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Inventur in der Stoffabteilung

Heute möchte ich Euch kurz berichten warum ich momentan so wenig hier neu schreibe. Im Moment arbeite ich einfach sehr viel. Im Gegensatz zu letztem Sommer haben wir keine Kurzarbeit mehr (Hauptjob).

Letztes Jahr hatte ich zum Teil so kurze Arbeitstage von 10-17 Uhr… Da hatte man viel Zeit. Da die Umsätze ganz ganz langsam besser werden arbeiten wir wieder normale Zeiten.

Was aber nicht bedeutet das wir mit normaler Besetzung arbeiten. Leider gibt es ganz viele Bereiche wo Mitarbeiter die letztes Jahr gegangen sind oder deren Verträge ausgelaufen waren, fehlen. In fast allen Bereichen sind wir unterbesetzt.

Was zur Folge hat das jeder von uns ein wenig mehr als normal leisten muss. So etwa wie „überall gleichzeitig sein und das möglichst schnell“… also exakt das Gegenteil von dem Zustand kurz nach dem Lockdown , den ich in „Einsame Verkäufer im Warenhaus“ beschrieben habe.

Inventur in der Stoffabteilung

Sicher hast Du schon mit bekommen das ich Hauptberuflich in der Stoffabteilung tätig bin. So kam es auch das ich schon ein paar Nähanleitungen hier verfasst habe. Zum Beispiel „Tatütas nähen für Dummies“ oder „Rock nähen ohne Schnittmuster“.

Jede Firma muss einmal im Jahr eine Inventur machen. Dabei muss jeder Artikel gezählt, gemessen oder gewogen werden. Vieles geht mittlerer Weile mit elektronischer Hilfe, aber bei der Inventur muss die wirkliche extakte vorhandene Menge ermittelt werden.

Du kannst Dir vorstellen das in so einer Stoffabteilung im Warenhaus einige viele Meter Stoff lagern! Und neulich hatte ich sogar davon berichtet das wir durch den Lockdown letzten Winter noch immer Winterware von der vorletzten Saison im Laden haben… Also noch mehr Menge als eigentlich gewollt !

Alle Stoffe nachmessen?

Theoretisch müssten wir jetzt jeden einzelnen Stoffballen nachmessen. Das wäre aber viel zu aufwändig und zeitintensiv. Denn man muss die lange Stoffbahn abwickeln, messen und wieder ordentlich aufrollen. Wären das nur 2-3 Meter wäre das machbar… aber die meisten Ballen sind viel grösser! Je nach Qualität befinden sich auf einem Stoffballen 10-20 Meter.

Diese Mengen von Hand zu messen würde schon aus Platzgründen nicht gehen… stell Dir mal 20 Meter abgewickelten Baumwollstoff vor! Eine normale Hobbyschneiderin hat schon Mühe mit 2-3 Metern. So einen Stoffberg aufzutürmen und das auch noch im Verkaufsraum wo Kunden rum laufen und sich Fluchtwege befinden, versuchen wir nach Möglichkeit zu verhindern.

Es gibt zum Glück ein technisches Hilfsmittel das und hier enorm hilft. Eine Stoffwaage! Normale Menschen wissen oft gar nicht das es sowas gibt und schon gar nicht wie so ein Gerät aussieht. Deshalb wollte ich das hier mal zeigen.

Inventur mit der Stoffwaage

Um Stoff abzuwiegen muss mindestens ein halber Meter flach ausgebreitet werden können. Deshalb ist dieses schwere Gerät sehr groß aber auch empfindlich. Es muss in einer Riesigen Holzkiste transportiert werden.

Auf dem oberen Bild siehst Du wie ein Stoff darauf platziert werden muss. Das Bild ist von schräg oben aufgenommen. Die Fläche ist etwa Tischhöhe damit die Person die die Ware auflegt den Ballen nicht zu ungesund heben muss.

Der Stoff, den ich für das Foto hin gelegt habe ist noch einer von den leichten. Der Ballen ist etwa halb voll. Also wenn dieser Artikel kommt ist er doppelt so dick.

Stoffe mit der Stoffwaage abwiegen

Da die Waage sehr empfindlich ist und vor der Inbetriebnahme mindestens 24 Stunden mit Stromversorgung ruhen muss konnten wir sie nicht im Verkaufsraum aufstellen. Momentan ist sie in dem geschlossenen Teil unseres Restaurants platziert. Deshalb stehen Stühle davor als Abgrenzung das niemand dran geht und vielleicht irgendwelche Gegenstände darauf abstellt. Das mag das Gerät übrigens überhaupt nicht!

Auch wenn ich den Stoffballen darauf platziere muss ich stets darauf achten das er so liegt das er mehrere Elemente belastet. Würde nur ein Teil der Tischplatte zu lange belastet kann dies zu Fehlfunktionen führen. Sprich man muss die Ballen (egal wie schwer) vorsichtig ablegen.

Dann vorsichtig und nicht zu hastig abrollen, die rechte Hälfte, der ausgebreitete halbe Meter muss glatt und Faltenfrei liegen. Denn sonst kann die Waage das korrekte Gewicht nicht ermitteln.

Dann muss ich der Waage einige Sekunden zeit geben bis sie sich eingependelt hat. Und ich muss aufpassen das nicht etwa Gegenstände wie Etiketten oder mein Kugelschreiber das Gewicht verfälschen.

Darum habe ich mir angewöhnt erst mal auf einem kleinen Tisch nebenan den Inventurzettel auszufüllen. Offiziell muss auf jedem die Abteilung und das Aufnahmejahr vermerkt sein. Das wirklich sichergestellt ist das man nicht versehentlich den Wert vom Vorjahr aufnimmt. Das halte ich für absolut übertrieben denn wir haben keinen Stoff mehr der seit einem ganzen Jahr nicht verkauft wurde!!!

Dennoch nutze ich die Zeit in der ich „004 2021“ schreibe um der Waage genügend zu lassen.

die Stoffwaage zeigt 4.4 Meter an

Den Abgelesenen Wert schreibe ich auf das Etikett das ich dann an dem Preisetikett des Ballen befestige. Dann rolle ich den Stoff wieder auf und hebe ihn rüber auf einen Wagen (der im Idealfall ungefähr die gleiche Höhe hat wie die Waage um den Rücken zu entlasten).

Dann kommt der nächste Ballen dran… Das heißt im Laufe dieser Woche werde ich fast jeden Stoffballen den wir haben auf dieses Gerät heben und wieder runter. Das ist bei zwei-drei-fünf-zehn Ballen nicht wirklich anstrengend. Aber in der Summe schon !!!

Zusätzlich hat sich der diesjährige Standort der Waage als suboptimal heraus gestellt. Gegen Nachmittag knallt dort voll die Sonne rein und ich stehe mal eben am Wärmsten Ort im Ganzen Warenhaus.

Andere Jahre hatten wir die Stoffwaage in einem Lagerraum ohne Klimaanlage, das war noch schlimmer. Der Platz steht allerdings wegen einer baulichen Veränderung nicht mehr zur Verfügung.

Danke für Deinen Besuch

Ich hoffe sehr ich habe Dich mit diesem Einblick in meinen Arbeitsalltag nicht zu sehr gelangweilt und hoffe Du schaust bald wieder hier rein auf unterwegsistdasziel.blog.

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Allgemein Nähen

4. Mai Spaziergang und Nähen auf einer „alten Dame“

Liebe Leser, ich freue mich, dass viele von Euch meine täglichen Berichte regelmäßig lesen und manche bemerkt haben das ich gestern nicht geschrieben habe. Das beweist das ich so langsam ein paar treue Leser habe. Danke dafür!

Gestern durfte ich endlich mal wieder zu meinem Nebenjob im Bäckerladen. Folglich bin ich morgens um 4 Uhr aufgestanden und habe mich nach der 3 Stunden Schicht nicht nochmal hin gelegt. Vielleicht war das der Fehler.

Denn ich wurde bereits um 11 Uhr von einer Freundin mit dem Auto abgeholt. Sie wollte für mich kochen und danach wollten wir zusammen spazieren gehen. Allerdings sah das Wetter gestern etwas ungemütlich aus, es war Sturm angesagt und als ich ins Auto stieg, war es sehr windig. Wir entschlossen uns deshalb erst zu laufen und das Essen später zu machen.

Spaziergang bei Rümmingen

Da sie in Rümmingen wohnt, schlug sie eine Strecke von Rümmingen ausgehend vor. Wir parkten beim Fussballplatz und gingen von dort über die Felder Richtung Wittlingen. Hier hat es kaum große Bäume, denen wir heute lieber aus dem Weg gehen wollten, denn es war Sturm angesagt.

Wir hatten trotzdem Glück mit dem Wetter, es war zwar windig aber nicht unangenehm. Zwar hatten wir keine Sonne, doch es blieb trocken.

Ein Apfelbaum am Wegrand

Die Route hat mir sehr gefallen, ich liebe die sanften Hügel des Markgräflerlandes. Und sobald ich in der Ferne die Silhouette des Blauen erkenne fühle ich mich zuhause.

Sehr viele Fotos habe ich gestern nicht gemacht, denn wir sind recht schnell gelaufen, weil wir ja die Befürchtung hatten, dass das Wetter schlechter werden würde. Deshalb waren wir nur etwa eine Stunde unterwegs.

Als wir in ihrer Wohnung ankamen entdeckte ich sofort diesen verdächtig eckigen Kunststoff-Koffer neben ihrer Wohnungstüre. Das sei eine alte Nähmaschine, die ihre verstorbene Schwester kurz vor ihrem Tod von einer alten Dame geschenkt bekommen habe. Ihr Schwager hätte sie vor paar Tagen vorbei gebracht, aber sie habe sie noch nicht probieren können…

Das gute Stück stand da nur rum, weil sie wegen ihren aktuellen Rückenbeschwerden das Teil nicht tragen könne.

