Kategorien
Allgemein

Eine Tiefkühltruhe auf dem Skateboard 

Da ich vergangenen Samstag erst um 11 Uhr arbeiten musste, dachte ich ich könnte vorher mal schnell meiner Nachbarin eine Bitte erfüllen und ihr helfen eine Tiefkühltruhe zu transportieren, die sie sehr preiswert erstanden hat. Erstes Problem, sie musste schon früh arbeiten. Richtig großes Problem: so ein Teil passt nicht in einen normalen PKW. Aber das ist für mich als Stadtmobil Kunde ja einfach zu umgehen,  nehmen wir halt das große  Auto einen Opel Kangoo… nur war der in Lörrach bereits belegt. Ich reservierte den gleichen Wagen Typ der in Weil am Rhein stationiert ist. Theoretisch nur paar Stationen Sbahn fahren, die praktisch vor meiner Haustüre abfährt. Seit Jahren kriege ich mit,wann Züge fahren und im Grunde kann ich an der Bahnschranke abschätzen, ob ich spät dran bin oder nicht. Ich hatte es schon im Kopf wann welcher Zug fährt…

Dachte ich! Denn nur samstags morgens fährt der Zug nach Weil nicht 8:45 sondern 8:35… Ich war zu spät am Bahnsteig.  Wochentags wäre das kein Problem, denn es fahren ja auch Busse oder man kann den Umweg über Basel machen.

Letzteres war meine einzige Möglichkeit rechtzeitig nach Weil und somit an das reservierte Auto zu kommen. Ich nahm also die S-Bahn nach Basel und dort fährt ausgerechnet Samstag Morgen kein geeigneter Zug Richtung Freiburg /Weil am Rhein. Aber es gibt einen Bus. Für den aber alle anderen Tickets nicht gelten und den man extra zählen muss… der entsprechende Automat nimmt logischerweise nur Schweizer Franken in Münz oder Kreditkarte… okay für solche Notfälle habe ich meine Kreditkarte angeschafft und immer dabei.

ABER 4,50 € Plus 10 cent Auslandsgebühr für gerade mal 10 Minuten Bus fahren finde ich etwas gesalzen!

Nun ja, ich erreichte dann nach meinem unfreiwilligen Auslandstripp den Wagen und könnte mit dem wie geplant nach Lörrach fahren. Die Tiefkühltruhe war größer als erwartet, aber passte dennoch gut in das Auto. Beim Einladen halfen uns zwei kräftige und offensichtlich erfahrene Männer, und das Teil war binnen 2 Minuten im Auto. Der Bestimmungsort war auch nicht weit weg.

Aber wie sollten wir das schwere und sperrige Teil aus dem Auto über den Innenhof bringen? Wir? Eine schmale Teenagerin, ein 11 jähriger Junge und ich (habe ich berichtet das ich vor nicht ganz 3 Wochen Rückenschmerzen hatte?) Und weit und breit niemand den wir fragen oder bitten könnten. Dazu der Zeitdruck, denn ich musste danach zur Arbeit.

Natürlich stand nirgendwo eine Sackkarre oder sowas rum, keinerlei Hilfmittel! Da fiel mir ein, dass der Junge mir mal von seinem Skateboard erzählt hat und ich wies ihn an, dieses zu holen. Was er auch sofort tat, obwohl er nicht verstand wozu. Mit vereinten Kräften kippten wir vorsichtig die Truhe aus dem Auto und platzierten das Skateboard mittig darunter. Vorsichtig balancierten wir das Teil über Schwellen und verschiedene Bodenbelege.

Die Truhe, das Skateboard und unsere Rücken sind unverletzt und ich konnte pünktlich zur Arbeit erscheinen!!!

Es war bestimmt ein witziger Anblick, aber ihr sicher Verständnis dafür das ich während der Aktion keine Hand frei hatte um ein Foto zu machen!

Kategorien
Allgemein

Ein Spaziergang der keiner ist

Gestern hatte ich frei und es war gutes Wetter und Temperaturen um 15 Grad angesagt. Also habe ich rum gefragt wer mit mit „irgendwie raus“ gehen möchte. Doch an einem normalen Wochentag kann kaum jemand. Der einzige der gleich Interesse zeigte meinte allerdings „aber nicht laufen sondern hin liegen!“… ähm im Februar?! 

Vorsorglich habe ich mich ganz warm gekleidet ( zum Laufen viel zu warm) und Decken sowie Isomatten eingepackt. 

