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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Lockdown-Tagebuch, Tag 6

Heut ist der 22.12.2020 und der 6. Tag im sogenannten „harten Lockdown“. Mein Arbeitsplatz ist geschlossen und ich habe somit „Zwangsurlaub“ nur das sich Kurzarbeit Null nicht wirklich wie Urlaub anfühlt. Dennoch versuche ich aus der Situation das beste zu machen. Beim ersten Shut down im März und April diesen Jahres war mir das nicht so gut gelungen und deshalb möchte ich mich diesmal durch die tägliche Berichterstattung hier selber motivieren.

Seit sechs Tagen läuft dieses Experiment und ich denke das es echt etwas bringt. Und selbst wenn ich dadurch nur eine bessere Schreibroutine bekomme.

Apropos Schreib-Routine. Falls ihr in diesen Texten Schreibfehler findet die sich ständig wiederholen. Das kann leider sehr gut sein. Dieser Rechner auf dem ich Schreibe hat eine Schweizer Tastatur. Das bedeutet es gibt kein „Scharf-ess“ und ä,ö,ü kann man nicht gross schreiben, weil die Tasten mit è,é und à belegt sind. Sicher kann man das irgendwie umstellen… aber das ist mir im Moment dann doch etwas zuviel.

Wie ich in meinem Text von gestern berichtet habe, nutze ich seit wenigen Tagen ein ganz neues Betriebssystem und da gibt es noch soo viel anderes an das ich mich gewöhnen muss.

Aber diese Herausforderungen tun mir gut, dadurch wird mir nicht langweilig, denn das möchte ich unbedingt verhindern.

Was habe ich heute gemacht?

Am PC habe ich heute noch nix gemacht. Auch habe ich den Fehler den ich gestern durch eine änderung in den WordPress Plugins verursacht habe noch nicht beheben können. Ich hatte ein neues Plugin installiert weil ich hoffte damit alles etwas mehr zu Automatisieren, aber nun bekomme ich eine Fehlermeldung, das eine gewisse Verbindung nicht mehr da sei, dabei war ich der Meinung das neue Teil macht genau das… ich muss mich da nochmal mit mehr Zeit und Konzentration dahinter klemmen. So ganz steig ich noch nicht durch.

Heute morgen war meine Wecker auf 4 Uhr gestellt, eigenartigerweise war ich genau 10 Minuten früher von alleine wach. Logisch bin ich dann gleich aufgestanden, denn ich weis das wenn ich um so eine Zeit nochmal einschlafe dann verpenne ich oder bin den halben Tag ein Zombie.

Heute morgen war ich kein Zombie, ich kam gut „raus“ und war auch rechtzeitig unten beim Fahrrad… aber ich war etwas irritiert. Es war so komisch warm… Ich hatte mich angezogen für Radfahren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und es war um 4:45 Uhr schon 12-15 Grad. Eigenartiges Wetter.

Heute durfte ich bei meinem Nebenjob in einem Bäckerladen von 5-12:30 Uhr arbeiten. Ich habe zu meinen geplanten 3 Stunden bis 8 Uhr die Schicht einer Kollegin übernommen, weil ihr Kind krank ist. Im Gegenzug dazu habe ich morgen frei.

Das Arbeiten war heute chillig, um nicht zu sagen zeitweise etwas langweilig, denn es war sehr wenig los. Kein Wunder wer kauft mitten im Lockdown, 2 Tage vor Weihnachten Brötchen.

