Archiv der Kategorie: Lockdown-Tagebuch

Tag 70 ( Mittwoch 24.2.)

70 in Worten Siebzig Tage lang berichte ich nun schon hier täglich im Lockdown Tagebuch!!!

Den heutigen Tag habe ich dazu, genutzt meine Arbeitskraft wieder voll herzustellen und meine Beine zu optimieren. Seit Jahren hatte ich immer wieder Probleme mit Krampfadern. Bisher war es vor allem bei heißem Wetter sehr schlimm. In der kälteren Jahreszeit hatten sich meine Beine immer wieder erholt… Außer diesen Winter. Offensichtlich hat meinen Venen die Bewegung bei der Arbeit gefehlt. Meine Beine sahen schlimmer aus als sonst bei 38 Grad Hitze.

Das ist auch der Grund warum ich die letzten Wochen jeden Tag so viel gelaufen bin. Ohne ausreichende Bewegung konnten meine Beinvenen nicht mehr richtig das Blut transportieren. Auch Stützstrümpfe tragen half nicht mehr. Heute wurde ich am linken Bein operiert.

Die Operation fand unter Vollnarkose statt. Aber ambulant in der Tagesklinik in Weil am Rhein. Es wurde eine Stripping Operation gemacht.

Operation gut überstanden

Die Operation heute Vormittag habe ich gut überstanden. Am Nachmittag habe ich vor allem geschlafen. Ich fühle mich auch noch ziemlich k.o., deshalb wird dieser Text heute auch ziemlich kurz.

Beide Beine in Operations-Stützstrümpfen.

Eine kleine Anekdote von der OP möchte ich Euch dennoch mitteilen. Als der Anästhesist mich aus der Narkose holte sprach er mich an mit „Sind sie wieder da“… ich fühlte mich davon aber leicht gestört, denn ich hab grade geträumt ich würde hoch konzentriert an meinem Laptop tippen. Ich dachte „Wieso stört mich der Mann?“ es dauerte einen Moment bis ich schnallte, dass ich im OP war.

Vielen Dank für die vielen Glückwünsche, Daumendrücken und Gebete für die Operation. Es geht mir jetzt dem Umständen entsprechend gut, die Schmerzen halten sich bis jetzt echt im Rahmen. Um ehrlich zu sein es sind kaum Schmerzen mehr Ziepen und unangenehmes Gefühl.

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch, und ich hoffe, Du kommst morgen wieder.

Tag 69 ( Dienstag 23.2.)

Hier kommt der 69ste Eintrag in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich währen des harten Lockdown so treibe.

Heute war super schönes Wetter und ich hätte größte Lust gehabt zum spazieren gehen, aber das ging heute nicht. So ist das wenn man sich etwas angewöhnt hat. Man vermisst es plötzlich. Die letzten Wochen war ich jeden Tag mindestens 1-3 Stunden irgendwo zu Fuß unterwegs.

heute kein großer Spaziergang

Heute hatte ich mir vor genommen die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Denn morgen kommt meine Schwester. Sie kommt um mich nach meiner Narkose zu betreuen. Denn laut Arzt sollte ich am besten 48 Stunden lang nicht alleine bleiben.

Ich hatte mir ganz viel vorgenommen, was ich alles aufräumen und vorbereiten wollte… natürlich wieder viel mehr als nötig oder machbar.

Am Vormittag sollte ich aber bei meinem Hausarzt die Auswertung der Blutuntersuchung von letzte Woche abholen, denn ich muss diese morgen zur OP mitbringen. Mein Hausarzt ist in der Lörracher Innenstadt, also nicht sehr weit zum laufen. Aber immerhin eine Strecke.

Schrittziel nicht erreicht

Gegen 11 Uhr habe ich bei dem Arzt die Sachen abgeholt, das ging sehr schnell. Weil ich bei meinem Arbeitgeber noch nachfragen wollte ob das mit der Krankmeldung ganz normal läuft wollte ich dort hin gehen. Dabei kam ich an einem kleinen Bäckerladen vorbei vor dem sich eine lange Warteschlange gebildet hatte. Ich kannte gleich zwei Personen in der Schlange und so blieb ich (mit genügend Abstand) stehen und unterhielt mich mit der einen Dame kurz. Ich hab sie seit Monaten nicht gesehen und wir tauschten uns kurz über eine gemeinsame Bekannte.

Von dort ging ich weiter in die Fußgängerzone, dort entdeckte ich eine befreundete Ladenbesitzerin, die gerade ihr Schaufenster dekorierte. Ich klopfte an die Scheibe um ihr zum Gruß zu zu winken, aber sie deutete das ich zum Hintereingang kommen solle. An der Hintertüre mit genügend Abstand sprachen wir eine ganze Weile. Wie es uns so während des Lockdown geht usw. Sie ist „Chefin“ und arbeitet eigentlich jeden Tag trotzdem der Laden zu ist. Sie bietet ihre Waren über Instagram, Facebook und per Whatsapp an. Und hat damit sehr viel Arbeit. Ich finde das cool wie sie und ihr Mann das umsetzen. Noch vor einem Jahr hatten sie beide keine Ahnung von diesen Medien und jetzt unterhalten und informieren sie ihre Kunden auf diesen wegen. Wir unterhielten uns sehr lange… bis eine Freundin von mir vorbei lief.

Natürlich winkten wir sie näher rann (trotzdem 3-5m Abstand) und wir quatschten noch ne Weile zu dritt. Bis dann die Ladenbesitzerin fand das sie mal wieder etwas arbeiten müsste…

Wenn es etwas positives gibt, was die Corona-Pandemie gebracht hat, dann das die Menschen viel mehr bereit dazu sind ihre Tätigkeit für so ein spontanes Schwätzchen zu unterbrechen. Ich habe mich sehr über das Gespräch gefreut!

Zufällige Treffen

Ich wollte aber noch zu meinem Arbeitsplatz und die Freundin wollte in einem Laden was holen also verabredeten wir uns in paar Minuten an gleicher Stelle. Bei mir ging es ganz schnell und als ich wieder am Treffpunkt war kam eine Dame aus meiner Gemeinde auf mich zu. Auch wir unterhielten uns angeregt eine ganze Weile… Bis meine Freundin wieder kam. Auch hier nettes freundliches kennenlernen auf Abstand und keiner ist genervt von den anderen.

Nachdem wir uns dann verabschiedet hatten fragte ich die Freundin „Lust auf Pizza?“ und sie fragte zurück „Penny oder Rewe“ und ich wieder „nee ist schon im Kühlfach… komm mit!“

Ich hatte zuhause zwar noch sooo viel was ich räumen und putzen wollte… aber egal!

Spontanes Mittagessen mit langjähriger Freundin

So kam es das wir beide völlig ungeplant und spontan miteinander zu Mittag aßen. Aber die Information „ich muss noch viel aufräumen“ lies ich ungeniert verlauten. Früher hätte man in so einer Situation vielleicht rumgedrugst und schon von Anfang an gesagt „ich habe keine Zeit“ aber jetzt in dieser isolierten Zeit ist man doch einfach froh um ein zufälliges Treffen und lässt auch mal solche Planänderungen zu.

Erschreckender Anruf !

Als die Pizza noch nicht ganz fertig war klingelte mein Festnetz Telefon und ich ging ran weil ich vermutete das die Tagesklinik mir die Uhrzeit mitteilen will wann ich da sein muss.

Eine offensichtlich weinende Frau begrüßte mich mit „Gut das Du ran gehst es ist etwas schlimmes passiert! Ich habe einen Unfall… ich habe die Frau umgefahren… ich gebe Dir die Polizei“ Ich fragte nur „Wer bist Du?“ denn die Stimme konnte ich echt nicht zuordnen. Eine angebliche Polizeibeamtin wollte von mir wissen ob ich die Frau kennen würde und ob ich ihr sagen könne wie sie heißt, wo sie wohnt und wo sie arbeitet. Ich sagte das ich nicht wisse ob es meine Schwester sei… sie sagte was von Daten abgleichen und ich solle Geburtsdatum von ihr und von mir durchgeben… Ich war total irritiert und verstand gar nicht warum. War jetzt die weinende Frau meine Schwester oder gar die,die sie umgefahren hat. Die angebliche Beamtin wollte mir nicht sagen was genau passiert sei, ich solle erst meine Daten „abgleichen“ nochmal, Name ,Adresse, Geburtsdatum… und dann legte die Person einfach auf!!!

