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Blogbericht 1. November 2020

In vielen anderen Blogs habe ich gesehen das manche Blogger regelmäßig Bericht über den Erfolg und auch ihre Einnahmen die sie mit dem bloggen generieren veröffentlichen. Sicher ist dieses auch mit Risiken verbunden, aber ich selber möchte für Euch meine regelmäßigen Leser transparent und ehrlich sein. Deshalb folgt nun hier auch ein Resüme.

Meine Zugriffe auf diesen Blog haben sich komplett verändert

Bis zum Frühjahr diesen Jahres kamen die meisten Besucher auf diesem Blog über Google und andere Suchmaschinen. Hin und wieder, wenn ich mal wieder bei Facebook gepostet habe kamen an dem Tag von dort auch ein paar Besucher. Mein bis dato erfolgreichster Blogbeitrag langfristig gesehen war „Flixbus für andere buchen“. Das war im Grunde auch der einzige Artikel der von anderen weiter geteilt wurde.

Seit März interessiert sich niemand mehr für die Artikel über das Reisen. Aus dem Grund habe ich begonnen über alles mögliche was ich zuhause mache zu schreiben. Die Information das ich Masken genäht habe hat eingeschlagen und ich wurde mehrfach gefragt wie ich das mache.

So entstand die Idee zu dem Artikel „Behelfsmaske nähen – ganz einfach erklärt“. Dieser ist bis heute der täglich am meisten aufgerufene Blogpost!

Pinterest hat mir den Schub gebracht

Meine Idee diese Nähanleitung bei Pinterest zu bewerben war die Initialzündung. Seit dem kommen die meisten Besucher meines Blogs von Pinterest.

Es hat mir etwas Mühe gekostet die Funktionsweise von Pinterest zu verstehen. Um dort gefunden zu werden muss man sehr viel und regelmäßig pinnen. Um gute Pins (Bilder mit Text) zu erstellen brauchte ich ein neues kostenpflichtige Grafikprogramm für das Handy. Experimentiert habe ich mit verschiedenen und habe mich letztlich für Canva entschieden. Damit meine Pins auch wirklich wahrgenommen werden müssen diese zu verschiedenen Zeiten neu gepinnt werden. Das ging zwar während dem ersten Shut Down ganz gut… doch im nomalen Arbeitsalltag fast nicht machbar.

Aus diesem Grunde habe ich mir ein kostenpflichtiges Planungstool „Tailwind“ angeschaft. Für Canva und Tailwind fallen nun monatliche Kosten an. Hinzu kommen die Kosten bei WordPress für die Webseite an sich…

Um diese Kosten auszugleichen habe ich mich entschieden Werbeanzeigen zu schalten um damit ein paar Euros einzunehmen. Wie komplex diese ganze Sache ist hatte ich am Anfang total unterschätzt. Das ist nicht nur ein Klick den man einmal einschaltet !!!

Um die Werbeanzeigen sinnvoll und funktionstüchtig zu platzieren benötigt es sehr viel know how im Hintergrund. Plugins müssen installiert und richtig eingerichtet werden. Der richtige Werbepartner musste gefunden und dann auch richtig eingerichtet werden. Viel Hintergrundtätigkeit, die man als Blogbesucher kaum wahr nimmt.

Nach Monatelangem Ausprobieren habe ich nun endlich Einstellungen die offensichtlich dauerhaft funktionieren. Aber regelmäßig kontrollieren und optimieren muss ich immernoch.

Werbeeinnahmen schwanken noch immer sehr stark

Die ersten Tage und Wochen gernerierten eigentlich nur 2-3 Artikel über das Masken Nähen wirkliche Werbeeinnahmen. Da ich zu Anfang noch glaubte das wir bald keine Mund-Nase-Bedekungen mehr brauchen versuchte ich schnellstmöglich andere attraktive Anleitungen zu schreiben. Betonung auf „versuchte“… denn eine gute Näh-, häkel- oder Bastellanleitung zu schreiben ist gar nicht so einfach!

Erst jetzt nach etwa 6 Monaten habe ich genügend interessante Artikel online das auch ohne gezielte Werbung Besucher auf meinen Blog kommen und dort evtl eine Werbung anklicken.

Meine täglichen Werbeeinnahmen schwanken immernoch zwischen 1,50 und an guten Tagen 5,- €. Doch diese Beträge sind kein Reingewinn. Die Einnahmen werden erst 1-2 Monate später ausbezahlt und reichen noch nicht aus um die regelmäßigen Kosten zu decken.

Meine Einnahmen sind bei weitem noch nicht planbar. Ich denke dieses Jahr ist auch in allen anderen Branchen sehr aussergewöhnlich. Ob ich mit diesem Blog wirklich „Geld verdiene“ kann ich wohl erst nache einem Jahr oder noch länger beurteilen.

Welche Einnahmequellen gibt es?

Auf Unterwegsistdasziel.blog schalte ich Werbung mit Google Adsense, dies ist bisher das was am besten funktioniert, allerdings habe ich da keinen Einfluss auf was beworben wird.

Des weiteren arbeite ich an einzelnen stellen mit selbst ausgesuchten Werbeanzeigen von Awin. Das ist recht aufwändig und bringt im Moment noch nicht so wirklich viel… Da bin ich froh wenn ich auf 2-3€ im Monat komme.

Ich hoffe das wird wieder besser wenn ich endlich wieder Reise-Themen bewerben kann.

Ein drittes Standbein sind für mich Affilate-Links bei Amazon. Diese waren während des Shut-Down im April und Mai ganz beliebt… doch seit dem geht dort immer weniger. Bei Amazon habe ich seit März knapp 25€ verdient… eigentlich Peanuts.

Wohin will ich mit dem Blog?

Mein Ziel ist es diesen Blog so weit zu etablieren das ich damit ein kleines regelmäßiges Nebeneinkommen verdienen kann und ich meinen Nebenjob aufgeben kann. Mein Wunsch ist das es irgendwann auch ohne meine täglichen Anstrengungen läuft, auch wenn ich mal verreist bin, krank bin oder einfach anderweitig beschäftigt bin. Im Moment nimmt die „Promotion“ fast mehr Zeit in Anspruch als das erstellen neuer interessanter Artikel. Ich hoffe das dies dann bals anders ist.

Vorhaben die nächsten Wochen:

Ich habe vor, die kommenden Wochen, wo wir durch den erneuten Shut-Down gezwungen sind wieder zuhause zu bleiben, extrem viel Zeit in diesen Blog zu investieren. Ideen für neue Anleitungen, Tipps und Hilfreiche Artikel habe ich genug. Und nun schon wieder ganz viel Zeit dazu. Das will ich nun postiv nutzen!

In diesem Sinne bleibt gesund und kommt ganz bald wieder um zu sehen was es hier neues gibt!

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Kurzarbeit und die Folgen für mich und mein Umfeld

Heute möchte ich mich einfach mal über ein Thema auskotzen das eigentlich nichts mit meinem Blog-Thema zu tun hat aber für viele von uns momentan allgegenwärtig ist. Kurzarbeit betrifft momentan im Landkreis Lörrach über 45 000 Menschen.

Nach dem Shut-Down im März/April, als ich und meine Kollegen auf Kurzarbeit 0 waren, ging es dann ab Mai fast wieder in die normalen Arbeitszeiten. Mehr dazu unter „Der Laden ist zu“ und „was ich so mache“. Viele andere Firmen konnten jedoch erst viel später und nur eingeschränkt arbeiten. Die meisten begannen danach gleich mit Kurzarbeit.

Mich persönlich betrifft die Kurzarbeit erst seit 1.8…. dann wenn andere Brachen langsam wieder anfangen normal zu arbeiten fahren wir herunter. Wir in der Filiale in Lörrach haben dabei echt noch Glück, denn wir müssen nur 15% weniger arbeiten. In anderen Städten müssen die Kollegen teilweise 20 der 30% herunterfahren. Und das mitten in der Urlaubszeit!

Klar für einen Warenhauskonzert sind die Sommermonate normalerweise die ruhigsten und umsatzschwächsten. Aber dieses Jahr ist irgendwie nichts mehr normal… Dieses Jahr zieht sich die Flaute schon seit März dahin…

Meine Kollegen und ich kämpfen momentan täglich um jeden Euro Umsatz und erreichen nur selten die Zahlen anderer Jahre. Und deshalb jetzt die Kurzarbeit um den Verlust etwas aufzufangen…

Kürzer arbeiten aber gleich viel Leistung bringen?

Aber ich finde das ist genau das falsche Signal an unsere Kunden. An die Kunden die trotz allem in den Laden gehen und nicht online kaufen. Die Leute kommen zu uns weil sie in einem Ladengeschäft Beratung und menschliche Ansprache bekommen. Denn gerade letztere ist seit der Corona-Isolation immer wichtiger geworden. Und wir Verkäufer sind weniger, weil wir Kurzarbeit machen müssen…

In meinem Fall bedeutet das: Ich arbeite täglich nicht 8 der 8,5 Stunden sondern nur 7. Das klingt als sei das eine Erleichterung und bedeutet mehr Freizeit… Außerdem dürfen wir keine Überstunden machen, müssen also exakt pünktlich gehen, dürfen nicht kürzer Pause machen oder länger bleiben. Alles muss innerhalb unserer Arbeitszeit fertig werden.