Aber etwas schockiert hat mich eine dumme Frage einer Kundin. Also sie war nett und höflich und hat mich gefragt ob sie ihr Auto kurz vor dem Laden auf dem Parkplatz stehen lassen könne. Offensichtlich hat sie genau dafür schon mal ärger bekommen. Ich meinte „ja klar, das ist heute kein Problem, es ist ja eh nix los“ sie fragte wörtlich „Wieso? Gibt es dafür einen Grund?“ !!! Ich: „wegen dem Shut-Down ist kaum jemand unterwegs, es ist ja alles zu“. Und sie erwiederte : „echt ist das so? das ist völlig an mir vorbei gegangen. Ich bin gerade mit meiner 91 jährigen Tante auf dem Weg zum Arzt und wir wollten danach vielleicht noch in die Stadt“

Hallo !!! Von welchem Planteten kommt die Frau? Um Menschen wie ihre 91 jährige Tante zu schützen, deswegen machen wir das Ganze. Fahren die Wirtschaft herunter und hocken alle Wochenlang zuhause… und sie will das gar nicht mitbekommen haben?! Sorry für den kleinen Aufregeger. Themawechsel:

Zurück zuhause hab ich erst mal etwas ausgeruht und danach habe ich es wirklich geschafft mich aufzuraffen. Ich hatte mich gestern nicht getraut es anzukündigen, weil ich nicht sicher war ob ich es wirklich tue.

Ich habe Weihnachtsplätzchen gebacken!

Ich bin etwas Weihnachtmuffel und die Weihnachtsbäckerei war viele Jahre etwas worum ich mich lieber gedrückt habe. Bis vor 2 Jahren als ich im November und Dezember krank geschrieben war, weil ich den Mittelfussknochen gebrochen hatte. Im Dezember war ich so weit wieder hergestellt das ich eine Wiedereingliederung machen konnte und ich suchte Tätigkeiten bei denen man das längere Stehen trainiert. So hab ich das Plätzchenbacken für mich wieder entdeckt.

Letztes Jahr hatte ich wie befürchtet keine Zeit dazu. Doch dieses Jahr hab ich ja mal wieder viel zu viel Zeit. Außerdem hat sich meine Mutter das „durch die Blume“ von mir zu Weihnachten gewünscht.

Noch sehr unschlüssig welche Plätzchen-Sorte ich denn nun wirklich mache hab ich erst mal alle Backzutaten und Backutensilien vor geholt und dabei festgestellt das ich während des ersten Shut down zwar alle Schrankfächer in der Küche ausgeräumt und geputzt hatte, aber wohl nicht das mit den Back-Sachen… mea culpa…

Also wurde erst mal ausgeräumt und geputzt und intensiv gesichtet was ich denn da noch alles hab. Aber denkt jetzt nicht das alles lag noch rum, da sind auch die Backzutaten die ich die letzten Tage gekauft habe dabei:

kaum ist der Tisch nicht mehr mit den Nähsachen belegt, ist er voller Backzutaten

Rechts unten im Bild sehr ihr eine Ecke von dem alten Laptop, dieser war nur da damit ich nach einem geeigneten Rezept bei Chefkoch.de suchen konnte. Denn ich besitze kein Backbuch weil ich damit echt nix am Hut hab.

Nachdem ich paar Rezepte durchgelesen habe bin ich dann doch wieder bei den klassischen Mürbeteig Plätzchen gelandet. Nüsse, Mandeln und Kokosraspeln blieben noch zu… es mussten erst mal klassische „Ausstecherle“ her, denn diese sind für mich das klassische Weihnachtsgebäck schlechthin.

Hier ein Bild vom Backen, das fertige Endergebnis zeige ich Euch vielleicht morgen denn jetzt ist es schon dunkel.

Es ist dann letztlich doch mehr Zeit dafür drauf gegangen als ich erwartet hatte. Aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Von den Plätzchen von heute habe ich keine guten Fotos gemacht, aber hier sind ein paar ältere aus meinem Archiv:

Dieses Bild ist schon 2 Jahre alt, doch ich hab genau diese Sorte heute wieder gebacken. Mürbeteig Plätzchen
irgendwie hatte ich damals so Freude daran das ich ganz viele Bilder gemacht hab

Mal sehen vielleicht Backe ich morgen mehr und mach dabei ein paar Bilder für Euch.

Ich würde mich sehr freuen wenn Du morgen wieder rein schaust in mein Lockdown-Tagebuch.