Ich bot ihr an das Teil weg zu räumen, aber ausprobieren wäre mir natürlich noch viel lieber. Sie bat mich mal nach zu sehen ob sie funktioniert.

ältere Nähmaschine ausprobieren

Es handelte sich um eine Pfaff 1222 die wohl zwischen 1969 und 1975 hergestellt wurde.

ein Produktbild aus dem Internet

Ich kannte dieses Modell zuvor nicht, und habe auch bisher noch nie an einer Pfaff Maschine genäht.

Doch diese alten Modelle sind alle sehr ähnlich aufgebaut so das ich glaubte ich könne den Faden ohne in die Anleitung zu sehen einfädeln. Nun das ist mir nicht gelungen, denn auf den ersten Blick fand ich die „Fadenspannung“ nicht. Bei den Geräten die ich bisher kenne war dieses Wichtige Bauteil immer klar auf der Vorderseite der Maschine zu erkennen… aber ich sah nichts dergleichen.

Ein Blick in die noch in gutem Zustand vorhandene Bedienungsanleitung machte mir klar. Bei diesem Modell befindet sich diese unsichtbar im Gehäuse und man zieht den Faden von hinten durch einen seitlichen Schlitz hinein. Wenn man das weis, wird es auf einmal wieder ganz logisch.

Dann beim letzten Schritt, den Faden in das Nadelöhr einzufädeln, entdeckte ich das dieses Modell eine Einfädelhilfe hat. Das hat meine Maschine zuhause auch, aber dieses Filigrane Teil ist leider verbogen und dadurch unbrauchbar. Ich fädle also immer von Hand ein. Folglich vermutete ich das bei diesem alten Gerät das Ding auch verbogen ist, probierte es und… Wo ist das Nadelöhr?

Das Nadelöhr war nicht dort wo es sein sollte. Beim entnehmen der Nadel stellte ich fest das diese einfach nur falsch herum eingesetzt war. Neu eingesetzt und der Einfädler funktionierte einwandfrei.

Und das bei einem ca 50 Jahre alten Gerät! Es geht bei dieser Funktion darum das ein klitzekleiner Haken durch das Nadelöhr greift und den Faden durch zieht. Die Justierung muss millimetergenau stimmen, sonst funktioniert es nicht mehr.

Technik die begeistert…

Ich war fasziniert, das hier noch alles funktioniert. Bei meiner Maschine die nur etwa 10 Jahre alt ist was die Einfädelhilfe das erste was nicht mehr ging.

Ich schloss die alte Pfaff Nähmaschine an und nähte los. Die Geräuschentwicklung hatte mich erst etwas irritiert, sie klingt halt ganz anders als moderne Maschinen. Aber sie näht wie eine eins! Fadenspannung und Stofftransport einwandfrei. Beim Nähen macht sie regelmäßig ein schleifendes Geräusch, aber ich konnte die Quelle nicht ausmachen. Da in dem Moment wenn das Geräusch auftritt alle beweglichen Teile sich trotzdem normal bewegen nehme ich an, das es sich nur um eine Verschmutzung handelt und es nicht weiter schlimm ist.

Meine Freundin war begeistert und holte ihr aktuelles Nähprojekt vor, eine Schürze aus Baumwollstoff für ihre Enkelin. Dabei fiel mir schon ein kleiner Anfängerfehler den sie schon beim zusammenstecken gemacht hat auf und ich beschloss ihr zu helfen.

Schnell mal eine Schürze nähen

Ich erklärte ihr ihren „Denkfehler“ und wir schnitten gemeinsam die Fehlenden Teile zu. Dabei zeigte ich ihr ein paar Kniffe auf die sie mit „ach so einfach geht das auch“ reagierte.

Gemeinsam nähten wir die Schürze fertig. An dem ganzen Projekt hat die mir zuvor fremde Nähmaschine nicht ein mal Fadensalat oder Sonstige Fehler gemacht. Es hat alles einwandfrei funktioniert.

Leider habe ich vor lauter Begeisterung versäumt die Maschine und die fertige Schürze zu fotografieren.

Aber, die Freundin hat noch mehr Enkel und sie vermutet wenn die eine Enkelin eine Schürze geschenkt bekommt, wollen die anderen auch… und wer weiß, vielleicht komme ich dann wieder zu ihr zum „Nähkurs“ machen.

Allerdings muss ich die Überschrift revidieren, so ganz schnell ging das nicht, wir haben den ganzen Nachmittag an dem Teil gefummelt. Aber es hat Spaß gemacht und ich wurde mit leckerem Mittagessen, Kuchen und Abendessen verwöhnt.

Bis ich wieder zuhause war, war bereits 21 Uhr und ich war soooo müde das ich keine Lust mehr zum Bloggen hatte. Kein wunder war ja auch ein langer Tag ab 4 Uhr.

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Do-it-Yourself Nähen

Nähen lernen: Tatüta eine Nähnanleitung auch für Dummies

Eine Tatüta ist eine Taschen-Tücher-Tasche. Eine hübsche Aufbewahrung für Papiertaschentücher. Auch geeignet als kleines Geschenk oder Mitbringsel.

Nachdem ich diese Tatütas paarmal in meinen täglichen Berichten was ich so nähe gezeigt habe, kam die Frage nach einer Anleitung. Dabei muss ich allerdings zugeben das ich sie nicht selbst entwickelt habe sondern in einem Youtube Video entdeckt habe. Da nicht jeder Videos mag, gibts jetzt hier eine Bilderanleitung:

Material

Wir benötigen nur eine sehr kleine Menge Stoff, dieser sollte nicht dehnbar sein. Es eignen sich also Baumwollstoffe, Leinen und alle gewebten Mischungen.

Da wir jeweils sehr kleine Schnitt-Teile brauchen eignet sich dieses Projekt auch für recycelte Materialien wie defekte Kleidung oder Jeans.

Allerdings finde ich hier gemusterte Stoffe schöner als Uni, oder man mischt es.

Zuschnitt

Der Zuschnitt ist denkbar einfach. Wir benötigen 3 Stücke 10×15 cm und 2 Stücke 10×10 cm

Du kannst entweder alle Teile aus dem gleichen Stoff schneiden oder bunt mischen. Ganz wie Du magst.

Eines der großen Stücke wird der „Boden“, alle anderen werden die Oberseite der Tatüta. Wenn Du unterschiedlich dicke Stoffe verwendest, würde sich der dickste als Boden eignen.

Bügeln

Ich weiß, die meisten von Euch haben wenig Lust auf Bügeln, doch in diesem Fall hilft das Bügeleisen sehr. Und wir brauchen es auch wirklich nur ganz kurz.

4 Schnitt-Teile werden gebügelt

Wir bügeln die beiden Quadrate und zwei der Rechtecke jeweils zur Hälfte links auf links zusammen. Also schöne Seite außen. Das fünfte Teil bleibt flach, dies wird der Rückseite der Tasche.

Teile absteppen

Das klingt jetzt ganz altbacken und spießig, ich weiß. Da wir die Teile aber schon vor gebügelt haben ist es aber gar nicht mehr schwierig die gewünschte Steppnaht gerade zu machen.

Damit diese Naht noch schöner und exakter aussieht habe ich noch einen Trick für Dich. Ich verwende dazu diesen Nähfuß:

Nähfuß mit verstellbarer Führungskante

Dieser Nähfuß war bei meiner Nähmaschine beim Kauf dabei, bei fast allen Maschinen liegt dieser Fuß beim Zuberhör bei. Bisher hatte ich ihn nie benutzt weil ich keine Idee hatte wozu er benutzt wird. Bei diesem Projekt kommt er jetzt zum Einsatz und ich bin echt begeistert wie sehr er hilft eine schön gerade Ziernaht hin zu kriegen.

Genauso wenig hatte ich bisher die Einstellung „Gradstich Nadel links“ benutzt. Diese Einstellung hat so gut wie jede Maschine.

Auf der Seite von Singer wird dieser Fuss Blindstichfuss genannt und als Sonderzubehör verkauft. Bei meiner AEG war er standardmäßig dabei.

Wenn Du keinen hast, diesen gibt es auch einzeln bei Amazon.

So nähen wir:

Wir stellen an der Stellschraube oben rechts die Kunststoffschiene so das sie mittig vor dem Nähfuß ist. Die Nadel näht allerdings links davon. Wenn wir nun die Stoffkante an der Schiene entlang führen erhalten wir eine Supergerade exakte Naht.

So nähen wir alle vier gebügelten Kanten.

Nicht wundern, aber hier habe ich andere Stoffe verwendet, weil ich bemerkt habe das man bei dem Streifenstoff nicht alles gut sieht.

Zusammen nähen

Das nicht geknickte Teil ist unser Boden, den legen wir mit der rechten Seite nach oben flach vor uns. Auf dem Bild hebe ich die Ecke hoch damit Du siehst wo die Schöne Stoffseite ist.
eines der beiden langen Teile legen wir exakt an die lange Kante, die Steppnaht zeigt zur Mitte.
Eines der kurzen Teile darüber, wieer Steppnaht zu Mitte, Offene Kante zu Rand
das dritte Teil wieder darüber. Alle offenen Kanten zeigen nach außen
das vierte Teil liegt über dem grünen und unter dem ersten Teil.

Zur besseren Visualisierung habe ich hier gleich 4 verschiedene Stoffe verwendet. Du kannst hier frei wählen ob Du gemischt oder gleichfarbig arbeiten willst.

Damit Du hier gut siehst wo die Nähte sind habe ich hier bunten Faden verwendet.

Auf dem Bild siehst Du auch das ich die Lagen mit einer Stecknadel zusammengefügt habe. Je nach bedarf kannst Du hier mehr Nadeln verwenden. Wichtig ist das die übereinander gelegten Teile nicht verrutschen.

