Archiv des Autors: Uschi

Winterwunderland auf dem Blauen

Der „Blauen“ beziehungsweise der Hochblauen ist ein 1154 hoher Berg am Südwestlichen Rand des Schwarzwalds.

Ich bin ganz in der Nähe in Müllheim aufgewachsen. Von wo aus man den Berg mit der Markanten Silhouette jederzeit sehen kann. Ein Blick zu dem Gipfel, der wirklich meist blau erscheint zeigt den Anwohnern wie das Wetter ist oder wird.

Für meine Mutter, die aus ihrem Küchenfenster einen wunderschönen Blick auf den Berg hat, ist die Aussage „der Blauen ist weiß“ typisch. Doch dieses Jahr war die Bergkuppe gar nicht so oft in weiß gehüllt. Deshalb hatte sie letzten Sonntag die Idee wir könnten mal wieder „in den Schnee fahren“.

Der Gipfel des Hochblauen ist von meiner Mutter aus mit dem PKW in knapp 15 Minuten erreichbar. Aber da es eine sehr Kurvenreiche Strecke ist, ist das kein Weg den man jede Woche macht. Aber seit meiner Kindheit kenne ich regelmäßige Ausflüge auf den Hochblauen.

Ausflug auf den Hochblauen

Interessanter Weise war ich vor fast genau einem Jahr schon mit meiner Mutter auf dem Hochblauen und habe dort wunderschöne Fotos gemacht. Bei „Sonnenuntergang auf dem Hochblauen“ hatten wir allerdings etwas besseres Wetter als diesen Sonntag.

Am Sonntag war es etwas Nebelig, von Fernsicht keine Spur.

Doch umso mehr nahm man die Vereisten Bäume und Büsche wahr. Alles wirkte so verzaubert und unwirklich.

Es war richtig kalt, da brauchte es Mütze und Winterjacke. Viele Leute trugen Schneeanzüge und ein paar kleine Kinder waren beim Schlittenfahren.

Schon die Autofahrt bis zu Gipfel war ein Erlebnis, man kam sich vor als ob man durch einen Märchenwald fährt. Obwohl es mitten am Tag Temperaturen über Null hatte blieben die Bäume weiss. Denn das war nicht nur Schnee sondern gefrorener Nebel der sich auf den Ästen niedergelassen hatte. Wunderschön und faszinierend.

Meine Bilder wirken alle menschenleer. Doch es war recht viel Los auf dem Parkplatz neben dem Hochblauen Hotel. Es mussten sogar schon einige Besucher auf den etwas unterhalb liegenden Parkplatz ausweichen. Aber trotz der vielen Ausflügler, lag um den Gipfel eine ungewöhnliche Stille. Der Schnee und der Nebel wirkten wie ein Schalldämpfer. Auch wenn sich die Menschen unterhielten und die Kinder beim Schlittenfahren quietschten, die Wolke die den Gipfel umschlossen hatte schien alles aufzusaugen.

Ich war mit meiner Mutter unterwegs, die nicht mehr sehr gut zu Fuß ist. Auf geschlossener Schneedecke erst recht. Dadurch sind alle hier gezeigten Motive in unmittelbarer Umgebung des Parkplatzes entstanden. Mitten am Nachmittag.

Auf dem Hochblauen

An einem Sonntag Nachmittag auf dem Hochblauen ist bei schönem Wetter normal sehr viel los. Auch heute waren viele Spaziergänger unterwegs. Auch Familien mit Schlitten und kleinen Kindern. Doch die Meisten hatten den Aussichtsturm als Ziel, wobei ich ihn dieses Mal absolut nicht attraktiv fand… der Nebel war so dicht, das man schon die Spitze des Aussichtsturms kaum sehen konnte. Folglich waren es nur ein paar Verrückte die trotzdem hoch gingen. Denn von Oben konnte man sicher genauso wenig sehen.

Die meisten Spaziergänger folgten dem Rundweg um den Gipfel, der aber für meine Mutter leider auch zu viel ist. Das Hotel auf dem Hochblauen ist leider immer noch Baustelle und nicht geöffnet. Auch nicht das Cafe. Einzig ein rege besuchter Kiosk bietet Coffee to go an.

Mehr Fotos vom Hochblauen findest Du bei „Sonnenuntergang auf dem Hochblauen“.

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So war der Januar 2023

Wie jeden Ersten möchte ich heute mal wieder über meine Besucherzahlen schreiben. Mich persönlich motiviert das zwischen drin immer wieder, aber ich hoffe das ich Euch damit nicht langweile.

Meine Blogstatistik im Januar

Die Aufrufe lagen mit knapp 11 Tausend Zugriffen etwas unter denen vom Dezember. Was ich jedoch für normal empfinde, denn durch die Feiertage hatten viele Blogbesucher viel mehr Zeit zum lesen.

Vergleicht man die Zahlen mit denen von vor einem Jahr ist eine klare Steigerung zu erkennen. Im Januar 22 waren es 8500 Zugriffe von nicht ganz 6000 Besuchern. Vergangenen Monat 11000 Zugriffe durch 7500 Besucher.

Meine Erfolgreichsten Blogposts im Januar

Am Meisten aufgerufen wurde „Handstuplen mit Daumenloch“ mit 1700 Zugriffen. Das habe ich vor allem Pinterest zu verdanken, wo meine entsprechenden Pins sehr gut ankommen. Allerdings schalte ich dort momentan eine kostenintensive Werbung, die mir viele Klicks einbringt.

An zweiter Stelle folgt mein Artikel über das Krampfadern ziehen. Fast 700 Zugriffe kommen fast ausschließlich von Google und anderen Suchmaschinen. Mit diesem Text scheine ich genau das zu liefern was die Nutzer dort suchen.

Die Hitliste wird weiterhin angeführt von meinen DIY Anleitungen. Der Erfolgreichste Text im Zusammenhang mit dem Reisen ist wiedermal „Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung“. Dieser Text von 2019 ist ein echter Dauerbrenner und wurde nur letzten August öfter aufgerufen als vergangenen Monat. Meine anderen Bahnthemen werden auch immer wieder gesucht und gefunden aber weit nicht so viel. Trotzdem ist es mein Ziel in Zukunft noch mehr solcher Themen zu behandeln.

Was mich überrascht hat, ist das „Korallen Häkeln für das Museum“ noch immer über 80 Mal aufgerufen wurde, obwohl die entsprechende Ausstellung vor einem Jahr war und schon längst nicht mehr zu sehen ist. Ich frage mich ob es ein ähnliches Projekt gibt und jemand dort meinen Text verlinkt hat. Ich werde das mal recherchieren und Euch hier berichten.

Nach wie vor sehr Erfolgreich sind meine Beiträge zum Samstagsplausch. Bei dieser Linkparty werde ich weiterhin dabei sein.

Was gab es Neues im Januar?

Im Januar habe ich 11 neue Artikel veröffentlicht. Geplant waren viel mehr, doch mich hatte eine Erkältung etwas ausgebremst.

Fünf Beiträge zum Thema Samstagsplausch habe ich bei der entsprechenden Linkpart beigetragen. Es sind fünf, weil ich am 31.12. verspätet war und den entsprechenden Artikel erst am 1.1. veröffentlicht habe.

Dann gibt es nun eine neue regelmässige Linkparty bei der ich dabei bin. Diesmal geht es einmal im Monat um das Thema Reparieren. Unter „Reparieren von 12 bis 12“ berichten die Teilnehmer immer am 12. was sie den Monat über repariert haben. Ich finde das eine tolle Sache und ich bin jetzt schon überrascht das ich für den kommenden Beitrag schon mehrere Dinge zu berichten habe. Mehr dazu verrate ich dann am 12. Feburar.