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Allgemein Gedanken Lockdown-Tagebuch

Lockdown-Tagebuch, Tag 5

Heute ist der 21.12.2020, der fünfte Tag in meinem Lockdown-Tagebuch. In diesem Tagebuch möchte ich Euch täglich berichten was ich so mache während ich wegen „Der Massnahmen zur Eindämmung…“ blabla ihr wisst schon! Schon das zweite mal in diesem Jahr geniesse ich unfreiwillig einen Zwangsurlaub und daich beim ersten Shut-Down nach einer Weile in eine echt miese und antrieblose Stimmung geraten bin versuche ich das diesmal durch diese Berichterstattung zu verhindern.

Wenn Du hier neu dazu gekommen bist kannst Du gerne die ersten Tage hier nach lesen.

Langsam beginnt dieses Experiment mit dem täglichen Berichten zu gefallen. Es setzt mich zwar auch ein wenig unter Druck, irgendwas berichtenswertes den Tag über zu tun, aber mir kommen immer mehr Ideen was und wie ich über alltägliche Dinge berichten könnte.

Heute morgen war ich früh auf

Heute morgen bin ich schon um 5 Uhr ohne Wecker aufgewacht und ich hab mich dann auch gleich dazu entschlossen aufzustehen, denn morgen früh darf ich bei meinem Nebenjob aushelfen und da muss ich um 4 aufstehen… da ist das ganz gut wenn ich halbwegs im Rhythmus bin.

Recht früh habe ich mich an den neuen Laptop gesetzt, ich nenne ich neu, denn ich benutze ihn erst seit einigen Tagen. Es ist ein älteres Gerät (von 2012) das ich geschenkt bekommen habe!

Ja das gibt es wirklich!

In einer Facebookgruppe in der es eigentlich um Handarbeiten geht, hat jemand vorgeschlagen das wir zur Weihnachtszeit uns doch gegenseitig eine Freude machen können indem wir weiter geben was wir nicht mehr benötigen. Ich denke der Initiator dachte dabei vorallem an Materialien und Nähzubehör. Es wurde ein Aufruf gemacht das jeder der irgendwas braucht dies einfach hin schreibt und wer dieses abgeben kann und will meldet sich bei der Person.

Handarbeitsmaterialien habe ich zu Hauf! Ich sitze ja förmlich an der Quelle (beruflich). Aber in dem Moment hatte ich mich gerade über meinen alten Laptop bei dem nun die Tastatur komplett kaputt ist geärgert und deshalb schrieb ich: „Ich suche einen Laptop, egal wie Alt hauptsache Internetfähig“… Es meldete sich eine Dame und meinte „ich hab hier einen den kannst Du haben“ er hatte eine eigentartige Windowsversion drauf, die noch auf die Vorherige Besitzerin angemeldet war… Ich wollte klar Schiff haben und hab deshalb einen Bekannten gebeten ob er mir ein neues Betriebsystem drauf spielen kann.

Ja konnte er, aber er hält nicht viel von Windows, ich solle doch lieber auf Linux umsteigen. Oh Hilfe nein, das kenne ich nicht, da komme ich garantiert nicht klar… dachte ich.

Dieser Bekannte hat mir das Betriebsystem Ubuntu aufgespielt, davon hatte ich vorher noch nie gehört und ich hatte grosse Bedenken ob ich mir einem mir völlig fremden Betriebsystem klar kommen würde. Der Bekannte hat mir extra via Zoom eine Schulung geben wollen, damit ich klar komme.

Nach wenigen Minuten Eingewöhnung kam ich klar! Die Icons sind alle wo anders als bei Windows und viele Sachen heissen anders, aber es ist extrem leicht und intuitiv zu bedienen.

Heute morgen hatte ich mich nach einem Programm auf die Suche gemacht mit dem ich Blogposts vorbereiten kann. Also irgendwas ähnliches wie zum Beispiel Evernote (für Windows und Android) sowas gibt es auch unter Ubuntu, nur heisst es irgendwie anders. Heute morgen hab ich dann gleich mehere solcher Add-ons ausprobiert. Das installieren und deinstallieren ist bei Ubuntu extrem einfach. Aber welches der vielen angebotenen Programme ist nun das richtige für mich?