Nähen

Ich verwende dazu weiterhin den „Blindstichfuß“ (Singer nennt ihn so) und die Einstellung Nadel links. Allerdings drehe ich nun an der Stellschraube die weiße Führung weiter nach rechts. So ca 1 cm

so nähen wir jetzt einmal rund herum alle Teile zusammen

Du kannst selbstverständlich auch mit dem normalen Standard-Fuss nähen. Bei diesem Schritt etwa 1cm Nahtzugabe rechnen. Wenn das paar Millimeter mehr oder weniger sind, ist das nicht schlimm. Wichtig ist das Du durch alle Lagen nähst.

wir nähen einmal rund herum, das Ergebnis sollte so ähnlich aussehen.

Am besten kontrollierst Du hier ganz kurz ob Du die Unterste Lage, den Boden unserer Tatüta, rund herum mit gefasst hast.

so sollte es auf der Unterseite etwa aussehen

Kanten „versäubern“

„Versäubern“ sagt man dazu, wenn man die Stoffkanten so behandelt das sie nicht mehr ausfransen können. In diesem Fall machen wir das mit einem einfachen Zickzackstich rund herum.

Wähle dafür einen nicht zu breiten Zickzackstich (etwa mittel, bei mir Einstellung 3). Der Trick ist hier die Naht so zu setzen das der linke Einstich in etwa auf die vorhandene Naht kommt.

so sollte es etwa aussehen

Wenn Du das jetzt nicht auf Anhieb triffst ist das nicht weiter Schlimm, denn wir nähen ja gerade auf der Nahtzugabe, dem Teil, der nachher bei der fertigen Tasche nicht sichtbar ist. Mach Dir also nicht zu viel Sorgen um eventuelle Fehler.

Die Ecken kannst Du mit dem Zickzack eigentlich aussparen. Also nicht bis zur Stoffkante nähen. Denn die Ecken werden später weg geschnitten.

Mit der Schere wird die Nahtzugabe und die Ecken zurück geschnitten

Dazu schneidest Du mit der Stoffschere den überstehenden Stoff bis zur Zickzack-naht ab. An der oberen Kante siehst Du wie es vorher aussah. Die Ecken werden schräg abgeschnitten, bis fast zur Geradstich-Naht. Je Besser Du das Zurückschneiden an der Ecke machst umso leichter ist es gleich die Ecke umzudrehen.

Umdrehen

Wenden

Das Wenden ist je nachdem wie steif Dein Stoff ist das fummeligste von allem. Wichtig ist das Du alle Ecken richtig schön mit dem Finger oder einem Kochlöffelstil nach außen schiebst.

Wenn Du magst kannst Du das Endergebnis nochmals Bügeln. Aber ich denke das ist nicht unbedingt nötig.

Fertig ist Deine Tatüta… Taschen-Tücher-Tasche

Diese Tasche eignet sich als kleines Geschenk oder Mitbringsel. Wenn Du nur etwas kleines aber persönliches Schenken möchtest. Es ist eine hübsche Kleinigkeit über die sich auch Senioren freuen. Die ältere Generation freut sich umso mehr über etwas Handarbeit.

Weitere Näh-Ideen findest Du auch auf unterwegsistdasziel/Anleitungen

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Do-it-Yourself Nähen

Schnittmuster für ein Herz selber machen

In diesem Beitrag zeige ich Dir wie Du ganz einfach eine schöne Herzform entwerfen kannst auch wenn Du nicht zeichnen kannst. Damit kannst Du solche hübsche Herzen nähen:

Nich jeder ist mit Zeichenstift oder Schere so geschickt das er freihändig eine schöne Herzform entwerfen kann. Hier zeige ich wie auch Unbegabte ein Schnittmuster für ein Herz selber herstellen können.

Für dieses Schnittmuster brauchst Du kein Download und keinen Drucker. Ich zeige Dir wie Du Dir einen Schnitt für ein kleines Dekoherz, oder Kissen selber erstellst.

Was braucht man dazu?

Ein Schnittmuster selber basteln geht auch ganz ohne Drucker oder Spezialpapier. In diesem Fall reicht ein normales A4 Blatt. Wenn Du ein größeres Kissen nähen möchtest kannst Du Backpapier, Zeichenblock oder sogar Zeitungspapier verwenden. Allerdings reist Zeitung sehr leicht und man sieht die Aufgezeichneten Linien sehr schlecht. Sinnvoller wäre beispielsweise die Rückseite von Geschenkpapier.

  • ein Blatt Papier
  • Kugelschreiber (oder Filsstift)
  • Papierschere
  • ein Glas, Becher oder anderen runden Gegenstand

In meinem Beispiel zeige ich es an einem Trinkglas, es geht aber auch mit jedem anderen runden Gegenstand. Für Ein Kissen zum Beipiel ein Essteller oder Plastikschüssel.

So funktioniert es:

Wir falten das Papier zur Hälfte zusammen. Denn unser Herz soll schön symetrisch sein.

Schnittmuster Herz selber machen

Das A4 Blatt zur hälfte knicken und ein rundes Glas so drauf stellen das es an dem Falz ganz leicht überlappt. Mit einem Stift drum rum fahren. So entsteht ein angeschnittener Kreis.

Je weiter Du das Glas über den Falz überstehen lässt desto schmäler wird dein fertiges Herz.

Schnittmuster für ein Herz erstellen

Wir setzen jetzt das Glas so neben den Kreis das es den Kreis berührt und etwa mittig über dem Falz steht. Wenn Du hier nicht 100%ig die Mitte triffst ist das nicht dramatisch. Du musst als nicht nach nem Milimetermass suchen!

Jetzt Markieren wir rechts vom Glas wo es aufhört mit einem kleinen Strich

Schnittmuster erstellen für ein Herz

Das sollte nun bei Dir so ähnlich aussehen wie bei dem Bild oben. Ein Kreis und eine Markierung im Abstand von ungefähr dem Durchmesser des Kreises.

Verbinde nun den Kreis mit der Markierung. Das geht am besten wenn Du ein Lineal oder einen anderen langen flachen Gegenstand an den Kreis anlegst.

Schnittmuster für ein Herz selber machen Herzform
Schnittmuster Herz

Nun die Form entlang der äusserenLinie ausschneiden. Dabei das Papier so halten das man durch beide Lagen schneidet. Auseinanderklappen und…

Voila ein Herz

Mit dieser Vorlage kannst Du hübsche Herzen Nähen

Fertig ist Dein Schnittmuster um ein Herz aus Baumwollstoff zu nähen oder um aus Karton hübsche Herzen auszuschneiden. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Schnittmuster Herzen selber machen

Selbstverständlich kannst Du auf diese Weise verschiede Größen herstellen. Für Nähanfänger empfehle ich allerdings kein Schnappsglas, denn je kleiner das Teil ist umso schwieriger ist es schön rund zu nähen.

für Papierarbeiten ist Schnappsglas-Größe super.

Wenn Du ein Kuschelkissen nähen möchtest auf dem man mit dem Kopf angenehm Liegen kann empfehle ich einen Pizzateller oder Kuchenplatte als Hilfsmittel. Dafür entweder mehrere Seiten aneinander geklebt oder Geschenkpapier von der Rolle.

Wenn Dir meine Erklärung gefallen hat, sieh Dir auch meinen anderen Anleitungen an. Und Du machst mir eine große Freude wenn Du meine Bilder bei Pinterest pinst oder diesen Link weiter teilst. Vielen Dank

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Allgemein Lockdown-Tagebuch Nähen

Tag 54 ( Montag 8.2.)

Herzlich willkommen in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich seit 54 Tagen was ich während der Zwangs-Nichtarbeit so tue.

Jetzt schreibe ich dieses Ding wirklich schon 54 Tage lang. Noch besteht eine ganz geringe Hoffnung das wir ab nächste Woche wieder in irgendeiner Form arbeiten dürfen… Aber was, wann, wie weiß leider noch keiner. Wiedermal warten wir auf die Entscheidung der Politik.

Diese Unsicherheit macht mich etwas mürbe… Obwohl es mir ja fast egal sein kann, weil ich am 24. operiert werde, und danach für eine Weile ausfalle. Allerdings habe ich keine Ahnung wie lange und ich muss mich erst noch informieren wie das mit der Krankmeldung während Kurzarbeit Null abläuft. Trotzdem ist es mir nicht egal! Ich muss zugeben ich hab beinahe Sehnsucht nach meiner gewohten Arbeit und meinen Arbeitsplatz.

Langsam frage ich mich ob es überhaupt wieder ganz so wie vor Corona wird.

Was habe ich heute gemacht?

Heute war ich endlich wieder mal Kreativ. Ich hatte wieder Lust auf nähen und diesmal wieder etwas dekoratives aus Baumwollstoff. Auf Pinterest ist mir aufgefallen das jetzt ganz viele DIY-Blogger (do it yourself) für Anleitungen und Schnittmuster für Herzen zum Valentinstag werben. Früher hätte man zu sowas Handarbeitsanleitung gesagt, heute heißt das textiles DIY.

Das was die teilweise als Schnittmuster anbieten ist so banal und einfach das ich beschlossen habe ich kann das besser. Ich bastele gerade an einer Anleitung bei der ich meinen Lesern erkläre wie sie eine hübsche Herzform selber entwerfen. Kein Download und Ausdruck einer PDF-Datei oder ähnliches. Manche Anbieter wollen dafür dann auch noch eine Registrierung usw. Es geht auch einfacher!

Ich persönlich würde ein Herz freihändig aus Papier ausschneiden um es als Vorlage zu verwenden, aber ich weis das nicht jeder die Begabung dazu hat. Also schreibe ich eine Anleitung wie es geht.

Mit bissel Text ist das nicht getan, dazu müssen anschauliche Fotos und die habe ich heute Vormittag gemacht… so etwa 50-60 Bilder von denen ich jetzt die besten aussuchen und bearbeiten muss… Du siehst also so ne Anleitung schreiben ist richtig Arbeit.