Winterwunderland auf dem Blauen

Am letzten Sonntag habe ich mit meiner Mutter einen kleinen Ausflug auf den Blauen gemacht. Dieser Berg heißt auch Hochblauen genannt, doch im Volksmund wird immer nur von „dem Blauen“ gesprochen. Er ist der Hausberg von Müllheim wo meine Mutter wohnt und der Gipfel ist von dort aus in nur Minuten mit dem Auto erreichbar.

Der Gipfel des Blauen ist 1154 Meter hoch und war letzte Woche mehrere Tage schneebedeckt. Meine Mutter kann den Berg von ihrem Küchenfenster gut sehen. Und schlug vor das wir doch mal gemeinsam „in den Schnee“ fahren könnten. Dabei sind noch weitere schöne Fotos entstanden, Du findest sie unter „Winterwunderland auf dem Hochblauen“

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Samstagsplausch am 28. Januar

Es ist Samstag morgen und ich möchte mit Euch im Samstagsplausch ein wenig von dieser Woche erzählen. Letzte Woche habe ich aus Hamburg geschrieben doch mein Urlaub dort ist längst vorbei und eine normale Arbeitswoche liegt schon fast hinter mir.

Fast… denn Samstag ist bei uns Arbeitstag. Das ist nochmal im Einzelhandel. Heute muss ich von 11-19 Uhr arbeiten und habe deshalb zeit morgens davor gemütlich zu bloggen.

so war meine Woche

Am Samstag Abend bin ich mit dem ICE zurück nach Lörrach gefahren. Die Reise war sehr angenehm und ausnahmsweise hat alles einwandfrei geklappt. Deshalb habe ich über diese „Erstklassige Zugreise“ einen Blogpost geschrieben. Ich finde man sollte nicht immer nur über das negative und was alles nicht klappt berichten, sondern auch mal darüber schreiben wenn alles einwandfrei läuft.

Einen kleinen Rückblick auf meinen Besuch in Hamburg habe ich dann unter „Sonnenuntergang am Hamburger Hafen“ verfasst.

Arbeitsalltag

Eigentlich hatte ich eine ganz tolle Arbeitszeiteinteilung diese Woche. Ich hatte Dienstag und Donnerstag frei. Das war ganz angenehm, ein Tag arbeiten und dann schon wieder frei.

Am Dienstag habe ich dann endlich mal wieder meine Mutter besucht. Sie wollte schon wieder fast absagen „ach Du brauchst nicht kommen“… aber ich war schon wochenlang nicht da, und ich habe ja momentan noch immer das Auto von Freunden die mit dem Wohnmobil im Urlaub sind. Es wäre doof wenn ich den Wagen jetzt nicht nutzen würde.

Es ist ja etwas schade das ich ihn die letzten zwei Wochen kaum nutzen konnte, erst war ich krank und dann war ich weg… also überredete ich meine Mutter mit „ich komm einfach und dann gucken wir was wir zusammen machen“.

Irgendwo hin fahren wollte meine Mutter nicht, weil es ihr „nicht so gut geht“ meinte sie. Stattdessen wünschte sie sich das wir zusammen etwas kochen und dann beim Essen erwähnte sie endlich mal ein paar Problemchen die sie gerade beschäftigen…

Glühbirne kaputt?

Sie war sogar extra in das Elektrofachgeschäft ihres Vertrauens gelaufen um eine neue Glühbirne für den Kühlschrank zu kaufen. Da sie nicht mehr gut laufen kann, war das für sie beinahe ein Tagesausflug. Sie muss für solche Strecken immer einen Baumwollbeutel mit einem Stuhlkissen drin mitnehmen, und unterwegs mehrfach auf Bänken oder Mauern sitzen bleiben.

Sie will bei sowas einfach nicht um Hilfe bitten. Dabei wäre es doch so einfach, den Telefonhörer zu nehmen und mich anzurufen: „ich brauche eine neue Birne für den Kühlschrank, bring mir bitte eine mit“… nein sie versucht es lieber selbst. „Du warst doch so lange, weit weg…“… es waren effektiv nur 5 Tage die ich verreist war.

Aber sie hatte es geschafft, sie ist in den Laden und hat sich eine neue Glühbirne gekauft. Dafür hat sie die alte Birne und deren alte Verpackung mitgenommen. Mega aufwändig… wäre nicht nötig gewesen, denn die Glühbirnen für Kühlschränke sind fast immer die gleichen…

Hebst Du die Schachtel von solchen Ersatzteilen auf?? Also ich nicht.

Am nächsten Tag (weil sie nach dem Spaziergang zu dem Elektroladen so erschöpft war) hat sie dann die neue Birne eingesetzt und sie leuchtet immer noch nicht! Eine Verwechslung kann nicht passiert sein, denn die defekte Birne hat die Verkäuferin in dem Laden bereits entsorgt.

Meine Mutter glaubte irgendwas falsch gemacht zu haben, wobei ich mich frage was kann man beim Birne reinschrauben falsch machen… Ich drehte die Birne raus und wieder rein. Nee da war alles in Ordnung, die war korrekt eingesetzt. Aber es gab kein Licht.

Was mich aber noch mehr irritierte war das der Kühlschrank kein Geräusch macht. Meine Mutter hört nicht mehr gut, und nimmt das Brummen des Gerätes sowieso nicht mehr wahr. Aber mich machte das stutzig. Auch als ich den Temperaturregler hoch und unter stellte reagierte das Gerät nicht.

Also zog ich ihn vor und kontrollierte das Kabel ob er evtl keinen Strom bekommt. Steckdose ist in Ordnung, Strom hat er tut nix! Nach allen möglichen Probieren und an und aus musste ich leider feststellen. Der Kühlschrank ist kaputt.

Wie reagieren wir auf das Problem?

Wieder erwarten reagierte meine Mutter nicht ganz so verzweifelt wie sie es früher getan hätte. Wenn irgendwas teures kaputt ging war das immer ein riesiges Drama. Stattdessen rechnete sie nach wie alt das Gerät ist und entschied sich „der hat fast 25 Jahre gehalten“. Und „als ich den gekauft habe, dachte ich, ich lebe nicht mehr lange…“

Weil ich den Tischkühlschrank und das Möbel daneben vor gezogen hatte um das Kabel zu kontrollieren, schlug ich vor in der Ecke mal wieder richtig sauber zu machen. Das nahm sie dankbar an. Aber wie Du Dir vorstellen kannst blieb es nicht bei der Ecke sondern ich Putzte die ganze Küche.

Zum Schluss war sie über meine gründliche Putzaktion erleichterter als um das Elektrogerät besorgt. „Ach im Moment ist ja kalt, da brauche ich ihn nicht so dringend. Und bis es warm wird finden wir eine Lösung“

Suche gebrauchten Tischkühlschrank

Also bin ich nun auf der Suche nach einem sehr günstigen Angebot oder einen gebrauchten Tischkühlschrank. Die Küche meiner Mutter ist so klein und eng das kein größeres Gerät hinein passt. Und außerdem möchte sie ja am liebsten fast das gleiche wie sie hatte. Ein Tischgerät (85cm hoch) am besten mit einem Tiefkühlfach.

Etwas hochwertiges möchte sie nicht anschaffen, weil sie ja genau wie vor 20 Jahren der Meinung ist das sie nicht mehr lange lebt…

Wenn Du mir einen entsprechenden Tipp geben willst freue ich mich über eine e-mail.

Dieses Foto ist von letzte Woche in Hamburg. Als wir im „Alex“ den Sonnenuntergang bewundert haben. Frische Waffel mit Vanilleeis und heißen Kirschen.

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Sonnenuntergang am Hamburger Hafen

Vergangene Woche war ich in Hamburg. Im Januar herrscht für gewöhnlich „Hamburger Schietwetter“ mit viel Regen und Wind. Doch ich hatte dennoch zweimal das Glück das es einen imposanten Sonnenuntergang gab.

