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Verkehrsmittel

Flixnight mit dem Zug von Lörrach nach Hamburg

Mit dem „Flixnight“ dem ersten Nachtzug von Flixtrain kann man extrem preisgünstig von Lörrach oder Freiburg nach Hannover oder Hamburg reisen. Hier lest Ihr meine persönlichen Erfahrungen.

Flixbus macht nun auch „in Züge“. Allerdings ist das Streckenetz noch sehr begrenzt. Bisher fahren die grünen Züge erst auf einer Hand voll Strecken. Doch seit kurzen bietet Flixtrain auch eine Verbindung ab und nach Lörrach an.

Es handelt sich im Grunde um die alte Autozug-Strecke von Hamburg-Altona nach Lörrach. Die Deutsche Bahn hat diese Strecke aufgegeben doch die Firma BTE betreibt diese Strecke weiter und über Bahntouristikextpress.de kann man jetzt wieder Autozug buchen.

Neu ist allerdings das an diesem Zug ein zusätzlicher Wagon hängt für Flixbus Kunden ohne Fahrzeug.

Buchen kann man diese Tickets über die Flixbus-App. Eine Platzreservierung oder Wahl einer Einzelkabine oder ähnliches ist hier nicht möglich. Es gibt nur eine einzige Preiskategorie. Aber diese ist der absolute Hammer! Ab 19,99€ konnte ich von Lörrach nach Hamburg reisen! Der Zug verkehrt allerdings nicht Täglich.

Ich hatte angesichts dieses billigen Preises große Bedenken ob es sich wirklich um einen Liege- oder Schlafwagen handelt und etwas Angst ob ich wirklich schlafen kann.

der Flixtrain von Lörrach nach Hamburg von aussen
Flixtrain von Aussen

Dies war mein Wagon, im Grunde genau gleich wie die anderen Wagons für die Autozug Kunden.

Flixtrain von Innen Einstiegsbereich
An den Türen sieht man das es ältere Wagons sind
Dieser Zug wird von BTE betreieben
Schild im Wagon
Innenansicht Flixtrain Nachtzug Flixnight Hamburg-Lörrach
Innenansicht Flixtrain Nachtzug Abteil
Alles Neu, Sauber und Gemütlich. Selbst genügend Steckdosen vorhanden.

Von Aussen sieht der Wagon alt aus doch innen findet man neue Polster, saubere Flächen, Steckdosen für Handy und Laptop. Jede der 5er Kabinen ist mit individell regelbarer Klimaanlage und Türverriegelung ausgestattet. Es gibt kostenloses und gut funktionierendes Wlan.

-UPDATE- Bei zwei weiteren Fahrten hatten wir einen anderen Wagon, von der Ausstattung her fast gleich, doch nicht diese Armlehen, die während dem liegen unerwünscht herunter klappen können. Stattdessen kan der mittlere Sitz als Tisch herunter geklappt werden.

Da diese Zug Verbindung noch nicht wirklich bekannt ist, waren wir bei unserer Abfahrt in Lörrach 2 ! Personen. Später in Freiburg zusteigende Fahrgäste wurden auf andere Kabinen verteilt so das wir die komplette Fahrt nur zu zweit blieben.

-UPDATE – bei meiner zweten Fahrt waren wir 5 Personen und in Freiburg sind 8-10 Leute eingestiegen.

Die Liegeflächen sind zwar schmal aber angenehm zum liegen (wie harte Matratze, also gut für meinen Rücken). Ich bin 1,75 groß und konnte bequem liegen. Für Personen über 1,90 könnte es allerdings eng werden. -UPDATE- Ein junger Mann, der 1,92m groß ist, meinte er streckt die Füße raus dann geht#s grade so.

Eng werden könnte es auch dann, wenn wirklich 5 Personen in einer Kabine sind und gleichzeitig ihre Betten richten wollen. Da muss man sich eben etwas absprechen und dies nacheinander tun. Da es keine fest gebuchten Plätze gibt muss man sich halt mit den anderen Reisenden etwas absprechen und arrangieren. -UPDATE- wir waren von Hamburg nach Lörrach 4 Personen, das ging ganz gut. Wenn möglich wird nach Ausstiegsbahnhof und Geschlecht eingeteilt.

Das Bettzeug ist sauber und zweckmäßig. Selbst das Kopfkissen war angenehm und sauber (nicht muffelig). -UPDATE- Bettwäsche war jedes mal gleich gut.

Überhaupt war ich sehr begeistert von der Sauberkeit überall im Zug. Solches bin ich von meinen Reisen mit der deutschen Bahn nicht gewohnt.

Selbst die Toilette hat mich durch ihre gepflegte Sauberkeit begeistert. -UPDATE- der andere Wagon war sauber aber nicht ganz so perfekt wie der erste.

Ersatzpapier, Handwaschpaste, Lufterfrischer und sogar eine Klobürste! In welchem Zug gibt es schon so etwas?

Innenansicht Flixtrain Nachtzug Toilette
Flixtrain Toilette
Innenansicht Flixtrain Nachtzug Toiletten sauberkeit
Ein Blick in die Toilette

Zusätzlich gibt es noch mehrere Waschräume, also noch kleinere Räume mit Waschbecken, Spiegel und Steckdosen. Ausreichend um Gesicht zu Waschen, Zähne putzen und Rasieren. Diese sind noch enger als die Toiletten. So das ich mich nicht mit dem Gesicht nahe über das Waschbecken beugen kann. Aber es geht wenn man Türe einfach auf lässt. Ich finde das noch zumutbar wenn man während man Zahnpasta ausspuckt mal kurz im Gang steht. Das Wasser ist warm.