Wir fuhren mit dem PKW zu einem beliebten Parkplatz auf dem Tüllinger, einem kleinen Berg in der Nähe von wo man eine Tolle Aussicht hat. Unglaublich wie viel dort los war. Die Idee ab in die Sonne hatten wohl viele andere auch. Noch fand ich die Idee sich auf einer Wiese nieder zu lassen verrückt…  Mein Begleiter war müde und faul und wollte wirklich nur die paar Meter bis zur Wiese laufen, also schleppte ich die Decken mit…

Auf der Wiese lagen schon Leute… zwar eingemummelt in Winterkleidung aber auf dem Boden. Wir machten es uns auch bequem und ich muss sagen es war nicht zu kalt! Mit Isomatten und Wolldecken nach unten isoliert konnten wir über 2 Stunden lang Sonne tanken. 

Das war die meiste Zeit mein Blickwinkel. Auf dem Rücken liegen und einfach nur in den blauen Himmel starren… wunderschön! 

Den Bäumen sieht man noch an, das wir eigentlich noch Winter haben… doch Temperaturen wie im Frühling 

Sonnenbrillenwetter!

Noch liegen die Felder brach und die Bäume sind kahl.

Der Parkplatz auf dem Tüllinger… da waren Die meisten Leute schon wieder weg.

Es war ein wunderschöner Nachmittag,  wirklich Spazieren waren wir  nicht aber ich hab es sehr genossen.

Vielen Dank Darius für die verrückte Idee.

Kategorien
Allgemein

Singen vor 18 000 Zuschauern! 

Ich durfte bei dem Pop-Oratorium „Luther“ mitwirken. Zusammen mit 2500 Chorsängern

11.2. war es soweit. Schon morgens um 9 Uhr trafen wir uns an der Bushaltestelle auf dem Salzert. Wir, das sind die Sängerinnen und Sänger des Chor AufTakt sowie einige „Fans“ also Familienmitglieder, die sich die Aufführung in Mannheim ansehen wollten. Eine Chorkollegin begrüßte uns schon mit „Ich bin so aufgeregt!“ Aber ich war noch recht gelassen. Meine Sorge war nur, dass sich ein paar Leute verspäten könnten und sich unsere Abfahrt dadurch verzögern würde. Doch diesmal war das erste Mal, dass wirklich alle pünktlich da waren.
Die Stimmung während der Fahrt war recht gut und entspannt. Vereinzelten Personen merkte man die Nervösität aber an, da sie plötzlich erheblich mehr redeten als sonst.

Pünktlich wie geplant kamen wir in Mannheim an der SAP Arena an und die meisten von uns waren überwältigt von der Größe des Gebäudes. Vielen wurde da erst der Umfang des Events bewusst.

Am Eingang zur Halle hiess es erst mal Schlange stehen, denn es wurde strikt kontrolliert, dass nur Sänger mit Ausweis rein kommen und wie es sich für so eine Grossveranstaltung gehört, wurden die Taschen auf Glasflaschen und andere gefährliche Gegenstände kontrolliert. Für ein paar unserer älteren Mitsängerinnen war das eine völlig neue Erfahrung, weil sie so etwas großes noch nie mitgemacht haben und dementsprechend waren sie etwas ängstlich. Doch wir nahmen ihnen die Bedenken, indem wir ihnen versprachen in ihrer Nähe zu bleiben. Und in einer Gruppe von Leuten, die man gut kennt, braucht man auch zwischen 2000 Fremden keine Angst zu haben.

Um genau zu sein waren für diese Aufführung 2178 Sängerinnen und Sänger angemeldet.Über 2000 Leute, die alle gleichzeitig Garderobe abgeben und auf Toilette wollten… Das gab kurz Gedrängel, aber das war ja zu erwarten und nicht weiter schlimm.

Die meisten von uns waren das erste Mal in einer Eishockey-Arena und somit im ersten Moment von der Größe des Raumes und vorallem von den steilen Rängen beeindruckt. Da wir uns sehr frühzeitig angemeldet hatten, waren uns gute Plätze in der zweiten Ebene zugeteilt. Da war die Sicht sehr gut und man war nicht zu sehr weit oben, denn oben wurde es später sehr sehr warm.

Innerhalb unseres Blocks wurden wir von den Ordnern nochmals umgesetzt, damit alle für die Kameras sichtbaren Plätze belegt wurden… und so kam es das ein Großteil meiner Gruppe aus Lörrach, die meine Stimme singen in der 1.und 2. Reihe landeten. Wir haben uns nicht darum gerissen, wir wurden beinahe dazu gezwungen.

Gegen 13 Uhr begannen die Proben und Einweisungen und nach einer kleineren Pause folgte die „Generalprobe“ mit allen Darstellern und Orchester und einem Teil der technischen Effekte. Das war zuerst sehr herausfordernd für die Konzentration, denn plötzlich iritierten uns Lichteffekte und die Aktion auf der Bühne. Zwar kennen wir das Stück in- und auswendig, dennoch war das, was da auf der Bühne geboten wurde, nicht selten interessanter als der Dirigent.