Aber die Realität sieht anders aus ! Meine Arbeitskollegen arbeiten ja auch alle weniger… Außerdem haben wir eine Kollegin die schwanger ist und wurde komplett frei gestellt. (weil die Firmenleitung Angst hat was passieren würde wenn Kunden sie mit Corona anstecken). Also bin ich dann wenn ich arbeite alleine eingeteilt.

Alleine auf dem Stockwerk… das waren wir früher auch hin und wieder, morgens vor 11 Uhr oder abends nach 18 Uhr… oder wenn die Kollegin gerade zur Pause, in einer Schulung oder sonst wo ist. Das waren aber immer nur kurze Zeitabschnitte und komplizierte oder aufwändigere Dinge konnte man dann auf später verschieben.

Das geht seit 1. August nicht mehr. Ich bin einfach entweder nicht da, oder allein. Sprich ich muss jede Minute meiner Arbeitszeit so etwa 110% meiner Leistung bringen.

Nicht das ich ein Problem damit habe meine Arbeit schnell und effektiv zu erledigen. Auch das mehrere Dinge gleichzeitig und möglichst schnell zu erledigen gelingt mir oft (aber nicht immer!)

Aber nun achtet bei dieser Rechnung doch mal darauf das ich doch eigentlich mit Menschen arbeite! Mit Menschen die zu mir in den Laden kommen weil sie eben nicht online bestellen wollen. Die Fragen stellen wollen, die beraten werden wollen! Die in ein Warenhaus gehen um auch mal von ungeplanten Dingen begeistert und verführt werden wollen.

Die Kunden die zu uns kommen sind unter Umständen die letzten Wochen viel alleine gewesen und möchten reden, sie sind vielleicht einsam, verunsichter oder ängstlich. Gerade ältere Kundinnen erschrecken sehr wenn ich sie bitten muss etwas mehr Abstand zu halten oder ihnen sagen muss das irgendwas nicht lieferbar oder möglich ist „wegen Corona“

Wenn ich permanent schnell schnell machen muss, und ständig im Hinterkopf den Druck habe: „was ich nicht in den 7 Stunden Arbeitszeit erledigt kriege macht keiner“, glaubt ihr da kann ich wirklich geduldig, freundlich und entspannt auf alle Fragen und Einwände der Kunden eingehen ???

Hinzu kommt noch ein weiterer Stressmoment: Nach wie vor muss ich leider sehr oft den Kunden erklären das eine gewünschte Ware nicht da ist. Baumwollstoffe und Gummiband werden immer noch viel mehr als sonst gekauft und sind deshalb sehr oft ausverkauft. Es ist zwar nicht mehr so das nix nach kommt, aber das was kommt reicht einfach nicht für die erhöhte Nachfrage. Und die Frage „wann bekommen Sie das wieder?“ kann ich seit diesem Frühjahr nicht mehr beantworten!! Denn ganz vieles funktioniert nicht mehr normal. Ganz mühsam sind dann die Fragen „Wieso?“… ääähm

Folglich brauche ich mehr Zeit und Energie (und viele Worte) um den Leuten das zu erklären.

Nebenbemerkung:

Logischerweise arbeite ich mit Mund-Nasen-Bedeckung… damit muss ich lauter und deutlicher sprechen als ohne, und ich rede im laufe der 7 Stunden alleine mehr als wenn ich sonst 8,5 Stunden zu zweit wäre… kann sich da jemand vorstellen das das auch anstrengender ist als normal?

Gott sei Dank haben wir nun erfahren das unsere Kurzarbeit zum 1.10. endet und wir dann endlich wieder normal arbeiten dürfen.

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Guten Morgen… einfach so

Heute will ich mal einfach so hier reinschreiben wie es mir momentan geht. Dieser Artikel hat kein besonderes Thema und ist nicht irgendwie strategisch geplant.

Heute will ich einfach mal schreiben was mich momentan beschäftigt. Mitten im Corona-Shut-Down habe ich das schon mal gemacht und das kam gut bei Euch an. Netter Nebeneffekt, beim freien Schreiben habe ich oft gute Ideen für weitere Texte.

An Ideen, worüber ich schreiben könnte, mangelt es mir momentan nicht. Aber irgendwie fehlt mir die richtige Motivation sie auch wirklich fertig zu stellen… Momentan dümpeln fast 20 halbfertige Entwürfe in meinem WordPress Ordner.

Leider habe ich viel zu oft Bedenken der Artikel sei noch nicht gut genug oder vollständig genug, um ihn zu veröffentlichen. Deshalb mach ich jetzt heute hier diesen, um mir selber mal wieder den Druck zu nehmen.

Leistungsdruck?

Du fragst, ob mich der Blog unter irgendwelchen Leistungsdruck stellt? Tja… es sollte ja eigentlich nicht so sein, denn hier auf dem Blog bin ich mein eigener Chef, ich alleine entscheide was und wie viel ich hier mache und es gibt niemanden, der mir da rein redet. Trotzdem empfinde ich langsam einen leichten Druck etwas tolles bringen zu müssen.

Jetzt weiß ich was gemeint ist wenn man sagt „Erfolg macht Leistungsdruck“. Nachdem meine Artikel über das Maskennähen derartig oft aufgerufen und weiter geteilt wurden grüble ich ständig darüber nach, welche Themen ähnlich einschlagen könnten. Die Zugriffszahlen waren so hoch, daß ich damit ein paar kleine Werbeeinnahmen generieren konnte. Und das möchte ich natürlich weiterführen.

Aber so ein extremes Knaller Thema findet man nicht alle Tage!

Hype oder Normalität?

Der größte Hype um das Thema Corona und Masken nähen ist vorbei. Die Themen nachdem die Internetuser suchen „normalisieren“ sich etwas… aber nur etwas, denn das neue Normal hat sich verändert.

Auch in meinem Alltag ist lange nicht alles wie es vor der dem Shut-Down war!

Gerade beruflich zeichnet sich bei uns ab, daß es nie wieder so wird wie vorher. Nicht nur, daß wir innerhalb meines Abteilungsbereiches umgebaut haben, also wirklich physikalisch, sind die Sachen nicht mehr dort wo sie waren. Sondern auch das Drumherum, wie gewisse Vorgänge vorangetrieben werden hat sich verändert.

Der Umbau der Tischwäsche und Gardinenabteilung war schon lange überfällig, aber alle Ideen und Planungen in der Richtung, wurden immer wieder verschoben wegen „kein Geld“ oder „wir wissen nicht ob die Gardinen weiter geführt werden“. Und nun inmitten einer Planinsolvenz und in einer Wirtschaftlichen Situation, wo keiner wirklich weiß wie sich das Kaufverhalten der Kunden zukünftig entwickeln wird, bauen wir um.

Man weiß noch immer nicht wie lange es noch das Gardinensortiment geben wird. Aber das ist jetzt plötzlich egal! Man hat erkannt, daß man gerade jetzt wo die Menschen weniger reisen und vielleicht eher ihr Zuhause schön machen wollen, man noch den einen oder anderen Euro mit Gardinen verdienen kann. Also wird nun endlich die Abteilung an einen besseren Standort verschoben. Das hatte ich schon vor Jahren vorgeschlagen, aber da wollte es keiner hören. Alles wird bissel verändert… nur darf es eben alles nix kosten. Die „Neue“ Gardinenabteilung besteht komplett aus alten Warenträgern, die einfach nur neu arrangiert wurden. Vor ein paar Jahren noch wäre ein solches Vorgehen absolut undenkbar gewesen, aber nun ist es plötzlich möglich.

Kurzarbeit und Mehrbelastung?

Kurzarbeit klingt zuerst nach mehr Freizeit. Ab August haben wir leider auch wieder Kurzarbeit. Alle denken Corona ist vorbei und es wird wieder normal. Pustekuchen! Wir fangen mit der Kurzabeit erst an. Weil die Umsätze nicht so sind wie sie vor Corona mal waren, sollen Personalkosten eingespart werden.

Wir hier in Lörrach haben noch Glück, wir müssen nur 15% Kurzarbeit machen, aber es gibt Filialen, die 20 oder 30% Kurzarbeit machen müssen. An sich wäre es ja nicht schwierig Arbeitszeit einzusparen, wenn man die Öffnungszeiten verkürzen würde. Aber Nein! Bei uns bleibt der Laden offen wie gewohnt. Dennoch werden die Schichten der einzelnen Mitarbeiter verkürzt. Das heißt wir kommen später oder gehen früher. Dadurch sind weniger Mitarbeiter gleichzeitig auf der Fläche… sollen aber die gleiche Leistung bringen. Wir sollen die gleiche Beratungsqualität liefern, obwohl wir noch öfter und länger alleine auf der Fläche sind. Ganz tolle Aussichten!!!

Ich werde also in den kommenden Monaten zwar weniger Arbeiten ,aber dadurch mehr Stress haben.

Mehr Freizeit?

Durch Corona und all die Auswirkungen drum herum hatte ich das letzte halbe Jahr mehr unverplante Freizeit als je zuvor. Und so geht es sehr vielen Mitmenschen. Für mich selber muss ich leider sagen, daß ich dieses Mehr an Zeit nicht wirklich gut nutzen konnte.