Valentinstag ist für mich jetzt nicht so das wichtige Event, aber dennoch möchte ich die Anleitung diese Woche noch veröffentlichen. Ich denke das sie spätestens zum Muttertag gefragt sein wird.

Das habe ich genäht

Enststanden sind 8 oder 9 Herzen wobei noch nicht alle fertig sind, einen Teil will ich heute Abend beim Tv-gucken noch zuhähen, morgen kriegen sie dann noch Schleifen zum Aufhängen.

Ein einfaches Herz mit einer Stoffblüte
noch nicht fertig Herzen die auf das zunähen warten.

Ein paar der Herzen werde ich mit in das Päckchen für meine Cousine rein packen, für ihre beiden kleinen Mädels. Der Rest wird vermutlich auch wieder verschenkt oder landet in der Kiste für irgendwann mal ein Basar.

Inspiriert zu den Stoffblüten haben mich die vielen kleinen Stoffreste dich ich von einer Bekannten bekommen habe. Sie hat im großen Stil Masken genäht und jetzt, wo Stoffmasken kaum noch zulässig sind hat sie mir eine ganze Tüte voll Zuschnitte vererbt. Davon habe ich noch sooo viele, damit muss ich noch ganz viele Ideen umsetzten.

Spaziergang heute

Heute hat es wieder geschneit, der Schnee blieb aber bis zum dunkel werden kaum liegen. Trotzdem habe ich mich nach dem Mittagessen auf gemacht zum Spazieren. Diesmal bin ich aber lieber im Stadtgebiet geblieben.

Zuerst bin ich mit einem absichtlichen Umweg zu der Bekannten mit der ich am Tag 49 bis nach Weil gelaufen war. Ihr Halstuch war in meiner Tasche gelandet, das habe ich ihr zurück gebracht. Dann bin ich weiter zu Wiese.

Das Hochwasser ist schon zurück gegangen, die Wiese sieht fast wieder normal aus. Da es wirklich stark geschneit hat, hab ich das Handy nicht für Fotos vor geholt. An der Wiese entlang bin ich mal wieder zu dem Bekannten der da ganz nah am Fluss wohnt und dort durfte ich nen Kaffee trinken und zur Toilette. Obwohl ich diesmal nix mitgebracht hab und mein Besuch nicht angekündigt war hat er sich darüber gefreut und mir das auch gesagt. Er ist ,wie fast alle zuviel alleine und freut sich wenn er mal kurz mit jemanden reden kann.

Nach etwa einer halben Stunde bin ich wieder weiter, über die Tumringer Brücke zurück Richtung Innenstadt, wo ich etwas abzuholen hatte. Von da bin ich nochmal absichtlich Umwege gegangen um die 7 km auf meinem Schrittzähler voll zu kriegen. Das ist mir gelungen, doch sind es noch keine 10 000 Schritte. Ich glaube ich muss den Kilometerzähler höher stellen, damit ich weiter laufe…

Irgendwas stimmt da heute nicht, wenn der eine Spaziergang 7,07 km waren… wieso soll ich insgesamt 6,9 km gelaufen sein???

Schrittziel nicht erreicht

Heute waren es laut meinem Handy, das heute eigenartig rechnet 9343 Schritte.

Morgen verwende ich wieder eine andere Taktik. Ich werde morgen am Vormittag wieder mit dem Auto unterwegs sein. Mal sehen wie ich dann das mit dem Laufen unter bringe.

Vielen Dank fürs Lesen in einem Lockdown-Tagebuch, ich hoffe Du schaust mal wieder hier rein.

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Allgemein Gedanken Lockdown-Tagebuch Nähen

Lockdown-Tagebuch Tag 20 ( 5.1.)

Herzlich willkommen zu meinem 20sten Beitrag im Lockdown Tagebuch. Wie es aussieht werde ich dieses Tagebuch noch bis Ende Januar fortführen. Na dann bin ich gespannt welche Ideen mir denn da so kommen.

Was ich heute gemacht habe

Heute habe ich bis etwa 8 Uhr geschlafen, irgendwie werde ich dann wach wenn es hell wird. Obwohl ich die Rollläden im Schlafzimmer immer ganz unten habe. An der Geräuschkulisse draußen kann es kaum liegen, denn momentan ist es morgens sehr ruhig, wenig Passanten und viel weniger Autos als gewöhnlich. Nur der Bus fährt wie gewohnt. Ich habe den Eindruck der hält momentan an der Haltestelle direkt vor meine Türe einfach nur um den Fahrplan einzuhalten und es steigen selten Leute ein und aus.

Eigentlich höre ich den Bus gar nicht mehr bewusst. Nur wenn er ungewöhnlich lange an einer Stelle brummt.

Beim ersten Kaffee ist mir dann aber ein Brummen aufgefallen, das war nicht der Bus. Es war der Müllwagen der die gelben Säcke holt… super, ich hatte vergessen die Säcke rechtzeitig vor die Türe zu stellen. Naja dann muss ich sie halt bis zum nächsten Mal im Keller lagern.

Nähprojekte?

Bevor ich an die Nähmaschine gehen wollte, hab ich nochmal eines der Schrankfächer mit Stoff gesichtet. Ach was! Ich hab alles heraus gerissen und auf dem Boden verteilt. Boah da kam so vieles zum Vorschein das ich schon lange lange vergessen hatte.

Im übrigen auch die Bedienungsanleitung von meiner Nähmaschine, mit dem Kaufbeleg vom August 2010. Mit der Anleitung werde ich mich morgen nochmal in Ruhe auseinander setzen vielleicht finde ich noch paar coole Sachen die ich mir der Maschine machen kann.

Eine von diesen tollen Funktionen die ich bisher noch nie genutzt habe ist ein Stich, der eine gerade Naht und ein Zickzack daneben mit einem Mal macht. Super praktisch, aber ich hab das bisher einfach nicht gewusst das die Maschine das kann.

Unter den ganzen Stoffresten sind auch viele größere Mengen, die für Kleidungsstücke für mich ausreichen würden. An einem hatte ich sogar schon irgendwas vorgesteckt, aber ich kann mich echt nicht mehr erinnern was ich da machen wollte…

Andere Stoffe kann ich mich noch ganz genau erinner was ich mir gedacht habe als ich sie gekauft habe. Schon eigenartig wie sich das Gedächtnis manchmal verhält.

Ich habe als erstes mal so viel wie möglich von diesen Vorhangstoff-Coupon-Resten zu verarbeiten. Das Zeug soll jetzt entweder seine Bestimmung finden oder dann doch endlich im Müll landen. Ich packe diese Sachen also NICHT nochmal in den Schrank.

In diesem letzten Schrankfach hab ich zu meiner Überraschung auch noch einiges an Baumwollstoff gefunden, dabei dachte ich ich hätte beim ersten Shut-Down alles „maskenfähiges“ raus gesucht. Dieses Fach habe ich wohl komplett übersehen.

Alles was Baumwolle ist, soll jetzt auch verarbeitet werden! ich habe in einer Nähgruppe im Facebook einen Aufruf gesehen das es immer noch Einrichtungen gibt die zu Spenden von Alltagsmasken aufrufen. Diese sollen an Obdachlose verteilt werden. Mein Ziel ist es nun in den Kommenden Tagen eine Schachtel voll Masken zu nähen und diese an einer der Adressen zu senden. Logisch habe ich kein Interesse 5 oder 10 Masken zu verschicken ich peile da schon eher die 40-50 Stück an. Mals sehen ob ich das schaffe. Gummiband und Jerseyband für diese Menge habe ich noch. Solche Mengen habe ich schon mehrfach „abgeliefert“ siehe auch „Masken Nähen für Seniorenheim und Co“.

Was ich heute genäht habe:

Geschenksäckchen in sommerlich bunten Farben

Heute sind diese unterschiedlich großen Geschenksäckchen entstanden. Diese sind ohne Zugband. So das man sie nicht wie die von vorgestern wie einen Sack zusammen zieht, sondern sie wie hier das Päckchen oben rechts, einschlägt. In dem Päckchen befindet sich übrigens eine Vakuumverpackung mit 500gr Kaffee als Größen Maßstab.

Ich hab einfach mal angefangen alles fröhlich bunte zu Beuteln zu verarbeiten. Für Taschen oder Deko-Gegenstände sind diese Stoffreste irgendwie zu bunt.

Hurra es kommt Besuch!

Da hat sich eine Bekannte, die ich aus unserer Gemeinde kenne angekündigt das sie auf einen Kaffee vorbei kommt. Ich hab mich da richtig drauf gefreut, hurra es kommt Besuch.

Aber mein Wohnzimmerboden war noch eine Stoffrest-Wühlfäche und meine Küche übersät mit Fusseln und Fäden von meinen Näheskapaden der letzten Tage. Also musste ich endlich mal wieder aufräumen und putzen.

Ähm ja, wenn ihr meine Artikel aufmerksam gelesen habt, ich hab seit dem 24.12. eigentlich nicht mehr groß geputzt. Ich wollte vor der Bekannten dann doch lieber keinen verwahrlosten Eindruck machen und so stürzte ich mich in die Hausarbeit. Und hey… ich hab sogar noch ne Maschine Wäsche zusammen gesammelt und laufen lassen.

Und dann hab ich noch gemerkt das der Kaffee leer ist… Jemanden zum Kaffee einladen und dann nix da haben ist peinlich, also bin ich schnell in den nahen Lebensmittelmarkt. Dort habe ich jedoch nicht nur Kaffee geholt sondern gleich richtig eingekauft. (mit Einkaufszettel!)

Ich bin um 14:03 Uhr los gegangen und war um 14:23 wieder in der Wohnung. Mir kann also keiner vorwerfen das ich mich unnötig lange in Lebensmittelläden aufhalte!

