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Ausflugsziele Lockdown-Tagebuch Sehenswürdigkeit

Tag 43 ( Donnerstag 28.1.)

Willkommen in meinem Lockdown-Tagebuch, hier kommt der 43ste Tag. Seit 43 Tagen berichte ich hier täglich wie es mir in der Kurzarbeit Null so geht und was ich erlebe.

Heute hat meine Schwester Geburtstag. Zur Feier des Tages hatte ich mir meinen Wecker auf 7 Uhr gestellt und sie gleich angerufen. Da sie heute normal arbeiten musste habe ich darauf verzichtet sie um Mitternacht aus dem Bett zu klingeln. Das habe ich auch schon gemacht.

Die letzten Jahre habe ich sie oft zum Geburtstag besucht, mal eben schnell mit dem Flixbus nach Stuttgart oder so. 2013 hatte ich den Besuch bei ihr sogar noch mit einem Konzertbesuch in der Nähe von Karlsruhe verbunden. Mit Zug hin, mit Leihwagen zur Konzert-Location. Nachts das Auto am Bahnhof wieder abgegeben und mitten in der Nacht mit der S-Bahn nach Heilbronn (hält an jeder Gieskanne, hat gefühlt ewig gedauert) dort bei einer Freundin paar Stunden nur geschlafen und mittags wieder weiter mit dem Zug nach Stuttgart… mehr darüber unter „flexibele Verkehrsmittelwahl.

Und dieses Jahr ist derartiges absolut undenkbar!

Was habe ich heute gemacht?

Heute Morgen habe ich wieder etwas an den Einstellungen im Hintergrund an meinem Blog probiert und ich habe den Fehler gefunden und wie es aussieht endlich behoben. Ich hoffe das jetzt alles dauerhaft richtig funktioniert. Das mit diesen Plugins in WordPress ist echt eine Wissenschaft für sich.

Heute habe ich recht früh gefrühstückt und dann freiwillig das Geschirr von Hand gespült. Damit meine ich jetzt nicht nur den Teller von heute, sondern alles was von den letzten 2 Tage da stand. Ich vermisse einfach die Tätigkeit im Stehen. Beim Spülen hab ich gemerkt das mir das gut tut. Also hab ich nach einer Lösung gesucht:

Im Stehen an der Nähmaschine

Ich habe das Bügelbrett so hoch gestellt wie es geht und die Nähmaschine da drauf gestellt. Der Winkel ist nicht ganz optimal, aber es funktioniert!!! Ich habe 3 Paar Handstulpen genäht. Zugegeben es ist sehr gewöhnungsbedürftig. Und ich muss aufpassen das die Maschine nicht zu schwingen beginnt wenn ich schnell nähe… also mit einer Hand leicht die Maschine nach unten drücken. Aber hey! Die Maschine ist viel viel leiser!

Jeder der Probleme hat das sich Nachbarn oder kleine Kinder über das Geräusch der Nähmaschine beschweren, der kann sie einfach auf ein Bügelbrett stellen. Die leichte Konstruktion des Betts federt sie Erschütterungen der Maschine ab. Und das ist es ja was es manchmal so laut macht.

Sicher ist diese Art zu nähen nicht geeignet um Stundenlang sehr große Teile zu nähen aber für so etwas kleines wie meine Stulpen ist es echt praktikabel.

trotzdem habe ich geschaut das ich nicht zu lange das selbe mache und habe etwas zwischen Nähmaschine und Laptop (auf der Couch mit Füße hoch) abgewechselt.

Spaziergang

Nach dem Mittagessen habe ich mich dann „auf die Socken gemacht“. Eines meiner Ziele war etwas in der Innenstadt abzuholen, das ich einer Bekannten auf dem Hühnerberg bringen sollte. Aber ich startete bewusst in die Andere Richtung nach Stetten. Ich bin einfach mal los gelaufen. Ich wollte wohin, wo ich mich noch nicht so gut auskenne.

In Lörrach Stetten südlich vom Ortskern Richtung Schweizer Grenze hab ich dann auch paar Sachen entdeckt von deren Existenz ich keine Ahnung hatte.

Struveplatz

Der Platz ist nach Gustav Struve benannt der 1848 bereits eine Deutsche Republik mit einer Föderalistischen Demokratie forderte und diese am 21. September in Lörrach ausrief. Mehr darüber findest Du auf Wikipedia.

Stuveplatz in Lörrach Stetten

Der Struveplatz ist überraschend groß, inmitten eines Wohngebiets ein mit Bäumen und Bänken umrahmter Schotterplatz mit einer umlaufenden Straße. Man kann also mit dem Auto rund herum fahren.

Eigenartiger Weise finde ich keine weiteren Informationen über den Platz im Internet. Laut Google Maps und Straßenschild heißt die Straße auf beiden Seiten „Am Bächle“. Lediglich eine Bushaltestelle der Linie 9 heißt Struveplatz.

Hinter dem Platz erstreckt sich eine Grünfläche die heute etwas überflutet war, jedenfalls standen ein paar Bäume im Wasser . Ich nehme an hier fließt das besagte Bächle. Einige spielende Kinder fanden das wohl ganz toll.

Spielplatz Stetten

Nebenan ein riesiger Spielplatz. Ich hab nicht gedacht das Lörrach so was cooles hat. Die meisten Spielgeräte sind aus holz und sehen nicht mehr ganz neu aus. Scheinen aber in Ordnung zu sein. Es gibt Klettergeräte für unterschiedliche Altersklassen. Mehrere Rutschbahnen und Schaukeln. Da fast überall Kinder waren, habe ich kaum Fotos gemacht. Das Gelände ist echt sehr weitläufig, also auch wenn viele Kinder da sind wird es nicht zu voll. Es hat viele Bänke. Und auch einen großen Sandkastenbereich, der wohl im Sommer beschattet wird.

Spielplatz Lörrach Stetten

Auf dem Bild ist nur ein Teil zu sehen. Das Gelände ist so weitläufig das ich nicht alles auf ein Bild bekomme.

Der Gesamte Spielplatzbereich ist durchzogen mit kleinen Dämmen, es sieht fast aus wie ein BMX Parcours, ob es als solches gedacht war oder nur dafür missbraucht wurde ist mir nicht ganz klar.

Für größere Kinder und Erwachsene gibt es zwei Tischtennisplatten und ein kleines Beach-Volleyball-Feld sowie ein künstlicher Kletterfelsen.

Ich werde mir diesen Spielplatz bei besserem Wetter nochmal ansehen um ein paar schönere Fotos zu machen.

Naturentdecker-Garten

Auch in unmittelbarer Nähe zu finden ist der Garten der Naturentdecker.

Naturentdecker-Garten in Lörrach Stetten

Das Gelände ist nicht mit einem Zaun umgeben und deshalb denke ich das es auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Ende Januar gibt es dort zwar nicht extrem viel zu sehen, doch ich finde selbst die Beschriftungen der einzelnen Pflanzen der Hecke hoch interessant.

So habe ich entdeckt das der Wollige Schneeball schon dicke Knospen hat

Auch diesen Garten werde ich bei besserem Wetter mal wieder aufsuchen. Hier gibt es sicher einiges zu entdecken.

Schrittziel erreicht!

Von dort aus bin ich bei der Johanneskirche unter der Bahnlinie durch die Dammstraße entlang und an der Wiese wieder in nördliche Richtung zur Innenstadt. In der City habe ich eine Bestellung abgeholt und damit dann zu der Bekannten auf dem Hühnerberg. Ein netter Rundgang, den ich aber noch mal etwas erweitert machen möchte.

Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe Du schaut morgen wieder hier rein, in mein Lockdown-Tagebuch auf unterwegsistdasziel.blog

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Allgemein Ausflugsziele Lockdown-Tagebuch

Tag 40 ( Montag 25.1.)

Willkommen zu meinem Lockdown-Tagebuch. Willkommen zu meinem 40sten Bericht darüber was ich den ganzen Tag so treibe während des harten Lockdowns.

40 Tage am Stück frei. Das ist beinahe länger als früher in der Schule die Sommerferien. Und die kamen einem immer so endlos lange vor. Seit ich im Arbeitsleben stehe hatte ich nur einmal eine ähnlich lange „Pause“ als ich vor zwei Jahren den Fuß gebrochen hatte. Aber damals war ich mit meiner Situation alleine, und es hing von mir selbst ab wann mein Leben wieder normal würde. Ich wusste stets ich kann erst wieder arbeiten gehen wenn ich wieder richtig laufen kann.

