Ein Urlaubstag im Krankenhaus

Uff was war das heute für ein blöder Tag. Diese Woche habe ich Urlaub und eigentlich müsste ich mich über etwas Freizeit und Erholung freuen. Doch heute kam alles anders als geplant.

Als ich heute morgen aufstehen wollte war schon beim ersten Schritt klar… nicht gut. Ich kann nur unter Schmerzen gehen. Das linke Knie, das gestern schon gezickt hatte war noch schlimmer als Gestern. Beim Ausstrecken und beim Anwinkeln des Knies tut es weh. Je Größer der Schritt um so mehr… also mache ich erst mal ganz kleine Oma-Schrittchen.

Zuerst hoffte ich das es durch bewegen etwas besser wird. Doch spätestens beim Versuch die Treppe hinunter zu gehen bereute ich das ich kein Schmerzmittel genommen hatte. Die Treppe bis zu meiner Haustüre hat zum Glück rechts und links ein Geländer das ich heute morgen sehr intensiv genutzt hatte.

Die erste Erledigung die ich gleich um 9 Uhr machen wollte, war etwas auf der Hauptpost hier in Lörrach abholen. Normal brauche ich dahin keine 5 Minuten.

Ein Autounfall

In meinem Oma-Thempo kam ich nur bis zur Nächsten Kreuzung und dann ein lauter Knall. Ein Auto blieb mitten auf der Kreuzung stehen und als ich näher kam erkannte ich das es mit einem Motorroller zusammen gestoßen war. Mehrere Passanten kümmerten sich sofort um den am Boden liegenden Rollerfahrer. Der Fahrer des PKWs konnte im ersten Moment noch nicht aussteigen, weil der Verletzte vor seiner Fahrertüre lag.

Deshalb klopfte ich an sein Fenster und fragte ihn wo er das Warndreieck hat. Er konnte mir sofort beschreiben wo es sein müsste. Problem war nur das im Kofferaum noch einige Gegenstände darüber lagen. Aber ich fand es. (Frag Dich mal ob Du jederzeit jemandem sagen kannst Wo Dein Warndreieck ist!)

Ich platzierte das Warndreieck ziemlich mittig auf der Kreuzung um die anderen Autos zu warnen, damit sie überhaupt verstehen warum das Auto halb in der Kreuzung steht. Das Zweirad befand sich halb unter dem PKW deshalb riet ich dem Fahrer einfach stehen zu bleiben.

Während andere Passanten einen Krankenwagen riefen und sich um den Zweiradfahrer kümmerten, versuchte ich den Verkehr umzuleiten. Mittels Armbewegungen deutete ich allen kommenden Autos wo sie lang fahren sollten, die meisten verstanden was ich meinte und bogen ab um die Unfallstelle zu umfahren. Nur paar wenige waren stur und wollten gerade aus, was dann jedes mal zu Stau führte. Also wurde ich mit meinem Armbewegungen etwas bestimmender.

Ich hab so was noch nie gemacht, und mir vorher auch noch nie Gedanken darüber gemacht wie man spontan so einen Verkehrsknuppel auflöst und Stau verhindert. Aber nach paar Minuten klappte es sehr gut. Das mit das Bein bei jedem Schritt weh tat lies ich mir nicht anmerken, ich stand mitten auf der Kreuzung und wies den heranfahrenden Autos in welche Richtung sie fahren sollen.

Wirklich genervt hat nur eine ältere Dame in einem älteren roten Kleinwagen… sie war wohl durch mich und durch den hinter ihr fahrenden Krankenwagen so irritiert das sie nur im Schritttempo an mir vorbei eierte. Ich klopfte an ihre Schreibe und deutete ihr das sie schleunigst weg sollte, denn der Rettungswagen hatte nur wegen ihr das Martinshorn eingeschaltet.

Später sagte mir der Fahrer des Rettungswagen, mehrere Passanten und eine Polizistin das ich das mit dem Verkehr vorbei leiten richtig gemacht hätte.

