Es geht besser 13. Dezember

Heute möchte ich Euch ein kurzes Update schreiben wie es mir gesundheitlich geht.

Meine Schmerzen in den Beinen sind viel viel besser. (Aber nicht permanent weg) Zwar ist das linke Knie immer mal wieder etwas „steifer“ als normal. Aber eben nicht permanent. Das Kniegelenk ist nicht verletzt und es gibt auch keine Schwellung oder ähnliches das auf eine Lokale Erkrankung oder Verletzung hinweist.

Die Arme und Schultern ärgern mich noch ein wenig mehr. Aber es ist weniger geworden. Die einzelnen Schmerzen sind nicht wirklich „schlimm“ aber störend, irritierend und sie beeinflussen mein Verhalten und Bewegungsablauf.

Bezüglich der Schultern bin ich ganz happy denn ich kann wieder schmerzfrei meine Tassen und Teller in den Hängeschrank räumen und heraus holen. Es gab ein paar Tage da tat jeder Griff nach den Fächern in Kopfhöhe weh.

Meine Finger sind permanent extrem kalt, ob ich Handschuhe trage oder warme Stulpen. Sehr angenehm sind heiße Tasse festhalten und warmes Wasser. Aus diesem Grund habe ich die vergangenen Tage sogar gerne Geschirr von Hand gespühlt! Warmwasser, Schwamm und Spüli waren sehr angenehm.

Motivation und Willenskraft kommen wieder

Am Sonntag morgen ging es mir beim Aufstehen besser als die letzten Wochen. Aus dem Bett in den Stand kommen ohne das irgendwas unangenehm weh tut! Schmerzfrei kam ich bis in die Küche wo ich meinen Kaffee vorbereitet habe. Dabei fiel mir ein das nach dem Gottesdienst zum „Podluck“ aufgerufen wurde. Das heißt ein gemeinsames Mittagessen bei dem jeder einfach einen „Pott“ mit etwas zu Essen mitbringt. Darauf hatte ich extreme Lust, denn nach 2 Wochen krank alleine zuhause, freut man sich über jede Gesellschaft. Aber was bringe ich mit?

Ich hatte noch selbst gekochte Gemüsesuppe im Tiefkühlfach… aber die sieht nach dem auftauen dann manchmal nicht so schön aus und wir deshalb vielleicht von den anderen verschmäht. Was habe ich denn noch frisches?

Kartoffeln! Mehlig kochende Bio-Kartoffeln mit denen ich vergangene Woche schon mal „Kartoffelstampf“ gemacht hatte, der sehr lecker war. Ja cool das mach ich! Aber dafür müssen die Kartoffeln geputzt und geschält werden und schöön lange gekocht. Viel Zeit war nicht mehr, ich musste sofort beginnen.

Noch vor meinem ersten Kaffee, ohne langsames „wachwerden“ auf der Couch, begann ich meinen größten Topf voll Kartoffeln zu schälen. Und es ging ohne Schmerzen in den Fingern!!!

Noch eine Woche zuvor hatte ich Mühe ein Messer zu halten, und für meine Mahlzeiten hatte ich die Kartoffeln ungeschält verarbeitet weil es mir zu aufwendig und schmerzhaft vor kam. Da ist auf jeden Fall eine Besserung meiner Beschwerden geschehen. Auch in meinem Kopf ist dieses „Oh nein das wird mir weh tun“ weg.

Nach dem Kochen konnte ich die Kartoffeln kraftvoll „Stampfen“, auch das tat nicht weh! Und das ich beim überwachen des Kochvorganges mehrmals hin und her laufen musste hat mich nicht gestört.

Ich werde wieder normaler

Auch beim Adventbasar nach dem Gottesdienst habe ich gemerkt das ich wieder mehr ich selbst werde. Ich kann wieder mit den Leuten quatschen, spaßen und die Handgerfertigten Waren anpreisen. Die Tage vor meiner Krankmeldung wäre ich vor den Kunden am liebsten davon gelaufen, wenn das nicht so weh getan hätte. Jeder Schritt, und jede zweite Armbewegung waren mir „zu viel“. Das ist jetzt wieder weg.

Welches Medikament hat mir geholfen?

KEINES

Mir wurde kein neues Medikament verschrieben, meine Hausärztin hat mir noch nicht mal eine Empfehlung ausgesprochen ob ich etwas gegen die Schmerzen nehmen soll oder nicht. Noch nicht mal ein Tipp welches Schmerzmittel eher ratsam wäre oder was ich meiden soll. Nichts, Niente, Nothing, Nada!