Dirigenten gab es gleich 3! Einen für das Orchester (richtiges Orchester mit Geigen, Bratschen, Oboen, Fagott und Pauken, usw) und 2 für Chorsänger und das war ganz sinnvoll, denn je nach Lichteffekte konnte ich den Dirigenten auf der anderen Seite gar nicht sehen… geschweige denn erkennen was er anzeigt. Die Entfernung war einfach zu weit.

Da wir die beiden Dirigenten schon in der Regionalprobe in Karlsruhe und vor 14 Tagen bei der Hauptprobe in Ludwigshafen kennengelernt haben, funktionierte es sehr gut, dass wir verstanden, was gemeint war. Witzig war nur, das Maurice Croissant (heisst wirklich so) bei der Generalprobe vergaß uns unsere Choreografie „nichts hören, nichts sagen, nichts sehn“ anzuzeigen. Also zweigte meine Hälfte des Gesamtchores nicht auf Ohren, Mund und Augen wie es geplant war. Was zu etwas Gemurmel und Gelächter geführt hat. Dafür bekammen wir dann nach der Generalprobe von dem Autor des Stückes Dieter Falk eine freundliche Rüge. Der eigentlich nur das zu bemängeln hatte, ansonsten war er sehr zufrieden mit uns und ermutigte uns. Egal was schief läuft, einfach so tun als wäre nichts und weiter machen.Bevor wir in die mittlerer Weile heiss ersehnte Pause entlassen wurden, wurde noch der Sold out Award verliehen, die Aufführung war wirklich seit ein paar Wochen komplett ausverkauft!

Es folgte eine große Pause, die die meisten von uns auf den Gängen verbrachten, weil es im Saal doch sehr warm wurde. Während dieser Zeit füllte sich der Zuschauerraum zusehens mit Menschen.

Um 19 Uhr wurde es dann ernst! Die Aufführung begann und zu unserer zusätzlichen Irritation hing direkt vor uns eine riesengroße Leinwand, auf die das Geschehen auf der Bühne projekziert wurde, für uns natürlich seitenverkehrt… (Logisch, wenn wir dahinter sind) Das lenkt auch etwas ab, wenn man ein und dieselbe Szene von vorne und von hinten sieht. Für die Zuschauer wurden die Texte mit eingeblendet… für uns als Spiegelschrift… zusätzlich iritierend. Aber unsere Aufgabe war ja den Dirigenten anzugucken!

Es gab sooo viel zu sehen, und es war ein echtes Erlebnis! Aber um das, was vorher meine größte Angst war, dass ich nicht die richtigen Töne treffen, hab ich mir während der Aufführung keine Sorgen mehr gemacht. Viel mehr um meine Konzentration und um die Einsätze. Den Text habe ich kaum noch mit gelesen, denn die meiste Zeit war das Licht so ungünstig für mich, dass ich kaum etwas in meinem Notenheft sah. Im Grunde hat man ja sowieso immer nur dann gelesen wenn man nicht singt, denn da guckt man ja auf den Dirigenten.

Irgendwann stubste mich meine Nebenfrau an, weil sie wissen wollte, wo wir genau sind… tja ich hatte noch nicht mal das richtige Lied aufgeschlagen. Wir mussten auch bei ein paar Stellen das Heft ganz weg machen und Klatschen oder den roten Schal hoch halten. Letzteres ausgerechnet bei dem alten Luther Koral „ein feste Burg ist unser Gott…“ Den Text den ich nunmal einfach nicht konnte… dieses Lutherdeutsch konnte und wollte ich mir nicht merken und hab ihn deshalb bei den Proben immer abgelesen… Gott sei Dank, da war ja die Spiegelschrift.

Beim vorletzten Song animierten die Solisten auf der Bühne das Publikum zum mitklatschen, und es machten alle mit! Und dann standen sie auf! Zehntausend Menschen stehen auf und klatschen mit. Boah! Obwohl es mittlerweile auch bei uns sehr heiss war, überfiel mich eine Gänsehaut und ich war kurz vorm Ausflippen. Eigentlich hat mich dann nur noch die Höhe und der steile Rang vor mir davon abgehalten begeistert rum zu hüpfen. Beim Finale war vorher abgesprochen ab wann wir wie anfangen sollen wie hin und her zu tanzen… ach was… den Einsatz brauchte keiner, alle tanzten schon vorher!!!