Schietwetter in Hamburg

Ich gebe zu ich musste gerade googeln wie man das Wort richtig schreibt. Mit IE ist korrekt. Über diesen Begriff gibt es sogar einige Webseiten und eine Regenmantel-Marke ist so benannt. Auf „der Deutsche Wortschatz“ wird Schietwetter genau deffiniert und auch mit „Sauwetter“ übersetzt.

Fotopirsch an den Landungsbrücken

Meine Gastgeberin, die extrem gute Ortskenntnisse hat, hatte mich rechtzeitig zu den Landungsbrücken gefahren. Unweit der gleichnamigen Station der Hochbahn konnte sie parken und sie wollte mir schon Tipps geben von welchen Standorten aus man einen guten Blickwinkel hat. Doch das wäre beinahe nicht nötig gewesen, denn diese Idee hatten andere Leute auch. An allen relevanten Punkten standen Leute mit Handys und Kameras. Man brauchte als nur da hin gehen wo die Leute sind…

Trotz eiskaltem Wind. Ein paar ambitionierte Fotografen mit Stativen und langen Objektiven waren auch da. Einer stand sogar mitten aus der stark befahrenen Straße und visierte von hier aus die Elbphilharmonie an. Diese schillerte in der Abendsonne. Das imposante Gebäude habe ich schon soo oft fotografiert, das ich mich diesmal auf die andere Richtung konzentrierte. Mehr von Elphi unter „die Blaue Stunde auf der Elbphilharmonie“ und „Himmelsblick Hamburg“.

Sonnenuntergang geniessen

Direkt am Ufer herrschte ein unangenehm kalter Wind vom Wasser her. Trotzdem waren fast alle Sitzbänke belegt. Manche Leute hatten sich in Warme Decken gekuschelt und betrachteten aneinander geschmiegt die untergehende Sonne. Andere hatten heißen Tee dabei. Und ein Pärchen stieß mit Sekt oder Champagner an. Es war wirklich arschkalt und unangenehm, doch das schien die Leute hier nicht zu stören.

Und überall Personen die Handys hoch hielten um Fotos zu machen. Manche probierten es mit Selfies, ich auch, doch dafür war das Licht nicht wirklich geeignet. Gegen die tiefstehende Sonne war man einfach nur ein dunkler Schatten. Sicher hätte ich mit viel Geduld und Blitz was erkennbares hin bekommen, doch wegen der Kälte fehlte mir die Geduld. Außerdem sah ich aus wie auf vielen anderen Bildern auch, dick eingemummelt mit Mütze und Kapuze.

Hinter mir das Museumsschiff Rickmer Rickmers, und beinahe andere Passanten, denn trotz Kälte war gerade sehr viel los

Sonnenuntergang am Hafen

Den ganzen Tag über hatte es immer wieder geregnet, eigentlich kein angenehmes Wetter. Doch gegen Spätnachmittag hatte es aufgehellt.

Die Wintersonne geht hinter den Imposanten Verladekränen unter, die das Hamburger Stadtbild entscheidend prägen. Wenn die Langen Ausleger nach oben stehen, dann wartet der Kran auf ein Schiff. Wenn er gerade bei Be-und Entladen ist, dann ist der Arm waagerecht und dann nicht mehr so markant von weitem zu sehen.

An der Wasseroberfläche kann man erkennen das es etwas windig war. Wobei dies meine Süddeutsch geprägte Empfindung war. Meine Gastgeberin würde das noch nicht als „Wind“ bezeichnen. Als gebürtige Hanseatin ist sie da ganz anderes gewohnt.

Museumsschiff Rickmer Rickmers

Dieses Schiff ist ein beliebtes Foto-Motiv bei allen Hamburg Touristen, denn die Rickmer Rickmers liegt an exponierter Stelle direkt bei den Landungsbrücken. Das Schiff kann auch besichtigt werden, das habe ich aber noch nicht gemacht. Mehr Informationen auf Hamburg.de/rickmer-rickmers

Da ich leicht erkältet war, wollte ich nicht zu lange in dem kalten Wind verharren und deshalb verabredeten wir uns im „Alex“. Einem Restaurant direkt an den Überseebrücken. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Hafeneinfahrt. Einen Besuch hier kann ich auch bei nicht so tollem Wetter empfehlen. Das Lokal ist Barrierefrei und kann auch mit Rollstuhl gut besucht werden. Allerdings gibt es viele „Stehtische“ die für Rollifahrer etwas zu hoch zum essen sind.

Wenn man im Alex frühstücken möchte kann man zwischen 8 und 10 Uhr reservieren. Später sind online Reservierungen nicht möglich. Aber man kann anrufen und eine Gruppe oder Rollstuhl anmelden.

Kaffeetrinken bei Sonnenuntergang

Waffeln mit heißen Kirschen und Vanilleeis im Alex

Im Januar geht die Sonne sehr zeitig unter, also eigentlich ist es noch Nachmittag. Darum gönnten wir uns ein Tässchen Kaffee und eine Waffel mit Vanilleeis und heißen Kirschen. Sehr lecker!

Dieses letzte Bild ist vom ersten Stock im Alex durch die Fensterscheibe aufgenommen. Deshalb nicht das aller beste, aber es zeigt ein wenig die Lichtstimmung.

Das Lokal war zu dem Zeitpunkt gut besucht, und es herrschte ein normaler Geräuschpegel. Doch in den Minuten als die Sonnenscheibe zwischen den Kränen versank, da wurde es einen Moment ganz still… die Gespräche verstummten und jeder zweite hielt ein Handy in die Höhe. Nach wenigen Minuten war der Zauber vorbei und der Trubel in dem Gastraum wieder ganz normal.

Mein Tipp:

Wenn Du ein paar Tage in Hamburg bist und zeitlich flexibel bis dann informiere Dich wann Sonnenuntergang ist und versuche dann an den Landungsbrücken oder im Alex zu sein, das kann sich lohnen, auch wenn es tagsüber schlechtes Wetter war.

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Eine „erstklassige“ Zugreise

Vergangene Woche habe ich Urlaub in Hamburg gemacht. Eine gute Freundin hat mich zu sich eingeladen um ein paar Tage in der Hansestadt zu verbringen. Meine Unterkunft war folglich „kostenneutral“.

Aber sie hatte eine Bedingung gestellt. Sie wollte das ich wenn ich mit dem Zug komme mir eine Verbindung aussuche die nicht so voll ist und am besten erste Klasse fahren, denn da hat man automatisch mehr Platz und damit mehr Abstand zu anderen Reisenden.

Wie finde ich einen nicht zu vollen Zug?

Es ist eigentlich gar nicht schwer Zugverbindungen zu finden die nicht so sehr ausgelastet sind. Und zwar sucht man auf der Webseite in der https://www.awin1.com/awclick.php?gid=372473&mid=14964&awinaffid=669581&linkid=2841719&clickref=">DB-ReiseauskunftDB-Reiseauskunft, oder in der DB-Navigator App nach den billigsten Verbindungen. Denn je voller ein Zug schon ist umso teurer werden die Spartickets.

Da ich als wir meinen Besuch planen wollten gerade noch sehr im Stress war, hat die Hamburger Freundin die Aufgabe übernommen und nach dem aller günstigsten Angebot für die Hin und Rückfahrt gesucht. Und sie war damit sehr erfolgreich. Sie hat herausgefunden das es am günstigsten ist am Dienstag anzureisen und am Samstag Abend zurück. Da ich in Hamburg keinen fixen Termin hatte war mir das recht. Und zudem gefiel mir der äußerst günstige Preis!

