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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Tag 64 ( Donnerstag 18.2.)

Herzlich willkommen zum 64sten Tag in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich den ganzen Tag so tue während ich nicht Arbeiten darf.

Heute war ein milder Tag mit bedeckten Himmel. Aber nicht düster, paarmal hat die Sonne sogar hervorgeblitzt. Was meiner Stimmung und Motivation etwas zu tun sehr zuträglich war.

Ich muss zugeben das dieser Blog, also das tägliche Berichten was ich tue mich nach wie vor motiviert. Ich bin froh und dankbar das ich diese Idee begonnen habe und noch immer durchziehe.

Was habe ich heute genäht?

Heute Vormittag war ich mal wieder produktiv. Zum einen habe ich auf der Couch mit hoch gelegten Beinen mehre Herzchen gefüllt und zugenäht und auch an der Nähmaschine war ich wieder fleißig. Entstanden sind heute 3 paar Handstulpen. Diese wanderten direkt in die Tragetasche mit den zahlreichen anderen. In den kommenden Tagen werde ich mal einen ordentlichen Karton richten und anfangen sie darin zu lagern. Denn vermutlich kann ich diese Winterartikel bald „einmotten“ weil der Frühling kommt.

Auf dem Bild seht ihr zwei der entstandenen Stulpen. Beide Stoffe habe ich schon mal zu Handstulpen verarbeitet. Ich mache absichtlich aus jedem Stoff mehrere Paare weil ich ja vor habe diese Artikel irgendwann mal auf einem Hobbymarkt oder Basar anzubieten. Wenn Du welche erwerben möchtest melde Dich bei mir.

Herzen für die Onkomützen

Am Tag 61 habe ich bereits berichtet das ich für die ehrenamtlichen Onkomützen-Näherinnen spenden möchte. Ich spende kein Geld sondern kleine Stoffherzen die als kleine Aufmunterung für Krebspatientinnen dienen sollen. Gestern habe ich versprochen mal meine bisherige Produktion zu zeigen:

Meine Spende für die Onkomützen

Auf dem Bild oben seht ihr unten in der Schachtel die fertigen Herzen und oben im Korb noch die unfertigen bereits gefüllten Herzen. Diese muss ich noch von Hand zu nähen. Das erledige ich heute Abend oder morgen früh. Bis jetzt sind es etwa 40 Stück, und ich denke das in die Schachtel mit etwas zusammen drücken ca. 50 Stück passen. Wenn sie voll ist schicke ich sie los.

Die Herzen sind ganz verschieden und bunt gemischt. Man kann sie alle bei 40 Grad in der Maschine Waschen weil sie mit waschbarer Füllwatte gefüllt sind.

Jeden Tag eine „gute Tat“

Ich habe mir vor genommen jeden Tag irgendwie irgendwem zu helfen. Das ist mir ein Bedürfnis trotz oder gerade wegen „Social Distancing“. Weil ich am Tag 48 über die Sachspenden-Sammung für Rumänien geschrieben habe hat mich eine Bekannte angeschrieben das sie gerne Dinge spenden möchte aber nicht weis wie sie die Sachen, unter anderem ein Kinderwagen, dort hin bringen könnte. Sie ist selbst fast Pflegebedürftig und kann weder gut laufen noch Autofahren. Zusammen mit einer Bekannten war ich heute bei Ihr und habe die Sachen abgeholt. Sie war so schlecht drauf, das uns sogar ein Nachbar, der bereits wusste das wir kommen, öffnen musste. Ich habe zwar kurz mit ihr gesprochen aber irgendwie Tragen helfen oder so etwas war ihr nicht möglich.

Für uns war das eine Kleinigkeit, den Kinderwagen und die vollen Taschen ins Auto zu packen und schnell zum Lager zu bringen. Aber für die alte kranke Dame war es echt eine hilfreiche Erleichterung das die Sachen jetzt abgeholt sind.

Wenn Du auch Kleidung, Spielwaren oder Haushaltsgegenstände spenden möchtest und Du weißt nicht wie Du die Sachen zur Sammelstelle bringen kannst, dann darfst Du mich gerne kontaktieren.

Mein Spaziergang heute

Als mich die Bekannte wieder heim gebracht hat war es bereits 16 Uhr und ich hatte zwar was gutes getan aber bin noch nicht viel gelaufen. Also bat ich sie mich nicht nach hause zu fahren sondern „auf der Lucke“ ab zusetzten. Bei der Autobahnausfahrt Kandern, an der Kreuzung wo es nach Ötlingen ab geht hat sie mich abgesetzt. Von dort bin ich nach hause gelaufen!

da hinten ist Lörrach (Bild ist seitenverkehrt)

Auf dem Bild hab ich die Kapuze oben, weil gerade ein frischer Wind blies, aber eigentlich war es nicht sehr kalt.

Aus diesem Winkel kannte ich Lörrach noch nicht

Zum ersten Mal bin ich durch den alten Ortskern von Tumringen gelaufen und war ganz fasziniert von den vielen alten verwinkelten Häusern. Ich kannte Tumringen eigentlich nur vom durchfahren. Ich ging bewusst „spazierend“ durch die schmalen Straßen und nahm mal nicht den kürzesten Weg.

offensichtlich vermissen hier einige Anwohner die Fasnacht sehr

Ehrlich gesagt ich habs genossen mich mal einfach um zu gucken ohne jede Eile.

Unten an der Wiese angekommen nahm ich den Weg am Fluss entlang. Das Wasser ist wieder normal, doch an vielen Stellen kann man noch die Hinterlassenschaften des letzten Hochwassers erkennen. Siehe auch Tag 49.

An dem Treibholz im Baum sieht man wie hoch das Wasser war

Auf der Strecke traf ich auf eine Arbeitskollegin, wir haben uns schon sooo lange nicht mehr gesehen… logisch quasselten wir eine Weile. Aber wir trennten uns wieder weil wir unterschiedliche Richtung weiter wollten.

Ich ging bis zur Brücke Stetten (in Puncto) an der Wiese und von dort mit kleinem Umweg nach hause.

Schrittziel erreicht!

Ganz ehrlich! Gerade als ich diesen Text schreibe schaue ich auf mein Handy und es zeigt mir genau das hier an! Das ist nicht manipuliert !!!

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog ich hoffe Du schaust bald wieder bei mir rein.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 63 ( Mittwoch 17.2.)

Willkommen zum dreiundsechzigsten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich im Lockdown erlebe und was mich bewegt.

Heute war ein sonniger und milder Tag der sich mehr nach Frühling als nach Winter angefühlt hat. Unglaublich… am Sonntag sind wir noch mit Stiefeln und Mütze im Schnee gestapft und heute habe ich in der Sonne einen Kaffee getrunken.

Eigentlich ist heute Aschermittwoch, davon habe ich nichts mitbekommen. Für gläubige Katholiken beginnt jetzt die Fastenzeit. Da ich evangelisch aufgewachsen bin und jetzt Mitglied einer Freikirche betrifft mich dies nicht wirklich. Bei uns in der Gemeinde gibt es keine starren Regeln wann man was darf oder nicht, denn wir glauben das sollte jeder individuell mit Gott aus machen und nicht von Menschen diktiert werden.

Fastenzeit?

Eine persönliche Fastenzeit habe ich eigentlich nur einmal gemacht, das war damals 2013 oder 14, als ich die HCG-Diät machen wollte. Da ich zum Jahreswechsel entschieden hatte abnehmen zu wollen, und ich viel zu lange gebraucht habe um endlich mit der harten Diät anzufangen nahm ich dann die Fastenzeit als Anlass. Die Diät war sehr hart, Wochenlang keine Kohlenhydrate und täglich nur etwa 500 Kalorien. Das schafft man natürlich nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel und Unterstützung. Bei mir hatte sie den gewünschten Erfolg gebracht und ich hatte 16 Kilo abgenommen! Probleme gab es nur ganz kurz während der Phase wo man langsam wieder beginnt normal zu essen… Da hatte ich paarmal Kreislaufbeschwerden, die ich aber mit einem Gummibärchen beheben konnte.

Mein Gewicht hatte ich danach ziemlich genau 2 Jahre halten können dann habe ich wieder zugenommen. Noch einmal würde ich diese Diät allerdings nicht machen. Die Nahrungsergänzungs-Sachen sind nicht billig und ohne die wäre es echt zu riskant. Außerdem ist eine so lange radikale Diät mental echt schwierig. Gerade jetzt im Lockdown habe ich für derartige Anstrengungen nicht die Kraft.