Ich war total erschrocken und rief sofort meine Schwester an. Bei ihr ist alles in Ordnung, doch sie bat mich untere Mutter anzurufen. Auch bei Ihr alles in Ordnung.

Meine Freundin hatte alles mitbekommen und auch sie fand das sehr eigenartig. Das könne doch nicht wirklich die Polizei gewesen sein. Also rief ich noch vor dem Essen die Lörracher Polizei an und die Dame dort meinte „Schon wieder, sowas hatten wir heute schon mal“. Später rief mich ein Polizeibeamte zurück und er bestätigte das es heute bereits mehrere Beschwerden wegen solcher Anrufe gab. Es handelt sich um Betrüger die wohl aufgegeben hätten als sie mein Geburtsdatum hörten. Denn zum richtig gewinnbringend verarscht werden bin ich wohl zu jung.

Aufräumen und Putzen geht auch zu zweit

Nach dem Telefon-Theater musste ich mich erst mal bei nem gemütlichen Kaffee beruhigen. Und eigentlich war ich ganz froh das die Freundin gerade da war.

Doch ich wollte noch sooo viel aufräumen…

Ich holte den Staubsauger und wir fingen zu zweit an mein Wohnzimmer zu putzen. Sie half mir mit den großen Blumentöpfen und goss alle Pflanzen.

In der Küche hatte ich noch alles rum liegen vom Nähen und alles voller Fäden und Fusseln… Auch hier half sie tatkräftig mit. So schafften wir es binnen kürzester Zeit das kreative Chaos in eine aufgeräumte Küche zu verwandeln.

so leer war mein Küchentisch seit Weihnachten nicht mehr! Selbst die Nähmaschine hat endlich wieder ihre Staubschutzhülle an.

noch mehr Aufregung

Dann kam ein wichtiger und schon länger erwarteter Anruf für meine Freundin. Ich hatte vorher kein Ahnung das sie so dringend auf Nachricht wartet… doch als die gute Nachricht dann endlich kam konnte sie darüber reden. Es gab einen Grund warum sie mir lieber beim Putzen hilft als alleine zuhause zu grübeln. Doch jetzt wo die Zitterpartie ausgestanden war, war sie happy!

Zur Feier des Tages wollte sie mich zum Abendessen einladen, welches sie im nahen Lebensmittelmarkt erst besorgen musste. In der Zeit habe ich die Handstulpen, die in diversen Tüten und überall in der Küche lagen in eine Schachtel sortiert und gezählt… es sind 25 Paar!

Das ist die Schachtel mit den fertigen Handstulpen
Die Schachtel ist noch halb voll und ich habe noch immer soooo viel Stoff. Ich habe beschlossen während des Lockdowns nochmals 25 Paar zu nähen und diese dann bis zum Herbst einzumotten.

Während dem Kochen haben wir dann auch noch mein Schlafzimmer aufgeräumt und gesaugt. Die Freundin hat gerade bei den vielen rumliegenden Klamotten sehr professionell „angepackt“… man merkt halt das sie Bekleidungsverkäuferin ist. Kleidung aufräumen kann sie 😉

Vielen Dank fürs Lesen und hoffentlich besuchst Du mich bald wieder in meinem Lockdown Tagebuch

Tag 68 ( Montag 22.2.)

Herzlich willkommen in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier kommt schon der 68ste Tag. Seit 68 Tagen befinde ich mich im „harten Lockdown“ in Kurzarbeit Null.

Heute wäre eigentlich „Morgenstraich“ in Basel. Der Höhepunkt der Basler Fasnacht. Corona bedingt ist dieses Jahr schon lange alles abgesagt. Doch das war schon vor einem Jahr auch schon so! Am 26. Februar 2020 hatte ich noch über die Sonderzüge die zu diesem Event eingesetzt werden sollen geschrieben… um wenige Tage später zu ergänzen das alles abgesagt ist.

Bis dahin habe ich in meinem Blog unterwegsistdasziel.blog hauptsächlich über Reisen und Verkehrsmittel geschrieben. Mit mäßigem Erfolg. Am 2.3.2020 war genau dieser Artikel der meistgelesene bis dahin! Mir kam es vor als interessieren sich die Leute mehr für eine Fahrt die keiner mehr macht, als für all die Reisen die ich bisher gemacht habe.

Offensichtlich ist das wohl so, wenn alles klappt ist das „schön“ aber mehr nicht. Aber wehe es geht etwas gehörig schief, dann wird es erst interessant. Das ist wohl auch der Grund warum wir in Zeitungen und Nachrichten viel mehr negative Meldungen lesen als positive.

Was habe ich heute gemacht?

Heute bin ich etwas später aufgestanden und habe mich schon am morgen daran gemacht die restlichen Stoffherzen zusammen zu nähen. Denn ich wollte heute unbedingt das Päckchen weg schicken. Morgen komme ich eventuell nicht mehr dazu, denn ich muss mein „Krankenbett“ (auf der Couch) und mein „Gästebett“ (in meinem Schlafzimmer) vorbereiten. Dazu muss ich ein wenig umräumen. Und natürlich muss ich das Bettzeug neu beziehen für meine Schwester, die Urlaub genommen hat um ein paar Tage bei mir zu bleiben und mich „zu pflegen“.

Das ist die prall gefüllte Schachten mit den Stoffherzen die ich als Spende an die Onkomützen.de sende. Unter Onkomützen haben sich zahlreiche Ehrenamtliche organisiert, die für Krebspatienten, die durch eine Chemotherapie die Haare verloren haben, kostenlos Mützen herstellen. Dabei gibt es gehäkelte, gestrickte und genähte Mützen aller Stilrichtungen. Die Patienten dürfen sich kostenlos welche aussuchen und müssen wenn möglich nur das Porto bezahlten.

Die Kosten für die Materialien und Webseite werden von Spenden finanziert. Denn es ist Ziel den Bedürftigen die Mützen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ich spende heute 41 kleine Stoffherzen, die als kleine Zugabe und Aufmerksamkeit gedacht sind. Jede Patientin (die meisten sind Frauen) die Mützen anfordert bekommt eine kleine Zugabe. Das sind immer mal wieder mehr oder weniger sinnvolle Kleinigkeiten.

Was ich vorher nicht wusste: So ein kleines Herz aus Baumwollstoff kann bei einem Krebspatienten mit einem Port für die Chemotherapie einen praktischen Nutzen bringen. Denn man kann so ein kleines weiches Herz je nach Lage des Ports unter den Port stecken um Druckstellen oder unangenehmes Wackeln zu vermeiden.

Was für mich anfänglich nur eine Resteverwertung war kann irgendwo tatsächlich jemandem helfen und sein Leid wenigstens ein klein Bisschen lindern.

Wenn Du die Arbeit der Onkomützen auch unterstützen möchtest kannst Du Hier per Paypal Spenden. Weitere Informationen dazu unter: Onkomützen.de

Mein Spaziergang heute

Nachdem ich gleich mehrere Päckchen zur Post gebracht habe bin ich gleich weiter auf meinen Spaziergang gegangen. Wieder mit der KM-Zählerfunktion, aber heute musste ich nicht dauernd darauf achten was die App sagt. Denn ich hatte ein Ziel. Ich hatte vor ein paar Wochen mal ein Haus das zum Verkauf steht mit einem halb verwitterten Makler-Schild gesehen und einer Bekannten die Immobilienmaklerin ist davon erzählt. Diese wollte jetzt genaueres wissen. Aber ich war mir nicht mehr ganz sicher wo das genau war… also spazierte ich heute dort in der Gegend herum und suchte dieses Haus.

Zu meiner Verwunderung habe ich es nicht mehr gefunden. Ich bin mehrere Straßen abgegangen, durch die ich die letzten Wochen gegangen bin… und dann noch ein paar Wege und Straßen dazwischen. Aber ich fand dieses Haus mit dem verwitterten Schild nicht mehr. Entweder verwechsle ich das (kein wunder bei sooo vielen Spaziergängen in der letzten Zeit) oder das Schild ist mittlerer Weile weg.