Ich habe zwar viel Handarbeiten gemacht, habe aber im Endeffekt nicht so viele Teile mehr gestrickt, gehäkelt oder geknüpft wie sonst. Ich habe mich zwar viel mehr mit meiner Wohnungseinrichtung beschäftigt, habe aber im Endeffekt nicht so viel verändert wie ich es vor gehabt hatte.

Auch an diesem Blog habe ich sehr viel mehr machen können… doch letztlich lange nicht alles umgesetzt was ich gerne machen wollte.

Durch dieses theoretische „mehr Freizeit“ bin ich auch irgendwie fauler geworden. Was ich mache, mache ich langsamer und mit mehr Pausen. Und im Beruf versuche ich genau das Gegenteil, ich versuche möglichst viel in möglichst wenig Zeit zu erledigen.

Diese Diskrepanz zwischen „zu viel Zeit“ und „zu wenig Zeit“ strengt mich momentan sehr an. Ständig überlege ich, ob ich das, was ich gerade tu, nun zu schnell oder zu langsam mache. Irgendwie scheint mir das normale Maß für Zeit abhanden gekommen zu sein.

Geht das Euch auch so?

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Mangel… wie unterschiedlich die Menschen damit umgehen

Die Corona Pandemie hat hier bei uns massive Auswirkungen hinterlassen, die uns wohl noch einige Monate, wenn nicht Jahre begleiten werden. Für viele Europäer die nie einen Krieg oder andere andere Not erlebt haben ist Corona und die Folgen für die Wirtschaft die erste große Krise. Und die Menschen reagieren sehr unterschiedlich darauf wenn mal irgendwas fehlt.

Die meisten Menschen die lange nach dem zweiten Weltkrieg geboren sind haben noch nie wirklichen Mangel erlebt und können damit teilweise kaum umgehen wenn es mal nicht alles gibt.

Wobei wir hier in Deutschland ja eigentlich nie wirklichen Mangel an irgendetwas hatten. Klar es gab ein paar Tage lang kein Klopapier zu kaufen… aber das ist doch gar kein echter Mangel. Dann wartet man eben und kommt wieder wenn es wieder welches hat. Gerade für diesen Bedarf gibt es doch genügend Alternativen. Was haben denn frühere Generationen gemacht, bevor Toilettenpapier erfunden wurde?

Es gab nicht wenige Leute die sich über leere Regale beschwert haben und das maßlos dramatisiert haben. Ich fand das eher lustig als dramatisch… Also wenn ich daran denke evtl Wochenlang nicht das Haus verlassen zu können, dann mache ich mir um ganz andere Dinge Sorgen als um Klopapier! (Wenn ich eh zu hause bin, dann kann ich doch auch Waschlappen und Wasser nehmen!)

Dann waren eine Zeit lang viele Läden zu und man konnte nicht mehr alles einfach so kaufen. Ein Umstand der bei nicht wenigen Mitmenschen einen Online-Bestell-Hype ausgelöst haben. Aber auch Online gab es nicht immer alles, aber hat sich jemand darüber beschwert? Davon habe ich in meinem Bekanntenkreis nichts mitbekommen.

Ausferkauft = Alarm

Zuerst Klopapier, dann Nudeln, Desinfektionsmittel und später Baumwollstoff und Gummiband. Manche wurden durch einen drohenden Mangel dazu motiviert alles aufzukaufen was man kriegen konnte. Lagen in einem Regal nur noch drei Päckchen Nudeln musste man die ganz schnell Hamstern, weil es könnte ja eventuell bald nichts mehr geben. Das durch dieses irrationale Kaufen andere Kunden leer ausgingen hat die wenigsten interessiert. „Hauptsache ich hab es was die anderen machen ist mir egal“.

Wie die Kunden jetzt damit umgehen wenn etwas fehlt

Jeder erwartet das wieder alles funktioniert. Es soll doch bitteschön alles gleich wieder so sein wie vor Corona. Ist es aber nicht! Es gibt noch immer Engpässe und es ist nicht immer alles so lieferbar wie wir es gewohnt waren. Genau damit gehen die Menschen ganz extrem unterschiedlich um.

Ich arbeite im Einzelhandel und wir verkaufen unter anderem Stoffe und Kurzwaren (Nähzubehör). Es nähen zur Zeit erheblich mehr Leute als noch vor einem halben Jahr. Ganz viele haben durch das Masken Nähen dieses Hobby neu entdeckt und deshalb wird viel mehr „Grundausstattung“ gekauft als sonst. Das hat zur Folge das weißes Nähgarn momentan ausverkauft ist.

Wenn ich den Kunden sage „haben wir nicht“ oder „ist leider gerade leer“ fallen manche aus allen Wolken und fragen entsetzt „Ja was mache ich denn jetzt?“. Woanders schauen, nochmal kommen oder gar eine andere Farbe zum Nähen nehmen ?

Mein Stoff ist blau-weiß gemustert, sind sie sicher das ich das auch mit blau nähen kann?

Alternativen überlegen… Fehlanzeige!

Nicht selten sind Kaufwillige überfordert wenn es genau das was sie sich vorgestellt haben gerade nicht gibt. Wenn sie schwarzen Baumwollstoff zum Masken nähen wollen und ich muss ihnen sagen das dieser ausverkauft ist. Als alternative zeige ich schon dunkelblau oder Schwarz mit Muster. „Ich weiß nicht ob ich das nehmen kann, wie sieht das denn aus? Ich weiß nicht ob das meinem Mann gefällt“ … es kommt vor das die Kundin dann erst mal telefonieren möchte weil sie das nicht alleine entscheiden kann… Nebenbei bemerkt, 20cm von dem Stoff kosten unter 2 Euro… aber die Entscheidung fällt schwer.

Was mache ich wenn ich nicht kriege was ich will?

Diese Frage haben sich wohl viele Menschen noch nie gestellt oder stellen müssen.

Also ich habe als Kind schon gelernt, wenn ich mit meinen Playmobil Figuren eine Bootsfahrt spielen will, aber kein Boot habe, dann lasse ich mir was einfallen! Auf diese Weise wurde ein Kleiderschrank aus dem Puppenhaus auf den Rücken gelegt und Playmobil-Männchen rein gesetzt… schon hatten sie ein Boot.

Nicht selten haben meine Schwester und ich Spielsachen umfunktioniert. Möbelstücke waren mal Raumschiffe oder Fahrzeuge oder die auf den Kopf gestellte Puppenstube eine Höhle für die Plüschtiere. Manchmal frage ich mich ob andere in ihrer Kindheit nie so spielen gelernt haben.

Kürzlich hatte ich eine Kundin die zeigte mir auf dem Handy ein Foto von einer gehäkelten Babyjacke. Obwohl sie deutsch sprach, konnte sie nicht ohne das Bild ausdrücken was sie sucht… Sie wollte Wolle um diese Jacke zu häkeln. Vermutlich wusste sie noch nicht mal ob es gestrickt oder gehäkelt ist, aber es war weiß mit rosa umhäkelt. Ich zeigte ihr also ein Acrylgarn in diesen Farben. „Hmm äh, nein, nicht so… weisnich“ Okay mit solch qualifizierten Kundeneinwänden muss ich täglich umgehen. „Möchten Sie eventuell kein Acryl sondern Baumwolle?“ „Weisnich“. Ich gab ihr ein Knäuel rosa Baumwolle in die Hand und es wurde klar, sie wollte Baumwolle. Nun aber das Drama: weiße Baumwolle ist momentan leider ausverkauft. „Was mache ich jetzt?“ Ich schlug vor doch das Acyl zunehmen oder sie könne diese Jacke einfach in anderen Farben machen. Wie wäre es mit Rosa und Lila Rand? „Oh nein das kann ich nicht, das Umdenken ist mir zu schwierig“ ich dachte erst ich hätte mich verhört, aber sie sagte zweimal etwas in der Art. In solchen Momenten frage ich mich „wo ist die versteckte Kamera? Will sie mich veräppeln“. Die Kundin kaufte letztlich nichts, weil sie sich nicht entscheiden konnte.

Es gibt aber auch andere Kunden!

Es gibt aber auch Kunden die ganz anders reagieren und flexibel und freundlich bleiben auch wenn vieles schief geht.

Anfang März hatte ich einen Kunden der teuren Möbelstoff bei mir bestellt hat. Er hat eine Gastronomie und rechnete damit das er für nie Weile schließen muss und wollte dann in der Zeit den Stoff verarbeiten. Leider kam der Shutdown schneller als sein Stoff. Als ich nach 6 Wochen meine Arbeit wieder aufnahm musste ich erst mal nach allen offenen Bestellungen recherchieren. Dieser Möbelstoff war angeblich am 18.3. geliefert worden. Das kann aber nicht sein, denn das war der Tag der kompletten Schließung, da wurde schon nichts mehr angenommen. Nach zig Telefonaten mir dem Lieferanten kam heraus das das Paket wohl dem Paketdienst übergeben wurde aber dieser die Arbeite genauso niederlegen musste. Man wusste Wochenlang nicht wo das Paket geblieben ist. Weil der Kunde so oft bei uns nachgehakt hat, das er den Stoff unbedingt will, und auch schon lange bezahlt hatte habe ich versucht das die Firma den Stoff neu los schickt. Aber auch das funktionierte nicht, wieder wusste man nicht wo die Ware ist.