Als sich dann zuletzt auch noch das Orchester erhob und mitmachte, tanzte auch der ganze Saal zu „wir sind Gottes Kinder wo auch immer, keiner ist allein!“

Es war ein fantastischer Abend, den ich sicher so schnell nicht vergessen werde! Selbst eine unseren ältesten Mitsängerinnen bezeichnete ihn als „Erlebnis des Lebens“.

Was mich am meisten wundert ist, dass ich totz der ganzen Anstrengung und den ganzen Tag singen nicht die Spur von Heiserkeit hatte. Auch die Müdigkeit kam erst viel später als wir längst im Bus waren.

Auf der Heimreise haben wir dann gemeinsam gefeiert, denn eine unserer Sängerinnen hatte am Sonntag Geburtstag und für das Anstoßen um Mitternacht Sekt und Wein mitgebracht.

Alles in allem supertolles Erlebnis und ich finde dafür hat sich das monatelange Üben und Proben absolut gelohnt.

Kategorien
Konzerte/ Fan-Erlebnisse

Ein Traum ist geplatzt 

Mein Traum war es schon immer einen meiner beiden Lieblingskünstler auf einer Tournee zu begleiten, doch leider hat dies niemals geklappt.

Ich wollte so gerne mal meinen Star ( Thomas Anders oder Nino de Angelo) jeden Tag auf einer anderen Bühne erleben. So richtig klassisch von Stadt zu Stadt reisen war meine Vorstellung doch bei Thomas Anders gab es nie solche zusammen hängenden Termine. Selbst bei der „Back for Good“-Tournee von Modern Talking gelang es mir nicht in dem Zeitraum auch frei zu nehmen. Und ehrlich gesagt hatte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht wirklich eine so starke Sehnsucht danach.

Als nun im Herbst die Termine der Nino de Angelo-Tournee bekannt wurden griff ich sofort zu. Ich kaufte mir für 5 Aufeinander folgende Termine Tickets! Zwickau, Gotha,Ülzen, Meppen und Paderborn wollte ich genau in dieser Reihenfolge besuchen. Ich hatte geplant mit dem Zug nach Zwickau zu fahren und von dort mit dem Leihwagen weiter nach Gotha, Ülzen, Meppen und Paderborn zu fahren. Wo diese Städte genau liegen war mir vorher eigentlich nicht klar, aber Googlemaps verriet mir das das zeitlich machbar ist. Ich reichte meinen Urlaub so ein und freute mich schon sehr auf meine persönliche „Deutschlandrundfahrt“. Die Tickets waren jedes mal für den gleichen Platz in der ersten Reihe. Ich hatte es mir so toll ausgemalt wie es sein würde wenn der Sänger auf der Bühne in jeder Stadt die gleichen Leute in der ersten Reihe sieht.

Meinen Traum aus der Jugend erfüllen, Nino de Angelo live erleben.

Leider wurden viele Termine der „Mr.Jenseits von Eden“ -Tournee verschoben und lagen nun nicht mehr zeitlich direkt hintereinander. Verständlich für den Künstler und die Veranstalter. Aber mir war somit es mir nicht mehr möglich mehrere Konzerte an aufeinander folgenden Tagen zu bereisen.

Mein Plan war es nach Zwickau (etwa 8h Zug!) Zu fahren und von dort aus zum nächsten Auftritt in Gotha. Nach der Verschiebung ist das nun leider nicht mehr möglich.

Nach Zwickau,  Gotha und Meppen zu reisen ist einzeln einfach zu weit und zu teuer. Schweren Herzens muss ich diese Tickets nun zurück schicken… Schade!  Dreimal 1. Reihe.

Bild fehlt leider

An dieser Stelle hatte ich in der ursprünglichen Version dieses Blogpost ein Foto von allen meinen Ticket die ich für die „Mister Jenseits von Eden“-Tournee ursprünglich mal gekauft hatte. Das waren Tickets im Wert von über 350€ !!!

Darunter waren alleine 5 Stück für Kaiserslautern, weil ich geplant hatte meine Verwandtschaft die dort wohnt zu dem Konzert einzuladen. Leider wurde der Termin verschoben, mein Onkel verstarb in der Zwischenzeit und meine Tante und Cousine wollten dann nicht mehr mit. Ich musste also 3 von 5 Tickets zurück geben. Letztlich wurde der Termin in Kaiserlsautern zweimal verlegt, aber ich konnte das Konzert mit meiner ursprünglichen Eintrittskarte besuchen. Mehr dazu unter „Roadtripp zu meinem Geburtstag“

Tickets zurück schicken

Die Tickets für die oben genannten Städte musste ich Aufgrund der Entfernung zurück schicken. Die Rückgabe über eventim hatte übrigens einwandfrei funktioniert. Wird ein Konzert verschoben hab man dort die Möglichkeit die Tickets erstatten zu lassen. Das ging ganz schnell und reibungslos.