Aber jetzt? Mir geht’s gut, ich bin eigentlich fit und voller Tatendrang… Aber das wann wir wieder arbeiten gehen dürfen hängt nicht von mir ab. Und diese Unklarheit macht mich doch langsam etwas mürbe.

Egal heute war ein schöner Tag!

Ich hatte mich heute mit meiner Arbeitskollegin zum Laufen verabredet. Und ich hab mich total darauf gefreut mal wieder mit ihr zu quatschen. Im normalen Arbeitsalltag ist sie die Person mit der ich am meisten zu tun habe. Normal sehe ich sie fast täglich, außer in den Phasen der Kurzarbeit oder wenn eine von uns beiden Urlaub hat. Jetzt hab ich sie tatsächlich 40 Tage lang nicht gesehen.

Sie wollte mich um 12:30 Uhr bei mir zuhause abholen. Doch um kurz vor 12 begann es zu schneien. Und ich hatte schon Angst das sie absagt. Aber sie kam trotz starkem Schneegestöber exakt pünktlich! Ich begrüßte sie mit „Super Du bist kein Weichei!“

Da kenne ich einige, die schon wegen weniger abgesagt hätten. „Oh mir sitzt ein Furz quer“, oder „mein Hamster hat heute Nacht schlecht geschlafen“. Meine Lieblingskollegin ist nicht so eine. Sie kommt auch durchs Schneegestöber ohne Gejammer!

Auf in den Wald

Gut ausgerüstet mit dicken Jacken, Mütze und Kapuze sind wir beide los gezogen in Richtung Wald. In meinem Rucksack hatte ich eine Thermoskanne mit heißem Tee und zwei Stuhlkissen. Denn ich wusste, sollten wir irgendwo eine Gelegenheit finden wo man sich hinsetzten kann, dann würde es sicher zu kalt sein.

Wir sind zuerst durch den Rosenfelspark und dann auf der anderen Seite zum Waldrand hoch. Diesen Weg kannte ich noch nicht. Im Wald wurde es dann gleich mal steil und ich war froh die tritt-festen Schuhe gewählt zu haben. Dieser Weg war wohl nicht „nach dem Schneebruch gesichert“ worden. Denn zu dem matschig-rutschigen Untergrund kamen noch ein paar Äste und Baumstämme über die wir klettern mussten. Aber wir waren überzeugt das ist ein Weg.

Schon fast oben kamen wir dann auf den Waldlehrpfad, dem wir ein Stück weit folgten. Am Waldrand zum Stadtteil Salzert folgten wir ein kleines Stück der Straße zur Jugendherberge.

Blick vom Salzert in Richtung Basel

Diesen Blickwinkel habe ich die vergangenen Tage schon mal fotografiert. Wobei uns in diesem Moment vor allem die Lichtstimmung fasziniert hat. Meine Arbeitskollegin meine „guck mal da drüben schneit es“ (links).

Weiter Richtung Inzlingen

Von hier aus gingen wir an der Jugendherberge vorbei den Wanderweg Richtung Inzlingen. Hier kommt man direkt am Klettergarten vorbei, der natürlich in Winterpause ist und über den ich noch keine weiteren Informationen sammeln konnte. Auf einen Bericht darüber müsst ihr wohl noch 2-3 Monate warten.

Auf den Wegweisern stand auch „Finnenbahn“ und ich musste anmerken „ich weis gar nicht was das ist“. Dann ein Stück weiter im Wald haben wir sie entdeckt“

Die Finnenbahn

Die Finnenbahn ist ein für Sportler angelegter Rundparcours mit besonders weichem Untergrund. Der über 10 cm dicke Bodenbelag ist meist aus Sägemehl,Sägespäne und Rindenmulch über einer Sandschicht. Der Weiche Boden soll einem besonders Gelenkschonenden Training helfen und ist bei Joggern und anderen Sportlern sehr beliebt.

Eingangsbereich der Finnenbahn Lörrach. Auf dem Schild steht „Sport treiben, fit bleiben“

Als wir bei der Finnenbahn ankamen lag hier eine geschlossene Schneedecke und wir konnten gar nicht sehen wie der Untergrund ist. Doch beim ersten Schritt stellten wir fest „das geht sich wie auf Wolken“ und darum sind wir einfach mal die ganze Runde gelaufen. Leider ist sie nur 500m lang.

Die Lörracher Finnenbahn im Schnee

Während wir unsere Runde drehten kam die Sonne raus!

Bei Schnee und Sonnenschein gingen wir gut gelaunt und angeregt plaudernd durch den verschneiten Wald. Es war einfach nur herrlich. Vom „alten Steinenweg“ kamen wir auf den „Eiserne Hand-Weg“

Die Eiserne Hand

Die Eiserne Hand ist ein schmales aber 1.7km langes Waldstück das schon seit Generationen zur Schweiz gehört. „Seit fast 500 Jahren ist dieser durch historische Grenzsteine markierte Grenzverlauf unverändert und ist damit einer der ältesten Mitteleuropas.“ (sagt Wikipedia).

Unser Weg umrundet die eiserne Hand so das wir eigentlich auf deutschem Grund bleiben. Naja fast… einmal sind wir kurz auf die andere Seite der Schilder um Bilder zu machen:

Selfie im Ausland… der Weg hinter uns verläuft in Deutschland

Dort im Wald ist es wirklich friedlich und still und wir genossen die frische Luft. Als wir aus dem Wald kamen, lag neben dem jetzt geteertem Weg ein Tennisplatz. Und ich schaute in Google-Maps nach ob der nun zu Deutschland oder Schweiz gehört. Er gehört zu Inzlingen. Genau in diesem Moment begann es zu schneien. Nein was sag ich, kein Schnee, Graupel… immer mehr… die kleinen Eiskristalle schlugen uns ins Gesicht und es blies ein äußerst unangenehmer Wind. Als ich im Handy nach dem Tennisplatz geguckt hatte, hatte ich gesehen das daneben eine Sporthalle ist. Ich rief „dort ist die Halle, da müssen wir hin“ und wir rannten beinahe zu dem Eingangsbereich der Halle um uns unter zustellen.

ich hab mich noch nie über den Eingangsbereich einer Turnhalle so gefreut

Es stürmte kurz sehr heftig. Binnen weniger Minuten waren Dächer und Straßen weis verschneit und wir konnten nur „abwarten und Tee trinken“. Ich packte meine Thermoskanne aus und wir nippten unseren heißen Tee während wir dem Naturschauspiel zusahen.

Nach Maximal 20 Minuten oder so, ich hatte vom rumstehen noch keine kalten Füße gingen wir weiter und die Sonne kam heraus!

Wir waren einfach nur froh und dankbar das uns dieser kurze Schneesturm nicht mitten im Wald erwischt hat, dort hätten wir nirgends unterstand finden können und so ein Wind in den hohen Bäumen hätte mir schon Angst gemacht.

Inzlinger Wasserschloss

In Inzlingen besuchten wir kurz das Wasserschloss und umrundeten es auf dem kleinen Rundweg. Über das Inzlinger Wasserschloss muss ich mal bei schönerem Wetter berichten. Also noch ein Ausflugsziel über das ich demnächst schreiben will.

Natürlich gab’s paar Selfies für die Arbeitskollegen.

beim Inzlinger Wasserschloss ist Maskenpflicht… übrigens wir standen immer nur für die Fotos so nah zusammen … haben uns den ganzen Tag nicht einmal berührt

Von Inzlingen nahmen wir dann den Bus zurück nach Lörrach. Auf der Heimfahrt haben wir beschlossen das wir auf jeden Fall nochmal zusammen los gehen, denn es hat uns beiden echt Freude gemacht.

Schrittziel erreicht!

So, heute ist mein Bericht etwas lang geworden. Vielen Dank das Du ihn dennoch zu Ende gelesen hast. Ich würde mich freuen wenn Du wieder rein schaust in mein Lockdown-Tagebuch auf unterwegsistdasziel.blog

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Allgemein Ausflugsziele Lockdown-Tagebuch

Tag 31 (16.1.2021)

Herzlich Willkommen zum 31sten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier schreibe ich täglich nieder was ich während des Lockdowns erlebe.

Heute war ein kalter Wintertag mit Temperaturen unter Null. Zum Glück hat es nicht mehr geschneit, denn Schnee haben wir momentan genug. So viel wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das letzte Mal richtig viel Schnee hatten wir 2003. Das war das einzige mal das so viel Schnee lag das die Dachfenster meiner damaligen Wohnung komplett zugeschneit waren. Und ich habe über 16 Jahre dort gewohnt Man konnte die Fenster nicht mal mehr öffnen um den Schnee zu beseitigen. Ab morgen ist wieder Tauwetter angesagt, doch heute gab es rund herum Winterwunderland.