Letztendlich haben wir uns bei dem Kunden entschuldigt und ihm das Geld zurück gegeben. Zwei Tage später kommt ein Paket von diesem Lieferanten mit einer anderen Bestellung… aber es war unerwartet groß und schwer. Darin befand sich unter anderem der Stoff für den super geduldigen Kunden! Ich habe diesen angerufen und er kam gleich am nächsten Tag abholen. Er freute sich über seinen 4 Monate verschollenen Stoff und hat ihn jetzt mit verminderter Mehrwertsteuer neu bezahlt. Dieser Mann hätte das Recht gehabt sich zu beschweren und vom Kauf zurück zu treten, wollte das aber nicht.

Die Kunden reagieren sehr verschieden

Die Kunden reagieren sehr unterschiedlich darauf wenn etwas nicht da ist, die meisten sind verständnisvoll weil sie verstehen das dieses Problem überall auftreten kann. Letztendlich geht es uns doch sehr gut, wir haben keinen echten Mangel. Wenn nur hier und da mal eine Farbe fehlt ist das kein Drama.

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E-Tickets für das Parkschwimmbad Lörrach

Morgen öffnet endlich das Lörracher Parkschwimmbad, doch ein Ticketkauf ist nur online möglich. Wie man es macht um auch wirklich ins Schwimmbad zu dürfen, habe ich ausprobiert. Seit wenigen Minuten bin ich glückliche Besitzerin eines E-Tickets das mich für den Eintritt in das Bad morgen berechtigt.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der … Ihr wisst doch schon Alle wie der Satz weiter geht. Mitte März wurden alle Hallenbäder von jetzt auf gleich geschlossen, so auch das in Lörrach. Die Vorbereitungen für die Öffnung des Freibades wurden schon lange getroffen doch erst seit kurzem ist klar wie eine Öffnung wirklich funktioniert. Es ist etwas kompliziert!

dieses Bild ist aus dem letzten Jahr

Auf der Webseite der Stadt Lörrach findet man den Link zum Parkschwimmbad. Dort muss man erst mal weit herunter Scrollen bis der Gelbe Balken Online Ticket buchen erscheint.

Hier ist schon die erste Hürde, ich denke das alle diejenigen die es nicht gewohnt sind im Internet zu kaufen und zu buchen hier schon zögern und ganz aufgeben.

Klickt man hier an landet man auf einer Seite der Stadtwerke Lörrach, wer nicht weiß das die Schwimmbäder den Stadtwerken gehören der ist hier vielleicht auch irritiert.

Die Genaue Webadresse der Seite ist : https://loerrach.baeder-suite.de/de/customers/login/

Also wer nicht so bewandert ist im Internet bekommt jetzt Angst und es tät mich nicht wundern wenn der eine oder andere Spammfilter diese Seite bockiert.

Dabei wird es hier richtig spannend. Du musst Dich registrieren. Mit Geburtsdatum, voller Adresse und Telefonnummer und Handynummer. Wer seine Daten da nicht angeben mag, der kann halt nicht ins Schwimmbad… Basta!

Auf diese Weise ist sichergestellt das sich später im Bad keine Analphabeten, Senioren, Dumme oder radikale Datenschützer sind. Was wohl auch ein Schutz vor Corona-Infektion ist.

Okay Registrierung mit all meinen Daten, das sehe ich ja noch ein. Ich bin das ja gewöhnt von Restaurants und ähnliches. Geburtsdatum, hmm naja vielleicht als Plausibilitätskontrolle, keine Ahnung wozu sie das brauchen.

Das Formular ist sehr streng, wenn Du nur irgendeinen kleinen Pips nicht richtig ausgefüllt hast geht es nicht weiter. Ich bin nicht doof und ich kann 10-Finger-Tippen, aber ich habe 3 Versuche gebraucht…

nochmals ein versteckter Intelligenztest?

Nach der Registrierung musst Du erst auf eine Mail warten, dauerte bei mir etwa ne Minute bis sie da war. Den Link in der Mail muss man erst mal bestätigen, erst dann ist die Registrierung abgeschlossen.

Auch hier werden alle diejenigen die einen Spamschutz im Mailprogramm haben damit sie nicht versehentlich auf Phishingmails antworten scheitern.

Wieder ein paar Senioren, die sogar E-mail haben, weniger im Bad…

Nach erfolgreicher Registrierung kann man sich dann endlich einloggen und ein Ticket für das Schwimmbad wählen.

Juhu ich bin eingeloggt, ich fürchte nicht jeder Mitbürger kommt so weit

Die Webseite ist für Mobile Geräte optimiert… das heißt im Klartext, der Kalender zum Aussuchen wann man ins Schwimmbad will ist auf dem Handy besser zu überblicken als am PC. Für mich als PC und Handy bewanderter Blogger ist das kein Problem aber ich bin mir sicher das die Unübersichtlichkeit mit ein Grund ist das noch so viele Tickets verfügbar sind.

Wisst ihr noch wie das in anderen Jahren wahr? Am Ersten Tag stand man Schlange, weil einfach alle in Schwimmbad wollten.

Ein Screenshot von heute Nachmittag, wie es aussieht wollen morgen nur 70 Leute in Schwimmbad

Auf meinem Screenshot von der Handyansicht könnt ihr unten die blauen Zahlen sehen. Dort steht 428 Freie Tickets, gemeint ist für die Schicht am Vormittag. Am Nachmittag sind es noch 393. Das heißt im Umkehrschluss, wenn 500 Personen rein dürfen, und noch 428 verfügbar sind. Sind von 9-13:30 nur 71 Personen im ganzen Parkschwimmbad.

Wenn jetzt also nicht noch mein Artikel wahnsinnig viel Werbung macht, dann wird es morgen schööööööööön leeeer sein.

Wenn so wenige Menschen in dem ganzen Schwimmbad sind, dann fällt es nicht schwer mehr wie 2m Abstand zu den anderen zu halten und eine Ansteckung mit Covid-19 oder Fußpilz oder sonst irgendwas ist unmöglich.

Deshalb meine Aufforderung an alle Lörracher Bürger, meldet Euch an, kauft Tickets und helft so, das dieser ganze Verwaltungsaufwand nicht umsonst gemacht wurde.

So funktioniert der Ticketkauf für das Parkschwimmbad Lörrach

Nach dem Einloggen wählt man auf dem Kalender den gewünschten Badetag. Dies ist immer nur 3 Tage im voraus möglich.

Dann erscheinen beide möglichen Zeitfenster. Man kann entweder von 9-13:30 oder von 15-20 Uhr in das Bad. Es soll übrigens nicht erlaubt sein beide Zeitfenster für ein und die selbe Person zu buchen.

Dann erscheint eine Auswahl von 6 ! Verschiedenen Tarifen. Wobei im Grunde nur Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene wählbar sind. Die anderen „Tarife“ sind für die Jahreskarteninhaber, die nicht zahlen müssen, aber sich anmelden müssen.

Nach der Auswahl kommt man dann zur Zahlung, ich habe mich für Paypal entschieden, weil ich dieses schon seit Jahren nutze und damit sehr vertraut bin.

Wer lieber bar bezahlen will darf dies NICHT AN DER SCHWIMMBADKASSE sondern kann dies vorher bei der Tourist-Information tun. Hmm wenn jemand auf dem Weg zum Schwimmbad gerne noch in die Innenstadt möchte…

Weitere Zahlungsarten wurden mittlerer Weile hinzugefügt, da ich aber Paypal hinterlegt habe zeigt es mir diese nicht an.

Das Ticket erhält man als pdf per e-mail. Dieses kann man entweder auf dem Handy vorzeigen (mit QR-Code) oder als Ausdruck mitführen.

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Ein halbes Jahr … und so viel ist anders geworden als geplant

Das erste Halbjahr von 2020 ist in wenigen Tagen vorbei. Manch andere Blogger nutzen diesen Termin für eine Art Rückblick. Doch dieser sieht leider ganz anders aus als es mal geplant war.

In meinem Artikel 20 Tage 2020. Schwärme ich noch von meiner ersten Großveranstaltung und von meinen weiteren Plänen… Da konnte noch keiner Ahnen das dieses Jahr keiner der aufgezählte Pläne klappen würde.

Zugegeben ich bin etwas enttäuscht darüber, das ich dieses Jahr nix großes unternehmen kann. Wobei mir aber klar ist das es schlicht und ergreifend allen so geht.

Meine Reisepläne nach Berlin, Koblenz, Hamburg und München sind geplatzt und auch das große Zusammentreffen mit anderen Fans beim Thomas Anders-Fanday, auf das ich mich so gefreut habe findet dieses Jahr nicht statt. Dieses Event war im Feburar schon verschoben worden. Unter „Auf einmal betrifft es mich doch“ schreibe ich darüber, da war ich noch überrascht, das Corona nun wirklich mein persönliches Leben betrifft. Damals hätte ich nie damit gerechnet das dieses Pandemie unser aller Leben komplett auf den Kopf stellt und ich sogar Angst um meinen Job haben muss. Diese hatte ich dann ab 18. März ganz massiv. Genau dieser Fanday ist nun ein zweites Mal auf April 2021 verschoben worden weil die Verantwortlichen davon ausgehen das dieses Jahr keine Großveranstaltungen mehr möglich sind.