Es gibt die Möglichkeit den Speisewagen zu nutzen. Der im Gegensatz zum Flixtrain Wagon sehr voll war. Da ich nicht selbst dort war kann ich leider nichts über das Preisniveau sagen. -UPDATE- keiner der Flixtrain Kunden die ich gesprochen habe hat je den Speisewagen besucht.

Auch ist es möglich dort ein Frühstück zu bestellen. Dieses sollte man allerdings schon bei Abfahrt vorbestellen. Die Autozug Fahrgäste buchen dieses bereits bei Fahrkartenkauf.

Der für uns Flixbus Kunden zuständige Mitarbeiter war sehr freundlich und hilfsbereit. Offensichtlich war auch er es der entscheiden konnte wie er die Fahrgäste auf die Abteile verteilt. Wenn man also Wünsche hat, kann man sicher mit ihm reden. Gerade beim Start in Lörrach ist ausreichend Zeit um evtl. etwas zu ändern.

Mein Fazit:

Ich werde diesen Zug sicher nochmal nutzen, denn preiswerter kommt man nicht nach Hamburg. Für Gruppen oder Familien stelle ich mir das auch sehr toll vor. Denn mit Menschen die man kennt ist so eine Nacht im engen Abteil nochmals angenehmer.

-UPDATE – bei meiner zweiten und dritten Fahrt habe ich jeweils 29,99€ bezahlt.

Update August 2019 meine Schwester ist diesen Monat mit dem Zug gefahren, sie hat sehr kurzfristig gebucht und für die Fahrt von Lörrach nach Hamburg 59,99€ bezahlt. Sie waren zu viert im Abteil, der Zug war sauber und kam planmäßig an.

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Allgemein Fotografie

Weissenstädter See

Der Weissenstädter See ist ein etwa 48 Hecktar großer Stausee im Fichtelgebirge also nord-östlicher Teil in Bayern.

Auf meiner Reise nach Bad Elster hatte ich die Gelegenheit einen kurzen Zwischenstopp in einem der Kur-Hotels in Weissenstadt zu machen.

Das Wetter war für April ungewöhnlich warm und wir konnten sogar im Pool draussen Baden. Leicht iritierend im Badeanzug in der Sonne zu sitzen und auf blühende Obstbäume zu blicken.

Am Abend gönnten wir uns einen Spaziergang um den See herum. Was ich sehr genoss, denn nach 9h Zugfahrt sehnen sich meine Beine nach Bewegung.

Rund um den See ist ein ordentliches und Rollstuhlgerechtes Wegenetz angelegt das von Kurgästen, Rollerbladern und Joggern gerne genutzt wird. Es gibt zahlreiche Bänke die zum Verweilen einladen.

Ein Teil der Uferpromenade ist beleuchtet, so das uns die hereinbrechendende Dunkelheit nicht nervös machte.

Wir waren genau zum richtigen Zeitpunkt am See und haben einen Wunderschönen Sonnenuntergang erlebt.

Hier nur ein paar meiner Fotos. Die wirkliche Faszination eines solchen Naturschauspiels kann man eh nicht wirklich mit einer Kamera einfangen.

Die Oberfläche des Sees lag ganz still. Der See ist mit knapp 3 Meter gar nicht tief und kann/darf nur mit Ruderbooten befahren werden.

Man sieht das die Bäume Mitte April noch kahl sind. Doch überall bricht gerade frisches Grün hervor.

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Nach Koblenz über Berlin

Vielleicht habt ihr Euch schon gefragt warum ich so einen enormen Unweg nehme. Mein Wohnort liegt knapp 900km von Berlin entfernt. Aber das Hauptziel meiner letzten Reise war unter anderem eine Veranstaltung in Ransbach-Baumbach bei Koblenz, welches für mich nur etwa 400km entfernt liegt.

Der Hauptgrund war, das ich meine langjährigste Freundin besuchen wollte. Wir kennen uns nun schon über 25 Jahre und früher sind wir sehr oft gemeinsam zu Veranstaltungen und Konzerte von Thomas Anders gefahren. Sie wohnte damals in Basel und ich hatte ein Auto. Da war es eigentlich ein Klacks mal schnell über die Grenze zu fahren und sie abzuholen.

Über 10 Jahre lang entwickelten wir gemeinsam die „Pinwand für Thomas Anders Fans“. Unsere kleine „Fanzeitung“ begannen wir damals mit 12 Lesern … seit dem ist viel passiert und hat sich viel verändert! Zeitweise hatten wir über 120 Leser und später die zugehörige Webseite: http://www.Thomasanders-fan.de

Später haben wir beide dieses selbst entwickelte Amt an andere Fans weitergegeben. Und unser Kontakt wurde dadurch weniger.

Seit letztes Jahr wohnt sie nun in Berlin. Und als der Termin für den Thomas Anders-Fanday in Ransbach-Baumbach bekannt wurde machte eine Bekannte eine eigentlich ironisch gemeinte Bemerkung „Uschi ist verrückt genug um sie in Berlin abzuholen“.

Nachdem ich die letzten 2 Jahre sehr schöne Erfahrungen gemacht habe eine andere Freundin in Hamburg zu besuchen, dachte ich mir ich könnte das sehr gut mit einem Aufenthalt in Berlin verbinden.

Ganz nebenbei bemerkt, die Freundin in Berlin ist gehbehindert und somit ist reisen für sie nur mit Begleitung möglich. Aber das hat uns in der Vergangenheit nie aufgehalten!