Am Vormittag: Nähen

So langsam hat sich der Rhythmus bei mir eingespielt, Morgens nähen und Nachmittags raus um die Beine zu bewegen. Solange es so sehr winterlich ist denke ich behalte ich das so bei.

Auch beim Nähen motiviert mich die Berichterstattung hier, denn ich hab es stets im Hinterkopf das ich Euch etwas vorzeigbares präsentieren möchte.

Da ich mit dem Tischläufer von Tag 29 nicht so richtig weiter weis, habe ich ein neues Projekt begonnen. Mir aber das Ziel gesetzt das dies heute noch fertig wird. Es sind sogar 4 fertige Teile geworden!

Patchwork

Im Grunde ist es die gleiche Technik wie bei meinem ersten Patchwork-Versuch, nur das ich jetzt schon geübter bin und aus ein paar Fehlern dazu gelernt habe. Um das Problem mit der Länge nicht zu haben, habe ich mich diesmal auf 4 kleine Flächen konzentriert. Und diese Herangehensweise scheint wohl schlauer zu sein.

Vier Untersetzter oder Platzsets aus Baumwollstoff.

Dieses Mal habe ich zwei gemusterte Stoffreste von Tilda und zwei farblich passende Unis kombiniert. Die Rückseite ist beige. Damit diese Teile genügend Wärme isolieren sind sie 3 lagig. Sie eignen sich also auch um eine Heiße Kanne auf den Tisch zu stellen. Die Taschentücher sind im Bild als Größenvergleich.

Diese Technik macht echt Spaß und ich werde damit sicher noch ein paar Sachen machen, ich bin gespannt was es wird.

Mittags RAUS!

Gegen 12:30 Uhr habe ich die Wohnung verlassen, ich musste zuerst in Lörrach Stetten etwas abholen. Normalerweise hätte ich das wohl mit dem Fahrrad gemacht, doch nicht bei diesem Wetter. Außerdem muss und will ich ja viel laufen also bin ich zu Fuß dort hin und zurück.

Dann bin ich allerdings nur nochmal kurz rein, um auf Toilette zu gehen. Hab noch nicht mal die Jacke ausgezogen und bin gleich wieder los zu einer Freundin.

Mit ihr war ich verabredet das wir zusammen ins Grütt zum Gebetsspaziergang gehen. Der Gebetsspaziergang war eine Aktion im Rahmen der Gebetswoche der Evangelischen Allianz Lörrach. Mehr darüber unter Beten 2021.

Beten 2021

Ursprünglich war der Gebetsspaziergang auf dem Tüllinger geplant. Startpunkt sollte der Lindenplatz sein und die Route sollte in den Wald führen. Über den Ort habe ich schon mal unter: Wanderparkplatz Obertüllingen geschrieben. Aufgrund der Witterung wurde die Veranstaltung in den Landschaftspark Grütt verlegt. Auch über diesen habe ich schon mal geschrieben, siehe „Frühlingserwachen im Grütt“.

In vergangenen Jahren habe ich schon mehrmals an Veranstaltungen der Gebetswoche teil genommen. Sie findet alljährlich im Januar statt und wird von Evangelischen Allianz organisiert. Darin sind fast alle Lörracher Gemeinden zusammen. So unterschiedlich wie die Gemeinden so verschieden sind auch die einzelnen Abende. Ein Gebets-Spaziergang wurde schon mehrfach angeboten, doch konnte ich bisher aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.

Dieses Jahr war sowieso alles anders. Wie ihr auf der Webseite Beten 2021. Fanden dieses Jahr alle anderen Veranstaltungen online per Zoom statt. Und das hat mich diesmal nicht sehr angesprochen. Aber ein Spaziergang bei dem man jeder für sich allein Beten kann fand ich interessant.

Startpunkt für den Gebetsspaziergang

An diesem Tischchen konnte sich jeder der mitmachen wollte ein Lampion nehmen und diesen auf dem Spaziergang mitführen. Am Baum hängen Schilder die genau erklären wie es geht. Alles Kontaktlos und „to go“. Schon interessant auf welche Ideen man kommt wenn man nicht alles so wie schon immer machen darf.

Der Weg wurde durch kleine Schilder an den Bäumen markiert. Hier im Park waren ungewöhnlich viele Leute unterwegs, kein Wunder bei diesem tollen Wetter. Aber andere Lampionträger sind uns nicht begegnet. Also eine Menschenansammlung hat diese Aktion garantiert nicht ausgelöst.

An verschiedenen Stationen, die auch wieder mit Schildern an Bäumen gekennzeichnet waren gab es Anregungen wie man beten könnte. Ganz einfache Dinge wie „erzähle Gott wofür Du dankbar bist“, „wenn Du nicht alleine unterwegs bist berichte dies auch den anderen Teilnehmern“.

Eine Station war auch interessant, die Aufgabe war es den anderen zu segnen. Etwas ungewohnt, aber sehr schön.

Meine Begleitung und ich wir nahmen uns viel Zeit für die Stationen. Und wurden auch mal von Passanten gefragt „Was machen Sie da?“ denn wir vielen mit unseren Lampions doch etwas auf. Aber das war okay, ich erzählte den Leuten einfach von dem Gebetsspaziergang und das sie doch gerne auch mit machen könnten. Die Leute fanden das ganz interessant. Aber längere Gespräche entstehen natürlich nicht bei Minusgrade im Park. Aber das war ja auch nicht unser Ziel.

Insgesamt war es eine wunderschöne Erfahrung. Das Schneewetter war dazu finde ich noch das I-Tüpfelchen.

Landschaftspark Grütt im Schnee, im Hintergrund kann man die Burg Rötteln erkennen
Grütt-Park im Schnee, im Hintergrund die Burg Rötteln

Für mich ist die Schönheit einer verschneiten Landschaft ein Beweis das es einen Schöpfer-Gott geben muss. Wieso sollte Evolution gefrorenes Wasser so schön machen?

unterwegs im Grüttpark im Schnee

Nachdem wir die Runde des Gebetsspaziergangs abgeschlossen hatten, sind wir noch weiter durch das Grütt spaziert. Diesmal ohne Lampion in der Hand, dann kann man viel besser Fotografieren…

Winter im Landschaftspark-Grütt der Grüttsee ist beinahe zugefroren

Später haben wir den Landschaftspark Grütt in Richtung Kaufland verlassen, dort haben wir uns dann einen heißen Kaffee gegönnt. Weiter zu Fuß die Freundin nach hause begleitet und von dort aus nach hause.

Schrittziel erreicht!

Ob ich morgen auf so eine gute Schrittzahl komme wage ich zu bezweifeln. Aber ich freue mich das ich morgen früh ein paar Stunden im Bäckerladen arbeiten darf. Das erste mal dieses Jahr ein bisschen arbeiten.

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Lockdown-Tagebuch Tag 15 ( 31.12.)

Herzlich Willkommen in meinem öffentlichen Tagebuch das ich während des zweiten Lockdown in Deutschland schreibe.

Heute war ein ungewöhnlicher Tag! Und das nicht weil der 31.12. ist, der letzte Tag des Jahres 2020. Nein weil erschon überraschend begonnen hat…

Ein Telefonanruf hat mich geweckt

Heute wollte ich ausschlafen und deshalb hab ich mir keinen Wecker gestellt. Um 8:30 klingelte das Telefon!

Da ich mir dachte das so früh keiner anruft wenn es nicht wichtig ist, bin ich aufgestanden und rüber ins Wohnzimmer, wo der Hörer des Schnulos-Telefons lag.

Ein Bekannter sprach mir auf den Anrufbeantworter das er und seine Frau beschlossen haben heute „in den Schnee“ zu fahren, und ob ich nicht Lust hätte mit zu kommen…

Noch halb schlaftrunken nahm ich ab und sagte „jaja gute Idee, ich will mit!“. Wir verabredeten uns für 10 Uhr. So hatte ich gerade mal 1.5 Stunden zum wach werden… Kaffee und eine kleine Schale Müsli.

Kaffee in spätestens um 9 Uhr ein Müsli muss sein, mehr darüber unter „Jeden Tag ein frisches Müsli“.