Mein „Frühlingsurlaub“ den ich im März geplant hatte fiel dem Corona-Shut-Down zum Opfer. In den Tagen war meine Joggingrunde die weiteste Entfernung zu meiner Wohnung!

Mein „Sommerurlaub“ war um Juli geplant und diesen durfte ich aufgrund der Planinsolvenz meines Arbeitgebers nicht verschieben. Bis zum Ende der Insolvenz muss unser Arbeitszeitkonto absolut ausgeglichen sein… also keine Überstunden und kein Resturlaub. So kam es das ich nochmal 2 Wochen zuhause verbracht habe. Zwar war diesmal mein Bewegungsradius viel größer und und man konnte schon etwas mehr unternehmen. Aber plötzlich waren sogar kurze Fahrten mit dem Zug irgendwie „gruselig“ über meine Gedanken und Gefühle dabei habe ich unter „Die Angst etwas falsches zu tun“ geschrieben.

Heute ist Sonntag und da Gottesdienste und co immernoch nicht normal stattfinden dürfen habe ich Zeit zum etwas unternehmen. Nun sitzte ich hier und überlege ob ich nachher nicht einfach nur so zum Spaß mit öffentlichen Verkehrsmitteln weg fahre… noch habe ich mich nicht dafür oder dagegen entschieden…

Grübeleien die es früher nicht gab!

Heute ist alles anders als vor einem halben Jahr

Keine großen Reisepläne und Investitionen in Flugtickets und Hotelreservierungen. Eher im Gegenteil, ich habe hier mehrere Gutscheine von Flixbus und der deutschen Bahn das ich momentan nach Möglichkeite suche diese für andere zu verbuchen.

Das dies bei Flixbus sehr gut klappt habe ich letztes Jahr schon beschrieben unter Flixbus für andere Buchen. Doch Flixbus hatte monatelang den Betrieb komplett eingestellt und auch jetzt fahren noch nicht alle Busse. Für Fahrten Ab Lörrach momentan kaum interessant.

Ob und wie das Tickets Buchen bei der Deutschen Bahn für andere Personen funktioniert habe ich diese Woche neu ausgetestet und ich muss sagen es klappte einwandfrei! Das Angebot der deutschen Bahn erwies sich als weit „Kriesensicherer“. Fast alle Züge fahren wieder wie der Fahrplan es vorgesehen hat und die Preise sind momentan noch sehr niedrig. Vermutlich weil noch immer nicht viele Fahrgäste sich in den Zug trauen.

Die deutsche Bahn und die S-Bahnbetriebe (hier in Lörrach die SBB) hatten vorübergehend den Zugbetrieb massiv eingeschränkt. Und wir können echt noch dankbar sein. In Israel fuhren monatelang gar keine Züge und man kann jetzt nur noch online Tickets buchen, weil so elektronisch kontrolliert wird das nicht zu viele Menschen in einem Zug sind.

Bei uns sind wir noch weit weg vom volldigitalen Ticketverkauf. Aber ich denke es geht sehr stark in die Richtung. Schalter um Fahrkarten zu kaufen gibt es zwar vereinzelt noch, doch dieses waren wegen Corona sehr lange Zeit geschlossen. Meine Befürchtung ist, das wenn festgestellt wird das es ohne diese Schalter geht, dann werden diese auch bald abgeschafft.

Die Fahrkartenautomaten auf den Bahnsteigen meide ich persönlich schon lange, entweder sind die beschädigt, defekt oder dreckig. Und Bargeld soll man doch möglichst meiden… Und ich bin nicht so sicher ob ich einem einsamen, unbeaufsichtigten Gerät meine Kreditkartendaten anvertrauen möchte…

Was ich aus der Corona-Kriese gelernt habe

Durch diese ganzen Einschränkungen und Veränderungen die die Corona Pandemie mit sich gebracht hat, habe ich vor allem eines gelernt. Flexibilität! Man muss umdenken können und sehr oft etwas ganz anders machen als man vorher geplant hat.

Keiner kann sich mehr auf seine langfristigen Pläne verlassen. Nix mit „im März fahre ich zum Fanday und im Juni mit der Fähre nach England“. Im Moment ist mir nicht mal klar ob die Fähren überhaupt wieder fahren…

Flexibel musste ich auch hier im Blog sein. Was soll ich denn auch über das „unterwegs sein“ berichten wenn die allgemeine Devise „Stay at home“ galt?

Also habe ich meine Themen geädert. Ich habe über meine Handarbeiten geschrieben. Das mir das nicht ganz neu ist könnt ihr in einem meiner allerersten Artikel auf diesem Blog entnehmen. Handarbeiten und Reisen der Artikel ist aus 2017. Oder Unterwegs mit Babsi.

Dabei habe ich festgestellt das es mir Spaß macht Anleitungen zu entwickeln und zu schreiben. Deshalb werde ich in dieser Richtung weiter machen!

Die erfolgreichsten Anleitungen sind bisher „Behelfsmaske einfach erklärt“ und „Maske nähen ohne Gummi“. Von dem Ansturm auf dieses Themen war ich echt überwältigt. Ich werde weiter an solchen Trends bleiben.

Da wir jetzt langsam nach und nach wieder etwas „unterwegs“ sein dürfen werde ich vermehrt über Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten in unserer Umgebung berichten. Denn es gibt hier bei uns so viel interessantes zu entdecken.

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Was ich so mache?

Heute möchte ich nur mal kurz und ganz privat berichten was ich so die letzten Tage gemacht habe. Denn ich versuche dieser Corona-Kriese möglichst viel positives abzugewinnen.

Ich versuche trotz „Shut down“ und „freiwilliger Quarantäne“ möglichst eine gesunde Tagesstruktur beizubehalten. Was beinhaltet das ich morgens zeitig aufstehe. Ich stelle mir zwar keinen Wecker aber ich nehme mir vor das ich dann wenn ich wach werde auch gleich aufstehe. Meistens werde ich gegen 7 Uhr wach. Ob das immer noch eine „Innere Uhr“ ist, oder doch Geräusche von außen kann ich nicht sagen.

Ich steh dann einfach auf und mach mir meinen Morgendlichen Kaffee. Während der Kaffee läuft nehme ich meine Medikamente (Schilddrüse, Heuschnupfen, Vitamine) und checke das erste Mal mein Handy.

Durch meinen Nebenjob den ich über 6 Monate früh morgens gemacht habe, hatte ich mir angewöhnt erst später zu frühstücken. Und ich habe festgestellt das meinem Körper das gut tun. Jetzt in der Corona-Pause frühstücke ich meistens gegen 9 oder 10 Uhr. Je nachdem was ich mache. Über mein Frühstück habe ich hier und hier geschrieben.

Ich habe für mich das Joggen entdeckt. Obwohl ich fast 20 Jahre der Meinung war das sei nichts für mich, hab ich nun gemerkt das es mir gut tut! Ganz ohne Hilfe und Motivation geht das nicht so einfach, deshalb habe ich eine App in meinem Handy probiert und bin begeistert. Lies hier über „In meinem Handy steckt ein Jogging Trainer“.

mein aktueller Rekord, dafür das ich das erst seit einer Woche machte, bin ich stolz drauf

Gestern war ich wieder für den Versorgungsdienst unterwegs. Die Wege die ich für die Erledigung zurücklegen musste waren echt nicht weit, und bei wunderschönen Frühlingswetter und mit dem Fahrrad eigentlich kein Problem. Eigentlich… nunja der Weg hat mich zu einer Adresse geschickt wo ich zuvor noch nie war. Es ist echt mal interessant in seiner Heimatstadt Straßen zu besuchen die man noch nicht kennt. Es handelte sich um eine chice Wohngegend mit schöner Aussicht… ja richtig geraten, am Berg. Ich musste also ein längeres Stück das Fahrrad schieben um hoch zu kommen. Da ich zuerst die Versichertenkarte abholen musste, um damit zu Arzt und Apotheke und dann das Medikament zu der gleichen Adresse bringen, musste ich diesen Berg gleich zweimal hoch.

Ich jammere nicht, es war ein schöner Ausflug bei perfektem Wetter und ich hab eine Ecke von Lörrach kennengelernt die ich noch nicht kannte.

Die Burg Rötteln sehe ich selten aus diesem Blickwinkel
Lörrach mal aus einer anderen Richtung.
Lörrach vom Tüllinger aus. Erkennbar das Rathaus ,davor das Schwesternwohnheim neben dem Städtischen Krankenhaus und das Hotel Steigenberger

Die Straße auf den Tüllinger hoch kannte ich zwar vom vorbeifahren. Doch diesmal, das Fahrrad den Berg hoch schiebend hatte ich mal Gelegenheit inne zu halten und die Aussicht auf Lörrach von hier aus zu betrachten.

Vielleicht fragst Du Dich warum ich solche ehrenamtlichen Dinge wie den Versorgungsdienst mitmache? Dies könnte ich mit dem Titel dieses Blogs beantworten: „Unterwegs ist das Ziel“ !