Ich flog mit Easyjet für sehr wenig Geld von Basel nach Berlin. Dabei möchte ich anmerken das die Anreise zum Flughafen mit schweizer S-Bahn und Bus fast halb so viel kostet wie der Flug!

Mehr zu Thema Easyjet hier:

Den ersten Tag in Berlin liessen wir noch sehr ruhig,einfach nur Teetrinkend und quatschend in ihrer Wohnung, angehen. Ich war zwar in der tollen großen Stadt aber ich wollte mich nicht unter Druck setzen und von einer Sehenswürdigkeit zu nächsten hetzen. Eine starke Erkältung steckte mir noch in den Knochen und so genoss ich einfach nur die Ruhe und das Wiedersehen.

Am zweiten Tag ging es dann wieder auf die Reise. Im IC ohne Umsteigen nach Koblenz. 6h Zug fahren mit einer alten lieben Freundin. Das war schön jemand zum quatschen dabei zu haben und so verging sie Fahrzeit wie um Flug.

In Koblenz hatten wir ein Hotel direkt beim Bahnhof. Also mussten wir mit dem Rollstuhl und dem gesamten Gepäck nur einmal quer über den Vorplatz. Perfekt.

Eigentlich war das einzige Handycap das Kopfsteinpflaster auf dem mein Rollenkoffer nicht so richtig rollen wollte.

Am Abend trafen wir uns zum Essen mit ein paar anderen Thomas Anders-Fans in einem nahen italienischen Restaurant. Die Auswahl war schnell getroffen „wir treffen uns dort wo es keine Treppen hat“.

Am nächsten Morgen fuhr uns dann eine Fanfreundin mit dem PKW nach Ransbach-Baumbach. Dabei war die größte Herausforderung ob wohl der Rollstuhl un das Auto passt… ja ganz knapp.

Nach der Veranstaltung fuhren wir mit einer anderen Freundin zu einem Hotel in einem benachbarten Dorf. Nochmals Wiedersehenfreude mit den Fans aus Frankreich. Bei einem Plastikbecher Prosecco und allerlei Knabbereien (mitten in der Nacht im 5 Bett Zimmer) stellten wir fest das wir uns zum Teil schon 30 Jahre kennen!!!

Am nächten Morgen ging es zurrück nach Koblenz und wieder 6h in den Zug nach Berlin.

In einem wunderbar leckerem Italienischen Restaurant liessen wir dann das Wochende gemütlich ausklingen.

Meine erste Sehenswürdigkeit in Berlin
Meine erste Sehenswürdigkeit in Berlin

Und dann am Montag haben wir endlich etwas die Stadt besucht.

Bei uns sehen die Ampelmännchen anders aus
Ampelmännchen

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Berlin von oben mit dem Rolli

Vergangene Woche war ich in Berlin unterwegs. Eine faszinierende interessante Stadt. Ich war zum Teil mit einer Freundin,die einen Rollstuhl hat in Bus und U-Bahn unterwegs. Und ich war beeindruckt wie gut das funktioniert!

In Berlin fahren zum Teil Doppeldecker Busse, die gibt es hier nicht. Aber die anderen sehen kaum anders aus als die hier. Sogenannte „Niederflur-Busse“ sind ja fast überall Standart. Aber dass man in diese so gut mit einem Rolli rein und raus kommt hätte ich nicht erwartet.

In meinem Wohnort ist es ja schon fast etwas besonderes, wenn jemand mit Kinderwagen es wagt un den Bus zu wollen. Und alle mit Rollator trauen sich schon gar nicht.

Nicht so in Berlin. Dort sind die Distanzen so groß und es ist völlig normal mit Rollator, Kinderwagen, Einkaufstrolli, Rollenkoffer oder Rollstuhl in den Bus zu steigen.

Und ist der Rollifahrer alleine, steigt der Busfahrer aus kommt zu hinteren Türe und hilft. Gegebenenfalls klappt er (oder Sie, Frauen machen das auch) manuell die Rampe aus.

Diese „Klappe im Boden“ sehe ich oft in öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber ich habe zuvor noch nie einen Busfahrer erlebt der sich die Mühe macht diese zu nutzen.

Letzte Woche habe ich eine Situation erlebt, die mich beeindruckt hat. Im Bus befanden sich bereits viele Leute, ein Rolli und ein großer Kinderwagen. Für mein Empfinden waren wir so gut wie voll. Doch dann standen an der Haltestelle 2 Rollifahrer. Alle Fussgänger im Bus rückten unaufgefordert auf um den Stehbereich bei der hinteren Türe frei zu geben. Unaufgefordert! Keiner musste was sagen. Fremde neben dem Kinderwagen packten mit an um diesen seitlich ganz nah an die Sitze zu stellen. Die Busfahrerin war sofort an der hinteren Türe,um die Rampe auszuklappen, und die erste Dame im Rollstuhl konnte ohne Probleme hineinfahren. Der zweite Rolli war ein großer schwerer Elektro. Dieser fuhr hinein doch dann stellte die Busfahrerin fest dass nun die Klappe nicht mehr rein ging. Alle Fahrgäste versuchten nich etwas mehr Platz zu machen, doch es half nichts. Der Mann im Elektro-Rolli reagierte gelassen und meinte „okay dann nehme ich den nächsten“. Die Busfahrerin entschuldigte sich sogar obwohl es ja nicht ihre Schuld ist, dass der Bus voll ist. Beim Rückwärts hinaus fahren blieb der schwere Rolli mit dem Rad in einer Verkehrsinsel hängen und aus dem Bus rief jemand „er hängt“ die Busfahrerin reagierte beherzt und trat kraftig gegen den Rollstuhl und er kam aus der misslichen Falle.