Ich kam an mindesten zwei Häusern vorbei die offensichtlich gerade Kernsaniert werden, also alle Fenster raus und der Vorgarten komplett abgeholzt. Es könnte also auch sein das es eines von denen gewesen ist.

Aber das Haus suchen war ganz spannend, ich bin dadurch das ich abgelenkt war in dem Gebiet bestimmt 3-4 km hin und her gelaufen.

Nach etwa einer Stunde Suche habe ich dann aufgegeben. Von dem Wohngebiet bin ich diesmal von der anderen Seite auf das Gelände der DHBW gelangt. Über die Duale Hochschule habe ich bereits am Tag 28 und Tag 63 berichtet. Diesmal habe ich mir den Schulhof näher angesehen und gemütliche Liegestühle entdeckt. Geschwungene Holzliegen ähnlich wie die im Hebelpark. Da mir schön warm war und die Sonne schien hab ich es mir auf einem bequem gemacht.

Selfie über Kopf

Auf dem menschenleeren Hochschulgelände hat mich ja eh keiner gesehen und so hab ich den Liegestuhl einfach mal falsch herum getestet… ich soll ja die Beine hoch legen… immerhin eine lustige Perspektive für ein Selfie

Nach einer guten halben Stunde auf dem Liegestuhl wurde es mir dann doch etwas frisch und ich bin weiter bis zur Homburg-Siedlung gelaufen wo ich eine Bekannte in ihrem Garten besucht habe. Ich hatte sie kaum richtig begrüßt da hieß es „komm wir trinken einen Kaffee in der Sonne“. So gefällt mir das, ein Kaffeekränzchen auf Abstand im Garten und als die Sonne dann fast weg war bin ich nach hause gelaufen.

Schrittziel erreicht

Bei herrlichem Wetter und wieder fast 18 Grad habe ich heute mein Schrittziel erreicht. Morgen werde ich das wohl nicht schaffen, denn ich muss hier zuhause noch einiges aufräumen und putzen denn meine Schwester kommt zu Besuch.

Mittwoch ist dann meine Krampfadern-OP

Vielen Dank für Deinen Besuch auf „unterwegs ist das Ziel“. Ich hoffe Du schaust morgen wieder rein in mein Lockdown-Tagebuch.

Tag 67 ( Sonntag 21.2.)

Willkommen zu meinem Tag 67 in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. An dieser Stelle berichte ich jeden Tag was ich während des Lockdowns erlebe.

Der Heutige Eintrag kommt ein wenig später wie sonst, weil ich noch bis etwa 19 Uhr zu Fuß unterwegs war. Insgesamt denke ich das ich zukünftig die täglichen Berichte erst etwa 21 Uhr veröffentlichen werde. Denn mittlerer Weile ist es viel länger hell und es kann deshalb jetzt öfters vorkommen das ich erst so spät nach hause komme.

Vielleicht denkt man das als Außenstehender nicht, aber um einen dieser Tagesberichte zu verfassen brauche ich etwa 1,5 bis zwei Stunden, je nachdem wie viele Bilder ich bearbeiten muss.

Als ich mit diesem Lockdown Tagebuch begonnen habe, wurde es um 17 Uhr schon dunkel und da war ich selten noch draußen. Heute bin ich erst um 18 Uhr in Brombach los gegangen. Ich denke derartige Ausflüge kommen jetzt dann öfters vor.

Ja ist denn schon Frühling?

Heute war es hier in Lörrach 18 Grad! Ich hatte die leichtere Übergangsjacke an, aber beim schnell gehen in der Sonne war sie mir zu warm und ich hab sie abgezogen. Die Sonne schien heute den ganzen Tag bei strahlend blauen Himmel.

Heute habe ich einen Bekannten in Brombach besucht und wir haben uns mit einer Tasse Kaffee in den Garten gesetzt und sind dort über eine Stunde in der Sonne gesessen… ohne Jacken. Hiermit ist die Gartensaison eröffnet…

das erste mal Kaffeetrinken im Garten am 21. Februar bei 18 Grad

Mein Bekannter mochte das Bild nicht, weil seine Frisur mehr als schlimm aussah… Seine Haare sind viel zu lang und dann stand ihm auch noch durch eine Windböe eine Strähne hoch. Total hässlich…

Er hat sich die Tage einen Langhaarschneider gekauft, hat ihn aber noch nicht ausprobiert. Nach diesem Bild bot ich ihm an das ich ihm die Haare damit schneiden. Vor vielen Jahren habe ich meinem Freund damals die Haare mit einem Maschinchen geschnitten, aber das ist sehr lang her. Aber viel schlimmer als vorher konnte es fast nicht aussehen.

Kurz darauf sah er wieder 20 Jahre jünger und viel seriöser aus! Er war von dem Ergebnis so begeistert das er eine Flasche Sekt auf gemacht hat. So kam es das wir mitten am Tag auf eine Frisur anstoßen… die Corona-Auswirkungen zeigen langsam eigenartige Blüten.

Was habe ich sonst noch gemacht?

Heute morgen war ich um 8:30 schon wach obwohl es gestern bei der Karaoke-Party doch etwas spät geworden war.

Am morgen habe ich mich intensivst mit schon länger geplanten Blog-posts beschäftig. Einen langen Text hab ich fast fertig gehabt, aber eine Person die ich gebeten hatte mal drüber zu gucken findet ihn zu lang und so werde ich ihn wohl in 2 oder 3 Einzeltexte zerlegen.

Dann habe ich noch ein weiteres Grafikprogramm neu installiert. Dieses Programm hatte ich bereits, aber die neue Version ist schon wieder irgendwie anders strukturiert und ich muss mich da erst wieder neu rein fuchsen.

Leider nichts genäht

Leider habe ich weil ich viel zu lange am Blog geschrieben und an dem Programm gefummelt. So blieb keine Zeit mehr zum Nähen. Ich war ja mittags nach Brombach gelaufen. Morgen will ich dann unbedingt das Päckchen mit den Herzen für die Onkomützen fertig machen und verschicken.

Schrittziel erreicht

Heute war ich in Brombach verabredet und bin hin und zurück gelaufen. Eigentlich super, könnte ich öfters machen… diese Woche kommt jetzt erst mal meine Krampfader-OP mal sehen wie schnell ich danach wieder weit laufen kann.

Tag 66 ( Samstag 20.2.)

Herzlich willkommen zu meinem sechsundsechzigsten Eintrag in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich was ich während des zweiten, harten, viel zu lange dauernden Lockdown die ganze Zeit tue.

Seit 66 tagen muss ich nicht zur Arbeit. Keine Termine, kein Stress, kein Zeitmangel,… und beinahe keine richtige Struktur. Dazu muss ich noch anmerken ich bin Single und wohne alleine. Die Grundidee hinter diesem Lockdown-Tagebuch war, mich selbst etwas zu disziplinieren etwas sinnvolles mit meiner Zeit zu machen. Ich dachte wenn ich jeden Tag berichten muss was ich gemacht habe, dann mache ich mehr. Diese Theorie ist aufgegangen und ich muss zugeben das ich mittlerer Weile echt froh drum bin.

Was habe ich heute gemacht?

Zuerst hatte ich gestern vergessen den Wecker wieder abzuschalten und so hat er mich um 7 Uhr geweckt. Das hat mich im ersten Moment etwas geärgert aber ich bin dann auf geblieben.

Am Morgen habe ich mich dann am Laptop mit der Lörracher Stadtgeschichte beschäftigt. Denn ich plane mehrere Blogartikel über Orte in Lörrach und da wollte ich besser Bescheid wissen. Echt interessant was man so alles heraus findet wenn man sich Zeit dafür nimmt. So viel Zeit wie jetzt gerade werde ich hoffentlich so schnell nicht wieder haben und deshalb möchte ich diesen Lockdown dafür nutzen neben Do-it-yourself-Anleitungen auch noch mehr Lörrach-Blogartikel für meinen Blog zu schreiben.