Generell denke ich aber das diese Jahreszeit, der Vorfrühling für solche Vorhaben eigentlich sehr geeignet ist. Auch kann ich es verstehen wenn Menschen aufgrund ihres Glaubens eine Zeit lang auf Genuss oder ähnliche Dinge verzichten möchten. Aber dieses Jahr ist Fasten für mich persönlich kein Thema.

Was habe ich heute gemacht?

Heute bin ich wieder gegen 8 Uhr aufgestanden und habe mich am Morgen erst mal im Wohnzimmer auf der Couch aufgehalten. Social-Media-Blog mäßig war ich heute morgen allerdings nicht so produktiv wie ich es hätte sein können. Ein Thema das mich davon abgelenkt hat ist ein Teilnehmer in der Sendung „the masked singer“… ein großer Teil meines Freundeskreises und ich meinen den Künstler schon längst erkannt zu haben.

Wenn es Dich interessiert kannst Du Dir ja selbst ein Bild davon machen wer wohl unter der Maske der Schildkröte steckt.

Folglich habe ich heute Vormittag nicht so viele Herzchen genäht wie ich mir das vorgenommen habe. Ich muss also heute Abend vor dem TV ein paar mehr schaffen. Ein Foto mir der gefüllten Schachtel gibt’s dann morgen. Versprochen!

Mehrere Verabredungen geplatzt

Heute Mittag hätte ich eigentlich sogar mehrere Verabredungen gehabt. Eine Freundin wollte mich und eine weitere Freundin zum Essen einladen. Sie hatte sogar schon erzählt was sie für und kochen will… Leider hat sie schon vor paar Tagen wieder abgesagt. Ich vermute mal das ihre Tochter oder eine andere Bezugsperson ihr davon abgeraten hat. Weil sie über 70 ist und das doch so gefährlich wäre zwei Personen aus zwei anderen Haushalten einzuladen… Corona-Panik halt. Fakt ist, wir wissen alle drei nicht richtig ob man so etwas jetzt darf oder nicht.

Eine Bekannte hatte mich gefragt ob ich ihr beim Möbel leer räumen helfen könnte… sie bekommt eine neue Einbauküche und deshalb muss alles aus den Schränken raus. Da mein Essen geplatzt ist hab ich zugesagt. Leider musste auch sie das Vorhaben absagen, weil sie eine Autopanne hatte und deshalb zeitlich nicht dazu kommt… Schade ich hatte mich schon auf ein paar Stunden etwas anderes tun gefreut.

Stattdessen bin ich dann alleine los zu meinem heutigen

Spaziergang

Ich war etwas enttäuscht und deshalb fiel es mir etwas schwer mich aufzuraffen. Ich wusste wiedermal nicht wohin ich gehen sollte. Also bin ich ähnlich wie am Tag 28 in Richtung DHBW gelaufen. Diesmal aber zuerst gezielt über das Hochschulgelände um bei dem Parkplatz in den Wald zu kommen.

Impression von der ungewöhnlichen Architektur eines der DHBW-Gebäude

Im Wald war es herrlich! Auch wenn man die nahe Autobahn hören kann… herrscht dort eine gar andere Stimmung. Kaum zu glauben das zwischen den beiden Bildern gerade mal 200 Schritte liegen.

Im Wald bin ich ein paar Trampelpfaden gefolgt mal dahin und mal dorthin. Und einmal ging’s auch nicht mehr weiter. Was nicht schlimm war, bin ich halt wieder zurück gelaufen. Wichtig war ja nicht wo ich hin geh sondern: „unterwegs ist das ziel“. Mein Ziel war meine Beine zu bewegen… das kann man auf unebenen Waldwegen besonders gut.

Irgendwann mal kam ich unten bei der Homburg-Siedlung wieder raus. Mittlerer Weile war es mir so warm das ich am liebsten die Jacke ausgezogen hätte… Da in der Nähe wohnt eine Bekannte die ich schon länger nicht mehr gesehen habe… ich schrieb sie spontan über den FB Messenger an, aber sie reagierte nicht weil sie die Nachricht gar nicht gesehen hat. Also klingelte ich auf Verdacht bei ihr. Und es rief von innen „Uschi ich komm gleich!“. Sie hatte mich durchs Fenster schon kommen sehen.

Sie ist Corona-mäßig sehr sehr vorsichtig, da sie ihre Krebskranke Mutter pflegt. Deshalb war mir gleich klar das sich unser Treffen im Garten abspielen würde. Sie holte aus dem Gartenhäuschen zwei Stühle vor und wir setzten uns (mit Abstand) in die Sonne. Ihre Mutter kam heraus und stellte die beste Frage: „Wollt ihr einen Kaffee?“. Klar wollten wir, dann gab es sogar noch Kekse dazu.

Wir saßen zu Dritt heute am 17. Februar mit offenen Jacken kaffeetrinkend in der Sonne und haben es genossen! Am Sonntag hab ich noch Schneebilder gezeigt…

Arztbesuch

Die gemütliche Kaffeerunde musste ich aber verlassen weil ich noch einen Arzttermin hatte. Eigentlich bin ich viel zu spät von dort los gelaufen und hatte schon Bedenken das ich zu spät komme. Beim schnellen laufen wurde es mir richtig warm. Also zog ich die Winterjacke aus und band sie mir um den Bauch.

Beim Arzt war alles okay, ich musste mich nur checken lassen als Vorbereitung für die OP nächste Woche. Alles in Ordnung. Mein Blutdruck ist übrigens nach so einem 7km Spaziergang perfekt.

Schrittziel erreicht

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Lockdown-Tagebuch

Tag 62 ( Dienstag 16.2.)

Willkommen in meinem 62sten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich jeden Tag was ich so mache in dieser Zeit in der ich nicht arbeiten darf.

Vom heutigen Faschingsdienstag habe ich exakt gar nicht mit bekommen. Irgendwo am Wegrand war mal eine Hand voll Konfetti, aber Narren habe ich keine gesehen.

Was habe ich heute gemacht

Aufgestanden bin ich gegen acht Uhr, wach geworden bin ich weil ich gestern vergessen hatte mein Handy auf stumm zu machen und so ab halb acht kamen mehrere Whatsapp-Nachrichten rein und meine Handy piepste mehrmals.

Ich habe mein Handy aber in der Regel nicht bei mir am Bett sondern im Wohnzimmer. Dort höre ich es aber auch nach einer Weile.

Nur wenn ich auf Reisen bin und in einem fremden Bett schlafe, habe ich das Handy gerne bei mir. Zum einen, weil ich dann jederzeit weis, wie spät es ist und weil ich es notfalls als Taschenlampe nutzen kann, wenn ich mal aufstehen muss. Zu Hause liegt es nachts immer am gleichen Ort, wo es auch geladen wird.

Herzchen Nähen für die Onkomützen

Wie ich gestern und vorgestern schon erwähnt habe, nähe ich momentan kleine Stoffherzen für die Gruppe Onkomützen.de. Diese etwa 10x8cm großen Herzchen fertige ich nach einem selbst gemachten Schnittmuster. Wenn Du dem Link folgst, dort siehst zu zwei Größen, davon fertige ich diese Woche ganz viele kleine.

Die letzten zwei Tage habe ich schon Fotos von den fertigen Herzen gezeigt, aber die waren alle sehr grau lastig. Das kommt daher das ich für die Herzen vor allem die Masken-Zuschnitte die ich kürzlich von einer Bekannten bekommen habe verwende. Und ich habe mit einem Stapel graue Zuschnitte begonnen. Heute war aber endlich mal anderer Stoff dran.

Hier habe ich einen bunten Gardinen Stoff verarbeitet

Diesen Bunten Gardinenstoff hatte ich schon paar Jahre im Schrank liegen und ich dachte er wäre vielleicht ganz hübsch für die Herzen. Durch das große farbenfrohe Muster werden die Herzen sehr verschieden. Allerdings habe ich heute fest gestellt das er nicht so einfach zu verarbeiten ist. Dieser Stoff neigt extrem zum ausfransen und deshalb ist das von Hand zu nähen nicht leicht. Um ein ausreißen der Naht zu verhindern muss ich viel gröbere Stiche machen und das sieht man dann leider.