Los gehts mit „Wohin fahren wir eigentlich“

Der Bekannte hatte am Telefon zwar einen Ort genannt wo er hin fahren will, aber ich hab in meinem noch halb schlafenden Kopf nicht mitbekommen wo. Und dann stellt er im Auto die Frage „und wohin fahren wir?“… okay… ich hatte keine Idee. Er nannte paar Orte und da fiel auch „Gersbach“… „Ah ja da kenn ich jemand“ meinte ich und das reichte um die beiden zu überstimmen das wir jetzt nach Gersbach fahren.

Gersbach liegt etwa 35 km von Lörrach entfernt. Auf einer höhe von fast 1000m und ist beliebtes Ausflugsziel für Schwarzwald-Fans. Eine ehemalige Freundin von mir wohnt jetzt dort, mit ihr habe ich nur noch sporadisch über Whats-App Kontakt und ich habe sie schon lange nicht mehr gesehen.

Ab in den Schnee

Bis weit nach Schopfheim sah es immernoch so aus wie hier. Alles duster, alles nass… doch in der Ferne konnte wir schneebedeckte Berge erkennen. Da wollten wir hin. Wir hofften das das Wetter ein wenig mit macht. In Lörrach sah es nach Regen aus.

Ab etwa 700 Höhenmeter lag Schnee auf den Wiesen und Feldern. Und mit jeder Kurve wurde es weisser und Märchenhafter.

Nach weniger als 20 Minuten Fahrzeit hatten wir schon realisiert warum dort in der Gegend überall Gelb-Schware-Stangen an den Strassenrändern stehen… Sie sind die Markierungen für den Schneepflug, damit er die Seitenkante der Strasse findet…

Hier in Lörrach braucht das kein Mensch… gibts bei Euch zuhause so viel Schnee das man so etwas braucht?

eine Strasse bei Gersbach

Schwarzwald bei Schnee ist wunderschön

Ich liebe es im warmen trockenen Auto in den Schwarzwald zu fahren wenn es Schnee hat. Ich finde Autofahren bei solchem Wetter nicht sehr bedrohlich, so wie viele andere. Solange die Strassen geräumt sind ist das Fahren bei solchem Wetter auch kein Problem. Wir mussten ja nicht morgens um 6 los, hatten es nicht eilig und unser Fahrer fuhr echt gut.

An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank das Ihr mir mitgenommen habt. Der Bekannte möchte nicht genannt werden, deshalb gibt es hier keine Namen oder Bilder von den beiden.

Schon vor dem eigentlichen Ort fanden wir an einem Parkplatz eine Stelle wo bereits mehere Familien am Rodeln waren. Ich denke es war gar nicht die offizielle Rodelbahn sondern eigentlich ein Weg… der aber offensichtlich ideal ist um dort mit dem Schlitten oder Bob runter zu sausen.

Auf der angrenzenden Wiese standen mehrere Schneemänner. Und ein Schneebär!

Warum immer nur Schneemann? Schneebär ist doch auch cool
natürlich musste ich ein Selfie mit dem Bären machen

Übrigens: Mein richtiger Vorname ist Ursula, dieser bedeutet „die kleine Bärin“… ist ja klar das ich so knuffige Bären liebe, oder?

Nach dem Selfie mit dem Bären bin ich auf der Schneebedeckten Wiese ein bissel ausgeflippt… Wie ein kleines Kind bin ich quietschend durch den tiefen Schnee gerannt… Uih war ich froh um die ollen Stiefel, die ich kurz vor der Abfahrt wieder gefunden habe. Die sind zwar nicht mehr sehr schön, und ich zieh sie vielleicht 1-2 mal im Jahr an… aber für sowas sind sie ideal.

Leider hatte ich keine Schneehose an, sonst hätte ich vermutlich noch einen Schneeengel gemacht… aber mit Baumwolljeans ist das keine gute Idee, ich wollte nicht den Rest des Tages nen nassen Hintern haben.

Keine Gastronomie „To go“

Danach hatten wir eigentlich Lust auf nen heissen Kaffee, doch auf den Wegweisern zu dem nahen Ausflugslokal stand das Gasthaus heute zu hat. Also fuhren wir weiter in den Ortskern.

Dort entdeckten wir einen geöffneten Lebensmittel-Laden. So ein kleiner Dorfladen das alles mögliche hat. Weil wir eh noch paar Kleinigkeiten brauchten und gerne die hiesige Wirtschaft unterstützen wollten gingen wir ein. In dem Dorfladen gab es überraschend grosse Auswahl. Unser Fahrer entschied sich für eine Flasche Wein für den Abend und ich sah mich nach einem Bier um. Zu meiner Überraschung gab es da sogar mehere Sorten, ich entschied mich für ein Waldhaus aus dem Südschwarzwald.

In der Kühltheke lachte mich ein tiefgefrohrenes Cordon Bleu an, das ich mir heute Abend als Silvesteressen mache.

An der Kasse entdeckte ich das der Laden auch „Coffee to go“ anbietet und wir gönnten uns auf dem Parklpatz vor dem Laden jeder einen Becher. Dort entstand dann auch ein Selfie mit Pappbächern und einem Werbeschild des Ladens… ist doch lustig, in ein paar Jahren erinnern wir uns dann an die Silvester-Einkehr mit Pappbächern auf dem Parkplatz. Ich hoffe sehr das dies typisch 2020 bleibt und wir das bald nicht mehr so machen müssen.

Ganz kurzer Corona-konformer Besuch an der Haustüre

Nach etwas suche hab ich das Haus wo meine Freudin wohnt wirklich gefunden. Es ist schon Jahre her das ich dort war, und dann nie bei Schnee… mit dem Schnee sieht dort alles ganz anders aus.

Wir haben uns ein Weilchen an der Haustüre unterhalten, ich hatte ihr schon per Whats-app mitgeteilt das ich besser nicht rein kommen wollte. Zumal die beiden anderen im Auto gewartet haben. Aber es hat mich sehr gefreut sie mal wieder zu sehen und ihr kurz Hallo zu sagen.

Von dort aus sind wir dann mit etwas Umweg wieder Richtung Zell gefahren. Ein paar mal war die Aussicht auf die Schneebedeckten Bäume einfach nur so schön das wir kurz angehalten haben…

Schnee im Südschwarzwald auf unterwegsistdasziel.blog

Wenn Dir mein Bericht im Lockdown-Tagebuch gefallen hat, schau Dir doch auch mal die vergangenen Tage an und komme wieder auf meinen Blog. Augeblicklich schreibe ich hier täglich.

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Lockdown-Tagebuch Tag 8 (24.12.)

Heute möchte ich Euch im Lockdown-Tagebuch berichten wie ich diesen aussergewöhnlichen 24.12. verbracht habe. Ganz anders als gewohnt. Keine Hetze keine Termine, keine Arbeit, aber auch keine Feier und kein Gottesdienst.

Die vergangenen 4 oder 5 Jahre habe ich bei „Weihnachen Gemeinsam“ geholfen. Einer Weihnachtsfeier für alle die einsam und alleine sind, organisiert von der Evangelischen Allianz .Die Gäste waren zumeist Senioren und Obdachlose. Oder auch andere die heilig Abend ganz alleine waren.

Hier ein paar Presseberichte zu diesen Veranstaltungen. Aus der Oberbadischen und der Badischen Zeitung: Weihnachten gemeinsam in der Alten Feuerwache in Lörrach (veröffentlicht am Mo, 18. Dezember 2017 um 13:33 Uhr auf badische-zeitung.de)

Dieses Jahr ist die Veranstaltung wie alle anderen auch wegen Corona abgesagt.

Anders als andere Jahre

Ich arbeite seit über 30 Jahren im Einzelhandel. Und die Tage um Weihnachten herum sind immer die stressigsten des Jahres. Bei uns in der Firma haben wir die Regelung das jeder Mitarbeiter entweder am 24.12. oder am 31.12. arbeiten muss. Eins von beiden bekommen wir auf jeden Fall frei. Aber auch wenn ich diesen halben Öffnungstag frei hatte war ich Weihnachten immer gestresst!

Nicht so dieses Jahr. Seit einer Woche schon bin ich in „Zwangsferien“ und hatte schon genug Zeit um mich auszuruhen und zu erholen. Aber wie Erholung fühlt es sich noch nicht ganz an. Zu sehr spielt noch die Angst mit: „was wird nach dem Shut-Down?“ , „Kann mein Arbeitgeber so lange ohne Umsätze überleben“ und ähnliches.