Einen paar interessante Informationen die ich noch verarbeiten möchte habe ich mir auf der neuen Festplatte gespeichert. Dazu brauchte ich wieder ein kleines Hilfsprogramm, das ich kürzlich schon mal installiert hatte aber durch den Tausch der Festplatte ist ja alles weg.

Weg sind auch noch ganz viele andere Programme, die zwar alle „open source“ (kostenlos) sind, aber ich musste sie alle neu suchen und installieren. Das hat heute einiges an Zeit gebraucht.

Neue alte Software installiert

Unter anderem habe ich Discord installiert. Diese Plattform ist eigentlich für Tagungen und Schulungen entwickelt und weil es so leistungsfähig ist bei Gamern sehr beliebt. Ich brauche dieses Programm heute Abend für die online Karaokeparty.

An dieser Veranstaltung die alle 14 Tage stattfindet habe ich schon mehrfach teilgenommen, und auch schon mal darüber berichtet. Unter Karaokeparty mit Jan Böske erfährst Du mehr darüber. Der Link zur heutigen Veranstaltung ist hier .Für diese Veranstaltung brauche ich auch Zoom und hoffentlich ärgert mich der Computer nicht wieder und es funktioniert das ich beides gleichzeitig auf dem Rechner mache.

Die kaputte Festplatte ist leider genau während der letzten Veranstaltung verreckt.

Selber machen ersetzt den Friseur

Dann habe ich mir die Haare gefärbt. Das ist für mich allerdings nichts neues. Seit ich etwa Mitte 30 war wurden meine Haare immer mehr grau. Schon seit Jahren färbe ich mir die Haare selber, weil es bei meiner Haarlänge beim Friseur immer horrend teuer ist. Ich bin noch nie gerne zum Friseur gegangen, ich fühle mich da immer irgendwie hilflos ausgeliefert… beinahe ähnlich wie beim Zahnarzt.

Jetzt im Lockdown hatte ich bisher nichts an der Farbe gemacht, aber nach 2 Monaten war der graue Ansatz schon sehr massiv. Und jetzt wird das Wetter wärmer und ich kann nicht mehr dauernd Mütze oder Kapuze anziehen…

Das Färben hat gut geklappt, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden und geschnitten habe ich mir die Haare dann auch noch selber.

Selfie heute Nachmittag

Dieses Bild ist jetzt nicht wirklich ideal zum Frisur zeigen. Das habe ich unterwegs an der Wiese (Fluss) gemacht. Eigentlich um zu zeigen das es heute so mild war, das ich die Jacke ausziehen konnte und im Hintergrund sitzen die Leute am Wasser.

Am Tag 49 habe ich hier auch Bilder gemacht, da wo die Personen jetzt sitzen war alles überflutet.

Frühlings Spaziergang

Heute bin ich nach dem Mittagessen alleine los gegangen. Erst mal nach Lörrach Stetten, dort über die Wiese (Fluss) und dann denn Fußweg Richtung Tüllingen.

Schon zu Anfang meines Spazierganges habe ich die Winterjacke ausgezogen und mir um den Bauch gebunden. Doch da am Berg wurde es mir dann richtig warm. Ich wollte zwar erst bis nach Obertüllingen laufen, aber dann fand ich die schmalen Wege parallel des Hangs, zwischen Schrebergärten attraktiver als weiter durch den Weinberg bergauf. Und da keiner auf mich wartet und ich niemandem versprochen hatte oben an zu kommen habe ich einfach die Richtung gewechselt. Ist ja egal wo ich laufe, Hauptsache ich laufe.

Doch dann kam ich an eine Bank, sie sah aus wie frisch aufgestellt, der Boden darunter war frisch aufgeschüttet und ordentlich her gerichtet. Auf den ersten Blick war mir nicht klar ob das jetzt öffentlich oder privat ist. Mir war nach einer Pause also setzte ich mich hin und genoss die Aussicht.

Kurz darauf kam ein Auto und hielt genau neben mir. Der ältere Mann kam direkt auf mich zu. Ich hab mich schon entschuldigt das ich auf der Bank sitze doch er meinte freundlich ich solle sitzen bleiben: „dafür habe ich sie ja gemacht“. Es war wirklich seine Bank.

„Bleiben Sie sitzen, ich mache weiter mit dem Bäume schneiden“ sagte er und holte eine Leiter aus einem Unterstand. Aber wie er die Leiter getragen hat, und wie er den Hügel runter und wieder rauf ist, ist er nicht mehr der fitteste… ich bot ihm meine Hilfe mit er Leiter an. Aber er lehnte ab.

Schließlich platzierte er die Leiter an dem Baum neben der Bank. Wieder wollte ich helfen aber er meinte „keine Angst ich mach das öfters“. Weil ich das aber nicht mit an sehen konnte wie er da hoch klettert habe ich mich freundlich verabschiedet und bin weiter.

Die Gärten am Tüllinger

Das Wetter war einfach perfekt zum Spazieren gehen und so schlenderte ich gut gelaunt durch die Gärten. Da gibt es wirklich sehr viele Schrebergärten und in mindestens jedem zweiten war jemand am werkeln oder in der Sonne sitzen. Es gibt dort Hühner und eine Voliere mit ganz vielen Kanarienvögeln. Langweilig war es jedenfalls nicht.

Irgendwann kam ich wieder an der Wiese an. Von dort aus bin ich dann zu dem Bekannten der nahe der Tümringer Brücke wohnt. Der hatte aber keine Zeit und so bin ich nur kurz zur Toilette und bin dann wieder zur Tüllingerbrücke gelaufen. Von dort mit einem Umweg nach hause und so habe ich mein

Schrittziel für heute erreicht!

Da ich mein Wortziel für heute auch erreicht habe, und noch etwas für die online-Karaokeparty heute Abend vorbereiten muss, komme ich jetzt zum Schluss.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdaszielt.blog

Tag 65 ( Freitag 19.2.)

Willkommen im Lockdown-Tagebuch zum Bericht über den Tag 65. Hier berichte ich jeden Abend was ich den Tag über in dieser eigenartigen Zeit gemacht habe.

Heute bin ich etwas spät dran mit dem schreiben, denn ich bin eben erst zuhause angekommen.

Freitags ist eigentlich der einzige Tag an dem ich meine Freundin besuche. Bis vor 3 Jahren hat sie nebenan gewohnt und wir konnten uns auch abends mal kurz besuchen. Wir gehen gemeinsam in die gleiche Gemeinde.

Heute hat sie mich gefragt ob ich irgendjemand von unserer Gemeinde seit Dezember gesehen habe… ähm… ich habe tatsächlich seit dem 16. Dezember nur 3 Personen aus unserer Gemeinde getroffen. Mit paar wenigen habe ich per Whatsapp und per E-Mail Kontakt aber das nur sporadisch. Echt traurig, wenn man bedenkt das man sonst jeden Sonntag 100-200 Leute gesehen hat und mindestens mit 10 von ihnen auch mal gesprochen hat.

Mal paar Wochen keinen sehen ist mal ganz erholsam, aber soooo lange?!

Ich habe mich gerade aufgeregt!

Seit über zwei Monaten isoliere ich mich von den Menschen, treffe pro Tag höchsten 1-2 Leute, gehe Stundenlang spazieren um Gesund zu bleiben. Achte auf meine Ernährung und tue alle um gesund und fit zu bleiben. Und als ich gerade an der S-Bahn-Station vorbei musste dachte ich ich seh nicht richtig:

Im Wartehäuschen, das eigentlich nur 4 Sitzplätze hat 15-20 Jugendliche die aufeinander saßen (zu dritt auf einem Sitzplatz) die anderen standen dicht gedrängt drum rum. Im angrenzenden Park nochmal so viele Junge Leute. Zufall?

Die Schranke war schon geschlossen, weil ich nicht warten wollte bin ich auf dem Bahnsteig zu der nächsten Schranke gelaufen, in der Zeit in der der Zug einfährt, hält und weiterfährt kann ich bis zur nächsten Schranke gehen. So kam ich an den vielen Jugendlichen Im Hüttchen und davor vorbei, immerhin hatten ein paar von ihnen Mundschutz an und drei von ihnen machten mir freundlich Platz als ich vorbei kam… ich war so etwa 20-30 Meter weg da sprangen die drei ins Gleisbett und überquerten kurz vor der Einfahrenden S-Bahn die Gleise!!!