Der Bus hatte übrigens keine Verspätung!!!

Hier un meiner Gegend hätte ein Busfahrer in der Situation vermutlich nicht mal die Türe aufgemacht und hätte gesagt „wir sind voll, ihr passt nicht rein!“

Wir sind mit diversen Bussen und U-Bahnen gefahren und ich muss sagen die Aufzüge sind überall sehr gut ausgeschildert, funktionierten und waren sauber.

Fast bei jedem Ein-oder Ausstieg boten sich Passanten an zu helfen. Wow!

Wir besuchten natürlich auch den Alexanderplatz und meine Begleitung wusste bereits das man auf den berühmten Fernsehturm nicht mit Rollstuhl oder Gehilfen darf. Ist wohl aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Da hatte ich die Idee man könnte bei einem sehr hohen Hotel ganz in der Nähe schauen ob die eine Aussichtsplattform haben. Haben sie und der Eintritt dort kostet 4,-€… aber nur für Fussgänger, denn die letzten 5 Etagen muss man zu Fuss gehen.

Auf meine Frage wo man denn mit Rolli hoch darf, holte die Angestellte einen Kollegen, der uns sehr freundlich und kompetent beschreiben konnte wo dies möglich ist. Inclusive wo an den U-Bahn-Haltestellen die Aufzüge sind.

Mit dieser nahezu perfekten Wegbeschreibung fanden wir barrierefrei und einfach den Weg zum Panoramapunkt am Potsdamer Platz.

Der Höchstgeschwindigkeitsaufzug kostet pro Person 6€. Rollstuhl und Gehilfen sind kein Problem. Der Aufzug fährt wirklich schnell! Im 25. Stockwerk ist man innerhalb weniger als eine halbe Minute! Nicht unbedingt für sehr empfindliche Personen geeignet. Meiner Bekannten im Rollstuhl hat es nichts ausgemacht, aber sie fährt auch gerne Achterbahn usw.

Die Aussicht von der dreieckigen Plattform aus ist beeindruckend. Und das Gemäuer ist so niedrig, dass Personen im Rolli auch wirklich etwas sehen. Man ist dennoch von einem hohen Gitter umgeben, was die Höhenangst etwas verhindert.

An meheren Stellen gibt es Übersichttafeln auf denen wichtige Gebäude markiert sind.

Direkt gegenüber ist der DB Tower. Ein Bürogebäude der deutschen Bahn, und da die gesamte Fassade fast nur Glas ist, kann man direkt in die Büros gucken.

Weitere Informationen findet ihr auch unter http://www.panoramapunkt.de

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Allgemein Konzerte/ Fan-Erlebnisse Verkehrsmittel

Flexibele Verkehrsmittelwahl

Facebook hat mich gestern an dieses Bild von Nino de Angelo und die zugehörige Reise erinnert. Das war echt eine Besondere Fahrt mit deutsche Bahn, Stadtmobil, S-Bahn, Fernbus… fast allem.

Nino de Angelo auf der Bühne in Bühl bei Mannheim
Nino de Angelo auf der Bühne in Bühl bei Mannheim

Aufgenommen ist das Bild in der Disco Terminal in Bühl bei Mannheim.

Um die Kosten gering zu halten bin ich damals mit dem Baden-Württemberg-Ticket der Deutschen Bahn nach Mannheim gefahren. Mit dieser Fahrkarte kann man so weit fahren wie man möchte, allerdings nur mit Nahverkehrzügen. Dieses hatte ich fast die längsmögliche Strecke von Basel nach Mannheim ausgereizt. Was allerdings bedeutete das ich mindestens in Offenburg und Karlsruhe umsteigen muss.

Ich weiß nicht mehr genau die Uhrzeiten aber ich war mindestens 5 Stunden unterwegs.

In Mannheim traf ich mich mit einer Freundin und unser erstes Ziel war die Bahnhoftoilette. Wir wollten uns gleich für die Disco umziehen, um dann auf ein Carsharing Auto von Stadtmobil umzusteigen.

Umziehen im oder am Auto war bei Minus Temperaturen keine Option.

Die Toiletten in Mannheim waren total überlaufen und man musste Schlange stehen. Eine Reinigungskraft versuchte die Schlange zu reduzieren und schickte uns beide gleichzeitig in die Gehbehinderten Toilette. Riesen Platz zum Koffer öffnen und umziehen.

Dann mussten wir erstmal den Leihwagen suchen. Ich hatte das Auto über die Stadtmobil Webseite gebucht und mir die Wegbeschreibung zum Stellplatz aufgeschrieben. Wohl gemerkt ich war das erste mal in Mannheim und hatte zuvor noch nie einen Wagen in einer fremden Stadt angemietet.

Das mit dem Auto finden klappte einwandfrei und auch der Bordcomputer erkannte meine Mitgliedskarte und ich konnte los fahren. Nur hatte der Wagen ein Autoradio/ Navigationssystem das offensichtlich einer der Vormieter durch zuviele Falscheingaben blockiert hatte. Wie sollten wir jetzt diese Disco finden?

Meine Freundin hatte seit wenigen Tagen ein nagelneues Smartphone und meinte sie könne damit Navigation machen. Zu dem Zeitpunkt war mir das total neu das sowas so einfach geht.

Wir probierten zusammen Googlemaps aus und das Gerät navigierte und problemlos und schnell zu dem Veranstaltungsort!

