Archiv der Kategorie: Konzerte/ Fan-Erlebnisse

17. März endlich wieder eine Konzertreise

Heute ist Donnerstag der 17. März. In ein paar Stunden fahre ich los. Nach über zwei Jahren endlich mal wieder eine Reise zu einem live Konzert.

Sehr weit ist der Weg nicht. Es geht nach Aspach in der Nähe von Stuttgart. Trotzdem gönne ich mir den Luxus am Vortag schon anzureisen und im angeschlossenen Hotel zu übernachten. Es geht in das Hotel Sonnenhof. Sicher werde ich die kommenden Tage darüber berichten.

Ich freue mich auf das Konzert von Nino de Angelo in der Hazienda, einem dem Hotel angeschlossenen Tanzlokal. Die Eintrittskarten dafür hatte ich schon seit Monaten doch das Event ist wegen den Corona-Auflagen verschoben worden. Der Ursprüngliche Termin war Anfang des Jahres. Mehr dazu unter „Eintrittkarten für den 7. Januar“.

„Früher“ hätte ich das anders organisiert.

Früher, also vor der Pandemie hätte ich das ganz anders organisiert und hätte die preiswerteste Lösung gesucht. Vermutlich hätte ich nicht 3 Tage frei genommen für ein Konzert das nur etwa 250km entfernt stattfindet. Vielleicht hätte ich den halben Tag noch gearbeitet und wäre dann mit dem Baden-Württemberg-Ticket oder mit dem PKW direkt zum Konzert gefahren. Nach dem Konzert wäre ich entweder zu meiner Schwester gefahren, die in Stuttgart wohnt oder ich wäre gleich wieder zurück gefahren.

Ich erinnere mich an einen Auftritt von Nino de Angelo in Stuttgart an einem Sonntag Abend… danach hab ich paar Stunden bei meiner Schwester geschlafen und bin mit einem ganz frühen Zug nach Lörrach gefahren um am Montag ganz normal zu arbeiten.

Doch heute ist die Stuation eine andere, noch nie war es so leicht frei zu kriegen… denn wir arbeiten immer noch Kurzarbeit und dadurch ist ein langes Wochenende von Donnerstag bis Montag möglich. Dafür brauche ich keinen Urlaub oder Überstunden Abbau.

Wer weis wann ich das nächste Mal zu einem Konzert fahren kann? Also wieso Geld sparen? Ich gönne mir dieses Wochenende bewusst das nicht gerade billige Hotel.

Ich will Zeit haben für die anderen Fans

Diesmal plane ich auch bewusst Zeit mit anderen Fans ein. Viel zu oft hat man sich nur kurz vor und nach dem Konzert gesprochen und sich dann hektisch mit „bis zum nächsten Mal“ verabschiedet. Corona hat uns allen gezeigt das es es überhaupt nicht selbstverständlich ist das es ein „nächstes Mal“ gibt. Zum einen weil es zwei Jahre lang so gut wie keine Konzerte gab. Aber auch der überraschende Tod eine Fanfreundin, die mit nur 51 Jahren an Corona gestorben ist hat mir klar gemacht das es keinen Sinn macht immer alles auf „ein andermal“ zu verschieben.

Ich möchte mich dieses Wochenende mit ein paar Freunden treffen und Zeit mit ihren verbringen. Wer weis ob wir uns jemals wieder sehen!

Nino de Angelo live auf der Bühne ist ein Erlebnis

Nino de Angelo auf der Bühne zu erleben ist faszinierend. Wenn er live singt, singt er mit vollem Einsatz und Emotionen wie kaum ein anderer. Für mich ist das jedes mal absolut faszinierend. Doch dieses Mal ist es was ganz besonderes. Über zwei Jahre gab es kaum Konzerte. Außerdem ist er mit seinem aktuellen Album „Gesegnet und Verflucht“ so erfolgreich wie schon seit über 30 Jahren nicht mehr. Es könnte also durchaus sein das diesmal ein etwas anderes Publikum da ist.

Aber so wirklich einschätzen wie die Stimmung und die Resonanz beim Publikum wirklich ist kann man momentan nicht. Entweder es ist extrem viel los oder es kommen extrem wenige Leute weil viele Menschen noch Angst vor Corona haben oder denken das es nicht stattfindet.

Wie der Auftritt abläuft wird auch eine Überraschung sein, auch wenn ich diesen Künstler schon x-mal live erlebt habe denke ich das es nicht „so wie immer“ sein wird. Die Musik von dem neuen Album ist viel Rockiger bei manchen Titeln könnte man eher Head bangen als Foxtrott tanzen. Ich bin echt gespannt wie sich die Leute verhalten. Das es kein gewöhnliches „Schlagerkonzert“ wird kann man ja schon erahnen wenn man dieses Video sieht:

Reisevorbereitungen

So, jetzt beende ich den Artikel und beginne meine Reisevorbereitungen. In knapp 3 Stunden gehts los und ich muss noch Haare färben und Koffer packen.

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Konzertkarten für den 7. Januar 2022

Eigentlich wollte ich heute auf ein Konzert in Aspach. Doch Corona hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Für den heutigen Freitag habe ich schon seit Monaten Eintrittskarten für ein Konzert mit Nino de Angelo. Das Event sollte in der Tanzbar Hazienda in dem Hotelkomplex Sonnenhof stattfinden.

Hotel Sonnenhof in Aspach

Das Erlebnishotel Sonnenhof ist mitlerer Weile ein aus mehren Gebäuden bestehender Komplex der auf Konzertveranstaltungen, Tagungen und große Feiern ausgerichtet ist. Ergänzt wird das Angebot durch mehre Schwimmbäder und Wellnessbereich sowie Sportmöglichkeiten. Mehr darüber findest Du auf der .Webseite des Sonnenhof .

Nino de Angelo live erleben

Sofort als der Termin für das Konzert bekannt wurde habe ich mich um Eintrittskarten bemüht, denn diese Location ist gar nicht so weit weg für mich. Aspach liegt nördlich von Stuttgart und ist für mich gut erreichbar. Außerdem dürste ich förmlich endlich wieder ein Konzert zu besuchen! Ich habe Nino de Angelo schon unzählige Male auf der Bühne erlebt. Dennoch wird es für mich niemals langweilig diesen begnadeten Sänger live zu erleben. Seine Stimme und seine Ausstrahlung sind absolut faszinierend. Musikvideos können dies nur teilweise wiedergeben.

Dieser Titel ist aus dem Album „Gesegnet und Verflucht“ von Nino de Angelo. Wenn es Dir gefällt, dann besorg Dir die „Helden Edition“ oder noch besser bestelle Dir die „Träumer Ediion“ des gleichnamigen Albums vor. Die Träumer-Edition enthält alle Titel von „Gesegnet und Verflucht“ und noch 6 zusätzliche Songs. Diese Edition erscheint am 11. Februar.

Tickets von Eventim

Meine Tickets habe ich bei Eventim bestellt, weil ich damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht habe. In meinem Artikel „Ein Traum ist geplatzt“ habe ich darüber geschrieben wie das war als ich damals gleich ganz viele Konzert-Tickets zurückgeben musste. Die Rückabwicklung hatte für alle Tickets einwandfrei funktioniert. Allein für diese damals verschobene Tournee hatte ich Tickets im Wert von über 300€ zurück gegeben.

Da man in der heutigen Zeit erst recht nicht wirklich weis ob ein Konzert stattfinden kann oder nicht habe ich mich für eine Vorverkaufsstelle entschieden, die mit der Rückabwicklung Erfahrungen hat. Leider haben sich die Corona-Zahlen wieder so entwickelt das das heutige Event verschoben werden musste. Die Endgültige Entscheidung darüber hat der Veranstalter erst diese Woche entschieden! Früher wäre sowas unmöglich und ein halber Skandal gewesen … heute sind so kurzfristige Absagen fast normal.