Aber ich habe mir vorgenommen trotzdem alle vorbereiteten Herzen fertig zu stellen, dauert halt ein bisschen länger und sieht nicht absolut korrekt aus. Aber ich denke normale Leute, die ein Päckchen mit einer Mütze bekommen, schauen eine kleine Zugabe nicht so sehr kritisch an.

diese Herzen sind heute Vormittag fertig geworden. Heute Abend nachdem dieser Blogpost veröffentlicht ist werde ich noch paar weitere fertig machen.

Verabredung zum Spaziergang in Weil am Rhein

Heute Nachmittag war ich mit einer Bekannten aus Weil am Rhein verabredet. Sie hat mich am Bahnhof in Weil abgeholt, wo ich mit der S-Bahn hin gefahren bin.

Von der Tram-Brücke über dem Bahnhof sind wir gleich los gelaufen in Richtung Friedlingen. Dort sind wir dann an der Kreuzung wo neulich ein Radfahrer unter die Tram gekommen ist und und tödlich verunglückt ist, sind wir dann rechts abgebogen. Jetzt wo ich die Unfallstelle kenne ist es mir noch unklarer wie der Radfahrer die Straßenbahn nicht bemerkt haben kann. Zumal da eine Ampel ist. Also ich denke mir das der 79 jährige Radfahrer nicht mehr ganz verkehrstauglich (Medikament, Alkohol oder Demenz) war, oder sich evtl umbringen wollte. Anders kann ich mir das an der übersichtlichen Kreuzung nicht erklären.

Von dort sind wir dann zwischen Autobahnzoll und Bahnlinie Richtung „Krebsbachtal“. Das Krebsbachtal ist seit 1990 Naturschutzgebiet und obwohl ich viele Jahre ganz in der Nähe gewohnt habe wusste ich davon bisher nichts.

Naturschutzgebiet Krebsbachtal

Der Wald am Krebsbach kam mir fast unwirklich vor. Hier hätte ich mit so einer Wildnis nicht gerechnet. Unwirklich war aber auch das Wetter. bei 10-12 Grad plus waren uns unsere Winterjacken fast zu warm. Mütze und Handschuhe habe ich heute nicht gebraucht.

Gestern bin ich noch durch den Schnee gestapft und heute das hier:

Am Wegrand in der Nähe von Haltingen ein Krokus

Am Wegrand plötzlich brühende Krokusse und vereinzelte Schneeglöckchen. Der Frühling kommt mit riesigen Schritten!

Was ich aber auch noch nicht kannte ist die neue Umgehungsstraße zwischen Haltingen und Weil am Rhein. Als ich noch in Eimeldingen gewohnt habe, habe ich die Jahrelange Diskussion darüber mit bekommen, aber mir war weder klar wo sie lang führen würde, noch das ist mittlerer Weile fertig gestellt ist.

Die neue Umgehungsstraße

Meine Begleitung führte mich von einem Feldweg westlich von Haltingen an einen Kreisverkehr den ich noch nie gesehen hatte. Hä? Ich habe 16 Jahre lang nur etwa 5km von dort gewohnt und bin hier sehr oft mit dem Auto vorbei gefahren…

Wir gingen einen Fußweg an einer viel befahrenen Straße entlang. Zeitweise rechts und links frisch begrünter „Schallschutzwall“ so das man die nahen Weinberge und die Dörfer nicht mehr sehen konnte…

Ich kam mir vor wie in einer völlig fremden Gegend… einzig der Blauen (für die Ortsfremden, ja der Berg heißt wirklich der Blauen, das ist kein Tippfehler) am Horizont verrät mir das ich in meiner ehemaligen Heimat bin. Zwischen Weil, Haltingen und Eimeldingen.

völlig neue Landschaft

Wir kamen auf dem Weg auch am ehemaligen Kieswerk vorbei. Früher als ich hier regelmäßig vorbei kam, was das ein schroffer hässlicher Einschnitt in der Landschaft… Nun wird das Gelände gerade „renaturiert“ und beinahe erkennt man nur noch an einem noch da stehenden Bagger was hier mal war.

Unglaublich wie viel sich dort seit ich nicht mehr in Eimeldingen wohne verändert hat.

Zurück sind wir dann durch Haltingen und dort haben wir sogar noch in einem Bauernladen Lebensmittel eingekauft und dann sind wir dem Fahrradweg entlang zurück nach Weil. Am Bahnhof habe ich dann wieder die S-Bahn nach Lörrach genommen.

Schrittziel erreicht

Dank meiner netten und ortskundigen Begleitung sind wir zusammen eine ordentliche weite Runde gegangen. Vielen herzlichen Dank dafür und sich freue mich schon auf unseren nächsten gemeinsamen Ausflug.

Ich habe nicht nur mein Schrittziel 10 000 Schritte erreicht sondern auch endlich mal wieder mehr wie 10 Km.

Vielen herzlichen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog. Ich hoffe ich darf Dich morgen wieder in meinem Lockdown-Tagebuch begrüßen.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 61 ( Rosenmontag 15.2.)

Narri Narro, Helau und Alaaf… willkommen in meinem einundsechzigsten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich in der Zeit des Lockdowns erlebe.

Heute wäre eigentlich Rosenmontag. Im Rheinland und in vielen anderen Karnevals Hochburgen beinahe ein Feiertag doch bei uns hier in Lörrach ist er nicht sehr bedeutungsvoll. Traditionell gibt es in Lörrach keinen Rosenmontags Umzug. Hier ist es eher der Sonntag und der Dienstag wo in der Stadt viel los ist.

Ich erinnere mich noch ganz früher, da hatten wir Rosenmontag Nachmittag geschlossen. Weil die Zentrale im Rheinland war und dort ging am Rosenmontag gar nichts. Das wurde allerdings schon in den 90ern geändert. In der nahen Schweiz findet deren Fasnacht eine Woche später statt. Aber trotzdem war dieser Tag meistens sehr wenig los.

Ich hatte mich eigentlich auf den Arbeitstag heute gefreut

Heute ist nun schon das zweite Datum verstrichen an dem wir gehofft hatten das wir uns als Arbeitskollegen wieder sehen… Erst hatten wir auf den 11. Januar gehofft, dann auf den 15. Februar und jetzt trauen wir uns nicht auf den 7. März zu hoffen.

Was habe ich heute besonderes erlebt?

Ja ich hab was neues erlebt. Ich habe einen Paypal-Moneypool „abgeschlossen“. Ich denke mal das muss ich erklären was das ist.

Der eine oder andere von Euch kennt vielleicht Paypal als Zahlungsmittel im Internet. Das gibt es schon viele Jahre und es ist meiner Meinung nach auch einer der seriösesten Zahlungsanbieter dieser Art. Ich habe mir meinen Paypal-Account schon vor über 20 Jahren angelegt und damit schon viele Käufe und Verkäufe vor allem über Ebay abgewickelt.

Paypal bietet im „Moneypools“ die Möglichkeit das man damit bargeldlos Geld zusammenlegen kann. Das ist zum Beispiel gedacht wenn man als Gruppe Essen geht und einer bezahlt die Rechnung für alle und die anderen senden ihm dann das Geld per Paypal.

In meinem Freundeskreis wollten wir für eine Freundin zusammen legen. Sie hat schon zwei Katzen auf mysteriöse Weise verloren. Um ihr zukünftiges Leid mit dem neuen jungen Kater „Antonio“ zu ersparen wollten wir gemeinsam ein GPS-Halsband für den Kater finanzieren. Lange wurde überlegt wie wir das organisieren können, denn wir wohnen alle sehr weit auseinander. Da habe ich den Vorschlag mit Moneypools gemacht.

Da ich die meiste Erfahrung mit Paypal hatte sollte ich das auch einrichten und organisieren. Habe ich gemacht und am Tag 21 darüber hier geschrieben. Gestern war nun der Sammelzeitraum abgelaufen und ich habe diesen Pool wieder aufgelöst. Wir haben 605,-€ gesammelt!

Das Halsband mit der Ladestation, sowie ein 2 Jahres Vertrag für den GPS-Tacker kosten 389,- € und den Restbetrag bekommt die Katzenmama für Tierarzt und ähnliches. Der Kater Antonio ist also bestens versorgt. Wir haben uns für dieses recht hochwertige Modell entschieden, weil eine von uns bereits Erfahrungen damit gemacht hat. Heute Vormittag habe ich den Pet Tracer bestellt und die nächsten Tage wird dann die Ware direkt dort hin geliefert.

Die Auflösung des Pools und Umbuchung auf mein persönliches Paypal-Konto hat innerhalb Sekunden funktioniert. Mit dem Guthaben habe ich den Kauf bereits bezahlt.