Ich habe mit diesem kleinen Botengang nicht nur Menschen, die weil sie Vorerkrankungen haben und große Angst vor einer Ansteckung mit Corona haben das Haus nicht verlassen wollen, einen kleinen Hilfsdienst erwiesen. Ich habe auch meinen eigenen Bewegungsradius etwas verändert und damit meinen Horizont etwas erweitert. Augenblicklich geht es nicht darum weite Reisen zu machen, neues kann an auch ganz nah entdecken wenn man sich darauf ein lässt.

Ganz ehrlich ich bin dankbar um diesen „Einsatz“ auch wenn er mich gleich zweimal den Berg hoch gescheucht hat. Alleine hätte ich mich nie zu so einem Workout motiviert!

Die Belohnung für eine Anstrengung meldete sich genau in dem Moment als ich alles erledigt hatte und kurz am überlegen war was ich nun mit dem Rest des Tages anfange…

Ein Bekannter schrieb mir eine Nachricht „Hey es ist schönes Wetter, hast Du Lust mit mir in meinem Garten etwas zu trinken?“. Ich sagte sofort zu und machte mich auf den Weg. Von meinem Standort wo ich die Nachricht bekam bis zu dem Bekannten waren es fast 6 km… die ich gerne geradelt bin (okay das meiste bergab!)

Mit Sicherheitsabstand prosten wir übers Handy meiner Schwester zu.

Früher hat man sich bevor man das Haus verlässt geduscht und chic gemacht. Seit der Corona-Pause mach ich das eher hinterher. Ich versuche mich mindesten einmal am Tag so sehr körperlich zu betätigen das ich danach komplett verschwitzt bin. Entweder beim Joggen oder Radfahren. Wenn ich dann zurück komme gehe ich direkt unter die Dusche! Getragene Kleidung packe ich meist direkt in die Waschmaschine um sie zeitnah zu waschen. Mag sein das das übertrieben ist, aber ich habe in der momentanen Situation den Wunsch nach mehr Hygiene. Geht es Euch auch so?

So… nun beende ich diesen Blogpost und setzte mich an meine Nähmaschine und nähe für meine Mutter und meine Schwester „Gesichtsmasken“, „Nasenmundabdeckungen“, „Kussverhinderer“, „Lächelverstecker“ oder „Rotznasenbdecker“… ihr wisst schon was das ist. So Dinger denen man aus rechtlichen Gründen keine Namen mit dem Wort Schutz drin geben darf.

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Gedanken

Social distancing ?

Im Bezug auf die die Corona-Kriese hat sich ein Schlagwort etabliert, das mich etwas nachdenklich macht. „Social distancing“ ist das neue Modewort. Wobei es sich hier um einen typischen „denglischen“ Ausdruck handelt denn er meint weder die englische noch die deutsche ursprüngliche Bedeutung.

Social Distance würde übersetzt Soziale Distanz bedeuten. Also sowas wie das die betreffenden Personen nicht der gleichen Sozialen Schicht angehören… oder wie?

Im Aktuellen Sprachgebrauch ist damit aber das Abstandhalten um eine Virusinfektion zu verhindern gemeint. Warum braucht man dafür ein neues Wort? Warum benennt man es hier in Deutschland und im deutschspachigen Ausland mit einem englischen Begriff der noch nicht mal korrekt ist???

Was soll das? Wird uns hier etwas aufgezwungen und für neu und international verkauft das wir eigentlich schon alle kennen?

Warum schreiben die Zeitungen nicht das man „Abstand halten soll“, oder sich „fern halten“ soll? Will man uns glauben machen das die Lösung für dieses von den Medien hoch gepuschte Problem eine neue Erfindung aus dem Ausland ist?

So ein Quatsch! Sogar schon zu biblischen Zeiten wusste man das man sich von kranken Menschen fern halten sollte. In der Bibel (und auch anderen Aufzeichnungen aus der Zeit) spricht man von „Aussatz“, kranke Menschen wurden aus der Gesellschaft ausgesondert und die kranken wurden dazu verpflichtet sich von den anderen Menschen fern zu halten.

Doch in den heutigen Zeiten des Humanismus und der Toleranz ging offensichtlich solches Verhalten verloren. Heute ist es verboten einen Schwulen oder eine Tätowierte Person auch nur im geringsten aus zugrenzen. Vermutlich ist dieser Satz schon nicht mehr „politisch korrekt“ weil ich die Lesbischen und die nicht Tätowierten vergessen habe.

In einer so sehr auf Toleranz und Gleichberechtigung trainierten Gesellschaft möchte sich niemand mehr wegen einem Husten oder Schnupfen ausgegrenzt fühlen. Gab es früher Zeiten in denen man sich nicht getraut hat an einer Veranstaltung oder Versammlung teilzunehmen weil man eventuell zu sehr husten muss… heute ist es normal! Man stellt sich rotzend und hustend in eine Schlange an der Kasse und interessiert sich nicht die Bohne dafür das es vielleicht die anderen stört oder ekelt.

Schau Dir mal aufmerksam einen Spielfilm aus den 50er oder 60er Jahren an. Da wird zwar ständig geraucht oder Alkohol getrunken, was in den Modernen Produktionen absoutes no go ist. Zigarette wegschnippen in einer Filmszene… wäre heute undenkbar, wegen „Darstellung von Rauchen“ und auch noch „Umweltverschmutzung“. Und nun im Vergleich dazu ein aktueller Krimi. Der Kommissar hat Schnupfen und putzt sich die Nase, die Hauptperson Hustet und nimmt eine Kopfschmerztablette um dann zur Arbeit zu gehen… diese Handlungen wären damals nie in einem Film vorgekommen. In keinem Historischen Theaterstück oder ähnlichem sind Husten und Niessen enthalten, und warum? Weil es in früheren Zeiten als unanständig galt. Wer krank war pflegte sich zu verstecken und zurück zu ziehen.

Durch Fernsehen und andere Medien wird uns beigebracht das wir immer funktionieren müssen. Wir müssen zur Arbeit auch wenn wir erkältet sind, wir müssen funktionieren auch wenn wir uns nicht gut fühlen…

Krasses Gegenteil: Im alten Testament gelten Frauen die ihre Tage haben als unrein und dürfen gewisse Tätigkeiten nicht ausüben… Habt ihr schon mal darüber nachgedacht das hinter diesen Verboten vielleicht einfach nur der Gedanke steckt eine Frau die gerade mentstruiert zu entlasten?

Nein in der heutigen Zeit musst Du als Frau auch während den Tagen joggen und auf der Arbeit Deine volle Leistung bringen. Für irgendwelche „Unpässlichkeiten“ gibt es ja Tampons, Tabletten oder Tropfen. „Lass Dir vom Arzt was dagegen geben und reiß Dich zusammen!“

Ein Virus kann sich nur dann auf andere Menschen übertragen wenn sich der befallene nicht wie es natürlich wäre zurück zieht.

Eigentlich ist es natürlich das wir uns zurückziehen und unsere Ruhe vor anderen haben wollen wenn wir uns krank fühlen. Ein fieberndes Kleinkind mag nicht mehr mit anderen Kindern spielen und klammert sich höchstens hilfesuchend an die Mama… Und diese ist schon längst gegen den Erreger der das Kind krank macht immun und kann nur deshalb dem Kind helfen.

Diese Grundverhaltensmuster sind uns leider ab trainiert worden. Wir müssen allezeit funktionieren und wir müssen zudem ständig mit anderen Menschen im Kontakt sein. Denn wir brauchen ja Zuschauer die unser „Funktionieren“ wahr nehmen.

Zurück zu dem oberen Beispiel von der Frau mit Regelbeschwerden. „Selber Schuld, warum lässt Du Dir nix vom Arzt geben das dagegen hilft“… Gegen Regelschmerzen gibt es gleich eine riesige Auswahl an Medikamente oder Hausmittelchen. Aber nun ist da eine Krankheit aufgetaucht gegen die es momentan noch kein Mittel gibt! Was jetzt?!

Nicht nur das der Erkrankte plötzlich nicht mehr funktioniert, so schlimm das manche nicht mehr atmen können, nein er ist schon ansteckend lange bevor es ihm richtig schlecht geht! Und es gibt keine Medizin dagegen.

Ich bin überzeugt, würde jeder der sich nicht mehr „ganz gut“ fühlt früher zuhause bleiben, und auch Partys und Treffen auslassen, dann wäre die Ansteckungsgefahr viel kleiner. Aber etwas absagen wegen „ich fühl mich nicht gut“ ist in unserer heutigen Gesellschaft praktisch undenkbar.

Im ersten Weltkrieg raffte eine Krankheit zahlreiche Soldaten und auch Zivilisten dahin, die Ruhr… eine Durchfallerkankung bei der sich der Patient mehr oder weniger tot geschissen hat. Man wusste zwar wie man den verlauf der Kankheit hätte stoppen können und es hätte theoretisch auf Mediakamente dagegen gegeben. Dennoch starben viele, weil sie durch den Krieg unterernährt waren und in den Kriegtswirren keinen Zugang zu Medikamenten hatten.

Und ähnlich ist es mit Corona… wir wissen (gefüttert von viel zu viel Informationen aus den Medien) das es sein kann das die Erkrankung so schlimm wird das wir vorübergehend eine Beatmung brauchen… so wie die Soldaten an der der Font wussten das die Medikamente brauchten… Nun sind wir alle erstarrt vor der Angst das es unter Umständen nicht genug Beatmungsgeräte für alle Kanken geben könnte. Die betroffenen Soldaten konnten nichts dagegen tun, ausser sich gegenseitig schützen und von den Kranken fern halten. Offensichtlich ist dies ihnen gelungen, denn es sind nicht alle verstorben.