Diesmal ist die Angst um die Zukunft meines Arbeitsplatzes nicht ganz so gross, weil die Firma anders als beim ersten Shut-Down einiges Vorkehrungen getroffen hat. Dafür ist die Angst vor der Krankheit selbst viel präsenter als im März.

Was habe ich heute gemacht?

Heute habe ich wieder etwas länger geschlafen und war diesmal nicht verkrampft. Auch habe ich richtig gut geschlafen. Im laufe des Vormittags hatte ich etwas Bauchschmerzen und auch zweimal Durchfall… ich vermute ich habe die Riesenportion Rührei gestern Abend nicht so gut vertragen. In den letzten Monaten/Jahren habe ich immer seltener Lust auf Eier, irgendwie habe ich den Eindruck ich vertrage die nicht mehr so richtig.

Zu allem Überfluss habe ich heute morgen im halbdunkeln die Kaffemaschine zusammen gesetzt… ohne Brille und ohne Kaffee im Blut… ich war noch nicht so wirklich konzentriert. Die Kunststoffteile des Gehäuses hab ich alle wieder richtig zusammen bekommen, aber weil ich eilig zur Toilette musste hab ich das einfachtste und banalste Teil vergessen. Ich habe die Kanne ohne den Deckel unter die Maschine gestellt. Der Filter verfügt über einen Tropfschutz und lässt keinen Kaffee durch ohne das der Deckel von unten gegen das Ventil drückt.

Ergebniss: der Filter ist übergelaufen! Und meine frisch geputzte Küche war voller Kaffee!!!

nochmal Putzen…

Das hat mich erst mal ganz schön gefrustet und ich hatte echt Mühe mich zum weitermachen aufzuraffen… fast 2h hab ich lieber auf der Couch gechillt anstatt das Bad und das Treppenhaus zu putzen.

Aber ich hab es dann endlich irgendwann gemacht. Badezimmer tiefengereinigt. Ganz gründlich! War auch bitter nötig, ich glaub so gründlich hab ich dort beim letzten Shut-Down sauber gemacht. Bei der Treppe hab ich es dann doch nicht so ganz übertrieben. (Ich muss ja die nächsten Wochen auch noch was zu tun haben)

Ich hatte bauchweh, keine Lust und war kurz davor die Kriese zu kriegen. Da fiel mir ein: Wenn es einem seelisch schlecht geht soll man versuchen etwas gutes zu tun, das hebt die Stimmung.

Am Vormittag beim chillen hatte ich im Facebook einen Kommentar einer Bekannten gelesen, das sie dieses Jahr leider keine Plätzchen backen konnte… und ich fand ich hab viel zu viele gebacken. Ich könnte ihr ja welche abgeben… aber sie wohnt in Weil am Rhein…

Kurz überlegt, was ist die Alternative? Weiter putzen? Kriese kriegen? heulen?. Nö da fahr ich doch lieber mit dem Fahrrad nach Weil am Rhein.

Radeln gegen „die Kriese“

Also eine Tüte mit Plätzchen gerichtet Jacke über und gegen 14:45 bin ich los gefahren. Mein Weg ging über den Dreiländergarten der direkt an der Schweizer Grenze liegt, ich musste also ein kleines Stück durch die Schweiz.

Aber die grüne Grenze ist nicht gesperrt, ich konnte ganz normal dem Fahrradweg folgen. Nur das es nach etwa der Hälfte der Strecke zu regnen begann. Leider hatte ich meine Regenhose nicht dabei, aber die Jacke erwies sich als sehr sinnvoll.

Völlig unangekündigt hab ich bei der Bekannten geklingelt. Sie war etwas überrascht aber fragte aber dann gleich „Wollen wir zusammen laufen gehen?“ … äh… ja gerne… obwohl ich gerade 7km geradelt war. Bissel Spazieren kann nicht schaden.

Wir hatten beide Gesprächsbedarf und so wurde unser Spaziergang dann doch ausgiebiger als ich erwartet hätte.

Das Vitra-Gelände

Unser Weg führte uns unter anderem durch das Vitra-Gelände. Wo es einige originelle Gebäudeteile zu sehen gibt. Logisch hab ich auch paar Bilder gemacht.

Mit Regenwetter-Radfahr-Klamotten auf dem Vitra-Gelände
Das Vitra-haus
Auf dem Vitra-Gelände stehen Tisch und Stühle sogar mitten im Dezember draussen.

Wenn mein Handy richtig Schritte gezählt hat sind wir etwa 7km unterwegs gelaufen. Wir haben das gar nicht so sehr gemerkt und auch der leichte Regen hat uns nix ausgemacht. Erst auf den letzten Metern hab ich einen nassen Fuss bekommen, der eine Schuh scheint undicht zu werden. Da ich eh vor hatte diese Schuhe demnächst zu entsorgen hat mich das nicht mal geärgert.

Ganz unerwartet eine Krippe im Vorgarten

Auf dem Rückweg durch ein Wohngebiet haben wir diese riesige Krippenlandschaft entdeckt. Sie steht in einem privaten Garten und ist wohl jedes Jahr dort zu bewundern wie mir meine Bekannte berichtete.

Krippenlandschaft in einem Vorgarten in Weil am Rhein
Eine Krippen Landschaft erinnert an die Geburt von Jesus Christus

Vom Bahnhof Weil bin ich dann mit der S-Bahn nach hause gefahren denn es wurde schon dunkel. In der Sbahn waren wir maximal 5 Fahrgäste im ganzen Zug, ich konnte die anderen Menschen nur von der Ferne sehen weil ich mit dem Fahrrad stehen geblieben bin.

…und noch ein Highlight

In diesem Minuten kocht er immer noch, mein Gulasch für morgen Mittag. Denn meine Schwester und meine Mutter kommen morgen zum Weihnachtsessen. Ich habe ein neues Rezept ausprobiert und ich bin gespannt ob es so gut wird wie es jetzt schon riecht…

Ich hoffe Dir hat mein heutiger Bericht ein wenig gefallen und Du kommst morgen wieder vorbei. In diesem Sinne wünsche ich Dir und Deiner Familie wunderschöne und friedliche Weihnachts-Festtage !

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Picknick im November

Ein Picknick im November war bis zum Frühjahr 2020 eigentlich undenkbar. Keiner in Deutschland wäre bisher auf die Idee gekommen im kalten Herbstmonat November im Freien zu Essen. Höchstens mal ne Wurst oder Pommes an einer Frittenbude. Aber richtig geplante Ausflüge zum Essen im Freien macht man doch nicht in dieser Jahreszeit.

2020 ist aufgrund der Corona-Pandemie plötzlich alles anders. Diesen November sind alle Restaurants geschlossen und viele die sonst gar keinen Straßenverkauf haben bieten ihr Essen jetzt „To Go“ an. Selbst hochwertige Speisrestaurants die sonst einer gehobenen Preisklasse angehören verpacken ihre Gerichte nun in Einwegbehältern und geben sie ihren Kunden mit.

Selbstverständlich holen die meisten Kunden das Essen mit dem Auto ab und fahren nach hause um es dort zu genießen. Aber nicht alle!

Was vor ein paar Monaten noch verpöhnt und unschicklich war, ist nun normal! Auf einer Parkbank oder an einer Bushaltestelle sitzen und mit Plastik oder Holzbesteck ein warmes Essen aus einem Restaurant essen.

Vergangenes Wochenende wollten meine Schwester und ich unsere Mutter (81) besuchen. Aber aus Angst sie unter Umständen anzustecken entschlossen wir uns für eine Freiluftvariante:

Kaffekränzchen im Freien mitten im November

Ich hatte eine Thermoskanne voll Kaffee und einen selbst gebackenen Kuchen sowie eine Decke im Rucksack. Selbstverständlich durften Pappteller, Messer, Sprühsahne und Kuchengabeln nicht fehlen.

Wir hatten uns mit meiner Mutter vor der Haustüre verabredet und sie stieg zu uns in das Auto. Mit Mundschutz und dem Vorhaben das wir nicht länger als 15 Minuten zusammen fahren wählten wir die Fahrtrichtung zu einem nah gelegenen Weinberg.

Meine Mutter wohnt inmitten von Weinbergen und auf jedem Hügel gibt es sogenannte „Bammerthüsli“. Das sind kleine Unterstände die früher für die Wachleute, die den Weinberg bewachen gebaut wurden. Diese werden heute noch immer gepflegt und dienen als kleine Ausflungsziele, da sie meist mit Regengeschützten Sitzgelegenheiten ausgestattet sind.