Mutprobe oder was?!

Zufällig (?) standen an allen 4 Schranken zeitgleich mehrere Gleichaltrige. Neben zwei von ihnen musste ich auf die Öffnung warten, da habe ich deren Unterhaltung mit gehört. „War schon cool wie er das gemacht hat“ „Boah was meinst wenn was passiert wäre… was kostet wohl so ein Zug?“

Das die Jungs auf den Gleisen ihr Leben riskiert habe war gar kein Thema, stattdessen wurde diskutiert ob man behindert ist wenn man denkt so ein Zug sei nur Hundertausend wert. Wieso fragen die sich das in dem Moment? Denken die etwa so ein Zug geht kaputt wenn er über drei Halbstarke fährt?

Soo viel Blödheit auf einem Fleck!!!

Um ehrlich zu sein, ich empfinde die Dummheit von so vielen Jugendlichen als größere Bedrohung für meine persönliche Sicherheit als den Corona-Virus.

Alle reden vom Abstand halten, aber wäre diese Mutprobe schief gegangen wären mir wahrscheinlich die Leichenteile um die Ohren geflogen!

Themawechsel!

Was habe ich heute gemacht

Heute musste ich früh aufstehen. Ich hatte den Wecker gestellt denn ich sollte um 8 Uhr zur Blutabnahme beim Arzt sein. Nüchtern ohne Kaffee… ääääähmmmmm… es fiel mir wirklich schwer richtig wach zu werden. Mir fehlte mein Kaffeeritual auf der Couch einfach.

Aber ich schaffte es grad noch rechtzeitig in die Klamotten zu springen und mich auf den Weg zu machen… ich musste bissel schnell gehen… macht ja nix, bringt den Kreislauf in Schwung.

Und dann in der Praxis, nee sie sind über 40 da müssen wir zur Vorbereitung für eine OP nicht nur Blut abnehmen sondern auch ein EKG machen. Okay.

Etwas unangenehm, ich war ja nicht frisch geduscht, und jetzt Oberkörper frei machen. Ach und an die Fußgelenke müssen sie auch Kontakte anschließen? Socken runter ziehen geht aber nicht, das sind Stützstrümpfe! Also Ausziehen bis auf die Unterhose. Peinlich!

Bis alles erledigt war, war es dann schon nach neun Uhr.

Erst mal nen Kaffee

Der Backwerk Laden bietet Coffee to go an. Und ich gönnte mir einen ganz großen Becher. Blöde Idee, der war so heiß das man ihn nicht gescheit tragen kann und kühlt sehr langsam nur ab.

Da man sich in und vor dem Laden nicht aufhalten darf bin ich mit dem Becher zielstrebig zur nächsten Mauer… von da zur Nächsten… zu einem Stromkasten… ein Brückengeländer… ein weiterer Stromkasten. Man findet Abstellmöglichkeiten wenn man sie sucht.

Nach einer halben Stunde hatte ich den Becher dann leer und hab beschlossen einen gaaanz großen Umweg zu machen. Unter anderem habe ich mir die Philippe-Suchar-Str. näher angesehen und beschlossen das ich darüber demnächst was schreibe, ich denke das man da was interessantes draus machen kann.

Als ich zuhause ankam hatte ich allerdings erst 5000 Schritte. Aber der Tag war noch lang.

Nähvorhaben noch nicht erledigt

Die Schachtel mit den Stoffherzen für die Onkomützen.de ist noch nicht ganz voll. Ich hoffe das ich sie morgen fertig machen kann.

Aber ich habe wieder Handstulpen zugeschnitten und ein Paar fertig gemacht. Trotz Sonnenschein und blauen Himmel war ich weder produktiv noch konnte ich mich aufraffen raus zu gehen… Doch dann war es wohl doch für etwas gut das ich noch zuhause war, denn der Hermes Bote brachte mir ein Päckchen

Schnäppchen gemacht

Ich hatte letzte Woche bei Ebay auf ein Paar Schuhe geboten. Im Angebot stand das sie getragen seien… Ich hab sie genau angeguckt, sie sind wie neu!!! Die hatte noch niemand auf der Straße an:

schwarze Bequem-Schuhe von Hush Puppies

Die Schuhe passen, ich bin damit heute Nachmittag bis nach Stetten zu meiner Freundin und zurück gelaufen und keine Druckstelle oder irgendwas. Für diese Schuhe habe ich 8 € bezahlt !!!

Schrittziel knapp nicht erreicht

Aber ich bin dennoch ganz zufrieden. Dieses Schrittpensum werde ich die nächsten Tage noch durchziehen. Am Mittwoch werde ich an den Krampfadern operiert und kann dann vermutlich paar Tage nicht gut laufen aber danach soll ich dann wieder. Mal sehen wie das wird.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Tag 64 ( Donnerstag 18.2.)

Herzlich willkommen zum 64sten Tag in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich den ganzen Tag so tue während ich nicht Arbeiten darf.

Heute war ein milder Tag mit bedeckten Himmel. Aber nicht düster, paarmal hat die Sonne sogar hervorgeblitzt. Was meiner Stimmung und Motivation etwas zu tun sehr zuträglich war.

Ich muss zugeben das dieser Blog, also das tägliche Berichten was ich tue mich nach wie vor motiviert. Ich bin froh und dankbar das ich diese Idee begonnen habe und noch immer durchziehe.

Was habe ich heute genäht?

Heute Vormittag war ich mal wieder produktiv. Zum einen habe ich auf der Couch mit hoch gelegten Beinen mehre Herzchen gefüllt und zugenäht und auch an der Nähmaschine war ich wieder fleißig. Entstanden sind heute 3 paar Handstulpen. Diese wanderten direkt in die Tragetasche mit den zahlreichen anderen. In den kommenden Tagen werde ich mal einen ordentlichen Karton richten und anfangen sie darin zu lagern. Denn vermutlich kann ich diese Winterartikel bald „einmotten“ weil der Frühling kommt.

Auf dem Bild seht ihr zwei der entstandenen Stulpen. Beide Stoffe habe ich schon mal zu Handstulpen verarbeitet. Ich mache absichtlich aus jedem Stoff mehrere Paare weil ich ja vor habe diese Artikel irgendwann mal auf einem Hobbymarkt oder Basar anzubieten. Wenn Du welche erwerben möchtest melde Dich bei mir.

Herzen für die Onkomützen

Am Tag 61 habe ich bereits berichtet das ich für die ehrenamtlichen Onkomützen-Näherinnen spenden möchte. Ich spende kein Geld sondern kleine Stoffherzen die als kleine Aufmunterung für Krebspatientinnen dienen sollen. Gestern habe ich versprochen mal meine bisherige Produktion zu zeigen:

Meine Spende für die Onkomützen

Auf dem Bild oben seht ihr unten in der Schachtel die fertigen Herzen und oben im Korb noch die unfertigen bereits gefüllten Herzen. Diese muss ich noch von Hand zu nähen. Das erledige ich heute Abend oder morgen früh. Bis jetzt sind es etwa 40 Stück, und ich denke das in die Schachtel mit etwas zusammen drücken ca. 50 Stück passen. Wenn sie voll ist schicke ich sie los.

Die Herzen sind ganz verschieden und bunt gemischt. Man kann sie alle bei 40 Grad in der Maschine Waschen weil sie mit waschbarer Füllwatte gefüllt sind.

Jeden Tag eine „gute Tat“

Ich habe mir vor genommen jeden Tag irgendwie irgendwem zu helfen. Das ist mir ein Bedürfnis trotz oder gerade wegen „Social Distancing“. Weil ich am Tag 48 über die Sachspenden-Sammung für Rumänien geschrieben habe hat mich eine Bekannte angeschrieben das sie gerne Dinge spenden möchte aber nicht weis wie sie die Sachen, unter anderem ein Kinderwagen, dort hin bringen könnte. Sie ist selbst fast Pflegebedürftig und kann weder gut laufen noch Autofahren. Zusammen mit einer Bekannten war ich heute bei Ihr und habe die Sachen abgeholt. Sie war so schlecht drauf, das uns sogar ein Nachbar, der bereits wusste das wir kommen, öffnen musste. Ich habe zwar kurz mit ihr gesprochen aber irgendwie Tragen helfen oder so etwas war ihr nicht möglich.