Der Auftritt von Nino de Angelo war toll aber sehr spät. Zuvor hatten wir Zeit einige Freunde der offiziellen Nino de Angelo Fangemeinschaft kennenzulernen.

Nach dem Auftritt war uns klar das es nun schwierig sein würde mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter zu kommen.

Deshalb hatte ich den Wagen auch bis 7 Uhr reserviert damit wir uns notfalls darin aufhalten könnten. Doch dafür war es viel zu kalt.

Meine Begleitung fand herraus das es eine S-Bahn Richtung Karlsruhe gab. Von dort aus sei es leichter und wahrscheinlicher Richtung Stuttgart zu kommen.

Diese S-Bahn war sehr begehrt bei den regionalen „Partypeoples“ und fast voll. Wir fühlten uns allerdings fast wie Ausserirdische, denn wir waren im ganzen Zug die einzigen über 25 und nicht besoffen!

Über eine Stunde lang zuckelten wir mit dieser ratternden Bahn durch die Dörfer und die Besoffenen Kids um uns herum stiegen nach und nach aus. Irgendwann erreichten wir endlich den Bahnhof Karsruhe wo wir die Haltestelle der Straßenbahn nach Heilbronn suchten.

Ich war schon lange nicht mehr wirklich orientiert und dankbar das meine Begleitung zielbewusst das Gleis fand… dort hieß es 30 oder mehr Minuten warten. Mitten in der Nacht, etwa 1 Grad, völlig übermüdet mit Gepäck…

Dann endlich die warme Bahn… nochmal ne Stunde oder so. Da es hier nicht so voll und laut war döste ich die meiste Zeit.

Gegen 7 uhr !!! Waren wir dann endlich in der Wohnung der Freundin. Endlich ein warmes Bett.

Am Nachmittag nach ein paar Stunden Schlaf bin ich dann weiter mit dem Nahverkehrzug nach Stuttgart zu meiner Schwester gefahren.

Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau ob ich an dem Abend mit dem Fernbus nach Lörrach gefahren bin oder am nächsten Tag.

Insgesamt war es ein Erlebnisreiches aber anstrengendes Wochenende bei dem ich die meiste Zeit in irgendwelchen Zügen saß.

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Fliegen mit Easyjet 

Ich wohne unweit des Euro Airports Basel-Mülhouse-Freiburg. Das ist ein eher kleinerer Flughafen der nicht von vielen Fluggesellschaften bedient wird und es gibt auch nur eine eingeschränkte Auswahl an Destinationen.

Viele Lörracher buchen deshalb Flugreisen ab Zürich, da der Flughafen innerhalb einer Stunde erreichbar ist.

Ab Basel fliegt unter anderem Easyjet. Geht man hier in Lörrach un ein Reisebüro wird man oft sehr früh schon gefragt „Pauschalreise ab Zürich oder Easyjet“

Aber was hat es mit Easyjet auf sich?

Reisebüros verkaufen am liebsten gar keine Easyjet Flüge. „Machen Sie das doch bitte selber“!

Wie Flug selber buchen wenn ich kaum ne Ahnung habe… ja das geht.

Auf der Webseite oder noch praktischer in der entsprechenden App für Android Handys und auch I-Phone.

Die Bedienung der App (ich kann nur für die Android Version sprechen) ist beinahe so einfach wie Fernbus buchen. Natürlich muss man ein paar mehr Passagierdaten hinterlegen, wie beispielsweise Ausweisnummer usw. Voraussetzung für die Buchung ist eine gültige Kreditkarte.

Eine Barzahlung ist selbst im Reisebüro nicht möglich.

Die Preise sind extrem billig, je nach Reisetermin kann man Schnäppchen für 19-29 Euro machen… Basel- Hamburg für 29,-€. Basel-Berlin 19,-€.

Aber Vorsicht, die angezeigten Preise sind nur der „Grundpreis“… für das Gepäck, Fensterplatz, mehr Fussraum zahlt man extra!

Mir ist es bei einem Flug nach Hamburg so gegangen,dass ich für mich 19€ bezahlt habe und für meinen Koffer 38€…

Für eine gezielte Platzwahl zahlt man auch separat. Dies hielt ich bisher nicht für notwenig und saß schon mehrfach am Fenster.

Aber:

Ich bin 1,75 m groß, und der Flug nach Hamburg dauert nur etwa 1h. Wenn jemand viel größer als ich ist, oder sehr dick… oder gar Platzangst hat, dann würde ich von Easyjet abraten. Denn die Sitzreihen sind so eng, dass ich gerade so noch gut sitzen kann. Ich finde das hält man 1-2 Stunden so aus, länger nicht.

Im Easyjet Flieger ist es eng
Im easyjet Flieger ist es eng

Es gibt bei Easyjet kein Ticket!

Bucht man über die Handyapp, so muss man auch online einchecken, das heißt,man sagt dem Handy, dass man bis eine Stunde vor dem Flug am Flughafen ist. In dem Vorgang bestätigt man auch seine Identität… es gibt keine Person die das dann nochmals kontrolliert. Hast Du einen Tippfehler in der Ausweisnummer oder so… dann ist das halt so. Es wird elektronisch geprüft, ob Deine Angaben plausibel sind, aber mehr nicht.

Am Flughafen scannt man nur noch den Code auf dem Handy Display ab und erhält somit Zugang zum Gate… also pass gut auf Dein Handy und den Akkuzustand auf!

Achtung, im Ultra-Energiespar-Modus ist die Display Helligkeit heruntergesetzt, und scannen geht dann nicht. Fatal sind auch Risse im Display.