Obwohl wir es alle schon längst geahnt haben bin ich etwas traurig und enttäuscht. Der Konzertbesuch sollte das Highlight in meinem augenblicklichen Urlaub sein. Geplant war das ich zusammen mit einer Freundin von Donnerstag (6.1.) bis Sonntag in dem Hotel Sonnenhof verweilen und uns dort ein schönes Wochenende mit Wellness, Konzert und vielen Gesprächen machen… schön wäre es gewesen.

Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben

Das Konzert ist nicht abgesagt sondern nur auf den 18. März verschoben. Diese Rückmeldung habe ich sowohl von dem Hotel als auch von Eventim erhalten. Meine Tickets mit dem heutigen Datum behalten ihre Gültigkeit. Darüber bin ich ganz glücklich, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich darf mich noch zwei weitere Monate auf dieses Event freuen.

Einerseits freue ich mich das es in nur 2 Monaten dann endlich soweit ist, andererseits habe ich Angst das die Corona Situation bis dahin noch nicht viel besser ist und es nochmal verschoben werden muss. Als Beispiel dazu: Der „International Fanday“ mit Thomas Anders der für den 28.März 2020 geplant war ist nun schon das vierte Mal auf September 2022 verschoben worden!!!

Langsam nervt mich diese Situation echt! Denn langsam zweifle ich ob abgesagte Konzerte verhindern das Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus landen. Ich verstehe nicht warum Kulturveranstaltungen sooo viel gefährlicher sein sollen als meine normale Arbeit. Ich habe täglich mit so vielen Menschen Kontakt, wenn die Krankheit wirklich so schlimm ist wieso sind die Verkäufer und ähnliche Berufe mit Kundenkontakt noch nicht ausgestorben?

Ich bin genesen, geimpft und geboostert und ich habe keine Angst vor einem mit Menschen gefüllten Konzertsaal! Es gibt ja durchaus Möglichkeiten ein Konzert so kontaktarm wie möglich zu gestalten, notfalls mit Abstand, Plexiglas und Lufreinigungsgeräten. Ich erwarte ja gar nicht das es ganz genauso abläuft wie früher, ich bin durchaus bereit dabei irgendwelche neuen Regeln zu befolgen, wobei ich Tanz und Mitsingverbot schon etwas schade fände. Während der Dauer der Veranstatung eine Makse tragen finde ich, im Gegensatz zu manch anderen Leuten nicht abschreckend, ich bin das gewohnt und es macht mir nix mehr aus.

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Ewig mit Euch

Heute möchte ich die Gelegenheit ergreifen und von einer schon längst vergangenen Erinnerung an ein Konzert berichten.

Es handelt sich um ein Konzert am 17.5.2019 in Stuttgart. Thomas Anders hatte sein zweites deutschsprachiges Album „Ewig mit Dir“ auf dem Markt und dazu gab es die passende Tournee. Endlich mal eine zusammenhängende Tour in Deutschland, das hatte es seit der zweiten Modern Talking Ära von 1998-2003 nicht mehr gegeben.

Dementsprechend war meine Vorfreude schon sehr früh sehr stark. Als die Tour-Termine bekannt gegeben wurden stand ich vor der der Entscheidung, entweder mehrere Konzerte und Reisen dort hin oder ein Termin und das dann mit dem VIP-Ticket.

Ich entschied mich für nur ein Konzert in Stuttgart, denn die anderen Veranstaltungsorte lagen sehr weit und terminlich für mich sehr ungünstig.

Nach meiner langwierigen Fußverletzung war ich 2018 von September bis Januar krank, und saß in der Zeit monatelang alleine in meiner Wohnung fest. Ich weiß, jetzt bei Corona, hat das fast jeder mehr oder weniger mitgemacht. Aber damals hat mich das sehr belastet und mein Ziel war es 2019 so viel wie möglich zu reisen!

VIP-Ticket in Stuttgart

Stuttgart ist für mich ja fast keine richtige Reise mehr, denn meine Schwester wohnt dort, und ich habe sie schon oft besucht. Eine Fahrt nach Stuttgart, egal ob mit Bus oder Bahn ist eigentlich nichts besonderes für mich. Mit dem Flixbus bin ich die Strecke schon so oft gefahren das ich sogar Tipps darüber weiter gegeben habe. „mit dem Flixbus nach Stuttgart und wie geht es weiter“. Das ich Stuttgart und zurück „mal eben auf einer Arschbacke absitze“ erwähne ich in dem Artikel „2.3.2017 Stuttgart“.

Ich konnte also bei meiner Schwester übernachten und unmittelbar vor dem Konzert traf ich mich mit einer Freundin, die fußläufig von der Veranstaltungshalle wohnt. Also ein Feeling wie eine weite Reise hatte dieses Event für mich nicht.

Aber es war etwas ganz besonderes für mich, denn ich hatte mich für ein sehr teures VIP-Ticket entschieden. Diese limitierten Tickets für die erste Reihe beinhalteten ein exclusives „Meet&Greet“ mit Thomas Anders. Das Ticket kostete um die 150 €.

Für einen langjährigen Fan, der schon viele Fan-Days mit gemacht hat auch nichts besonderes mehr, denn bei diesem Fanclubtreffen hat jeder Besucher die Möglichkeit sich mit Thomas fotografieren zu lassen, bzw ein paar Worte mit ihm zu sprechen. Früher war das für uns eingefleischte Fans ein jährliches Ritual, das wir alle liebten. Ob das in dieser Form wieder mal möglich sein wird, ist in der heutigen Zeit leider fraglich.

Auch wenn wir dieses zusammentreffen mit Thomas beim Fan-Day kostenlos kriegen könnten war es mir das Geld wert. Denn in dem Jahr gab es keinen Fanday.

Mir persönlich ist ein Meet&Greet mit Thomas Anders nach wie vor viel wert, denn ich möchte von dem Künstler wahr genommen werden. Ich will das er weis das ich da bin. Mir reicht es nicht nur ein Kopf in in einer Menschenmenge von Tausenden zu sein.

Ich bin mir bewusst das ich mit dieser Haltung nicht der breiten Masse entspreche. Sicher kommt das auch daher das ich über die Jahre hinweg eine Art Beziehung zu dem Künstler aufgebaut habe und er mich mittlerer Weile kennt.

Du kannst es also nicht damit vergleichen, wie wenn Du nächste Woche deinen Star das erste Mal persönlich triffst.

So war „ewig mit Euch“ für mich

Die Fahrt nach Stuttgart war meine erste Konzert-Reise nach der langen Krankheit und ich freute mich wie bolle, obwohl Stuttgart ja praktisch „Heimspiel“ für mich ist. Dementsprechend war die Anreise sehr sehr entspannt.

Erst an der Halle stellte sich diesen „oh ich bin unterwegs“ Gefühl ein. Und dort entdeckten wir auch schnell ein paar bekannte Gesichter. Für Außenstehende nicht immer erkennbar, aber die „erste Reihe“ kennt sich fast immer. Eigentlich gibt es kein Thomas Anders-Event bei dem ich nicht mindestens eine handvoll langjähriger Wegbegleiter treffe.

So war es auch nicht verwunderlich das ich fast die Hälfte der Personen die am „VIP-Eingang“ anstanden kenne. Auch wenn man manche Leute nur 1-2 mal im Jahr sieht, man kennt sich und begrüßt sich. Und man erzählt von den letzten Erlebnissen. Aussagen wie „Letzte Woche in Dresden war es sounso“ überraschen mich nicht. Aber die umstehenden „Fremden“… nach nur wenigen Sätzen wissen alle. „oh das sind die Insider“.

Nicht selten wird man dann in so einem Moment gefragt „wie ist Thomas denn so?“. Ich weiß nicht wie oft ich das schon gefragt wurde, und ich weis bis heute nicht wie man darauf richtig antwortet. Wäre er nicht nett, umgänglich und unglaublich geduldig, dann würde er solche Meet&Greet-Events gar nicht machen.