Das Kaffeekränzchen mit der Bekannten war sehr schön. Da sie auch näht, wollte sie natürlich sehen was ich die Tage so alles gezaubert habe. Und mein Stoff-Vorrat fand sie interessant…

nur ein Teil meines „Stofflagers“

Diese Kiste habe ich vor Weihnachten zusammengepackt als ich die Nähzimmer-Spuren aus meiner Küche entfernen wollte. Damit sie aus dem Weg ist hab ich sie auf den Schrank gestellt… also sie ist soo schwer, das ich die Schachten beinahe ohne Hilfe nicht herunter bekommen hätte! Und darin sind nur die dehnbaren Stoffe…

Das ist zuviel!

Und deshalb beschließe ich jetzt das ich auch diesen Stoffberg bis Ende Januar merklich ab bauen will!

Ich hab genug Material und Zeit und an Ideen mangelt es mir auch nicht… also ran an die Maschine!

Das einzige was die nächsten Wochen knapp werden könnte ist Faden. Gerade Schwarz habe ich nicht mehr sehr viel… also falls mir jemand ein kleines Mitbringsel machen möchte… Schwarzer oder dunkelgrauer Polyester-faden ist sehr willkommen. 😉

Habe ich die Nachrichten richtig verstanden? Soll unser Bewegungsradius auf 15km begrenzt werden?

Also wenn dem so ist, dann werde ich mir in Ruhe mal die Karte ansehen und gucken was so alles innerhalb meines 15km Radius ist. Und genau diese Orte aufsuchen… denn… unterwegs ist das ziel…

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Allgemein Lockdown-Tagebuch Nähen

Lockdown-Tagebuch Tag 19 ( 4.1.)

Herzlich willkommen zum 19.Tag in meinem Lockdown-Tagebuch. Ich muss mich beim Schreiben etwas beeilen, denn ich fange jetzt um kurz nach 20 Uhr erst damit an. Die vergangenen Tage habe ich meistens 1.5 -2 Stunden an einem Artikel geschrieben. Ich möchte Euch nicht bis 22 Uhr warten lassen also versuche ich diesmal etwas schnell zu sein.

Heute Vormittag hatte ich noch immer meinen Näh-Flow. Wer von Euch meine genähten Werke von gestern noch nicht gesehen hat sollte mal gucken gehen, es lohnt sich.

Gleich nach dem Frühstück hab ich mich hin gesetzt und konzentriert zwei Kissenhüllen für die zwei Füllungen die mir gestern in die Hand gefallen waren genäht. Ich hatte sie aus dem Schrank gebuddelt, weil ich die Kissen für meine Nichten fotografieren wollten und stellte fest… die sind gar nicht 40×40 sondern kleiner! Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie ich zu Kissenfüllungen in 35×35 cm komme. Ich war der Meinung ich hätte nur 40er.

Aber wenn man näht ist so ein Sondermaß kein Problem. Der fröhlich geblümte Stoff ist auch ein Gardinen-Rest und er hat genau nur für die beiden Kissen gereicht.

zwei frühlingshafte Kissenhüllen

Was ich mit den Kissen genau mache, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht genau. Wenn Sich jemand von Euch in sie verliebt, melde Dich bei mir, vielleicht tauschen wir sie gegen ein Mittagessen oder sowas.

Das Thema Tasche lässt mich nicht los

Diesen tollen Rosenstoff habe ich auch beim aufräumen gefunden. Ich hatte sogar schon ein Schnittmuster aufgesteckt, aber schon seit mindestens 3 Jahren und heute hab ich entschieden das nun doch etwas anderes daraus wird!

Ich wollte wieder eine Tasche probieren. Dabei habe ich ein paar Details die mir an der Tasche von gestern noch nicht so gefallen verändert und ich hab mir echt mehr mühe gegeben.

Also richtig klassisch mit vor bügeln und vielen Stecknadeln. Dabei ist mir bewusst geworden das ich unter normalen Umständen für solche langwierige Vorbereitungen oft einfach zu ungeduldig bin. Wenn ich gestresst bin habe ich keinen Nerven dazu.

Begonnen habe ich mit den Griffen und den ersten Versuch habe ich gleich mal versemmelt. Ich wollte sie wie bei der Tasche von gestern einfach links auf links nähen und dann den Schlauch wenden… Die Rechnung habe ich aber ohne die Steife Stoffqualität gemacht. Dieser stabile Möbelstoff lies sich nicht wenden! Das Durchziehen klappte nicht mal 5 cm weit. Einfach zu Steif.

Also musste ich die Henkel erneut zuschneiden und dann schön akkurat umbügeln, zusammenstecken und 10 cm weise fest machen. Ohne Übertreibung ich brauchte wirklich alle 10-15 cm eine Stecknadel, denn der Stoff war so störrisch das er sich immer wieder aufgeklappt hat.

Aber meine Geduld hat sich gelohnt. Ich habe die Henkel gerade und ordentlich hin bekommen mit jeweils nur einer einzigen Naht… geht doch wenn man sich Zeit lässt!

Auch der Rest der Tasche ist mir gut gelungen. Ich denke das ich sonst immer nur zu ungeduldig war um es wirklich akkurat und schön zu machen.

große Shopper-tasche aus Möbelstoff
große Shopper-Tasche aus Möbelstoff von der anderen Seite

Ich bin richtig verliebt in die Tasche, sie ist echt toll geworden. Und sie ist richtig groß, die beiden Sofakissen von oben stecken in ihr drin für die Fotos.

Von dem Stoff habe ich noch ein Stück, vielleicht gibt es noch eine etwas kleinere Version dieser Tasche… mal gucken.

Aber ich musste mich auch mal bewegen und an die Frische Luft

Eigentlich hatte ich wenig Lust überhaupt raus zu gehen, heute war zwar trockenes Wetter aber düster und kalt und ich hatte nicht wirklich Lust zum spazieren. Aber ich hatte ja noch ein paar Glückskekse und noch ein paar Namen auf meiner Liste wo ich noch welche verteilen wollte.

Also habe ich mich wieder dick eingepackt. Und bin mit dem Fahrrad los. Schon nach 500m war ich froh das ich raus bin, die frische Luft hat mir gut getan.

Mit dem Verteilen der Glückskekse war ich nicht so erfolgreich. Bei 3 Adressen hat keiner auf gemacht, eine habe ich immer noch nicht gefunden. Doch dann hatte ich die Idee ein Paar aus der Gemeinde in Haagen zu besuchen. Das sind Leute bei denen ich vermute das sie tagsüber zuhause sind. Also mit dem Rad wieder nach Haagen, ich wollte ja Bewegung.

Ich hatte recht, sie waren zuhause und baten mich herein. Bei Tee und Keksen haben wir uns angeregt unterhalten und etwas die Zeit verquatscht… ups jetzt war es schon dunkel. Und die Batterien meiner Fahrradlampe sind nicht mehr so gut…

Gruselige heimfahrt an der Wiese

Weil ich dachte so schlecht beleuchtet sollte ich nicht am Straßenverkehr teilnehmen, nahm ich den Fahrradweg entlang der Wiese (die Wiese ist ein Fluss, siehe auch Radtour an der Wiese).

Das war keine gute Idee, denn der Weg ist nur zum Teil beleuchtet und nach etwa 1km ging meine vordere Lampe ganz aus!!! Ich fuhr beinahe blind. Als mich dann auch noch ein entgegenkommender Radfahrer fast übersehen hat rief mir eine Passantin zu, ich solle doch die Handy-Taschenlampe nehmen.

Was ich auch tat. Allerdings habe ich keine Handyhalterung an dem Fahrrad und musste das Handy in der Hand halten. Das ging mehr schlecht als recht…

Nahe des Radweges wohnt ein Bekannter von mir, den ich dann kurzer Hand mit der Frage „Hast Du Mignon-Batterien im Haus“ überfiel. Er reagierte echt nett und suchte nach geeigneten Batterien während ich einen heißen Tee bekam. Nach etwas Fummelei haben wir die Lampe dann auch endlich auf gekriegt und festgestellt da sind Mikro-Batterien drin… also noch mal suchen…

Bis ich dort weg kam war es schon 19:30 !!! Ab 20 Uhr ist Ausgangssperre, bis dahin wollte ich zuhause sein.

Um eine besser beleuchtete Strecke zu haben bin ich direkt durch die Fußgängerzone gefahren (ja ganz brav mit Mundschutz) da kam mir eine der Personen die ich die Tage nicht erreicht habe entgegen. Ich hielt kurz an. Gab ihr einen Glückskeks und dann verabschiedeten wir uns wieder denn wir wollten beide ganz schnell nach hause.

Um 19:58 Uhr war ich zuhause!

Morgen will die Regierung eine Entscheidung Treffen, ob der Lockdown zum 11.1. gelockert wird oder nicht. Ich gehe davon aus das wir morgen von meinem Arbeitgeber informiert werden wie es weiter geht. Es bleibt also spannend.

Vielen Dank fürs Lesen und bis Morgen

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Do-it-Yourself Nähen

Glückskekse nähen, ein Anfänger Projekt

Dieses Nähprojekt das durchaus für Nähanfänger geeignet. Besonders wenn Du noch sehr unsicher an der Nähmaschine bist. Mit diesem Projekt kannst Du den Umgang mit der Maschine üben und es entsteht dennoch etwas hübsches.

Diese Glückskekse kann man beliebig mit Zettelchen oder Geldscheinen füllen. Sind also auch ideal um ein Geldgeschenk zu verpacken. Ich habe sie als Neujahrsgruß verwendet und darin Mut machende Sprüche für das neue Jahr versteckt. Mehr dazu in meinem Lockdown-Tagebuch Neujahr.