Herzen Nähen für die Onkomützen

Unter Onkomützen.de haben sich zahlreiche Ehrenamtliche Zusammengeschlossen um Mützen aller Art für Krebskranke, die durch die Chemotherapie die Haare verloren haben, herstellen.

Die Gruppe ist ziemlich gut organisiert. Interessierte Patienten können sich bei der Gruppe Mützen aussuchen oder auch gezielt nach Maß bestellen und erhalten diese kostenlos. Finanziert wird alles aus Spenden.

Wenn eine Patientin ihre Mützen bekommt, liegt auch oft noch ein kleines Geschenk bei. Eine der Mützen-Näherinnen hat mich gefragt ob ich bereit wäre kleine Herzen für diesen Zweck zu nähen und ich habe zugesagt.

das sind die Herzen die heute Vormittag fertig geworden sind

Mein Vorhaben jeden Tag 10 Stück fertig zu stellen hab ich noch nicht ganz erfüllt. Aber ich werde mich heute Abend vor dem TV wieder über die Herzchen her machen…

Auch sind die Herzen heute noch farblich sehr ähnlich wie die von gestern. Morgen gibt’s andere Stoffe… zugeschnitten sind sie schon.

Mein Outfit heute:

mein Waldwander-Outfit… Winterjacke, Stiefel und immer mit Mütze

Mein Spaziergang heute:

Heute Mittag hatte ich mich mit einer Chor-Kollegin zum laufen verabredet. Zuerst wollten wie auf den Tüllinger wandern. Doch dann hat sie entdeckt das eine unserer Chor-Seniorinnen heute Geburtstag hat und deshalb haben wir unsere Pläne geändert und sind wieder zusammen zum Salzert gelaufen. Leider haben wir das Geburtstagskind nicht antreffen können, da diese seit kurzen eine Senioren-Tagesstätte besucht. Wir konnten jedoch mit ihrer Betreuung sprechen und die Blumen übergeben. Wenigstens konnten wir zwei andere Chor-Seniorinnen kurz an der Haustüre besuchen und ihnen damit eine keine Freude machen.

Danach sind wir wieder zurück nach Lörrach Stetten und dann zu mir gelaufen. Somit habe ich heute mein

Schrittziel erreicht !

Heute ging es durch den Wald wo zum Großteil noch Schnee lang. Es sind zwar keine 10 km aber dafür bergauf und bergab. Ich strenge mich an, das ich morgen endlich mal über 10 km packe.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf Unterwegsistdasziel.blog ich hoffe wir sehen uns hier bald wieder im Lockdown-Tagebuch.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 60 ( Sonntag 14.2.)

Willkommen zum 60. Tag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich während dieser besonderen Zeit erlebe.

Oh Mann, schon der 60ste Tag! Ich hatte nicht damit gerechnet das es so lange dauert und das ich das mit diesem Tagebuch auch noch durchhalte. Aber ich habe mich so an das tägliche Schreiben gewöhnt, ich mag es gar nicht mehr missen.

Seit 60 Tagen gehe ich nicht zur Arbeit, seit 60 Tagen blogge ich jeden Tag. Seit Tag 28 versuche ich täglich über 10 000 Schritte zu kommen. Das war der Tag wo ich wegen den Beinen bei der Hausärztin war. Seit dem weis ich das laufen für mich die wichtigste Medizin ist.

Was habe ich heute gemacht?

Heute bin ich wieder gegen 8 Uhr von alleine wach geworden, obwohl ich gestern bis nach Mitternacht auf war. Irgendwie scheint das jetzt meine natürliche Aufwachzeit zu sein.

Den Vormittag habe ich wie immer gemütlich im Wohnzimmer auf der Couch begonnen. Zuerst etwas „social media“ am Handy und dabei ein wenig für meinen Blog „klappern“.

Als ich mir das Frühstücks-Müsli in der Küche zubereitet hab, habe ich dann auch gleich ein paar Zuschnitte für meine Herzchen vorbereitet und mal eben während die Haferflocken einweichen 10 !!! Herzen auf der Nähmaschine genäht.

Das heißt aber nicht das sie fertig sind. Dann ist erst mal nur die Naht rund herum gemacht. Danach muss ich sie wenden und ausstopfen und die Wende-Öffnung von Hand zu nähen. Diese Schritte brauchen weit mehr Zeit als das Nähen an der Maschine.

Mit meinem Müsli und den vorbereiteten Herzen bin ich dann wieder auf die Couch und habe die nächsten Stunden insgesamt 7 Herzen fertig gestellt.

heute Vormittag habe ich sieben kleine Herzen genäht

Nebenbei habe ich mit einer Dame geschrieben, die mich über Facebook kontaktiert hat. Sie ist sehr an meinen Herzen interessiert. Sie organisiert gemeinsam mit anderen die Gruppe Onkomütze.de. Eine Gruppe die ehrenamtlich Mützen für Krebskranke näht, häkelt und strickt. Die Idee ist, das ich kleine Stoffherzen beisteuere die sie als kleine Zugabe zu den Mützen den Patienten schicken. Ich finde die Idee sehr schön und werde in den kommenden Tagen eine größere Anzahl an Herzchen nähen und hin schicken.

Eine schöne Aufgabe gefunden

So ein kleines Stoffherz braucht keiner wirklich, und man kann auch nicht viel damit anfangen. Aber ich denke als Beilage zu einer bestellten Mütze finde ich es eine hübsche Geste.

Mir gefällt daran auch das nicht alle Herzchen gleich sein müssen und ich da meiner Phantasie und Laune freie Bahn lassen kann. Außerdem kann ich so die vielen kleinen Stoffreste aufbrauchen.

Mein Ziel ist es jetzt ein paar Tage lang etwa 10 Stück am Tag zu fertigen und dann eine ganze Schachtel voll an das Verteil-Lager der Onkomützen zu schicken.

Spaziergang im Grütt

Der Bekannte der meinen Laptop mit der kaputten Festplatte repariert hat, hatte sich heute Mittag gemeldet das er das Gerät bereits fertig hat. Das hat mich sehr gefreut das es so schnell ging! Und ich wollte den Computer auch wieder so schnell wie möglich zurück haben.

Aber ich wollte im Grütt spazieren gehen. Erstens weil es gestern dort so schön war und zweitens weil ich gelesen hatte das das Restaurant Rosengarten einen „To Go“-Verkauf mit sogenannten „Cowboy-Würsten“ beworben hatte.

Also versuchte ich den Bekannten und seine Frau zu überreden das wir uns im Grütt treffen und dort „to go“- einkehren. Nur hatten die beiden keine Lust sehr weit zu laufen und ich beschloss meine 10 000 Schritte bzw 7 km einfach schon vorher zu erreichen.

Wir verabredeten uns in 1.5 Stunden… Laut meinen km-Zähler-Daten der letzten Tage sollte ich das schaffen können… 7km in 1.5 Stunden.

Von hier bis zum Grütt sind ja schon etwa 2km. Und dann bin ich gezielt schnell (so das mir gut war wird) und weit im Grütt rum gelaufen. Was überhaupt nicht langweilig war, denn es waren viele Menschen unterwegs. Und auch ein paar wenige Narren. Es gab also dauernd irgendwas zu sehen.

Aber das tollste war das super schöne Wetter. Sonnenschein und Schnee und so kalt das nicht alles matschig ist. Und alles mit zeitlichem Ziel, ich wollte bis 15 Uhr meine 7km erreicht haben und ausgepowert sein. Das hat richtig Spaß gemacht!

die nicht geteerten Nebenwege sind noch Schnee bedeckt

Es war gar nicht so leicht Fotos zu machen auf denen keine Menschen zu sehen sind. Denn es war ungewöhnlich viel los im Grütt. Die geteerten Wege waren schneefrei aber dadurch war dort auch mehr los. Ich bin kreuz und quer im Grütt gelaufen, mal auf Schnee und mal auf Teer… und auch mal ein Stück quer über die Wiesenfläche.

herrliches Wetter im Grüttpark
momentan mein typisches Outfit. Winterjacke, Mütze (Frisur gibts keine, Mundschutz immer dabei

Cowboywurst und Cowboy-Burger im Rosengarten

Pünktlich um 15 Uhr hatte ich mein Ziel die 7 km erreicht, und ich war auch nur wenige hundert Meter vom Rosengarten entfernt. Mit meinen beiden Bekannten hat das Treffen einwandfrei geklappt.