Bordkarte für Easyjet kann man selbst ausdrucken

Alternativ kann man die Bordkarte auch ausdrucken. Ganz normal auf dem Heimdrucker. Das funktioniert aus der Handyapp oder von der Webseite ganz einfach und praktisch, man bekommt die Bordkarte als PDF und muss sie einfach nur ausdrucken. In dem PDF ist dann dieser Scancode für die Passage zum Gate enthalten. Das PDF Dokument umfasst zwei seiten, wobei nur die mit dem Scancode wirkich benötigt wird. Alles andere sind nur Erklärungen dazu.

Ich habe schon beides mehrfach probiert, und ich finde die Kombination aus beidem, Bordkarte gedruckt und in der Handyapp am beruhigensten. Denn so muss ich keine Angst haben um den Akkuzustand meines Handys oder ob ich den Ausdruck verliere.

Beim Durchgehen am Gate geht es meistens mit dem Handy Display etwas schneller, zumdindestens bei den Fluggästen die vor mir in der Schlange stehen… denn die, die erst den ausgedruckten Zettel glatt streichen müssen brauchen oft länger.

Als Easyjet-Kunde ist man Fluggast zweiter Klasse.

Als Easyjet Kunde ist man am Flughafen Gast zweiter Klasse. Fast überall sind die Easyjet Gates oder die Gepäckcounter am hintersten Ende, und man muss weit laufen. Wer nicht gut zu Fuss ist, sollte also genügend Zeit einplanen um am Flughafen die längstmögliche Strecke zu laufen.

In Hamburg sind es vom Flieger bis zur Gepäckausgabe etwa 2 Kilometer!

Ja und man geht auch zum Flieger zu Fuß! Kein Shuttlebus oder gar Gebäuderüssel zur Maschine. Also Kälte, Lärm, Wetter und Wind bekommt man voll mit. (Aber an einen Schirm darfst Du nicht mal denken!).  So erlebt man auch mal Flugzeugabgase und Kerosingeruch aus nächster Nähe.

 

Nur wenn man sich als Gehbehindete Person anmeldet, wird man mit einem Rollstuhl und einem Gepäcklift transportiert. Zwei einander unbekannte gehbehinderte Personen beschrieben die Betreuung und den Transport als sehr freundlich und hilfsbereit.

Also Easyjet ist echt nur geeignet wenn Du weder sehr groß, dick oder alt bist.

Legst Du Wert auf persönliche Beratung und Betreuung, dann auch nicht.

Ich selbst bin ganz zufrieden. Für diese billigen Preise kann man wohl nicht viel mehr erwarten. Bisher bin ich schon mehrfach nach Hamburg und zurück geflogen, nächsten Monat ist mal Berlin dran.

Beim Sonnenuntergang in Hamburg besteigen wir den Flieger
Easyjet Flieger im Sonnenuntergang beim Boarding

Einsteigen in Hamburg bei Sonnenuntergang

Update 21.2.2018:

Letzte Woche bin ich nach Berlin Schönefeld (sxf) und zurrück nach Basel geflogen. Einer der Beiden Flüge war für 18,75 € ein echtes Schnäppchen. Für den Koffer habe ich je ca. 25€ bezahlt (beide Richtungen gleich).

Auf beiden Flügen hatte ich Plätze in der 13. Und 16. Reihe zufällig jeweil Platz E (weder Fenster noch Gang) gut möglich das dies die unbeliebtesten Plätze sind. Aber dann ist mir nicht klar warum.

Im Flughafen Berlin Schönefeld waren die Fusswege gar nicht so weit. Aber der ganze Flughafen ist nicht sehr groß. Den Wartebereich nach dem Gate empfand ich als sehr spartanisch, nur wenig Sitzgelegenheiten und leicht „Barrackenhaft“ aber es war wenigstens nicht kalt (Aussentemeratur -3 Grad).

Wenn ich das mit Hamburg vergleiche, da standen wir im kühlen Treppenhaus.

Ansonsten ging alles schnell und reibungslos. Der Flieger stand direkt am Gebäude.

Der Service an Bord war vergleichbar mit den Flügen nach Hamburg.

 

 

Update Mai 2019: ich bin nochmal 2 mal mit Easyjet geflogen und hatte bis heute keine nennenswerte Verspätung

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Konzerte/ Fan-Erlebnisse

Woher kommt das Handtuch?

Im Zuge der „Mister Jenseits von Eden-Tournee“ habe ich die Nino de Angelo- Konzerte in Graz, Hoyerswerda, Bruchsal, Kaiserslautern und Koblenz besucht und zu jedem habe ich Nino de Angelo als Geschenk ein Handtuch mit gebracht, das ich ihm zu einem geeigneten Zeitpunkt auf die Bühne gereicht habe.

Okay zugegeben in Bruchsal war ich etwas zu spät, da musste Nino erst fragen „hat jemand ein Handtuch?“ … denn er hat gewusst das ich irgendwo da bin.

Das war in Graz. Zugegeben da hatte ich eine ungewöhnlich weite Anreise.

Nino wusste bei dem ersten Konzert der 2017er Tournee schon, dass ich ein Handtuch bringe, weil ich das schon seit Jahren so mache. Heute erzähle ich Euch wie es dazu kam:

Es war ein schwül-warmes Wochenende im Sommer 2013. Auf dem Stadtfest in Zweibrücken hatte Nino einen Open-Air Auftritt. Es sah den ganzen Nachmittag schon so aus als ob bald ein Gewitter kommt. Der Platz vor der Bühne lag den ganzen Tag in der Sonne und das Kopfsteinpflaster war richtig aufgeheizt. Als Zuschauer schwitzte man schon wenn man nur da stand. Auf der Bühne war es sicher noch wärmer! Während des Singens rannte Nino plötzlich eigentümlich suchend auf der Bühne hin und her. Unter anderem mitten im Lied nach ganz hinten wo er einen Security vermutete. Ich dachte nur, was ist jetzt los?