Meet & Greet mit Thomas Anders

Nach dem fast familiären Wiedersehen mit ein paar anderen Fans ging es dann endlich in die Halle zum Meet&Greet mit Thomas Anders. Bei diesen Gelegenheiten habe ich mir angewöhnt, den „Neulingen“ den Vorrang zu lassen. Menschen, die sich seit Jahrzehnten ausmalen, ihren Star endlich persönlich zu treffen, sind in dieser Situation ungeduldig und manchmal auch sehr emotional.

Es kann immer vorkommen das jemand ausflippt und schreit oder heult. Und fast immer gibt es eine Person die wie eine Salzsäule erstarrt in der Ecke steht und sich nicht traut irgendwas zu sagen. Ich hab es mir zur Aufgabe gemacht in solchen Situationen auf diese erstarrten Fans zu zugehen und sie zu ermutigen. Bis diese Leute sich endlich trauen sind die ungeduldigen und lauten schon längst an der Reihe gewesen.

Nicht selten habe ich dann plötzlich Kamera oder Handy von einer wildfremden Person in der Hand und mache diese mit dem Satz „Thomas, die soundso möchte ein Foto mir Dir“ überglücklich. Thomas kennt das schon. Meistens kommt „dann komm her, Uschi macht das Foto“. Alle Personen die meinen Vornamen auf diese Weise erfahren, merken sich diesen für immer.

Beim Meet&Greet in Stuttgart hatte ich Thomas etwas zu erzählen. Ich sagte ihm, dass ich dieses Konzert mit Sicherheit besser genießen könnte als das letzte im September 2018 in München. In München war ich mit Krücken und der Annahme, das ich eine Bänderdehnung am Fuß habe. Der Versuch, während der Show zu tanzen, bereitete mir derartig schlimme Schmerzen, dass ich danach nicht mehr gehen konnte … erst Wochen später stellte sich heraus, das ich den Mittelfußknochen gebrochen hatte!

Ein indirektes Kompliment „Du bringst mich zum Tanzen, auch mit gebrochenem Fuß“

Thomas hatte das ich ihn München mit Krücken war deshalb mit bekommen, weil seine Frau mir ihren Logenplatz zur Verfügung gestellt hatte. Sie hat ihm davon erzählt, warum sie nicht dort saß wie geplant.

Die Show in Stuttgart

Wie gesagt ich hatte einen Sitzplatz in der ersten Reihe (ich liebe das!). Und um mich herum saßen fast nur Leute dich ich mehr oder weniger kenne. Ich fühlte mich also sehr wohl.

Thomas begann das Konzert mit dem Titel „Das Leben ist jetzt“. Ich erinnere mich das die ganze erste Reihe unabgesprochen aber synchron auf das Wort „Jetzt“ aufsprang!

Die Stimmung war toll und die meisten Zuschauer standen früher oder später auf um zu tanzen. Das dies schon beim ersten Titel passieren würde, war nicht zu erwarten. Für mich war das schon ein Gänsehaut-Moment.

Allerdings musste ich mich recht schnell wieder setzten, denn mein Fuß machte beim Tanzen Probleme. Weil ich mich nicht so bewegen konnte wie ich das gerne gemacht hätte, habe ich stattdessen meinen perfekten Sitzplatz genutzt um andere Fans die nicht da sein können zu beglücken. Ich habe gefilmt.

Hätte,wäre,wenn

Um meinen Handyspeicher nicht zu sehr zu belasten habe ich Facebook-Live Videos gemacht. Als ich die Aufnahmen gemacht habe, hatte ich keine Ahnung ob man überhaupt irgendwas hören würde, denn so nah vor der Bühne hab ich noch nie gefilmt.

Da Facebook die Aufnahmen bis heute nicht gesperrt hat, vermute ich das sie technisch so schlecht sind, das sie keine Urheberrechtsverletzungen darstellen. In dieser Annahme verlinke ich sie jetzt hier.

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noch ein Video

noch ein Versuch

wir singen es noch maaaaal

Ich habe damals auch die deutschsprachigen Songs gefilmt, doch alle diese Video funktionieren nicht mehr. Schade aber nicht zu ändern. Dadurch entsteht zwar der Eindruck Thomas habe vor allem Modern Talking songs gesungen. Dem war aber absolut NICHT SO.

Stuttgart kocht!

Am 17.5.2019 flippt der ganze Saal auf Musik von 1986 aus. Geronimos Cadillac bei Wikipedia. Die Musik begeistert nach 33 Jahren

Stuttgart Kocht

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Erinnerungen an ein Konzert in Bretten

Ursprünglich wollte ich hier in meinem Blog ganz viel von meinen Konzertbesuchen und den Reisen dahin erzählen. Doch seit über einem Jahr findet gar nichts mehr statt und ich habe keine Gelegenheit irgendwo hin zu fahren.

Deshalb krame ich heute mal ein wenig in meinem Erinnerungen. Ich erzähle Euch von einem Erlebnis vom 9. Mai 2015 ,also vor 6 Jahren.

Nino de Angelo, ein Schlagersänger den ich seit meiner Jungend sehr verehre sollte in der Nähe von Karlsruhe auftreten. Das ist nicht allzu weit weg und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschwinglich. Als langjähriger Fan weis man aber noch mehr über diesen kleinen Ort wo der Auftritt stattfinden sollte.

Es handelte sich um Bretten einer sonst unbedeutenden Kreisstadt mit etwa 30 000 Einwohnern, etwa 23 km von Karlsruhe entfernt. Nino de Angelo ist in diesem kleinen Ort aufgewachsen. Wenn ein Künstler in seinem Heimatort auftritt, sind im Publikum zahlreiche Leute, die ihn von früher kennen oder dies zumindest behaupten und ihn deshalb wie einen Helden feiern. Diese Konzerte haben dann oft eine ganz besondere Stimmung.

Diese Erfahrung habe ich schon mehrfach auch mit anderen Künstlern gemacht. Selbst wenn der Sänger auf der Bühne das gleiche singt wie woanders ist ein Auftritt in seiner Heimat etwas besonderes.

Wie kommt man nach Bretten?

Da ich gerne mit der Bahn reise brauchte ich nicht lange überlegen. Ich fahre mit dem Zug. Da sich mein Ziel in Baden-Württemberg befindet bietet es sich an für diese Fahrt ein Baden-Württenberg-Ticket zu lösen. Das praktische daran ist das man mit diesem Ticket komplett flexibel bleibt und fahren kann wann man will.

Ich hatte also frei genommen, Ticket gekauft und ein paar Freunden erzählt das ich dort hin fahren will. Ich freute mich schon seit Wochen auf diesen Tag.

Doch dann kam der Streik der GDL. Die Gewerkschaft deutscher Lockführer bestreikte besonders an den Wochenenden den regionalen Nahverkehr. Welche Strecken und Züge das genau betrifft wurde oft nur sehr kurzfristig bekannt. Es war also etwas unsicher ausgerechnet an diesem Wochenende Zug fahren zu wollen.

Ich beschloss dennoch zu fahren, denn das Schlimmste, was passieren könnte, wäre ja, das ich irgendwo durch einen Zugausfall hängen bleibe und warten muss, bis der nächste Zug fährt. Solange dies mitten am Tag geschieht, sehe ich da kein Problem.

Also fuhr ich besonders früh schon los, um notfalls genügend Zeitpolster zu haben wenn das passiert.

Abreise in Lörrach

So sah das aus bei meiner Abreise. Ein Koffer mit Wechselklamotten und Schlafzeug und Stützstrümpfe.

Ich hatte noch kein Hotel oder ähnliches reserviert, weil bis zuletzt nicht klar war ob überhaupt Züge fahren. Wenn ich nicht dort hin kommen würde, wollte ich umdrehen und heim fahren. Oder wenn ich bis Karlsruhe käme würde meine Schwester mich Notfalls mit dem Auto dort abholen. Und ich anschließend bei ihr übernachten. Also alles noch offen…

Stützstrumpf und Bein hoch gelegt?

ja ich hatte damals mal wieder eine leichte Entzündung in den Beinvenen… ausgelöst durch eine Krampfader im Oberschenkel, welche ich dieses Jahr habe ziehen lassen. 6 Jahre später !