Um das Lokal Rosengarten war schon viel los, aber die Leute waren alle sehr verantwortungsvoll und achtsam. Ein paar Narren waren in ihren Häs (Kostüm) da. Aber auch sie standen mit Abstand nur in kleinen Gruppen zusammen. Ein paar von ihnen hatten Thermoskannen mit eigenem Getränk dabei, was da drin war wollen wir jetzt nicht vertiefen. Beim Restaurant Rosengarten wurde nur alkoholfreier Punsch verkauft.

Um sich etwas zu essen oder zu trinken zu kaufen musste man Schlange stehen, was natürlich viel mehr aussah weil Abstand gehalten wurde. Trotz Kälte war aber die Stimmung entspannt und keiner nörgelte oder drängte. Ich fand die Wartezeit gar nicht so schlimm, ich war aber auch aufgewärmt durch meinen Fußmarsch. Im Gegenteil ich fand das mal ganz amüsant das man mal wieder „Leute gucken“ konnte. Auf dem Gelände des Restaurants trugen auch alle Mundschutz, selbst Kinder und Narren… nur die, die schon was zu essen bekommen hatten nahmen die Maske ab.

Paar Narren aber keine große Menschenansammlung

Fast alle Leute verhielten sich da auch sinnvoll, denn die meisten nahmen ihr Essen und gingen ein Stück weg vom Restaurant und von den anderen Menschen. Ich konnte keinen Aufpasser oder Buhmann ausmachen, der die Menschen dirigieren musste.

Bis wir an der Reihe waren gab es leider keine Cowboywurst mehr. Deshalb gönnten wir uns dann jeder einen Cowboy-Burger.

Schnee, Wintersonne und Cowboy-Burger vom Rosengarten

Der „Cowboyburger“ war lecker! Im Grunde war es eine sehr gut gewürzte gegrillte Frikadelle im Brötchen. Aber sehr schmackhaft. Und ich finde den Preis von 4€ dafür nicht zu teuer.

Wir haben unsere Burger am Ufer des fast zu gefrorenen Grüttsees genossen. Auch mal ein ungewöhnlicher Genuss!

Schrittziel erreicht

Heute habe ich mein Ziel 10 000 Schritte erreicht. Morgen möchte ich die 10 km knacken. Die paar hundert Meter gehen doch auch noch…

Allerdings werde ich morgen wieder bergauf durch den Wald wandern. Mehr wird noch nicht verraten…

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch und ich hoffe Du kommst morgen wieder.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 59 ( Samstag 13.2.)

Willkommen in meinem persönlichen Lockdown Tagebuch. Hier berichte ich jeden Tag was ich im Lockdown die ganze Zeit tue.

Angefangen habe ich dieses Tagebuch um mich selbst zu motivieren und um etwas mehr Schreibroutine zu bekommen. Und ich muss sagen es macht mir immer mehr Spaß. Jetzt während des Lockdowns habe ich sonst nicht viel zu tun und diese tägliche Aufgabe tut mir gut.

Heute morgen bin ich recht zeitig ohne Wecker wach geworden. Diesmal waren es nicht Geräusche sondern wohl eher das helle Tageslicht das mich aufwachen lies.

Allgemein schlafe ich momentan sehr gut und wache auch nicht nachts auf. Im ersten Lockdown hatte ich damit Probleme, fast jede Nacht wurde ich wach, entweder vom Sodbrennen oder vom schlecht träumen. Im März/April war ich viel ängstlicher und unruhiger als jetzt.

Im ersten Lockdown hab ich auch viel zu viel TV geguckt, teilsweise schon tagsüber. Das ging so weit das ich manchmal nicht mehr wusste wasfür Tageszeit wir haben usw. Mein Schlaf und Wach Rhytmus war zeitweise komplett hinüber. Diesmal hab ich das verhindern können.

Aufgaben selber schaffen

Dank dieses Blogs ist es mir gelungen mir Aufgaben selber zu schaffen und diese auch zu erfüllen. Zwar führe ich lange nicht alles aus was ich mir vor nehme aber durch dieses tägliche Berichten setze ich mich selbst ein wenig unter Druck auch wirklich etwas zu tun.

Die Aufgaben die ich mir stelle haben sich aber immer wieder verändert. Ganz am Anfang des Lockdowns waren das noch so große Projekte wie „Kleid nähen“ oder „Stoff-Vorräte verbrauchen“… nun sind schon 59 Tage rum und ich habe immernoch kein Kleid genäht.

Irgendwie finde ich es schwierig mich mit einem eleganten Kleid zu befassen, wenn momentan für alle Menschen die Jogginghose das wichtigste Kleidungsstück ist.

Was habe ich heute gemacht?

Heute Vormittag hab ich wie meistens die ersten 1-2 Stunden mit meiner Kaffeetasse auf der Couch verbracht. Mit dem Handy in den Sozialen Netzwerken wir Facebook, Instagramm und Pinterest rum geschmökert… nein ich mache das nicht nur aus zeitvertreib sondern auch weil ich mich dort (vorallem bei Facebook) mich mit anderen über mein Hobby das Nähen austausche. Und nicht ganz uneigennützig dabei meinen Blog bekannter mache.

Falls Du es noch nicht mitbekommen hast ich schreibe hier auch Näh-und Bastel-Anleitungen. Eine Übersicht darüber findest Du unter Anleitungen. Mit dem schreiben einer Anleitung alleine ist es nicht getran, man muss diese auch bekannt machen. Und das tue ich momentan jeden Tag sehr intensiv.

Selbstverständlich verfolge ich damit ein Ziel. Ich möchte meinen Blog und meine Anleitungen damit so bekannt machen, das ich vielleicht mal irgendwann damit Geld verdienen kann. Davon bin ich noch weit weg, da meine Sammlung noch nicht sehr groß ist. Ich versuche jetzt im Lockdown möglichst viele dauerhaft interessante Inhalte zu schreiben.

Meine bisher erfolgreichste Anleitung war die Nähanleitung für eine Behelfsmaske… nun die interessiert jetzt leider keinen mehr. Aber ich bin überzeugt meine Handstulpen oder die Glückskekse können auch noch nächstes Jahr jemanden interessieren.

kleine Herzen nähen

Heute habe ich gleich einen ganzen Stapel kleine Herzen gefüllt und mit der Hand zu genäht.

Verwendet habe ich für die Herzen Material das ich „geerbt“ habe.

Meine Schwester hatte einer Verwandten eines Freundes beim Umzug geholfen. Diese war wohl mal Handarbeitslehrerin und da meine Schwester als einzige der Helfer den Anschein machte sich für derartiges Material zu interessieren, bekam sie einiges davon geschenkt. Unter anderem eine Schachtel voller bunter Webbänder. Diese sind eigentlich ziemlich aus der der Mode gekommen, und die Designs wirken schon sehr Retro… Ausserdem sind es nur kleine Stücke, von jedem Desing gibt es nur 10-20 cm.

Meine Schwester hat mir diese Schachtel irgendwann mal gebracht und ich hab sie lange nur rum stehen gehabt. Was kann man aus solchen kleinen Stücken denn sinnvolles machen?

Jetzt im Lockdown hab ich mir die Bänder mal vorgenommen und sie, zusammen mit den Stoffresten die ich die Tage geschenkt bekommen habe zu kleinen Herzen verarbeitet.

Ich hatte keine Idee was ich mit den Herzen tun würde. Aber ich habe dieses Bild oben heute in einer Handarbeitsgruppe bei Facebook geteilt und habe darauf sehr viele Reaktionen bekommen.

Unter anderem wurde ich gefragt ob ich bereit wäre eine größere Anzahl der Herzen für einen gemeinnützigen Zweck spenden würde. Ich muss mir die Webseite der Organisation nochmal in Ruhe durchlesen, aber grundsätzlich fände ich das schön wenn ich mit diesen Herzchen helfen könnte.

Mein Spaziergang heute

Heute war ich mit einer Chor Kollegin zum Laufen verabredet. Aus verschiedenen Gründen sind wir leider erst viel später los als geplant und auch nicht auf den Tüllinger wie wir das erst vor hatten. Wir sind ins Grütt zum laufen. Und es war Kaiserwetter!

Dieses Bild ist mitten in Lörrach, mitten im Grütt aufgenommen

Es war mit maximal minus 2 Grad echt bitter kalt. Aber mit der richtigen Kleidung kann man auch das geniessen. Und man muss in Bewegung bleiben. Stehen bleiben und länger quatschen ist nicht, nach wenigen Minuten wird einem kalt.