Warum trauen wir uns es dann nicht zu das wir es schaffen die Infektionen so sehr zu vermeiden das wir nicht alle gleichzeitig krank werden und gleichzeitig auf Beatmungsgeräte angewiesen sind?

Fazit:

Haltet Euch fern von Kranken, halten Euch fern wenn ihr selber krank seid und wenn ihr nicht wisst wer das Virus schon hat… dann verhaltet Euch vorsichtig und haltet von allen Abstand !

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Allgemein Gedanken

Atomkraftwerk Fessenheim wird endlich abgeschaltet

Das Atomkraftwerk Fessenheim liegt in Frankreich, direkt an der Grenze zu Deutschland. Etwa 30 km südlich von Freiburg in der Rheinebene. Einem Gebiet das schon immer als Erdbebengebiet bekannt ist.

Ich bin in Müllheim Baden aufgewachsen, eigentlich fast in Sichtweite des AKW. Wenn man beim Nachbardorf Schliengen auf den Buckel fährt kann man es sehen.

Spätestens seit der Katastrophe von Tschernobyl 1986 war allen Müllheimern bewusst, würde etwas ähnliches in Fessenheim passieren wären wir unmittelbar betroffen. Schon damals regte sich der Protest gegen das AKW. Was uns Anwohner auch nervös gemacht hat war die Tatsache das dieses Kraftwerk nur nach französischen Sicherheitsvorkehrungen erbaut ist und nicht diese hoch stabile Betonkuppel besitzt wie die deutschen Pendants. Was nutzt es die Sicherheitstandarts in Deutschland nochmals und nochmals zu verbessern wenn das älteste Atomkraftwerk weit und breit nur wenige KM außerhalb dieser Gesetzeslage seht.

Was mich schon als Kind aufgefallen ist: Die Flugzeuge die nach Basel fliegen um zu landen, fliegen über Fessenheim! Fessenheim liegt wirklich in der Nähe der Einflugschneise zum Euro-airport Basel-Mulhouse. Vom Flugzeug aus kann man das AKW sehen!

Wenn es Verrückten gelungen ist in das Worldtade-Center zu fliegen, dann hätte es auch einem Wahnsinnigen gelingen können absichtlich auf Fessenheim zu knallen !!!

Endlich ist es soweit!

Jahrzehntelang wurde demonstriert, diskutiert und immer wieder die Betriebserlaubnis für Frankreichs ältestes Atomkraftwerk verlängert. Seit 1977 ist es im Betrieb .Für uns Anwohner auf der deutschen Seite unverständlich. Viele andere Reaktoren die erheblich jünger waren wurden mittlerer Weile vom Netz genommen. Fessenheim erst jetzt im Frühjahr 2020.

Nachtrag: Die Medienberichte wiedersprechen sich. An einer Stelle wird berichtet das AKW sei schon komplett vom Netz genommen und woanders steht nur der erste Reaktor sei abgeschaltet worden und der zweite läuft noch bis Juni…

Leider ist es mit der Informationslage schon immer so… Die Anwohner in Frankreich haben Jahrzehntelang kaum irgendwas von Störfällen oder Problemen mitbekommen. Die Französischen Medien stellen die Atomenergie als sehr sauber und sicher da. Nur wenige Kilometer weiter auf deutscher Seite sieht das ganz anders aus.

Offensichtlich gab es in Fessenheim immer wieder meldepflichtige Ereignisse, die deutschen Medien berichteten immer wieder mal. Die Französischen so gut wie nie…

Die Abschaltung dauert lange

Wenn das Kraftwerk endlich komplett vom Stromnetz genommen ist, müssen die Reaktoren langsam herunter gefahren werden und erst mal lange abkühlen. Erst danach können die Brennstäbe entfernt werden und kann mit dem Rückbau begonnen werden. Offensichtlich ist geplant das der Abbau bis 2040 dauert. Nochmals 20 Jahre!

Eigentlich schockierend das das alles so sehr lange dauert. Ich erinnere mich das ich als Kind schon mitbekommen habe wie in den 80ern gegen das AKW an diesem Standort demonstriert wurde. Schon damals wurde von deutschen Politikern eine Abschaltung gefordert.

Warum dieser Standort?

Der Rheingraben zwischen Basel und Breisach gilt als „Erdbeben gefährdetes Gebiet“, jeder Hausbesitzer hat eine entsprechende Klausel in seine Versicherungsvertrag der Gebäude-Versicherung. Warum baut man ein Atomkraftwerk in so ein Gebiet?

Dazu kommt mir ein Gedanke: Staufen ist nur etwa 15 km Luftlinie entfernt. Dort wurden Geothermieborungen (Versuch ein Erdwärmekraftwerk zu bauen) durchgeführt, die abgebrochen werden mussten weil es in der gesamten Altstadt von Staufen Risse in Gebäuden gab. Näheres dazu bei Wikipedia „Hebungsrisse in Staufen“. Was wäre gewesen wenn die Schäden erst viel zu spät erkennbar gewesen wären? Oder wenn die ungewollte Hebung 15km westlicher in Fessenheim entstanden wäre?

Lesenswert dazu : Geothermie-Katastrophe in Staufen

Ein Weiterer Versuch Erdwärme zu nutzen ist auch in unmittelbarer Nähe schief gegangen. Lest dazu meinen Artikel “ Induzierte Erdbeben“.

Die Gegend hier am Hochrhein ist ein Geologisches Pulverfass, warum baut man hier Atomkraftwerke?

Noch ein weiteres altes Atomkraftwerk in der Nähe

Doch es gibt noch ein Atomkraftwerk in der Nähe! Das älteste noch kommerziell Strom produzierende AKW der Welt befindet sich nicht sehr weit weg. Aber ebenso nicht in Deutschland wo man sich politisch schon lange gegen die Atomenergie entschieden hat, sondern in der Schweiz.

In Beznau im Kanton Aargau nur 10 km von der deutschen Grenze entfernt gibt es ein AKW das seit 1969 in Betrieb ist. Da mittlerer Weile alle Reaktoren aus dieser Zeit abgeschaltet wurden gilt es somit an ältestes Atomkraftwerk der Welt.

Nur etwa 60 km von Lörrach bzw Basel entfernt.

Fessenheim war etwa 50 km von Lörrach entfernt.

Zum Nachdenken: die Sperrzone um Tschernobyl beträgt heute noch 30 km Radius…

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Allgemein Gedanken Verkehrsmittel

Wie verhindert man Übelkeit im Bus?

Busfahren ist nicht jedermanns Sache. Schon damals in der Schule gab es ein paar Mitschüler die beim Schulausflug mit dem Bus Probleme hatten. Nicht selten war aber die Angst vor der Übelkeit und die Diskussion vor der Abreise schlimmer als die wirklichen Beschwerden. Die Menschen sind unterschiedlich empfindlich gegenüber der unregelmäßigen Fahrbewegung. Woher kommt diese Übelkeit und mit welchen Tipps kann man diese verhindern oder verringern.

Reiseübelkeit oder auch Reisekrankheit heißt im Fachbegriff Kinetose und wird vor allem dadurch ausgelöst daß das Gehirn verschiedene Sinneswahrnehmungen erhält sie sich eigentlich wiedersprechen. Das Auge sagt dem Gehirn das wir still sitzen. Der Gleichgewichtssinn stellt aber eine Bewegung fest, ist diese auch noch ungewohnt und ungleichmäßig kann dies zu Kopfschmerzen, Angst und Übelkeit bis hin zum Erbrechen führen.

Davon sind vor allem Kinder betroffen, weil diese noch nicht so gut gelernt haben mit solchen Situationen umzugehen. Aus diesem Grunde passiert das auch meistens beim ersten Mal in einem noch nicht so gewohnten Verkehrsmittel oder auf ungewöhnlicher Strecke (mehr Kurven als sonst).

Reisekrankheit passiert im Kopf

Ob einem in einem Verkehrsmittel schlecht wird oder nicht liegt nicht an dem Fahrzeug (oder Flugzeug) oder gar an dem Fahrer. Die Reiseübelkeit entsteht im Kopf des Betroffenen. Das Gehirn kommt kurzfristig mit den sich wiedersprechenden Informationen nicht klar. Es gibt ein paar Tipps wie man diesem Problem vorbeugen kann oder es gar „wegtrainiert“.

In Fahrtrichtung sitzen

Für die meisten Menschen ist es angenehmer in Fahrtrichtung zu sitzen, das ist auch der Grund warum in Bussen die meisten Sitze nach forne schauen. Im Zug gibt es auch Sitzplätze die Rückwärts fahren. Das liegt vorallem daran das ein Eisenbahnwagon in beide Richtungen betrieben werden kann. Wenn Du empfindlich bist, dann setzt Dich so hin das Du vorwärts fährst.

Selbst wenn der Zug voll ist, kannst Du freundlich andere Fahrgäste fragen ob sie mit Dir den Sitzplatz tauschen. (Wichtig! freundlich Bitten und nicht bestimmend, niemand MUSS platz machen, das ist rein freiwillig)

Sicht nach vorne?