Bahnstreik bedeutet, man muss Glück haben

An diesem besagten Wochenende war das Reisen mit der Bahn ein Glücksspiel. Weil keiner genau wusste, welche Züge wirklich fuhren und welche nicht. Ich hatte Glück, mein Zug bis Karlsruhe plangemäß fahren konnte.

In Karlsruhe dann die schockierende Anzeigetafel. Zwei Drittel der abgehenden Züge fuhren nicht! Aber meiner Richtung Bretten sollte fahren, aber man wies mich darauf hin das dieser auch bestreikt werden könnte…

In dem Zug wurde während der Fahrt mehrfach durchgesagt „das es aufgrund des GDL Streiks zu erheblichen Verzögerungen und einem möglichen Ausfall dieser Fahrt kommen kann“. Mehrfach blieben wir länger in einem Bahnhof stehen als geplant… aber ich war ja zum Glück früh genug unterwegs. Fahrpläne konnte man in der Situation komplett vergessen und man musste froh sein, das der Zug überhaupt weiter fährt. Irgendwann dann die befürchtete Durchsage:

„Aufgrund des Streiks endet diese Fahrt in dem nächsten Bahnhof“

Ich hatte keine Ahnung wo wir genau sind, und wie weit es zu meinem Ziel Bretten noch sein würde. Notfalls müsste ich mit dem Taxi weiter fahren… und dann erschien das Bahnhofsschild…. Bretten!

Ich war genau in meinem Zielort gestrandet. Allerdings musste man davon ausgehen das heute keine Züge mehr von hier weg fahren würden … Also musste ich entweder meine Schwester mobilisieren oder hier übernachten.

Wohin jetzt?

Nino de Angelo postete gerade bei Facebook das er im Restaurant „La Piazza“ in Bretten sei. Und da ich eh nicht wusste, wohin, und Zeit hatte, suchte ich mir den Weg dorthin. Bis ich dort war, war das Restaurant allerdings geschlossen. Deshalb setzte ich mich in ein Kaffee nebenan. Dort durfte ich netterweise den Akku meines Handys laden. Deshalb saß ich im Innenraum und nicht draußen in der Sonne.

Händeringend versuchte ich entweder meine Schwester oder eine Freundin dazu zu überreden am Abend zu dem Konzert zu kommen und mich danach mit nach Stuttgart zu nehmen… doch das gelang mir nicht. Es kam alles zusammen: Autounfall, Vater im Krankenhaus, Migräne… keiner konnte mich abholen.

Da ich im Innenraum saß hörte ich ein Gespräch der Mitarbeiter mit, es ging um „Zimmer frei halten“… deshalb fragte ich „Habt ihr ein Zimmer für heute Abend oder wisst ihr wo?“ die Antwort irritierte mich … „man müsse erst nach sehen, das sei jetzt noch nicht ganz klar…“

Ich dachte „was ist das für ein Hotel, die nicht wissen ob ein Zimmer belegt ist oder nicht???“ Der eine Mitarbeiter sagte zum anderen „Chef sagt wenn Koffer nicht da ist dürfen wir das Zimmer vergeben“… eine Mitarbeiterin ging hoch in das Zimmer um nach zu sehen.

Mir war die Sache etwas suspekt und ich googelte schon nach anderen Hotel, nun so viele gibt es dort nicht, und angesichts des Events am Abend und des Bahnstreiks sah es sicher nicht gut aus.

Die Mitarbeiterin kam zurück und sagte mir, ich könne das Zimmer haben. Ich war erleichtert. Als ich in das Zimmer kam, wunderte ich mich etwas. Das Doppelzimmer war als Einzelzimmer her gerichtet, mit einem frischen Blumenstrauß und „Herzlich willkommen“ auf dem Kopfkissen. Ich war etwas überrascht, aber machte mir keine Gedanken mehr darum.

Später erfuhr ich, dass dieses Zimmer für Nino reserviert war, und er wohl kurzfristig entschieden hatte, lieber bei Verwandten zu übernachten. Huch, ich hab unabsichtlich in seinem Bett geschlafen …

Generalprobe?

Für gewöhnlich sind die Proben mit Nino nicht öffentlich und es ist nicht erwünscht das man sich Fans da schon am Veranstaltungsort rum drücken. Deshalb meine Taktik mich möglichst nicht wie ein Fan zu benehmen sondern wie ein normaler „Brettener“

Ich war schon früh an der Halle, dort ging es noch zu wie im Taubenschlag, zahlreiche Leute die irgendwas brachten oder dekorierten gingen durch die weit geöffnete Türe rein und raus. Mein Ziel war irgendeinen Grund zu finden auch einfach rein zu gehen und mich da drinnen unauffällig zu platzieren.

Als ich noch nach einer Idee suchte kam eine alte Dame mit einem Rollator mit dem Taxi an. Sie kam langsam auf den Eingang zu und blieb mit dem Rollator an einer Stufe hängen. Ich eilte herbei und half ihr. Auch konnte ich ihr sagen wo die Rampe ist. Sie bedankte sich und fragte ob ich auch zu dem Event am Abend wolle. Ich bejahte. Sie bat mich sie zu begleiten, sie wolle unbedingt sehr früh schon rein, weil sie ja einen Platz für ihren Rollator suchen müsse. Klar wollte ich helfen 😉

Aber es ging der Dame gar nicht wirklich um Hilfe, sondern sie suchte jemand den sie vollblubbern konnte. Sie erzählte mir wie gut sie Nino von damals kennen würde, wie toll sie ihn findet, blabla.

Wir gingen in die Halle. Das erste was ich wahr nahm war Nino, der direkt vor dem Eingang am Tisch saß und mit den Organisatoren sprach.

Meine Begleitung redete so auf mich ein, das sie gar nicht bemerkte das ich den Sitzplatz für sie wählte und nicht sie. Wir setzten uns an die gleiche Tischreihe an das andere Ende ,so das Nino mich sehen konnte. Aber alle anderen nicht checkten das ich ein gewöhnlicher Fan bin. Die Dame quasselte mich voll das sie Nino sofort erkennen würde wenn er hier wäre. Nun er saß nur 10 Stühle weiter. Ich fand die Situation recht lustig und tat weiterhin so als hörte ich ihr aufmerksam zu.

Zuerst probte Pippo Azzuro, den kannte ich zuvor nicht. Dieser Sang ein paar italienische Klassiker an. Er erkundigte sich bei Nino, ob die Play-backs in Ordnung seinen Nino bejahte. Auch das bemerkte mein Gegenüber nicht, das der Mann neben ihr auf die Frage antwortete.

Dann kam Nino dran. Er sang nur ein paar Titel kurz an, gab dem Tontechniker ein paar gezielte Hinweise. Er checkte den Sound auf der Bühne und im ganzen Saal und lief singend umher.

Er sang hochtrabende Texte wie „Dein Haar ist grau und meines nicht“. Soundcheck Version von „die Antwort ist“ von dem „Album das Leben ist schön“. Aus diesem Album sollte er am Abend mehre Titel singen.

Wenn das Programm mal länger wird

Als die Veranstaltung offiziell begann war die Halle bis auf den letzten Platz voll. Halb Bretten schien auf den Beinen und es waren auch einige Nino de Angelo-Fans angereist. Zuerst traten unbekanntere italienische Künstler auf. Und dann kam Pippo Azzuro den ich schon in der Probleme gesehen hatte. Er sang mehrere italienische Klassiker die jeder kennt. Ich ermutigte ein paar Fans die ich getroffen hatte mit mir vor die Bühne zu gehen und zu Pippos Musik zu tanzen, sie verstanden nicht gleich warum, aber vertrauten meinem Tipp.

Während Pippo sang, sang er plötzlich paarmal „Nino ist da“… und die Tanzfläche vor der Bühne füllte sich zusehends. Ich hatte also rechtzeitig den richtigen Riecher. Nino tanzte zwischen den Leuten mit seiner Cousine. Die beiden Fans neben mir fielen fast um.

