spontan einfach zugeschnitten wie es mir in den Sinn kam.

Mit tut das gut, einfach nur das Material schnappen und irgendwas hübsches daraus entstehen lassen. Das ist für mich meine mentale „Ausgleichsgymnastik“.

Mal sehen vielleicht schaffe ich es nächste oder übernächste Woche eine Nähanleitung für so ein Täschchen zu basteln.

Ich freue mich auf Besuch am Wochenende

Heute Abend kommt meine Schwester zu Besuch. Endlich mal wieder Sisterli-Zeit mit viel Gesprächen und Lachen. Darauf freue ich mich sehr.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf Unterwegsistdasziel.blog

4 Gedanken zu „Samstagsplausch am 24. September

  1. Pingback: Samstagsplausch am 1. Oktober 2022 | Unterwegs ist das Ziel

  2. Agnes

    Hallo,
    schön ist sie geworden, die Geschenktasche. Nimm die Problem von der Arbeit nicht mit nach Hause, du kannst es doch nicht ändern. Die Zeit ist so……,
    LG Agnes

    Antworten

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