Die meisten Menschen mit Reiseübelkeit fühlen sich wohler wenn sie im Bus forne aus dem Fenster schauen können. Weil man dann frühzeitig sieht in welche Richtung die Fahrtbewegung geht und somit sich weniger leicht die Übelkeit einstellt.

Dies ist sicher hilfreich wenn es über eine sehr Kurvenreiche Strecke geht. Auf engen Straßen in den Bergen zum Beispiel.

ABER! Erschreck nicht wenn Du den Eindruck hast der Bus fährt extrem nah an den Abhang oder sehr nah an andere Fahrzeuge. Ein Bus hat im Gegensatz zu Deine Auto keine Schnautze und die Vorderräder sind viel weiter Hinten als Du denkst… Die Lenkbewegungen sehen also komplett anders aus als im PKW. Wenn Dich das zu sehen eher noch nervöser macht wie sonst, dann setzt Dich lieber weiter hinten hin!

Ich persönlich fahre allerdings entspannter wenn ich nicht so genau sehe was der Verkehr und der Busfahrer machen. Ich will gar nicht sehen wenn andere Fahrzeuge riskant überholen oder wenn es beinahe kracht. Mir geht es weiter hinten im Bus besser… wo ich überhaupt nicht über das Fahren nachdenken muss.

Welcher Platz wirklich besser ist sollte jeder für sich herausfinden.

Nicht vollgefressen reisen

Ob einem leichter schlecht wird oder nicht hängt auch davon ab was und wieviel man gegessen hat. Vor einer längeren Busfahrt rate ich eher weniger als sonst zu essen. Denn währen der Fahrt hat Du genügend Zeit um zu Essen oder zu naschen. Ein zu voller Magen kann sehr störend sein.

Denn auch im Zusammenhang mit der Verdauung kann es zu Irritationen kommen: „Nach dem Essen sollst Du ruhn oder 1000 Schritte tun“ sagt das Sprichwort… Im Bus ruht dein Körper eigentlich, aber der Verstand sagt „Wir sind unterwegs, wir sind in Bewegung“… da ist schon wieder dieser Konflikt, und der Magen weis nicht mehr recht was er machen soll und im schlimmsten Falle schickt er das Essen wieder hoch.

Deshalb lieber hungrig im Bus sitzen und schon nach wenigen Kilometern das Proviant auspacken.

Sinnvolle Kleidung tragen!

In einem Bus sitzen wir über einen längeren Zeitraum lange in der gleichen Stellung. Dumm wenn dann die Hose zwickt oder es einfach zu warm oder zu kalt ist.

Für lange Reisen ist es immer sinnvoll nicht zu enge Kleidung (am Bauch) zu tragen. Denn wenn der Hosenbund permanent drückt kann das in Kombination mit Rütteln auch zu einer Übelkeit führen.

Für mich persönlich ist es sehr wichtig unterwegs bequeme Kleidung zu tragen und auch Hosen oder Jackentaschen zu haben in denen ich stets ein Taschentuch habe… Manchmal hat man im Bus nicht immer den Platz um ganz schnell ein Taschentuch aus der Handtasche zu fummeln… Husten, Niessen oder einfach nur Finger abwischen kann immer mal vorkommen.

Zieh Dich warm an?

Nein! Zieh Dich nicht zu warm an, in einem Bus gibt es meistens eine gute Heizung/Klimaanlage. Aber diese kann nicht an allen Plätzen gleich gutes Klima schaffen. Und bei 50 Fahrgästen, gibt es sicher 51 verschiedene Lieblingstemperaturen.

Deshalb wähle für eine lange Busfahrt eine Kleidung die Du ohne großen Aufwand anpassen kannst. Meine Erfahrung ist, das eine dünne Fleecejacke oder Strickjacke das praktischste ist.

Die Kleidung sollte so sein, das Du ein Teil an und ausziehen kannst ohne dafür viel Platz zu brauchen. An Umsziehen in der Toilette darf man gar nicht denken! Dort ist es bestimmt viel zu eng!

Es ist völlig normal das Du es am Anfang der Fahrt in dem Bus ziemlich warm findest und später eher kalt. Das kommt daher das Dein Kreislauf ja bei Fahrtantritt noch in voller Fahrt ist. Und nach mehreren Stunden sitzen etwas absackt. Das ist normal! Deshalb zieh die Strickjacke am Anfang aus und wenn es Dir kühl wird zieh sie über.

Um andere Fahrgäste nicht sinnlos zu nerven und zu behindern solltest Du Dieses Kleidungsstück das Du überziehen willst, schon bei Dir in der Nähe haben, und nicht erst aufwändig aus der oberen Gepäckablage fummeln…

Manche Leute nutzen hier große Schals und Halstücher. Dabei sollte man aber darauf achten das diese nicht zwischen die Sitze rutschen und man sie später suchen muss. Gerade ein Schal oder Tuch kannst Du zusammen gelegt in das Netz vor Dir stecken und musst dann nicht andere Fahrgäste behelligen wenn Du es brauchst.

Stell Deinen Kopf auf Wackeln ein

Ob Dir schlecht wird oder nicht hängt auch von deiner inneren Haltung ab. Erwarte nicht das Dir schlecht wird! Erwarte das es in den nächsten Stunden einfach etwas wackelt. Das Wackeln ist im Auto, im Bus, im Zug und in der S-Bahn unterschiedlich. Du solltest Dir und Deinem Körper am Anfang ein paar Minuten Zeit geben sich an die jeweilige Fahrbewegung zu gewöhnen.

Mir hilft es zu denken „so wir fahren jetzt los,… jetzt Fährt der Bus vom Busbahnhof weg, dort hat es vielleicht eine Ampel, dann biegt er vielleicht ab…“ Doch spätestens wenn er auf der Autobahn ist, dann schalte ich ab… Dann denke ich nicht mehr über das Fahren nach sondern beschäftige mich mit Lesen, Handarbeiten oder dem Handy.

In einem Fernbus sind die ersten 5 Minuten die schlimmsten, weil der Bus dann erst mal durch den Stadtverkehr bis zur Autobahn muss. Stadtverkehr heißt: Bremsen, Gasgeben, Bremsen, Beschleunigen, Bremsen, Kurve Fahren…

Sei Dir bewusst das die ersten Minuten unangenehmer sind als der ganze Rest der Fahrt. Also wenn Dein Körper gleich sagt „oh das ist grad nicht so toll, ich glaube mir wird schlecht“, dann sag Dir selbst „das ist gleich vorbei“. So ähnlich wie Starten und Landen beim Flugzeug. Da geht es ja auch.

Vermeide Gerüche die anderen Übelkeit bereiten!

In einem Bus sitzen viele Menschen auf relativ engen Raum länger zusammen. Würde ja jeder rücksichtslos alles machen was er auch zuhause macht dann könnte es schnell unangenehm werden.

Esse keinen Knoblauch oder Stinkekäse! Das gleiche gilt auch für hochprozentige alkoholische Getränke oder sowas. Denk daran es gibt Menschen die empfinden schon den Geruch von Wurst oder Käse als unangenehm, deshalb wähle für deinen Snack eher geruchsarme Lebensmittel.

Auch hier gibt´s ein Sprichwort das eine gute Regel beschreibt „Was Du nicht willst was man Dir tu, das füge keinem anderen zu“

Wenn Du nicht magst wenn andere Leute eine Parfumwolke hinter sich her ziehen… dann benutzte vor einer Busreise auch nicht zuviel davon! Übrigens ein nebeln im Bus mit Deo, Parfum oder gar Haarspray ist absolutes no go! Mach das draussen oder gar nicht!

Wenn Du den Eindruck hast Du brauchst Deo, dann benutzt einen Deoroller!!! Du weist nicht ob die Person vor oder hinter Dir Deinen Sprühnebel verträgt. Frag Dich mal ob Du es verträgst wenn diese Person sich übergibt…)

Schliesse Frieden mit dem Fahrer und den anderen Fahrgästen

Reiseübelkeit entsteht zu 90% im Kopf. Deshalb schließe Frieden! Rege Dich nicht auf! Denn damit schadest Du vor allem Dich selbst.

Kann der Fahrer kein gutes Deutsch, oder ist er nicht so freundlich wie Du es gern hättest… egal! Vertraue ihm trotzdem das er anständig fährt. Er ist übrigens nicht schuld wenn die Straße viele kurven hat!

Sitzen um Dich herum Leute die Du nicht sympatisch findest, egal! Entweder Du setzt Dich um, wenn das noch geht oder Du akzeptierst es. Im Fernbus brauchst Du nicht darauf zu hoffen das die Person die nächsten Minuten aussteigt…

Wenn Dich irgendwas nerft (Geräuschpegel, Geruch…) dann lenk Dich selbst davon ab. Beschäftige Dich! Du kannst Lesen oder ein Hörbuch anhören und aus dem Fenster sehen… Du musst Dich nicht permanent damit befassen was gerade nicht optimal ist!

Gute Fahrt!

In dieses Sinne wünsche ich Dir allzeit gute Fahrt. Erwarte einfach das es Dir nicht schlecht wird.

Vielen Dank das Du meinen Artikel zu Ende gelesen hast. Wenn er Dir gefallen hat freue ich mich über einen Kommentar oder ein Teilen.