Kategorien
Allgemein

ganz Anders als erwartet

Am 29. Januar bin ich morgens um 8 bereits mit dem Zug los gefahren. Über Basel und Mannheim bis nach Bochum. Dort stieg ich auf einen Stadtmobil Leihwagen um. (über das Auto berichte ich in einem separaten Post)

Von Bochum aus musste ich noch ne Stunde mit dem PKW fahren, dank Navigation mit dem Handy habe ich das Sportschloss Velen gegen 17 Uhr erreicht. 

Details zur Planung „in Velen darf ich nicht fehlen“

Dort traf ich mich mit ein paar Fans die ich schon seit vielen Jahren kenne, wir flüchteten als erstes vor der Kälte (der Schlossgraben war zugefrohren!) in die Orangerie und tranken dort erst mal Kaffee. Bei einem kurzweiligen Austausch hätten wir beinahe den Einlass verquasselt… 

Am Eingang wurden nicht nur die Eintrittskarten kontrolliert sondern man musste sich ausweisen das man auch wirklich die auf dem Ticket genannte Person ist. Ungewöhnlich! Im Saal wurde man an seinen Tisch geleitet. Dort fanden wir unsere Platzkärtchen… Fast wie bei einer Hochzeit .Und so sah der Saal auch beinahe aus.

Die Beiden Musiker Achim Bochhausen und Gert Stein betraten die kleine Bühne und begannen zu spielen. Keine Ansage oder Moderation oder so. Als Thomas Anders den singend den Saal betrat wurde etwas applaudiert… aber das verstummte schnell weil alle zuhören wollten. Auch wurden hier und da Fotos gemacht, aber es war nicht dieses hysterische Popstar geknipse sondern alles ganz entspannt und angenehm.

Thomas sang mehere amerikanische Klassiker die ich zwar kannte aber noch nie von ihm gehört hatte dazwischen sprach er viel und ging dabei sehr auf die Texte ein und erwähnte das die Textübersetzungen auf den Tischen zu finden seien… sowas gab es noch nie ! Wir erinnern uns, Thomas Anders die Stimme von Modern Talking, dem Inbegriff für bescheuerte sinnfreie Texte die einfach nur gut klingen! Und er macht uns auf die Texübersetzungen aufmerksam?

Das musikalische Programm wurde jeweils von den Menu Gängen unterbrochen, was ich aber absolut nicht als störend oder iritierend empfand. Im Gegenteil beim Essen konnte man sich wunderbar mit seinen Tischnachbarn über das gehörte austauschen. Da die Tische nacheinander das Essen bekamen ergab sich immer wieder genügend Zeit um sich zu unterhalten oder auch mal an einen anderen Tisch zu gehen. Besonders die Raucher genossen diese Freiheit. Das Ende der „Pause“ wurde völlig unkompliziert durch schliessen der Türe angekündigt und man konnte dann ganz gemächlich den Platz wieder einnehmen. Thomas kam wieder singend hereingeschlendert und setzte das Program fort, die Konzentration der Zuschauer auf das was gesungen und gesagt wird war sofort wieder da. 

Celebrate life war das Motto des Abends, ungewohnt tiefsinnig und nachdenklich sprach Thomas über das Leben und wie schnell man vergisst es wirklich zu geniessen… und wie schnell es doch vorbei sein kann. In diesem Zusammenhang erzählte er von einer älteren Freundin mit der er telefoniert hatte und unmittelbar nach dem Gespräch ihm klar wurde das er sie nie mehr sprechen würde. Wir langjährigen Fans kennen diese Geschichte denn daraus entstand der Titel „dance in heaven“ der damals auf dem Album „When will I see you again“ erschien. Das war mitte der 90er Jahre, warum sprach er jetzt davon ???

Thomas sang den Titel und widmete diesen seiner Mutter die vor wenigen Monaten verstorben ist. Boah! Ich war nicht die einzige die Tränen in den Augen hatte !

Ich habe Thomas Anders die letzten 25 Jahre schon unzählige male live erlebt. In den unterschiedlichsten Veranstaltungen von groß bis ganz klein… ich dachte ich hätte alles schon gesehen und kenne sein ganzes Repertoire. Weit gefehlt, „Dance in heaven“ war bis zu dem Zeitpunkt des Abends der erste Titel den ich schon mal von ihm gehört habe. Ebenso kannte ich  „send in the clowns“ das er damals 1997 bei der Musical Gala sang und das unvermeidliche „You´re my heart you´re my soul“. Letzteres war der einzige Titel zu dem er nicht auf den Text einging… aber er war mit in dem kleinen booklet auf den Tischen zu finden.