So gingen ein paar Stunden rum und ich fand „Körbe“. Ja richtig gelesen, das Programm in deutsch hat einen deutschen Namen mit sogar einem Umlaut im Namen und die einzelnen Notizen die man in den Körben sammeln und sortieren kann heissen „Zettel“. Einfacher und logischer geht es fast nicht.

Als ich genug hatte vom am Schreibtisch sitzen bin ich rüber in die Küche, wo mein Esstisch seit März fast permanent mein „Nähzimmer“ ist. Heute habe ich keine Handstulpen genäht sondern begonnen das Nähzeug und die Stoffe die ich in diesem Shut-Down verarbeiten möchte zu sortieren und weg zu räumen. Denn an Weihnachten kommen meine Mutter und meine Schwester zu Besuch da brauche ich den Tisch.

Neben dem Tisch hatte ich eine kleine Box in die ich alle Packungen von Gummibändern die ich zu Masken verarbeitet habe gesammelt, und auch später hab ich alle leeren Fadenrollen auch einfach dazu.

zwar wusste ich das ich dieses Jahr viel genäht habe… aber soooo viel !!!

Und wieder ein langer Spaziergang

Nach dem Mittagessen das aus dem Rest vom gestrigen Gemüseeintopf bestand bin ich wieder raus um einen ausgedehnten Spaziergang zu machen.

Ich bin wieder zu den Treppen am Hühnerberg gegangen weil ich wie versprochen die Stufen zählen wollte. Zu meiner überraschung musste ich feststelle das es sogar mehrere dieser Treppen gibt.

Wenn Du also gezielt deine Beinmuskulatur beim Treppensteigen trainieren willst rate ich Dir zu einem Spaziergang vom Ufhabiweg oder dem Scherrbrunnenweg den Berg hoch. Das sind so viele Treppen da kann man eine Runde gehen.

Ich kam vom Scherbrunnenweg, wie Gestern schon. Zuerst ist nur eine kurze Treppe mit 33 Stufen, auf der anderen Strassensteite der Holzgasse folgt dann die lange Treppe mit 92 Stufen. Und die bin ich gleich dreimal gelaufen!

Kreislauftraining auf 92 Stufen

Mitten auf der Treppe kurz vor dem Ende lag ein groser Karton, ein Aufgerissenes Paket von einem Paketdient und der Inhalt lag daneben.

Da kann doch irgendwas nicht stimmen, entweder hat der Paketbote die Schachtel von oben runter geschmissen oder das Paket wurde geklaut. Ich drehte das Teil um und es war klar zu erkennen das jemand es hastig und unsachgemäs an einer Seite geöffnet hat. Die Adresse war vollständig. Ein kurzer Blick in Google Maps und ich sah das es nur 70 Meter entfernt ist… am unteren Ende der Treppe…

Die herausgerissene Ware war ein kleines Holzregal, es sah noch vollständig und heil aus. Also nahm ich alles und ging zu der Adresse.

Eine freudig überraschte junge Frau öffnete die Türe und erkannte sofort das Paket. Sie erzählte mir das das Paket geklaut wurde, sie konnten den Dieb auf der Kameraüberwachung sehen! Allerdings hat sie nicht damit gerechnet das er das Teil so nah zurück lässt. Sie bedankte sich und ich ging weiter.

Dann bin ich die Treppe wieder hoch, oben war ich dann erst mal etwas atemlos und hab mich kurz auf eine Bank gesetzt. Ab da bin ich dann den Strassen entlang hoch gelaufen, ich mochte keine Treppen mehr.

Ganz oben am Waldrand hab ich eine kleine Pause gemacht, diesmal hatte ich etwas Wasser zu trinken und eine kleine Tüte Weihnachtsgebäck dabei. Weihnachtsplätzchen im Freien mit Aussicht auf Lörrach schmecken besonders gut!