Gebucht habe ich die beiden Fahrkarten am 4.1. (also 13 Tage vor Reiseantritt) und ich habe für die Hinfahrt 39.90 € und die Rückfahrt 43,90 € bezahlt! Beides in der ersten Klasse und deshalb ohne Bahncard-Rabatt.

Der Flexpreis für die gleiche Strecke kommenden Dienstag beträgt 291,- € !!! und ich habe 251 Euros gespart weil ich mich schon 13 Tage zuvor auf einen Zug festgelegt habe. Allerdings haben wir wirklich etwas dabei gezockt, denn weniger Tage vor der Fahrt hatte ich eine Erkältung erwischt und ich konnte erst am Montag entscheiden ob wirklich reisefähig bin oder nicht. Aber es hat sich gelohnt.

Erste Klasse im ICE ist angenehm

In der ersten Klasse im ICE hat man mehr Platz zum sitzen. Sowohl in der Breite als auch mehr Beinfreiheit. Aber was ich noch wichtiger finde ist die Tatsache das in der ersten Klasse nicht so viele Leute rum latschen. Da weniger Menschen in den Wagon passen, laufen auch weniger herum. Und zur ersten Klasse gehört immer eine Sitzplatzreservierung. Das bedeutet das in einen Wagen auch nur Leute einsteigen die da auch ihren Platz haben. Dieses Gewimmel in jedem Bahnhof fällt weg.

Gerade bei sehr langen Fahrten weis ich das echt zu schätzen. Die Fahrgäste in der ersten Klasse haben dafür mehr Geld hin gelegt und wissen damit dann auch meist besser Bescheid wie sie ihren Sitzplatz finden. Das verwirrte Fahrgäste lästig sein können habe ich mal bei „Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung“ thematisiert. $

In der ersten Klasse fahren vor allem Geschäftsleute und Vielfahrer, die sich eher ruhig verhalten. Sehr viele Arbeiten am Laptop oder schauen einen Film am Tablett oder Handy. Gruppen, die sich über mehrere Sitzreihen laut unterhalten sind in der ersten Klasse eher selten.

Basel-Hamburg und Hamburg-Basel beides ohne Verspätung

Dieses Mal hatte ich das Glück das mein Zug auf der Hinfahrt nur 3 Minuten nach dem Fahrplan ankam und auf der Rückfahrt waren es 4 Minuten. Und ich habe gelernt das die Bahn erst ab 5 Minuten von Verspätung spricht. Solange der ICE unter 5 Minuten zu spät ist warten alle Anschlüsse auf die Umsteiger. Nur wenn es mehr wird, wird individuell entschieden ob gewartet werden kann oder nicht.

Erkennbar ist das dann auch in der Navigator-App wenn die wirklichen Ankunftszeiten grün oder rot dargestellt werden.

Die erste Klasse ist Komfortabel

In der ersten Klasse bekommt man Speisen und Getränke auf Wunsch an den Platz gebracht. Mehrfach wird man gefragt ob man etwas möchte und gelegentlich wird einem ein Keks oder eine Schokolade gereicht.

Was ich als allein reisende Frau schon mehrfach als angenehm empfunden habe ist die Tatsache das eine Bahn Mitarbeiterin auch mal nur vorbei kommt um zu fragen ob alles in Ordnung ist. Spricht die Mitarbeiter achten auf einzelne Fahrgäste und passen auf. Gestern kam eine Mitarbeiterin mir ein Schokolädchen bringen, obwohl ich die einzige Person im Großraumabteil war und ich schon zuvor zwei Mal bekommen hatte. Es ging nicht wirklich um die Schokolade sondern darum das sie guckt ob bei mir alles okay ist.

In der Ersten Klasse habe ich keine Angst das mich irgendwer belästigt oder so , dazu sind die Bahnmitarbeiter zu präsent.

So sieht die erste Klasse aus

Da ich kurz vor Basel nur noch alleine im Grossraum war, konnte ich ein paar Fotos machen. Solange andere Fahrgäste da sind finde ich das nicht angebracht.

Ich nehme an das mein Zug, der ICE 1171 am 21.1. ein ICE 4 war. Denn ich habe darüber gelesen das die Wagons über eine farblich der Tageszeit angepasste Beleuchtung haben. Und das Licht hat sich farblich verändert, aber so das man kein Umschalten bemerkt hat. Wenn Du das genauer weißt, oder mir gar sagen kannst wo man das nachsehen kann, dann schreib mir bitte einen Kommentar oder eine E-Mail.

Apropos Toiletten, die Zugtoiletten sind in der ersten Klasse geräumiger und meist sauberer. Deshalb bin ich auch schon bei Fahrten in der zweiten Klasse den weiten Weg zur ersten gegangen. Das sollte man aber nicht übertreiben, denn es ist eigentlich nicht erwünscht, und man muss dann ja jedes Mal durch das Bordbistro. Wenn das Bristro fast leer ist kann das peinlich werden. Mein Tipp… Trink einen Kaffee oder ähnliches im Gastrobereich und lauf dann erst mal in die falsche Richtung 😉

Viel Platz auf den Sitzen. Die Armlehnen lassen sich hoch klappen und ich kann da mit ausgestreckten Beinen quer sitzen.

Der Klapptisch ist zusätzlich ausziehbar, damit er trotz Beinfreiheit näher ist und ein Laptop gut Platz hat. Hier der zusätzliche Getränkehalter. Alle Plätze sind mit Leselicht ausgestattet das nicht wie früher oben am Gepäcknetz ist sondern an den „Ohren“ der Sitze.

Einwandfrei

Die Durchsagen waren verständlich und angenehm, ohne komische Nebengeräusche usw. Die Anzeigen funktionierten durchgängig. Die Toiletten waren sauber und zu meiner Überraschung farblich verschieden dekoriert (Blumenvasenaufkleber am Spiegel).

Also dieses Mal hat wirklich alles super geklappt, ich war sehr zufrieden! Das muss man doch auch mal schreiben, nicht nur „Horrorerlebnisse mit der Bahn“ oder ironisches wie „Deutschland genießen in vollen Zügen“

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Samstagsplausch am 21.1.23

Diese Woche hatte ich Urlaub und habe ein paar Tage bei einer Freundin in Hamburg verbracht. Doch auch von unterwegs möchte ich wie jeden Samstag im Samstagsplausch von meinen Erlebnissen erzählen.

Der Urlaub ist leider nicht ganz so verlaufen wie es geplant war. Vergangene Woche hatte ich eine Nacht mit Schüttelfrost, Fieber, Hals und Magenschmerzen. Weil die Symptome sehr plötzlich auftraten hatte ich zuerst Angst das es wieder eine Corona-Infektion sein könnte. Was sich jedoch nicht bestätigte.

Ich fühlte mich ein paar Tage richtig krank und schlapp und deshalb habe ich eine Reise mit meiner Schwester zum Wellness in Bayern abgesagt. Darüber war sie etwas traurig, hat aber dann die Reise mit ihrem Partner gemacht.

Zugfahrt nach Hamburg

Diese Reise nach Hamburg war schon vor Wochen geplant und ich hatte dafür ein Super-Sparticket bei der deutschen Bahn gebucht. Dabei habe ich ein echtes Schnäppchen gemacht. Erste Klasse für knapp 40 €. Wobei ich dabei meine Bahncard nicht eingesetzt habe, denn meine Bahncard 25 gilt nur für die zweite Klasse.

Die beiden Tickets für diese Reise habe ich jeweils einzeln und ohne Bahncard-Rabatt gebucht. Diesen enorm günstigen Preis konnte ich ergattern weil ich mich mit dem an und Abreisetag nicht fest gelegt hatte und meine Hamburger Freundin hat mit viel Geduld die preiswerteste Konstellation gesucht.