Was braucht man dafür? Material-Liste:

  • Filz, Jeans oder einen anderen steifen Stoff. Alternativ dazu kannst Du einen der Stoffe mit Vliesline H250 oder S 320 verstärken.
  • Stoffreste mit kleinem bunten Muster, hier ist die Qualität fast egal, einfacher ist es jedoch wenn diese Stoffe nicht dehnbar sind
  • Kreidestift oder Schneiderkreide
  • Eine alte CD oder eine Untertasse
  • eine gute Stoffschere
  • Nähmaschine

So wird es gemacht

Auf dem Filz, bzw dem dickeren Stoff, Kreise aufzeichnen. Hierbei finde ich die Kreidestifte von Prym extrem praktisch. Je nach Farbe Deines Stoffes kannst Du aber auch einen Bleistift oder Kugelschreiber nehmen.

Eine alte CD ist als Schablone ideal, es geht aber auch eine Untertasse oder ähnliches mit einem Durchmesser von a 12-15 cm. Viel kleiner geht zwar, wird aber sehr fummelig.
Die Kreise nur grob ausschneiden

Ich schneide die Filzteile nur grob auseinander. Das muss nicht exakt oder ordentlich sein, es geht nur darum das das ganze Teil nicht zu groß ist und beim Drehen unter der Nähmaschine stört.

Den Filzkreis auf den den bunten Stoffrest stecken.

Nun den Filzkreis auf den Stoff stecken. Dafür reicht eine einzelne Nadel wenn Dein Filz steif genug ist. Wenn Du unsicher bist kannst Du auch mehrere Nadeln nehmen, aber ich finde zu viele Nadeln eher störend. Auf keinen Fall direkt an der Linie stecke.

Achtung! Stoffe links auf links

In einem Punkt musst Du aufpassen. Wir stecken die Stoffe hier links auf links aufeinander. Also die beiden hässlichen Seiten, die man sich sehen soll aufeinander. Bei fast allen anderen Projekten macht man das genau umgekehrt.

So wird genäht

Das ganze so wie es ist unter die Nähmaschine, die Nadel auf der Linie ansetzten und einfach der Linie nach nähen…

Normaler Stich, Universal Nadel, Faden in beliebiger Farbe

einfach dem anzeichneten Kreis nach nähen.

Vielleicht kommt Dir das Kurven nähen am Anfang schwierig vor. Aber nach 2-3 Kreisen findest Du schnell heraus wo Du den Stoff leicht festhalten musst, damit er sich automatisch kreisförmig bewegt. Einfacher ist es wenn Du nicht zu schnell nähst.

Du kannst jetzt gleich zum nächsten Schritt gehen. Aber ich habe erst mal alle vorbereiteten Kreise genäht und dann erst mit dem Ausschneiden begonnen. Das kannst Du machen wie es Dir angenehmer ist.

nun knapp-kantig ausschneiden. Gleichmäßig etwa 3-5mm

Mit einer guten Schere Ausschneiden. Hier ist es wichtig das die Schere „richtig haut“, denn sonst entstehen unschöne Fransen. Ich verwende hier eine Schneiderschere von Prym und lasse neben der Naht nur etwa 3-5 mm stehen. Alternativ eignet sich hier auch eine Zackenschere.

So in etwa sollte Dein Kreis jetzt aussehen

Zusammenklappen

Diesen Kreis klappen wir jetzt einfach zur Hälfte zusammen und legen ihn etwa mittig unter den Nähfuß.

zusamen geklappten Kreis mit einer verriegelten Naht befestigen Nicht bs zu Kante nähen

Ja richtig, diesmal liegt nie schöne Seite innen. Wir nähen also von der Filzseite her.

Wir beginnen nicht an der Kante sondern 5-10 mm weiter innen. Da diese Naht später etwas mehr Zug hat, verriegeln wir die Naht. Ich gehe davon aus Du weis was gemeint ist. Wenn nicht: mehre Stiche vor und zurück nähen. Wir nähen Nicht bis zur Kante sondern verriegeln nach etwa 2-3cm.

Nun alle Fäden kurz abschneiden und das ganze Wenden… äh ja, das geht gar nicht ganz. Beide Seiten halb umstülpen und so ergibt sich die Form eines Glückskeks:

Tadaa schon fertig Dein Glückskeks

Glückskekse nähen macht Spaß

Mir hat dieses leicht verrückte Projekt viel Spaß gemacht und ich hoffe Du hast beim Nachmachen genauso viel Freude.

Wenn Du auf der Suche nach ähnlich einfachen Nähanleitungen bist dann schau Dir mal „Jeans Upcycling“ und meine weiteren Anleitungen an.

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Do-it-Yourself Nähen

Nähprojekt für Anfänger: Armstulpen mit Daumenloch

Nachdem ich mehre Armstulpen oder Handstulpen oder manche sagen auch Pulswärmer dazu, genäht habe wollte ich diese auch mal mit einem Daumenloch versuchen. Wie ich sie ohne Daumenloch ganz einfach mache habe ich in einer Schritt für Schritt Nähanleitung erklärt: „Armstulpen nähen, ganz einfach“.

Mit einem Daumenloch wird es jedoch etwas schwierig mit der Fütterung, und ich gebe zu ich habe lange gebraucht zu verstehen wie es geht. Nachdem ich es nun endlich kapiert habe möchte ich Euch diese Erkenntnis weitergeben und möglichst einfach erklären.

Schnittmuster für Armstulpen mit Daumenloch

Wie immer liebe ich es einfach und ohne langes Schnittmuster downloaden, ausdrucken oder gar kaufen! Wir machen uns unser Schnittmuster einfach selbst!

Dazu benötigen wir nur ein Blatt Papier, einen Stift und ein Metermaß.

Auf dem Blatt zeichnen wir zuerst die Länge ein. Ich habe nach einigen Versuchen 25cm als ideal heraus gefunden. Das entspricht bei mir ungefähr der Länge von 1. Fingergelenk des kleinen Fingers bis dort hin wie weit die Stulpe reichen soll. Wenn Du sehr klein bist, und es kürzer haben willst kannst Du hier schon gleich nur 23 cm veranschlagen.

Eine zweite Markierung machen wir für den Umfang. Dazu habe ich die dickste Stelle der Hand unterhalb des Daumens gemessen. Der Umfang des Daumengrundgelenks. Bei mir sind es etwa 23 cm, bei kleineren schmaleren Frauen wird es wohl etwas weniger sein. Das Maßband darf an der Stelle schon sehr eng liegen! Denn wir verwenden ja dehnbare Stoffe die noch etwas nachgeben.

Wir Markieren uns eine Ecke des Schnittmuster-Blattes… das ist sozusagen die Vorderkante der späteren Stulpe. Von dort aus machen wir eine Markierung bei 5cm. Und eine zweite nochmals 6 cm davon entfernt.

Wenn Du sehr schmale Hände hast und Du die beiden anderen Maße kleiner gewählt hast, dann kommt die zweite Markierung nach 5 cm.

Unser Schnittmuster sollte nun so aussehen:

Schnittmuster Handstulpen mit Daumenloch nähen

Stoff zuschneiden:

Du schneidest aus dem Außenstoff und dem Innenstoff je 2 Vierecke aus. Dabei kannst Du Dein Blatt Papier als Lineal verwenden.

Am einfachsten ist es wenn Du zuerst den dickeren bzw festeren Stoff markierst und ausschneidest und diesen dann auf den dünneren weicheren Stoff auflegst/feststeckst und dann diesen drum rum schneidest.

Wenn dadurch der zweite Stoff (meistens der weichere Innenstoff) minimalst größer zugeschnitten ist, macht das gar nix! Denn Du orientierst Dich beim Nähen ja an dem kleineren.

So werden die Handstulpen genäht

Nähe nun die beiden Stoffstücke rechts auf rechts liegend an der Kurzen Seite zusammen. Wir nähen Nähfüßchenbreit. Wenn Deine Maschine einen dehnbaren Stich hat, kannst Du ihn verwenden. Aber ich haben mit dem normalen Stich auch gute Erfahrungen gemacht.

Nun die Teile auseinander klappen und längst zusammen stecken. Hierbei unbedingt an der Naht in der Mitte beginnen. Wichtig ist das hier Naht auf Naht zusammen kommen.

genau gleich wie bei der ersten Variante, hier ist der wichtigste Punkt, diese Näht muss genau übereinander liegen.

Jetzt legen wir unser „Schnittmuster“ mit der Markierten Seite direkt an die Naht und stecken den Markierungen entsprechend Stecknadeln quer in beide Stofflagen. Dabei die Nadeln nicht ganz hinein schieben, sondern etwa 1 cm herausragen lassen.

Den zusammengeklappten Stoff gemäß unserer Skizze Stecken. Die Nadeln Markieren den Anfang und das Ende des Daumenlochs
Hier siehst Du wie ich die Rosa Markierung direkt an die Naht angelegt habe. Achtung Seitenverkehrt wie oben… das muss so sein
So ähnlich sehen die beiden vorgesteckten Armstulpen jetzt aus

Armstulpen Nähen

Nun nähen wir Nähfüßchenbreit bis zur ersten Nadel die das Daumenloch markiert. Wichtig das „verriegeln“ nicht vergessen. Nähe dazu die letzten 5-6 Stiche mehrfach vor und zurück (WICHTIG!).

Wir nähen bis zur roten Nadel, verriegeln und springen dann zur blauen Nadel, hier auch zuerst verriegeln

Bei den nächsten zwei Markierungsnadeln genauso das Stück zwischen den beiden Daumenloch-Nadeln auslassen. Wichtig verriegeln nicht vergessen.

Nun sieht Deine Naht etwa so aus, nicht wundern wenn es sicht so wie in diesem Beispiel zusammenzieht, das ist normal.

Die Fäden kurz abschneiden, denn die können uns jetzt sehr stören.

Das ganze in der Mitte zusammenklappen. Also den schwarzen auf den grauen Stoff legen. Der Knick ist genau auf der Naht .

Aufeinander klappen, rechts im Bild ist die Naht zwischen beiden Stoffen.