Hinunter bin ich diesmal einen anderen Weg, also eine Treppe die parallel verläuft. Zu meiner Verwunderung kam mir ein Jogger entgegen, der die Treppen hoch joggte… der Mann war mindestens 10 Jahre älter als ich. Hut ab vor soviel Fittness.

Die Beiden Treppen haben 77 und 78 Stufen !!!

offensichtlich sind diese Treppen als Trainingsstrecke bleliebt

So, morgen werde ich garantiert nicht über Treppen berichten. Morgen darf ich ein paar Stunden meinen Nebenjob machen. Danach hab ich dann vermutlich keine Lust zum Spazieren gehen. Mal sehen was ich Euch morgen berichte.

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Allgemein Gedanken Lockdown-Tagebuch

Lockdown-Tagebuch, Tag 4

Heute ist der 20.12. der Vierte Advent. Und für mich erst der vierte Tag in dem ungeliebten Zwangsurlaub. Meine Theorie das ich mich, durch diese täglichen Berichte hier im Lockdown-Tagebuch, besser motiviere meine freie Zeit dennoch sinnvoll einzusetzen ,scheint zu funktionieren.

Heute war ein besserer Tag als gestern. Ich hing kaum durch. Angesport durch den fast permanenten Gedanken „heute Abend muss ich berichten was ich heute gemacht habe“, hab ich auch einiges wirklich gemacht.

Heute ist Sonntag, der vierte Advent! Gottesdienste dürfen momentan nicht stattfinden und auf den Zoom-Gottesdient zum Thema Advent hatte ich keinen Nerf. Ich hab schon so viele Advent Predigten gehört, und irgendwie ist es jedes Jahr das selbe… Ausserdem stört es mich etwas das um Weihnachten mehr Tamtam gemacht wird als um Ostern. Okay es war ein Geschenk von Gott das Jesus geboren wurde, aber das weit wichtigere war doch seine Wiederaufstehung.

Deshalb habe ich mir heute einfach eine andere Predigt zu einem neutralen Thema angehört. überhaupt ist es in unserer Zeit extrem einfach an gute Predigten zu kommen, solch einen Luxus hatten andere Generationen nicht.

Das Thema der Predigt ging unter anderem darum das man sich nicht zu sehr über das was man tut deffinieren sollte und lieber Gott fragen soll ob man nicht vielleicht besser „einen Gang zurück schaltet“ und Gott wirken lässt. Das hat mich sehr nachdenklich gemacht, gerade im Zusammenhang mit diesem Lockdown-Tagebuch. An diesem Gedanken werde ich wohl noch ein paar Tage „kauen“.

Was habe ich heute gemacht?

Ich bin heute schon um 6:30 Uhr aufgestanden, den Wecker hatte ich mir nicht gestellt, ich bin von alleine wach geworden. Wenn ich mal wach bin steh ich auch auf. Kaffeemachen, Tabletten nehmen und dann erst mal mit Handy und Kaffee auf die Couch, so beginnt bei mir jeder Tag.

Kurz nach 7 Uhr hab ich mich dann schon an den PC gesetzt und begonnen meinen Artikel über den Staubsauger den ich Euch am ersten Tag versprochen habe zu schreiben. Da ich richtig schön aus dem Nähkästchen geplaudert habe ging es dann recht flüssig und es wurde ganz schön viel Text. Nachzulesen unter „Staubsauger fürs Leben“. Und Nein! das ist keine bezahlte Werbung und ich bekomme dafür nix. Es sei denn ihr folgt dem eingebauten Afiliate-Link, dann kriege ich paar cent wenn ihr bei Amazon etwas kauft. Aber das machen ja eh die allerwenigsten.

Nachdem der Artikel fertig war bin ich dann rüber in die Küche zur Nähmaschine (mein Küchentisch ist mein Nähzimmer) und habe einige Handstulpen zugeschnitten. Ganz so viele habe ich heute nicht fertig gestellt, es sind nur 4 Paar geworden.