Pippo hatte sein Lied beendet und begrüßte Nino nun offiziell, der ganze Saal jubelte! Ein Gänsehaut Moment. Nino war von der ersten Sekunde an der Held, obwohl er noch gar nichts gemacht hatte. Pippo quasselte irgendwas von „weist du noch als wir zusammen gesungen haben?“ und meinte dann „ach was – hier hast Du ein Mikro“.

Nino testete mit dem Satz „wieso was singen, wir? ich hab gar nichts geprobt!“ … Zu den ersten Tönen von „una fiesta sui prati“ (oder so, sorry ich kann kein italienisch) kletterte er auf einen Tisch und die beiden schmetterten diesen Titel gemeinsam. Der Saal kochte!

Blitzlichtgewitter wenn Pippo und Nino auf dem Tisch singen

Danach ging Nino zu seinem geplanten Programm über, die Stimmung war von Anfang an fantastisch. Die Brettener feierten ihren Nino. Wir Fans waren überwältigt von der besonderen Stimmung. Normal kennen wir es das sich diese erst zum Ende des Auftritts steigert, aber hier waren die Leute schon von Anfang an am Jubeln und feiern.

Wenn man wie ich schon viele Auftritte von Nino erlebt hat, weis man wie der Ablauf so ist, und mir war klar das er sich nach „Jenseits von Eden“ und „Samurai“ langsam vom Publikum zu verabschieden beginnt. Je nach Stimmung kommen dann noch 2-3 Zugaben. Nicht so in Bretten. Nach der dritten Zugabe hatte er seine Jacke schon wieder anzogen und Pippo drängte ihn zurück auf die Bühne.

Mehr Zugaben als Programm

„aber ich habe nichts mehr dabei, das ich singen kann“, meinte Nino und Pippo meinte dazu „ich weis das Du das hier singen kannst“ und es folgte einer der Klassiker, die er zuvor gesungen hat. Ninos Ausrede, ich kann den Text nicht mehr wurde damit entkräftet, dass ihm Zettel mit dem Text auf die Bühne gelegt wurden. Aber es war auch egal das er hin und wieder „lala“ sangEs folgte noch ein und noch ein und noch eins…

Irgendwann kam auch noch das Adriano Celentano Double mit auf die Bühne, der zuvor aufgetreten war und die Drei sangen noch einen Celentano-Song gemeinsam. Es war sooo cool!

Das Schlussbild mit den drei Sängern mit rotem Halstuch/Handtuch hat mein mitgebrachtes Handtuch komplettiert. Was es damit auf sich hat erfährst Du unter „Woher kommt das Handtuch?“

Nino de Angelo 2015 mit dem roten Handtuch

Insgesamt dauerte der Auftritt fast doppelt so lange wie ursprünglich geplant. Die Reise hat sich also für mich wirklich gelohnt, auch wenn sie etwas abenteuerlich war.

Roland Kaiser in Schopfheim

Am 12.Juli 2019 war ich überraschend beim Open Air mit Roland Kaiser. Das war nicht lange geplant. Lest hier wie es dazu kam das ich Roland Kaiser beim Sommersound Fesival in Schopfheim live erleben durfte.

Das Sommersound Festival wird von Badem-fm präsentiert, einem Radiosender den ich nur ganz selten in den Leihwägen von Stadtmobil höre. Da es zeitgleich stattfindet mit dem Stimmen-Festival in Lörrach habe ich noch nie mit dem Gedanken gespielt für ein Konzert nach Schopfheim zu fahren. Schopfheim ist tiefste Provinz, dachte ich.

Obwohl ich sehr gerne auf Konzerte gehe war ich trotzdem noch nie bei einem der großen Konzerte des Lörracher Stimmen-Festivals. Irgendwie waren nie Künstler dabei die es mir wert gewesen wären um die 80€ Eintritt zu zahlen. Schon gar nicht für einen Platz über den ich sonst täglich zur Arbeit laufe. Ausserdem wohne ich in Hörweite, nunja nicht ganz hier bei mir kommt nur noch Lärm an. Man kann nicht mal mehr erkennen wer oder was singt.

Vor einigen Jahren trat mal hier Lenny Krawitz auf und sein „I want to get away“ konnte ich auf meinem Balkon erkennen. Doch die darauf folgenden Jahre wurde die Bühne anders gestellt und an der Beschallung einiges verändert, seit dem kommt hier nur noch Bass und laut an.

Als Anwohner bekommt man eigentlich nur das negative Drumrum mit, die Absperrungen und Verkehrsänderungen, den Lärm der nach hause gehenden Konzertbesucher, den Dreck. Besonders nerfig sind die überall rumliegenden Alkoholflaschen nach so einem Event. Man könnte meinen an solchen Tagen sind die öffentlichen Papierkörbe plötzlich unsichtbar, jeder schmeist sein Zeug hin wo er gerade geht.

Unverhofft zum Kaiser

Wenige Tage vor dem Konzert mit Roland Kaiser in Schopfheim schickte mir eine Bekannte mit der ich schon paar Monate nicht gesprochen hatte ein Foto von zwei Eintrittskarten. „hast Du mich verwechselt?“ war meine erste Frage, denn ich hatte keine Idee was sie damit sagen wollen könnte.

Sie hatte die Karten schon seit Monaten, geplant war das sie mit ihrem Mann zu diesem Event geht. Doch ihr Mann hatte einen Termin den er nicht absagen konnte und alleine wollte sie nicht gehen. Sie hatte schon in ihrem Freundeskreis herumgefragt wohl mehrfach die Antwort „ich hab kein Bock auf Kaiser“ erhalten. Und so fragte sie mich ob ich Bock hätte. Bock und Zeit hatte ich (Freitag und Samstag frei) aber absolut kein Geld und 54€ sind diesen Monat einfach nicht mehr drin. Ihre Antwort war „die Getränke gehen auf Dich!“ und somit sagte ich zu.

Anreise zum Konzert

Da durch die zeitgleichen großen Konzerte Schopfheim und Lörrach beide Städte im Parkplatz-Notstand sind, war schnell klar das wir nicht mit dem PKW anreisen.

Meine Bekannte kam mit dem Zug zu mir und wir fuhren mit der S-Bahn nach Schopfheim. Sie hat ein normales Ticket am Automaten gelöst und 3,50€ bezahlt. Ich bin mit der Ticket2go App für 2,70€ gefahren. Die Fahrt dauerte etwa 20 Minuten, die Bahn war etwas voll, aber es war erträglich. Vom Bahnhof Schopfheim aus, mussten wir nur etwa 250m laufen und waren schon am Veranstaltungsort.

Das Konzert fand auf dem zentral gelegenen Marktplatz statt, der mit Gitterwänden abgesperrt war. Als wir an kamen begann wohl gerade der Soundcheck, sehen konnten wir nichts durch die Absperrung, aber zuhören. Wir kauften uns ein Getränk und ein Brötchen und setzten uns erst mal gemütlich auf eine Treppe in Sichtweite des Einlasses und guckten zu wie sich immer mehr Menschen dort anstellten. Erst als der Soundcheck fertig war stellten wir uns ins Gedränge. Sehr zum Unmut einiger andern Konzertbesucher wurden die Tore nach aussen hin geöffnet. Mich hat das nicht überrascht, denn das kenne ich so von Veranstaltungen dieser Größenordnung. Der Einlass und die Sicherheitskontrollen gingen zügig und reibungslos. Eine Dame von der Security wollte nur kurz in meine Tasche sehen. Das ist normal, Schirme und Glassflaschen waren wie immer verboten.

Das Konzert war ausverkauft, laut Zeitung waren 3500 Zuschauer da. Ich emfpand das eher als weniger, aber das liegt vielleicht an dem Platz, der einem gar nicht so gross vor kommt. Das Wetter war ideal, nicht zu warm und nicht zu kalt. Es waren zwar für den Abend kleinere Schauer angesagt, aber die kamen nicht. Und ich denke auch nicht das der Wetterbericht irgendwelche Kartenbesitzer zum wegbleiben veranlasst hat.