In einer der Pausen sah ich mir das Heft näher an und ich musste zugeben, ich kannte all diese Songs, nur nicht von Thomas… Nur ein Text, da dachte ich „hä was ist das?“ im Hinterkopf übersetzte ich das in englische aber ich konnte mich an kein Lied erinnern.

Gibt es auch nicht! Im letzten Konzertblog lies Thomas die Bombe platzen… ach was, falsch beschrieben, im Gegenteil, kein lauter Bums… sondern eine locker nachdenkliche Moderation über das Leben mit seinen unvermeidlichen Höhen und Tiefen… und das Thomas´ neues Album in deutscher Sprache sein wird.

Thomas Sang „das Lied das Leben heißt“! Ein wunderschöner tiefsinniger Text perfekt Interpretiert… er singt „Du liebst mich… und Du zerstörst mich“ so das man genau das dabei empfindet. 

Vor diesem Abend dachte ich Thomas kann mich nicht mehr überrraschen und begeistern, aber das war ein Irrtum. Er kann !!!

Kategorien
Allgemein

Guten Morgen!

Heute fahre ich etwa 7 Stunden mit dem Zug, nachdem ich gestern zwei mal über 3 Stunden in einem Bus unterwegs war ist das nicht gerade die tollste Aussicht. Diese Nacht habe ich wenig und schlecht geschlafen, mehrfach war ich wach weil ich geträumt habe ich hätte verschlafen oder den Zug verpasst. Ich habe keine Erklärung dafür, derartige Träume hatte ich schon Jahre nicht mehr. Also wirklich gut drauf  war ich nicht als ich vorhin gegen 6 Uhr meinen Koffer gepackt habe. Es fiel mir schwer wirklich los zu gehen obwohl ich mich doch schon Monate auf dieses Konzert heute Abend freue. Irgendwie beschlich mich die Frage „Warum tust Du Dir das an?“, ich bin müde und unausgeruht, es ist kalt und düster und dann so weit alleine fahren…

Doch ich habe mich pünktlich aufgeraft und war zeitig genug am Bahnsteig um noch Reiseplan am Fahrkartenautomat auszudrucken und… 

… ein wenig ohne Zeitdruck an den Himmel zu gucken! Ich erblickte ein wunderschönes Morgenrot das sich in den paar Minuten die ich dort warten musste immer weiter über den Himmel ergoss und alle Wolken rosa erscheinen lies… Atemberaubend schön!

Völlig unerwartet wurde ich Zeuge eines beeindruckenden Sonnenaufgangs den ich aus der Sbahn gleich in unterschiedlichen Winkeln bewundern konnte. Jetzt weis ich wieder warum ich unterwegs bin! Um die Schönheit dieser Welt wahrzunehmen.

Schon auf den ersten Metern meiner Reise hat mir Gott gezeigt wie schön es sein kann auf dem Weg zu sein. Und mit diesem faszinierenden Lichtspiel hat er mich genau im richtigen Moment klar gemacht das ich niemals alleine bin und er immer für mich da ist egal wo ich bin und mich ermutigt wenn ich das gerade brauche.

Das Foto oben wird dem Erlebnis in keiner Weise gerecht, doch da ich festgestellt habe das hier Beiträge ohne Bild kaum gelesen werden füge ich lieber ein schlechtes Bild als gar keines ein.

Kategorien
Allgemein

Luther Musical (das Projekt der tausend Stimmen)

In diesem modernen Musical das von Dieter Falk und Michael Kunze geschrieben wurde geht es um das Leben von Martin Luther. Es soll auf unterhaltsame Weise daran erinnern was Martin Luther vor 500 Jahren geleistet hat. Von den Folgen, die sein Bibel Verständnis und sein Mut ausgelöst haben profitieren wir noch immer. Sein „Aufstand“ Gegen Ablasshandel und Betrügereien der Katholischen Kirche hat starke politische Veränderungen in ganz Europa ausgelöst und somit ein freies Europa mit begründet. Zudem waren seine Schriften die ersten Druck Werke in deutscher Sprache und vor allem seine Bibel Übersetzung hat sehr zur Vereinheitlichung der deutschen Sprache beigetragen.

Für die geplante Aufführung in der SAP Arena Mannheim bildet sich ein Projektchor aus ca. 1.500- 2.500 Sängerinnen und Sängern, der das Pop-Oratorium „Luther“ in einem Projektzeitraum von ca. sechs Monaten im eigenen Chor und bei gemeinsamen Proben einstudiert.