Das einzige was mich Hellhörig gemacht hat war die Frage „nehmen Sie ihr Schilddrüsenmedikament noch?“ dies hatte mich auch der andere Arzt den ich konsultiert hatte als erstes gefragt. Offensichtlich dachte man ich hätte es abgesetzt. Meine Schilddrüsenerkrankung, Hashimoto, kann in Ausnahmefällen auch ähnliches Symptome hervorrufen, wenn der betroffene Hormonhaushalt extrem durcheinander gekommen ist.

Durch was kann das durcheinander kommen?

  • Wechseljahre
  • Stress
  • Angst
  • Depressionen oder depressive Verstimmung
  • Traumatische Erlebnisse
  • Viruserkrankungen
  • … Impfung?

Im Internet fand ich mehre Artikel über das Thema das die Corona-Impfung bei Hashimoto-Patienten Probleme bereiten kann. Aber auch genauso viele Artikel die dazu raten das sich Personen mit einer Autoimunerkrankung zu der Hashimoto gehört unbedingt impfen lassen sollen. Naja egal! Ich bin geimpft und kann das nicht mehr ändern. Was mich bei dieser Impf-Dikussion aber stört ist, das sich die Verfasser darüber Gedanken machen was die Impfung auslösen könnte oder nicht… aber was eine Corona Erkrankung im Bezug auf Hashimoto macht scheint keinen zu interessieren.

Das zeigt mir einmal mehr das bei solchen Diskussionen nicht das Patientenwohl im Focus steht sondern andere Interessen!

Es gibt wissenschaftliche Studien, das es wohl wahrscheinlicher ist mit Hashimoto einen „schweren Verlauf“ zu entwickeln… Aber diese Studien sind von 2020 und dienten wohl nur dazu noch mehr Angst vor einer Covid-Erkrankung zu erzeugen.

Offensichtlich hat noch niemand danach geforscht was ein Milder Verlauf im Hormonhaushalt eines Hashimoto-Patienten bewirkt/ bewirken kann. Mein Eindruck ist beinahe das da manches „Long Covid“ oder sonswie genannt wird, weil man einfach nicht weis das es vielleicht mit der Schilddrüse zu tun hat. Dies ist keine Wissenschaftliche Behauptung! Um hier ein vertrauenswürdige Theorie aufzustellen fehlt mir absolut das Fachwissen!

Meine Theorie

Sieh Dir noch mal die Liste oben mit den Dingen die Hashimoto durcheinander bringen können an… und nun zu meiner Situation

Ich bin 51 Jahre alt (Wechseljahre?), Weihnachtsgeschäft (stressig wie jedes Jahr), Insolvenz (Existenzängste? Angst um Arbeitsplatz), November und Dezember gehts mir seelisch regelmäßig nicht so gut. Ich bin geimpft und ich hatte kürzlich Corona!

Ob nun „mit Corona in einer fremden Stadt ohne Geldbeutel und Papiere zu stranden“ (Siehe Samstagsplausch vom 15. Oktober) ein traumatisches Erlebnis ist, ist ja eigentlich unerheblich. Außer diesem Punkt treffen aus der Liste fast alle zu.

Fakt ist, seit dem tut mir immer wieder irgendwas weh, ich fühle mich schwach, müde, überarbeitet und mal mehr oder weniger überfordert. Woher kommt denn das?

Mir fehlt irgendwas

Irgendwas fehlt mir, entweder irgendein Vitamin oder Nährstoff oder die Dosierung meines Schilddrüsenmedikaments stimmt nicht mehr.

Weil kein Arzt wirklich was macht probiere ich jetzt selber. Ich probiere es gerade mit einer Nahrungsergänzung. Ganz nach dem Giesskannenprinzip, jetzt mal kurz von allem ein bissel viel… und siehe da, es geht mir langsam besser.

Zusätzlich probiere ich es aus ob es mir gut tut wenn ich von meinem Medikament für die Schilddrüse ein wenig mehr nehme.

Achtung! Das möchte ich niemandem weiterempfehlen! Bitte immer mit einem Arzt oder Apotheker absprechen!!!

im Moment denke ich das ich auf dem richtigen Weg bin! Heute gehe ich wieder zur Arbeit. In der Handtasche habe ich vorsorglich Schmerztabletten, falls es wieder so schlimm wird das ich nicht mehr freundlich bleiben kann.

Gestern Abend habe ich es sogar geschafft endlich die Haare zu färben. Das Färbemittel habe ich schon seit Wochen hier zuhause liegen, aber ich konnte mich bisher nicht aufraffen.

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Ein Gedanke zu „Es geht besser 13. Dezember

  1. lutrabee

    Du klingst auf jeden Fall wieder zuversichtlicher und mutiger und das ist schön, weil es sogar zwischen den Zeilen zu lesen ist.
    Ich wünsche dir einen angenehmen Arbeitstag!

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