Roland Kaiser hat mich begeistert

Natürlich kannte ich Roland Kaiser von früher, also so 80er, ZDF-Hitparade-Zeiten. Meine erste selbst gekaufte Single war „Santa Maria“, wenn mich nicht alles täuscht war das 1982!

Aber in jüngerer Zeit habe ich mich nicht sehr mit seiner Musik befasst. Klar an „Warum hast Du nicht Nein gesagt“ ging nicht an mir vorbei. Aber die anderen aktuellen Titel kannte ich so gut wie nicht.

Dennoch konnte ich überraschend viele Titel mitsingen (nicht nur Joanna und Santa Maria!), so manchen hatte ich gar nicht mal mehr als Roland Kaiser-Song in Erinnerung. Aber schon krass wie man sich an Lieder und Texte erinnert die man schon fast Jahrzente lang nicht mehr gehört hat.

Roland Kaiser hat es geschafft mich zu begeistern, auch ohne viel Show und riesige Effekte. Im Gegenteil ich mag Pyro-Effekte und Konfetti-Regen gar nicht. Es gab noch nicht mal eine Videowand im Hintergrund (wie ich es seit paar Jahren von Thomas Anders gewohnt bin) aber ein abwechslungsreich agierendes Musikerensemble.

Ich finde es bewundernswert, das dieser Mann in diesem Alter und vorallem mit der Krankheitsgeschichte so ein 2,5 Stunden Programm durchhält. Und das von Anfang bis Ende in Anzug und Kravatte, noch nicht mal ein Knöpfchen hat er geöffnet.

Der Programmaufbau hat mir gefallen, ich nehme mal an das immer abwechelnd ein neuer und ein alter Titel kam. Ganz genau kann ich das nicht beurteilen, weil ich die Lieder vorher nicht kannte und nicht einordnen kann wie alt oder wie neu sie sind. Ich stand ziemlich weit forne, etwa 3 Reihe und dort empfand ich den Sound als sehr gut, ich könnte die Texte gut verstehen.

Roland Kaiser beim Sommersound Open Air auf dem Schopfheimer Marktplatz
Auf diesem Handy Schnappschuss seht ihr welche super Sicht ich hatte, perfekt

Schopfheim feiert Roland Kaiser

Die Stimmung auf dem Schopfheimer Marktplatz war sehr gut. Auch vor dem Konzert waren die Leute sehr entspannt und es gab kein Gedrängel oder Gequetsche. Wohl vorallem weil das Durchschnittsalter der Zuschauer etwas über 30 war, keine kreischenden Teenies. Aber es waren auch jüngere Zuschauer dabei. Direkt neben mir war eine Familie mit einem etwa 12-14 Jährigen Mädchen, die auch total hin und weg war.

Die meisten Konzertbesucher kamen wohl aus Schopfheim und Umgebung. Dennoch gab es Fans im „Kaisermania“-T-Shirt von weiter weg und hinter mir stand eine Dame aus Dresden, die wohl schon mehere Konzerte von Roland besucht hat.

Nach dem Konzert haben wir noch einen Sekt an der Bar getrunken. Aus richtigen Gläsern, was ich sehr angenehm fand. Das Glaspfand war 2€ angemessen und mir ist aufgefallen das der Platz nach dem Konzert nicht extrem vermüllt war. Es lagen keine Becher usw rum!

Mein Fazit:

Das Konzert hat mir sehr gut gefallen. Roland Kaiser ist live echt überzeugend und 54€ sind für das was geboten wird angebracht. Die Organisation und das drum rum des Sommersound fand ich gut! Für nächstes Jahr werde ich die Augen offen halten und mich frühzeitig informieren wer beim Sommersound auftritt.

Flexibele Verkehrsmittelwahl

Facebook hat mich gestern an dieses Bild von Nino de Angelo und die zugehörige Reise erinnert. Das war echt eine Besondere Fahrt mit deutsche Bahn, Stadtmobil, S-Bahn, Fernbus… fast allem.

Nino de Angelo auf der Bühne in Bühl bei Mannheim

Nino de Angelo auf der Bühne in Bühl bei Mannheim

Aufgenommen ist das Bild in der Disco Terminal in Bühl bei Mannheim.

Um die Kosten gering zu halten bin ich damals mit dem Baden-Württemberg-Ticket der Deutschen Bahn nach Mannheim gefahren. Mit dieser Fahrkarte kann man so weit fahren wie man möchte, allerdings nur mit Nahverkehrzügen. Dieses hatte ich fast die längsmögliche Strecke von Basel nach Mannheim ausgereizt. Was allerdings bedeutete das ich mindestens in Offenburg und Karlsruhe umsteigen muss.

Ich weiß nicht mehr genau die Uhrzeiten aber ich war mindestens 5 Stunden unterwegs.

In Mannheim traf ich mich mit einer Freundin und unser erstes Ziel war die Bahnhoftoilette. Wir wollten uns gleich für die Disco umziehen, um dann auf ein Carsharing Auto von Stadtmobil umzusteigen.

Umziehen im oder am Auto war bei Minus Temperaturen keine Option.

Die Toiletten in Mannheim waren total überlaufen und man musste Schlange stehen. Eine Reinigungskraft versuchte die Schlange zu reduzieren und schickte uns beide gleichzeitig in die Gehbehinderten Toilette. Riesen Platz zum Koffer öffnen und umziehen.

Dann mussten wir erstmal den Leihwagen suchen. Ich hatte das Auto über die Stadtmobil Webseite gebucht und mir die Wegbeschreibung zum Stellplatz aufgeschrieben. Wohl gemerkt ich war das erste mal in Mannheim und hatte zuvor noch nie einen Wagen in einer fremden Stadt angemietet.

Das mit dem Auto finden klappte einwandfrei und auch der Bordcomputer erkannte meine Mitgliedskarte und ich konnte los fahren. Nur hatte der Wagen ein Autoradio/ Navigationssystem das offensichtlich einer der Vormieter durch zuviele Falscheingaben blockiert hatte. Wie sollten wir jetzt diese Disco finden?

Meine Freundin hatte seit wenigen Tagen ein nagelneues Smartphone und meinte sie könne damit Navigation machen. Zu dem Zeitpunkt war mir das total neu das sowas so einfach geht.

Wir probierten zusammen Googlemaps aus und das Gerät navigierte und problemlos und schnell zu dem Veranstaltungsort!

Der Auftritt von Nino de Angelo war toll aber sehr spät. Zuvor hatten wir Zeit einige Freunde der offiziellen Nino de Angelo Fangemeinschaft kennenzulernen.

Nach dem Auftritt war uns klar das es nun schwierig sein würde mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter zu kommen.

Deshalb hatte ich den Wagen auch bis 7 Uhr reserviert damit wir uns notfalls darin aufhalten könnten. Doch dafür war es viel zu kalt.

Meine Begleitung fand herraus das es eine S-Bahn Richtung Karlsruhe gab. Von dort aus sei es leichter und wahrscheinlicher Richtung Stuttgart zu kommen.

Diese S-Bahn war sehr begehrt bei den regionalen „Partypeoples“ und fast voll. Wir fühlten uns allerdings fast wie Ausserirdische, denn wir waren im ganzen Zug die einzigen über 25 und nicht besoffen!

Über eine Stunde lang zuckelten wir mit dieser ratternden Bahn durch die Dörfer und die Besoffenen Kids um uns herum stiegen nach und nach aus. Irgendwann erreichten wir endlich den Bahnhof Karsruhe wo wir die Haltestelle der Straßenbahn nach Heilbronn suchten.

Ich war schon lange nicht mehr wirklich orientiert und dankbar das meine Begleitung zielbewusst das Gleis fand… dort hieß es 30 oder mehr Minuten warten. Mitten in der Nacht, etwa 1 Grad, völlig übermüdet mit Gepäck…

Dann endlich die warme Bahn… nochmal ne Stunde oder so. Da es hier nicht so voll und laut war döste ich die meiste Zeit.