Ein solches Bammerhüsli haben wir angesteuert, normal ist dort selten jemand… doch an diesem milden und sonnenreichen Sonntagnachmittag mussten wir erst mal fragen: „Hallo ist da Jemand?“.

Die Hütte selbst war frei, aber unmittelbar daneben saßen zwei Frauen in Wanderbekleitung auf einer Decke mit Thermosbechern und einem Kuchen! Die beiden hatten sich einen Sitzplatz in der Sonne im Windschatten des Häuschen ausgesucht. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit das man jetzt noch am Boden sitzen kann. Dieses Jahr ist der November wirklich ungewöhnlich mild.

Meine Mutter kann mit ihren 81 Jahren nicht mehr so gut am Boden sitzen, deshalb steuerten wir mit unserem „Picknick-Gepäck“ die Bank in der Hütte an. Hier hatte man zwar keine Sonne aber eine fantastische Aussicht! Meine Mutter war begeistert.

Noch mehr freute sie sich über das was ich im Rucksack hatte. Naja, in dem Häuschen gab es keinen Tisch, und so wurde der Kuchen auf der Bank aufgeschnitten und unsere Kaffetassen standen auf den Fenstern. So genoßen wir drei mit einem Mindestabstand von 2-3m und maximalster Belüftung (es windete ziemlich) gemeinsam Kaffee und Kuchen.

Die Spaziergänger die vorbei gingen grüßten freundlich und wunderten sich nicht sonderlich über unser Verhalten. Letzten Jahr wären wir angesehen worden wie Verrückte, doch dieses Jahr ist Picknicken im Weinberg im Bammerhäuschen absolut Gesellschaftsfähig.

Picknick richtig planen?

Na ganz ehrlich, in dieser Jahreszeit kann man ein Picknick nicht wirklich richtig planen. Man muss spontan sein, wenn das Wetter gerade gut uns trocken ist. Raus mit Euch. Überhaupt ist das momentan die beste Gelegenheit um Freunde zu treffen. Denn bei einem Zusammentreffen im freien ist die Gefahr das man sich gegenseitig ansteckt gegen null. Am besten geht ihr vorher ein Stück zusammen spazieren dann ist Euch auch warm genug.

Wichtig sind ein heißes Getränk, Kaffee, Tee oder Glühwein. Bedenke dabei wenn Du Glühwein in einr Thermoskanne transportiert hast, riecht oder schmeckt diese vielleicht zukünftg immer nach Wein. Dafür am besten eine etwas älter Kanne nehmen.

Was Warmes unter dem Po! Entweder eine Decke, Stuhlkissen oder eine zweite Jacke mitnehmen. Billige Mikrofaserdecken brauchen wenig Platz, sind leicht und tun diesen Dienst sehr gut. Notfalls kann man die Beine damit abdecken.

Warm Anziehen! Auch wenn die Sonne Scheint! Am besten eine Strumphose oder Leggins unter ziehen. Es ist wichtig das man von unten warm hat. Oben hat man ja meistens eine dicke Winterjacke an.

Ausziehen kann man die Jacke immernoch, wenn man sich hinsetzten will sollte man lieber zuviel Kleidung dabei haben als zu wenig!

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Ausflugsziele Verkehrsmittel

Ausflugsziel: Feldberg Gipfel mit öffentlichen Verkehr

Letzten Sonntag haben meine Schwester und ich ganz spontan entschlossen einen Ausflug auf den Feldberg zu machen. Diesmal allerdings mit Bus und Bahn.

Wir hatten den Ausflug nicht lange voher geplant und kompliziert die Reiserute herausgesucht, sondern haben ganz spontan kurz vor Abreise in der DB-Navigator App nach einer Reisemöglichkeit gesucht. Über diese App habe ich schon vor längerer Zeit einen Blogpost verfasst und ich buche fast alle meine Fahrkarten darüber.

Verbindung ab Lörrach

Wir sind mit der S-Bahn S6 nach Zell gefahren und dort auf den Bus 7300 der nach Titisee fährt umgestiegen.

Diese Verbindung gibt es täglich stündlich auch Sonntags.

Der Bus in Zell fährt direkt am Bahnhof ab. Direkt gegenüber des Bahnsteigs. Die Verbindung ist so getaktet das man ohne Hektik umsteigen kann und wenn man flott ist sogar nebenan in der Heitzmann-Filiale noch ein Brötchen oder Süsses Teilchen holen kann.

Buslinie 7300

Der Bus ist ein knallroter Gelenkbus. Er hat die Möglichkeit bis zu 5 Fahrräder mit zu nehmen, die hinten an den Bus angehängt werden. Das Einhängen der Räder übernimmt der Fahrgast normal selber, nur wenn es sein muss hilft der Busfahrer dabei. Für die Fahrräder muss eine separate Fahrkarte erworben werden.

Hunde sind in diesem Bus auch zugelassen, ob diese ein Ticket brauchen und ab welcher Größe ist mir allerdings nicht bekannt.

Der Linienbus klappert alle Dörfer entlang der B317 ab und fährt so manchen Umweg durch die Ortskerne. Deshalb braucht er von Zell bis zum Feldberg etwa eine Stunde. Aber dadurch sieht man auch viel mehr als wenn man mit dem PKW nur die Bundesstrasse lang fährt.

Haltestelle auf dem Feldberg

Oben auf dem Feldberg gibt es gleich mehere Haltestellen. Ich empfehle nicht an der ersten, die direkt an der Passstraße befindlich ist auszusteigen. Man kann sitzen bleiben bis zur Haltestelle „Feldberg Busbahnhof“. Wobei man ein Bahnhofsgebäude vergeblich sucht. Es handelt sich um eine Wendeplatte mit mehren Haltepunkten.

Von hier aus sind es nur noch wenige Schritte bis zu der Seilbahn oder den Skiliften. Der Weg zur Seilbahn ist eben und auch für Kinderwägen und Gehbehinderte machbar.

Ob die Seilbahn Rollstuhltauglich ist, ist mir leider nicht bekannt, mir sind oben auf dem Gipfel keine Rollstuhlfahrer aufgefallen.

Nachtrag: Laut dieser Webseite ist die Seilbahn barrierefei: https://www.feldbergbahn.de/Informationen/Barrierefrei

Bergstation der Feldberg Seilbahn.

Feldberg Seilbahn

Die Seilbahn ist nur etwa 900 Meter lang und überwindet dabei 175 Höhenmeter. Die Fahrt kostet rauf und runter für Erwachsene 12€.

Meine Schwester und ich haben uns dafür entschlossen den Weg bis zum Gipfel hoch zu laufen. Dafür gibt es mehre Wege und wir haben uns für den kürzesten (aber auch steilsten) paralell zur Seilbahn entschlossen.

Dieser Weg ist nicht sehr weit, aber echt steil. Zum Teil gibt es Treppen

Fussweg auf den Feldberg Gipfel. Im Hintergrund ist ein Skilift zu sehen

Frei nach dem Motto „Unterwegsistdasziel“ haben wir uns für den Aufstieg sehr viel Zeit genommen und mehrfach Pause gemacht um die Landschaft zu genießen. Deshalb kann ich keine genaue Angabe machen wie lange man für den Weg braucht.

Feldberg Gipfel?

Die Seilbahn endet nahe dem sogenannten Vorgipfels an dem ein Steinobelisk den höchsten Punkt markiert. Dieser Punkt ist 1449 Meter hoch und heißt eigentlich „Seebuck“, denn von hier aus sieht man den nahe gelegenen Feldsee.

Der Eigentliche Gipfel liegt etwa 2 km in westlicher Richtung und ist über einen moderaten Wanderweg erreichbar. Dieser ist nicht sehr steil und ist mit Kinderwagen und Kleinkindern machbar.

Das markanteste an dieser Strecke: es gibt keine Bäume, wir befinden uns knapp über der Baumgrenze. Bei Sonne, Wind und Regen kriegt man alles volle Kanne ab!

Auch wenn man nicht bis zum eigentlichen Gipfel rüber geht kann man von hier aus eine beeindruckende Aussicht genießen.

Der Feldberg Gipfel: Das hier ist gar nicht der höchste Punkt. Es handelt sich nur um den „Seebuck“

Feldberg Gipfelturm

Auf dem Foto weiter oben mit der Seilbahn ist der Feldberg Gipfelturm zu sehen (der auch nicht auf dem höchsten Punkt steht!). Der Gipfelturm ist von der Seilbahn aus auch für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und bei nicht so gutem Wetter erreichbar. Die Aussichtsplattform ist Barrierefrei und im Turm ist außerdem noch ein Schinkenmuseum untergebracht.

