Samstagsplausch am 29. Oktober 22

Diesen Samstagsplausch schreibe ich wieder von unterwegs. Doch wie jeden Samstag möchte ich einen Beitrag zur Linkparty bei Karminrot veröffentlichen.

Wie Zugverspätungen auch entstehen können

Als aller erstes muss ich erwähnen, das meine Anreise mit dem Zug gestern einwandfrei und pünktlich geklappt hat. Aber ich habe im Zug eine Situation mitbekommen, die mir so einiges klar macht.

Ich bin mit dem EC 8 von Basel nach Karlsruhe gefahren. In dem Zug waren sehr viele Plätze bereits reserviert. Auf der Suche nach einem unreservierten Platz begegneten mir drei junge Männer. Sie liefen durch 2 Wagons vor mir und unterhielten sich laut, so das ich dachte ich wolle nicht in deren nähe sitzen… doch leider als ich einen einzelnen freien Platz fand setzten sie sich in die Nähe auf reservierte Plätze.

Das war so eine Ecke mit 5 Sitzplätzen (gibts glaube ich nur noch in älteren EC-Wägen). Die drei blockierten kackfrech alle 5 Plätze, trugen keine Maske und unterhielten sich in einer Lautstärke das der halbe Wagen sie hörte.

Da der Zug aus der Schweiz kam, hatten andere Fahrgäste auch keine Maske an, doch kurz nach der Abfahrt kam eine Durchsage „Bitte beachten Sie das wir nun in Deutschland sind und Maskenpflicht herrscht“, alle anderen holten ihre Maske raus und zogen sie an. Nicht die drei jungen Männer, es schien ihnen egal zu sein, oder sie verstanden die Ansage nicht. Sie unterhielten sich angeregt und gut gelaunt in einer Sprache die ich für Arabisch oder ähnliches halten würde.

Fahrkartenkontrolle

Schon bald kam ein junger Bahnmitarbeiter und wollte die Fahrkarten kontrollieren. Erst mal taten die drei so als verstanden sie ihn nicht. Er forderte die Fahrkarte in deutsch, französisch, italienisch und englisch. Aber nur bei englisch reagierten sie wenigstens etwas und gaben ihm ein Schriftstück. Das war irgendein Ausdruck, hatte aber nix mit einer Fahrkarte zu tun. Der Bahnbeamte musste das mehrfach wiederholen! Als er merkte das die drei keine Fahrkarte haben wollte er einen Ausweis oder zumindest eine Adresse.

Aber auch dies haben sie angeblich nicht verstanden! Einer der drei holte einen ganzen Stapel Schriftstücke heraus, und der Bahnmitarbeiter suchte darauf irgendwo eine Adresse und fand keine.

Er fragte „where do you live?“ und der einzige der so tat als verstehe er ein wenig englisch antwortete „Germany“ und der Bahnbeamte „Town?“ der Typ antwortete Basel. Da Basel nicht in Deutschland liegt kann das ja schon mal nicht sein. Der Typ stellte sich weiterhin doof und wusste angeblich nicht was mit „Adress“ gemeint sein könnte. Aber auf die Frage „where do you go“ antwortete er „Hamburg“ und später auch mal „Köln“.

Der Bahnmitarbeiter wurde etwas lauter und resoluter und erklärte den drei das sie wenn sie keine Fahrkarte und auch keinen Ausweis dabei haben den Zug beim nächsten Halt verlassen müssen. Aber das wollten sie nicht „no no its okay!“

„If you dont leave the train, then we have to stop an wait for the police“! Das der Zug wegen ihnen stehen bleiben müsste wäre ihnen ja egal, aber „Police? no please no Police“ „Okay go out now!“

Kurz vor dem Halt in Freiburg drängte der Bahnmitarbeiter die drei ihr Gepäck zu nehmen und zur Türe zu gehen. Sie reagierten darauf überhaupt nicht überrascht. Es kann also nicht sein das sie nicht wussten das ich was verbotenes tun. Die beiden die angeblich kein englisch können nahmen völlig gelassen und langsam ihre Rucksäcke und gingen zur Türe. Nur den einen könnte man noch länger „no police , no police!“ sagen hören.

Ich und alle anderen Fahrgäste die das mitbekommen haben waren echt erleichtert als die drei wirklich ausstiegen. Jetzt weiß ich warum Züge aus der Schweiz so oft ab Freiburg eine Verspätung haben. Später sprach ich kurz mit dem dem Bahnmitarbeiter. Das kommt so oft vor das Menschen ohne Ausweis und Aufenthaltspapieren ohne Fahrkarte auffallen und sich dann weigern aus zusteigen. In so einem Fall muss der Zug dann wirklich stehen bleiben bis die Polizei da ist und die Leute raus geholt hat!

Echt schlimm das es offensichtlich eine beliebte Masche ist zu versuche auf die Weise ohne Fahrkarte zu reisen. Die Täter wissen genau wenn sie keinen Ausweis und keine Adresse dabei haben, können sie keine Anzeige wegen Schwarzfahren bekommen weil ja angeblich keiner weiß wer sie sind. Und kommt einer damit durch, erfahren das sofort hundert weitere und der nächste Zug ist voll mit Leuten ohne Tickets!

Wochenende in Landau

Ich bin dieses Wochenende in Landau in einem sehr modernen Hotel und heute Abend gibts ein Konzert mit Nino de Angelo und tagsüber werde ich mir ein wenig die Stadt angucken. Doch darüber berichte ich Euch nächste Woche.

Mein Abendessen gestern, Kalbsbäckchen im stylischen Restaurant „Curious Nine“ im Soho Hotel.

Mein Frühstück heute

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Ein Gedanke zu „Samstagsplausch am 29. Oktober 22

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