Nun liegen beide Stoffe aufeinander. Unser langer Schlauch ist in der Mitte gefaltet. die Naht zwischen den beiden Stoffen ist genau unser knick. Wir legen das jetzt so exakt aufeinander, das beide „Löcher“ aufeinander liegen.

Hierbei helfen uns die Stellen mit der Verriegelung, wenn Du genau fühlst kannst Du diese an beiden Lagen ertasten. Lege diese genau aufeinander.

Jetzt kommt der Trick

Wir klappen jetzt bei beiden Stoffen jeweils die Lage in der Mitte nach innen. Also ich spreche jetzt von dem „Loch“. Also dem Stück zwischen den beiden verriegelten Stellen.

so klappen wir den grauen Stoff nach innen ein.. der Schwarze Stoff dann gegengleich

Ich weiß das klingt jetzt kompliziert, aber wenn man es mal gemacht hat wird es logisch. Wir klappen von dem bunten Stoff eine Lage nach innen und von dem Schwarzen die gegenüberliegende auch. So bleiben die beiden Äußeren Lagen übrigt und die Stecken wir so zusammen.

Wie gesagt es geht hierbei nur um das kurze Stück zwischen den beiden Verriegelungen. Nun liegen eine Bunte und eine Schwarze Stofflage rechts auf rechts zusammen.

Dieses kleine Stück nähen wir jetzt zusammen, dabei unbedingt darauf achten das nur die beiden äusseren Schichten erfasst werden. Die Naht etwas vor dem „Loch“ beginnen und ein paar Stiche länger als das „Loch“ nähen. Wichtig dabei Stets auf der Nahzugabe bleiben.

so in etwa sollte das dann aussehen… sorry Schwarz auf Schwarz war schwierig zu fotografieren.

Jetzt kommt das was ich am schwierigsten zum Erklären empfinde. Wir klappen alles einmal um auf die andere Seite.

Es wird zwar ein Bündchen und keine Handstulpe gehäht, aber es wird besonders verständlich gezeigt was ich hier meine:

Wenn Du das gemacht hast kannst Du die Armstulpe auf die richtige Seite drehen, also der Stoff der außen sein soll normal nach außen. Wie Du erkennt ist jetzt das Daumenloch richtig schön verstürzt.

Optional kannst Du jetzt eine Fixierungsnaht an die obere Kante machen damit sich das Innenfutter nicht um die Oberkante legt. Oder wie bei meine hellblauen Stulpen, da hab ich das Umklappen absichtlich fixiert.

Bei diesen Handstulpen habe ich die Unterkante offenkantig gelassen und nur das Innenfutter nach innen geklappt vernäht. Das sieht bei so dickem Wollstoff ganz gut aus.

Bei dünnerem Stoff ist es schöner wenn auch der Außenstoff etwa 1cm nach innen geklappt wird und mit dem Innenstoff vernäht wird.

Hier erkennt man ein wenig die Fixierungsnaht oben bei den Fingern und die Naht unten mit der Futter und Oberstoff miteinander vernäht wurden.

Viel Spaß beim Nach nähen!

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nach nähen und würde mich über ein Feedback sehr freuen. Wenn Du der Meinung bist das irgendwas fehlt oder ergänzt werden müsste freue ich mich über einen Kommentar oder e-mail.

Schau auch mal meine weiteren Nähanleitungen an:

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Do-it-Yourself Nähen

Nähen lernen: Rock aus Jersey supereinfach ohne Schnittmuster

Heute möchte ich Euch zeigen wie man ganz einfach einen schmalen Rock näht. Ganz ohne Schnittmuster ! Ein Projekt für Anfänger und und Ungeduldige, denn es geht sehr schnell.

Auf die hier gezeigte Art und Weise kann man auch einen knappen Minirock machen, mein Beispiel ist jedoch etwas länger. Ich würde die Länge „Knieumspielend“ bezeichnen. Wie lang Du Deinen Rock machst bleibt Dir überlassen. Für eine Länge bis zu den Knöcheln ist dieser Schnitt allerdings nicht geeignet (zu eng).

Rock nähen ohne Schnittmuster. Nähanleitung für diesen eleganten Rock aus Jersey. Schritt für Schritt erklärt für Anfänger
Dieser Stoff ist auch Jersey obwohl er so „gewebt“ aussieht. Hier kannst Du gut erkennen wie ich mich an dem Muster orientiert habe. Also keine Angst vor Karos und Streifen!

Welcher Stoff ist geeignet?

Für diesen Rock brauchst Du einen „schweren“ Jersey. Also einen etwas dickeren gestrickten Stoff, der dehnbar ist. Baumwolljersey oder Viscosejersey ist für dieses Projekt zu dünn. Dieser Rock soll für den Herbst/Winter sein und ein einfacher T-Shirtstoff wäre zu dünn. Ausserdem könnte es leicht passieren das er an der Stumpfhose hoch wandert.

Im Herbst werden im stationären Handel sogenannte Romanitjersey oder Struckturjersey in verschiedenen Zusammensetzungen angeboten. Dabei handelt es sich meistens um Mischungen aus Polyacryl mit einem Anteil Baumwolle, Viscose oder sogar Wolle. Für dieses Projekt ist so eine Mischung sehr willkommen.

Wichtig ist das Du beim Kauf den Stoff richtig anfässt und beurteilst ob dieser nicht zu weich ist. Wenn der stoff sehr weich und fließend ist, kann es passieren das sich zu viel abzeichnet, sprich man eventuell Unterhose oder Naht der Strumphose durchdrücken sieht. Das wäre gar nicht schön.

Der Stoff sollte also etwas Fester sein, aber dennoch ein Bißchen „fallen“. Das kannst Du beurteilen, wenn Du eine Ecke des Stoffs hoch hebst. Dann fragst Du Dich am besten, fühlt sich das ähnlich an wie ein Rock oder Kleid das ich bereits besitzte.

Wichtig: Der Stoff solle auf der Rückseite möglichst glatt und rutschig sein. Denn wir wollen den Rock ohne Futter nähen. Eine Rauhe Unterseite könnte das Hochrutschen an der Strumpfhose bewirken.

Wieviel Stoff brauchen wir für diesen Rock?

Am besten überlegst Du Dir schon vorher wie lang Du den Rock haben willst. Ich wollte ihn etwa bis zum Knie. Also habe ich mir die Länge von der Taillie (da wo der Rock sitzten soll) bis zum Knie abgemessen.

Achtung das geht nicht wenn Du Dich bückst. Entweder bittest Du jemand das mal schnell im Stehen abzumessen oder Du lässt ein Meterband mal eben bis zum Knie runter hängen.

Aktueller Hinweis: Momentan darfst Du NICHT die Verkäuferin bitten Deine Länge abzumessen, denn Aufgrund der Corona-Auflagen sollte diese gar NICHT NAH GENUG an Dich heran kommen:

Bei mir komme ich auf etwa 60 cm. Diesem Maß zähle ich noch 10cm hinzu. Für mich reichen also 70cm Stoff.

Wenn Du wie auf dem Bild zu sehen passende Armstulpen machen möchtes brauchst Du noch etwa 30cm mehr. Also einen Meter.

Was brauchen wir noch?

  • Gummiband 2-4 cm breit
  • Nähfaden in passender Farbe
  • Nähmaschine

So wird Maß genommen

Zuerst nehmen wir Maß, wir brauchen den Taillienumfang, den Hüftumfang und die ungefähre Höhe wie weit diese beiden Linien auseinander sind.

Taillie ist da wo die dünnste Stelle ist, hier wird dieser Rock später sitzen. Wenn Du ihn lieber auf der Hüfte tragen willst, dann nimm das Maß. Das zweite Maß ist dort wo der dickste Punkt ist. Je nachdem wie Dein Hintern/Becken geformt ist, ist das mal etwas höher oder tiefer, deshalb müssen wir den Abstand der dünnsten und der dicksten Stelle mit notieren.

Bei mir ergeben sich etwa folgende Zahlen:

  • Taillie 100cm
  • Hüfte 114 cm
  • Abstand der beiden oberen Werte ca 20cm

Diese Zahlen teilen wir durch 4:

  • Oberkante 25 cm
  • breiteste Stelle 28,50 (ich runde ab auf 28)
  • Höhe dazwischen 20cm plus doppelte Breite des Gummibands

mein Gummiband ist 2cm breit, also rechne ich zur Höhe 4cm dazu.

Der Zuschnitt

Jetzt wird es spannend, denn nun kommen wir zu dem wichtigsten Schritt dem Zuschnitt. Der Zuschnitt ist eigentlich das entscheidende ob ein Kleidungsstück gelingt oder nicht. Nicht umsonst heißt der Beruf „Schneider“ und nicht „Näher“. Dennoch brauchst Du davor nicht allzuviel Angst haben, denn wenn wir mit dehnbaren Stoffen arbeiten, sind die Schnitte meistens ziemlich einfach und banal.

Rock Nähen ohne Schnittmuster. Schritt für Schritt Nähanleitung für Anfänger um aus Jersey einen eleganten Rock zu nähen
Rock nähen ganz einfach ohne Schnittmuster

Lege den Stoff so vor Dich wie oben auf dem Bild zu sehen. Auf der rechten Seite liegen die Aussenkanten des Stoffs übereinander.

Rock Nähen ohne Schnittmuster. Nähanleitung für Anfänger um einen Simplen Rock aus Jersey zu nähen
Rock nähen ganz einfach ohne Schnittmuster, aus Jersey

Jetzt klappst Du den Stoff einfach auf, wenn bei Deinem Stoff kein Knick in der Mitte sichtbar wird, markiere die Mitte mit einer Stecknadel oder ähnlichem (am besten oben und unten, damit Du eine gerade Linie hast)

einfachen Rock nähen aus Jersey, ohne Schnittmuster

Jetzt klappst Du die Aussenkanten zur mitte. der Knick oder die Markierte Linie helfen Dir dabei das es gerade ist.