Ein Ausflug auf den Feldberggipfel lohnt sich also auch bei nicht ganz idealem Wetter.

Einkehr am Fuß der Seilbahn

In unmittelbarer Umgebung der Talstation der Seilbahn gibt es mehere Möglichkeiten zur Einkehr. Wir hatten uns für die Seebuck-Hütte entschieden und hier einen leckeren Wurstsalat und Flammwaie gegessen.

An dieser Stelle möchte ich erwähnen das die Corona-Auflagen hier unaufdringlich und angenehm integriert wurden. Selbstverständlich holt man sich das Essen an der SB-Theke mit Mundschutz ab und füllt die Kontaktkarte aus (sonst kriegt man kein Essen).

Das Preisniveau ist für die tolle Lage echt okay. Mein Wurstsalat hat 7,50€ gekostet. Eine Tasse Kaffee gibt es für 2,50€. Die Sanitären Anlagen im UG sind nicht barrierefrei und etwas Skihütten-Niveau aber sauber !

Danach haben wir uns wieder auf den Weg zum Bus gemacht. Der Bus 7300 fährt von hier aus in beide Richtungen stündlich. Echt praktisch. Meine Schwester ist mit dem Bus nach Titisee gefahren und von dort weiter zu ihrem Wohnort und ich bin mit der gleichen Linie in die andere Richtung nach Zell um dort auf die S-Bahn umzusteigen.

Die Anbindung an die S-Bahn funktioniert super! Der Bus war pünktlich. Und das obwohl Fahrräder verladen werden mussten.

Genauer Reiseplan:

  • Abfahrt Lörrach Hbf 10:58 Uhr
  • Ankunf in Zell 11.26 Uhr
  • Abfahrt Bus in Zell 11:35 Uhr
  • Ankuft auf dem Feldberg 12:35

Rückfahrt:

  • Abfahrt auf dem Feldberg 16:25 Uhr
  • Ankunft in Zell 17:27 Uhr
  • Abfahrt S-Bahn 17:34 Uhr
  • Ankunft in Lörrach 18:00 Uhr

Fahrkosten Lörrach-Feldberg und zurück:

Badenwürtemberg-Ticket für 24,- €

Wenn man diese Fahrt zu zweit macht oder als Gruppe wird es noch günstiger!

Fazit:

Es war ein sehr schöner Ausflug! Durch das Bawü-Ticket und das wissen das der Bus jede Stunde fährt auch sehr entspannt und stressfrei. Wir hätten jederzeit früher oder später fahren können.

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Ausflugsziele

Parkschwimmbad Lörrach hat die Saison beendet

Für das Lörracher Freibad kann man keine online Tickets (E-Tickets) mehr kaufen.

Gestern war es nochmal richtig schön sommerlich warm und ein Bekannter hat mich gebeten zwei E-Tickets für ihn zu buchen. Ich hab das paarmal für andere Personen gemacht. In meinem Artikel „E-Tickets für Parkschwimmbad“ habe ich ja beschrieben das dieser Vorgang nicht gerade jedem leicht fällt.

Leicht frustriert musste ich feststellen das ich wenn ich eingeloggt war keine Tickets wählen konnte. Also probierte ich das gleiche ohne Login. Man kommt bis zu dem Bildschirm wo man den Tag und das Zeitfenster auswählen kann und kommt dann einfach nicht weiter.

Da ich eh gerade in der Innenstadt etwas zu erledigen hatte bin ich zur Touristinformation, wo man die Tickets auch direkt kaufen kann. Die freundliche Mitarbeiterin dort erklärte mir dann den Grund. Das Lörracher Parkschwimmbad hat bereits geschlossen!

Die Saison 2020 dauerte nur von 29.6. bis 13.9. !

Leider ist diese Information noch nicht auf der Webseite komuniziert.

Ich wäre gerne diese Woche nochmal schwimmen gegangen, schade.

Das Parkschwimmbad Lörrach nach Feierabend
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Mini-Wanderung am Kreuzweg – Schwarzwald Panorama genießen auch für Senioren / Gehbehinderte

Einen kleinen Spaziergang im Schwarzwald, ohne Steigung, haben meine Schwester und ich kürzlich mit unserer Mutter unternommen. Meine Mutter ist 81 Jahre alt und nicht mehr gut zu Fuß. Aber sie wollte so gerne mal wieder wandern gehen.

Die Realität sieht leider so aus, das meine Mutter nach 500m gehen schon stehen bleiben muß. Es quälen Sie erhebliche Hüft- und Knie-Schmerzen. Zu dem ist sie sehr schnell außer Atem. Trotzdem wollte sie gerne mal wieder in die Schwarzwaldberge.

Wir haben uns dazu entschlossen mit dem Auto bis zu dem Wanderparkplatz Kreuzweg zu fahren, der zu der Gemeinde Neuenweg gehört.

Wanderparkplatz Kreuzweg

Den Wanderparkplatz findet man in Googlemaps und in den meisten Navis. Am besten erreicht man in von Badenweiler kommend oder von Schönau aus.

Von hier aus werden sehr viele Wanderwege beschrieben und beschildert. Doch so gut wie alle gehen bergab und bergauf und sind nicht mehr geeignet für eine alte Dame mit Problemen in den Knien und der Hüfte.

Ich war zuerst sehr skeptisch ob wir mit unserer Mutter überhaupt los laufen sollten, denn sie geht wirklich sehr schlecht und stützt sich dabei auf zwei Wanderstöcke (welche sie jedoch immer braucht). Also setzten wir uns erst mal auf eine Bank und genossen die Aussicht. Diese ist schon von hier aus sehr schön.

Doch dann kam der Linienbus und aus diesem stieg ein älterer Mann mit Gehilfen aus. Also ich meine die Unteramstützen, die im Volksmund Krücken genannt werden. Zu meiner Verwunderung steuerte der Mann mit dem offensichtlich verletzten Bein den Wanderweg Richtung Kälbelescheuer an. Der Mann war alleine und schien den Weg zu kennen…

Meine Mutter schwärmte von einer Wanderung in ihrer Jugend, als sie mal mit einigen Freunden von Badenweiler zur Kälbelescheuer gelaufen war. Sie erinnerte sich noch das es sooo steil gewesen war und das sie soetwas ja leider nicht mehr könne.

Aber wo geht der Mann mit den Krücken denn hin? der kann doch unmöglich einen Weg nehmen den meine Mutter nach 50 Jahren als sehr steil in Erinnerung hat. Dann kam der Vorschlag, wir gehen jetzt einfach mal den gleichen Weg hinterher, bis wir ihn einholen oder er uns entgegen kommt.

So haben wir es gemacht. Der Weg der als Wanderweg bis zur Kälbelescheuer ausgewiesen war ging fast ohne Steigung durch den Wald. Dieser Streckenabschnitt ist breit genug für ein Auto und man könnte hier ohne Mühe einen Kinderwagen oder gar Rollstuhl schieben.

dieser Wanderweg ist auch für unsere über 80jährige Mutter machbar

Der Weg verläuft ca 1km fast eben. Für Gesunde Menschen fast langweilig. Doch dann mündet er an einer Lichtung mit einer faszinierenden Aussicht Richtung Strauffen/Freibung.

Nur ein kleines Stück weiter befindet sich eine alte Holzbank, auf der unser vorhin erwähnter Mann mit den Krücken saß. Er hatte ein Bein hoch gelegt und so konnten wir erkennen das es sich dabei um eine Protese handelt… Er war also diese Strecke mit einem Bein „gewandert“!

Meine Mutter die zwar mehrmals stehen bleiben musste, war glücklich die Bank erreicht zu haben und beschloss hier eine längere Pause zu machen.

Ab hier geht der Weg steil bergab. den ausgewaschenen Pfad würde ich schon beinahe als „alpin“ bezeichnen. Also eigentlich nicht für leichtes Schuhwerk geeignet.

Meine Mutter verweilte etwa eine Stunde auf der Bank und meine Schwester und ich gingen hinunter zu dem Ausflugsziel „Kälbelescheuer“ das von der Bank aus gut zu sehen ist. Von unterwegs haben wir meiner Mutter paar mal zugewunken.

Für den Abschnitt von der Bank bis zum Ausflugslokal Kälbelescheuer haben meine Schwester und ich etwa 30 Minuten gebraucht, man kann aber sicher auch schneller gehen, wir haben nebenbei viele Fotos gemacht.