Gegen 7 uhr !!! Waren wir dann endlich in der Wohnung der Freundin. Endlich ein warmes Bett.

Am Nachmittag nach ein paar Stunden Schlaf bin ich dann weiter mit dem Nahverkehrzug nach Stuttgart zu meiner Schwester gefahren.

Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau ob ich an dem Abend mit dem Fernbus nach Lörrach gefahren bin oder am nächsten Tag.

Insgesamt war es ein Erlebnisreiches aber anstrengendes Wochenende bei dem ich die meiste Zeit in irgendwelchen Zügen saß.

Woher kommt das Handtuch?

Im Zuge der „Mister Jenseits von Eden-Tournee“ habe ich die Nino de Angelo- Konzerte in Graz, Hoyerswerda, Bruchsal, Kaiserslautern und Koblenz besucht und zu jedem habe ich Nino de Angelo als Geschenk ein Handtuch mit gebracht, das ich ihm zu einem geeigneten Zeitpunkt auf die Bühne gereicht habe.

Okay zugegeben in Bruchsal war ich etwas zu spät, da musste Nino erst fragen „hat jemand ein Handtuch?“ … denn er hat gewusst das ich irgendwo da bin.

Das war in Graz. Zugegeben da hatte ich eine ungewöhnlich weite Anreise.

Nino wusste bei dem ersten Konzert der 2017er Tournee schon, dass ich ein Handtuch bringe, weil ich das schon seit Jahren so mache. Heute erzähle ich Euch wie es dazu kam:

Es war ein schwül-warmes Wochenende im Sommer 2013. Auf dem Stadtfest in Zweibrücken hatte Nino einen Open-Air Auftritt. Es sah den ganzen Nachmittag schon so aus als ob bald ein Gewitter kommt. Der Platz vor der Bühne lag den ganzen Tag in der Sonne und das Kopfsteinpflaster war richtig aufgeheizt. Als Zuschauer schwitzte man schon wenn man nur da stand. Auf der Bühne war es sicher noch wärmer! Während des Singens rannte Nino plötzlich eigentümlich suchend auf der Bühne hin und her. Unter anderem mitten im Lied nach ganz hinten wo er einen Security vermutete. Ich dachte nur, was ist jetzt los?

Sein Problem war, er schwitzte so sehr das ihm die Schweißtropfen in die Augen liefen und er suchte verzweifelt irgendwas zum Wischen. Doch auf der Bühne fand sich nichts Geeignetes und es war auch niemand in der Nähe den Nino hätte bitten können.

Die Freundin mit der ich angereist war und die hier nicht genannt werden möchte, wühlte ein Tempo-Taschentuch hervor, und gab es mir mit der Anweisung „reich es ihm“. Eigentlich sollte ich das nur tun, weil ich größer bin und somit höher reichte.

Nino de Angelo auf einer open Air Bühne auf dem Stadtfest in Zweibrücken

Nino de Angelo in Zweibrücken

Das war dieser Auftritt in Zweibrücken. Noch ohne Brille. Ihr seht, die Bühne war recht hoch.

Damit er auch von weitem erkennt, was ich da habe, faltete ich das Tuch auseinander und winkte damit. Nino kam angeschossen nahm es und quittierte es mit „du bist meine Rettung!“

In dem Moment beschloss ich, zukünftig ein Tuch mit zu bringen.

Zu Anfang wählte ich helle, auffällige Farben damit Nino es gut sieht. Ich hatte schon gelb, orange, rot und türkis. In der letzten Zeit bringe ich meist elegante Grautöne.

Nino de Angelo in Bretten er trägt ein schwarzes Hemd und um den Hals ein rotes Handtuch

Nino de Angelo mit rotem Handtuch

„Una serata italiana“ in Bretten. Das Handtuch passte perfekt zur Saaldeko. Beim Finale traten alle Künstler des Abends gemeinsam auf, ein Adriano Celentano Double mit rotem Halstuch, Nino mit Handtuch… und plötzlich hatte Pippo auch ein rotes Tuch um.

Nino de Angelo auf der Bühne ganz in Weiss

Nino de Angelo in Simbach

Für Simbach hatte ich auch ein Handtuch gekauft und mitgenommen doch in der Aufregung im Hotel liegen lassen. Stattdessen fragte ich an der Bar nach einem Geschirrtuch… hmm naja kam nicht ganz so gut. In der Presse stand später „ein Fan reichte ihm ein rot kariertes Tuch“.

Nino de Angelo und ich sitzen nach dem Konzert am Bühnenrand beide mit Türkisfarbenen Handtuch

Nino und ich in Pfaffenhofen

Das war dieses Jahr im Mai. Da ich den ganzen Koffer bei mir hatte, konnte ich mal eben das zweite Tuch hervor zaubern. Es war richtig heiss…

Von dieser Reise berichte ich hier:Pfaffenhofen

Nino de Angelo auf der Bühne, von hinten zu sehen.

Nino de Angelo von Hinten

in Hoyerswerda hatte ich ne Weile einen ganz anderen Blickwinkel. Ich durfte eine Teil des Konzertes von der Bühne aus erleben.

dieses Bild entstand in Bruchhausen-Vilsen August 2017. Herzlichen Dank an die Fotografin Heide Pinkall.

Ein graues Handtuch mit stickerei NINO

Ein Handtuch für Nino

Seit einiger Zeit lasse ich die Handtücher besticken. Seit dem nimmt Nino sie auch wirklich mit.

Das „Oktoberfest der Liebe“ wie Nino es am Ende nannte, in Berlin 2016. Dort konnte ich nur hin, weil ich zuvor eine Woche in Hamburg war. An dem T-Shirt könnt ihr erkennen, dass Nino wirklich sehr stark schwitzt. (An den Luftballons um Hintergrund war ich auch nicht ganz unbeteiligt).

Nino auf der Bühne in der Hand hat er ein graues Handtuch

Nino de Angelo in Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda dunkelgraues Tuch mit silberner Stickerei.

Ich war woAnders!

Ein schlafarmes und anstrengendes Wochenende liegt hinter mir! Aber ich bereuhe keinen Kilometer!

Am Samstag musste noch ganz normal arbeiten, konnte lediglich meine Arbeitszeit so tauschen, das ich um 14 Uhr schon gehen konnte. Angesichts des warmen Wetters und dem Wissen das ich am Nachmittag lange im Auto fahren würde trug ich am morgen schon medizinische Stützstrümpfe, was nicht chic und angenehm war, aber ich als sinnvoll erwiesen hat.

Nach der Arbeit bin ich ganz kurz heim, Umziehen Koffer schnappen und los !

hier seht ihr mich mit dem Koffer und Leihwagen gegen 15 Uhr in Lörrach.

Mit dem Auto ging es nach Rust, an einer Tankstelle in der Nähe des Europa-Parks habe ich mich mit Leipzi getroffen. Ich kannte sie vorher noch nicht, und sie möchte hier nicht mit normalen Namen genannt werden. Wir lernten uns also auf der Autofahrt erst kennen. Leibzi hatte ein Navi dabei und so waren wir nicht auf funktionierendes Handynetz angewiesen und konnten so der kürzesten Route nach Saarbrücken durch Frankreich folgen. Die Strecke führt nur Teilweise über die Autobahn. Oft fährt man über kleine Dörfer mit deutsch klingenden Namen aber sehr französischen Aussehen. Und bestimmt 150 Kreisverkehre!

Doch der Weg ist wieder Erwarten wirklich der kürzeste, kaum wieder in Deutschland sind wir auch schon fast in Saarbrücken. Dort angekommen hatten wir noch nicht mal Zeit in das Navi das gewünschte Parkhaus einzugeben, wir orientierten uns an den Massen von wild auf der Strasse geparkten Autos. Da wo so viele Stehen, da muss es einen kurzen Gehweg zum Festgelände des Saarspektakels geben..