Sonnenschein und Schnee ist wunderschön. Das fanden auch ganz viele andere Leute. Ich habe selten so viele Menschen im Grütt erlebt. Hin und wieder blies ein eisiger Wind, deshalb habe ich auf diesem Foto die Kapuze über der Mütze. Hinter mir sitzen zwei ganz harte auf einer Bank… das waren aber auch die einzigen die sich hin gesetzt haben. Selbst in der Sonne war es noch minus.

Nur an paar ganz wenigen Stellen bildete sich in der Sonne ein wenig Schneematsch. Doch als wir gegen 16:30 den Heimweg antraten waren diese Stellen bereits wieder gefroren.

Der Bach im Grütt teilweise unter Eis

Es war ein so schöner und anregender Spaziergang. Meine Begleitung und ich hatten interessante Gespächsthemen und so merkte ich kaum wie viel ich gelaufen bin.

Schrittziel erreicht !

Ich bin mit meinem Ergebnis sehr zufrieden, zumal wir einen echt schönen Nachmittag hatten, trotz Kälte. Allerdings hatte ich gestern getönt ich wolle heute 10 km gehen und es waren wieder nur 9. Dabei sollte man aber bedenken das ich die meiste Zeit auf Schnee gelaufen bin… und da macht man ja kleinere Schritte… oder? 😉

Morgen soll es auch noch mal so tolles Wetter werden, mal sehen wo und wie weit es mich morgen bringt.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog ich hoffe Du schaust bald wieder hier reing in mein Lockdown-Tagebuch.

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Tag 58 ( Freitag 12.2.)

Herzlich willkommen zum 58. Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier schreibe ich täglich wie es mir im Lockdown ergeht.

Als kleinen Nachtrag zu dem „Hemdglunki“ der eigentlich gestern Abend gewesen wäre. Beim Hemdglunki ziehen mit Nachthemden und Schlafmützen gekleidete Narren zum Teil mit Fackeln durch die Strassen. Traditionell spielt dazu die Guggemusik.

Guggemusik ist eine närrische Blasmusik Gruppe. Das besondere an dieser Musik ist, das sie nicht richtig sein muss, nicht selten können in so einer Musiktruppe nur ein paar der Musikanten wirklich gut spielen oder Noten lesen. Alle anderen spielen nur nach Gehör und gerne etwas schräg.

Oft kommt es bei Fasnachts-Events zu Auftritten mehrerer Guggemusik-Cliquen und nicht selten wird dann einfach mal spontan zusammen gespielt (ohne vorher miteinander zu Proben) . Eine Combo aus Musikern aus verschiedenen Cliquen, die sonst nie miteinander spielen nennt man Chari-Vari-Gugge.

Heimathafen hilft beim „Durchhalten“

Der Heimathafen ist ein Pub und Eventlokal das momentan geschlossen ist. Der Capitain und seine Crew haben sich eine Aktion ausgedacht um ihren Gästen die Wartezeit bis sie wieder aufmachen zu versüssen. Unter dem Motto „einfach durchhalten“ veröffentlichen sie jeden Tag ein Video mit einem „Konzert am Fenster“. Gestern war dies ein Song von einer Chari-Vari-Grugge gespielt.

Als dieses Video gedreht wurde hab ich den Lärm gehört und ich hab mich auf den Weg gemacht um mir das anzusehen… Obwohl ich nebenan wohne kam ich zu spät, die haben wirklich nur dieses eine Lied einmal gespielt. Denn es sollte ja keine Menschenansammlung geben.

Video bei Facebook

Über den Link kommt ihr zu dem Video. Wer empfindlich ist und Guggemusik noch nicht kennt… Lautstärke etwas runter regeln 😉

Was habe ich heute gemacht?

Wachgeworden bin ich gegen 8 Uhr, irgendwie war es trotz geschlossenen Rolladen eigenartig hell… ah das war Sonnenschein. Morgens schon blauer Himmel und Sonne! Dem entsprechend war ich auch schneller wach und fit. Aber ich habe mich am Vormittag vorallem im Wohnzimmer wo die Sonne so schön rein schien aufgehalten. Und wo es schön warm war… draussen war es heute Minusgrade!

Beim Nähen habe ich mich mit ein paar kleinen Fummeleien beschäftig die man von Hand näht. das ist zeitaufwändig und es ist dabei noch nichts vorzeigbares entstanden… ich sag nur Stoffblümchen. Aber was ich daraus genau mache, weiß ich selber noch nicht ganz.

Nebenbei habe ich nach ner Spaziergang-Partnerin gesucht aber leider konnten die, die ich erreicht habe alle nicht. Für morgen habe ich eine Verabredung. Aber wenn jemand von Euch mit mir am Sonntag oder die kommenden Tage irgendwo spazieren gehen will (mind 5km!) bitte melden!

Spaziergang

Trotz des Sonnenscheins konnte ich mich erst gegen 14 Uhr endlich aufraffen raus zu gehen und los zu laufen. Wiedermal fast ohne festes Ziel… der Name meines Blogs wird langsam zu meinem Lebensmotto:

„Unterwegs ist das Ziel“

Hauptsache unterwegs sein und die beine Bewegen, wohin es genau geht ist zweitrangig.

Ich hatte zwar etwas in Lörrach Stetten abzugeben, aber ich bin absichtlich in die andere Richtung gestartet. Heute ging es wieder in den Wald Richtung Salzert.

Im Wald war es sooo schön! Und es waren echt nicht wenige Menschen unterwegs. Das längste Stück bin ich hinter 3 Personen mit Kinderwagen gegangen. Eine der Frauen hatte eine markante Mütze an.

Zum Gehen auf den schnee bedekten Waldwegen ist es echt angenehm, denn alles ist gefrohren und nicht matschig. Durch den lockeren Pulverschnee ist es aber auch nicht zu glatt.

Vor dem Stadteil Salzert bin ich abgebogen und einen Waldweg in Richtung Stetten gegangen. Das Bild oben ist der Blick zurück Richtung Salzert, ich habe es gemacht damit ich Euch den blauen Himmel zeigen kann. Hier war es an paar wenigen sonnigen Stellen etwas matschig. aber die grossen Pfützen waren noch immer gefrohren. Auf den angrenzenden Wiesen waren immer wieder vereinzelt Kinder mit Schlitten unterwegs. Im Wald kam mir ein Vater mit zwei Kindern entgegen, die den Waldweg als Skipiste nutzten…

Schlittenpisten überall

Fuss und Schlittenspuren überall und so folgte ich einfach mal einer dieser Spuren die von der bekannten Route abzweigte. So landete ich im Winterwunderland… kurzfristig hatte ich keine Orientierung wo ich bin. Egal, es war schön, die Sonne schien und ich lief einfach weiter…

Der Weg zwischen Gärten blieb aber nicht so… nach einer Kurve, wo ein herrenloser Schlitten am Wegrand stand mutierte der weg in eine Schlittenbahn… ich habe kurz überlegt umzudrehen. Aber wenn Kinder mit ihren Schlitten den steilen weg hoch gehen können, sollte ich da ja auch heil runter gehen können… zum Glück waren gerade nicht sehr viele Kids da.

Also auf der Strecke hätte ich als Kind auch schiss gehabt mit dem Schlitten runter zu fahren, ein kleiner Fehler und man hängt an einem Gartenzaun. Aber den Spuren nach zu berurteilen waren hier schon viele Schlitten unterwegs.

Ich war froh als ich heil und ohne mich auf den Hosenboden zu werfen unten auf einer Straße an kam.

Wintersonne

Nach dem Wald ging es auch mal über freies Feld. auch hier alles gefrohren
Die Pfütze war wohl mal aufgetaut… aber jetzt wieder zu Eis erstarrt

Ich bin woll irgendwie Zick-Zack gelaufen, aber irgendwann hatte ich wieder die drei Personen mit dem Kinderwagen und der auffälligen Mütze vor mir. Die drei waren wie viele andere auch am Spaziergang machen. Es war zwar extrem kalt doch ideal zum spazieren gehen. Dem entsprechend waren sehr viele Menschen unterwegs. Was mir bei meinen Spaziergängen auffällt es sind immer mehr jüngere Leute einzeln unterwegs.