Sein Problem war, er schwitzte so sehr das ihm die Schweißtropfen in die Augen liefen und er suchte verzweifelt irgendwas zum Wischen. Doch auf der Bühne fand sich nichts Geeignetes und es war auch niemand in der Nähe den Nino hätte bitten können.

Die Freundin mit der ich angereist war und die hier nicht genannt werden möchte, wühlte ein Tempo-Taschentuch hervor, und gab es mir mit der Anweisung „reich es ihm“. Eigentlich sollte ich das nur tun, weil ich größer bin und somit höher reichte.

Nino de Angelo auf einer open Air Bühne auf dem Stadtfest in Zweibrücken
Nino de Angelo in Zweibrücken

Das war dieser Auftritt in Zweibrücken. Noch ohne Brille. Ihr seht, die Bühne war recht hoch.

Damit er auch von weitem erkennt, was ich da habe, faltete ich das Tuch auseinander und winkte damit. Nino kam angeschossen nahm es und quittierte es mit „du bist meine Rettung!“

In dem Moment beschloss ich, zukünftig ein Tuch mit zu bringen.

Zu Anfang wählte ich helle, auffällige Farben damit Nino es gut sieht. Ich hatte schon gelb, orange, rot und türkis. In der letzten Zeit bringe ich meist elegante Grautöne.

Nino de Angelo in Bretten er trägt ein schwarzes Hemd und um den Hals ein rotes Handtuch
Nino de Angelo mit rotem Handtuch

„Una serata italiana“ in Bretten. Das Handtuch passte perfekt zur Saaldeko. Beim Finale traten alle Künstler des Abends gemeinsam auf, ein Adriano Celentano Double mit rotem Halstuch, Nino mit Handtuch… und plötzlich hatte Pippo auch ein rotes Tuch um.

Nino de Angelo auf der Bühne ganz in Weiss
Nino de Angelo in Simbach

Für Simbach hatte ich auch ein Handtuch gekauft und mitgenommen doch in der Aufregung im Hotel liegen lassen. Stattdessen fragte ich an der Bar nach einem Geschirrtuch… hmm naja kam nicht ganz so gut. In der Presse stand später „ein Fan reichte ihm ein rot kariertes Tuch“.

Nino de Angelo und ich sitzen nach dem Konzert am Bühnenrand beide mit Türkisfarbenen Handtuch
Nino und ich in Pfaffenhofen

Das war dieses Jahr im Mai. Da ich den ganzen Koffer bei mir hatte, konnte ich mal eben das zweite Tuch hervor zaubern. Es war richtig heiss…

Von dieser Reise berichte ich hier:Pfaffenhofen

Nino de Angelo auf der Bühne, von hinten zu sehen.
Nino de Angelo von Hinten

in Hoyerswerda hatte ich ne Weile einen ganz anderen Blickwinkel. Ich durfte eine Teil des Konzertes von der Bühne aus erleben.

dieses Bild entstand in Bruchhausen-Vilsen August 2017. Herzlichen Dank an die Fotografin Heide Pinkall.

Ein graues Handtuch mit stickerei NINO
Ein Handtuch für Nino

Seit einiger Zeit lasse ich die Handtücher besticken. Seit dem nimmt Nino sie auch wirklich mit.

Das „Oktoberfest der Liebe“ wie Nino es am Ende nannte, in Berlin 2016. Dort konnte ich nur hin, weil ich zuvor eine Woche in Hamburg war. An dem T-Shirt könnt ihr erkennen, dass Nino wirklich sehr stark schwitzt. (An den Luftballons um Hintergrund war ich auch nicht ganz unbeteiligt).

Nino auf der Bühne in der Hand hat er ein graues Handtuch
Nino de Angelo in Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerda dunkelgraues Tuch mit silberner Stickerei.

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Warnemünde

Warnemünde ist eine Hafenstadt an der Ostsee in der Nähe von Rostock. Ziemlich genau 1000 Kilometer von meinem Wohnort entfernt.

Letzte Woche hatte ich die Möglichkeit, diesen Ort zu besuchen. Und das ganz ohne Urlaub. Einfach an meinem regulären freien Tag.

Die berühmteste Ansicht von Warnemünde, die man hier auf jeder zweiten Postkarte findet. Das markannte Hochhaus, das Hotel Neptun, wurde schon zu DDR-Zeiten zum Wahrzeichen.

Das Wetter war bei meinem Besuch nicht das Beste. Zeitweise hat es auch geregnet.

Was mich als Markgräfler Landei am meisten an der Küste beeindruckt ist der starke Wind. Den kann man ja leider nicht fotografieren.

….oder etwa doch?

Bei diesen Aufnahmen habe ich den „Drama“ -Effekt der Snappseed App etwas ausgereizt. Denn ich finde es passt sehr gut zu der Wolken und Lichtsituation. Es war wirklich sehr düster.

Da es wirklich sehr kalt war haben wir uns für eine Hafenrundfahrt im warmen Schiff entschieden.

Dabei entstanden auch viele Aufnahmen, manche leider mit Spiegelungen der Fensterscheiben denn draussen war es mit knapp 4 Grad einfach zu kalt.