Mitmachen kann jeder, ob im eigenen Chor oder als Einzelsängerin und Einzelsänger (ohne Chorzugehörigkeit). Um mitzumachen ist es nicht Voraussetzung Mitglied einer Kirche zu sein. Für Mitwirkende, die sich nicht im eigenen Chor vorbereiten können, wird eine zusätzliche Probe (Einzelsängerprobe) angeboten. Zur Vorbereitung der eigenen Chorarbeit findet in jedem Aufführungsort eine Chorleiterschulung unter Leitung des Komponisten Dieter Falk statt. Bei einer Regionalprobe wird das Werk dann an verschiedenen Orten unter professioneller Leitung weiter vertieft. Erstmalig kommen alle Sängerinnen und Sänger bei der Hauptprobe zusammen, bevor es dann in der großen Arena mit Orchester, Band und Solisten zur Generalprobe und Aufführung kommt.

„Das Bühnenstück besteht aus 20 neu komponierten Liedern sowie traditionellen Chorälen. Die Stücke sind so angelegt, dass auch Laienchöre sie erlernen können und Spaß bei den Proben und der Aufführung haben. Jedes Chormitglied erhält eine Chorpartitur und optional eine Stimmen-Übungs-CD. So kann sich jede Sängerin und jeder Sänger optimal auf die eigenen und die gemeinsamen Chorproben vorbereiten.“

So der offizielle Text. Und ich bin mit dabei! 

Ich singe bei der Aufführung in Mannheim mit und heute geht es zur Hauptprobe nach Ludwigshafen wo wir das erste mal mit allen 2300 Sängerinnen und Sänger proben. Ich bin schon ganz aufgeregt…

Kategorien
Allgemein

Reisevorbereitungen 

kommendes Wochenende bin ich gleich zweimal unterwegs. Am Samstag geht es zur Generalprobe für das Pop-Musical „Luther“. Der  Chor Auftakt in dem ich Mitglied bin hat einen Bus gechartert mit dem wir nach Ludwigshafen in eine große Halle fahren um dort gemeinsam mit anderen Chören (über 2000 Sängerinnen und Sänger) zu proben. Hierfür muss ich selber nicht viel vorbereiten und planen. 

Doch gleich am nächsten Morgen starte ich zu einer Reise die ich mal wieder alleine mache. Mit dem Zug fahre ich bis Bochum um dort einen Leihwagen zu nehmen und nach Vehlen zu fahren. Dort findet ein ganz besonderes Konzert mit Thomas Anders statt. Das ist kein normales Konzert sondern ein „Music & Dinner“ in einem Schlossshotel. Für diesen Anlass habe ich mich entschlossen in einem langen Abendkleid zu erscheinen!

Genau dieses habe ich gestern nochmals anprobiert ob es auch wirklich noch passt, denn ich habe es im November bereits angeschafft und da passte es gerade so… knapp halt… Meine Angst war das ich über Weihnachten zugenommen habe und mir das Kleid dadurch an einer Gewissen Stelle zu eng sein könnte. Dank einer Magen-Darm-Grippe konnte ich gleich mehere Tage fast nichts essen und somit habe ich wieder 2 Kilo runter und ich passe ohne Probleme in das Kleid.

Leider kann ich Euch jetzt hier noch kein Foto mit dem Kleid zeigen. Aber das hole ich nach.

Ich freue mich sehr auf dieses besondere Event und werde hier darüber berichten.

Kategorien
Allgemein Fotografie

Winterimpressionen

Diese Aufnahmen entstanden am 6.Januar bei einem Ausflug mit Freunden in die französische Schweiz.

Kategorien
Allgemein

Horror-Erlebnisse mit der deutschen Bahn

Da ich früher viele Jahre mit der Bahn gependelt bin hab ich schon alles möglich und unmögliche dabei erlebt. Die älteren Ereignisse fasse ich mal zusammen, denn das soll hier ja kein Bahn-jammer-Blog werden.

Als Auzubildene wohnte ich In Müllheim und musste zweimal die Woche einen sehr frühen Zug nehmen um den Berufsschulunterricht rechtzeitig zu erreichen. Dieser Zug startete in diesem Bahnhof und ich dachte zuerst das sei ein Vorteil, weil er dann theoretisch keine Verspätung haben kann. Denn um 5.30 ist oft noch dunkel und kalt und das Bahnhofsgebäude ist noch nicht geöffnet.

Weit gefehlt : Einmal fiel der bereitgestellte Zug in dem wir schon saßen aus, weil keine funktionierende Lok da war. Einmal konnte der Zug nicht fahren, weil die elektische Versorgung nicht hergestellt werden konnte also Beleuchtung und Heizung nicht gingen. Eigenartigerweise an dem Tag ohne Lok hatten wir wenigstens Heizung und Licht.