Für uns war das eine Kleinigkeit, den Kinderwagen und die vollen Taschen ins Auto zu packen und schnell zum Lager zu bringen. Aber für die alte kranke Dame war es echt eine hilfreiche Erleichterung das die Sachen jetzt abgeholt sind.

Wenn Du auch Kleidung, Spielwaren oder Haushaltsgegenstände spenden möchtest und Du weißt nicht wie Du die Sachen zur Sammelstelle bringen kannst, dann darfst Du mich gerne kontaktieren.

Mein Spaziergang heute

Als mich die Bekannte wieder heim gebracht hat war es bereits 16 Uhr und ich hatte zwar was gutes getan aber bin noch nicht viel gelaufen. Also bat ich sie mich nicht nach hause zu fahren sondern „auf der Lucke“ ab zusetzten. Bei der Autobahnausfahrt Kandern, an der Kreuzung wo es nach Ötlingen ab geht hat sie mich abgesetzt. Von dort bin ich nach hause gelaufen!

da hinten ist Lörrach (Bild ist seitenverkehrt)

Auf dem Bild hab ich die Kapuze oben, weil gerade ein frischer Wind blies, aber eigentlich war es nicht sehr kalt.

Aus diesem Winkel kannte ich Lörrach noch nicht

Zum ersten Mal bin ich durch den alten Ortskern von Tumringen gelaufen und war ganz fasziniert von den vielen alten verwinkelten Häusern. Ich kannte Tumringen eigentlich nur vom durchfahren. Ich ging bewusst „spazierend“ durch die schmalen Straßen und nahm mal nicht den kürzesten Weg.

offensichtlich vermissen hier einige Anwohner die Fasnacht sehr

Ehrlich gesagt ich habs genossen mich mal einfach um zu gucken ohne jede Eile.

Unten an der Wiese angekommen nahm ich den Weg am Fluss entlang. Das Wasser ist wieder normal, doch an vielen Stellen kann man noch die Hinterlassenschaften des letzten Hochwassers erkennen. Siehe auch Tag 49.

An dem Treibholz im Baum sieht man wie hoch das Wasser war

Auf der Strecke traf ich auf eine Arbeitskollegin, wir haben uns schon sooo lange nicht mehr gesehen… logisch quasselten wir eine Weile. Aber wir trennten uns wieder weil wir unterschiedliche Richtung weiter wollten.

Ich ging bis zur Brücke Stetten (in Puncto) an der Wiese und von dort mit kleinem Umweg nach hause.

Schrittziel erreicht!

Ganz ehrlich! Gerade als ich diesen Text schreibe schaue ich auf mein Handy und es zeigt mir genau das hier an! Das ist nicht manipuliert !!!

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog ich hoffe Du schaust bald wieder bei mir rein.

Tag 63 ( Mittwoch 17.2.)

Willkommen zum dreiundsechzigsten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich im Lockdown erlebe und was mich bewegt.

Heute war ein sonniger und milder Tag der sich mehr nach Frühling als nach Winter angefühlt hat. Unglaublich… am Sonntag sind wir noch mit Stiefeln und Mütze im Schnee gestapft und heute habe ich in der Sonne einen Kaffee getrunken.

Eigentlich ist heute Aschermittwoch, davon habe ich nichts mitbekommen. Für gläubige Katholiken beginnt jetzt die Fastenzeit. Da ich evangelisch aufgewachsen bin und jetzt Mitglied einer Freikirche betrifft mich dies nicht wirklich. Bei uns in der Gemeinde gibt es keine starren Regeln wann man was darf oder nicht, denn wir glauben das sollte jeder individuell mit Gott aus machen und nicht von Menschen diktiert werden.

Fastenzeit?

Eine persönliche Fastenzeit habe ich eigentlich nur einmal gemacht, das war damals 2013 oder 14, als ich die HCG-Diät machen wollte. Da ich zum Jahreswechsel entschieden hatte abnehmen zu wollen, und ich viel zu lange gebraucht habe um endlich mit der harten Diät anzufangen nahm ich dann die Fastenzeit als Anlass. Die Diät war sehr hart, Wochenlang keine Kohlenhydrate und täglich nur etwa 500 Kalorien. Das schafft man natürlich nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel und Unterstützung. Bei mir hatte sie den gewünschten Erfolg gebracht und ich hatte 16 Kilo abgenommen! Probleme gab es nur ganz kurz während der Phase wo man langsam wieder beginnt normal zu essen… Da hatte ich paarmal Kreislaufbeschwerden, die ich aber mit einem Gummibärchen beheben konnte.

Mein Gewicht hatte ich danach ziemlich genau 2 Jahre halten können dann habe ich wieder zugenommen. Noch einmal würde ich diese Diät allerdings nicht machen. Die Nahrungsergänzungs-Sachen sind nicht billig und ohne die wäre es echt zu riskant. Außerdem ist eine so lange radikale Diät mental echt schwierig. Gerade jetzt im Lockdown habe ich für derartige Anstrengungen nicht die Kraft.

Generell denke ich aber das diese Jahreszeit, der Vorfrühling für solche Vorhaben eigentlich sehr geeignet ist. Auch kann ich es verstehen wenn Menschen aufgrund ihres Glaubens eine Zeit lang auf Genuss oder ähnliche Dinge verzichten möchten. Aber dieses Jahr ist Fasten für mich persönlich kein Thema.

Was habe ich heute gemacht?

Heute bin ich wieder gegen 8 Uhr aufgestanden und habe mich am Morgen erst mal im Wohnzimmer auf der Couch aufgehalten. Social-Media-Blog mäßig war ich heute morgen allerdings nicht so produktiv wie ich es hätte sein können. Ein Thema das mich davon abgelenkt hat ist ein Teilnehmer in der Sendung „the masked singer“… ein großer Teil meines Freundeskreises und ich meinen den Künstler schon längst erkannt zu haben.

Wenn es Dich interessiert kannst Du Dir ja selbst ein Bild davon machen wer wohl unter der Maske der Schildkröte steckt.

Folglich habe ich heute Vormittag nicht so viele Herzchen genäht wie ich mir das vorgenommen habe. Ich muss also heute Abend vor dem TV ein paar mehr schaffen. Ein Foto mir der gefüllten Schachtel gibt’s dann morgen. Versprochen!

Mehrere Verabredungen geplatzt

Heute Mittag hätte ich eigentlich sogar mehrere Verabredungen gehabt. Eine Freundin wollte mich und eine weitere Freundin zum Essen einladen. Sie hatte sogar schon erzählt was sie für und kochen will… Leider hat sie schon vor paar Tagen wieder abgesagt. Ich vermute mal das ihre Tochter oder eine andere Bezugsperson ihr davon abgeraten hat. Weil sie über 70 ist und das doch so gefährlich wäre zwei Personen aus zwei anderen Haushalten einzuladen… Corona-Panik halt. Fakt ist, wir wissen alle drei nicht richtig ob man so etwas jetzt darf oder nicht.

Eine Bekannte hatte mich gefragt ob ich ihr beim Möbel leer räumen helfen könnte… sie bekommt eine neue Einbauküche und deshalb muss alles aus den Schränken raus. Da mein Essen geplatzt ist hab ich zugesagt. Leider musste auch sie das Vorhaben absagen, weil sie eine Autopanne hatte und deshalb zeitlich nicht dazu kommt… Schade ich hatte mich schon auf ein paar Stunden etwas anderes tun gefreut.

Stattdessen bin ich dann alleine los zu meinem heutigen

Spaziergang

Ich war etwas enttäuscht und deshalb fiel es mir etwas schwer mich aufzuraffen. Ich wusste wiedermal nicht wohin ich gehen sollte. Also bin ich ähnlich wie am Tag 28 in Richtung DHBW gelaufen. Diesmal aber zuerst gezielt über das Hochschulgelände um bei dem Parkplatz in den Wald zu kommen.