Als es mir vergangenes Wochenende nicht so gut ging, sah es schon so aus als müsste ich diese Tickets verfallen lassen, denn Super-Spartickets sind leider nicht stornierbar. Erst im Laufe des Montags habe ich mich dann entschlossen die Reise doch anzutreten.

Übrigens gibt es das nicht mehr das eine Hin und Rückreise billiger wird wenn man sie zusammen bucht und dazwischen mindestens soundsoviel Tage liegen. Der Preis für diese Buchung wäre der gleiche gewesen egal ob zusammen gebucht oder in zwei einzelnen Buchungen. Ich habe mich nur für zwei Einzeltickets entschieden weil es im Falle von erheblichen Zugverspätungen einfacher ist die Fahrgastrechte (teilweise Erstattung) zu beantragen.

In diesem Fall war die Anreise am Dienstag Vormittag am billigsten. Allgemein sind Wochentage außer Montag und Freitag immer günstiger. Zurück geht es heute (Samstag) Nachmittag. Das hisst ich komme erst gegen Mitternacht zuhause an. Das stört mich allerdings nicht. Morgen ist ja Sonntag und ich kann mich dann noch von der Reise ausruhen.

Sonntags-Abends sind die Verbindungen meistens viel teurer. Weil erstens Sonntags weniger Züge verkehren und zweitens viele Pendler und Urlauber unbedingt am Sonntag zurück müssen.

Anreise

Die Anreise nach Hamburg hat einwandfrei geklappt. Wir hatten in Hamburg gerade mal 4 Minuten Verspätung. Das finde ich akzeptabel angesichts der weiten Strecke und der Tatsache das wir zweimal kurz warten mussten. Beide Male konnte da wieder eingeholt werden. Die Fahrt in der ersten Klasse war sehr angenehm. Ich hatte einen Einzelplatz mit Tisch. Und konnte somit mein Laptop bequem nutzen.

Während der Fahrt hatte ich einen „Besprechungstermin“ mit zwei Personen aus dem Raum Lörrach. Eine Bekannte hatte vorgeschlagen „komm wir machen das per Zoom, im Zug hast Du ja Zeit“ Zu meiner Überraschung funktionierte das einwandfrei. Die Internetverbindung über das WLan funktionierte einwandfrei. Ich konnte die Teilnehmer der Zoomkonferenz sehen und gut verstehen. Hin und wieder mal ist das Bild etwas gestockt aber die Verständigung war sehr gut. Ich hatte zu Anfang des Gesprächs gesagt das ich möglichst nicht reden wolle, wegen der anderen Fahrgäste und das klappte dann ganz gut. Die anderen redeten und ich kommentierte schriftlich im Chat. Die Anderen Fahrgäste wunderten sich nicht, fast jeder war mit Laptop,Tablett oder Handy beschäftigt.

Eine gute Freundin hat mich am Hauptbahnhof abgeholt. Mit dem offenen Cabrio! So sind die Hamburger! Kaum ein paar Sonnenstrahlen zu sehen, schon öffnen sie das Verdeck, auch wenn es kalt ist.

Wusstest Du das Hamburg das Bundesland mit dem größten Cabrio Anteil bei den Autoanmeldungen ist? Nachzulesen zum Beispiel hier.

Kaffeetrinken an der Alster

Weil so schönes Wetter war, kalt aber sonnig. Sind wir zur Außenalster gefahren und haben dort ein Kaffee getrunken. Eingemummelt in Winterjacken und vom Wirt bereit gestellter Decken und Stuhlkissen haben wir die Strahlen der tief stehenden Wintersonne genossen.

Zum Kaffee gab es ein portugiesisches Blätterteig Gebäck. Die Pasteis de Nata sind kleine Törtchen mit Vanille creme gefüllt und schmecken traumhaft… hat mir da nicht neulich jemand davon erzählt?

Auch das ist „Typisch Hamburger“… kaum zeigt sich etwas die Sonne, dann geht es raus an die Alster in die Außengastronomie. Egal wie Kalt! Die Wirtin der „Alsterperle“ erzählte mir das sie ganzjährig geöffnet haben, bei jeden Wetter. Und das obwohl es keinen einzigen Platz im Innenraum gibt. Also Kaffeetrinken draußen ist in Hamburg auch im Januar normal.

An der Aussenalster

Hier könnt ihr sehen wie dick eingemummelt ich war. Mütze und Kapuze gegen den kalten Wind. Thermostrumpfhose unter der Jeans ein Muss bei solchen Ausflügen.

Deutsches Hafenmuseum

In den letzten Tagen waren wir unter anderem auch mal am Museumshafen spazieren. Wobei wir keine Schiffe besichtigen konnten, da diese Wegen Winter geschlossen waren. Aber die zahlreichen historischen Kräne und Schiffe bieten auch ohne den zahlungspflichtigen Zugang sehr viele Fotomotive!

Museumshafen, ein Detail an der Peking

Auf den Bildern erkennt man nicht das es sehr kalt war, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt freut man sich nach einer kleinen Fotorunde auf das warme Auto.

Der Museumshafen hat weit mehr zu bieten und auch für Eisenbahn-Fans kann ich einen Besuch dort empfehlen. Wer sich für historische Bahnfahrzeuge interessiert kommt bei der Hafenbahn und weitere dort ausgestellter Exponate auf seine Kosten.

deutsches Hafenmuseum: nicht nur Schiffe… hier eine Übersicht der gezeigten Schienenfahrzeuge

Das Deutsche Hafenmuseum ist noch nicht fertig gestellt. Die eigentliche Eröffnung ist für 2025 geplant. Aber die Sammlung im 50er Schuppen kann schon besichtigt werden.

Besichtigung auf der Peking

Als wir dort waren, war alles geschlossen. Aber ich habe gerade entdeckt das die Peking am kommenden Mittwoch besichtigt werden kann:

Hier der Link zur Ticketbestellung: Besichtigung Peking.

Auf dem Rückweg zur Stadt kreuzte eine aktuelle Hafenbahn unseren Weg. Dieser Zug hatte Autos zum KFZ-Terminal gebracht.

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Mehr über Hamburg?

Arche Noah gehäkelt

Neulich hatte ich einen ganz interessanten „Auftrag“ ich sollte für ein Konfirmationsgeschenk eine Arche Noah häkeln.

Eine Bekannte hatte dieses Bild von letztem Jahr bei mir im Blog gesehen und dabei schon gleich die Idee gehabt das dieses Motiv doch eine tolle Idee ist um ein Geldgeschenk etwas kreativ und mit biblischem Bezug zu verpacken.

Firmensymbol für Karins Arche

Das hier gezeigte Bild hatte ich für eine Freundin gemacht, deren Firma „Karins Arche“ heißt. Was zuerst eine Notlösung war stellte sich als totaler Volltreffer heraus.

Eine neue Arche war eine Bestellung

Das oben gezeigte Bild befindet sich in einem Bilderrahmen bei der Beschenkten im Eingangsbereich. Als ich es damals vor etwa 1.5 Jahren gemacht habe hatte ich mir keine Notizen gemacht und als Erinnerung hatte ich nur noch ein paar Fotos. Nun sollte ich nochmal eine Arche Noah zaubern und ich wusste kaum noch wie ich das genau gemacht hatte.

Die Grundmaterialien waren klar

Der Hintergrund sollte Stoff von alten Jeanshosen sein. So wie bei meiner ersten Arche aber zusätzlich sollte irgendwo einen Hosentasche sein, damit das Geldgeschenk versteckt werden kann.

Die Arche und die Tiere sollten gehäkelt sein, aber ansonsten konnte ich meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Tierköpfe häkeln

Die meisten meiner Tier-Gesichter basieren auf einer Halbkugel die ich später mit Füllwatte gefüllt auf den Jeans-Hintergrund genäht habe. Das funktioniert also nur wenn Stoff als Basis verwendet wird.