Heute habe ich wieder den roten Wollstoff verarbeitet kombiniert mit verschiedenen Jersey-Stoffen zur Fütterung, ich muss sagen da hatte ich zuerst eine Kombination die nicht so angenehm zu verarbeiten war. Etwas mühsam wenn der eine Stoff extrem dick ist und der andere extrem dünn und lümmelig… macht das ganze etwas aufwändiger. Aber ich hab sie gut hinbekommen.

Trotz der kleinen Hindernisse fiel es mir heute leichter dran zu bleiben. Und ich hab heute auch wieder anständig gekocht. Einen Gemüse-Eintopf, ein Kalt-Wetter-Klassiker auf den ich heute richtig Lust hatte und der mir auch sehr lecker gelungen ist. Natürlich ist noch eine Portion übrig geblieben und diese esse ich entweder heute Abend noch oder morgen.

Gegen 14:30 hab ich dann beschlossen ich lass die Nähsachen liegen und geh raus an die Luft. Das Wetter war heute etwas heller und milder als gestern, aber die Sonne schaffte es nicht durch die Wolken.

Spaziergang … auf zu neuen Welten!

Ich bin heute einfach mal los gelaufen, wohin wo ich noch nicht lang gegangen bin, Richtung Wallbrunstraße und dann links in eine kleinere Straße, doch diese erwies sich als Sackgasse. Eine freundliche Passantin machte mich dann auf eine Treppe aufmerksam. Da kommt man „uffe“. Okay da gehts hoch… aber wie hoch??? Diese Treppen verbinden 3 oder 4 Querstrassen und gehen den gesamten Hang hoch. Keine Ahnung wieviele Stufen, ich werde da bald mal wieder lang gehen nur um zu zählen wieviele Treppenstufen das sind.

Mich hatte der Ehrgeiz gepackt und ich bin alles auf einmal hoch, nur einmal kurz stehen geblieben um das Foto zu machen.

das ist nur die oberere Hälfte…

Eigentlich unglaublich! Ich wohne hier in Lörrach seit 10 Jahre und diese Treppe ist gerade mal ein Kilometer von meiner Wohnung entfernt und ich hatte keine Ahnung!

Eigentlich eine super Trainingsstrecke für die Ausdauer… ich komme wieder!!!

Oben angekommen endet die Straße in einem Feldweg, einer Zufahrt zu Schrebergärten die ganz unterschiedlich gut gepflegt sind. Und dann geht es in den Wald. Im Wald ist es dann nicht mehr steil, und hier sind mir gleich mehere Jogger begegnet. Ich bin einfach mal weiter gelaufen und kam wieder bergab an eine Strasse. Aber ich wollte lieber Waldweg laufen und folgte deshalb einem Trampelpfad… zwischendrin fragte ich mich ob das wirklich ein Weg ist oder nur ne Gassi-Trasse von paar Hundehaltern…

Eine Bank am Wegrand, also ist es wirklich ein Weg und nicht nur ein Trampelpfad

Der Weg ging kurvig durch den Wald und ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt umzudrehen… und dann das !

zwei Schaukeln hängen an einem Baum auf der Lichtung und eine mega Aussicht

Da hängen zwei Schaukeln an einem Baum vor einem faszinierenden Panorama… eine Bank und eine Feuerstelle machen diesen Ort zu einem romantischen Plätzchen, das man wirklich nur zu Fuß erreicht.

Seht ihr die beiden gelben Gebäude unter dem Ast? Dahinter etwa 2 km Luftline da wohne ich. Ist doch Hammer was für märchenhafte Orte ich in meiner Umgebung habe und ich wusste davon nix.

Natürlich konnte ich mich nicht beherrschen und hab erst mal eine Runde geschaukelt! War eh kein Mensch in der Nähe vor dem mir das hätte peinlich sein können. Leider fing es dann an zu regnen und deshalb bin ich dann recht zügig wieder nach hause gelaufen.

Aber es ist doch echt cool was man so entdecken kann wenn man einfach nur drauf los läuft.

Ich hoffe Dir hat mein heutiger Bericht gefallen und Du guckst mal wieder hier hinein in mein Lockdown-Tagebuch.