Können Sie sich ausweisen?

Die Polizistin wollte auch genau wissen was ich gesehen habe. Aber das war ja nicht viel. Dennoch schrieb sie mich als Unfallzeuge auf. „Haben Sie mir einen Ausweis“… äh nein! Ich habe momentan keinen Personalausweis. Alles was ich habe um mich Auszuweisen ist eine „Verlustanzeige der Polizei“… „Ach sie kommen aus München?“ Nein dort ist nur mein Ausweis abhanden gekommen. Ich glaube ich muss diese Woche mal zur Lörracher Polizei um mir einen Vorläufigen Ausweis machen zu lassen.

Und dann in der Post wollte ich mit der Benachrichtigungskarte mein Paket abholen „Ausweis bitte“… ääh nee habe ich nicht. Die Verlustanzeige nutzt dem Postbeamten allerdings nichts, denn er braucht etwas mit Lichtbild. „Führerschein oder so“ aber auch das habe ich seit dem Verlust meines Geldbeutels in München nicht. Doch dann fiel mir ein das ich ja schon die neue Krankenkassenkarte mit einem Foto habe und damit konnte ich dem Pöstler zeigen das ich wirklich die Adressatin dieses Paketes bin.

Mal schnell etwas auf der Arbeit erledigen

Ich habe diese Woche Urlaub, doch am Samstag konnte ich etwas wichtiges nicht fertig machen. Ich musste mit einem Lieferanten telefonieren, und das wollte ich heute morgen schnell erledigen. Naja aus mal schnell anrufen wurden dann doch fast 2 Stunden.

Wie gewohnt laufe ich da im Laden viel hin und her (obwohl ich nicht meine normale Arbeit gemacht habe, sondern nur dieses liegen gebliebene Sonderzeug) meine Hoffnung das der Schmerz in dem Knie durch das Bewegen besser wird hat sich nicht bewahrheitet, es wurde immer schmerzhafter und unangenehmer!

Also beschloss ich ins Krankenhaus zu humpeln…

Um 11:45 meldete ich mich an der Notaufnahme im Krankenhaus an. Diese konnte ich dann erst um 16:45 Uhr wieder verlassen. Ohne klare Diagnose aber die wirklich gefährlichen Sachen wie Thrombose oder Verletzung des Kniegelenkes konnten ausgeschlossen werden. Als ich hin kam waren vor mir nur zwei Personen. Als ich weg geschickt wurde war es soooo voll, das Sanitäter mit Verletzten im Gang warten mussten. Da war mir dann schon klar warum man mich mit meiner ungefährlichen Kleinigkeit weg schickt.

In 5 Stunden Wartezeit hat man aus Langeweile auch mal die Idee ein Selfie zu machen… In dem Untersuchungszimmer saß/lag ich über 4 Stunden.

Dankbar das es nichts schlimmes ist

Ich bin jedoch froh und dankbar, das es nichts wirklich schlimmes ist. Ich darf das Bein weiterhin normal belasten und soll es nicht zu sehr schonen. Eine Freundin hat mir schon angedroht das sie morgen mit mir spazieren gehen will, da bin ich mal gespannt wie weit wir kommen.

Vielen Dank

Diese Freundin war auch so lieb und hat mich vom Krankenhaus nach hause gebracht. Danke dafür!

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4 Gedanken zu „Ein Urlaubstag im Krankenhaus

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  4. flotterblogger

    Der Weg war ja richtig abenteuerlich und dann noch mit abgeschlagenen Knie den Verkehr regeln, wie in alten Zeiten, als es noch keine Ampelmännchen gab, statt dessen gab es Verkehrspolizisten, die mit Trillerpfeife und Stab den Verkehr auf den Kreuzungen regelten. 💪😄

    Ich hoffe, dem Knie geht es bald wieder besser.

    LG Ostseemaus 🙋🏻‍♀️

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