Impression von der ungewöhnlichen Architektur eines der DHBW-Gebäude

Im Wald war es herrlich! Auch wenn man die nahe Autobahn hören kann… herrscht dort eine gar andere Stimmung. Kaum zu glauben das zwischen den beiden Bildern gerade mal 200 Schritte liegen.

Im Wald bin ich ein paar Trampelpfaden gefolgt mal dahin und mal dorthin. Und einmal ging’s auch nicht mehr weiter. Was nicht schlimm war, bin ich halt wieder zurück gelaufen. Wichtig war ja nicht wo ich hin geh sondern: „unterwegs ist das ziel“. Mein Ziel war meine Beine zu bewegen… das kann man auf unebenen Waldwegen besonders gut.

Irgendwann mal kam ich unten bei der Homburg-Siedlung wieder raus. Mittlerer Weile war es mir so warm das ich am liebsten die Jacke ausgezogen hätte… Da in der Nähe wohnt eine Bekannte die ich schon länger nicht mehr gesehen habe… ich schrieb sie spontan über den FB Messenger an, aber sie reagierte nicht weil sie die Nachricht gar nicht gesehen hat. Also klingelte ich auf Verdacht bei ihr. Und es rief von innen „Uschi ich komm gleich!“. Sie hatte mich durchs Fenster schon kommen sehen.

Sie ist Corona-mäßig sehr sehr vorsichtig, da sie ihre Krebskranke Mutter pflegt. Deshalb war mir gleich klar das sich unser Treffen im Garten abspielen würde. Sie holte aus dem Gartenhäuschen zwei Stühle vor und wir setzten uns (mit Abstand) in die Sonne. Ihre Mutter kam heraus und stellte die beste Frage: „Wollt ihr einen Kaffee?“. Klar wollten wir, dann gab es sogar noch Kekse dazu.

Wir saßen zu Dritt heute am 17. Februar mit offenen Jacken kaffeetrinkend in der Sonne und haben es genossen! Am Sonntag hab ich noch Schneebilder gezeigt…

Arztbesuch

Die gemütliche Kaffeerunde musste ich aber verlassen weil ich noch einen Arzttermin hatte. Eigentlich bin ich viel zu spät von dort los gelaufen und hatte schon Bedenken das ich zu spät komme. Beim schnellen laufen wurde es mir richtig warm. Also zog ich die Winterjacke aus und band sie mir um den Bauch.

Beim Arzt war alles okay, ich musste mich nur checken lassen als Vorbereitung für die OP nächste Woche. Alles in Ordnung. Mein Blutdruck ist übrigens nach so einem 7km Spaziergang perfekt.

Schrittziel erreicht

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Tag 62 ( Dienstag 16.2.)

Willkommen in meinem 62sten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich jeden Tag was ich so mache in dieser Zeit in der ich nicht arbeiten darf.

Vom heutigen Faschingsdienstag habe ich exakt gar nicht mit bekommen. Irgendwo am Wegrand war mal eine Hand voll Konfetti, aber Narren habe ich keine gesehen.

Was habe ich heute gemacht

Aufgestanden bin ich gegen acht Uhr, wach geworden bin ich weil ich gestern vergessen hatte mein Handy auf stumm zu machen und so ab halb acht kamen mehrere Whatsapp-Nachrichten rein und meine Handy piepste mehrmals.

Ich habe mein Handy aber in der Regel nicht bei mir am Bett sondern im Wohnzimmer. Dort höre ich es aber auch nach einer Weile.

Nur wenn ich auf Reisen bin und in einem fremden Bett schlafe, habe ich das Handy gerne bei mir. Zum einen, weil ich dann jederzeit weis, wie spät es ist und weil ich es notfalls als Taschenlampe nutzen kann, wenn ich mal aufstehen muss. Zu Hause liegt es nachts immer am gleichen Ort, wo es auch geladen wird.

Herzchen Nähen für die Onkomützen

Wie ich gestern und vorgestern schon erwähnt habe, nähe ich momentan kleine Stoffherzen für die Gruppe Onkomützen.de. Diese etwa 10x8cm großen Herzchen fertige ich nach einem selbst gemachten Schnittmuster. Wenn Du dem Link folgst, dort siehst zu zwei Größen, davon fertige ich diese Woche ganz viele kleine.

Die letzten zwei Tage habe ich schon Fotos von den fertigen Herzen gezeigt, aber die waren alle sehr grau lastig. Das kommt daher das ich für die Herzen vor allem die Masken-Zuschnitte die ich kürzlich von einer Bekannten bekommen habe verwende. Und ich habe mit einem Stapel graue Zuschnitte begonnen. Heute war aber endlich mal anderer Stoff dran.

Hier habe ich einen bunten Gardinen Stoff verarbeitet

Diesen Bunten Gardinenstoff hatte ich schon paar Jahre im Schrank liegen und ich dachte er wäre vielleicht ganz hübsch für die Herzen. Durch das große farbenfrohe Muster werden die Herzen sehr verschieden. Allerdings habe ich heute fest gestellt das er nicht so einfach zu verarbeiten ist. Dieser Stoff neigt extrem zum ausfransen und deshalb ist das von Hand zu nähen nicht leicht. Um ein ausreißen der Naht zu verhindern muss ich viel gröbere Stiche machen und das sieht man dann leider.

Aber ich habe mir vorgenommen trotzdem alle vorbereiteten Herzen fertig zu stellen, dauert halt ein bisschen länger und sieht nicht absolut korrekt aus. Aber ich denke normale Leute, die ein Päckchen mit einer Mütze bekommen, schauen eine kleine Zugabe nicht so sehr kritisch an.

diese Herzen sind heute Vormittag fertig geworden. Heute Abend nachdem dieser Blogpost veröffentlicht ist werde ich noch paar weitere fertig machen.

Verabredung zum Spaziergang in Weil am Rhein

Heute Nachmittag war ich mit einer Bekannten aus Weil am Rhein verabredet. Sie hat mich am Bahnhof in Weil abgeholt, wo ich mit der S-Bahn hin gefahren bin.

Von der Tram-Brücke über dem Bahnhof sind wir gleich los gelaufen in Richtung Friedlingen. Dort sind wir dann an der Kreuzung wo neulich ein Radfahrer unter die Tram gekommen ist und und tödlich verunglückt ist, sind wir dann rechts abgebogen. Jetzt wo ich die Unfallstelle kenne ist es mir noch unklarer wie der Radfahrer die Straßenbahn nicht bemerkt haben kann. Zumal da eine Ampel ist. Also ich denke mir das der 79 jährige Radfahrer nicht mehr ganz verkehrstauglich (Medikament, Alkohol oder Demenz) war, oder sich evtl umbringen wollte. Anders kann ich mir das an der übersichtlichen Kreuzung nicht erklären.

Von dort sind wir dann zwischen Autobahnzoll und Bahnlinie Richtung „Krebsbachtal“. Das Krebsbachtal ist seit 1990 Naturschutzgebiet und obwohl ich viele Jahre ganz in der Nähe gewohnt habe wusste ich davon bisher nichts.

Naturschutzgebiet Krebsbachtal

Der Wald am Krebsbach kam mir fast unwirklich vor. Hier hätte ich mit so einer Wildnis nicht gerechnet. Unwirklich war aber auch das Wetter. bei 10-12 Grad plus waren uns unsere Winterjacken fast zu warm. Mütze und Handschuhe habe ich heute nicht gebraucht.

Gestern bin ich noch durch den Schnee gestapft und heute das hier:

Am Wegrand in der Nähe von Haltingen ein Krokus

Am Wegrand plötzlich brühende Krokusse und vereinzelte Schneeglöckchen. Der Frühling kommt mit riesigen Schritten!

Was ich aber auch noch nicht kannte ist die neue Umgehungsstraße zwischen Haltingen und Weil am Rhein. Als ich noch in Eimeldingen gewohnt habe, habe ich die Jahrelange Diskussion darüber mit bekommen, aber mir war weder klar wo sie lang führen würde, noch das ist mittlerer Weile fertig gestellt ist.