Die große Hafenrundfahrt auf der Selene hat mir sehr gut gefallen. Und bei heissem Tee und leckerer Suppe schmeckt auch dieses Wetter.

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An der Örze

Schon als wir das erste mal auf dem Weg nach Celle waren fielen mir die für mich witzig klingenden Ortsnamen auf. Wir fuhren auf der B3 durch „Offen“, „Wietze“ und „Bergen“ (weit und breit keine Berge zu sehen).

Und an einer Brücke der Name des Flusses „Örze“! Klingt für mich fast wie eine Krankheit.

Die Landschaft ist sehr reizvoll und schön und wir hatten am 6. Januar echt Glück mit dem Wetter.

Nach den Stürmen und starken Regenfällen der letzten Wochen führte auch die Örze Hochwasser, und ich konnte den eigentlichen Flusslauf kaum erkennen.

Bei tief stehender Wintersonne und blauem Himmel sind selbst überflutete, unbelaubte Bäume ein tolles Motiv.

Wenn Ihr von diesem Fluss noch nie gehört habt, ist das keine Bildungslücke. Denn die Örze ist wirklich klein und unbedeutend. Sie entspringt un der Lüneburger Heide und ist nur 62km lang. Sie mündet in die Aller und diese dann in die Weser.

Zu meiner Überraschung musste ich beim googeln feststellen das dieses Flüsslein gar nicht so unbedeutend ist. Für Kajakfahrer und Paddlebootenthusiasten ist due Örze ein beliebtes Ziel, weil sie sich gemächlich durch wunderschöne Landschaft schlängelt. An meheren Stellen kann man im Sommer Boote anmieten.

Der kleine Fluss hat aber noch eine „Funktion“. Er entwässert den nahe gelegenen Nato Truppenübungsplatz. Und damit dieser vom abfließenden Regenwasser nicht zu stark weg geschwemmt wird wurde die Örze an meheren stellen leicht aufgestaut um ihre Fliesgeschwindigkeit zu verringern. Dadurch ist eine Auen und Überflutungslandschaft entstanden die heute Heimat für viele Vogel und Fischarten ist.

Auf diesem Bild sehen wir eigentlich eine überflutete Wiese. Der Flusslauf ist hinten bei den Bäumen.

Auch im Winter kann man wunderschöne Motive finden.

Diese Aufnahmen entstanden am 6.Januar 2018 mit dem Samsung J5 und wurden mit der Snapseed App bearbeitet.

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Spaziergang im Winter am Stuttgarter Max-Eyth-See 

Der Max-Eyth-See ist ein künstlich angelegter See direkt am Neckar gelegen am Fuße von Weinbergen mitten in Stuttgart, ein im Sommer sehr beliebtes Naherholungsgebiet.

Der Max Eyth see in Stuttgart Naherholungsgebiet
Max Eyth See im Winter

In den 1920ern durch Kiesabbau entstanden würde der See schon Mitte der 1930er als Sportstätte für Ruder und Seegler ausgebaut und avancierte schnell zu einem beliebten Ausflugsziel.

Naherholungsgebiet Stuttgart MaxEyth See
Der Max Eyth-See Naherholungsgebiet Stuttgart

Seit den 60ern steht das Gebiet unter Landschaftschutz. Was bedeutet hier gibt es rund um den See viele schöne große Bäume und es wirkt absolut nichts mehr künstlich.

Eine herbstliche Weide am Max Eyth See in Stuttgart
Weide am max eyth see stuttgart im herbst

Viele große Weiden wie diese, die im November noch das letzte bunte Laub trug, säumen den Rundweg um den See, der bei Joggern und Spaziergängern sehr beliebt ist.

Immer wieder kleine Abzweigungen mit vielen Bänken laden zum Verweilen ein. Insgesamt ist der Rundweg mit Kinderwagen oder Rollstuhl sehr gut nutzbar und nur kleinere Üferbereiche nur über Stufen erreichbar.

Fast vergisst man das man eigentlich mitten im Stadtgebiet von Stuttgart ist, nur oben am Horizont erkennt man Hochhäuser, die nahegelegenen Hänge direkt am Neckar sind Weinberge… also auch grün.

In den Sommermonaten liegen hier Ruder und kleine Segelboote. Das Schwimmen ist seit einigen Jahren verboten um die Fische und die Brutgebiete einiger Vogelarten am Ufer zu schonen.

Was hier aussieht wie eine Baustelle ist ein Bereich der in den Wintermonaten gesperrt ist. Nicht weil hier Bagger tätig werden sondern weil im Winter die Bootsanliegestellen von Zugvögeln besiedelt werden. Jedes Jahr überwintern hier unter anderem über 200 Kormorane.

Auf meinem Foto sind die Vögel kaum erkennbar, das Bild habe ich mit meinem alten Handy dem S5 gemacht welches nicht über einen Zoom verfügt.

Näher ran kann man nicht, denn der Bereich ist weiträumig durch einen stabilen Bauzaun gesichert.

Dennoch halte ich diese Stelle interessant für Vogelinteressierte mit Fernglas oder Teleobjektiv, denn der Zaun ist aus durchsichtigen Gitter.

Der Max-Eyth-See hat eine eigene Stadtbahn-station und ist somit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar (50m Fussweg zum See)

Am See gibt es auch ein gemütliches Kaffee bzw. Speiserestaurant mit schönem Blick und im Sommer kann man hier Tretboot fahren.

Diese Bilder entstanden an einem kalten Novembersonntag kurz bevor es zu regnen begann.