Wenn man als Hintergrund Pappe oder Papier verwendet muss man die Teile aufkleben und dann brauchen die gefüllten Köpfe eine Rückseite, also mehr Aufwand.

Löwe und Bär sind einfach Halbkugeln die ich entsprechend mit Mähne oder Ohren variiert habe.

hier sieht man die wie die Löwin von hinten aussieht.

Für die Elefanten habe ich am Rüssel begonnen. Zuerst 5 Maschen in den Fadenring und dann so lange immer nur 5 Maschen bis die gewünscht Länge erreicht ist. und dann Zunahmen wie bei einer Kugel bzw Halbkugel.

Bei der alten Arche vom letzten Jahr hatte ich die Elefantenrüssel einfach hoch stehen lassen, das sieht eine wenig zu lustig aus und deshalb habe ich bei der zweiten Arche die Rüssel nach unten fest genäht. Dabei ist mir aufgefallen das sie beinahe etwas zu kurz sind, idealer wäre wenn die Rüssel über den Bootrand hinaus ragen.

Pferde, Kühe, Zebras und Antilopen?

Diese Tiere haben alle einen längslichen Kopf und diesen beginne ich an der Schnauze. Gerne hätte ich hier eine ähnliche Anleitung verlinkt, ich finde jedoch nichts geeignetes. Ich habe deshalb vor demnächt eine kurze Anleitung für so einen Tierkopf zu basteln und hier zu integrieren.

Solltest Du einen geeigneten Link kennen freue ich mich über eine Nachricht oder einen Kommentar.

Die Kühe, Pferde und Zebras werden die Köpfe komplett gefüllt und verschlossen aufgenäht. Sie unterscheiden sich hauptsächlich an der Form der Ohren, diese habe ich ebenfalls meistens improvisiert. Geholfen hat mir dabei die Erfahrung mit anderen Amigurumi Häkeltierchen.

Sehr gute auch Anfängertaugliche Häkelanleitungen gibt es bei Zahya.de. Die Anleitungen sind dort komplett kostenlos man kann allerdings etwas spenden wenn man möchte. Ich persönlich habe das Einhörnchen und den Babyelefant schon mehrfach gehäkelt und verschenkt, sie kamen immer sehr gut an! Leider konnte ich selbst die Tierköpfe von den Tieruntersetztern bei Zahya nicht verwenden das diese etwas zu groß sind. Also habe ich alle Tiere „Aus dem Kopf“ gemacht.

Demnächst Plane ich die einzelnen Tierköpfe erneut zu häkeln und dabei Fotos zu machen um die Anleitung hier auf meinem Blog zu zeigen. Wenn Dich das interessiert, dann lege Dir einen Link auf meine Anleitungen.

Eine Giraffe darf nicht fehlen

Versuche Dich mal an eine Darstellung eine Arche Noah zu erinnern. Egal ob in der Kinderbibel oder als Spielzeugfiguren. Auf kaum ein Detail wird überall so viel Wert gelegt. Um Artenvielfalt darzustellen sind fast immer Elefanten und Giraffen zu sehen. Und Giraffen eignen sich super für den „Hintergrund“ weil sie aufgrund ihres langen Halses auch ohne Darstellung des Körpers erkennbar sind. Versuche das doch mal mit einem Nilpferd… ohne dicken Hintern erkennt man kaum was es ist.

Also dürfen in meiner gehäkelten Arche die Giraffen nicht fehlen. Auch dürfen diese ein Farbtupfer sein, hier kann man richtiges Knallgelb einsetzten. Der lange Hals besteht aus einem in runden gehäkelten Schlauch, den ich dann flach auf den Hintergrund genäht habe.

In meiner ersten Version ist der Hals gefüllt und die Köpfe hängen am Losen Ende. Ehrlich gesagt ich muss nochmal ausprobieren wie ich das damals genau gemacht habe.

Wenn der Hals gefüllt ist braucht es noch ein kleines Tierchen davor, damit der Übergang zwischen Hals und Bootsrand nicht so komisch aussieht. Bei meiner ersten Version hab ich da ein kleines Äffchen hin gesetzt.

Im Grunde ist es schöner wenn die ganze Reling mit Tierköpfen besetzt ist und die Giraffen den Hintergrund bilden, deshalb denke ich ist die Lösung mit dem flachen Hals sinnvoller.

Keine Anleitung sondern Inspiration

Aber wie gesagt beide Bilder sind bei mir sehr spontan und unter Zeitdruck entstanden. Ich denke zuviel exakte Planung blockiert in so einem Fall meine Kreativität. Und nach wie vor ist mein Ziel wenn ich so was gestalte, das es absolute Unikate bleiben und keine Arche wie die andere aussieht.

Aus diesem Grund ist das hier auch keine 1:1 Häkelanleitung, sondern soll nur eine Inspiration sein. Wenn Du auch eine Arche Noah gehäkelt hast, dann zeig mir doch mal Deine Version. Wenn Du willst zeige ich Dein Werk dann auch mal hier in meinem Blog.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Diesen Artikel verlinke ich bei Caro in der Linkparty „Meine Fummeley“ dort tummeln sich ganz viele kreative Ideen, schau doch mal rein!

Weitere Häkelideen findest Du unter Anleitungen

Samstagsplausch am 14.1.23

Schwupp-di-wupp ist diese Woche vergangen, schon wieder Samstag. Diese Woche hatte ich Urlaub aber die Woche ist wie im Flug vergangen.

Trotz Urlaub hatte ich keine Zeit für ausgiebige Spaziergänge oder hochwertige Blogbeiträge. Aber ich konnte ganz viel wichtiges erledigen.

Endlich wieder ein Ausweis

Ich konnte meinen neuen Personalausweis endlich abholen. Seit mir im Oktober der Geldbeutel mit allen Papieren abhanden gekommen war, konnte ich mich nur mit einer „Verlustanzeige“ der Polizei München ausweisen. Was paar mal zu komischen Situationen geführt hat. Selbst Pakete abholen wird schwierig wenn man keinen gültigen Ausweis hat.

Endlich Arzttermin

Endlich war es so weit einer der Arzttermine um die ich mich schon vor Monaten bemüht hatte war da. Bei einem Orthopäden. Mittlerer Weile war mir schon lange klar das meine Schmerzen in der Hüfte und im Knie/Wade nicht von einem Orthopädischen Problem her rühren. Und ich hab echt überlegt den Termin abzusagen, weil ich dachte das sei verschwendete Zeit. Weil das aber die einzige von den 5 Überweisungen zu Fachärzten war wo ich überhaupt einen Termin bekommen habe, entschloss ich mich den Termin wahr zu nehmen.

Im Orthopädicum in Lörrach musste ich etwa eine Stunde warten. Die Praxis an sich kenne ich weil ich paarmal eine Bekannte dort hin begleitet habe. Aber die Ärzte selbst kannte ich nicht. Ich dachte mir schon eine Entschuldigung aus a la „es tut mir leid wenn ich ihre Zeit in Anspruch nehme, aber ich denke ich bin falsch hier“. Doch die Ärztin die mir zugeteilt wurde war sehr nett und geduldig. Ich beschrieb wie es dazu kam das auf der Überweisung „Hüftschmerz“ steht. Das ich zuvor mehrmals bei der Hausärztin war und sie keinen Grund für die hin und wieder auftretenden Beschwerden finden konnte. Aber die Hüfte sei ja gar nicht mehr das Problem, das im Knie und im Rest des anderen Beines sei ja viel schlimmer gewesen, und genauso unregelmäßig.