Die neue Umgehungsstraße

Meine Begleitung führte mich von einem Feldweg westlich von Haltingen an einen Kreisverkehr den ich noch nie gesehen hatte. Hä? Ich habe 16 Jahre lang nur etwa 5km von dort gewohnt und bin hier sehr oft mit dem Auto vorbei gefahren…

Wir gingen einen Fußweg an einer viel befahrenen Straße entlang. Zeitweise rechts und links frisch begrünter „Schallschutzwall“ so das man die nahen Weinberge und die Dörfer nicht mehr sehen konnte…

Ich kam mir vor wie in einer völlig fremden Gegend… einzig der Blauen (für die Ortsfremden, ja der Berg heißt wirklich der Blauen, das ist kein Tippfehler) am Horizont verrät mir das ich in meiner ehemaligen Heimat bin. Zwischen Weil, Haltingen und Eimeldingen.

völlig neue Landschaft

Wir kamen auf dem Weg auch am ehemaligen Kieswerk vorbei. Früher als ich hier regelmäßig vorbei kam, was das ein schroffer hässlicher Einschnitt in der Landschaft… Nun wird das Gelände gerade „renaturiert“ und beinahe erkennt man nur noch an einem noch da stehenden Bagger was hier mal war.

Unglaublich wie viel sich dort seit ich nicht mehr in Eimeldingen wohne verändert hat.

Zurück sind wir dann durch Haltingen und dort haben wir sogar noch in einem Bauernladen Lebensmittel eingekauft und dann sind wir dem Fahrradweg entlang zurück nach Weil. Am Bahnhof habe ich dann wieder die S-Bahn nach Lörrach genommen.

Schrittziel erreicht

Dank meiner netten und ortskundigen Begleitung sind wir zusammen eine ordentliche weite Runde gegangen. Vielen herzlichen Dank dafür und sich freue mich schon auf unseren nächsten gemeinsamen Ausflug.

Ich habe nicht nur mein Schrittziel 10 000 Schritte erreicht sondern auch endlich mal wieder mehr wie 10 Km.

Vielen herzlichen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog. Ich hoffe ich darf Dich morgen wieder in meinem Lockdown-Tagebuch begrüßen.

Tag 61 ( Rosenmontag 15.2.)

Narri Narro, Helau und Alaaf… willkommen in meinem einundsechzigsten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich in der Zeit des Lockdowns erlebe.

Heute wäre eigentlich Rosenmontag. Im Rheinland und in vielen anderen Karnevals Hochburgen beinahe ein Feiertag doch bei uns hier in Lörrach ist er nicht sehr bedeutungsvoll. Traditionell gibt es in Lörrach keinen Rosenmontags Umzug. Hier ist es eher der Sonntag und der Dienstag wo in der Stadt viel los ist.

Ich erinnere mich noch ganz früher, da hatten wir Rosenmontag Nachmittag geschlossen. Weil die Zentrale im Rheinland war und dort ging am Rosenmontag gar nichts. Das wurde allerdings schon in den 90ern geändert. In der nahen Schweiz findet deren Fasnacht eine Woche später statt. Aber trotzdem war dieser Tag meistens sehr wenig los.

Ich hatte mich eigentlich auf den Arbeitstag heute gefreut

Heute ist nun schon das zweite Datum verstrichen an dem wir gehofft hatten das wir uns als Arbeitskollegen wieder sehen… Erst hatten wir auf den 11. Januar gehofft, dann auf den 15. Februar und jetzt trauen wir uns nicht auf den 7. März zu hoffen.

Was habe ich heute besonderes erlebt?

Ja ich hab was neues erlebt. Ich habe einen Paypal-Moneypool „abgeschlossen“. Ich denke mal das muss ich erklären was das ist.

Der eine oder andere von Euch kennt vielleicht Paypal als Zahlungsmittel im Internet. Das gibt es schon viele Jahre und es ist meiner Meinung nach auch einer der seriösesten Zahlungsanbieter dieser Art. Ich habe mir meinen Paypal-Account schon vor über 20 Jahren angelegt und damit schon viele Käufe und Verkäufe vor allem über Ebay abgewickelt.

Paypal bietet im „Moneypools“ die Möglichkeit das man damit bargeldlos Geld zusammenlegen kann. Das ist zum Beispiel gedacht wenn man als Gruppe Essen geht und einer bezahlt die Rechnung für alle und die anderen senden ihm dann das Geld per Paypal.

In meinem Freundeskreis wollten wir für eine Freundin zusammen legen. Sie hat schon zwei Katzen auf mysteriöse Weise verloren. Um ihr zukünftiges Leid mit dem neuen jungen Kater „Antonio“ zu ersparen wollten wir gemeinsam ein GPS-Halsband für den Kater finanzieren. Lange wurde überlegt wie wir das organisieren können, denn wir wohnen alle sehr weit auseinander. Da habe ich den Vorschlag mit Moneypools gemacht.

Da ich die meiste Erfahrung mit Paypal hatte sollte ich das auch einrichten und organisieren. Habe ich gemacht und am Tag 21 darüber hier geschrieben. Gestern war nun der Sammelzeitraum abgelaufen und ich habe diesen Pool wieder aufgelöst. Wir haben 605,-€ gesammelt!

Das Halsband mit der Ladestation, sowie ein 2 Jahres Vertrag für den GPS-Tacker kosten 389,- € und den Restbetrag bekommt die Katzenmama für Tierarzt und ähnliches. Der Kater Antonio ist also bestens versorgt. Wir haben uns für dieses recht hochwertige Modell entschieden, weil eine von uns bereits Erfahrungen damit gemacht hat. Heute Vormittag habe ich den Pet Tracer bestellt und die nächsten Tage wird dann die Ware direkt dort hin geliefert.

Die Auflösung des Pools und Umbuchung auf mein persönliches Paypal-Konto hat innerhalb Sekunden funktioniert. Mit dem Guthaben habe ich den Kauf bereits bezahlt.

Herzen Nähen für die Onkomützen

Unter Onkomützen.de haben sich zahlreiche Ehrenamtliche Zusammengeschlossen um Mützen aller Art für Krebskranke, die durch die Chemotherapie die Haare verloren haben, herstellen.

Die Gruppe ist ziemlich gut organisiert. Interessierte Patienten können sich bei der Gruppe Mützen aussuchen oder auch gezielt nach Maß bestellen und erhalten diese kostenlos. Finanziert wird alles aus Spenden.

Wenn eine Patientin ihre Mützen bekommt, liegt auch oft noch ein kleines Geschenk bei. Eine der Mützen-Näherinnen hat mich gefragt ob ich bereit wäre kleine Herzen für diesen Zweck zu nähen und ich habe zugesagt.

das sind die Herzen die heute Vormittag fertig geworden sind

Mein Vorhaben jeden Tag 10 Stück fertig zu stellen hab ich noch nicht ganz erfüllt. Aber ich werde mich heute Abend vor dem TV wieder über die Herzchen her machen…

Auch sind die Herzen heute noch farblich sehr ähnlich wie die von gestern. Morgen gibt’s andere Stoffe… zugeschnitten sind sie schon.

Mein Outfit heute:

mein Waldwander-Outfit… Winterjacke, Stiefel und immer mit Mütze

Mein Spaziergang heute:

Heute Mittag hatte ich mich mit einer Chor-Kollegin zum laufen verabredet. Zuerst wollten wie auf den Tüllinger wandern. Doch dann hat sie entdeckt das eine unserer Chor-Seniorinnen heute Geburtstag hat und deshalb haben wir unsere Pläne geändert und sind wieder zusammen zum Salzert gelaufen. Leider haben wir das Geburtstagskind nicht antreffen können, da diese seit kurzen eine Senioren-Tagesstätte besucht. Wir konnten jedoch mit ihrer Betreuung sprechen und die Blumen übergeben. Wenigstens konnten wir zwei andere Chor-Seniorinnen kurz an der Haustüre besuchen und ihnen damit eine keine Freude machen.

Danach sind wir wieder zurück nach Lörrach Stetten und dann zu mir gelaufen. Somit habe ich heute mein

Schrittziel erreicht !

Heute ging es durch den Wald wo zum Großteil noch Schnee lang. Es sind zwar keine 10 km aber dafür bergauf und bergab. Ich strenge mich an, das ich morgen endlich mal über 10 km packe.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf Unterwegsistdasziel.blog ich hoffe wir sehen uns hier bald wieder im Lockdown-Tagebuch.