So muss es jetzt aussehen. Die Aussenkanten des Stoffs liegen jetzt in der Mitte

Auf diese Weise haben wir jetzt zwei „Stoffbrüche“, das heist Kanten wo der Stoff zusammen geklappt ist. Du siehst auf den Fotos, das ich die rechte Seite außen liegen habe. Das ist im Augenblick allerdings noch egal.

Nun Markieren wir an der oberen Kante jeweis den ermittelten Wert für die Oberkante. Also jeweils 25cm (oder ein Viertel Deiner Taillie) von der Seite in Richtung der Mitte.

Auf dem hier gezeigten Stoff funktionierte meine Schneiderkriede nicht, das ist bei Dir vermutlich genauso, weil der Stoff zu sehr nachgibt. Also benutzte zum Markieren eine Stecknadel. Dabei darauf achten das die Nadel durch beide lagen Stoff geht.

Deine Markierung könnte so aussehen

Wenn es für Dich leichter ist kannst Du nun eine leicht gebogene Linie von dem Markierungspunkt an der Oberkante zu dem zweiten Punkt ziehen. Auf dem hier fotografierten Stoff geht das allerdings nicht und deshalb habe ich diese Imaginäre Linie gleich mit der Schere geschnitten. Achtung! Durch beide Stoffschichten.

So wird genäht

Jetzt stecken wir die beiden Rockhälften rechts auf rechts an einer Seite aufeinander. Wenn Du wie ich den Bogen von Hand ausgeschnitten hast, könnten die Teile jetzt ganz leicht unterschiedlich sein. Das macht nichts, denn wir haben ja dehnbaren Stoff und diese Abweichung wird man später nicht mehr bemerkten.

Wichtig ist jetzt nur das Du die Kanten ungefähr aufeinander kriegst. Wenn Dein Stoff wie bei meinem Beispiel gemustert ist kannst Du Dich jetzt etwas an dem Muster orientieren und gucken das Streifen oder ähnliches aufeinander treffen. Aber auch das muss nicht 100%ig sein.

Erst mal eine Seite mit Stecknadeln fixieren und Nähfüßchenbreit mit einem mittleren Stich nähen. Wenn Deine Nähmaschine einen spreziell dehnbaren Stich hat kannst Du diesen hier verwenden. Aber ich habe meine Nähte in Längsrichtung alle mit dem normalen geraden Stich genäht. Da der Rock unter normalen Umständen nicht in die länge gezogen wird ist das okay.

Danach machst Du das gleiche auf der anderen Seite.

Wer jetzt gut aufgepasst hat wird bemerken das ich keine Nahtzugabe erwähnt habe. Das ist Absicht! Wir nähen unseren Rock bewußt schmaler als Deine Tailie und Hüfte., denn wir haben ja dehnbaren Jersey der Figurnah sitzen soll.

Erste Anprobe

Nun schmuppfst Du einfach mal kurz in den unfertigen Rock. Vermutlich ist er leicht zu weit. Falls ja, Stecke ihn an 2-3 stellen mit einer Stecknadel so wie es besser sitzt.

Wenn Dir das mit dem abstecken schwer fällt, dann zieh den Schlauch doch einfach links herum an. Also das die schöne Seite zum Körper zeigt. Dann hast Du seitlich die Nähte abstehen. Diese kannst Du nun entsprechend enger fassen und Dir den Abstand zur Näht merken, oder eben mit Nadeln fixieren.

Bei mir waren es beim ersten Versuch auf jeder Seite etwa 2 cm. Vor paar Tagen habe ich einen solchen Rock für meine Schwester gemacht, nach ihren Angaben und bei der Anprobe war der Rock auch zu weit.

einfach enger Nähen!

Da mein erster Versuch zu weit war, habe ich einfach die vorhandene Naht als Orientierung genommen und nochmal 2cm daneben genäht. Bei gemusterten Stoff kann man dazu das Muster als Hilfe nutzen. Bei Einfarbigen Stoff kann es hilfreich sein sich den Abstand zu markieren. Aber ganz ehrlich, das war mir zu aufwändig, ich hab einfach geschätzt und versucht überall den gleichen Abstand zur vorhandenen Naht einzuhalten.

Danach einfach nochmal rein schlupfen und wenn die neue Naht stimmt, dann kann man die Überschüssige erste Naht weg schneiden.

Je nach Stoffart kann es sinnvoll sein die Kanten jetzt mit einem Zickzackstich zu versäubern. Bei meinen drei Beispielen habe ich nur den grauen Stoff „gezackelt“. Bei den meisten Jerseys ist das nicht nötig.

Nähen lernen: Rock aus Jersey, supereinfach ohne Schnittmuster

Tunnel nähen für den Gummi.

Nun schlagen wir oben etwas mehr wie der Gummi breit ist nach innen um. Zum Nähen finde ich es einfacher wenn der Rock auf links gedreht ist und wir oben nach außen klappen. Du könntest jetzt hier super exakt ausrechnen wieviel Du umklappen musst und das alle paar Centimeter abstecken. Okay das wäre dann korrekter und hunderprozentig gerade, braucht aber erheblich mehr Zeit.

So Messen wir den Tunnel für den Rockbund. Etwas breiter als das Gummiband. Nicht zu knapp damit man den Gummi gut einziehen kann.

Wenn Dein Stoff gemustert ist wie bei meinen Bildern, dann kannst Du einfach nur das Muster als Orientierung verwenden. Bei einem einfarbigen Stoff kannst Du an 4 Stellen die Höhe abmessen und markieren, damit es nicht zu schräg wird. Bei meinem Stoff auf dem Bild oben habe ich einfach die Kästchen als „Lineal“ benutzt. funktioniert auch.

Wie mach ich, daß die Naht elastisch ist?

Der hier verwendete Stoff ist elastisch. Und gerade beim an und ausziehen zieht man ihn etwas in die Breite. Eine normale Naht könnte hier aufgehen. Deshalb verwenden wir für alle Nähte die quer gehen einen Zickzack-Stich. Wenn Deine Nähmaschine einen spreziellen Jerseystich für Elastische Nähte hat, kannst Du diesen verwenden. Aber wenn nicht, einfach einen normalen Zickzack Stich wählen. Etwa mittlerere Breite und die stichlänge auch etwa mittel.

Auf meinen Bildern kannst du die Nähte nicht sehen, da die Stiche in dem Muster komplett untergehen. Also noch ein Argument für gemusterte Stoffe als Anfängerprojekte.

Gummi in den Tunnel einziehen

Den „Tunnel“ nähen wir rund rum, lassen aber das letzte Stück etwa 5-10 cm offen. Denn das Gummitband muss ja noch hinein. Dazu gibt es hier eine gutes Erklärungsvideo.

In dem Video spricht die Dame von „Bund berechnen und Nahtzugabe…“ mach Dir darum keinen Kopf. Der Gummit muss so lang sein das er leicht gespannt um die Tailie geht auch wenn die Enden etwas überlappen.

Gummi zusammen Nähen und den Tunnel mit Zickzackstich schließen.

Saum Nähen

Wenn der Gummi eingezogen ist kannst Du den Rock nochmal anprobieren und nun festlegen wo der Saum sein soll. Denk beim Abmessen/ Abstecken daran das Du Dich bückst und von daher der Rock länger wirkt. deshalb lieber abstecken und nochmal vor einem Ganzkörperspiegel die Länge checken.

Wenn Du es Dir einfach machen willst kannst du auch die Länge eines bestehenden supergut sitzenden Rocks abmessen. Wenn Du schon mehere Röcke gemacht hast weißt Du auch schon Deine Länge.

So wird der Saum genäht

Es gibt Leute die raten vor dem Säumen die Kante mit einem Zickzackstich zu versäubern. Gerade Anfängern möchte ich davon abraten! denn es kann viel zu leicht passieren das sich die Kante dann kräuselt oder in die Breite zieht. Deshalb wenn Du meinst Kanten versäubern ist notwendig, mach dies besser nach dem Umnähen.

Steck deinen Saum am besten mit Stecknadeln vor. Die Nadeln allerdings so einstechen das Du sie während dem Nähen bevor die Stelle unter den Nähfuss kommt herausziehen kannst. So ein Muster wie in meinem Beispiel ist enorm hilfreich, denn daran kann man sich super orientieren.

Setze die Naht so weit weg von der Unterkante wie möglich, aber schon so das das komplette Nähfüßchen auf dem Saum liegt. Wir nähen also mit der Rechten Seite Unten und der Saum guckt uns an. Genau wie oben beim Tunnel. Auch wieder mit einem mittleren Zickzack-Stich.

Bei Dieser Näht ist es wichtig das Du ordentlich und gleichmäßig nähst, denn im Gunde ist das die einzige Naht die man nachher sehen kann. Mein Tipp, mach einfach Langsam. Paar cm nähen, wieder Stoff zurecht legen, wieder ein Stückchen, wieder zurecht legen.

Solltest Du merken das Du schräg bist, dann kannst Du das noch leicht korrigieren. Mit nur ganz leichten Richtungsänderungen, denn einen Bogen oder Knick könnte man hier jetzt sehen.

Fertig ist Dein Jerseyrock!

Wichtig vor dem Tragen erst noch probieren ob er sich nicht an Deiner Strumpfhose statisch aufläd und hoch wandert. Diesen Test unbedingt mit Jacke und Schuhe machen, denn diese Materialien können sowas begünstigen.

Viel Spaß beim Nähen!

Ich hoffe ich konnte Dir mit meiner Anleitung helfen und Dir hilfreiche Tipps geben. Bei Fragen und Anregungen kannst Du mir gerne eine E-mail schreiben oder hier kommentieren. Weitersagen und Teilen erwünscht.

Passende Handstulpen nähen

Wenn Du noch etwas Stoff übrig hast kannst Du daraus ganz einfach passende Armstulpen nähen. Wie das geht erkläre ich dir unter Armstulpen Nähen.