Nachdem ich in Lörrach Stetten schon wieder Ecken entdeckt habe dich ich noch nicht kannte bin ich dort hin gelaufen wo ich was abgeben musste und dann zu meiner Freundin die in Stetten wohnt. Sie muss normal arbeiten und hat dadurch meist nur Freitags Nachmittags zeit.

Nach einem Kaffeklatsch bei ihr bin ich dann auch wieder nach hause gelaufen. Die letzten Male bei ihr hab ich dann gerne aus Faulheit den Bus genommen… heute nicht, heute bin ich die restlichen 1,5 km auch noch gelaufen.

Schrittziel erreicht!

Mit dem Ergebnis bin ich heute ganz zufrieden, heute hatte ich auch den KM Zähler nicht eingeschaltet, der mir immer wieder sagt wieviele km ich abgeschlossen habe. Also langsam kriege ich es auch ohne das Ding hin. Morgen möchte ich aber gerne über 10 Km laufen, das Wetter sieht schon mal gut dafür aus.

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Tag 57 ( Donnerstag 11.2.)

Narri Narro und herzlich willkommen zu meinem 57sten Eintrag in meinem Lockdown Tagebuch. Hier berichte ich jeden Tag was ich im Lockdown so mache.

Wenn ich nicht ganz verwirrt bin, wäre heute eigentlich „Schmutzige Dunschtig“, das heißt so viel „Schmutziger Donnerstag“. Der Tag an dem Hemdgluki ist. Traditionell am Donnerstag vor Rosenmontag. Bin ich richtig informiert oder habe ich mich vertan?

Andere Jahre konnte ich solche Daten gar nicht vergessen, denn das waren immer so Tage wo es bei mir in der Strasse nicht normal zu geht. Fast jedes Mal waren hier in einer der Schulen in der Strasse Gast-Cliquen (Narrenzünfte aus anderen Städten) untergebracht. Der Nebeneffekt davon war das hier in der Strasse auch ausserhalb der Veranstaltungen in der Innenstadt Halligalli war…

Mitten in der Nacht besoffene Trompeter oder Paukenspieler, die permanent kontrollieren wollen ob ihr Instument noch funktioniert. Sowas kann schon mal ziemlich nerfen.., Aber dieses Jahr nerft es mich beinahe das überhaupt nichts aussergewöhnliches ist. Es ist extrem ruhig, noch nicht mal die normalen Schüler… nix los!

Erinnerungen an ein Groß-Event

Ich persönlich bin nicht so sehr Fasnet oder Karneval-Fan. Aber das heutige Datum erinnert mich an ein ganz anderes Groß-Ereignis. Heute morgen hat mich Facebook an ein Event von vor 4 Jahren erinnert.

Ich habe zusammen mit unserem Chor „Auftakt“ bei der Chor-Musical Aufführung „Luther-Oratorium“ in der Mannheiner SAP Arena teilgenommen. Wir waren damals über 2000 Sänger! Heute beinahe unvorstellbar… noch unvorstellbarer… Wir haben vor 10 000 Zuschauern gesungen.

Das war ein mega Erlebnis, und als ich heute Nachmittag mit einer Bekannten darüber gesprochen habe… hatte ich Gänsehaut als ich von Stimmung im Saal schwärmte. Ich bin echt froh und dankbar das ich das mit gemacht habe. Wer weis ob und wann derartige Großchor-Projekte wieder möglich sind. Hier findest Du einen Pressebericht über diese Aufführung.

Ich vermisse solche Sachen total, und ich vermisse das singen mit dem Chor.

Was habe ich heute gemacht?

Aber genug von der Vergangeneheit, was war heute? Ich bin vom Schneepflug aufgewacht. Kein anderes Fahrzeug kratzt derartig über den Asphalt, ich brauchte gar nicht mehr nachsehen langsam kenne ich das Geräusch. Überraschend war nur das er schon so früh hier durch ist. Gestern kam er erst um 10 Uhr.

Am Vormittag hab ich viel am Handy und Social Media gefummelt aber dann auch ein paar Stoff-Herzen mit Füllwatte gestopft und von Hand zu genäht. Und ausnahmsweise hatte ich sogar früh schon Lust und Nerfen zum Schleifen aus Satinband machen.

Hübsche Schleifen gelingen mir grundsätzlich nur wenn ich in der Stimmung dafür bin. Der erste Versuch muss gelingen sonst verlässt mich die Geduld. Heute morgen hats funktioniert.

Diese Herzen konnte ich endlich fertig stellen, aber es liegen noch ganz viele halbfertige rum, die auf die richtige Stimmung warten.

Wenn Du so ein Herz (ca 15×15 cm) haben willst, lass es mich wissen. Ich tausche sie gerne ein 😉

Spazieren gehen…

Mittags kam eine Bekannte mit dem Zug an und ich habe sie am Bahnhof abgeholt. Wir sind dann erst mal eine Runde spazieren gegangen. Auf geschlossener Schneedecke bei Sonnenschein im Rosenfelspark… So schööön.

Bei dieser Aufnahme war die Sonne noch nicht zu sehen

Auf dem glitzernden Pulverschnee zu laufen war echt schön, aber ich musste feststellen das ich wohl schon trainierter bin als die andere Person, denn ich musste alle Nase lang auf sie warten. Dabei war ich der Meinung ich gehe nicht so schnell wie früher auf der Arbeit. Nach einem kleineren Rundgang sind wir dann zu mir nach hause und haben erst mal Kaffee getrunken. Dabei haben wir uns erfolgreich verquasselt und es ist in einer Handarbeits-Session geendet.

Sie hat das erste mal mit einer 12 Häkelnadel gehäkelt und ich habe mal wieder Fäden an meiner Häkeldecke von 2018 vernäht. Mehr über die Decke unter „Eine Decke aus Granny Squares“. ich muss zugeben sie ist noch lange nicht fertig.

Später habe ich sie wieder an den Bahnhof begleitet und bin von dort aus nomal eine große Runde gegangen. Aber ohne den Kilometerzähler und prompt war es viel weniger als ich gedacht habe. Deshalb habe ich leider das Schrittziel heute nicht erreicht.

Schrittziel nicht erreicht

Heute habe ich nur 8978 Schritte gemacht. Morgen muss ich wieder eine größere Runde gehen.

Gospel-Singen per Zoom

Für heute Abend hat mich meine Schwester zu einem „offenen Gospel Singen“ einer Gesangslehrerin eingeladen. Wie das genau funktioniert weis ich noch gar nicht. Ich bin gespannt und werde Euch morgen darüber berichten. Deshalb muss ich jetzt auch schon zum Schluss kommen… bekanntlich braucht man ja immer eine Weile bis alles so funktioniert wie es soll.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 56 ( Mittwoch 10.2.)

Zum Sechsundfünfzigsten Mal sage ich Herzlich Willkommen in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich jeden Tag war ich während des Lockdowns mache.

Heute haben wir wiedermal auf eine Entscheidung gewartet. Die Regierung hat nun etwas beschlossen, aber eine wirkliche Entscheidung ist das meiner Meinung nach nicht. Lockdown verlängert, aber ob die Läden wieder auf gemacht werden soll an den Inzidenzwert gekoppelt werden… was soll denn das? Da wissen die Kunden ja noch weniger ab wann es was wieder zu kaufen gibt. Der Inzidenzwert schwankt ständig und ist von Faktoren wie Feiertage oder zu langsam meldende Stellen abhängig.

Lockdown verlängert bis ???

Fazit: ich habe bis mindestens 1. März Zwangsurlaub und vermutlich auch noch länger.

Ich möchte jetzt nicht gemein klingen, aber nur weil in Pflegeheimen ein paar 80 und 90 Jährige sterben muss ich um meinen Arbeitsplatz bangen. Denkt bei dieser Thema auch mal jemand darüber nach warum diese Menschen in Pflegeheimen leben? Weil sie auch ohne Corona, gebrechlich und krank sind. Wäre es nicht besser dafür zu sorgen das die Menschen so gesund sind das sie nicht in Heime müssen?

Stattedessen werden Millionen Arbeitnehmer in das Zwangsnixtun geschickt und ich frage mich wieviele davon auf die Dauer gesundheitliche Probleme bekommen. Ich würde mich als relativ fit bezeichnen, doch ich hatte bereits nach dem ersten Lockdown Rücken und Nackenprobleme, ausgelöst durch die nicht mehr gewohnte Belastung. Sicher werden solche Beschwerden nicht weniger je länger der Lockdown dauert.

Sorry das ich mal abgekotzt habe… Themawechel!

Heute war ein schöner Tag!