„wir Christen pflegen in solchen Momenten einfach um einen Parkplatz zu beten!“ erklärte ich meiner eher Atheistischen Beifahrerin. Und schwups hatten wir einen Parkplatz! Maximal 1000m Luftline vom Gelände.

Am Gelände angekommen meinte Leibzi „und wie willst Du bei sooo vielen Menschen in die erste Reihe?“ Es spielten gerade Glasperlenspiel und der gesamte Platz war gut gefüllt. „ich weis noch nicht, aber ich weis das ich zuerst eine Toilette brauche“ also fragte ich mich durch wo die Toiletten seien… zufällig direkt neben der Bühne…

Von den Toiletten aus orientierten wir uns auf „erste Reihe“… dafür umrundeten wir erst mal den Rollstuhlfahrerbereich… irgendwie schien der die Menschenmassen hinter uns abzuschrecken, denn dahinter war recht gutes durchkommen bis zur Mitte. aber da wollte ich nicht bleiben. „Dabei sein ist alles“ ist bei solchen Anlässen nicht mein Motto. Glasperlenspiel kündigten Ihren letzten Song an und das brachte schon Bewegung ins Publikum… einige viele aus den ersten Reihen wollten gehen. Diese Bewegung machten wir uns zu nutze, und immer wenn uns jemand entgegen kam, rutschten wir ihm entgegengesetzt.
Dann waren Glasperlenspiel fertig und die Moderatoren kündigten eine Umbaupause an. Was noch mehr Menschen zum Gehen bewegte… und wir immer wieder aufgerutscht. Nach etwa einer halben stunde standen wir in der ersten Reihe !!!

hinter uns erkennt ihr noch das Bühnenbild der Vorgruppe. Doch wie finden wir Claudia? Da weder Internet noch whatsapp unserer Handys funktionierten schrieb ich Ihr eine Sms „wir sind in der ersten Reihe“… „rechts oder links“ fragte sie zurück was ich aber gar nicht mehr beantworten konnte denn keine 5 Minuten später klopfte sie mir auf die Schulter!

Ich schätze auf dem Platz waren 5000-8000 Menschen, und wir finden uns!

drei verrückte freuen Sich!

und so sah es hinter uns aus.

Der Auftritt von Thomas Anders war toll, ich war überrascht das er wirklich 90 Minuten sang. Leider gab es nur einen Titel aus seinem aktuellen deutschsprachigen Album. Ansonsten fast nur Modern Talking Klassiker. Obwohl ich alle Titel seit fast 30 Jahren auswendig kann schafft es Thomas trotzdem immer wieder irgendwo ne kleine Überraschung einzubauen. Billie Jean… War diesmal in einem anderen Modern Talking Song versteckt.

Sehr schön fand ich die Akustik Version von Lady Lay… oh man… Der Titel war ursprünglich auf dem zweiten Mt-Album von 1985! Zwar gab es 1998 auf „Back for good“ aber diese Version hatte auch damit kaum was zu tun.

Thomas sang den Titel auf dem Hocker sitzend nur begleitet von Lars, welcher durch einen gebrochenen Finger gehandicapt war, aber dennoch super Gitarre spielte. Und dann brachte er nach langem mal wieder „when will I see you again“.

Meine Fotos sind nicht so Hammer mäßig geworden, aber auch weil ich mich mehr darauf konzentriert habe die Musik und die Stimmung zu genießen. Ich hab getanzt wie vor fast 20 jahren… oder 30… stimmt irgendwie beides.

Nach dem Konzert sind wir noch über 60 Kilometer zu einer Freundin von Leibzi gefahren. Die uns total nett mitten in der Nacht mit Pizza und Kaffee versorgt hat. Ich habe dann 3,5 stunden geschlafen und die anderen beiden haben „durchgequasselt“

Warum wir am Morgen so früh weg mussten erzähle ich in einem separaten Post.

Autogramm Tournee Nino de Angelo 

. .. ich war nicht da!

Nino de Angelo auf Autogramm-Tour

Vom 4.- 10. 3. War Nino de Angelo unterwegs in zahlreichen Einkaufszentren um nach einem kleinen Mini Konzert Autogramme zu schreiben. In 8 Tagen 12 Termine in ganz Deutschland verteilt. Allein logistisch schon eine tolle Leistung. Denn mit Nino reiste ein ganzes Team. Auch wenn nur 3 Lieder gesungen wurden, es brauchte jedes mal Bühnendeko und Tontechniker, sowie Berge von CDs und Autogrammkarten die ja auch erst mal rechtzeitig hin transportiert werden mussten. Logisch sollte damit vor allem Nino’s neues Album „Liebe für immer“ promotet werden. Von daher kann ich es verstehen das das Gerücht entstanden ist Nino würde nur zuvor gekaufte CDs signieren. Finde ich richtig. Wem es nicht wert ist eine CD zu kaufen, kann sich zwar das kostenlose kurz Konzert anhören. Aber Autogramm und Foto mit dem Künstler solle ruhig den echten Plattenkäufern vorenthalten bleiben.

An dieser Stelle möchte ich mal meine Meinung kundtun, das mich die Haltung Mancher Mitmenschen zu wieder ist. Es gibt Leute die vor 20-30 Jahren einmal eine Platte von dem Künstler gekauft haben und meinen dann sich als „Fan“ bezeichnen zu müssen. Und dann mit einer Haltung „ich bin Fan, Du musst jetzt etwas für mich machen“ zu solchen Events kommen. Hallo? Wo wart ihr die letzten 20 Jahre? Hat Nino die 6 ,- DM, die zu „Jenseits von Eden“ eine Single kostete schon lange abgegolten? !

Wie oben erwähnt war ich bei keinem der Termine weil es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich war frei zu nehmen. Und es waren auch alle Termine so weit entfernt das ich fast 2 Tage frei gebraucht hätte.

Aber ich habe Freunde die mir berichtet haben und Fotos zur Verfügung gestellt haben. Herzlichen Dank an Daniela Hulsch für die vielen Bilder aus Koblenz:

Zu diesem Termin wäre ich so gerne gefahren, denn ich habe einen Bezug zu Koblenz. Ich habe in den über 25 Jahren die ich diese Stadt mehr oder weniger regelmäßig Besuche sie sehr lieb gewonnen.

Nino betritt oft die Bühne mit der Jacke.

… dann wird erst mal das Publikum begrüßt und etwas gequasselt… hier der typische Blick zum Tontechniker.

Ich denke nicht das es bei so kleinen und so eng getakteten Events einen Soundcheck gibt. Aus diesem Grund ist dann Nino’s Gequassel besonders wichtig.

Es kommt zu dem unvermeidlichen… Nino zieht sich aus. Nein wirklich, Nino legt bei jedem Auftritt irgendwann mal ein Kleidungsstück ab. Und wenn es nur die Brille ist.

So sieht es bei fast jedem Nino Auftritt aus… begeisterte, elektrisierte Frauen in der ersten Reihe.

In einem Einkaufszentrum gucken auch oft Leute von oben. Das da über der Bühne so wenige stehen ist deswegen weil man von da schlechter sieht. Ich bin überzeugt das auf der anderen Seite viel mehr los war.

Da hat Daniela ihn wohl mitten im Wort erwischt. Aber ich find das Bild dennoch gut, weil es Nino mit einer richtig typischen Geste zeigt.

Hier sieht man gut das Armband, das in der <a href=“Liebe Für Immer (Limitierte Fanbox)

erhältlich ist.

Auch typisch. Entweder spricht er gerade von dem der das Wetter gemacht hat… oder von Drafi Deutscher der damals „Jenseits von Eden“ geschrieben hat.

Mir gefallen die neuen „Standies“ im Hintergrund, auch wenn sich Nino dadurch manchmal selbst über die Schulter guckt.

Diese Aufnahmen stammen alle von dem ersten Termin der Tour im Koblenzer Löhrcenter. Ich habe viele Bilder von den anderen Terminen gesehen aber keine Erlaubnis sie hier zu zeigen. Sicher findet ihr mehr auf der Facebook Seite der offizielle Nino de Angelo Fangemeinschaft