Auf der Kälbelescheuer kann man gemütlich einkehren und hier gibt es eine deftige Brotzeit zu einem kalten Bier oder Kaffee und Kuchen. Eis wird hier allerdings nicht angeboten. Wir sind dieses mal nicht eingekehrt, weil wir recht schnell wieder zurück wollten.

Meiner Mutter ging es in der Zwischenzeit sehr gut, sie hatte etwas mehr als eine Stunde auf uns gewartet und war nun ausgeruht genug um den gleichen Weg zurück zum Auto zu gehen.

Am Fahrzeug angekommen war sie etwas erschöpft aber glücklich die „Wanderung“ geschafft zu haben. Insgesamt waren wir etwa 3 Stunden unterwegs. Was für meine Mutter eigentlich genug war.

Fazit:

Diesen kleinen Ausflug kann man sehr gut mit jemanden machen der entweder älter oder gesundheitlich eingeschränkt ist.

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Das erste Mal wieder Schwimmbad 2020

Heute Vormittag war ich im Lörracher Parkschwimmbad, das erforderliche E-Ticket habe ich mir gestern gebucht und weil gleich dazu einen extra Blogartikel. Unter „E-Ticket für das Parkschwimmbad“ erfährst Du welche Hürden es da zu bewältigen gibt um endlich wieder in das Schwimmbad zu dürfen.

Heute war nun der erste Tag da das Bad für die Badegäste geöffnet ist. Durch die strengen Corona-Auflagen ist der Eröffungstermin mehrfach verschoben worden. Wir Lörracher müssen schon froh sein das es überhaupt auf machen darf. Anderorts wurde die Badesaison 2020 schon komplett abgesagt.

Um Warteschlangen am Eingang zu verhindern kann man keine Eintrittskarten am Eingang erwerben. Diese muss man vorher online selber buchen und das sogenannte E-Ticket auf dem Handy oder als Ausdruck vorlegen. Dieser wird am Eingang abgescannt.

Durch dieses Prozedere wird sichergestellt das nicht zu viele Menschen auf einmal kommen, und jede Person ist schon im Vorfeld mit voller Adresse und Kontaktdaten gespeichert.

Und was ich persönlich noch wichtiger finde, jeder der in Bad will muss sich vorher die Auflagen und Bedingungen durchlesen. Keiner kann also nacher dastehen und sagen „Das hab ich nicht gewusst“.

Maskenpflicht im Freibad, an den Ein und Ausgängen sowie in den Gebäuden

Gerade solche Dinge wie das im Eingangs und Ausgangsbereich und in dem Umkleidekabinen Maskenpflicht herrscht sollte man wissen. Bikini und Mundschutz sieht zwar komisch aus, aber in einer Schwimmbadumkleide muss das einfach sein. Wem das zu doof ist, der kann ja draußen bleiben.

Gegen 10 Uhr war ich am Parkschwimmbad und ich fand es schon bei den Fahrradständern äußerst angenehm und entspannt. Nur wenige Räder da. Na gut es war bedeckter Himmel bei etwa 20 Grad und es drohte ein leichter Regen. Aber für die Schwimmbegeisterten die seit Wochen auf eine Öffnung warten ist das doch kein Hindernis.

Ich zog also meinen Mundschutz an und holte meinen E-Ticket Ausdruck hervor. Eine Freundliche Dame im Kassenglashäuschen, die sogar Handschuhe trug scannte diesen ab. Das ging schnell und reibungslos. Ich erkundigte mich bei ihr wie viele Badegäste denn schon da seien und sie konnte mir verraten das ich die 29ste Person war.

29 Leute im ganzen Parkschwimmbad! das fühlte sich beinahe wie Privatpool an. Im Nichtschwimmerbecken befanden sich eine Gruppe Rentner die in einem Abgesperrten Bereich ihre Bahnen zogen.

Im Schwimmerbecken ein ähnliches Bild. jeweils 2 Bahnen waren abgeteilt und mit Zeigern am Beckenrand die Schwimmrichtung gedeutet. Also wirklich sehr verständlich und klar gekennzeichnet wo man wie Schwimmen soll. Alle Sprungblöcke waren unübersehbar abgesperrt. Auch der Sprungturm war nicht zugänglich.

Also wirklich völlig klar struckturiert. Wer diese Einteilung nicht kapiert hat wohl ein Manko an Intelligenz.

In der Mitte war eine Bahn komplett gesperrt. Nicht weil diese giftig ist oder so, sondern einfach weil man dort nicht hin kommt ohne andere Schwimmbahnen zu kreuzen. Und um dies zu verhindern wurde sie einfach zu gemacht. So einfach ist das!

Das Schwimmen war soooo ruhig und entspannt wie ich es noch nie erlebt habe in einem öffentlichen Freibad. Kein Gequietsche und Gerenne… keine Leute die einfach nur sinnlos am Becken hin und her laufen um gesehen zu werden. Keiner Planscht, Spritzt oder stört andere Badegäste.

dieses Bild ist von letztes Jahr und wurde nach Öffnungszeit gemacht.

Dieses doch etwas komplizierte Anmeldeprozedere hat wohl dazu geführt das nur ernsthafte Schwimmer da waren. Obwohl alle das erste Mal da waren und vorher noch nicht genau wussten wie es läuft wurde nicht doof gefragt oder diskutiert.

Wobei zum Fragen wäre genügend Personal da gewesen. Mindestens 6 Bademeister habe ich gesehen, die alle bereit standen um Notfalls Fragen zu beantworten und gegebenenfalls etwas zu erklären.

Die Umkleidekabinen stehen nur in verkleinerter Anzahl zur Verfügung, verständlich wenn weniger Badegäste da sind. Die Spinde sollen nicht benutzt werden um ein unnötiges rein und raus zu vermeiden. Auch verständlich finde ich. Bei so wenigen Badegästen, die alle namentlich bekannt sind… da wird wohl keiner so doof sein und klauen.

Alle Becken sollen nur über die Leitern und Treppen betreten werden um ein durcheinander zu verhindern. Wem das stört das stört, das man sich an solche Regeln halten muss, der soll doch bitte weg bleiben. Ich fand es auf jeden Fall absolut angenehm das die Anwesenden alle Regeln befolgen.

Der gesamte Baby/Kleinkind Bereich ist noch gesperrt. Kinder unter 6 Jahre dürfen zwar kostenlos ins Bad, müssen aber genauso wie die Erwachsenen angemeldet werden. Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung Erwachsener hinein. Ich denke das diese Bedingungen dazu führen das Familien mit keinen Kindern das Parkschwimmbad eher meiden.

Update nach zwei weiteren Besuchen: Das Babybecken ist nun Vormittags wieder geöffnet.

Die große Rutschbahn nur zeitweise und meistens nur ein eine der Bahnen. Oft steht dann ein Bademeister in der Nähe und passt auf. Früher musste dieser oft aufpassen das die Badegäste nicht zu nah nacheinander rutschen… jetzt muss er aufpassen das die Leute nicht zu nah zusammen stehen sollte sich wirklich eine Warteschlange bilden. Aber da momentan in das Parkschwimmbad Lörrach maximal 700 Personen gleichzeitig dürfen, bildet sich so gut wie nie eine Warteschlange.

Der Kiosk ist geöffnet und bietet auch Speisen an (Pommes und Würstchen), allerdings gibt es keine Tische wo man sich zum Essen setzten kann… im Grunde wird man gebeten das Essen mit zu nehmen und möglichst nicht in unmittelbarer Nähe des Kiosks zu essen. Alles um Menschenansamlungen zu verhindern.

Mein Fazit

Ja es ist teurer als letztes Jahr. Man bezahlt 4€ für eines der beiden Zeitfenster und kann nicht so lange bleiben wie man will. So what! Ich persönlich bleibe nie gerne lange im Freibad. Ich gehe dort hin weil ich schwimmen und mich bewegen will. Rumsitzen und Rumliegen kann man auch zuhause.

Ich finde diesen „Eingeschränkten Betrieb“ sehr angenehm und ich bezahle gerne die 4€ auch wenn ich nur etwa eine Stunde bleibe. Der Preis ist meines Erachtens angebracht für den Mehraufwand den die Betreiber aufgrund der Corona-Auflagen betreiben müssen.

Die beiden Fotos habe ich letztes Jahr gemacht, als wir mit der Gymnastikgruppe des BRRSV nach den Öffnungszeiten rein durften. Während dem Bäderbetrieb ist Fotografieren verboten! Außerdem fand man in anderen Jahren die Wasseroberfläche fast nie so ruhig.