Ich beschrieb meinen Besuch in der Notaufnahme und das dort Thrombose ausgeschlossen werden konnte und wenige Tage später beide Beine weh taten. Die Orthopädin unterbrach meine Beschreibung mit „und kamen Hände und Schultern dazu?“

Ja kamen und auch hier wanderten die Schmerzen mal hier und dort. „Wann wurde ihre Schilddrüse das letzte Mal untersucht?“ Eine Knochenärztin, deren Fachbereich das überhaupt nicht ist folgert in Richtung Schilddüse nachdem sie keine 10 Minuten mit mir gesprochen hat!!! Mit genau diesen Beschwerden war ich schon mindestens 4 Mal bei meiner Hausärztin und diese will die entsprechenden Blutwerte erst Ende Januar checken. Ich bin empört.

Die Orthopädin untersuchte beide Hüften um festzustellen das ich normal beweglich bin und sie daher auch einen Bandscheibenvorfall ausschließen kann. Sicherheitshalber möchte sie noch die Rheumawerte abchecken, aber eigentlich geht sie davon aus das es das auch nicht ist. Und die entsprechende Blutabnahme wurde gleich gemacht… ich muss nicht wochenlang auf einen Termin dafür warten!!! Das Ergebnis der Blutuntersuchung bekomme ich nächste Woche telefonisch mitgeteilt. Ich brauche nicht nochmal kommen. Aber sie gab mir eine Überweisung mit! Zurück zum Hausarzt! Das habe ich auch noch nie erlebt.

Urlaubsunternehmungen

Diese Woche hatte ich endlich mal Zeit mich mit ein paar Freunden zu treffen. Mit einer Freundin die ich schon Monate nicht mehr gesehen habe war ich zum Frühstücken verabredet.

Etageren-frühstück in der Villa Aichele

Wir waren beide zum ersten Mal in der Villa Aichele aber ich muss sagen wir waren ganz begeistert von dem Frühstück dort. Man kann sich das „Etageren-Frühstück“ selber so zusammenstellen wie man möchte. Jede Etage einzeln wählen. Mehr dazu hier.

Mit einer anderen Freundin war ich spontan „Glühwein Trinken“ und von drei verschiedenen Bekannten lies ich mich bekochen. Echt schön wenn man einfach mal Zeit hat für solche Besuche.

Heute wollte ich verreisen

Für heute war ein Wochenende in einem Wellness-Hotel in Bayern mit meiner Schwester geplant… leider ist das geplatzt:

Donnerstag Abend ging es mir noch normal, ich war bei einer Freundin zum Abendessen eingeladen und nach dem Essen bat ich sie um einen heißen Tee weil mir so kalt war… dachte mir dabei aber noch nix. Schliesslich ist ja Winter, da ist einem manchmal kalt.

Auf dem Heimweg im Auto begann ich richtig zu schlottern obwohl die Klimaanlage auf 20 Grad eingestellt ist. Als ich endlich einen Parkplatz hatte wollte ich am liebsten nicht aussteigen so frohr ich. Zuhause hab ich mich sofort umgezogen und mit einer Bettflasche ins Bett… aber mir war kalt kalt kalt… Schließlich zog ich einen Jogginganzug über den Pyjama, zog Handschuhe an! und nahm zwei Decken (trotz eingeschalteter Heizung, gewöhnlich heize ich im Schlafzimmer nicht)!!! Schüttelfrost !!!

Später wachte ich klatsch nass geschwitzt auf, musste mich komplett umziehen. Da hatte Fieber! Zudem quälten mich starke Magenschmerzen und Übelkeit! Ich war schon am überlegen ob ich einen Notarzt rufen muss, ob das vielleicht eine Fischvergiftung sein könnte…

Gegen 3 Uhr morgens wurden die Beschwerden weniger und ich konnte endlich Schlafen… mit ein paar kurze Unterbrechungen habe ich bis etwa 14 Uhr geschlafen!!! Das Fieber war wieder weg aber ich fühlte mich wie gerädert. Kopf und Halsschmerzen und ganz leichter Husten. Deshalb habe ich die Reise heute abgesagt.

Heute geht es mir schon wieder viel besser, kein Fieber. Deshalb gehe ich davon aus das es kein Corona ist. Dazu war es etwas zu schnell vorbei. Dieses Wochenende werde ich ganz vorsichtig sein und zuhause bleiben. Es ist schade das das Wochenende mit meiner Schwester für mich ausfällt, aber wenn es mir weiterhin besser geht Vielleicht kann ich dann meine Urlaubsreise am Dienstag doch antreten. Vielleicht…

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog. Dieser Beitrag wird beim Samstagsplausch von Karminrot verlinkt.

Blogs feiern auch Geburtstag

Antetanni läd zu einer Linkparty anlässlich ihres 10. Bloggeburtstages ein. Sie hat am 23. März vor 10 Jahren ihren ersten Blogpost veröffentlicht.

Ich gratuliere ihr zu diesem Jubiläum und die Ausdauer das zehn Jahre durchzuziehen. Meine herzlichsten Glückwünsche.

Das hat mich auf die Idee gebracht mal nachzusehen wann ich meinen ersten Text auf unterwegsistdasziel.blog veröffentlicht habe. Dazu musste ich etwas weit nach hinten blättern, denn mein Blog besteht mittlerer Weile aus mehr als 600 Beiträgen! Einfach durchscrollen geht schon lange nicht mehr…

Mein eigener Blog-geburtstag:

Den ersten Artikel auf unterwegsistdasziel habe ich am 11. Januar 2017 veröffentlicht. Der Text hatte den Titel „Der Anfang“ und war weder gut noch umfangreich. Noch nicht mal ein Bild war enthalten.

Zuvor hatte ich schon mal das mit dem Bloggen auf WordPress ausprobiert, war aber mit den ersten beiden Blog-Ideen nicht zufrieden.

Das sind ja auch schon fünf Jahre ! Oh man wie die Zeit vergeht, ich dachte ich sei immer noch eine Anfängerin. Aber in den vergangenen 5 Jahren habe ich sehr viel ausprobiert und dazu gelernt.

Zusammen Wachsen

Beim Bloggen lernt man vor allem von anderen Bloggern, guckt wie sie es machen, fragt, tauscht sich aus und verlinkt sich gegenseitig. Deshalb finde ich das Motto von Antetanni so passend. „Zusammen Wachsen“ beschreibt genau das was uns Blogger verbindet.

Unter „Wer andern eine Blume säht“ ruft Antetanni einem Geburtstagswichteln auf. Dabei beschenken sich die Teilnehmer gegenseitig mit Blumensamen und berichten dann in ihrem Blog wie es „zusammen wächst“. Ich finde die Idee klasse und bewerbe mich mit diesem Artikel um einen der begrenzten Teilnehmer-Plätze. Ich bin gespannt ob ich dabei bin.

Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem laufenden ob ich dabei bin oder nicht.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Reparieren von 12 bis 12 (noch ne Nähmaschine)

2023 mache ich wieder an einer Linkparty mit. Jeweils am 12. veröffentliche ich einen Blogpost zu dem Thema Reparieren.

Logo der Linkparty „Reparieren von 12 bis 12“

Auf diese Idee hat mich wieder mal Valomeas Flickenkiste gebracht, eigentlich ein Blog auf dem es um Nähen und Patchwork geht. Bei Valomea habe ich im vergangenen Jahr bei Weniger ist mehr- 1000 Teile raus mitgemacht und damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

1000 Teile raus läuft auch 2023 weiter doch ich möchte dieses Jahr nicht mitmachen. Zwar hätte ich genug Zeug um wieder von vorne zu beginnen, aber ich möchte meine Blogbesucher nicht langweilen.

Eine neue regelmäßige Linkparty

Die Teilnahme bei „1000 Teile raus“ hat mir im vergangenen Jahr sehr viel Spaß gemacht und vor allem hat sie mich motiviert regelmäßig zu bloggen. Das hat mir geholfen etwas mehr Routine zu entwickeln und meinem Blog hat die Regelmäßigkeit viele neue Leser gebracht. Deshalb habe ich mir für das neue Jahr eine neue Linkparty ausgesucht. Diesmal nehme ich nicht wöchentlich daran teil, sondern einmal im Monat.