Mehere Male wurde ohne Ankündigung ein späterer Zug vor gelassen, nicht selten saßen wir schon alle im Zug und warteten das er jetzt endlich los fuhr und stattdessen fuhr der nachfolge Zug ein. Binnen weniger Augenblicke musste man entscheiden was wohl günstiger ist, sitzen bleiben oder aufspringen und rüber rennen. Es war nicht immer vorteilhaft den anderen Zug zu nehmen, denn wenn dieser auch Verspätung hatte erreichte man den Anschluss in Weil am Rhein nicht und musste über Basel fahren, was ein wenig weiter ist und man dadurch noch später nach Lörrach kam. Dieser 5.30 ab Müllheim hatte so oder so Fahrziel Lörrach. Also wenn man Pech hatte musste man in Weil auf genau diesen warten.

Dabei muss ich erwähnen das sich dieses vor über 25 Jahren ereignet hat und an Handy und Internet nicht zu denken war.

Später pendelte ich ab Eimeldingen, das war nicht ganz so weit und auch nicht ganz so problematisch. Zugverspätungen gibt es immer wieder mal aus den unterschiedlichsten Gründen, aber wenn über die Lautsprecher das Wort „Personenschaden“ genannt wird dann dauert es länger!

Personenschaden bedeutet das eine Person von einem Zug verletzt oder getötet wurde… ganz ehrlich wie groß ist die wahrscheinlichkeit das ein Mensch von einem Zug nur angefahren wird? In der Regel handelt es sich um einen Suizit auf der Strecke. Und je nach dem wie schnell der Zug an der Stelle war umso größer ist der Bereich der abgesperrt und untersucht werden muss. Da es in den seltensten Fällen Augenzeugen gibt die den Vorfall genau gesehen haben muss eine Spezialeinheit der Bahnpolizei kommen und den „Tathergang“ rekonstuieren. Es muss geklärt werden ob es sich um eine oder mehere Personen handelt und ob diese freiwillig im Gleisbett war. Leider gibt es ja auch so gruselige Vorfälle bei denen betäubte Personen abgelegt wurden oder gar bei vollem Bewusstsein an das Gleis gekettet waren. Schrecklich sowas. Da die Spurensicherung Zeit braucht ist die Strecke oft stundenlang gesperrt und sehr oft ist dann auch die Gegenrichtung betroffen.

Dauert die Sperrung einer Strecke länger wird ein sogenannter Schienenersatzverkehr eingesetzt. Das heist es kommt ein Bus… wenn denn einer frei ist… wenn er denn irgendwann ankommt und dann ist die noch die Frage ob er noch Platz hat… Abenteuer pur!

Aber denk ja nicht das wenn Du mal in einem fahrenden Zug drin bist dann automatisch alles gut wird.

Auch ein planmässig fahrender Zug kann plötzlich gestoppt werden müssen. Klassiker sind hier Schlägereien oder Notarzteinsätze. Dann hält der Zug einfach und es wird gewartet bis Polizei der Arzt da ist. Und meistens wissen 90% der Fahrgäste nicht was los ist.

Dann gibt es ja noch den Faktor Wetter. „Wir sind ja im trockenen und warmen Zug“ wirst Du denken. Hm naja, wenn bei 35 Grad im Schatten plötzlich die Heizung an geht und sich nicht ausschalten lässt ist das nicht mehr witzig

Schlimm können extreme Wetterverhältnisse wie Sturm und Eisregen sein. Bei Regen auf tief gefrohrene Oberleitungen und Gleise können die binnen Minuten vereisen und kann es passieren das nix mehr geht. Besonders problematisch sind hier bei die Weichen, wenn diese zusammengefroren sind und sich nicht mehr umstellen lassen dann… 

Sturm habe ich auf einer Fahrt mit dem ICE von Basel nach Hamburg erlebt! zum einen dürfen alle Züge ab einer gewissen Windstärke nicht schneller als 80 km/h fahren um rechtzeitig halten zu können wenn etwas auf den Gleisen ist. Und auf einmal fährt der Hochgeschwindigkeitszug nicht mehr 250 sondern tuckert in gefühlter Schrittgeschwindigkeit vor sich hin. Fahrpläne kann man dann ganz vergessen. Und ist es dann so weit das ein Baum auf einer Oberleitung liegt heist es warten. Mindestens 1-2 Stunden je nach dem wie schnell die Helfer da sein können… Und THW oder Feuerwehr dürfen da nicht einfach spontan helfen.. nein sie müssen warten bis der gesamte Abschnitt vom Strom genommen wurde.  Auf meiner Fahrt nach Hamburg hatten wir dieses Szenario gleich mehrfach und so kam es das ich nicht 6 sondern 14 Stunden in diesem Zug saß !!!!