Heute hat es bei uns in Lörrach den ganzen Tag geschneit. Aufgewacht bin ich von den Geräuschen von den Arbeitern der Stadt, die vor meiner Haustüre den Schnee geräumt haben. In diesem Punkt finde ich es absolut toll direkt an einer Bushaltestelle zu wohnen. Ich brauche mir um Räumdienst keine Sorgen zu machen.

Am Vormittag habe ich genäht und Fotos gemacht für die neue Nähanleitung die ich heute endlich fertig gestellt habe. Du findest sie unter „Schnittmuster Herz selber machen“.

Als Aussenstehender kannst Du Dir das vielleicht nicht vorstellen, aber ich habe 4 verschiedene Herzen mindestens 20 mal fotografiert bis ich mit dem Ergebnis wirklich zufrieden war. Und wenn ich ehrlich bin muss ich zugeben das mir bestimmt noch 5 Kleinigkeiten aufgefallen sind die ich am liebsten verbessern würde… aber dann würde ich ja nie fertig werden!

Botengänge für zwei Bekannte

Mittags hatte ich mit einer Bekannten abgemacht, ich sollte für sie im Laden eine Bestellung abholen und dafür vorher das Geld bei ihr abholen… also auf den Hühnerberg laufen. Dort gabs netter Weise erst mal nen Kaffee. Dann bin ich (trotz Schneegestöber und Glätte) in die Innenstadt und habe das Teil abgeholt. Kein Problem es war nicht schwer, und ich habe im gleichen Laden auch noch was für mich abgeholt… dann bin ich mit dieser 170cm langen Ware wieder auf den Hühnerberg gestiefelt… wie gesagt, nicht schwer… aber abstellen und Arm wechseln ging im Schnee nicht, ich wollte ja den Karton nicht nass machen. Nein ich will auf keinen Fall jammern, es war mein Vorschlag das Teil zu holen und es machte mir nix aus.

Von dort bin ich erst mal nach hause um die Sachen für mich abzustellen. Dabei war auch etwas das ich als Überraschung meiner Mutter schicken möchte.

Also rein in die Wohnung Jacke und Schneematschschuhe kurz aus. Päckchen packen, Frankierung über DHL online ausdrucken, drauf kleben und dann wieder los zur Post.

Trinkwasser verunreinigt

Danach schnell zu Penny etwas Mineralwasser kaufen. Normal kaufe ich kein Wasser in Flaschen, weil ich vorallem Leitungswasser trinke. Doch heute kam eine Warnung das unser Leitungswasser durch einen technischen defekt verunreinigt ist und das man es nur abgekocht trinken soll. Wasser abkochen ist jetzt nicht so ganz das Problem aber ich dachte mir lieber etwas Mineralwasser im Haus haben… wer weis wie lange das dauert und ob das stille Wasser dann bald nicht mehr erhältlich ist.

Schnee im Rosenfelspark

Später dann nochmal los zu einer Bekannten in Lörrach Stetten, sie hat sich handgestrickte Socken von mir gewünscht und ich habe ihr heute 3 Paar mitgebracht damit sie sich eines aussuchen kann. Sie hat sich eines ausgesucht, und ein weiteres Paar bei mit in Auftrag gegeben…

Das laufen macht mir bei diesem Wetter wenig aus, im Gegenteil mir gefällt Schnee… was ich hasse ist allerdings der Salzhaltige Schneematsch an den Strassenrändern. Dieser macht meine Schuhe undicht, das ist ekelig. Also suche ich mir immer wege wo ich möglichst wenig durch Matsch laufen muss.

Bei der Bekannten in Stetten hab ich mich solange verquatscht das es schon fast dunkel wurde.

Die Temperaturen waren bereits gesunken und die matschigen Stellen sind schon wieder gefrohren. Nicht schön für Autofahrer die nicht die richtigen Reifen drauf haben. Aber zu Fuss ganz okay finde ich.

Da ich meine Schritte noch nicht ganz zusammen hatte, bin ich ein paar Umwege geganen und im Rosenfelspark ein paar Runden gedreht… schliesslich war es ganz dunkel bis ich zuhause war und:

Ich habe mein Schrittziel erreicht!

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog ich hoffe Du kommst morgen wieder in mein Lockdown-Tagebuch.

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Do-it-Yourself Nähen

Schnittmuster für ein Herz selber machen

In diesem Beitrag zeige ich Dir wie Du ganz einfach eine schöne Herzform entwerfen kannst auch wenn Du nicht zeichnen kannst. Damit kannst Du solche hübsche Herzen nähen:

Nich jeder ist mit Zeichenstift oder Schere so geschickt das er freihändig eine schöne Herzform entwerfen kann. Hier zeige ich wie auch Unbegabte ein Schnittmuster für ein Herz selber herstellen können.

Für dieses Schnittmuster brauchst Du kein Download und keinen Drucker. Ich zeige Dir wie Du Dir einen Schnitt für ein kleines Dekoherz, oder Kissen selber erstellst.

Was braucht man dazu?

Ein Schnittmuster selber basteln geht auch ganz ohne Drucker oder Spezialpapier. In diesem Fall reicht ein normales A4 Blatt. Wenn Du ein größeres Kissen nähen möchtest kannst Du Backpapier, Zeichenblock oder sogar Zeitungspapier verwenden. Allerdings reist Zeitung sehr leicht und man sieht die Aufgezeichneten Linien sehr schlecht. Sinnvoller wäre beispielsweise die Rückseite von Geschenkpapier.

  • ein Blatt Papier
  • Kugelschreiber (oder Filsstift)
  • Papierschere
  • ein Glas, Becher oder anderen runden Gegenstand

In meinem Beispiel zeige ich es an einem Trinkglas, es geht aber auch mit jedem anderen runden Gegenstand. Für Ein Kissen zum Beipiel ein Essteller oder Plastikschüssel.

So funktioniert es:

Wir falten das Papier zur Hälfte zusammen. Denn unser Herz soll schön symetrisch sein.

Schnittmuster Herz selber machen

Das A4 Blatt zur hälfte knicken und ein rundes Glas so drauf stellen das es an dem Falz ganz leicht überlappt. Mit einem Stift drum rum fahren. So entsteht ein angeschnittener Kreis.

Je weiter Du das Glas über den Falz überstehen lässt desto schmäler wird dein fertiges Herz.

Schnittmuster für ein Herz erstellen

Wir setzen jetzt das Glas so neben den Kreis das es den Kreis berührt und etwa mittig über dem Falz steht. Wenn Du hier nicht 100%ig die Mitte triffst ist das nicht dramatisch. Du musst als nicht nach nem Milimetermass suchen!

Jetzt Markieren wir rechts vom Glas wo es aufhört mit einem kleinen Strich

Schnittmuster erstellen für ein Herz

Das sollte nun bei Dir so ähnlich aussehen wie bei dem Bild oben. Ein Kreis und eine Markierung im Abstand von ungefähr dem Durchmesser des Kreises.

Verbinde nun den Kreis mit der Markierung. Das geht am besten wenn Du ein Lineal oder einen anderen langen flachen Gegenstand an den Kreis anlegst.

Schnittmuster für ein Herz selber machen Herzform
Schnittmuster Herz

Nun die Form entlang der äusserenLinie ausschneiden. Dabei das Papier so halten das man durch beide Lagen schneidet. Auseinanderklappen und…

Voila ein Herz

Mit dieser Vorlage kannst Du hübsche Herzen Nähen

Fertig ist Dein Schnittmuster um ein Herz aus Baumwollstoff zu nähen oder um aus Karton hübsche Herzen auszuschneiden. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Schnittmuster Herzen selber machen

Selbstverständlich kannst Du auf diese Weise verschiede Größen herstellen. Für Nähanfänger empfehle ich allerdings kein Schnappsglas, denn je kleiner das Teil ist umso schwieriger ist es schön rund zu nähen.

für Papierarbeiten ist Schnappsglas-Größe super.

Wenn Du ein Kuschelkissen nähen möchtest auf dem man mit dem Kopf angenehm Liegen kann empfehle ich einen Pizzateller oder Kuchenplatte als Hilfsmittel. Dafür entweder mehrere Seiten aneinander geklebt oder Geschenkpapier von der Rolle.

Wenn Dir meine Erklärung gefallen hat, sieh Dir auch meinen anderen Anleitungen an. Und Du machst mir eine große Freude wenn Du meine Bilder bei Pinterest pinst oder diesen Link weiter teilst. Vielen Dank