Reparieren ist ein interessantes Thema

Das Thema Reparieren ist ein interessantes Thema gerade wenn man sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt. Ich habe die Erfahrung gemacht das ganz viele Menschen gar nicht mehr reparieren können. Deshalb halte ich es für sinnvoll über sowas zu schreiben.

Wobei ich hier das Reparieren nicht allein auf Textilien beziehen möchte. Ich bin von Kind auf gewohnt das man wenn etwas kaputt ist erst mal probiert das Problem selber zu beheben. So habe ich zum Beispiel mit 11 oder 12 Jahren mal meinen Kassettenrekorder auseinander genommen weil er nicht ging und ich hatte den Fehler tatsächlich gefunden und mit Hilfe einer Büroklammer repariert.

Für mich war es immer schon normal erst mal zu probieren ob man etwas wieder hin kriegt bevor man es weg wirft. Und ich bin mir ziemlich sicher das ich auch in 2023 zwölf Gegenstände finde die ich irgendwie retten kann.

Reparieren zum 12. Januar

Die Tage hatte mich eine Freundin gebeten nach ihrer Nähmaschine zu sehen, die nicht mehr richtig näht. Es handelte sich um ein älteres Modell, die Freundin meinte sie sei über 30 Jahre alt… aber ich würde sie schon eher in die 80er Jahre einordnen.

Ein Gerät aus der Schweiz von einer Marke die ich noch nie zuvor gelesen habe. Sie verfügt noch über ein Metall Gehäuse und 4 Drehschaltern auf der Vorderseite. Also war sie schon ein etwas umfangreicheres Modell. Sie verfügt über eine Reihe Zierstiche die über eine Kombination der Drehschalter angewählt werden. Oben am Gehäuse sind die Zierstiche aufgemalt und zeigt ein kleines grünes Lichtlein welcher Stich gewählt ist. Laut Bedienungsanleitung handelt es sich hierbei um ein LED Licht (gab es das damals schon?)

Die Freundin meinte sie habe die Maschine schon vor ihren Kindern gehabt, Ihre älteste Tochter macht jetzt eine Ausbildung… Und die Nähmaschine sei kürzlich erst in Revision gewesen, würde nun so kurz danach schon wieder nicht gehen…

Als ich fertig war habe ich beim Zusammenräumen den Beleg der letzten Reparatur gefunden, die Quittung wurde 2002 ausgestellt!! Hallo? Kürzlich ist über 20 Jahre her!

Dieses Bild ist ja noch recht unspektakulär, das war am Anfang…

Meine Freundin fand das cool und hat ein paar Bilder gemacht, doch schon bald legte sie das Handy weg, denn sie brauchte beide Hände um mir zu helfen die Maschine auseinander zu nehmen. Das schwere Metallgehäuse war etwas anders verschraubt als ich es von anderen Modellen kannte. Da muss man zu zweit sein um sie zu öffnen.

Zuvor wusste sie noch nicht mal wie man die Stichplatte ab nimmt… ich kannte das bisher nur mit schrauben von oben. Aber dieses Modell hat keine Schrauben dort… ich musste in der fast noch jungfräulichen Bedienungsanleitung nachsehen. Die Stichplatte entfernt man durch Druck von unten, sie ist nur mit ein paar Federn gesichert. Meine Freundin hatte die Stichplatte noch nie selber entfernt und war sichtlich überrascht wie viel Staub und Flusen man darunter findet.

An die tiefer liegende Technik, die eigentlich hin und wieder etwas Öl braucht kommt man durch öffnen einer Klappe auf der Rückseite. Hier hat es Schrauben… Dem Original Zubehör der Maschine das teilweise noch in Plastiktüten ist lag eine kleine Flasche Nähmaschinenöl bei… diese Flasche war noch ungeöffnet!

Wir nahmen die hintere Klappe ab und entstaubten erst mal alles. Dabei waren Ohrenstäbchen und eine alte Zahnbürste ganz hilfreich.

Nähmaschine ölen?

Ich weis es kann gefährlich sein aber ich lies die Maschine im offenen Zustand laufen um zu sehen welche Teile sich wie bewegen und zu horchen wo welches Geräusch entsteht. Sicher ist meine Vorgehensweise nach Gehör nicht üblich und normal, aber mir hilft das logisch vor zu gehen. An der Welle die, die Drehbewegung in eine Hebelbewegung wandelt meinte ich ein „unrundes Geräusch“ war zu nehmen. Also ölte ich diese stelle. Was dazu führte das erst mal schwarzes Öl hervor quoll, dieses tupfte ich mit einem Küchenkrepp weg, lies das Gerät wieder kurz laufen und dann ölte ich nochmal.

Und siehe da das Geräusch wurde leider und hörte sich gesunder an. Die Freundin fragte „woher weist Du sowas?“…. keine Ahnung… bei meiner Maschine war das ähnlich. Sieht zwar alles etwas anders aus, aber im Grunde sind es die gleichen Bauteile die sich bewegen.

Erst jetzt fiel mir ein das ich als kleines Kind meiner Mutter und meiner Oma (verschiedene Maschinen) beim Nähmaschineölen zugesehen hatte und das immer sehr spannend fand.

Wir schlossen das untere Gehäuse und stellten fest das sie jetzt wieder viel normaler Klingt. Weil ich im oberen Bereich auch viel Staub und Schmutz vermutet hatte, habe ich dort auch mal geöffnet. Dabei blendete uns die Lampe etwas… doch ich stellte fest das diese Maschine hier viel weniger verstaubt war als mein Gerät zuhause das ich im Herbst auseinander genommen hatte. Siehe Ich habe meine Nähmaschine repariert.

Das liegt wohl daran das diese Maschine die letzten 20 Jahre nicht sehr intensiv genutzt wurde. Kurz bevor wir das Gehäuse zumachen wollten meinte die Freundin „warte die Glühbirne ist auch dreckig“ also schaltete ich das Licht aus (ihre Maschine hat Licht und Motor separat zu schalten) sie machte sauber und wir schraubten alles zu… und?

Das Licht geht nicht mehr! Wir öffneten nochmal und entdeckten das die Glühbirne defekt ist… Die haben wir wohl „kaputt geputzt“. Aber das ist kein Beinbruch, diese gibt es im Einzelhandel für wenig Geld. Und meine Freundin hat ja jetzt gesehen wie man sie austauscht.

Nähmaschine ausprobieren

Danach haben wir sehr lange ausprobiert und rum gefummelt. Unter anderem war die Nadel verkehrt herum eingesetzt. Einer der probierten Fäden war porös. 30 Jahre alter Baumwollfaden ist nicht mehr so stabil.

Wir hatten etwas Mühe mit der Fadenspannung, diese wieder korrekt einzustellen aber nun näht sie wieder. Aber offensichtlich funktionieren ein Teil der Zierstiche nicht mehr korrekt. Aber meine Freundin räumte ein das sie diese noch nie benutzt hat. Es kann also sein das die noch nie oder schon ewig nicht richtig funktionierten.

Meine Freundin ist glücklich das die Maschine wieder geht. Und ich fand den Ausflug in das Innenleben eines anderen Modells ganz spannen.

Ich glaube ich kann langsam nachvollziehen wenn Männer über alte Autos schwärmen, das man an ihnen noch „schrauben kann“… so geht es mir mit älteren Nähmaschinen. Ich finde das faszinierend und spannend ob ich sie wieder zum laufen kriege. Wenn Du also so ein „altes Schätzchen“ mit nem Problem hast, darfst Du mir diese gerne mal anvertrauen.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog